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IW dort mären die Pen+o

Wöchentlii

Die neue hetzsront gegen Deutschland

Das neue Deutschland

Moskau wittert Morgenluft.

Londoner Plane einer scheinheiligen Allianz.

Ultimaten

ganz Deut

lühlen des

Die Einkreisungshetzer beherrschen das Feld

Das internationale System der Wortbrüchigen

England sucht Dumme.

Die italienische Presse nagelt die Heuchelei der Demokratien fest.

„Journal deDebats" plant der deutsche Eeneralstab Ope­rationen gegen Holland und Belgien. „Daily Telegraph" meldet, das; Deutschland die kroatische Frage zum Vorwand nehmen wolle, um sich an der Adria Stützpunkte zu verschaffen. Nach einem Brüsseler Blatt soll

läht sich nicht einschüchtern.

man in London wieder einmal Gott sagt und Kattun meint. Man spricht von Idealen und meint das Geschäft und die Niederhaltung Deutschlands. Diese Methoden Englands kennzeichnet Dr. G o e h h e l s heute im „Völkischen Beobachter" in einem „Aussprache unter vier Augen mit der Demokratie" überschriebenen Artikel scharf. Er fordert von den Engländern, wenigstens ehrlich zu sagen, um was es ihnen wirklich geht und schreibt u. a.: „Es wäre doch sehr fair und anständig, wenn man in London und Paris wenigstens ganz offen erklärte, das was sich im Verlaufe der letzten zwölf Monate in Mitteleuropa abgespielt hat, ist eine pure Gemeinheit; denn die Folge davon ist, datz die verfluchten Deutschen sich wieder im internationalen Kräftespiel befinden, dag man nun das Reich aufs neue bei allen politischen Berechnungen mit ein­kalkulieren mutz, datz Deutschland offenbar Anstalten trifft, um nicht für jede Zukunft ein Habenichts zu bleiben, datz cs seine Existenzansprüche anmeldet, datz es in London und Paris allmählich auf die Nerven fällt und anfängt lästig zu werden. Wie gesagt, das wäre eine Aussprache unter Männern. Statt dessen machen sie in Moralreden von Zivilisation, von gebeugtem Recht und unterdrückten Stimmen." _______

Der Krieg der Lüge.

* Jetzt, wo die westlichen Demokratien erkennen müssen, datz das Spiel für sie verloren ist, versuchen sie mit einer grotz angelegten Lügenkampagne zu ändern, was nicht mehr zu ändern ist. Nachdem Böhmen und Mähren unter Reichsjchutz gestellt sind, hat eine demokratische ErotzlLgen- Offenstve begonnen, die alles bisher in dieser Beziehung gebotene in den Schatten stellt.

Das Tollste, was in dieser Hinsicht geleistet wurde, waren die Lügen, die über Deutschlands Absichten gegenüber Rumänien aufgebracht wurden. Deutschland soll, ins­besondere nach englischen Meldungen, den Rumänen ein Ultimatum gestellt haben, so datz sich König Carol zu Hilfe­rufen veranlagt gesehen habe. Es lagen sehr bald Erklärun­gen von deutscher und rumänischer Seite vor, datz es sich hier um einen ganz grotz angelegten Schwindel des Jahrhunderts handelte. Diese Dementis wurden aber übergangen und übersehen, und man glaubte, trotz aller Erklärungen der Regierungen weiter lügen zu können.

Das aber war keineswegs die einzige Lüge, die in diesen Tagen über die Druckerschwärze ihren Weg in die Welt machen mutzte. „News Chronicle" hat einen ganzen Stun­denplan der angeblichen deutschen Er­oberungen aufgestellt und genau ausgerechnet, wann Ungarn, wann Jugoslawien und wann Ru­mänien, von den übrigen Staaten ganz zu schweigen, von Deutschland erobert "würden. Das „Oeuvre" hat ge­meldet, datz die Wehrmacht in den nächsten Tagen gewisse Teile des Olsa-Eebietes und Oderberg besetzen

aus dem Papier eine grohe Macht dar, aber eine Macht, die vor allem Rumänien und mehr noch Ungarn und Polen beun­ruhige. Auch die Stellung der USA. bezeichnet das Blatt als einen sehr heiklen Faktor.

