Wiesbadener Tagblatt
Erfcheinungszett:
87. Jahrgang
Montag, 13. Marz 1939,
Nr. 61
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6 Ausgaben WW. 8U^m°rg°-blg7«^"“^er^nn.u Fi.ertag.
Unterhaltungsbeilage. ________________________________________
Tote und
Tjchechenhatz wütet gegen dar Deutschtum
Blutige Verfolgungen der deutschen Volksgruppe in Brünn, 2g'au, Olmütz und Prchburg. - S=^
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Ldersichtskartc zu den tschechischen Unterdrückungsmatzuahmen gegen die Slowakei und
' 1 ’..t feiner Ansprache den eschildert, den das deutsche Volk Man wird diese Rede int Aus-
as. überall in Grotzdeutschland ist gestern der Held en- aedcnktag feierlich begangen werden. Richt Ehr wie früher wehten die Fahnen Halbstock, benn mit bem öebcnlen an die gefallenen Helden verbindet srch im GrohdeutMand Adolf Hitlers das Gedenken an den lag, an dem der Führer uns d i e Wehrhoheit zurnckgab, verbindet sich der Stolz darüber, datz der Tod der «esalleneu Helden n i ch t v e r g e b! r ch w a r. So wurde dieser Heldengedenk- taa begangen, wie Generaladmiral Raed er es in seiner Ansprache beim Staatsakt in der Beilrner Staatsoper ausdrückte, nicht in Trauer um einmal Verlorenes, sondern voll Stolz auf ewig Gewonnenes. Wenn heute wieder die Fahnen über Grotzdeutschland wehen, wenn in.Wien in feierlicher Form der Etnghebentng bei 0^01 in das Reich gedacht wird, fo unterstreicht das zugleich den Sieg dieses gestern gesprochenen Wortes. Unser Denken und Fuhlen steht im Bann des Geschehens, aus dem Grohdeutsch- land erwuchs. c , .
Generaladmiral Raeder hat in Weg in die Freiheit geT" '~± unter seinem Führer ging. —y.v —k
land aber nicht nur als einen Rückblick zu werten haben, als ein Gedenken für die, die im Weltkriege fielen, für bi« Opfer b*er Bewegung und der Freikorps, und für dre, die sich freiwillig in 'die'Kolonnen der spanischen Freiheitskämpfer em- reihten und dort auf fremdem Boden starben. Man wird tm Ausland diese Rede vielmehr auch als eine Ant w or t auf m a n di c to i di t i q c Frage unserer Tage betrachtest müssen So hat die'Rede nochmals der Welt gezeigt, daß wir nicht tatenlos dem Wettrüsten gegenüber stehe n. „Wo ein V o r s p r u n g gewonnen ^.anröer ge - 1 halten ; roo eine Lücke austreten sollte, wird sie geschlossen, wo ein Nach rüsten erforderlich ist, wird es in Angriff genommen " Diese Worte Raeders werden auch dieienigen englischen Leitungen nicht überhören können, die fetzt von Planen für eine Konferenz zur Rüstungsbegrenzung glaubten sprachen zu können, und die offenbar der Meinung K das, ich auf solche Weise England, das schwerhong war, solange der Führer seine Vorschläge zur Rustungsbegrenzung machte, eine besonders günstige Position sichern konnte
Wenn Generaladmiral Raeder weiterhin darauf verwies das, unsere Rüstungen der Sl cherh eit D euts ch - l a n'd s dienen und wenn er ferner betonte, datz Deutschland tag rieden brauche, soK das eine klare Antw or an die Kriegshetzer und an die Märchenerzähler m Demokratien diesseits und jenseits des Ozeans.
Das Recht von München zerrissen.
