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Samstag/Sonntag, 25./26. Februar 1939.

Wiesbadener Tagblatt

Nr. 48. Seite 3.

Ein Führerwort an die Wett.

(Fortsetzung von Seite 1.)

Miklicht ward em sei: Die Judenfrage sei heute schon nicht mehr ein deutsches, sondern ein europäisches Problem, das nationalsozialistische Deutschland habe eine ganz neue zgirtschaftslehre ausgebaut, nach der das Kapital für die Wirtschaft und die Wirtschaft für das Volk da sei, und als erste Nation die Arbeitskraft, die Genialität und den Fleiß eines Volkes als die Quelle jedes Wohlstandes verankert. Menn positives Christentum Nächstenliebe heiße, also die Pflege der Kranken, die Kleidung der Armen, die Speisung der Hungrigen und die Tränkung der Durstigen, dann seien mir die positiven Christen! Denn auf diesen Ge­bieten habe die Volksgemeinschaft des nationalsozialistischen Deutschlands Ungeheures geleistet.

Alle Menschen so fuhr der Führer fort könne man natürlich nicht bekehren. Einige wenige Gegner, die im Aus­sterben begriffen.seien, gebe es auch noch in Deutschland. Es seien die alten bekannten Freunde von der schwarzrotgoldenen Koalition, die gleichen Leute, die heute auch in der Welt die Koalition gegen uns bilden. Der ganzen Kriegshetze ausländischer Schreier setzte der Führer eine stolze und unerschütterliche Zuversicht entgegen, und unter einem dröhnenden Sturm begeisterter Zustimmung erklärte er: Sie werden das nicht als eine Vermessenheit auffassen, meine alten Parteigenoffen und Parteigenossinnen! Wie könnte denn ein Mann auch anders denken? Wer vor 20 Jahren als Namenloser anfing, vor 19 Jahren auf diesem Platz zum ersten Male stand, vor einer damals zum Teil noch brüllenden, ihn ablehnenden Volksmenge, ganz mutter­seelenallein, mit ein paar Dutzend anderen nun einen Kampf anfing, um ein großes Reich zu erobern, und der nun diesen unfaßbar schweren Weg ging wie kann man nur eine Sekunde annehmen, daß so ein Mann jetzt im Besitz der Macht Angst hätte vor den Drohungen anderer? Ich habe die Angst damals nicht gekannt und würde mich vor mir selber schämen und nicht würdig sein, Führer der deutschen Nation zu sein, wenn ich sie heute hätte! Sie werden uns mit i h r en D r o h un ge n nicht e r sch üt te r n! Sollten sie aber wirklich jemals die Völker zum Wahnsinn eines Kampfes bringen, bann würden wir erst recht nicht kapitulieren. Das Jahr 1918 wird sich in der deutschen Geschichte niemals wiederholen!"

Welche innen- und außerpolitischen Probleme der Füh­rer im Verlauf seiner mitreißenden Rede auch immer be­rührte, in dem fanatischen Beifall, der jeden seiner Sätze begleitet, spürt man die stahlharte Kameradschaft, die diese Männer mit dem Führer auf Gedeih und Verderb ver­bindet.

,Wenn ich nun das alles so überblicke", so schloß der Führer, diese wahrhaft wunderbare Entwicklung, dann, meine Volksgenoffen, wird mir immer wieder so recht das Traumhafte des Emporstisges der Partei bewußt, und dann können Sie auch ermessen, was es für mich selber be­deutet, wenn ich in den Kreis derer zurückkehren kann, die mit mir diesen Weg einst zu beschreiten begonnen haben. Es ist schon etwas Erhebendes, wenn ich zu' denen zurück- kehren kann, die ich nicht erst seit dem März 1933 kenne, sondern noch aus der Zeit, in der es nur gefährlich war, Nationabsozialist zu sein! (Stürmische Kundgebungen.) Es ist für mich so wunderbar, wenn ich dann jährlich einmal in diesen alten Kreis meiner Kampfgenoffen zurückkehren kann."

