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Kameradschaft der ff

Der ---Reseroesturm 1/78 hielt im Restaurant „Turner­bund" einen Kameradschaftsabend ab. Der Führer des Reservesturmes, Untersturmführer Ernst, richtete herzliche Begrüßungsworte an Standartenführer Sawatzki von der Standarte 78, der diese Gelegenheit benutzte, auch einmal außerdienstlich im Kreise der ---Kameraden einer ihm unter­stellten Formation zu weilen, sie zwanglos kennenzulernen und so dar Vertrauensverhältnis der Männer zur Führung zu stärken und zu.vertiefen. Außerdem begrüßte Untersturm­führer Ernst den vor einigen Tagen als Verwaltungsführer an den ---Oberabschnitt Rhein nach Wiesbaden versetzten Standartenführer Slipek und den zur Freude aller Kameraden erschienenen Schauspieler Kurt Münich. Rach Einnahme eines kräftigen, von mehreren Kameraden ge­spendeten Abendessens unterhielt die ---Kapelle mit ihre» schneidigen Weisen die Anwesenden. Von ---Männern dar­gebotene: Deklamationen wechselten ab mit rheinischen Liedern, die Herr Münich in seiner bekannten Art meister­haft zum Vortrag brachte. Reicher Beifall dankte immer wieder dem Künstler für seine Leistungen.

Sodann sprach Standartenführer Sawatzki. Er be­tonte, daß auch er solche Kameradschaftsabende für richtig und angebracht halte, wenn eine Formation das ganze Jahr über regelmäßig ihren Dienst getan habe, wie es vom ein­zelnen ---Mann freiwillig übernommene Pflicht fei. Diese zwanglosen Zusammenkünfte trügen viel dazu bei, die Männer einander näher zu bringen. Man dürfe aber darüber nicht vergessen, daß die Zeit noch sehr ernst sei und wachsam und stets bereit sein, erstes Erfordernis für die -- bedeute. Er wies auf den jüngsten in Amerika ausgeheckten jüdischen Mordplan hin, der den Führer mit seinen hervorragenden Mitarbeitern beseitigen soll. Ein maßloser Haß tobe sich gegen Deutschland in den ausländischen Zeitungen aus. Auch bei uns gäbe es immer noch viele, die in ihrer Spießbürgerlich­keit die großen Gedanken der Zeit nicht begreifen könnten und deswegen bei jeder Gelegenheit ihre miesmacherische Kritik unter die Leute brächten. Hier seien die großen Auf­gaben des ---Mannes — immer fanatischer Träger zu sein — eines gläubigen Nationalsozialismus und immer Wächter über unsere heiligsten Güter. Wenn jeder ---Mann sich dessen stets bewußt sei in allen seinen Handlungen, dann erfülle er erst das, was er dem Führer mit seinem Eide gelobt habe. Und er hoffe, so schloß Standartenführer Sawatzki, daß ihn hierin die Wiesbadener -- und auch der Reservesturm nicht enttäusche. Durch das Treuelied der -- und dem von Unter­sturmführer Ernst ausgebrachten Sieg-Heil auf Führer und Vaterland wurde dieses Gelöbnis nochmals bekräftigt.

In fröhlich kameradschaftlicher Stimmung blieben Führer und Männer noch längere Zeit zusammen. us.

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Montag, 28. November 1938.

Wiesbadener Tagblatt

Nr. 278. Seite 5.

Sie schwuren Treue dem Führer.

Vereidigung der Rekruten des Standortes Mainz-Wiesbaden.

Feierstunde auf dem Adolf-Hitler-Platz in Mainz.

