WiesbaÜMrTagblalt
8. Tchküenbera'scke Sntfihrtil iXuS3 aL.rx.i _ ..
Erfcheimtngszett:
Nr. 9,
Mittwoch, H. Januar 193».
87. Jahrgang.
Die Pariser Teestunde.
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Die jctd)nung auf die VA %i auweisungrn des 'Deutschen Reiches
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6 Ausgaben
Unterhaltungsbeilage.
Wöchentl
mit einer täglichen
Die Zeichnung auf die V4 %igcn auslösbaren Schatzanweisungen des Deutschen Reiches von 1938, Vierte Folge, ist am 9. Januar beendet worden. Der vom Reichsanleihc- konfornnm unternommene und zur Zeichnung aufgelegte Betrag von 1500 000 000 RM. ist in voller Höhe untergebracht. Die gezeichnete» Beträge werden voll zugeteilt werden.
GlSubigerforderung an Frankreich (Eigenet Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.)
Boiler Erfolg der Reichsanleihe 100 %ige Zuteilung.
werkttglich nachmittags.
«-,ch»st-z«it: 8Uhrm°rg-n-bt-7W>rab<nb«außer Sonn-u. F-i-rtag- Berlmer Büro: Setfin-SBilmersborf
_ , . L.Schell-nb-rgfche »uchdnulerei, „r-gblatt-s»»,"
Sem[pred)«.s™.to. 59631 2)rol)tm[d)rift: Tagblatt Wiesbaden. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. Nr. 7405.
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Anzeigen tnflffen spätestens einens °ö; bÄ'^schLiuLg« L.Sg-b-n"w-rbL
t>1c L^wnalsvanische Offensive in Katalonien hat arunne "d" * ?96<mart no* uichts eingebüßt. Die Armee-
an^d-r efrn^enQa-h Moscardo rückte am Dienstag weiter brtnnnrn^rah-e <leribo ~ — Eervera vor. Nördlich
~a°°_nr Sina die Heeresgruppe Maestrazgo vor. Dadurch rouroe 0J vou Nordeii und Weiten umklammert. Nach sfrne.ü1 ftel tue Stadt, der als Knotenpunkt der grasen Lenda — Barcelona und Arte.sa — Montblanch be- Tnim«n^CTll?nx äufommt. in die Hände der nationalen h»rUD,?„e?' ?roi bes herrschenden dichten Nebels konnte, wie ®et,?°tionale Heeresbericht meldet, der Widerstand der ^tvien überall gebrochen werden.
3™ Morden und im Süden von Montblanch wurden "euc Ortschaften besetzt Auch die auf Fallet vor- Menve Truppe nahm weitere. Orte in Besitz. Auf dem linken Ebro-Ufer eroberten die Nationalen den Ort E a r c i a. der 3 Kilometer nördlich von Mora de Ebro liegt. Im Süden von '“«£.*>« wurde das Kloster Pöblet
vesreit. Die Nationalen waren dort so rasch voraedrunaen
Bie Roten ihre Absicht, die Kunstschätze des Klosters yt ÜW Vonn'«?; mebr °"?'^lnhe,i konnten. Der Feind verlor SP” 1000 Gefangene und zahlreiche Tote. Unter der großen b,c ber Nationalen fiel, befindet sich auch ”P„.W°"enlager. Die nationale Luftwaffe bombardierte Wpniche Ziele im Hasen von Barcelona. Zwei rote Eurtis-Maschlnen wurden abgeschossen.
Offensivkraft der Franco-Truppen ungebrochen tto" bMl6«ati»nakT,,Unfffiiän^^a "T *otc .®”tIoih,n96offe,,riöe “« Cordoba-Front eingestellt. - Eegen-
scationalen. - Glanzende Erfolge der italienischen Legionärsflieger. — Mehllieferungen Frankreichs an Rot- svanien.