Das einzige, was uns vielleicht trübe stimmen könnte, das wäre der Gedanke, daß leider dieser oder jener das Letzte nicht erlebt hat. Ich habe das im vergangenen Jahre empfunden. Da ist ein alter österreichischer General so an­ständig sein ganzes Leben lang gewesen, hat immer nur an Großdcutschland gedacht und sich nur. für Großdeutschland eingesetzt dieser alte General Krauß. Und dann wenige Tage, bevor ich in seine Heimat einmarschierte, denn er war Sudetendeutscher, schließt der Mann die Augen! Er hat wohl einfach die Freude nicht ertragen können. Vielleicht hat sie ihn getötet. Allein, wenn wir es auch im einzelnen bedauern,, daß soviele das alles nicht mehr miterleben konnten, für das sie so oft eingetreten sind, dann wissen wir doch wenigstens das eine:Daß ihr Kampf nicht um­sonst war, sondern daß sie doch das Ziel er­reicht haben, wenn sie auch jetzt nur im Gei st e bei uns sind."

Deutschland ist jetzt doch das geworden, was uns immer vorschwebte. Und daß es immer mehr das wird, was wir damals vor 19 Jahren in diesem Saal programmatisch verkündeten, das soll unsere Aufgabe sein jetzt und soll unsere Aufgabe bleiben für die Zukunft! Und daß wir es erreichen werden, das ist fo sichet, wie ich jetzt vor ihnen st ehe!

Wenn wir- einmal die Augen schließen, dann werden die, die nach uns kommen, etwas anderes empfangen als das, was wir in die Hand bekamen, damals vor 19 Jähren."

Als der Führer geendet hat, brauste ihm aus den Reihen der alten Kampfgenossen ein wahrer Orkan überströmender Begeisterung, Verehrung und Liebe entgegen. Die Alte Garde stand auf den Tischen, den Stühlen und Bänken, um immer wieder von neuem ihrem geliebten Führer zuzujubeln und ihm für diese Stunden tiefsten Glückes aus übervollem Herzen zu danken.

zum Nachteil der eingeborenen Bevölkerung geschieht, sondern ausschließlich dort, wo das Land früher öde oder mangelhaft bewirtschaftet war.

Innerhalb eines Jahres wird es möglich sein, in den mir besonders am Herzen liegenden Gebieten Libyens weitere tausend Familien anzusiedeln außer den 900. die jetzt kürzlich gekommen sind und den 340. die dort schon früher wohnten. Hier im Gebirge etwas ins Innere sind die klimatischen Voraussetzungen sehr günstig. In sväteren Jahren wird man allerdings die weniger frucht­baren Gebiete mit hinzuziehen, wo die Kultivierung zweifel­los schwieriger ist und wahrscheinlich eine Terraffierung des Landes erfordert. Aber auch das wird sich in einer verhältnis­mäßig kurzen Zeit machen laffen und bald werden 5 0 0 0 0 Italiener, einschließlich Handwerker und Arbeiter, in diesen Gegenden wohnen.

Ein ebenso wichtiges Problem ist die Notwendigkeit, die Araber a n z u s i e d e l n, die die Höhenzüge der Gebirge haben verlaffen müffen. Um zu verhindern, daß die Araber eine intensive italienische Volkskolonisation als Ungerechtig­keit emvfinden, war es nötig, ihnen Weidegelände für ihren ausschließlichen Gebrauch zur Verfügung zu stellen und unter den bestmöglichen Voraussetzungen Boden in der Nähe derKüste zu geben, und zwar sowohl um ihr Nomadentum mit den Anforderungen des italienischen Volkes zur Stabilisierung auszusöhnen und zugleich um ihnen möglichst gute Erfolge aus der Bodenbewirtschaftung zu nchern. Die Zone von der ägyptischen Grenze bis zu den südlicheren Teilen von Benghasi und bis zur Großen Sorte genügt völlig als Weideland für die Araber. Größer sind die Schwierigkeiten für die Kultivierung der Küstenstriche, wo das Land sich wahrscheinlich für die Einrichtung kleiner künstlich bewässerter Farmen eignet. Kürzlich haben wir den Arabern erhebliche Erleichterungen bei der Zurverfügungstellung von Land usw. gewährt, aber die Er- wlge sind noch nicht zufriedenstellend, besonders im östlichen Libyen, wo die Eingeborenen der Weidewirtschaft »och wesentlich mehr zugeneigt sind als in Tripolis. Die

