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Mittwoch, 25. Januar 1939.

Wiesbadener Tagdlatk

Nr. 21. Seite 3.

Vie ..zur Bekamr öfishen Grenze

ent-

So siebt es in Wirklichkeit um den ..Patriotismus" der Juden aus. gleich ob sie Baruch heißen oder Cbaimberknovs. wie dieser Gauner in Ostoberschlesien.

Die „Achse" des Kardinals

und die unzweideutige Antwort des Duce.

Zur flämischen Frage erklärte der belgische Ministerpräsident S p a a k, daß deren Lösung weitere Fortschritte gemacht habe. Die Bemühungen für eine einwandfreie Durchführung der Sprachgesetzgebung, die die Einsprachigkeit in Flandern vorsehe, würden fortgesetzt. Die für 1940 vorgesehene Volkszählung nach sprachlichen Ge­sichtspunkten werde diese Aufgabe erleichtern. Die kürzliche Eröffnung der selbständigen flämischen Akademien sei ebenfalls ein weiterer Schritt in der flämischen Ent­wicklung.

Furchtbares Drama in einem Eisenbahnzug.

Kind von einem herabfallenden Gepäckstück erschlagen. — Der Besitzer des Gepäcks vom Vater des Kindes erstochen.

Bad Nauheim, 25. Jan. (Drahtmeldung.) Ein bedauer­licher Borfall, der größte Bestürzung hervorrief, er­eignete sich in einem Zugabteil zwischen Bad Nauheim und Butzbach. 2m Zuge wurde ein Kind von einem herab­fallenden Gepäckstück erschlagen. In der Erregung zog der Vater des Kindes ein Mefler und stach den Besitzer des Gepäckstückes auf der Stelle nieder.

Das fünfjährige Kind saß mit seinem Vater in einem Zugabteil. Unmittelbar vor der Abfahrt des Zuges sprang noch ein zweiter Fahrgast rasch in das Abteil und warf ein größeres Gepäckstück in das Gepäcknetz. Als sich der Zug in Bewegung setzte, fiel das schwere Gepäckstück heraus und zwar so unglücklich auf den Kopf des Kindes, daß das Kind das Eeni ck brach und auf der Stelle tot war. In seiner Erregung sprang der Vater des Kindes auf, zog ein Mesier und stach den ihm gegenüber sitzenden Fahrgast nieder. Er starb bereits wenige Minuten später. Der un­glückliche Vater stellte sich daraufhin freiwillig der Polizei.

Eine geschlossene memeldeutsche Volksgemeinschaft

Selbstauslösung des sozialdemokratischen Gewerkschaftskartells.

Dr. Dietrich vor den Auslandsjournaliften

„Wir sollten gründen: eine internationale Gemeinschaft des Willens, die anderen zu verstehen."

Worten eines ...—------

raten haben, hart .... . . .

überzeugt, daß wir es nut einem grogartigen Schwindel zu tun. haben. Sartbleiben ist ein Wort! Wenn sich nun abet morgen einer fände, und er wird sich sicher finden, der den,' Italienern sagen würde, daß sie noch viel harter bleiben muffen?“

Memel, 24. Jan. Am Dienstag versammelte sich die Beamten- und Angestelltenschaft des Memeldirektoriums im Sitzungssaal, um von ihrem neuen Chef, Präsident Bertuleit, richtungweisende und für die Zusammenarbeit innerhalb der Behörden des Memellandes wichtige An­weisungen entgegenzunehmen.

Präsident Bertuleit führte u. a. aus. daß sich das neue Direktorium zur nationalsozialistischen Welt­anschauung bekenne. Von nun an werde jeder hierzu Stellung zu nehmen haben. Es möge im übrigen jeder Deutscher oder Litauer sein, das, was das Direktorium aber nicht dulden werde ist, daß irgendwie deutsch­feindliche Politik gemacht werde. Es werde jedem Beamten freigestellt, den neuen Organisationen beizutreten. „Für uns alle aber so sagte Bertuleit wörtlich, „gilt von jetzt ab der memeldeutsche Gruß, sofern wir uns zum deutschen Volkstum bekennen."

