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Panzerschiff „Deutschland".
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hatte sich der Führer
(Wettbild, *.)
der deutschen der Reede von
gesetzten Verband Kriegsschiffe aus Memel.
Panzerschiff „Deutschland" auf der Reede von Memel.
Memel, 23.3. (Funkmeldung). Der
Führer ist heute vormittag gegen 10 Uhr vor Memel eingetroffen. Das Panzerschiff „Deutschland" liegt mit dem ein
von Bord gehen und in das deutsche Memel emzrehen. Mit dem Oberbefehlshaber der Marine befindet .sich der Führer seit Stunden auf der Admiralsbrücke. Aufmerksam beobachtet er die Manöver der Flotte. Weit schweift sein Blick voraus, den Türmen Memels entgegen.
Panzerschiff „Deutschland" geht vor Anker.
Marineflieger brausen über uns hinweg und nehmen ihren Kurs auf Memel. Da kommen auch schon die ersten memelländischen Fischerboote heran. Sie sind dicht gefüllt mit überglücklichen Menschen, die die Ankunft des Führers nicht abwarten konnten und nun ihrem Befreier auf die Reede entgegengefahren sind. Ihre Boote jinb festlich geschmückt. Weithin schallen ihre H e i l r u f e über das Wasser. Sie danken dem Führer aus übervollem Herzen, der von der Brücke der „Deutschland" mit erhobener Rechten grüßt.
Backbord und steuerbord ziehen nun Torpedoboote und Zerstörer an uns vorbei, die ihren Kurs auf die Mündung der Memel gerichtet haben. Ihre Besatzungen stehen in Paradeaufstelmng auf Deck und salutieren vor dem Führer. An Bord dieser Boote befinden sich die L a n d u n g s - korps, die nun in wenigen Minuten den Futz auf das befreite Memelland setzen werden. Punkt 10.02 Uhr geht das Panzerschiff „Deutschland" auf der Reede von Memel vor Anker.
Das Memelland ist frei!
Tilsit, 23. März. (Funkmeldung.) Am Donners- tagfrüh um 5 Uhr überschritten deutsche Truppen in Tilsit die Königin-Luise-Brücke und rückten in das befreite deutsche Memelland ein, jubelnd begrüßt von den Brüdern und Schwester» jenseits des Stromes, die 19 Jahre lang auf diesen Tag gewartet haben.
Beim ersten Morgengrauen klingt Marschmusik durch die Straßen Tilsits. Roch ist es eisig kalt, aber die Bevölkerung ist bereits lange auf den Beinen und wandert hinaus zur Königin-Luise-Brücke. Schon seit 3 Uhr nachts harren sie hier aus, um dem Einmarsch der deutschen Truppen ins Memelland beizuwohnen. Die in der Nähe der Brücke liegenden Straßen sind eine einzige dicke Menschenmauer. Plötzlich bricht ein Sturm der Begeisterung durch. Die Tore der Brücke öffnen sich, und unter Mn Klängen des Deutschlandliedes marschieren deutsche Soldaten über den Memelstrom, der jetzt nicht mehr Grenze, sondern wieder Brücke ist zu den Deutschen jenseits des Flusies.
Heller Sonnenschein liegt über Tilsit, als in den frühen Vormittagsstunden die Gliederungen der Bewegung und dec Reichsarbeitsdienst auf dem Fletcher-Platz aufmarschiercn. Keiner der nach Tausenden zählenden Volksmenge, die seit dem frühen Morgen hier zusammengeströmt sind, hat seinen Platz verlasien und jeder Verkehr in den anliegenden
Deutsche Truppen marschieren im Memelland
Unter den Klängen des Deutschlandliedes im Morgengrauen bei Tilsit über den Memelftrom.
wt. Am Mittwochabend bereits , , , „
nach Swinemündc begeben, um von dort aus auf dem Panzerschiff „Deutschland" die Fahrt zu den deutschen Brüdern im nunmehr freien Memelland anzutreten. Um 18.30 Uhr war er in Begleitung des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine, Generaladmiral Raeder im Sonderzug in Swinemünde eingetroffen. Die Bevölkerung der Seestadt säumte die gesamte Anfahrtsstrecke vom Hauptbahnhos bis zum Hafenkai in dichten Reihen und bereitete dem Führer, der langsam im Sonderzug die Strecke cntlangsuhr, ununterbrochen begeisterte Kundgebungen.
