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von Brünn kommend, traf der Führer am Freitag um 17 Uhr in Wien ein. Ute Bevölkerung oer «raor Wien bereitete dem Führer, dessen Kommen erst wenige Stunden vorher bekanntgeworden war, erne« begeisterten, triumphalen Änpfang. (Weltbild, K.)
Die Lage meisterhaft beherrscht
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neue große Tat Adolf Hitlers.
uns schon nicht helfen wollen oder können, dann sollen sie uns wenigstens in Ruhe lassen und nicht noch versuchen, unsere guten und herzlichen Beziehungen zu unseren beiden großen Nachbarn und Freunden zu trüben."
In politischen und diplomatischen Kreisen Belgrads betont man immer wieder, daß Jugoslawien sich glücklich schätzen könne, durch seine kluge Außenpolitik in den letzten 4A Jahren nicht nur den Frieden an »einen Grenzen gesichert zu haben, sondern auch ein allgemein anerkannter Ordnungsfaktor im südosteuropäischen Raum geworden zu sein.
Neuestes Bildtelegramni.
Triumphaler Einzug des Führers in Wien
»u einer einzigen le. Das ist eine
Die „Times" bewundert die Disziplin der deutschen Truppen.
London, 18. März. In einem Bericht der „Times", der sich mit den neuen Verhältnissen im bohmisch- mährisch-slowakischen Raum befaßt, wird am Schlug aus die Disziplin der deutschen Armee hingewlesen, deren Verhalten seit dem Einmarsch der deutschen Truppen in Prag zu einer Beruhigung der Spannung geführt habe, mit der ihre Ankunft von der Bevölkerung verständlicherweise erwartet wurde. Die Disziplin der Trippen sei ausgezeichnet, und es sei kein einziger Fall von schlechtem Betragen deutscher Soldaten bekannt geworden.
verwirklichen, die sich in anderen Zeiten nicht durchsetzen lassen. Selbst wenn die Wehrpflicht sich auch jetzt noch nicht durchdrücken lassen sollte, so will man doch zum mindesten die militärischen Rüstungen noch weiter ausbauen. So hasst man auf diese Weise wenigstens von dem Entrüftungssturm profitieren zu können, den die Presie künstlich entfacht hat.
Wir stellen also fest, daß gerade in dem Augenblick, in dem eine große Kriegsgefahr dadurch ausgeschaltet wurde, daß der Führer endgültig Ordnung im mitteleuropäischen Raum schuf, in den demokratischen Ländern die Rüstungstrommel wieder eifrig gerührt wird. Der Friedenstat des Führers setzen bestimmte Kreise der sogenannten großen Demokratien eine neue Rüstungsagitation entgegen. Diese Vorgänge zeigen, wie verlogen der Entrüstung s- st u r m ist, der durch den demokratischen Blätterwald braust. In diesem Sinne schreibt auch „Giornale d'Jtalia", daß diese ganze Entrüstung nur ein Vorwand ist, um für die Aufrüstung zu werben und sie dem Steuerzahler zweckmäßig zu machen. Die Methoden sind nicht einmal «en. Auf das deutsche Volk machen sie keinerlei Eindruck, und wenn ge- wisie Auslandsblätter jetzt nach der neuen Friedenstat des Führers in roüfteftÄ Weise schimpfen, so wird das die Dankbarkeit des deutschen Volkes dem Führer gegenüber nur noch stärken, denn es weiß, daß durch bi,e Tat des Führers Mitteleuropa seinen Frieden zurückgewonnen hat.
Aufbauarbeit und Rüstungstaumel.
as. Berlin, 18. März. Sehr schnell hat, nachdem die militärische Besetzung Böhmens und Mährens abgeschlossen ist, die politische und wirtschaftliche Aufbauarbeit eingesetzt. Die Vorbereitungsarbeiten für die Errichtung der autonomen Behörden des Protektorats nehmen, wie der „Völkische Beobachter" aus Prag meldet, einen raschen Verlauf. Zwischen den reichsdeutschen und tschechischen Behörden finden fortlaufend über diese fragen Be- Knngen statt. Auf beiden Seiten herrscht der Wille vor, bergangszustand möglichst bald abzuschließen. Das bisherige Prager Parlament wird, wie sich aus weiteren Meldungen ergibt, noch im Laufe dieses Monats a u f g e - l ö st werden, womit eine logische Folgerung aus der gesamten Entwicklung gezogen wird. Das bedeutet dann zugleich auch das Ende des Parteiensystems, denn in Verhandlungen zwischen Dr. Hacha und dem engeren Präsidium der tschechischen Nationaleinheitspartei ist bereits beschlossen worden, das tschechische Volk in einer einzigen Partei, an deren Spitze Dr. Hacha stehen soll, zusammen-
Lirgenmeldurigen über Jugoslawien
Belgrad, 18. März. (Funkmeldung.) In maßgebenden polittschen Kreisen beurteilt man die Ereignrsse im mitteleuropäischen Raum weiterhin völlig ruhig.. Die von interessierter Seite über angebliche deutsche und italienische Eroberungspläne gegen Jugoslawien verbreiteten Gerüchte werden hier schärs- stens zurückgewiesen. Die allgemeine Stimmung gegenüber gewissen sattsam bekannten ausländischen Gerüchtemachern fefcte ein maßgebender Politiker in die Worte: „Wenn sie
zuschlietzen.
