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WiesVavener Tagvlatt

_ Donnerstag, 23. März 1939.

Wirischafisieil

4

Das neue ZoUgesetz

s

;te sie immer

bet langsam

Frankfurt a. M.,

Unregelmä

Kursbericht

Berliner Börse

21. 3.39

22. 3. 39

21. 3. 39

22. 3. 39

131

134.

115.75

106.50 107. -

118.25

Deutsche Bank

101.60

I. G. Farbenindust. 146*25.147*50

Felten &Guilleaume ! 130. 130.50

Grün & Bilfinger

152.50

Hapag

57.

56.

Hindr. Auffermann i

Berliner Devisenkurse (Telegraphische Auszahlungen:

7.25

177.25

41/,

213. 213.50

I

f

Chem. Albert .

Daimler-Benz .

Rhein. Metallwaren 128.50 129.75

Rhein. Stahlwerke 131 132.75

D. Koni. Sam. Anl. I. G. Farben-Bonds

105.13 73.-

117.- 151

Hochtief . . Holzmann Phil. . Ilse Bergbau . . . Knorr Heilbronn .

Lahmeyer & Co. Lindes Eistnaschin. Lokom. Krauß . . Mainkraftwerke . Mainzer Aktien-Br. Mannesmann . . . MansfelderBergb au Metallgesellschaft . Motoren Darmstadt Nordlloyd ... Reichsbank . . . Rh.Braunk. u. Brik.

->'/.»/. 47,»/, 47.»/.

135.13

131.63

123.50

113.13 i 139.50

141* 180.50

! 113. 139.63 111.50

209

118.25 107.13 124.

122^88

12.22

98.13

100.

100.

100.

100.

100.

99.50

99.50

99.50

99.50

99.50

99.50

99.50

99.50

100.88

98.25

98.25 98.25

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98.25 98.25

98.25 98.25

135.37 135.37

121 |121.

107.50 106 50

133. 1133.50

172.25 173.

177. 1178.

76.25 76.50

108.50 109.13

152.50 152.75

-----, 98.25

98.25 98.25

57.7< 47,»/. 47,»/.

Lis' 115.75

112.50 137.

132*75 124.63

Elektr. Liefer. Ges. 128.25 129.

Elckt.Lichtu.Kraft 129. 130

Eschweiler . . !. j.

» ,, 2

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, 8, 9, 10

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, 12, 13

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Seite 14. Rr. 70.

: 105.50

74.50 j 116.

154.50

101.60

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129.60 129.75

roerbw mcnn auch lockersitzende Haken des Blitzableiters ernsthaft zur Vorsicht mahnen.

langsam ßcnt es on der glatten Ziegelwand des Turmes hoher. Harry Mills hat sich vorgenommen, die Kuppel selbst zu erreichen.,In etwa fünfzig Meter Höhe droht die Finger- kraft zu verlogen. Der Draht ist zu dünn, an einem Seil klettert es sich erheblich leichter.

r Wills sieht auf die Menschen hinab und

«agt sich: nein. Wozu hat man seinen Ehrgeiz, wenn man auf halbem Wege umkehrt? Also nicht auslassen. Weiter hinauf. Lt.e Hande bluten und brennen schmerzhaft. Ein ehrgeiziger Wille überwindet auch Schmerzen.

Endlich hat er den Mauervorsprung unter der grünen Kuppel erreicht Befriedigt ruht er sich auf dem unsicheren stand eines Blitzableiterbakens aus. bevor er den gleichen Weg zurucknehmen will. Grüßend winkt er hinab. Aber jetzt erscheint an den berühmten Aussichtsfenstern, von denen aus der fremde zum erstenmal die gewaltige Alpenkette steht, ein aufgeregter Feuerwehrmann. Der macht der Kletterei ein Ende und Harry Mills muh auf normalem Wege über die Treppenftrege zur Erde zurück, was zwar sicherer, aber weni-

ger kurzweilig ist. Diesmal hat die Kletterei für ihn auch noch einige Folgen, die nicht alsGaudi" anzusprechen sind.