Das ..Petit Journal" betont, datz Polen auf keinen Fall sowjetruffischc Soldaten auf feinem Gebiet haben wolle. Man dürfe jedoch nicht vergessen, datz die erste Bedingung für eine Rückkehr Sowjetrutzlands in den europäischen Kreislauf in der Zustimmung der am meisten und unmittelbarsten inter­essierten Mächte, d. h. also Polens und Rumäniens, liege. Das Blatt glaubt zu wissen, datz die Warschauer Regierung bereits der französischen Regierung mitteilen liefe, datz am keinen Fall Polen die Anwesenheit auch nur eines einzigen sowjetrussischen Soldaten auf seinem Gebiet dulden würde.

Aus diesem Grunde scheine man in Paris als erste Matz- nahme die Schaffung eines ungarisch-volnifch- rumänischen Blockes (???) ins Auge zu fassen. Diese Frage werde auf der Tagesordnung der divlomatifchen Be- svrechungen stehen, die der französische Ministcroräsident Daladier und sein Autzcnminifter Bonnet am kommenden Wochenende in London mit den englischen Ministern haben würden. _______

Eine Million Engländer warnen.

Sie verlangen Aussprache statt Lügenhetze.

London, 21. März. (Funkmeldung.) Ministerpräsident Chamberlain wurde am Montag von einer Abordnung eine Bittschrift überreicht, die mehr als eine Million Unterschriften trägt. Die britische Regierung wird darin ge­beten, eine „Friedenskonferenz" einzuberufen, damit dem Wettrüsten einEndegesetzt und endlich die Grund­lage für eine allgemeine Bereinigung, vor allem in Europa, herbeigeführt werde.

Über die Erfolgsaussichten einer solchen Konferenz kann man nach den bisherigen Erfahrungen genüg anderer Auf­fassung sein. Beachtenswert an diesem Vorschlag, den eine Million Engländer machen, ist aber, datz sie sich rm offenen Gegensatz zu den Verantwortlichen der britischen Politik für eine ehrliche Aussprache über alle Probleme erklären und damit unumwunden kundtun, datz sie die Methoden der Lügenhetze und Verleumdung, die gerade in England im Augenblick einsetzt, um unhaltbar gewordene Positionen zu behaupten, mitzbilligen. Der für die Notwendigkeiten einer neuen Zeit aufgeschlossene und von der jüdisch-frei- maurerischen Pest noch nicht angekränkelte Teil des englischen Volkes, das ergibt sich aus dieser Petition, lehnt die Hetz- Methoden ab.

Pariser Presse über neue Blockbildungen.

Paris, 21. März. (Funkmeldung). Mehr noch als in den Vortagen, bemüht sich die französische Presse, aus aller Welt zur Stützung der eigenen Kamvagne. scha r k- macherjsche Reden und Erklärungen zu veröffentlichen, wie beispielsweise die salbungsvolle Moralpredigt des Erz­bischofs von Caterbury und Hetzvarolen der englischen .,Arbeiter"-Parteilcr, sowie deutschfeindliche Stimmungs­bilder aus den englischen Dominions, den USA. und vor allem Sowjetrutzlands. Dagegen werden verständnisvolle und ver­nünftige Äußerungen. wie z. B. die Rede des Lord Arnold im englischen Oberhaus oder die Stellungnahmen gewisser bedeutender Gegner Roosevelts völlig unterschlagen.

Blätter wie ..Journal". ..Matin". ..Petit Journal" und ..Jour" zeigen übrigens durchaus keine große $egentcruna für die von Litwinow-Finkelstein bei England und «Frankreich angeregte ,.grotze.Konferenz", Die Sorvreis mochten nun gerade bei dieser Gelegenheit versuchen, so schreibt ..Journal", wieder in die europäische Politik zuruckzukebren. Dieser Fall sei jedoch äufeerit heikel; Rutzland »teilte zwar