Unsere neue deutsche Wehrmacht soll nach dem Willen ihres Schöpfers und Obersten Befehlshabers Adolf Hiller mitten im Volke, für das sie immer einsatzbereit zu sein hat. istehen; sic soll mit ihm denken und fühlen, wie auch umgekehrt die Volksgemeinschaft stets mit Stolz auf ihre Soldaten blickt. Seitdem Wiesbaden wieder Garnison geworden ist, hat sich »ein harmonisches Zusammenleben zwischen Wehrmacht und Bevölkerung entwickelt, das nicht nur außer Dienst in Er-

Mainz alljährlich im Spätherbst die Ehre zuteil werden, auf ihrem Adolf-Hitler-Platz, im Angesicht des deutschen Stromes, Zeugen der Rekrutenvereidigung des Standortes Mainz-Wiesbaden zu sein. In früher Sonntagmorgenstunde sammelten sich bereits die Menschen um den weiten Platz, aut dem die 4100 Rekruten unseres Standortes Aufstellung ge­nommen hatten. Auf dem linken Flügel standen die Rekruten unserer 87er. Der Blick über den weiten Platz bot ein Bild stolzer Wehrhaftigkeit. Schnurgerade und tiefgestaffelt standen die Rekruten und ein donnerndes „Heil, Herr General" war die Antwort, als der Kommandierende General des XII. AK.,

und der Fahne die Treue zu halten. Eroßdeutschland, das der Führer geschaffen hat. muß für alle Zeiten bleiben. Vieles wird von dem deutschen Soldaten verlangt werden. Aber was von vielen Geschlechtern vor uns geleistet wurde, darf und kann für uns nicht schwer sein. General der Infanterie Schroth sprach sodann über den Wert der Kameradschaft unter den Soldaten und den tiefen Sinn der Nibelungen- Treue, die allzeit von dem deutschen Manne bis zum Tode gehalten werde.

Der Rede schloß sich die feierliche Vereidigung an. Fahnen und Standarten senkten sich. Aus den Gliedern traten Re-

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Links: Der Kommandierende General des XII. AK., General der Infanterie Schroth, schreitet die Front der FahnenKompanie ab. Neben ihm der Kommandant der Kommandantur Mainz-Wiesbaden, Oberst Meier. — Rechts: Der Eid auf die Fahne.

scheinung tritt, sondern auch darin seinen Ausdruck findet, daß die Anteilnahme des deutschen Menschen an den militärischen Feierstunden reger ist denn je. Es ist der Wille der militärischen Führung, diese Verbundenheit immer weiter »uszubauen. Die Wehrmacht geht ins Volk, ihre. Musikkorps

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Der Kommandierende General des XII. AK., General

der Infanterie Schroth, bei feiner Ansprache an die

Rekruten. (3 Photos: Eiveri, K.)

stielen für das WHW. So wird ein Eroßkonzert der Wehr­macht am 7. Dezember im Kurhaus vielen Volksgenossen die Möglichkeit geben, einmal sich so recht von Herzen an schöner deutscher Militärmusik zu erfreuen und es zum anderen da­durch der Wehrmacht ermöglichen, eine stattliche Summe für die Betreuten des WHW. — für die ein besonderes Konzert im Paulinenschlößchen vorgesehen ist —. zusammenzubringen. Wir denken ferner an den „Tag der Wehrmacht" im Februar, in dem die Bevölkerung „ihre Soldaten" in den Kasernen besuchen und Einblick in ihre Arbeit nehmen kann.

Aber auch von den ernsten Feiern des Soldaten soll die Bevölkerung nicht ausgeschlossen sein. Auch hierbei soll sie Zeuge werden, wie die neue Wehrmacht diesen Dienst auf- iaßt. Erstmalig wurde in diesem Jahre in allen Standorten des Wehrkreises am gestrigen Sonntag die Vereidigung der iungen Rekruten in aller Öffentlichkeit vorgenommen. Da in Wiesbaden ein geeigneter Platz für diese Feierstunde nicht vorhanden ist. wird den Volksgenoffen unserer Nachbarstadt

General der Infanterie Schroth, dem die Truppe durch den Kommandanten der Kommandantur Mainz-Wiesbaden Oberst Meier gemeldet worden war, die Fahnenkompanie, die Bataillone und Abteilungen beim Abschreiten der Fronten begrüßte.