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. pe- Die Finanzkraft des deutschen Volkes ist wieder einmal glänzend unter Beweis gestellt worden. Das Reich legte den gewaltigen Betrag von 1,5 Milliarden RM. Schatzanwelsungen aus und die ganze Summe konnte ohne Mühe untergebracht werden. Eine Tatsache ist bei dieser Anleihe- emlffron als erfreulich feftzustellen, datz es nämlich wieder zu einem umfangreichen Teil kleinere Stücke sind die gezeichnet wurden. Das beweist, daß die breite Masse des Volkes im Vertrauen in die Staats- und Wirtschaftsführung sich zum Mittraaer der Finanzierungsaufgaben des Reiches bereitgesunden hat. Die Wirtschaftsbelebung hat ja die Basis des ertragsreichen Geschäftes allgemein in ansehn- lichem Umfange verbreitert. Dadurch wurden Überschüsse frei: die in der Reichsanleihe eine gut verzinsliche Anlage fanden, ebenso wie für viele Volksgenossen die Zeichnungsfrist günstig lag um fällig gewordene Zahlungen am Jahresende einer neuen Anlage zuzuführen.
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Und doch: „8oy Espanol!" Es klingt wie Qivte Bomanus sum Fast 800 Jahre kämpfte der keltiberische Mensch um Freiheit und Sausrecht. Die Jahrhunderte hindurch lernte er seine Kastanienwälder. Palmen- und Olivenhaine, die unbefahrbaren Schnellen seiner Flüsse, seine majestätischen Sierren lieben. Und war die trostlose Nacktheit der Berge nicht dazu geschaffen, um die farbigen Sonnenspiele wie ein malerisches Festkleid beim Schlagen der Kastagnetten Tag um Tag von Neuem uberzuwerfen? „Soy Espanol'“ Es sprechen die Saragossaner, Sevillaner, Kastilianer. Anda- lusrer Es steht schweigend über Kathedralen, Alkazaren. Es Ewebt ,n der Luft, die schon Trajan, Hadrian, Theodosius. Abd-er-Rahmau, Isabella und Philipp, Kolumbus. Juan de Herrerrn Velazguez, Murillo und Goya atmeten. Aus Dimtung, «age, Kunst und unendlichen Strömen von Blut rankt uch Geschichte empor, heute verzaubert in Palästen. Rtr^en und Moscheen, verzaubert in Mihrabs und unter Tabernakeln — in der ewigen Spinnstube der Nornen.
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. ,Demr der Halbmond zerschlug das Kreuz. Der Islam tobte sich aus in Allabrufen. Die Alhambra blickte über Granada nach Norden. Cordoba, der Treffpunkt der Welt, turbantragenden Dichterm Malern. Gelehrten.
Muselmänner die Geisteswelt der Antike retteten! Die Patina der Weltgeschichte hat mit Run« die Wände der herrlichsten Baudenkmaler jener Zeit bedeckr.
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Soldaten des Kreuzes. „Soy Espanol!“ Castilla, Leon, Aragon, Navarra. Hindurch! Bis zu den Säulen des Herkules leckt die Springflut von Norden her. Doch das Leid ur noch nicht zu Ende, nicht zu Ende. Krieg um Krieg. Schon Zeichen der Agonie, da strömt die Eoldslut von Peru, Mexiko heran. Jnflationsjahre des scheinbaren Glücks, des grandiosen spanischen Leichtsinns. Philipps gigantische Weltplane verbrauchten das Gold und die Blüte der Jugend
Ein Land also, das an seiner Geographie, die jede ichlossene Aktion von selbst verbot, beinahe starb. Wie 400 km langer Sarg die Pyrenäen im Norden. Saumpfade, nichts als Saumpfade. Der Paß von Roncevalles? Nur ein Übergang, ein Anfang und ein Ende. So dachte schon Karl der Große Zwei Bahnlinien an der Küste hüben und drüben. Zwei Gebirgsbahnchen irgendwo nach Frankreich, die Bedeutungslosigkeit selbst. Und dann weiter nach Süden au, rotgraue Scheidegebirge auf Scheidegebirge, ausgebrannt, ausgedorrt, zerschlissen, zerspalten. Der heutige Kriegs- schauplatz! Hochplateaus mit zähem Esparto-Eras. Schädige Armut tut die paar Ziegen. Neun Monate alles versengender tfeueratem der vom Himmel in die schmälsten Ritzen stürzenden Sonne, drei Monate trockene Stürme von erbarmungsloser Wildheit. Wo bleibt der segnende Rege»? Wo ist bei uns auch nur ein einziger Berg, so von Gott und den Menschen verlassen?