Internationale der Reichsfeindschaft.

Dr. Goebbels:Auf den Führer schauen und die Lügen unserer Gegner mit souveräner Verachtung strafen."

Berlin, 25. Febr. (Funkmeldung.) Reichsminister Dr. Goebbels veröffentlicht in der Samstagausgabe des Völkischen Beobachters" einen AufsatzKrieg in Sicht?", in dem er u. a. ausführt:

Wer in diesen Tagen und Wochen die ausländische Hetz- und Lügenpresse durchblättert, könnte leicht auf den Ge­danken kommen, daß Europa am Rande eines neuen Welt­krieges steht. Wozu der Lärm? Was wollen diese Demo­kratien eigentlich? Man könnte fast auf den Gedanken kommen, als erhöben sie sporadisch ein lautes Geschrei, um damit gewisse Minderwertigkeitskomplexe ab- zureagieren. Das wäre verständlich; denn sie haben in den letzten Jahren, wie man so sagt, immer zwischen den Stühlen gesessen.

Es fehlt also den westeuropäischen Demokratien offen­bar an dem nötigen Instinkt, um die internationale Lage richtig beurteilen zu können. Denn die Probleme, die gelöst werden mußten, wurden niemals mit ihnen, sondern zum Teil ohne sie und zum Teil gegen sie gelöst. Aber was die Hauptsache ist, sie sind gelöst worden. Und zwar sind sie gelöst worden, weil cs die innere Dynamik der europäischen Situation erforderte.

Die Demokratien erklären, ihre Völker müßten unge­heure nationale Opfer auf sich nehmen, um ihre Rüstung in Ordnung zu bringen, damit sie sich nicht weiterhin die Übergriffe der autoritären Staaten gefallen zu lassen brauchten.

Was soll das heißen-' Man ist also offenbar ent­schlossen. die autoritären Staaten in einem geeig­net erscheinenden Augenblick niederzuschlagen, wenn diese Rüstungen überhaupt noch einen Sinn haben sollen. Denn wir wollen ja bekanntlich von den Demokratien gar nichts. Ein ideologischer Kreuzzug der autoritären Staaten gegen die Demokratien gehört in das Reich der Fabel. Wir wollen sie nicht angreifen. Wir wollen sie nicht zum Natio­nalsozialismus bekehren. Und trotzdem bedrohen wir sie! Sie verlangen von uns eine Geste der Freundschaft oder der Bereitschaft zu internationaler Zusammenarbeit.

Nun heißt das. die Dinge auf den Kopf stellen. Die Demokratien haben Deutschland von 1918 bis 1933 in einer Art und Weise gequält, gebemütigt unb gepeinigt, wie das. in der Weltgeschichte einzig dastehend ist. Soweit Deutsch­land seine hoffnungslose Lage ändern konnte, verdankt cs bas ausschließlich seiner eigenen Kraft, dem Mut unb der Weitsicht seiner Führung unb ber Disziplin unb Geschlossen­heit seines Volkes. Die Demokratien aber haben nicht einen Finger gerührt, um uns in unserer verzweifelten Sage Erleichterung zu verschaffen. An wem also wäre es, eine Geste der Freundschaft oder ber Bereitschaft zu inter­nationaler Zusammenarbeit zu machen an Deutschland oder an den demokratischen Staaten?

