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Wöchentlich

IM

Unterhaus abgegeben worden.

Innere Zerrissenheit der Palästina-Konferenz

[ramm gegen die rie beweise den

r a s ch u n a hervorgerufen haben. Eine ähnliche Auftastung Chamberlain unlängst während seines Aufenthaltes

sei von L.,-----------------------,—

in Rom und auch bei anderen früheren Gelegenheiten

Rom nicht überrascht.

Bon der Beistandserklärung Chamberlains.

Rom, 8. Febr. Zu der Erklärung des englischen Premierministers Neville Chamberlain über die Beziehun­gen zwischen Frankreich und England veröffentlicht die hoch­offiziöse „Jnformazione Diplomatien" eine Verlautbarung, in der betont wird, daß auch in den verantwortlichen römischen Kreisen die Ausführungen Neville Chamberlains über die zwischen Frankreich und England bestehende poli- tischt.- militärische Solidarität keinerlei Über-

Des Führers Wille erfüllt.

Stolzes Ergebnis der Gau-Stratzensammlung des WHW. — Fast sechseinhalb Millionen.

Berlin, 8. Febr. Zu einem großen Erfolg gestaltete sich die Mitte Januar in allen deutschen Gauen durchgeführte Gaustratzensammlung, an der, wie die NSK. meldet, besonders die deutsche Ostmark und der Sudetengau mit einem Durchschnitt von 14,65 bzw. 12,17 Pf. je Kopf der Be­völkerung hervorragenden Anteil hatten. Auch das Altrcich steigerte seine Leistung bei dieser Januarsammlung um 922 957 RM. (22,36 v. H.). Das Gesamtaufkommen der Eau- stragensammlung, bei der fast jeder Gau mit eigenen origi­nellen Abzeichen in ^Erscheinung trat, betrug 6469582 RM.

In Beantwortung einer Interpellation erklärte der schwedische Ministerpräsident H a n s s o n, die Regierung sei mit der Prüfung eines Gesetzes beschäftigt, wonach in Kriegszeiten die allgemeine Dien st pflicht für alle Bürger eingeführt werden solle. Die Minister seien jedoch der Ansicht, eine so einschneidende Matzregel dürfe nur getroffen werden, wenn außerordentliche Um­stände dazu zwängen. Deshalb beabsichtige man im Augen­blick nicht, diese Frage dem Reichstag zu unterbreiten.

Abschluß eines Vertrages, ähnlich wie mit dem Irak und Ägypten. Errichtung einer repräsentativen arabr- ichen Regierung und Auswerfung der Juden, die nach dem Weltkrieg von der britischen Regierung mrt Gewalt angesiedelt worden sind. Der Präsident des syrischen Palästina-Komitees sandte ein Telegramm an die arabischen Vertreter, in dem er ihnen die Unterstützung Syriens, falls die Konferenz zusammenbrechen solle, zusagt. Nach einer Mel­dung aus Beirut soll Transiordr"— --- “

Londoner Konferenz gemacht habe:

Frankreichs militärische Kraft.

Bericht Daladiers vor de» Militärausschüssen.

Paris, 9. Febr. (Funkmeldung.) In den Wandel­gängen des Senats verlautet, daß die Sitzung der drei Militärausschüsse am Mittwoch einer Darlegung des Mini­sterpräsidenten und Landesverteidigungsministers Dala- d i e r gewidmet gewesen sei. Daladier hat u. a. vor allem über folgende Fragen gesprochen: Kriegsmaterialerzeugung, Effektivbestände der Armee, passive Verteidigung, Einheits­kommando, Teilmobilisierung des September und die daraus zu ziehenden Lehren sowie über die Unterstützung, auf die Frankreich gegebenenfalls im Konfliktsfalle von feiten anderer Länder rechnen könne. Im einzelnen soll Daladier versichert haben, daß in der Kriegsmaterialher­stellung seit einem Jahre eine fühlbare Besserung einge­treten sei.

Wehrmacht und NSKK.

Korpssührer Hühnlein und die höhere« NSKK.-FLHrer bei Generaloberst von Brauchitsch.

Berlin, 8. Fehr. Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch. empfing am Mittwoch, 8. Februar, abends, im Offiziersheim des Wachregimentes Berlin den Korpssührer des NSKK./ Reichsleiter Hühn­lein, und das höhere Führerkorps des'NSKK. Oberst im Eeneralstab Stapf hielt bei dieser Gelegenheit einen Vor­trag über die die Wehrmacht und das NSKK. schon seit langem verbindenden gemeinschaftlichen Aufgaben und über die' Vertiefung der gegenseitigen Be­zieh u n g e n, die durch den Erlaß des Führers über die vor- unb nachmilitärische Ausbildung durch das NSKK. bedingt ist. Daran schloß sich ein kameradschaftliches Beisammensein.