Iberisches Kaleidoskop.
Von Sein» Lenhardt.
I.
k. Ille Feigenblätter Andalusiens vermögen nicht die Bloßen der spanischen Landkarte zu verdecken.
— ®in Sultan, der auseinanderbarst und in wretenber geographischer und geschichtlicher Sinnlosigkeit volle, Paradies und Gottheit wahllos, hemmungslos in die Buhnen etner vom Schicksal, gezeichneten Landschaft hinein- Meuderte. Em Stuck Erdteil, das sein Gesicht von Europa ^?uman,b*e- Wo die beiden Kontinente in zahllosen »usammenpraffelten. Wo alle Gebirge von Osten nach Westen gleich Riesenbarrikaden ein Ende der Welt ver- riegeln Wo die Natur so bockbeinig und geizig sein kann, daß schon die Romer behaupteten, eine Nachtigall, die Kastilien überfliegen wolle, müsse Körner und Wasser mitnehmen, um nicht unterwegs zugrunde zu gehen. Die Grimasse eines durcheinandergeschüttelten Kosmos ist es, durch den der groteske Riesenschatten eines Don Quichote de ta Mancha wie ein Treppenwitz der Weltgeschichte hin- durchgelstern niußte, um Torheit, Ideal und Wirklichkeit an den Windmühlen menschlicher Unzulänglichkeiten zu verschwenden. Al mancha — oh,, welch ein Wahn! Al mancha ist weiter nichts als Wildnis . . . Der atme Herr der LolloNlS . . . !
94 RM. 2.-, ein-
machen, daß Italien eine Eläubigerforderung an rreich hat. Italiens Forderung stützt sich dabei auf
7eL35.6 rtrag von 1915, in dem Italien territoriale Zugestandniffe gemacht wurden. Diesen Vertrag gab« auch England durch die Abtretung des D s ch u b a an nH;^n„7et£anItt' ,nur Frankreich weigere sich, seinen Ver- uachzukommen. Italien habe, so umreißt die die Lage^ eine Forderung an Frankreich, aber Frankreich wolle nicht seine Schulden bezahlen.
rtf»r6a7m mir£ W" sagen können, daß weder die ^e^tu.7en Joch die Presse-Erörterungen am Vorabend der römischen Gespräche neue Momente gebracht haben.
der italienischen Presse aber naturgemäß auch gar darauf an, die Dinge unter irgend einem neuen Gcsichts- t°.niier" v/elmehr darauf, den italienischen Stanbpunft noch einmal klar herauszustellen. Das ist ge- Mem Es ist noch einmal festgestellt, daß Frankreich seinen Beitrag zur neuen Lage im Mittelmeer noch nicht geleistet hat und daß diese Tatsache auch England angeht. Damit sind aber zugleich auch die S ch w i e r i g k e i t e n dieses englischen Besuches in Rom neu aufgezeigt. H w
Rom in Erwartung Chamberlains.
..Nom, 10 Jan Am Vorabend der Ankunft von Ministerpräsident Chamberlain und Außenminister Hali fax werden in der italienischen Hauptstadt die letzten Vorbereitungen zum festlichen Empfang der englischen Gäste Mtro.fen. Die weite Halle des römischen Hauptbahnhofes tft über und über mit englischen und italienischen Fahnen ausgeschlagen und mit zahlreichen Pflanzen und Blumen geschmückt.