Sie wiegen sich in der H o f f n u n g, daß es irgendwann doch noch einmal gelingen könnte, Zwiespalt zwi­schen die deutsche Führung unb bas deutsche Volk zu säen. Das wäre auch die einzige Möglichkeit, Deutschland aufs neue niederzuschlagen und zu demütigen. Vor ein paar Tagen hat ein großes englisches Blatt bei der Besprechung ber deutschen Nachrichtensendungen im englischen Rundfunk die Katze aus dem Sack gelassen. DasNews Chroniele" schrieb am 20. Februar, daß cs bei ber Fortsetzung dieser Sendungen möglich sei,einen Keil zwischen bas deutsche Volk unb seine Herrscher, die es im Dunkeln zu halten suchten, zu treiben.

Das also ist gemeint! Unb in dieser kühnen Hoffnung treffen sich die Feinde des deutschen Volkes im Ausland mit der kleinen Clique von Intellektuellen «nd ge­werbsmäßigen Neinsagern im Lande selbst. Sie bilden, so hart dieses Urteil klingen mag, zusammen die Internatio­nale der Reichsfeindschaft. Ob bewußt ober unbewußt, spielen sie sich gegenseitig in die Hände unb betreiben ge­meinsam die Geschäfte der Gegner des deutschen Volkes.

Aber so leicht, wie sie es in der Vergangenheit hatten, haben sie es nun nicht mehr. Denn die Führung des Reiches steht auf der Wacht und ist entschlossen, radikal alle Tendenzen auszurotten, die der Freiheit und der Ehre des deutschen Volkes abträglich fein könnten.

Dieser ganze Untat kommt aus einer einzigen Quelle. Die Hintermänner dieser Hetze sind uns wohl bekannt. Sie sind in den Kreisen des internationalen Judentums, ber internationalen Freimaurerei und des internatio­nalen Marxismus zu suchen. Aber es fehlt ihnen, wie immer, an der nötigen Phantasie, um wenigstens geschickt zu lügen.

Dem gegenüber gibt es für bas beutsche Volk Nur eine Parole: Auf den Führer schauen und die Lügen un­serer Gegner mit souveräner Verachtung strafen. Unb bas Land schaut voll starken Vertrauens auf seinen Führer. Es ist ber festen Überzeugung, daß er im Streit ber Meinungen die deutschen Lebensrechte unerbittlich unb tapfer vertei­digen wird. Diese Lebensrechte stehen unserem Volke so gut zu wie jedem anderen Volk. Wir haben keine Lust, uns für ewig zu den Besitzlosen rechnen zu lassen. 3m übrigen aber wollen wir den Frieden.

Wenn kürzlich ein maßgebender Franzose uns die Frage vorlegte, ob es denn nicht zu spät sei, um Europa inner­lich zu beruhigen, so können wir därauf nur zur Antwort geben: Ers ist für den Frieden niemals zu spät. Man muß den Frieden nur unterbauen, unb zwar nicht mit Phrasen, sondern- mit Tatsachen. Denn die Völker wollen den Frie­den. Auch das deutsche Volk will ihn. Aber es will dazu noch etwas mehr, was die anderen Völker schon längst be­sitzen: die Sicherung seines nationalen Lebens und Gerech­tigkeit.

Die deutsche Hilfsaktion.

400 000 Kilogramm Weizenmehl für bas befreite Katalonien.