Schließlich machte Harry Mills auch noch den Turm des Alten Peters zum Schauplatz seiner Kletterkünste. An dem Eisengelander der Plattform turnte er »herum, balancierte über die Tiefe und longlierte dabei mit Bällen. Diesmal uOt nur...von zwegn der Gaudi". Eine Wochenschrift wünschte eine Sensationsaufnahme dieser Turmakrobatik für

Titelseite ihrer Neuiabrsnumm.er. Kann sein, dah der Alte Peter, der als Wahrzeichen dafür steht, dah die Gemüt- Uchkert in München nimmer ausstirbt, bei dem ungemütlichen Anblick der Klettereien etwas ins Wanken geriet.

Höher gehts nimmer!

Wer einer Frau wegen noch keine Dummbeit gemacht bat. ist ebensowenig ein rechter Mann wie jener, der niemals einen Rausch gehabt. Eine solche Dummheit braucht aller­dings nicht gerade darin zu bestehen, dah man auf den Eiffel- turm klettert. Immerhin. Artisten sind ein besonderer Menschenschlag. Wenn etn Schlangenmensch ein Mädchen ruht, dann tut er es vielleicht hinter seinem eigenen Rücken. Und wenn ein Mann, dessen Beruf es ist. für andere seine Knochen zu riskieren, auf eine Frau Eindruck machen will dann wagt er eben das Tollste, was sich ausdenken Iaht . Harry Will» schlenderte mit einem französischen Kollegen durch Paris und ein hübsches Mädchen war auch dabei. Als ne zum Eiffelturm kamen, fragte der Franzose:

Wollen wir hinaufsteigen?" .

.Mein", wehrte das Mädchen ab.es ist zu mühsam".

(Sortfe&Hna folgt:)

Berlin, 22. März. Im Reichsgesetzblatt I S. 529 wird das am 1. April in Kraft tretende neue Zollgesetz vom 20. März 1939 veröffentlicht. Mit dem gleichen Zeitpunkt werden im Land Österreich und in denjenigen sudetcndeutschen Gebieten, in denen bisher das österreichische Zollrecht galt, der Zolltarif, der Ober­tarif, die Ausfuhrzolliste, das Warenverzeichnis und andere wich- Bestimmungen des Tarifrechts eingeführt werden. Mit der Einführung des neuen Zollrechts, dessen Ausarbeitung sofort nach der Eingliederung Österreichs in Angriff genommen wurde, wird ein bedeutsamer Schritt zur Herstellung der Rechtseinheit Eroß- oeusichlands getan. Das veraltete Bereinszollgefetz von 1869 und bas Zalltarifgesetz von 1902, die bisher im Altreich galten, das osterretchstche Zollgesetz von 1920 und das österreichische Zolltarif- gesetz von 1924 verschwinden nebst anderen Gesetzen. Die Zoll­grenzen zwischen dem Altreich, dem Land Österreich und den sudetendeutschen Gebieten, die bisher wegen der Verschiedenheit der Zollsätze und des Zollverfahrens noch aufrechterhalten werden muhten, werden mit ihren Verkehrshemmungen fallen.

Das neue Zollgesetz enthält in straffer systematischer Ordnung and knappster Form in 113 Paragraphen die Vorschriften von grundsätzlicher Bedeutung. Alles andere ist den Durchführungsvor- Ichnften, der Allgemeinen Zollordnung und den Sonderzollord- nungen vorbehalten. Das neue Zollgesetz enthält keine Strafvor- schriften mehr. Die Etrafvorschriften des Vcreinszollgesetzes über den Vannbruch werden in die Rcichsabgabenordnung übernom- men, so dah diese nunmehr das gesamte Zollstrafrecht enthalten wird. Inhaltlich steht das neue Zollrecht auf den Schultern des bisherigen Zollrechts des Altreichs, wie es sich in den sieben Iahr- bcs Bestehens des Vereinszollgesetzes in Praxis und Rechtsprechung entwickelt hat.