Vom Bahnhof aus, wo, ihnen die römische Bevölkerung v Hauptstadt des Faschismus entbieten wird, begeben sich die Engander sofort in die Villa Ma - onJTL«; <?° te* engilifdje Regierungschef während seines Aufenthaltes tn Rom wohnt. Um 17.45 Uhr — also eine gute Stunde nach der Ankunft — werden sich die englischen Minister im Qmrinal einschreiben. Anschließend findet die Lr nL <n rr1 € b e?119 Mussolini statt, der um
D°uezia zu Ehren seiner Gäste ein Essen
-^ Bedeutung der Begegnung wird dadurch unterstrichen, dag im Laufe.des Dienstag nichtwenigerals L°Aie;nflIrfs4e Journalisten in Rom 'cinge- troffen sind, zu denen sich noch ein starkes Presseaufgebot aus allen europaiichen Staaten gesellt. H
12000 Kilometer ohne Zwischenfall
„Arado 79" in Sumatra eingetroffen.
„„„ 10. Jan. In Bangkok startete am vergange-
wJhJr nt5ta8 b“s uuf.fernem Fernflug befindliche deutsche Retzeflugzeug „Arado <9 zu seiner nächsten Etappe nach Medan an der Nordkuste Sumatras, wo es noch am Abend
Xar9ls Der zur Zwischenlandung vor-
gesehene Flugplatz Penang wurde nicht angeflogen.
■ Mit dieser abermals im Ohnehaltflug zurückgelegten kutnnnt00^ V? ° f j-10 n‘e *e r hat die Besatzung, Ober- n»1 unb Leutnant Jenett einschließ-
'ores Weltrekordfluges bisher 12 000 Kilometer ohne
5,1 3wiMenfan 3urutfgelegt. Auf dem ganzen Flug hat Irnti 9,IußäeuS eingebaute 105 PS HirtH-Motor
"0tz schlechter Wetterlagen und klimatischer Schwierigkeiten ausgezeichnet bewährt.
t Bangkok selbst hatten sich die Flieger einige Tage
-a« Unöi eine Reihe von Borführungsflügen mit der „Jrabo <9 unternommen, die in den dortigen Fachkreisen rege Bewunderung sanden. Besonders herzlich wurden Flugzeug und Besatzung von der deutschen Kolonie gefeiert.
®!Lbcr„xrr? rdoba-Frontist die Entlastungsoffenfive oer.Roten völlig zusammengebrochen. Sie haben ihre An- 0F.j'I'e ?rngeftel l t und sind, in die Ausgangsstellungen mruckgekehrt. Am Dienstag gingen ine nationalen mJkr ® . ö u m E e genangriff über und eroberten
^orere feindliche Stellungen.. Die rote Heeresleitung hatte.
" mrottb' ,61c<k KernbiPlsionen unter dem Sn ffdes Generals Mlschill. eingesetzt. Daß trotzdem ern Erfolg nicht zu erzielen war, wirkt in Barcelona nieder- oruaeno.
»dos nationale Hauptquartier bekannt gibt, sind im BSn°n’.JiE Katalomen-Offensive bis zum Dienstagabend 3o00 Quadratkilometer. Boden erobert und 120 Ortschaften be- $te ^lcTe* bcs Vormarsches betrug teilweise 80 Kilometer. Insgesamt wurden 25 323 Gefangene gemacht. !nnnnM V" Mrtteilung der „Agencia Stephanie“ sind im spanischen Bürgerkrieg von den italienischen Legio- s1*«fs« 1 c9c?n bisher 83 7 rote Flugzeuge abge- L - °n?L, i *”0lb€n- Die Italiener verloren dagegen nur so Maschinen.
der außerordentlichen Notlage, in der sich die bennden. bemühen sich die Kommunisten in Frankreich nnain^w Qxb' - H'ii.?. 'ur Rotspanien zu erlangen. Auf äh.'/mtive des. iranzottschen Außenministers hin. soll, nach der MiniÄ^n. AMonser Frühzeitung, der fraiuösische MlNlsterrat beschlossen haben, 45 000 tonnen Mebl "ach Rotspanion eu liefern.
Herriot wieder Kammerpräsident.
Abgeordneter Salles über die deutsch-französischen Beziehungen.
