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Wiesbadener Tagblatt

Mittwoch, 7. Dezember 1938.

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Zweites Blatt. Nr. 286.

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Aus dem Inhalt: Das Wesen des weibl. Organismus und sein Aufbau. Die Bedeutung des monatl. Zyklus u. sein Zusammenhang mit dem gesunden körperl. Geschehen / Beziehungen zwischen den Mutterschaftsorganen und dem Gesamtkörper / Der Einfluß des Blutes, des Kreislaufes und der Darmtätigkeit auf den Unterleib / Naturgemäße Behandlung krankhafter Störungen: Unregelmäßiger Zyklus, Katarrh, Kreuz­schmerzen, Entzündungen, Verlagerungen usw. und ihre Vorbeugung. Unkostenbeitrag: Mitglieder haben freien Zutritt

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roetl ihnen öte Fähigkeit mangelt, sich anßeten mitzutelten oder weil sie eine Menge Gedanken in ihrem Köpfchen walzen, die sie so stark beschäftigen, daß sie als Träumer erscheinen.

Am besten prüft man die geistige Entwicklung der Kinder an Hand von Fragen, die dem jeweiligen Alter angemessen sind. Solche Fragen sind z. B, von Benat-Simon zusammengestellt.

Demnach müssen Kinder im dritten Lebensjahre ungefähr so weit fern, daß sie Körperteile zeigen können, wie die Augen, die Nase oder den Mund. Dorgesprochene einstellige Zahlen können sie nachsprechen. Fragt man sie nach dem Namen, so werden sie gewöhnlich imstcmbe fein, den Dor- und Familiennamen zu sagen vorausgesetzt natürlich, daß sich die Eltern mit den Kindern abgegeben haben. Einen einfachen Borgang, wenn er in kindlicher Weise auf einem Bilde dargestellt ist, verstehen sie. Gute Kinder- bilderbücher nehmen auf diese Entwicklung Rücksicht; je nach der Altersstufe, für die die Bilder bestimmt sind, werden sie in der Darstellung einfacher oder komplizierter sein.

Im vierten Lebensjahr ungefähr lernen die Kinder unterscheiden zwischen Mann und Frau, zwischen Knaben und Mädchen. Sie wissen selbst, ob sie ein Bübchen ober ein Mädchen find. Es ist drollig, zu beobachten, wie ein aufgewecktes Kind oft beinahe beleidigt werden kann, wenn man ihm sagt, du bist ein Mädchen, under* ist doch in Wirklichkeit ein echter, richtiger Bub. In ihrer Umgebung kennen sich die Kinder schon sehr gut aus. Ste wissen genau, wie die einzelnen Gebrauchsgegenstände heißen, eine Schere ist eben eine Schere und kein Messer. Hält man äjnen ein Geldstück hin, so werden sie auch sofort wissen, daß es ein Geldstück ist. Die Kinder wissen aber nicht nur, was für Gegenstände ihnen gezeigt werden, sie können sie auch benennen. Spricht man ihnen drei Zahlen vor, so kann ein normal ent- wickeltes Kind diese drei Zahlen ohne weiteres nachsprechen.

Die Kinder find auch schon so weit, daß sie kleinere Hilfe- Listungen tun können, ja, unter Umständen können sie schon der Mutter helfen Sachen eircholen. Natürlich muß man sie dazu an­leiten und ihnen nur das auftragen, was sie auch wirklich können. Durch solche kleinen Dienste, die fie tun dürfen, fühlen sich die Kinder sehr geehrt und setzen chren Stolz darein, alles richtig zu machen. Außerdem kann man den vieriährigen Kindern auch schon ziemlich schwere theoretische Dinge zumuten. So können sie z. B. angeben, welche von zwei parallelen Linien, die man auf ein Papier zeichnet, die längere ist. Auch verschieden schwere Ge­wichte können die Kinder auf dieser Altersstufe unterscheiden.

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