Mancher Rechtsgedanke ist dem österreichischen Zollgesetz ent­nommen, das in Form und Inhalt auf einen gemeinsamen deutschen und österreichisch-ungarischen Zollgesetzentwurf zurüikgeht. 'J" den wahren des Weltkrieges in Salzburg ausgearbeitet Ede Das bisherige Zollrccht des Altreichs und Österreichs

i ... ..Das, war weiter kein Kunststück. Man darf eben weder Angst zetgem. noch Angst fühlen. Dann gelingen noch ichwierigere Dinge, als einen Löwen in den Käfig zurückzu­treiben."

... nur von zwegn der Gaudi.

Es gibt in der bayrischen Mundart einen herrlichen Ausdruckvon zwegn der Gaudi". Er läßt sich nur umständ- Hochdeutsche übersetzen:Ich tue das, weil es mir lelbft Späh macht und schliesslich, weil es eine Sache ist. die selbst wegen getan werden mutz, denn es kann ein Mordsipatz daraus werden.

r, Harry Mills als Münchener Kind bat in seiner Vater- I aadt manche Tollheiten ausgeführt, an die er sich im Grunde Pmommen sicher nurvon zwegn der Gaudi" heranmachte, s 'dlbst spricht von notwendigem Training, von einer : Nervenprobe, die ein Artist seines Schlages von Zeit zu ! vor sich selbst ablegen müsse. Aber wenn er dann hinzu- ? fugt, auch eine gewisse übersteigerte Lebensfreude spiele bei i WickenExtratouren" eine Rolle, dann kommen wir dem I -von zwegen der Gaudi" schon recht nahe. Scklietzlich ist er Nickt umsonst em Münchener Kind.

Ja. warum sollte etwa ein Training unbedingt mittags :1 Uhr aui dem Rathausturm der Stadt Müncken vor- genommenwerden müssen! Ausgerechnet dann, wenn der i Marienvlatz dicht mit Menschen besät ist, die ihre Hälse emporrecken, um zu sehen, wie nach den harmonisch nicht l ganz reinen Tonen des Glockenspiels zwei gepanzerie Ritter ein Turnier austragen und die Schäffler sich leichtfützig im Tanze drehen. Also sagen wir ruhig, es istvon zwegn der Gaudi . datz Harry Mills plötzlich dem Glockenspiel alle Auf­merksamkeit entzieht, indem er auf dem höchsten Mauer­vorsprung des Rathaustuims wie ein Storck auf einem Bein acht und Balanzierkunftstücke oorfübrt. Den Zuschauern strauben, sich.. die Haare. denn dasPodium" des Artisten liegt berlauiia 80 Meter über dem Marienvlatz. Eine ein­zige falsche Wendung, ein 'Augenblick der Unsicherheit. ein pur. vorufiereehendes Versagen der Nerven bedeutet den tödlichen Absturz. Aber der Mann da oben denkt ansckeinend an keine Gefahr, denn , er gibt in.seiner Eratisvorstellung immer neue halsbrecherische Kunststückchen zum Besten, bevor er in den u.urmbalkon hinabsvringt.

Ein andermal, haben es ihm die Frauentürme angetan. Wieder lauten die Glocken mittag, als Harry Wills mit einem Sprung den Blitzableiter erfaßt und daran boch- klettert. Ehe ihn jemand am Weiterklettern verhindern konnte, rst er außer Reichweite. Seine Kletterschuhe leisten ihm dabei gute Dienste. SBcnn auch, wie immer, ein heftiger Wind um die Türme der rirauenkirche weht und die Hände Namm werden lassen will. Harry Wills schiebt sich Meter für Meter, hoch. N«lgierige sammeln sich am Domvlatz. von ängstlichen Gemütern alarmiert, rast die Feuerwehr herbei. So ist dieGaudi" erst richtig und jetzt muß sie durchgefuhtt

Die Baumaschine als Helfer.