Lr. Der Hatz gegen das Deutschtum, der dem tschechischen Volk Jahrzehnte hindurch eingeimpft wurde, ist von neuem aufgeflackert. Nachdem die Tschechen den ersten Schreck, den ihnen das kraftvolle Handeln des Führers einjagte, überwunden hatten, nahmen Jte die Methoden, die zur Septemberkrise führten, wieder aus. Das Deutschtum wurde von neuem entrechtet, Tausende von Volksdeutschen aus ihren Arbeitsplätzen verjagt. Man gewährte ihnen weder Unterstützung noch sonst irgendeine Alse. Die Proteste der Deutschen Partei verhallten wirkungslos. Die Zahl der Optionsgesuche Volksdeutscher, denen die Existenzgrundlage in der alten Heimat entzogen worden war, mehrten sich mit jedem Tag. Der Geist B e n e s ch s hat sich so tief in die tschechische Volksseele eingefressen, datz die wenigen aufrechten Männer, die Vernunft walten lassen und einen Ausgleich herb erführen wollten, an ihm scheitern muhten. Die Lehren der September- krise sind vergessen. Die Grundsätze der Gerechtigkeit, die in München verkündet wurden und den Frieden der Nationalitäten sichern- sollten, sind in dem tschechischen Hotz ertrunken. Kommunisten und Juden, die ihre Position bedroht sahen, verbündeten sich mit diesem wahnwitzigen tschechischen Ehauoinismus zu einem neuen V ern i ch - tungsfeldzug gegen bas Deutschtum. Wahrend bie Tschechen, die in bett sudetendeutschen Gebieten verblieben sind, heute nahezu restlos wieder in Arbeit stehen, und die grötzten Vorzüge, die überhaupt je einer Volksgruppe in Europa gewährt wurde, geniehen, bluten die Deutschen tn Brünn, Sglau, Pretzburg und in der Zips unter den Schlagringen tschechischer, kommunistischer, jüdischer Rowdies. Wenn wir die Meldungen lesen, die heute aus den deutschen Siedlungsgebieten Darliegen, fühlen wir uns um 6 Monate zurückversetzt und glauben wieder in der Zeit zu leben, in der jeder Tag neue deutsche Blutopfer brachte. Es ist der gleiche Mob, die gleiche Zügellosigkeit, die sich hier
Gummiknüppel und
Wt Am Sonntagvormittag trafen über Reichenberg die ersten Meldungen über Unruhen in Brunn bet uns em. Die deutsche Volksgruppe hatte aus Slnlan des Heldengedenktages Hakenkreuzflaggen gebikt und Feiern vorbereitet. Volksdeutsche, die sich in den Strogen der Stadt zu disziplinierten Zügen formierten, wurden von bei tschechischen Polizei aus e r n a nb e ig e spien g t. Die Polizisten gingen lücksichtslos mit dem Gummiknüppel vor und schlossen eine Gruppe von etwa 400 Deutschen in be^ Rennerstratze mehrere Stunden lang ein. Der deutsche Student Kresse wurde vom tschechischen Mob überfallen und zu Tode geschleift. Der Scharführer der Volksdeutschen Mannschaft Stettfe wurde zu Boden geschlagen und nachher auch noch von der Polizei verhaftet. Vor dem Kino -Capitol fand man in den Abendstunden einen ftfiro er Der lebt en Deutschen, der im bedenklichen Zustande abtransvortiert werden mußte. Vor dem Kaufhaus A s s h o überfielen dre Tschechen einen Deutschen und verletzten ihn.schwer. In der Rathausgasse wurde ein Deutscher niedergeknuvoelt und durch Futztritte fürchterlich zugerichtet An der Ecke Kronastratze überfielen Tschechen den deutschstammigen Kubo.li Kriwanekund verletzten ihn. wahrend em Polizist untätig zusah, schwer. Einem schwerverletzten Deutschen, der vom Pöbel überfallen wurde, als er das Schauspielhaus verlietz, verweigerte die tschechische Polizei lebe ärztliche Hilfe. Hakenkreuzfahnen würben tn den verschiedensten Stadtteilen Brünns heruntergerisien und mrt Fützen zertrampelt, wobei sich die ^ammunisten hervor t a t e n. Deutsche Volksgenossen, die M liche Genehmigung zum Zeigen der Hakenkreuzflagge berieten, wurden mit Schlagringen traktiert Der Führer ^s Brunner Deutschtums Dr. Schwabe wurde auf offener ctraBc überfallen und erlitt schwere Verletzungen im Gesicht und an der Brust. Wie im iubetenbeuttoen Gebiet. k> machen auch letzt mieber bie Tschechen Jagd auf beu 11
Olmütz überfielen he eine Gruppe der Volksdeutschen Jugend, und als die Buben.um Hille riefen wurden ne von der tschechischen Staatspolizei v erb art et. In Sglau zwangen tschechische Polizisten die Deutschen, die Hakenkreuz- flagge einzuziehen. Trager von Hakenkreuzabzeichen wurden belästigt und geschlagen. In der Nackt zum Sonntag warfen die Tschechen sämtliche Fenster der Turnhalle, in der die Heldengedenkfeier ttattfinben sollte, ein. . Der 3ü6«r ^s Jglauer Deutschtums, S l a d e k unb zwei ande^. Deutsche, sitzen im Eefänanis. weil sie sich weigerten, bie tickeckiiche Fahne zu hissen. In Deutsch-Litta ist ber beutscke Lehrer unb Amtswalter von bei tschechischen (Benbarmeru ^6aTtet roor= den. Während einer Erohkundgebung. der Deutschen in Pretzburg brachten die Tschechen rn allen Teilen ber Stabt Svrengkörper rur Explosion. Ein tschechisches Militärauto eröffnete bas.Feuer gegen das Gebäude der deutschen Polizei. Es ö urbe nom reu willigen Sckutzdienst. erwidert, woraui der Militärwagen sich in schneller Flucht entfernte. Das fmd nur einige »enmele aus einer nahezu unüberfeb i>*a t c n Ä c 11 e r-
fo en. Sn Pregdurg wurden vier ^etchsdeuttche
Ostmark feiert Befreiungslag.