tisch (!) zu setzen, um in oernünftiger Weise die Schwierig­keiten zu besprechen, die einer „Einigung und gleichen Zu­sammenarbeit" zwischen dem Reich und seinen europäischen Nachbarn im Wege ständen. Der Schreiber begeht bann die einzigartige Dummheit folgendes „fest"zustellen: England und die Entente behaupteten keineswegs, datz sie nicht fehlerfrei seien, aber sie nähmen es für sich in Anspruch, datz sie den Versuch machten, ein besserers internationales System (???) zu errichten als dasjenige, unter dem der Stärkste (!!) nehme, was er wünsche, und der Schwache überhaupt keine Rechte habe. In dieser ehrbaren Tonart verteidigt man bann weiter bas internationale System jener Wortbrüchigen von 1919, jener, seit alters kleine Völker in aller Welt mit bem Recht des Stär­keren unterjochenden Empire-Politiker, jener am Hunger­tods tausender deutscher, burischer, indischer, arabischer Frauen und Kinder Schuldigen, jener, die Deutschland und seine Freunde systematisch schwächten, um ihnen alle Lebens­rechte zu nehmen, das Volk Goethes, Beethovens und Kants, in Hunger, Arbeitslosigkeit und Selbstmord zu stürzen. „Daily Expretz" verrät, datz die Einkreisungspolitik jetzt tn England volkstümlich sei. Die britische Außenpolitik würde sich mehr auf den militärischen Angriff als auf die Ver­teidigung entstellen!

London, 21. März. (Funkmeldung.) Die zahlreichen diplomatischen Besprechungen, die Lord Halifax am Mon­tag hatte, veranlassen die Londoner Dienstag-Morgenpresse zu ausgiebigen Spekulationen in 2 e 11 a r. 11 e 1 n. Die Betrachtungen der Blätter lagen den Schlug zu bag man trotz allen Lügen im Augenblick keine unmittelbaren Befürchtungen bezüglich einer, weiteren „Aggression zu hegen scheint; immerhin will man eine gemeiniame Erklä­rung Englands, Frankreichs, Sowjetrutzlands herbetfuhren, etwa des Inhaltes, datz weitere „Aggressionsakte in Europa auf kollektiven Widerstand stützen würden. u .

Der diplomatische Korrespondent der „Times stellt fest, datz sich gegenüber dem sowjetrusiischen Vorschlag, eine Kon­ferenz der 'interessierten Mächte in Südosteurosta abzuhalten, die Frage erhebe, ob mit einer Konferenz den Interessen des Friedens bester gedient sei als durch die Fortsetzung der diplomatischen Fühlungnahme. Die unnnttelbaren Besorg- niste um Rumänien scheinen etwas nachgelassen zu haben. Die Ereignisse der vergangenen Woche hatten lediglich dazu gedient, die Bedeutung bes Lebrun-Besuches in -ondon als einen klaren unb erneuten Beweis für bte Jntercstenge- meinschaft zwischen England und Frankreich zu erhoyen. Chamberlain und seine Landsleute hatten gehofft dag Hitler bereit gewesen wäre, sich an den Verhandlungs-

Ein durchsichtiges Manöver.

(Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.)

as. Berlin, 21. März. Im englischen Parlament haben sich gestern sowohl Chamberlain als auch der Autzen- minister Lord Halifax zu der neuen den Engländern so unerwünschten Entwicklung in Europa geäußert. Sie haben dabei auch versucht, die Londoner Pläne einer gegen Deutschland gerichteten Liga zu begründen. Für die Verwir­rung, die heilte schon in England herrscht, ist es bezeichnend, datz'der Erzbischof von Canterbury sich sogar der Führung des Papstes unterstellen will, wenn dieser die Front gegen Deutschland sichren würde. Was man mit dieser neuen Hetze tatsächlich beabsichtigt und _mie un­ehrlich die von den Engländern über die armen Tschechen vergossenen Tränen sind, wird an anderer Stelle dieses SB lüttes, wo wir uns mit dem neuen Lügenfeldzug gegen Deutschland befassen, klargestellt.

Das Echo auf die mit großem Eifer gesetzten Versuche, eine Liga — eine Art „heilige Allianz" gegen Deutschland — „dem stärksten Feind menschlicher Freiheit unb europäischer Zivilisation, dem Unterdrücker der Völker und dem politischen Tyrannen", wie die „Times" so ge­schmackvoll sagt, zustande zu bringen, ist ungemein charak- teriftisch.