Jnr weiteren Verlauf des Abends nahm Generaloberst von Brauchitsch gemeinsam mit Korpssührer Hühnlein einen Vorbeimarsch von Einheiten der Vreitengliederung des NSKK. sowie der NSKK.-Motorsportschule Wriezen ab, der einen eindrucksvollen Querschnitt durch die vom NSKK. auf dem Gebiete der motorischen Wehrertüchtigung bereits geleistete Arbeit vermittelte.

wt. Bisher find alle Versuche des englischen Kolomal­ministers Macdonald. einen Ausgleich zwischen der nationalen arabischen Delegation und den Vertretern der englandfreundlichen. ..gemäßigten" Richtung herbeizuführen, gescheitert. Die britische Regierung muß also mit drei verschiedenen Gruppen, zwei arabischen und der jüdischen, getrennt verhandeln. Der Präsident des Palamna- arabischen Komitees in Kairo vrotestiert in einem. Tete- ------- ' z der sogenannten ..Gemäßigten. , _ nglands. eine Spaltung zum Nachteil der Interessen Palästinas 6 er bei = zuführen. Die arabische Prelle betont sehr nachdrücklich, daß eine Einigung mit den aus dem arabischen Volk ausge- stogenen Verrätern unmöglich sei.

In einem weiteren Telegramm fordert das arapntnc Komitee: Schluß mit den Grcueltaten d er En g - I ä n d e r in Palästina, Freilassung der Gefangenen. Amboren der Hinrichtungen und Verhinderung der wetteren jüdischen Einwanderung. Die Araber verlangen den

„Regierung" aufrechterhalten zu können, so ge­schieht das aus sehr durchsichtigen, eigennützigen Jnteresien, weil man auf diese Weise hofft, sich General Franco schließ­lich doch noch gefügig machen zu können. Daß diese Rechnungen falsch sind und daß man auf diese Weise lediglich hilft, den Krieg zu verlängern, wollen gewisse eng­lische und französische Kreise nicht sehen. Vor dem zweck­mäßigsten und natürlichsten Schritt, nämlich nun schleunigst General Franco anzuerkennen, schrecken diese Kreise heute genau so zurück, wie sie nach der Eroberung Abessiniens durch die Italiener zunächst davor zurückschreckten, diese Tatsache anzuerkennen.

Es wäre besser, wenn man sich in Paris und London, statt sich in allen möglichen Winkelzügen zu versuchen, ein­mal die Frage vorlegen würde, wie man die Gefahr bannen will, die die etwa 10 000 bis 50 000 Mitglieder der Internationalen Brigaden, die jetzt nach Frank­reich flohen, für die zivilisierte Welt bedeuten. Mit Recht weist heute die „Berliner Börsenzeitung" daraufhin, daß diese Leute von nun an den besten bolschewistischen Sauerteig in allen Ländern darstellen. Militärisch und politisch geschulte Kämpfer des Bolschewismus, umgeben mit der Glorie des roten Veteranen und frei von allen Hemmungen, werden sie von nun an in dem kommu­nistischen, marriftischen oder in von Volksfronten zusammen­gefaßten Parteien der Demokratten zu Stoßtrupps des Bolschewismus werden. Es kann in der Tat keinem Zweifel unterliegen, daß hier ein neues und keines­falls leicht zu nehmendes Problem für die Demokratie­staaten, die gegen das kommunistische Gift ja nicht immun sind, entstanden ist. Die volksregierten Führerstaaten wer­den diese Dinge nicht unbeachtet lassen und aufmerksam ver­folgen. wie sich die Tätigkeit dieser bolschewistischen Bri­gaden auf die guten Beziehungen zwischen den Völkern aus« wirken wird. Wenn man aber jetzt in Frankreich, England, Holland oder Amerika mit diesen Elementen etwas uner­freuliche Erfahrungen machen wird, so soll man den Dank dafür an die Moskauer Adresse richten, aber auch nicht übersehen, daß die Demokratien sich wieder ein­mal als sehr kurzsichtig erwiesen, als sie aus Ab­neigung gegen das nationale Spanien die Bildung dieser roten Brigaden Moskaus zuließen.

Spanische Kunstschätze in Gens

Bon Alfred Gerigk.