Auf dem Gebiete des Maschineneinsatzes bedeutet Rationalisierung soviel wie Ausnutzung aller technischen Möglichkeiten. Auf was es hier ankommt, hat der Führer in folgenden Worten ausgesprochen:Es mutz unser Ziel sein, den hochwertigen deutschen Arbeiter immer mehr von der primitiven Arbeit wegzuziehen und einer hochwertigen Tätigkeit zuzusühren. Die primitive Arbeit aber wollen wir dann der durch die hochwertige Arbeit geschaffenen Maschine überlassen." Da. ledoch ein verstärkter Einsatz maschineller Arbeitskraft die groge Gefahr einer Fehlinvestierung wertvollsten Dolksvermögens Milt sich bringt, ist es wie Dr. Eugen V ö g l e r im neuesten -lieft desVierfahresplancs" darlegt notwendig,

drei Vorbedingungen trengstens zu beachten:

1. Die Maschine darf nur dort eingesetzt werden, wo ihre Verwendung für den Betrieb wirtschaftlich ist, das heißt dort, wo Abschreibung und Verzinsung des aufgewandten Kapitals durch den Erlös der Bauten wieder hereingebracht wird.

2. Die Maschine muss sinnvoll in den Arbeitsprozeß ein- [auf'^ntstcrbcn bomit während der Bauausführung kein Leer-

3. Keine Arbeit darf mit der Maschine ausgesührl werden, wenn sie besser mit der Hand geleistet werden kann.

Von den heutigen Börsen, »

Berlin. 23. März. (Funkmeldung.) Tendenz: Aktien freundlicher, Renten ruhig. Obwohl die Kursgestaltung an den Wertpapiermärkten eine einheitliche Linie vermissen ließ, war der Erundton unverkennbar etwas freundlicher. Von der Bankenkundschaft gelangten einige Kaufaufträge insbesondere an die führenden Märkte, wodurch eine Aufwärtsbewegung der Kurse ausgelöst wurde. Soweit erwähnenswerte Einbußen eintraten, sind diese zumeist auf Zufallorders zurückzuführen. Am Montan­markt fielen lediglich Mannesmann und Buderus mit einem Ver­lust von % bzw. y % auf. Andererseits stiegen Rheinstahl um % %, Vereinigte Stahlwerke kamen 0,15 % höher zur Notiz. Einen Verlust von % % erlitten ferner Harpener: Vraunkohlcnwerte konnten, soweit Rotietungen zustande kamen, ihren Stand bessern. Die Führung hatten Jlse-Eenußscheine mit plus 1/ %. Farben, mit 147% um % % Höher, zogen alsbald auf 148 an. Siemens gaben % % her, demgegenüber stiegen Eesfürel um 1, Schlickert nm 1%, Schief. Gas um 2 und EW. Schlesien um 2% %. Etwas Angebot lag in Maschinenbauwerten vor. Sonst sind noch von Textilwerten Bremer Wolle zu erwähnen, die die kräftige Auf- wärtsbcwegung um 2 % sortsetzten. Sm variablen Rentenvcrkehr gab die Reichsaltbesitzanleihc mit 129,60 gegen 129,80 nach. Gemeindeumschuldungsanleihe wurde um 5 Pf. auf 93,30 herauf­gesetzt. Lagergeld 2% bis 2% %.

Zurück Peggy! Kusch! Willst du wohl Allez!

r Die gelbe Katze wich dem Banne des Menschen nicht aus, versuchte ibr Seil nicht m der Flucht. Kurrend. fauchend mit zitternden Flanken und peitschendem Schweif setz: " wieder zum Sprung aufihren Bändiger an. 2lUt aanj langsam wich sie Stückchen für Stückchen zurück und nach zwanzig Minuten, die wie eine Ewigkeit währten, saß Peggy wieder in seiner schwervergitteiten Behausung.

Wie konnten sie nur mit der Bestie fertig werden, ohne r m^eiir au fern, fragten verwundert die Filmleute, als sie ickreckensbleich aus ihren Verstecken hervorgekommen waren.

u= magren. oes Lveitkneges IN Salzburg ausgearbeitet «««« ?s bisherige Zollrecht des Altreichs und Österreichs )"chnete s,ch durch den Gerst des Wohlwollens gegenüber der Wirtschaft und das Bestreben aus, der Wirtschaft nur ein Mindestmaß unerläßlicher Bindungen aufzuerlegen. Daran hält das neue Zollrecht fest. Es bringt darüber hinaus der Wirtschaft mancherlei Erleichterungen, zum Beispiel die Möglichkeit,

--'"^besondere verdorbenes Zollgut, zur Vermeidung der Zollbelastung unter Zollaufsicht vernichten zu lassen. Für die Zoll­anmeldung bleibt die Möglichkeit der Anmeldung nach Sprach­gebrauch oder Handelsübung, während die meisten Staaten bekanntlich Anmeldung nach den Benennungen des Zolltarifs ver­langen und dadurch schwere Strafen erzwingen.

