Nr. 302,
Dienstag, 27. Dezember 1938.
86. Jahrgang
Die Spannung zwischen Rom und Paris
Der Reichsminister des Auswärtigen
O s h i m a und überreichte ihm im Auftrage des Führe
y Lerida
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Die erfolgreiche Offensive der nationalen Truvven an der katalanischen Nordfront
können größere
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n könne und deshalb fc. Frankreich begehe
und Reichskanzlers das Eroßkreuz Deutschen Adler.
kaiserlich japanischen
Wöchentliche mit einer täglichen
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Der neueste Heeresbericht.
Salamanca, 27. Dez. (Funkmeldung). Wie der nationale Heeresbericht meldet, wurde der siegreiche Vormarsch in Katalonien fortgesetzt, wobei zahlreiche wichtige Höhenstellungen erobert werden konnten. Die nationalen Truvven besetzten die Ortschaft Cugull, 20 Kilometer kiid-
rfolge beschieden sein, so dürfte Las auch wohl nicht ohne Einfluß auf die im Januar in Rom stattfindenden Gespräche zwischen Chamberlain und Mussolini bleiben, in
Lustkampf wurden 1. ,
geschossen. Wie der nationale FrontberiLterktatter ergänzend mitteilt, eroberten die Truvven General Francos im Abschnitt Tremv den Gipfel des Namet-Gebirges. Sie haben nunmehr eine Niederung vor sich liegen, wodurch der künftige Vormarsch wesentlich erleichtert wird.
denen die Spanien-Frage naturgemäß eine sehr wichtige Rolle spielen wird.
t. Die Roten wurden ooMommei itc Front an vier Stellen durchbrock
werfen und Lösungen zu fordern, die außerhalb des Rahmens der nunmehr als inexistent betrachteten Abkommens von 1935 lägen.
lungen Italiens gerechtfertigt in Italien als Provokativ
Die italienisch-französische Spannung bildet auch in den Weihnachtsausgaben das Hauptthema der römischen Presse. Aus Paris werden die Mutmaßungen und Indiskretionen über die Beschlüsse des französischen Ministerrats und den Inhalt der Antwortnote an Italien ausführlich verzeichnet und ebenso wie die bevorstehende Reise Daladiers als Versteifung Frankreichs auf seine intransigente Haltung bewertet.
Zur Haltung Frankreichs betont der Direktor des „Gior- nale d'Italia", die Reise Daladiers sei eine Militär- L e m o n st r a t i o n, die durch keinerlei feindselige Hand-
iat den Soldaten General Francos reiche Erfolge loren zahlreiche Gefangene und viel Kriegsgerät, nai
Ebro nicht weniger als 60 000 Mann verlor. Diese Lücke wird man wohl auch durch die Polizeiformationen nicht haben ausfüllen können. Dagegen dürfte den immer wieder vorgebrachten Bitten der Roten um Waffenlieferungen von ihren demokratischen Freunden wohl entsprochen worden sein. Das Wetter ist der Offensive Francos nicht besonders günstig; auch aus Spanien wird strenge Kälte gemeldet.
Die Offensive wiederlegt jedenfalls aber alle von der englischen Presse wiedergegebenen Gerüchte über Unruhen und Massenverhaftungen hinter der nationalspanischen Front, sprechen doch englische Zeitungen sogar von einem Attentat auf General Franco. Die englische Presse zeigt sich auch sehr überrascht. Sie hatte mit einer so starken Offensive Francos nicht gerechnet, zumal man nach dem geheimnisvollen Dokumentenschmuggel im Gepäck des englischen Vizekonsuls Goodman von einem Verzicht Francos auf seine angeblich verratene Offensivpläne sprechen zu laubte. Sollten der Offensive Francos weiterhin
Heitern nicht weniger als 1600." 3m rot spanische Flugzeuge ab -
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Meya, 25 Kilometer südöstlich von Tremv. Auch im Bogen zwischen Legre und Ebro konnten ste einige Stellungen erobern. Der Feind verlor Mehrere tankens »Tote. Die 3oBl der Überläufer betrni
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überrascht, oer. n war.