Die dem bisherigen sozialdemakratischen Ee- werkschaftskartell Memel angeschlossenen Fachver-

schulische Erziehung sei aus dem Leben unseres Volkes nicht mehr wegzudenken. Lager und Fahrt, weltanschauliche und körperliche Ertüchtigung der Hitlerjugend seien ebenso not­wendig wie ein geregelter Unterricht. Der Reichsjugend- führer unterstrich die notwendige, innige Ver­bindung zwischen Schule und HI., und forderte die in der Berufswahl stehenden Jungen auf, sich recht zahl­reich zum Lehrerberuf zu melden. „Sie sollen," so sagte er. „mit idealistischem Schwung in die Schulstuben einziehen und als Lehrer die Verbindung mit der Hitler­jugend aufrechterhalten und vertiefen. Eine weitere wichtige Aufgabe für die deutsche Jugend sei die Be­kämpfung der Landflucht, der auf werte Sicht nur von der Jugend wirksamen Einhalt geboten werden könne. Unter der Parole „Heim aufs Land" sollten sich junge Menschen zurückbesinnen auf die Herkunft unseres Volkes und eine neue Entwicklung unseres deutschen Lebens einleiten. Baldur von Schirach schloß seine An­sprache mit folgenden Worten: „Erfüllt von hoben Idealen, schreitet die Jugend hinter den heiligen Zeichen der Ge­meinschaft unseres Volkes. Gott hat uns die Jugend in seiner Güte gesegnet und ihr im größten Sohn unseres Volkes den Führer und das Vorbild gegeben. Hier stand einst Adolf Hitler in einer geschichtlichen Stunde unserer Nation. Hier wollen wir im Bekenntnisschwur die neuen Fahnen "seiner Jugend weihen."

bar für unser Volk — jeder für das seine — zu wirken und zu arbeiten". Ein Standpuntt, der für den deutschen Journalisten, nachdem die nationalsozialistischen Presse- gesetze in Wirkung getreten sind, voll und ganz zutrifft. „Aber nun sehen wir", so fuhr Dr. Dietrich fort" wie dieser Idealismus des journalistischen Berufes in so vielen Ländern auf einer rein materialistischen Grund­lage steht, auf der Basis des Zeitungsgeschäftes als wirt­schaftliches Erwerbsunternehmen." In dem Gegensatz zwischen Berufsethos und Abhängigkeit von dem rein privatwirt- fchaftlichen Element des Verdienens liegt die Quelle alles Übels. „Die wirtschaftliche Rentabilitätsfrage der Zeitung ist in keinem Lande ein Problem, das es rechtfertigt, die Presse den Kriegshetzern und Geschäftemachern zu überlassen und die Völker ins Unglück zu stürzen". Dr. Dietrich legte hier die Hand an eine Wunde, die ttotz aller Bemühungen, trotz aller Mahnungen der verschiedenen Staatsoberhäupter anscheinend nicht zum Heilen gebracht werden kann. Der Reichspressechef verwies die Ausländs­korrespondenten auf ihre große und wichtige Aufgabe, das Verstehen zwischen ihrem Gastland und ihrer Heimat zu fördern. „Warum", so fragte er, „sollten die Nationen untereinander nicht eine Methode finden können, die trotz aller sachlichen Gegensätze und Verschiedenheiten auf einer geistigen und persönlichen Ebene das Verständnis für­einander möglich machen? Wie das große Geheimnis unserer Erfolge im nationalen Leben, das Gesetz des Willens ist, so sollten wir auch im Leben der Völker untereinander das gleiche Rezept zur Anwendung bringen. Wir sollten gründen: eine internationale Gemeinschaft des Willens, die anderen zu verstehen."

Kz. Der Erzbifchos von Paris. Kardinal Verdrer, macht in recht unliebfamer Weife von sich reden. Er ver­tauschte die Kirche mit dem Variier Theater und hielt dort statt einer Predigt eine politische Rede. Zu seinen Zuhörern zählte er zahlreiche KommuniIten. Juden, Freimaurer und, was schließlich nahezu das gleiche be­deutet. auch Demokraten. Er forderte Frankreich auf. mit allen Demokratien, also mit Freimaurern. Juden. Kom­munisten usw.. eine neue Achse „zur Bekämpfung der jenseits der französischen Grenze ent- stgndenen politischen Ideologien' zu bilden. Während der Papst, [o* schreibt die italienische Presse, sein Gebet zum Himmel sendet, daß die Vorsehung den Menschen den Frieden bescheren möge, predigt Karvinal Vervier im Namen des Christentums einen Kreuzzug gegen den Faschismus und Nationalsozialismus, also den Krieg.' Er fühlt sich so innig mit den Eedankengangen der franzö­sischen Revolution, die man doch wirklich nicht ftr*enfreunbhÄ nennen kann, verbunden, daß er sich sogar ihren Wabisvruck zu eigen macht: ..Gleichheit. Freiheit. Brüderlichkeit. zwar etwas gemixt und umgeändert, denn der Kardinal sagte: „Gott. Freiheit und Bruderlichkert".'JBtr wollen nicht böswillig sein und dem Kardinal nicht wünschen, daß er die genannte Brüderlichkeit, die die Geistlichkeit Spaniens zur Genüge kennenlernen mußte, am eigenen Leibe ermsirt. Der Duce hat Verdier bereits am 22. Januar, anläßlich der Prämienverteilung für die Leistungssieger tn der Landwirt­schaft. eine unzweideutige Antwort gegeben Er sagte: ..Wollt ihr das Neueste wissen? Die Nachricht, die ich euch mitteile, habe ich nicht ausgeschrieben. weil iS fte erst beute morgen gehört habe. Der Vatikan soll nach den französischen Geistlicken F r an f reich g e - t zu bleiben. Ich bin absolut großartigen Schwindel zu tun.