Das Ausland ist offenbar noch nicht in der Lage, dem außerordentlich schnellen Tempo der Entwicklung zu folgen. Die sogenannten demokratischen Zeitungen ereifern sich nach wie vor in einer geradezu unglaublichen Weise gegen Deutschland, wobei man oft genug die Gebote der einfachste internationalen Höflichkeit außer acht läßt und sich in den wilde st en Beschimpfungen ergeht. Wir hatten schon, als dieser Enirüstungssturm einsetzte, festgestellt, dag uns diese Äußerungen kalt lassen. Solche Äußerungen sind, wie Dr. Goebbels heute im „Völkischen Beobachter" dem Ausland nochmals vor Augen führt, von keinerlei politisch e m B e l a n g. An der Tatsache selbst kann und wird nichts mehr geändert werden.
Die Entrüstung ist aber ganz offensichtlich auch nicht einmal echt, sondern zu einem Teil in Szene gesetzt, um innenpolitische Ziele zu verfolgen. So wird aus Eng Ian d berichtet, daß gewisse konservative Kreise sich jetzt verstärkt für die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht einsetzen. Man täuscht also Gttrüstung vor, um Pläne zu
Italienische Bewunderung für die
Der gewaltige Machtzuwachs Deutschlands.
Mailand, 18. März. (Funkmeldung.) Zur Entwicklung der Lage in Mitteleuropa schreibt die „Eazetta del Popolo", daß die unmittelbar beteiligten Staaten Verständnis und Vorsicht bewiesen hätten. Diese Haltung entspringe der Überzeugung, daß gegen die mit vollem Recht geltend gemachten Forderungen Deutschlands nichts zn machen sei. Deutschland könne daher auf Italien zählen, das selbstverständlich der Achse treu bleibe. Adolf Hitler habe die Lage meisterhaft beherrscht und mit solcher Raschheit gehandelt, daß seine Tat Bewunderung Hervorrufen müsse. Ohne einen Mann ju opfern, habe er ein großes Reich geschaffen, indem er Österreich und das Sudetenland anschloß, und indem er jetzt in anderer Form auch Böhmen und Mähren unter deutschen Schutz stellte. Von 75 Millionen Einwohnern sei Deutschland auf 90 Millionen gestiegen. Mit dem Zerfall der Tschecho- Slowakei seien auch die S k o d a w e r k e in Pilsen, die zu den größten der Welt gehören, jetzt in den Händen Deutschlands. Frankreich habe der Tschecho-Slowakei das Geld für ein mächtiges Heer und eine starke Luftflotte geliehen, und alles fei jetzt Deutschland zugefallen.
Die „S t a m p a“ schreibt, statt daß die Franzosen ihren Gesichtskreis und Sinn für die Wirklichkeit erweitern, würden sie immer engherziger. Nach jedem deutschen Schlage gegen das System von Versailles habe man in den demokratischen Ländern äußerst scharfe Reden gehalten und von Entschlüssen gehört, durch die die Fehler der Vergangenheit wieder guigemacht werden sollten. Worte genügten jedoch nicht, sondern man müsse griindli ch e R ene- rungen, ja, man müsse Revolutionen durchführen.
Bekenntnis zur Wehrmacht.
Von Fritz Günther.