. vt. Am Dienstag wurde in Paris die ordentliche Zitzungsverlode 1939 der Kammer und bcs i eröffnet Der bisherige Kammerpräsident 2”,V.l>t wurde. mtebergenia6It. ebenso die Vizepräsidenten Pau lin. MaiJn und Ducos. Zum vierten Vizevräsi- oenten wählte die Kammer t$n Kommunisten Duc los. deine Wahl ist darauf zuruckmführen.' daß zahlreiche Abgeordnete der Rechten und der Mitte den Sitzungssaal bereits verlaßen hatten.
Vor der Wahl hatte der Alterspräsident. Abgeordneter Salles in der Kammer eine Ansprache gehalten, in der er. auch das Problem der deutsch-französischen Be- ziehungen.behandelte. Was verhindere Deutschland unb Frantteich. so führte er u. a. aus. sich zu verständigen? Seit dem Vertrag von Verdun aus dem Jahre 843. feit der Teilung
Ruches Karls des. Erogen, feien Deutschland und Frankreich mst unaufhörlich tm Kamm gewesen. Wenn diese beiden ciotwnen. die durch ihren gentigen unb moralischen Wert, buttn ihre Kultur, durch ihre Geschichte und die wundervollen «!£i£--eXbte le v-Miacht haben, sich eines Tages annähern und "e.Manhigen wollten, so wurde es sicherlich weniger Kriegs- gemhren und gleichseitig erhöhtes Wohlergehen in Europa
?s- Verlin, 11. Jan. Der amtliche Bericht, der über die gestrige Unterredung zwischen Chamberlain und Lord fa$vauf ter einen und Daladier und Bonnet auf der anderen Seite herausgegeben wurde, Bringt keine . . ® r raschu n g. Er stellt eine volle Übereinstimmung zwischen den englischen und französischen Staatsmännern fest, Es ia nicht gerade besonders neu ist. Kann man den französischen Zeitungen Glauben schenken, so ist sehr viel weniger über den französisch-italienischen Gegensatz gesprochen worden als vielmehr über Spanien. Aber auch mitteleuropäische Fragen sollen angeschnitten worden sein
- 'ruh auch diesen Darstellungen in der diploma- rikihen Teestunde im französischen Auswärtigen Amt eine ganze Reche von Problemen erörtert worden, nur nicht die Fragen, die eigentlich im Vordergrund stehen. Durch die Herausstellung der anderen Themen wünscht die französische Presse offensichtlich noch einmal klarzumachen, daß eine Ver- mittlung Chamberlains zwischen Rom und Paris nicht in Frage kommt.
Heute folgt nun diesen Pariser Gespächen, die an der Weiamtlage nichts geändert haben, die e r st e V e g e a n u n a Mussolinis mit den englischen Staats” männern in Rom. Das starke Interesse, das man überall orefen römischen Gesprächen entgegenbringt, findet auch darin festen.Ausdruck, daß zahlreiche Sonderbettchterstattcr aus- landlscher Blatter in Rom eingetroffen sind. Ob sie über die Schilderung der äußeren Vorgänge hinaus sehr viel zu tun bekommen bleibt abzuwarten. Man pflegt ja nicht alles was im kleinen Kreis gesprochen wird, hinauszuposaunen' -sum anderen i|t aber auch zu berücksichtigen, daß neu-> Ver- etnbaningen oder Abmachungen nicht zu erwarten sind. Es scheint überhaupt erforderlich, einmal daran, zu erinnern, daß bteier Besuch Chamberlains in Rom bereits in ^V*,nKe? Sluge gefajjt wurde. Er soll also in erfter Linie der persönlichen Fühlungnahme der beiden Staatsmännern dienen, der Fühlungnahme, die sich in München so gut bewährt hat.
Die italienische Presse wird nicht müde, zu betonen, daß sich die Gespräche auf alle Mittelmeerfragen erstrecken wer- ten, bte, wie man in Rom unterstreicht, in einigen wichtigen Punkten eine Gefahr für den Frieden geworden sind. Das bedeutet datz man die italienisch-französischen u icht aus den römischen Gesprächen a u s s ch a 11 e n k a n n: Die italienifchen Zeitungen benutzen denn auch die Gelegenheit, den Franzosen nochmals klar ,zu