Die Genier Liga stellt spanische Kunstwerke aus — das ist die neueste Nachricht über den Verbleib eines Teiles der Kunstwerke, die von den Roten im Lauf des Bürgerkrieges und besonders jetzt während ihrer Flucht nach Frankreich dem spanischen Nationaleigentum entwendet und ins Ausland geschickt worden sind. Spaniens Paläste. Spaniens Kirchen, Spaniens Museen weisen einen Reichtum an Kunstschätzen vergangener Zeiten auf. den man nur er­messen kann, wenn man an die große Vergangenheit der bildenden Kunst und an die große Geschichte Spaniens denkt, das ja einmal Mittelpunkt eines Weltreichs war, und in das deshalb aus allen Ländern diesseits und jenseits des Ozeans Kunstschätze zusarnrnenströrnten. Was wird aus den Hunderten oder Tausenden von Gemälden und Bildwerken, von kostharen Münzen, Handschriften und Manuskripten, die die Roten seit dem Sommer 1936 ins Ausland geschafft haben — nicht nur nach Frankreick, sondern vor allem auck nack Sowjetrußland? Was sagt das Völkerrecht. das ja während eines Krieges für die Beziehungen der Krieg­führenden ganz bestimmte Grundsätze aufstellt, zu dieser Ent­führung kostbaren Kulturgutes? Wenn das rote Spanien sick während des Bürgerkriegs nickt an die Grundsätze des Völkerrechtes gebunden fühlte, wenn man von den Sowrets in Moskau kaum erwarten wird, daß sie sick an das Völker­recht halten, so ist diese Frage doch für die europäischen Kulturnationen, die dem Bürgerkrieg in Spanien interessiert gegenüberstehen, von ganz erheblicher Bedeutung. Was sagt man in Frankreick, das ia stets ganz besonderen Wert darauf legte, sick als einen Rechtsstaat zu bezeichnen, was sagt man bei der Genfer Liga, die ia eigentlick ein Wächter über das internationale Reckt und über die Anwendung des Volker- reckts im Kriege sein soll, zu diesem Vorgang?

Es gibt einen Begriff des internationalen K u n st s ck u tz e s auck im Kriege, es gibt im Völkerrecht die Begriffe Beutereckt und Beschlagnahmerecht — Begriffe, die seit dem Beginn des vorigen Jahrhunderts erhebliche Be­deutung bekommen haben, und die nack ganz bestimmten, all­gemein als gültig anerkannten, Gesichtspunkten bebanbe.it werden. In den Zeiten Napoleons I. wurde es für die französische Revolutionsarmee und die spätere kafferlicke Armee zur Selbstverständlichkeit, daß man Kunstwerke jeder Art. staatliche und private wegjchlevvte, ohne nack einem Recktsgrund zu fragen. Das Wörterbuch des Volkerreckts stellt zu diesem Punkt ausdrücklich fest: JDte Gepflogenheit. Kunstschätze wegzuschafien und heimischen Museen einzufugen, wie sie Napoleon I. übte, ist heute gesckwunden. Es gibt sogar eine ausdrückliche Bestimmung des Völkerrechts, wonach Anstalten, die dem Gottesdienst, dem Unterricht, der Kunst und Wisiensckaft dienen, ebenso wie bewegliche und unbe­wegliche Kunstgegenstände einen besonderen Schutz gemeßen. Artikel 56 der Haager Landkriegsordnung bestimmt: . Jede Beschlagnahme, jede absichtliche Zerstörung oder Beschädigung solcher Anstalten, sowie geschichtlicher Denkmäler oder Werken der Kunst und Witzemckaft ist untersagt und.soll geahndet werden. Durch diese Bestimmung sind ausbr uck- lich gesckützt: Museen. Sammlungen. Bibliotheken, Archive, wisienschastliche Institute, botaniscke und zoologische Gärten vor allem aber auck Eottesbäuser und ihr Eigentum. Unzulässig ist es danach, Kunstwerke aus dem Kriegsgebiet zu entnehmen und von dem Ort ihrer Aufstellung zu ent­fernen Das ist der eine Grundsatz des Volkerreckts. gegen den Rotspanien sckon mit dem Beginn der Entführung von Kunstsckätzen verstoßen hat. Aber es gibt noch einen zweiten, mindestens ebenso wichtigen Gesichtspunkt, der am das schwerste verletzt worden ist.