Restlos begeistert ist man von dieser Idee nur in Moskau und dort sogar mehr als den Engländern lieb ist. Die Sowjets wünschen nämlich die sofortige Ein­berufungeiner Konferenz, an der auch die Mi­nister der Balkanstaaten teilnehmen sollen. Ganz offen­sichtlich haben es die Moskauer Machthaber sehr viel weniger eilig damit, zu irgendwelchen praktischen Vereinbarungen zu gelangen, als vielmehr der Welt das Schauspiel einer antifaschistischen Konferenz unter Mitwirkung Sowjetrutzlands zu bieten. Moskau glaubt, datz eine solche Konferenz am schnellsten und sichersten, bas durch die schweren Niederlagen in Spanien und in der ehe­maligen Tschecho-Slowakei sehr stark ramponierte Ansehen der Sowjetunion wieder Herstellen könnte. Die Engländer hingegen mochten sich nicht eher an den Konfe­renztisch setzen, ehe nicht Klarheit über die Teilnahme der verschiedenen Staaten an der neuen Allianz, die man als unheilige Allianz bezeichnen mutz, geschaffen ist.

Das Presseecho auf derartige englische Anregungen dürfte nun aber in London keineswegs besondere Genug­tuung Hervorrufen. Die Südoststaaten wehren sich sehr energisch gegen den Plan, ins Schlepptau Englands ge­nommen zu werden. Man denkt auch garnicht daran, an irgendwelchen wirtschaftlichen Matznahmen gegen Deutsch­land teilzunehmen. In den Balkanstaaten ist es vielmehr jedem klar, datz das neue Deutschland zwangsläufig durch den Zuwachs des weit ausgebauten tschechischen Ge­schäfts mit den Südostländern die überlegene Wirt­schaftsmacht für den gesamten Valkanraum geworden ist, dessen Autzenhandel künftig naturnotwendig zu 60 bis 70 % auf Deutschland angewiesen sein wird. Eben­so warnt man aber auch in den skandinavischen Staaten vor den englischen Plänen. Polen zeigt, datz es nicht gewillt ist, sich verhetzen zu lassen. Auch Finn­land erteilt, um einige Länder herauszugreifen, den Eng­ländern eine Abfuhr. Selbst im amerikanischen Senat bildet sich eine Opposition gegen die Teilnahme an einer gegen Deutschland gerichteten Konferenz. .

Diese scharfe ablehnende Haltung geht wohl nicht zuletzt auf die Erkenntnis zurück, datz es den Eng­ländern garnicht um irgendwelche Ideale geht, sondern daß

Mailand, 21. März. (Funkmeldung.) — In der italieni­schen Presse wird mit Freude und Genugtuung auf die energische deutsche Abwehr der heuchleri­schen Wutausbrüche und Verleumdungen der Demokratien hingewiesen und auf die Manöver Londons zur Bildung einer internationalen Front gegen Deutschland.

Die „Stomp a“ weist daraus hin, datz die Gerüchte- macherei in London und Paris wieder planmähig betrieben wird und stellt fest, datz die sogenannten demo­kratischen Regierungen diese Hetze zur Erweiterung ihrer eigenen Machtvollkommenheiten benutzten. Vor allem Dala­dier nutze die Vollmachten, die er sich bewilligen ließ, aus, um seine diktatorischen Matznahmen zu rechtfertigen.

„Karriere della Sera" stellt fest, datz die „Müh' Geschwätzes unb ber Falschheit" wieder in lebhafte Tätigkeit gesetzt sind. Ihr Geräusch könne die RealMt der Achse nicht stören. England arbeite wieder nach alten Methoden.

würde. In diesen Rahmen fallen auch die Meldungen, wo­nach Himmler in Warschau erklärt haben soll, datz O ber­sch l e s i e n als einstweiliges Unterpfand besetzt werden müsse. Den drei skandinavischen Staaten seien Ultimaten gestellt des Inhalts, datz sie ihre Wirtschaftslage ganz auf Deutschland einstellen sollen. Insbesondere habe Deutschland Absichten auf die schwedischen Eisenerze. Falls Schweden sich nicht willfährig erweise, würde ihm eine Blockade durch deutsche U-Boote angedroht. Nach dem

87. Jahrgang.

Dienstag, 21. Marz 1939.

Nr. 68.

Wiesbadener TaMatt

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