9Kien ig März Zur Erinnerung an den 11.. März 1938^and' in'den Abendstunden des Samstags auf dem Heldenplatz in Wien eine Feierstunde der Bewegung statt. 2n einer Stärke von 25 000 Mann waren Abordnungen aller Formationen der Parier auf dem Helbenplatz, auf bem im März des Vorjahres der Führer die Hennkehr feiner Heimat in das Grotzdeutfche Reich gemeldet hatte, angetreten um in einer Feierstunde die Erinnerung an die nSE EÄ Ä WFSS meiiter Richter und der Stabsfuhrer ber SA., Lukersch, an die versammelten Formationen Ansprachen, in benen jie auf die Kampfzeit ber Bewegung m ber Zsiwark verwichen unö daran erinnerten, wie damals trotz Not, Schmach u 2eib bie gewaltige Idee nicht unterging, sondern zum enb- aieae über bas System führte.
austobt, es ist bas gleiche Verhalten ber Po 1 i?ei, bas wir schon damals feststellen konnten. Die tschechischen Polizisten sehen tatenlos zu, wie unsere deutschen Volksgenossen nieoergeknüppelt werden, um bann zugute riefst mitfit die Angreifer, sondern die u oei - f n T t € n c n 2 u v<erhuf1en. Das bi^kannte ^rom a Leklo" (Blitz und Hölle über die Deutschen) klingt wieder auf und die Deutschen, die während des Gesanges den Hut nicht abnehmen, weiden mißhandelt, gleich ob es Männer oder Frauen sind. Wie in den Kriseniagen des Septembers werden Hak e nkre u z fa h n e n he r un t e r- gerissen und unter Hochrufen auf Stalin, aus Benesch und die Rotfront geschändet und zertrampelt. Sckmährufe auf den Führer, auf die deutschen Hoheitszeichen unb bas deutsche Volk gellen auf unb kein Volizist suhlt sich zum Einschreiten berufen. Ein Chaos ist über bie Tschechoslowakei /lereingebrochen. Der Helle Wahnsinn regiert. Überall drchen Maschinengewehre, Geschütze und Panzerwagen Die Gern aIt die schon einmal so schmählich Schiffbruch stritten hat, tot das Recht abgelöst. Die Autonomte, die d« Slowa- ken unb Karpatho-Ukrainer tn einem
jahrelangen Kampf errungen hatten, ist ve rnich tet. Die Vuvven des Prager Regimes ver üchen tn Pretzburg und ® "u regifrem Aber das Volk weigert tzich, diese Verräter anzuerkennen. Die Hlinta- Garde sicht unter Gewehr und hat sich vielen Orten ve^ tckanzt Die Lage ist noch völlig unklar. Nur soviel lagt sich am Montagmittag sesistellen, baR bie entmiälung mit Riesenschritten sich dem Höhepunkt einer Krise Eyen deren Ausgang noch nicht zu überblicken ist. Die Zahl *>e Tuten und Verletzten ist bereits schr beträchtlich und tm ein- -elnen sowohl hinsichtlich der Deutschen wie auch der Slowa- lln noch nicht feststellbar. Das deutsche Volk aber nimmt mit mm tief ft er Erschütterung an dem Schicksal
Seffir’6in der Tschechoslowakei Anteil. Unsere Herzen schlageii für sie!
in gewissen 'jjemorrarien i*•- ?■— —--, m jebe
Mitzdeutung auszuschlietzen, fügte Generaladmiral Raeder hinzu, datz es ein neuer und wahrer Frieden fein, soll, enn Ftieben ber Gerechti gkeit und EhrH tut F r re - den ohne Hatz. Diesen Frieden brauche auch die Welt. Das starke Grotzdeutschland hat sich diesen Frieden errungem Nimmt es Minder, wenn dieses starke Evoftdeutschland heute alle die Dinge rund um sich in ruhiger Gskaffenheit entwickeln
Schlagring regieren.
Ä«: föWKÄflfcWeW? finden, wird auf über 70 geschätzt.
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Die Feier des Heldengedenktages.
Von unserer Berliner Schriftleitung.
Eeneraladmirak Raeder zum Heldengedenktag: „Wo ein Vorsprung gewonnen ist, wird er gehalten; wo eine Lücke auftreten sollte, wird sie geschlossen; wo ein Nachrüsten erforderlich ist, wird cs in Angriff genommen.« —Für Deutschlands S^er- heit und einen Frieden der Gerechtigkeit und Ehre, einen Frieden ohne Hatz.