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nichts zu riskieren haben als die internationale Atmosphäre durch Frechheit zu vergiften. Es sind das Leute, die eine gefährliche Art von Radikalismus zur Schau tragen und die im Grunde kommunistische Eedankengänge vertreten, ohne daß sie sich vielleicht deffen bewußt geworden sind. Es gibt solche merkwürdigen Gesellen in den Vereinigten Staaten, die an eine falsch verstandene Ideologie glauben und die in Wirklichkeit keine Ahnung haben, von den Dingen wie sie tatsächlich sind. Allen diesen Leuten Istitte man gern einmal Gelegenheit gewünscht, in diesen Weihnachlstagen zu sehen, wie das deutsche Volk und der deutscher Arbeiter sein Fest feiert, dann würden sie vielleicht andere Begriffe von den Zuständen bekommen, die bei uns herrschen. Und wenn sie ehrlich wären und das Leben bei uns mit dem Leben da drüben verglichen, dann würden sie vielleicht nicht wieder so lächerliche Reden halten, wie sie in
damit einen neuen Fehler, denn durch eine Versteifung seiner Positionen könne einzig und allein ein Konflikt verschärft werden, dessen Inhalt von italienischer Seite bisher überhaupt noch nicht definiert worden sei. „Italien stütze sich auf sein gutes Recht und vertraue auf seine Macht, die diesem Recht so oder so Geltung verschaffen werde." Sollte sich das Gerücht bestätigen, wonach die französische Regierung in ihrer Antwortnote von der italienischen Mitteilung Kenntnis nehme und sie als „Rückkehr zum Status quo" betrachte, so werde Italien mit einer solchen Fassung sich einverstanden erklären. Status quo bedeute in der Tat Rückkehr zu jenem feindseligen Z u - st a n d, der zwischen Italien und Frankreich seit 1918 herrsche und nur durch das Abkommen von 1935 vorübergehend unterbrochen worden sei. Eine solche Rückkehr zum Status quo berechtige aber Italien, 1. von Frankreich jene Kolonialkompensationen zu fordern, zu deren Lösung sich Frankreich im Londoner Abkommen verpflichtet habe, 2. gegen die unrechtmäßige und drückende Behandlung der Tunis-Italiener zu reagieren, deren Rechte in einem Statut niedergelegt worden seien, das nicht einseitig abUeändert werden könne, 3. Fragen aufzu-
'OtataNationale Fronten bis22.0671938^Tß;
Haupteisenbahnen...—Grenzen JL
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Gen. Francos Großangriff in Katatonien
Grohe Anfangserfolge.
as. Berlin, 27. Dez. In Spanien haben die Weihnachtsfeiertage den Beginn der schon seit einiger Zeit mit Spannung erwarteten Offensive der Truppen des Generals Franco gebracht. Diese Offensive hat mit mehreren kräftigen Stößen an der ganzen etwa 14 0 Kilometer langen Front von den Pyrenäen bis zum Zusammenfluß des Segre mit dem Ebro eingesetzt. Die ersten Kämpfe haben den Nationalspaniern große Erfolge gebracht.. Die Zahl der Gefangenen, die die Truppen des Generals Franco machen konnten, werden mit 7000 beziffert, die eroberten Gebiete mit 600 Quadratkilometer angegeben. Trotzdem läßt sich im Augenblick ein abschließendes Urteil noch nicht abgeben, zumal die Kämpfe andauern. Gelingt es den Truppen Francos, auf der in den letzten Heeresberichten genannten großen Straße von Lerida nach Tarragona vorzustoßen und die Küstenstadt Tarragona selbst zu erreichen, so werden selbstverständlich damit die rotspanischen Stellungen südlich hiervon, also die roten Stellungen zwischen Tarragona und der Ebro-Mündung, unhaltbar. Das aber würde bedeuten, daß Franco seinen "Frontabschnitt am Meer erheblich ausdehnen könnte. Ob aber dieses Ziel erreicht werden kann, ist heute'n och ungewiß. Die Kämpfe in Spanien haben gezeigt, daß einer geschickt angelegten Offensive, wie im Weltkrieg, der Anfangserfolg nie versagt bleibt, daß es aber dann dem Gegner ebenfalls wie im Weltkrieg doch meist verhältnismäßig schnell gelingt, Reserven an die bedrohte Front zu werfen und sich wieder festzusetzen, was ihm in Spanien durch das gebirgige Gelände wesentlich erleichtert wird. Andererseits ist in den Meldungen mehrfach darauf verwiesen worden, daß die Zer m ü rbungsschlacht am Ebro, die sich naäi der roten Offensive entwickelte, und die für Franco den Erfolg brachte, daß er den Roten das eroberte Gelände wieder abnahm, für die roten Truppen in Katalonien einen sehr starken Aderlaß bedeutete, so daß Barcelona sich genötigt sah, Polizeiformationen an der Front einzusetzen. Man will wissen, daß die rote Katalonien-Armee, die vor der Ebro- Schlacht 150000 Mann stark mar, in den Kämpfen am
Zwischen den Festen.