Die Roten in Svqnien haben zahlreiche Museen und Bibliotbeken ausgeraubt und die geraubten Gegenstände im Ausland verkauft, um mit dem Erlös tbre Waffenkaufe zu bezahlen. Der Prado in Madrid, der königliche Palast in Madrid, Museen in Toledo, Malaga, Barcelona und vielen anderen Städten, private Sammlungen aller Art sind für diesen Zweck ibres Inhalts beraubt worden. Allem nach Sowietrußland ging eine Sammlung von 1500 wertvollen Handschriften aus den geplünderten Bibliotheken mit,., den unersetzlichen Originalmanuskrivten spaniscker Klasftttr^iesem $un{t sackst die Vorschrift des Völkerrechts über das Beutereckt. Artikel 53 der Haager Landkrcegs- ordnung besagt, daß im Kriegsfall das Reckt besteht, tm Kampfgebiet oder im besetzten Gebiet Staatseigentum ohne Entschädigung weggenommen werden kann — aber aus­schließlich Staatseigentum, das den Kriegsuiiternehmungen direkt dient: Waffenlager. Transportmittel. Magazine und Nahrungsmitteldevots uim. Die gültige wissenschaftliche Aus­legung dieser Vorschrift der Haager Landkriegsordnung .be­sagt' „Es ist also unzulässig, den Staatsbentz. der nicht unmittelbar Kriegszwecken dient, etwa zu veräußern und den Gelderlös zu verwenden." Das. was hier als unzulässig er­klärt wird ist genau das, was die rotspanischen Mackthaber mit dem Nationaleigentum des spanischen Volkes getan fi^gZu« ist bei den Lieferungen von Kunstschätzen, die nack Sowjetrußland durchgeführt wurden, um die Waftenankäme

Französischer General über die Lage der Roten as. Berlin, 9. Febr. Während noch immer rotspanische Milizsoldaten die französische Grenze überschreiten, wird in interessierten Kreisen sehr eifrig die Frage erörtert, was nun, nachdem der Kampf um Katalonien praktisch beendet ist, in Spanien weiter geschehen wird. Werden die Roten in Madrid und Zentralspanien kapitulieren, oder muß Franco nunmehr Truppen stach dem Süden abdrehen und eine neue Offensive gegen Valencia oder Madrid beginnen? Klarheit hierüber besteht zur Zeit noch nicht. Meldungen, daß in Madrid bereits w e i tz e Flaggen wehten, sind mit Vorsicht aufzunehmen. Mili­tärisch gesehen, liegen die Dinge so, daß die Roten jetzt Franco zahlenmätzig nur noch etwa ein Drittel der Streitmacht entgegenstellen können, die gegen ihn in Katalonien kämpften. Die Munitionsversorgung der Roten soll leidlich fein, die Lebensmittelversorgung wird als besser bezeichnet, als sie in Katalonien war. Es besteht aber nirgends ein Zweifel darüber, datz es, Franco nach seinem Sieg in Katalonien gelingen wird, auch Rest - spanien in kurzer Zeit zu erobern. So schreibt der bekannte französische Militärsachverständige, General Rissel, der sich fortlaufend mit den Kämpfen in Spanien befaßt hat, daß der endgültige Sieg Francos sicher sei und daß ein weiterer Widerstand der Roten nutz- l o s sei. Der französische General nimmt an, daß sich Franco zunächst gegen Valencia wenden wird, um die V e r - bindungen des roten Generals Miaja mit der Außenwelt abzuschneiden. Das „Eiornale d'Jialia" betont ebenfalls, datz ein etwaiger weiterer Widerstand der Roten den jetzigen Zustand nur verlängern, keineswegs aber verewigen könne. Das italienische Blatt, nach dem Franco bereits Truppen gegen Zentralspanien zusammenzieht. und einen Teil der freigewordenen Regi­menter nach Madrid wirft, ist der Ansicht, daß Madrid schon einem leichten Druck der nationalen Truppen erliegen wird, da es von allen Seiten abgeriegelt sei. Wir glauben, daß man auch in den amtlichen Londoner und Pariser Kreisen die Dinge nicht anders steht. Wenn man trotzdem immer wieder von einer Vermittlung spricht und den roten Oberbonzen Negrin ermuntert, in Valencia auszuhalten, um so die Fiktion einer roten

lanien eine Eingabe an die - en. in der der Zuiammen- schluß Syriens. Transjordanrens nnb Palästinas gefordert wird... . „ ±

Das britische Militär rn Palästina rnttaltet ange­sichts der Londoner Konferenz eine besonder s rege Tätigkeit. Am Mittwoch ..durchsuchten britische -ol- daten wiederum 22 Dörfer. Zur Unterstützung würben 24 Flugzeuge eingesetzt. Bei Zusammensümen und kleineren Gefechten kamen sieben Araber ums Leven, vtt gegen bie Araber gerichtete Verhaftungswelle bauert <m.

eiteret Widerstand nutzlos

(Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.)

Wiesbadener Tagblatt

Srscheimtngszett:

Druck »nd »erlag:

mit einer tägigen

87. Jahrgang

Donnerstag, 9. Februar 1939.

Nr. 34

8. Schellender,ssche Buchdruck««, „lagblatt, haue" Fernfprecher-Sammel-Nr. 59631. Drahtanschrift: Tagblatt Wiesbaden. Postscheckkonto: Frankfurt tu M. Nr. 7405.

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Unterhaltungsbeilage. »erliner ®üt0;