Berlin, 24. Febr. Jin Rahmen ber deutschen Hilfsaktion für die Veoölkerung des befreiten Kataloniens, deren Träger vor allem die D A F. und bas NS. -Frauen- werk sind, übernimmt am Freitag in Hamburg ber Slo- man-DampferTrapani 400000 Kilogramm Weizen­mehl. Die Ladung, deren Ankunft in- Barcelona gegen den 9. März zu erwarten ist, wird dort übernommen werden vom örtlichen Beauftragten des sozialen Hilfswerks, dem Aurilio Social be la Falange Espanola". Die einzelnen Säcke tragen bie Signierfahnen mit dem Hakenkreuz unb der Aufschrift'Auxilio Social Alleman". Weitere Verschif­fungen erfolgen Mitte nächster Woche.

PanzerschiffDeutschland" in Ferrol.

Berlin, 24. Febr. Das PanzerschiffDeutschland", bas sich zur Zeit auf einer Ausbildungsreise im Atlantik be­findet, ist am 23. Februar in Ferrol (Nationalspanien) eingelaufen.

Dank an den Führer.

Boller Erfolg der 4. Reichsstraßensammlung der national­sozialistischen Kampfformationen. Fast um 1 Million RM. mehr als im vergangenen Jahr.

Berlin, 24. Febr. Am 1. und 5. Februar wurde von den Männern der SA., NSKK. unb des NSFK. die 4 Reichsstraßensammlung des Winterhilfswerkes durchge­führt wobei die 10 Tiere mit den Edelsteinaugen zum Ver­kauf ' angeboren wurden. Das jetzt vorliegende Ergebnis dieser Reichsstraßensammlung stellt, wie die NSK. meldet, nicht nur den Sammler, sondern auch dem Opfersinn aller Volksgenossen ein glänzendes Zeugnis aus. 3m Altreich wurden 5 071842 RM. aufgebracht. Gegenüber dem Vorjahre bedeutet bas eine Steigerung von 94 3 496 RM. Die deutsche Ostmark brachte den Betrag von 701099 RM. auf, während bas Subetenlanb ein Ergebnes oon 340 000 RM. aufmies. Jeder Einwohner des Subeten- lanbes brachte im Durchschnitt 19,89 Reichspfennige auf, eine Leistung, die den Dank der befreiten Subetenbeutschen an den Führer widerspiegelt.

Grauenhafter Mord der roten Schergen.

Die entstellten Leichname von 42 Personen, darunter der Verteidiger und der Bischof von Teruel, in der Nähe der französischen Grenze ausgefunden. - Beileidsbesuch des nationalspanischen Botschafters im Vatikan. Die Verant­wortlichkeit der roten Bonze«.

Barcelona, 25. Febr. (Funkmeldung.) In der Nähe der spanisch-französischen Grenze, wurden 4 2 entstellte Leichname aufgefunben. Es handelt sich hier um Ge­fangene der Roten, die auf der Flucht kurz vor der rettenden französischen Grenze von tot|pani= Regierung mutz sicherstellen, daß die Aufgabe, die Araber zu einer Verbindung der Vichhalt u n g nut Boden- bewirtschaftung zu Überreden, ausschlieylich durch die Regierung und nicht durch vrioate Unternehmer in Ausritt genommen wird. Die Gesellschaft für Kolonisation Libyens hat zunächst die Zentren für arabische Küstenorte ausgemckt und die ersten Dörfer sind schon im Entstehen.