Das deutsche Volk hat die Weihnachtstage in Ruhe und Frieden verlebt. Aus den Kasernen und den Arbeitsdienstlagern ist Deutschlands männliche Jugend heimgekommen. Von den Vefestigungswerken im Westen sind die Arbeiter zu ihren Familien zurückgekehrt und die Festtage boten Bilder herzlicher Familienge'meinschaft und ebenso herzlicher Volksverbundenheit, die sich darin kund tat, daß auch die Minderbemittelten unter uns eine Festgabe auf dem Weihnachtstisch fanden. Welch ein gewaltiges Erleben, dieses Weihnachtsfest 1938, verglichen mit den Jahren des Niederganges, der Unterdrückung und Rechtlosigkeit! Die Deutschen in Übersee und jenseits der deutschen Grenzen, sie spürten durch den Äther die herzlichen Gefühle und die unversiegbaren Ströme der Bluts- und Gesinnungsgemeinschaft, die alle Menschen gerade an diesem, ihrem gemeinsamen Feste mehr denn je miteinander verbanden. Der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, ist wie alljährlich, auch in dieser Weihnacht Übermittler und Künder dieser uns bewegenden Gedanken gewesen. Geschwister. Kinder und Eltern, die die Kontinente Jahrzehnte voneinander getrennt hielten, sie grüßten sich an diesem Weihnachtsabend durch den Mund des Stellvertreters des Führers.
Weniger erfreulich waren allerdings die Töne, die in diesen Weihnachtstagen haßerfüllt über di e Grenze schlugen. Aber wenn durch diese H e g re d e n bezweckt werden sollte, die Weihnachtsfreude des deutschen Volkes zu trüben, so ist dieser Zweck in feiner Weise erreicht worden. Schon vor einiger Zeit hat der amerikanische Innenminister 1 M f • A... .. t • 4« 4* 4 > ■ l l. A |. A M A il
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Rom, 26. Dez. Der französische Botschafter in Rom hat im italienischen Außenamt die Antwort der französischen Regierung auf die Mitteilung, daß Italien die Laval-Mussolini-Abkommen vom Jahre 1935 als nicht in Kraft befindlich betrachte, überreicht.
Der „Slatin“ will wissen, daß Bonnet (Sorbin von der Antwortnote Frankreichs an Italien unterrichtet und ihn beauftragt habe, dem Forcign Office die französische Haltung näher zu erläutern.
Der „Petit Paristen" glaubt zu wissen, daß die französische Regierung einmal die in der italienischen Note enthaltenen Argumente zurückweisen wird und zum anderen den 'französischen Standpunkt unterstreicht, den die Regierung gegenüber möglichen territorialen Forderungen Italiens angenommen hat, d. h., die Unantastbarkeit des französischen Imperiums mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verteidigen.
fragt worden ist hat er Erklärungen über Deutschland abgegeben, die uns völlig kalt lasten. Er war der erste, der es für notwendig befand, gegen die Lieferung von amerikanischem Helium an die deutsche Zeppelingefellschast Einspruch zu erheben. Er begründete diesen Eiimiruch j&j: angeblichen kriegerischen Absichten Deutschlands.
die Welt, daß "Deutschland an den Zeppelin anderes als ein reines Verkehrsinteresse hat. Nach der Hetzrede von Ickes hat nun Senator P i 11 m a n. der Vorsitzende des Außenausschusses des amerikanischen Senats eine Erklärung abgegeben, die alles andere als eine Liebeserklärung ist. Auch diese negative Liebeserklärung läßt uns kalt, denn wir wisten ja, wer der Mann ist, der diese Erklärung abgegeben hat. Es ist das ein ganz bestimmter Kreis von Leuten, die augenblicklich sehr wett vom Schutz sind und
Weihnachtsoffensive Francos
(Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.)
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