Bereits feit der Vorkriegszeit ist die maschinelle Ausrüstung der Bauwirtschaft in ständigem Anwachsen begriffen. Aus je einen Beschäftigten kamen an PS: Sn der Eesamtwirtschaft: 1907 0,6, 1935 1,1, 1933 1,7, 1938 2,5, im Baugewerbe einschließlich Bau- nebengewerbc: 1907 0,1, 1925 0,3, 1933 0,8, 1938 1,4. Während demnach in der Eesamtwirtschaft die Zunahme der verwendeten PS von 1907 bis 1938 nur rund das Vierfache betrug, ist die Mechanisierung im Baugewerbe weit Über Über diesen Durchschnitt der Eesamtwirtschaft hinausgegangen und erreicht schätzungsweise das Vlerzehnfache. Leider steht im Augenblick einem noch stärkerem Maschineneinsatz auf den Baustellen die zu geringe Kapazität der Baumaschinenindustrie entgegen. Es sind aber bereits Maßnahmen getroffen worden, um auf die Dauer über diese Schwierigkeiten Hinwegzukommen.

Fast noch wichtiger als eine Steigerung der Baumaschinen- produktion ist für die Zukunft eine verstärkte Typisierung der Maschinen und Normung der Einzelteile. Es läßt sich mit dem heutigen Produktionstempo nicht vereinbaren, daß die Reparaturwerkstätten wochenlang auf Lieferung von Ersatzteilen warten müssen, weil für jede Maschine Spezialteile zu beschaffen sind. Damit in Zukunft die Erfordernisse der Praxis mehr Berück­sichtigung finden, ist eine engere Zusammenarbeit zwischen Bau­industrie und Baumaschinenherstellern unerläßlich. Aus einem regelmäßigen Erfahrungsaustausch können sich manche Anregungen zu Verbesserungen und Neukonstruktionen ergeben. Sn dieser Erkenntnis hat auch der Reichswirtschastsminister den Leiter des Reichskuratoriums für Wirtschaftlichkeit angewiesen, gemeinsam mit den beiden Wirtschaftsgruppen Bauindustrie und Bau­maschinenindustrie alle Maßnahmen zu treffen, die geeignet sind, die technische Rationalisierung durchzuführen. Hierzu gehört ins« besondere eine Auswahl der leistungsfähigsten Baumaschinen, eine Ausmerzung veralteter Ausführungsarten und eine Typisierung der ausgewählten Maschinen.

l., 23. März. (Eig. Drahtmeldung.) Tendenz: Bei der Zufälligkeit der Auftragserteilung seitens des Publikums und der nur geringen Eigentätigkeit der Berufskreise mußte die Kursentwicklung am Aktienmarkt erneut uneinheitlich sein, zumal bei der Enge der Märkte schon kleinste Beträge den Ausschlag gaben. Indessen erhielt sich eine freund­liche Tendenz. Sm Verlaufe unterlagen die Kurse kleinen Schwankungen, und die % Bis 1 % Erhöhungen konnten nicht immer voll behauptet werden. Am Rentenmarkt war das Geschäft denkbar klein. Demzufolge erfuhren auch die Kurse kaum Ver­änderungen. Schwächer war aber Reichsaltbesitz mit 129% (129%). Kommunalumschuldung wurde mit 93% (93,30) weiter gesucht. Tagesgeld 2% %.

Deutsche Bank . 118.50

Dt. Cont. Gas . . 107.25

Deutsche Erdöl . 123.

97.75

100.

100.

100.

100

100.

99.50

99.50

99.50

99.50

99.50

99.50

99.50

99.50

100.88

Rhein-Main-Börse

I21. 3. 38I22. 3.39

Aschaffbg. Zellstoff, 99.50

Bembcrg. . . 129.50 130.50

Brown, Boveri &Co. 118.50119.