wt. Am Dienstagabend empfing Reichspressechef Dr. Dietrich im Hotel „Kaiserhof" die ausländische Presse. Der Einladung waren außer den Auslandsjournaliften zahl­reiche Mitglieder des Diplomatischen Korps gefolgt, ver­schiedene Reichsminister und Reichsleiter, sowie Mrende Männer der Partei und ihrer Gliederungen. In feiner Rede unterstrich der Reichspressechef den Idealismus als die Triebfeder der journalistischen Arbeit. „Wir arbeiten", so erklärte er, „nicht für Geld und Stundenlohn. Wir erwählten unseren Beruf nicht aus materiellen Er­wägungen und wirtschaftlichen Kalkulationen, sondern wurden zu ihm hingezogen aus dem Gefühl der Vater­landsliebe und des Idealismus, ganz unmittel-

bände haben beschlossen, sich der neu gegründeten natio­nalsozialistischen Arbeiterorganisation an­zuschließen. Dadurch hat das sozialdemokratische Gewerk­schaftskartell, das der 2. Internationale angeschlossen war, aufgehört zu bestehen.

Der Beschluß zur Eingliederung in die nationalsozia­listische Front aller Memeldeutschen wurde auf einer Gene­ralversammlung des Kartells einstimmig gefaßt.

Es wurde dann noch eine Vorstandsfitzung einberufrn, an der auch der Beauftragte Dr. Neumann für den Aufbau der memeldeutschen nationalsozialisttschen Arbeiterorgani­sation, Landesdirektor Manien, und der memeldeutsche Landtagsabgeordnete ßingau teilnahmen. In dieser Sitzung erklärte ein Vertreter des alten Gewerkschafts­kartells, er habe mit Dr. Neumann persönlich wegen der Übernahme verhandelt und fei zu der Überzeugung ge­kommen, daß man bedenkenlos der neuen Arbeiter­organisation beitreten könne. Dafür bürge die Person Dr. Neumann.

In der Garnisonkirche zu Potsdam.

wt. Die innige Verbindung, die die alte, aus der deutschen Eefchichte erwachsene Tradition mit der Ver­pflichtung, die die Toten der Bewegung den Lebenden auf- gegeben haben, in der HI. eingegangen ist, fand in der gestrigen Bannfahnenweihe in der Potsdamer Earnison- krrche ihren sichtbaren Aus druck. Am Geburtstage des großen Preußenkönigs, der zugleich der Todestag des unter kommunistischen Mörderhänden gestorbenen Hitler- jungen Herbert Norkus ist. weihte Reichsjugendführer Baldur von Schirach 140 Fahnen der ostmärkischen und sudetendeutschen HI. „Einem oberflächlichen Betrachter," so sagte der Reichsjugendführer. „könne es vielleicht seltsam erscheinen, daß die HI. die wahrlich keine monarchistische Be­wegung sei, ihre größte Feier an der Gruft eines Königs abhalte, und daß sie, die man nicht als eine konfessionelle Bewegung bezeichnen könne, sich in eine Kirche begebe, um ihre Fahnen zu weihen. ' Ich wüßte aber", so fuhr Baldur von Schirach fort, „in ganz Deutschland keinen Raum, in dem die Jugend mehr zu Hause sein könnte, keine Gestalt der deutschen Geschichte, die ihrem Herzen näher stünde. Der 24. Januar ist für die deutsche Jugend ein heiliger Tag: der Geburtstag Friedrichs des Großen — der Todestag von Herbert Norkus, der grobe König und der un­bekannte Arbeitersohn, der längst aus dem schaurigen Dunkel seiner Sterbestunde erweckt wurde und nun strahlend im Glanze eines für Deutschland ewigen Namens hier mitten unter uns steht, sind nicht nur durch Zufall miteinander verbunden. Es gibt keinen Zufall, es ist eine höhere Fügung, die feit dem 24. Januar des Jahres 1932 die gegenwärtige und die kommende Generation unseres Volkes zwingen wird, am Geburtstage Friedrichs des Großen zugleich auch an Herbert Norkus zu denken." Baldur von Schirach sprach von der Tradition der national­sozialistischen Jugendbewegung und von den Vlutopfern, die sie im Glauben an den Führer brachte. Mit dem Hinweis auf die Gegenspielerin des großen Königs. Kaiserin Maria Theresia, wies er die junge Generation darauf hin. sich ein gesamtdeutsches Eeschichtsbewußtsern zu erarbeiten, in dem ausnahmslos alle großen Deutschen, da­heim sind. Im weiteren Verlauf seiner Rede ging Baldur von Schirach auf die heutigen Arbeitsgebiete der Hitler­jugend über und unterstrich das unantastbar gewordene Prinzip der Selb st Verantwortung der Jugend. Elternhaus, Hitlerjugend und Schule müssen in harmonischer Zusammenarbeit und in gegenseitigem Vertrauen ihren Dienst an der Zukunft des Volkes verrichten. Die außer-