Als am Mittwoch diedeutschen Truppen durch die neuen deutschen Protektoratsgebiete Böhmen und Mähren marschierten, um die Ordnung in einem Lande wiederherzustellen, das solange im Zeichen schlimmsten Terrors unter der Herrschaft des Pöbels stand, da erfüllte es uns mit unbändigem Stolz, daß der Führer uns nach der Wiederherstellung der Wehrhoheit mit seiner ureigensten Schöpfung, der neuen deutschen Wehrmacht, ein Machtmittel an die Hand gegeben hat, dessen unwiderstehliche Schlagfertigkeit jederzeit für den Schutz der Heimat und der deutschen Brüder außerhalb der Reichsgrenzen eingesetzt werden kann. Dieser Stolz auf unsere junge und starke Wehrmacht steigerte sich noch, als wir die unerhörten Leistungen sahen, mit denen unsere Soldaten unaufhaltsam in einem in der Geschichte bisher noch nicht gekannten Tempo trotz Schneestürme und vereister Straßen mit Panzerwagen und Kraftwagenkolonnen in Gewaltmärschen vorwärtsdrangen, um nach kaum 36 Stunden bereits alle endgültigen Ziele in den ihnen zuge- wiefenen Räumen ohne jeden Zwischenfall zu erreichen. Dem Dank des Führers für diese Leistungen, der in einer besonderen Botschaft an die deutschen Truppen, aller Waffengattungen zum Ausdruck gebracht wurde, schließt sich das g e - famte deutsche Volk mit Begeisterung an.
Denn dieses deutsche Volk, dessen soldatische Haltung den Frieden der Welt verbürgt, fühlt sich mit den Waffenträgern der Nation in innigster Gemeinschaft verbunden. 3m nationalsozialistischen Staat sind ihm Ovferfreudigkeit, Pflichtbewußtsein, Mut und Disziplin, die neben der Beherrschung des Waffenhandwerks die Tugenden des Soldaten bilden, keine leeren Begriffe. Die Volksgemeinschaft als Erundelement der nationalsozialistischen Weltanschauung umschließt mit den Arbeitern der Stirn und der Faust d. h. allen Staatsbürgern, die innerhalb oder außerhalb der Partei eine Ausgabe erfüllen, auch die Soldaten der Wehrmacht. Wie heute jeder Volksgenosse weiß, daß er in erster Linie seine Pflichten geeentber der Volksgemeinschaft und gegenüber dem Staat und allem, was ihm nützt, zu erfüllen Hal, le weiß auch jeder einzelne Soldat der deutschen Wehrmacht, warum er Soldat ist. Er kennt heute die Gefahren, die dem Reiche von seinen Feinden drohen, weil er sich um die Dinge kümmert, die das politische Weltbild formen und er weiß, daß er jederzeit beteil sein muß, für sein Volk einzustehen und gegebenenfalls die Lebensrechte dieses Volkes und der Nation zu verteidigen. ., m
Der Soldat von heute ist ein politischer Mensch, der nicht, wie früher, neben dem Volke steht, sondern mit dem Volke in engster Lebens- und Kampfgemeinschaft seine Pflicht erfüllt. Diese Schicksalsverbundenheit mit dem selbstverständlichen Eintreten des einen für den anderen entflammt dem Fronterlebnis des Weltkrieges. Aus der im Trommelfeuer der Grabenkämpfe entstandenen und bewährten Kameradschaft, die keine Klassepuntfr- schiede kannte, wurde jener Geist geboren, der seit der nationalsozialistischen Revolution das ganze Volk erfüllt. Der
Nicht viel anders liegen die Dinge in Frankreich. Dort hat gestern zwar in der außenpolitischen Aussprache der Kammer D a I a d i e r eine Rede gehalten, in der er sich erneut zu dem Abkommen von München bekannte. Zugleich aber benutzt die Regierung Daladier-/ die Gelegenheit, um vom Parlament Vollmachten bis zum 3 0. November zu erbitten. Daß diese Vollmacht nun in erster Linie dazu dienen soll, die R ü st u n g e n Frankreichs auszubauen, ist klar. Talabier selbst hat übrigens gestern in der Kammer erklärt, daß ganz Frankreich schon morgen zu “ 2
ungeheuren Rüstungswerkstatt werden müßtt
Tonart, die uns nicht unbekannt ist, und die immer bann angeschlagen wird, wenn man über innerpolitische Schwierigkeiten fortzukommen wünscht.
Borgetäuschter Entrüstungssturm
(Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.)
Wiesbadener Tagblatt
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Druck und »erlag:
mit einer täglichen
87. Jahrgang
Samstag/Sonntag, 18./19. Marz 1939,
Nr. 66
B. Schellenberg'sche Bnchdrnck^-i, „Xagblett = S«»*“ Nernsprech-r.Sammel.Nr. 59631. DrAtanschrift^Tagblatt Wiesbaden. Postscheckkonto: Frankfurt -. M. Nr. 7405.
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