Buderus 101.50 103.63

Cement Heidelberg ! 151.75 152.-

AEG.-Stammaktien 11Z_

Augsburg Nbg.-M. 128 75

Bayer. Motoren-W. __...__

J. Berger Tiefbau 141*

Braunk. u Briketts 180.__

Charl. Wasserw. . 112.88

Chem. Heyden . . 139.19

Com. u. Priv.-Bank 111.50

Conti-Gummi 209.

Riebeck Montan . Schöfferhof-Bindg. Schuckert & Co. . Siemens & Halske Süddeutsch. Zucker Tellus Bergbäu . Vcr. Dtsch. Oelfabr. Voigt & Häffner . Zellstoff Waldhoff

G

5® 'e Reichsanl. v. 27 S/tVeYounganleihc Anl.-Ausl. (Ältbes.) ^/«Schutzgebiet. 13 4,V/«Wiesb.St.v.28 41/,/. PrX.Pfbr. 19 4l /./ 10

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7. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

Der Löwe in der Garderobe.

I Wills kennt keine Furcht vor Raubtieren, da er

wahrend seiner Zirkuszeit Gelegenheit genug hatte, sich mit - bn zu befassen und zu befreunden. Dennoch war es für ihn etn sonderbares Eeiubl. als er in keiner Filmgarderobe gerade dafiex war nch zu schminken und im Spiegel entdeckte, daß l o.urck den Vorhang der Garderobe schweifwedelnd ein Löwe I «n8lV#en ro°r- Sowrt erkannte er seinen Freund, den I, Pracktiowen Peggy, dem eine besondere Rolle bei den Auf- I \ s- zugedacht war, bei dem nachher

I ' Lse schreckerstarrte Artistin bewußtlos über den Löwen am I Trapez hing und von Harry Wills beruntergeholt wurde i Es Jon schon vorgekommen sein, daß man einem Sckau- li 'Meler tn seiner Garderobe einen Bären aufgebunden hat, !r aber wie etn richtiger Löwe dort Eingang finden konnte. rc zunächst erklärt werden. Es ist eine etwas seltsame weschichte.

art. Der Löwe PeM war sonderbarerweise durch einen aus seinem Käfig befreit worden. Es bandelt sich kclbstverstandlich nicht um einen bewußten Liebesdienst, den der Affe dem Löwen erwies, obwohl er eine gewisse Zu- neigllng zu dem König der Tiere empfunden haben mutz.

Ane. der frei umherlaufen durfte, kletterte nämlich mit Vorliebe an dem fahrbaren Einzelkäfig des Löwen Peggy fierunt und machte ohne irgendwelche Angst vor der gelben Katze an den Eltterstäben seine Turnübungen. Während Lj vieser unterhaltsamen Beschäftigung wurde seine Neugierde I vurck den Sverrhaken erweckt, der die Käfigtür schlotz. Hart- u siuckig machte, der. Affe sich mit seinen kleinen Fäusten daran L W. »ckanen, 615 die Ture plötzlich auffprang und Peggy, dem r "vv'^v-.den Weg in die Freiheit öffnete.

Dan so das Rätsel der Löwenbefreiung erklärt werden mugte. konnte erst spater auf Grund eingehender llderlegun- gen entdeckt, werden. Der kleine Affe wurde deshalb fürder- ! fij.tt von seinem Herrn, dem Zirkusdirektor, der für diesen Film verpflichtet worden war, selbst hinter Schloß und Riegel gesetzt, damit er keinen neuen Unfug anrichtete.

_ Jedenfalls, der Löwe.Peggy war frei und benutzte seine Freiheit zu einem Trammgslaus über das ausgedehnte «Lumgelande. In langgestrecktem Galopp setzte er sich in Nrcktung des Filmateliers in Bewegung. Auf einmal sahen Arbeiter,, die berm Auibau von Sausattrappen beschäftigt wäre» ein längliches, ..gelb-schwarz gefärbtes Tier durch die Filmstadt sausen. Ehe sie sich von ihrem Schreck erholt batten, erklang schon vom Restaurant her der Angstschrei:Ein Lowe!