Und noch ein anderes Problem, obgleich weniger dring­lich. wird seine Lösung in ber Zukunft fordern. Gewaltige Güter, in den fruchtbarsten Gegenden gelegen unb Tausende von Hektar groß, befinden, sich in der Hand oon Privat- versonen, unb zwar teilweise, wie man zugeben mus. mit sehr guten Ergebnissen. Trotzdem bilbet natürlich dwser Großgrundbesitz ein ernstliches Hindernis iur die Ent­wicklung einer italienischen Volks koloniiation. Diese Frage muß gelöst werden unb es ist bemerkenswert, daß die ungefähr tausend Siebter sicherlich nicht nach Libyen gefahren wären, wenn nickt die Kolonlsationsgesellickaft und die Sozialversicherung in der Sage gewesen mätcitein oder zwei dieser Großgüter in ihre Hand zu bringen. Man darf auch nicht vergessen, daß die Parzellierung des Groggrund­besitzes in verschiedenen Teilen Italiens mit Eijolg durch­geführt worden ist. und zwar auch dort., wo die Voraus­setzungen wesentlich schwieriger waren. Es mutz eben eine Lösung gefunden werden, die Libyen in die Lage versetzt, den italienischen Bevölkerungsüberschuß aut= zunehmen und zu gleicher Zeit die g eja m t i t a I i e n i s ch e Selbstversorgung zu stärken. Wenn dieser Kolomsa- tionsplan am Ende dieses Jahres durckgeführt sein wird, dann wird es 140 000 Italiener in Libyen geben. Am Ende des nächsten Jahres 160 000. Die natürliche Bevölkerungs- Vermehrung unb das unwiderstehliche Fortschreiten der Kolonisation, die nicht eher aufhören wird, als bis bie letzte Möglichkeit erschöpft ist. werden dazu führen, daß i n wenigeralszehnJahrendie italienische Bevölkerung in Libyen den Stand erreicht haben wird, ber bem historischen Gebanken der Eroberung dieses Landes entsvricht, die ich dem Duce vorgeschlagen hatte und die der Duce unb bet Große Faschistische Rat billigten.

scheu Milizsoldaten hingemordet wurden. Unter den Opfern wurden die Leichen des Bischofs von Teruel und des Obersten Rey d'Harcour, des heldenhaften Verteidigers von Teruel, festgestellt, bie bei ber Eroberung Teruels durch die Roten in bie Gefangenschaft der Bolschewisten ge­raten waren. Beiden war es anscheinend bei ber Verwirrung in Varcelona, wo sie lange in Hast gehalten worben waren, gelungen, zu entkommen. Bei ihrer Flucht mürben sie bann im letzten Augenblick vor der Rettung von den roten Scher­gen ermordet.

Der Staatschef des nationalen Spaniens hat auf bie Nachricht von der grauenvollen Hinschlachtung des Bischofs von Teruel durch bolschewistisches Mordgesindel dem N u n - tius sein Beileid ausdrücken lassen. Gleich­zeitig hat General Franco seinen Botschafter beim Vati­kan beauftragt, dort das Mitgefühl Spaniens zu über­mitteln. .. .

Zu dem furchtbaren Geiselmord der Bolfchewisten in der Nähe der spanisch-französischen Grenze werden weitere Einzelheiten bekannt. Eine Militärpatrouille entdeckte am Freitag bei einer Streife im Grenzgebiet die Stelle mit den 42 Ermordeten, von denen einige bis zu 16 Einzel­schüsse außer dem Gnadenschuß den typischen Genick­schuß aufwiesen. Die Leichen wurden später identifiziert. Es handelt sich um 20 spanische Offiziere, darunter, wie bereits gemeldet, der Verteidiger von Teruel, zahlreiche Geistliche und auch dec Bischof von Teruel, P o l a n c o.

Der nationale Rundfunksender hat diese neue er­schütternde Greueltat der Bolschewisten der Weltöffentlichkeit bekanntgegeben unb bazu erklärt, daß jene Länder, bie diese Bluttaten verschwiegen, sich dadurch genügend kennzeich­neten. Die Tatsache, daß diese Erschossenen hochgestellte Per­sönlichkeiten waren, beweise, daß die Abschlachtung auf Befehl, zumindest aber unter stillschweigender Dul­dung der rotspanischen Machthaber erfolgt ist. Azana und sein Regime seien auch für diese Morde allein verantwort­lich. Der Sender richtete abschließend die Frage an die Welt: Will Frankreich weiterhin dem Mörder Azana ein Alyl gewähren? Es sei Pflicht aller Kulturnationen, die Angehörigen und Verantwortlichen des roten Blutregimes aus ihren Grenzen zu weise-«.