Jüdischer „Patriotismus".

Wie ihn Bernhard Baruch und Jud Chaimberkuovi zum Ausdruck bringen.

Kz. Täglich bekannt werdende neue Beispiele aus allen Ländern der Erde zeigen immer wieder, wie rücksichtslos und verantwortungslos das Judenvolk ferne Gast­völker ausbeutet. Vom Altmaterialhandel bis in tue Rüstungsindustrie, überall sitzen sie und heimsen die Riesen­gewinne ein. während Millionen darben münen. Dabei ver­stehen die Juden cs glänzend, sich den Mantel der W oh l- anftändigkeit um,ulegen. Auf den Wissenden wirkt es wie eine beispiellose Ironie, wenn, wie jetzt aus New Vor! gemeldet wird, der berüchtigte Wallstreet-Jude Bernhard Baruch, einer der größten Rüstungsgewinnler Amerrkas. 3.3 Millionen Dollar dem Kriegsminister für die Aufrüstung der Vereinigten Staaten aus der eigenen Tasche zur Verfügung ft eilt. Dieser als Kriegshetzer gegen das nattonalsozialiftische Deutschland und den erasch,s- mus sattsam bekannte Jude ist „außerordentlich besorgt um die Lücken in den amerikanischen Heeres- beständen: Die fehlenden Ersatzmaschinen zur Herstellung rauchlosen Pulvers will er deshalb selbst bezahlen, und. die vorgenannte summe dem Kriegsminifterium als ..Patrioti­sches Geschenk" — wie das aus dem Munde eines Juden klingt —. überweisen. Wie dieser Patriotismus ausiieSt. wissen wir. Er besteht darin, Amerika und seinen Präsidenten gegen die autoritären Staaten aufzuhetzen, sie in einen Rüstungstaumel zu versetzen, dessen Gewinner eben derielbe Baruch ist. Man muß schon die Frechheit eines J^en be­sitzen. um zu glauben, daß die Welt diese Scheinheiligkeit nicht durchschaut.

Wie es um die Moral der Juden, um ihre Einstellung dem Staate gegenüber bestellt ist, zeigt eine Meldung, die aus Polen zu uns herüberkommt. Oftoberschlefien ist in den letzten Jahren von einer Anzahl, aus Kongreßvolen eingewanderter Oftjuden überflutet worden. Sie verdrängten bas alt­eingesessene Gewerbe durch ihre schmutzigen Geschättsmetboden und sind obendrein an allen Gaunereien und sonstigen Ver­breche» hervorragend beteiligt. Vor dem Kreisgericht in Kattmoitz läuft zur Zeit ein Prozeß, der das verbrecherische Wirken dieser Schmarotzer kennzeichnet. Angeklagt ist eine oftjüdische Gaunerbande, die den polnischen Staat durch tzteuerbiAlerriehung um fast 3 Millionen Zloty geschädigt hat.

Weihe der neuen Bannfahnen der ostmärkischen und der sudeteudeutschen Hitler-Jugend.

(Weltbild, K.)

Alte und junge Tradition.

Der Reichsjugendführer weiht 140 Bannfahnen der Ostmark und des Sudetenlandes am Geburtstag Friedrichs des Großen und am Todestage Herbert Norkus.

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