. Damit rannte jeder, was er konnte, um ja nicht mit seiner eigenen Person dem Wüstenkönig ein Frühstück zu ser­vieren. Peggy schien aber noch wenig Appetit zu hoben, denn er'verschmähte, das. Restaurant auizusucken. Vielleicht war er instinktiv dabei, sich einen Schlupfwinkel aufzuspüren, Ä^/r.einen Vorbang auseinanderschob und hinter Harry Wills in der Garderobe stand.

r. Was sich Harry Wills dachte, als er im Spiegel seinen tiricunb Peggy sah, das weiß er heute nicht mehr. Jedenfalls wrang er, ohne sich einen Augenblick zu bedenken, vom Schminktisch auf, .ergriff den Armsessel und hielt ihn in Parade vor sich hm.

Jetzt setzte bei Harry Wills auch die Überlegung wieder em und er sagte sich, datz es nicht genüge, sich selbst das Raub- ttej: vom Leibe zu halten, sondern datz Peggy, um weiteren Schaden zu verhüten in seinen Käfig zurückgebrackt werden müsse. Ohne dre üblichen Waffen des Löwenbändigers, wie Nen gabel. Peitsche und Revolver, keine kleine Aufgabe. Aber Wills nahm sich vor, sie zu lösen.

genug batte er Tierbändiger bei der Arbeit beob­achtet. Dabei batte er bemerkt, daß es nicht allein darauf ankoiEt. keine Angst zu zeigen, weil sich die Bestie sonst sofort dem Menschen überlegen fühlt. Es war noch etwas zu be­achten: Alle Dompteure sprechen dauernd auf die Tiere ein. und zwar tn einem ganz besonderen, bestimmenden Tonfall. Das versucht Harry Wills letzt auch und siebe da. es gelang wm. Mit seiner Stimme und keinem Armsessel den Löwen zu­nächst aus der Garderobe hinaus aufs freie Gelände zu treiben.

Der Hann,

____ der mit dem Leben spielt

Dt. Eisenhandel 141.37 Dt. Reichsbahn Vz. i 123. Deutsche Waffen j. Dortm. Vnion-Br. 1209.50 Dresdner Bank . j 111. Eintracht Braun . j 152.75

Fddmühle .... Gesfärel.....

Harburg Gummi . Harpener .... Hoesch.....

Hotelbetr.-Oes.. . Klöckner-Werke . Niederlaus. Kohle Orenstein & Koppel Rh. Elektr. Mannh. Bütgerswerke . . Sachsenwerk . . . Salzdetfnrt . . . Schubert u. Salzer Schuckert & Co. . Siemens & Halske Stollberger Zink .

Ver. Stahlwerke Vogel Tel.-Drath WasserGeteenkhch.

21. 3. 39122. 3.39

103. 103.

184. 184.

142.50 142 147.37 148.50

256* 256^ 111.75 112 167.25 168 135.50 136.25

90 90

86 j 86. 107 1108.

130. 130 113 114.

Dtsch.Gold u.Silber , 199.50 202.

Deutsch Linoleum. 154.75

2t. März 1939

22. Mftiz 1939

Geld

Brief

Geld

Brie-

Belgien.......100 Belga

41.90

41.98

41.91

41.99

Dänemark .... 100 Kronen

52.07

52.17

52.07

52.17

England.....1 £ Sterling

11.66

11.69

11.66

11.69

Frankreich...... 100 Fr.

6.593

6.607

6.593

6.607

Holland.....100 Gulden

132.18

132.44

132.18

132.44

Italien........100 Lire

13.09

13.11

13.09

13.11

Japan.........1 Yen

0.680

0.683

0.680

0.683

Jugoslawien.....100 Dinar

5.694

5.706

5.694

5.706

Norwegen ..... 100 Kronen

58.59

58.71

58.59

58.71

Polen ......100 Zloty

47.00

47.10

47.00

47.10

Schweden.....100 Kronen

60.07

60.19

60.09

60 21

Schweiz.......100 Fr.

56.10

56.22

55.97

56.09

Spanien.......100 Pes.

----.----

Tschecho slowakei 100 Kronen

8.591

8.609

8.591

&609

\ er. St v. Amerika . . 1 Dollar

2.491

2.495

2.491

»495