Unmittelbar nach der Antunst begab sich der Führer an Bord des Panzerschiffes „Deutschland". Am Vortopp ging die Führerstandarte hoch. Der Führer schritt in Begleitung von Generaladmiral Raeder und des Kommandanten, Kapitän zur See Wenneker. die Front der am Oberdeck angetretenen Besatzung ab. Weich darauf, wenige Minuten nach 19 Uhr, ging das Panzerschiff „Deutschland in See. In Kiellinie folgten der Kreuzer „Leipzig, die Panzerschiffe „Admiral Graf Spee und „Admiral Scheer", die Kreuzer „Nürnberg und „K ö I n", zwei Zerstöierdivistonen und drei Torpedoboots- flottillen sowie eine Geleitflottille. ,
In Begleitung des Führers und Obersten Befehlshabers befinden sich an Bord der „Deutschland" Generaladmiral Raeder Generaloberst Keitel, Generalmasor Bodenschatz, R-uchsminister Dr. Lammers, Reichspressechef Dr. Dietrich. Reichsleiter Bormann, Staatssekretär Stuckart, Obergruppenführer Lorenz, die Adjutanten des Führers Obergruppenführer Brückner, Gruppenführer Schaub, Oberstleutnant Schmundt und Korvettenkapitän Albrecht, ferner die Kapitäne zur See Henning und Hege.
Die Fahrt nach Osten.
Memel, 23. März. (Funkmeldung.) Ein strahlend schöner Tag ist angebrochen. Rur leicht bewegt ist die Ostsee, gerade so viel, daß ab und zu eine Welle sich weiß ausgischtend am Bug des Panzerschiffes bricht. Es ist kühl und frisch auf dem Meer, makellos blau ist der Himmel. Die helle Morgensonne leuchtet aus die grauen stählernen Kolosse, auf die drei Panzerschiffe „Deutschland", „Admiral Ere^f Svee" und „Admiral Scheer" und auf die Kreuzer „Leipzig", „Köln" und „Königsberg", die ihnen dicht auf- geschloffen in Kiellinie folgen. Majestätisch ziehen sie ihren Weg. Die hohen Aufbauten stehen als leuchtende Silhouetten gegen den Himmel. Die mächtigen Eeschütztürme beherrschen das Gesicht der Schiffe. ...
Hoch im Vormast des Panzerschiffes „Deutschland gleißt und blinkt die Führerstandarte. Hinter den Kreuzern folgen backbord und steuerbord die Torpedo- und Beglert- boote und die im Sonnenschein fast sandfarben erscheinenden rasenden Windhunde der See, die tapferen kleinen Schnellboote. m .
Mit 12-Seemeilenfahrt marschiert der Verband nach Osten. Es ist ein herrliches Bild wtedererftandener Kraft und Seegeltung, das er bietet. Die Ostsee ist sonst leer von Schiffen. Nichts ist zu sehen als das blaugraue Wasser und steuerbord voraus eine Ahnung der ostpreußischen Küste, die sich wie ein Heller, feiner grüner Strich am Horizont dahin zieht. Auf allen Schiffen herrscht Hochstimmung. Vom Oberbefehlshaber der Marine an bis zum jüngsten Matrosen ist die deutsche Seemacht nur von dem einzigen Gedanken erfüllt, daß der Führer bei der Flotte ist und daß die Flotte das Memelland auf des Führers Befehl heimholt ins Grotz- deutsche Reich.
Die Türme Memels am Horizont.
Die Hochstimmung an Bord des Panzerschiffes „Deutschland" das den Führer dem befreiten Memelland entgegenbringt, steigert sich ins unermeßliche, als langsam das Land am Horizont heraufsteigt, in dem letzt öte. Hakenkreuz- iahnen der Freiheit wehen. Die großen Ereignisse des abgelaufenen Jahres hat die deutsche Manne immer nur an ben Lautsprechern erleben können. Jetzt aber ist sie I el bst d a- bei. Heute hat der Führer sie eingesetzt,. Dieses Mal ist sie selbst der Reoräsentaat der bewaffneten starke unserer Nation. Dieses Bewußtsein macht Offizier und Mann ungeheuer.stolz.
Das Laiwungskorvs der Marine macht sich inzwnchen leetig. Unter ben Augen bes Führers wird es um 10 Uhr
Straßen ist unterbrochen. Hoch von den Masten herab wehen die Fahnen des Grohdeutschen Reiches und die grun-weiß- rote Memelfahne. ~ , , , _
Um 7 Uhr erschallt brausender Jubel, als Dr. N e u- mann im Kraftwagen über die Memel nach Tilsit kommt. Kurz darauf treffen, ebenfalls begeistert begrüßt, Reichs- innenminifter Dr. Frick und Ostpreußens Gauleiter Errch Koch ein. Reichsminister Dr. Frick schreitet die yront ber in offenem Viereck angetretenen Formationen ab. In seiner Begleitung befinben sich Dr. Neumann, Gauleiter Koch und der Kommandierende General und Befehlshaber tm Wehrkreis I, General der Artillerie von Küchler.
Dann ist der Augenblick gekommen, auf den alle Memel- deutfchen feit 19 Jahren gewartet haben:
Die Grenze zwischen Deutschen und Deutsch e n, die durch das Versailler Schanddiktar gewaltsam auf- Gelichtet mar, ift gefallen uiti) bic ttfte WagenEvlvnne fährt ohne Zoll- und Paßkontrolle in das Memelland. voran im ersten Wagen fReidfsmintftet Dr. Frick, Dr. Neumann und Gauleiter Koch. In diesem Augenblick erreichen die Freubenkundgebungen ihren Hchepunkt und der Begeisterungssturm will nicht enden. Die Sirenen beginnen zu heulen und die Schiffe tm Hafen lasien weithin hörbar ihre Stimme erschallen. Jetzt marschiere« auch die Formationen mit ihren Fahnen und Standarten über die Brücke.
Die Grenze ist weggewischt und alle sind beseelt von dem einen Wunsch, dem Führer zu danken für ferne groge geschichtliche Tat.
Der Schlußstrich.
as. Der gestern mit der litauischen Abordnung abgeschlossene Vertrag setzt den Schlußstrich unter eine Periode die für das Memelland eine ununterbrochene Kette von Leiden bedeutete. Das von den Litauern einst geraubte Memelgebiet ist nunmehr wiederein Elieb bes Deutschen Reiches. Der Vertrag zeigt, baß Erotz- beuttolanb an keinerlei Vergeltungsmaßnahmen denkt, daß es vielmehr in vollem Umfange den wirtschaftlichen Interessen Litauens gerecht wird. Die Litauer hatten ra ihr an Memel begangenes Unrecht damit zu begründen versucht, baß sie ben Memeler Hafen alsZugangzursee benötigten. Sie erhalten durch die jetzigen Vereinbarungen eine freie Hafenzone in Memel, so daß den wirtschaftlichen. Notwendigkeiten Litauens voll Genüge geleistet ist. Damit ist ein e n b = gültiger Zustanb geschaffen worben, ber ben Litauern in einem Maße zugute kommt, baß man eigentlich in ber ganzen Welt Deutschland wegen bei Großzügigkeit dieser Regelung loben sollte Ebenso sollte man auch nicht übersehen, daß ber Vertrag ausbrücklich die Gewaltanwendung verwirft.
Mit dieser außerordentlichen großzügigen Regelung sind schon eine ganze Reihe von Gerüchten widerlegt, die tn der internationalen Presse zu lesen sind. Wenn es beispiels-
Der Führer im befreiten Memelland,
Nach herrlicher Fahrt der Flotten-EinheUen über die Ostsee von Swinemünde bis Memel
Wiesbadener Tagblail
wisch eimmgszeir:
87. Jahrgang
Donnerstag, 23. März 1939,
Nr. 70.
Hmeiaeroteile- Ein Millimeter Höhe der 22 Millimeter breiten Spalte im. Anzeigenteil Grund- prds^MRpf., der 85 Millimeter breiten Spalte 'm Tertteü 60 Rpf., sonst laut DrelSliste Nr. 6. Nacklaststaffel B — Sfit die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Platzen wird keine Gewähr übernommen. - Schluß der Anzeigen-Annahm« 9>/i Uhr vormittag«. Größere Anz^g«! müssen spätesten« «inen Tag vor dem Erscheinungstage aufgegeben werden.
Bqugspreise: Für eine Bezugszeit von 2 Wochen 94 Rpf., für einen Monat RM. 2.—, einschließlich Traglohn. Durch die Post bezogen RM. 2.35, zuzüglich 36 Rpf. Bestellgeld, Einzel- nummern 10 Rpf. — Bezugsbestellungen nehmen an: der Berlag, die Ausgabestellen, die Träger und alle Postanstalten. — Die Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch
„ „ - werktäglich nachmittags.
O ”U5Q<roett Geschäftszeit: 3 Uhr morgen« bis 7 Uhr abend« nutzer Sonn- u, Feiertag»
, , _ Berliner Büro: Berltn-Wtlmersdorf
Unterhaltungsbeilage. _________
Druck und Berlag :
8. Schellenberg Iche Buchdrücke««, „logblatt. Hau," tzernsprecher-Sammel-Nr. 59631. Drahtanschrift: Tagblatt Wiesbaden.
Postscheckkonto: Frankfurt a. M. Nr. 7405. e|net täglichen