Inmitten von Geschützen und Gewehrpyramiden sprachen der evangelische Wehrkreisvfarrer XII, Wehrmachtoberpfarrer Lit. Svrank und der katholische Wehrkreispfarrer XII, Heeresoberpfarrer W i f ch e 11 zu den Rekruten über die Heilig­keit des Eides und Bedeutung der feierlichen Stunde. Nach den Ansprachen, die. getragen von religiösem Ernst, den Rekruten zum Erlebnis wurden, ruckten Fahnen und Standarten vor die Fronten. Von der Mitte des Platzes, vom Rücken eines prächtigen „Braunen" herab, sprach darauf der Kom­mandierende General zu seinen jungen Soldaten. Er erinnerte sie daran, daß der militärische Eid der schwerste, aber auch der stolzeste im Leben des Mannes sei. Durch den Eid soll sich der junge Soldat mit seinem Leben verpflichten, dem Führer

Nun warten sie und träumen ...

Das Klingelzeichen auf der Bergstation der Nero- bergbahn ertönt; leise bricht sich der Schall an den Wän­den des Gebäudes und verliert sich zwischen den kahlen Stämmen bes nahen Waldes. „Im Tal — alles bereit", be­deutet das Signal. Die Bremsen lösen sich, — langsam, laut­los. wie von einer unsichtbaren Kraft bewegt, gleitet das Ge­fährt aus der Halle und zieht durch das Übergewicht seines Wafferinhaltes gleichzeitig den durch ein Drahtseil mit ihm verbundenen anderen Wagen den Berg hinauf.

Öde ist der Wald um den Neroberg, selten nur, daß an einem Baum noch einige verwelkte und dürre Blätter hängen. Oft treibt ei n leichter Sturm kleine Stöße von Laub über das Geländer auf die Gleise und Zahnradschienen. Eine durch das Herannahen des Wagens aufgeschreckte Amsel flieht hastig über die raschelnden Blätter .... Fast bereut es der Mitfahrende, daß er nicht im Innern des Wagens Platz ge­nommen hat, denn hier draußen auf der Plattform bläst der Wind ziemlich heftig um die Ohren.

Grau und verhangen ist der Himmel, dichte Nebel- schwaden nehmen dem Auge die Fernsicht. November--:

wie anders alles, als im Sommer! —

Das Dach des entgegenpat)renden Wagens wird sichtbar. Hohl und leer hallt das Geräusch der rollenden acht Räder und der Zahnrad bremsen durch den winterlichen Wald. Biel- leicht erzählten sie sich gerade, wie stark in den vielen Jahren, während denen sie schon den Neroberg befahren, ein Wagen auf den andern angewiesen war, denn abwechselnd, immer derjenige, welcher oben ist, muß durch seine Schwere den andern int Tal den Berg hinaufziehen .... Als die Wagen aneinander vorbeifahren, hat es den Anschein, als würden sie ihr Tempo eine Kleinigkeit verringern, um sich eine Weile länger als bei sonstigen Fahrtbegegnungen betrachten zu können, so wie man es beim Abschied von einem lieben Menschen tut, den man für längere Zeit nicht sehen wird . . .

Der Wagen fährt in die Talstation ein. Automatisch wird das Ventil ausgelöst und das Wasser in dem Behälter unter dem Wagen fließt aus. Die Mitfahrenden treten durch die Sperre auf die Straße ....

Still ist es um den Wagen geworden. Es war seine letzte Fahrt in diesem Jahr. Nun steht er einsam, verlassen und träumt, wie sein Bruder droben auf dein Berge, vom Sommer, der vergangen ist und — vom Sommer der kommen wird.... ' K. H.

Alle Schaffenden melden sich znm Bernfswettkamps! Willst du abseits stehen?

Letzter Termin für die Anmeldung: 30. November 1938.

Allmeldevordrucke bei der Kreisdienststelle der DAF., Lnifenstratze 41.

kruten vor und berührten symbolisch für ihre Kameraden, die die Schwurhand zum Himmel erhoben, das stolze Feldzeichen. Der Adjutant der Kommandantur Mainz-Wiesbaden, Haupt­mann D r ö l l, verlas die Eidesformel:

„Ich schwöre bei Gott diesen heiligen Eid, daß ich dem Führer des Deutschen Reiches und Volkes, Adolf Hitler, dem Obersten Befehlshaber der Wehrmacht, unbedingten Gehorsam leisten und als tapferer Soldat bereit sein will, für diesen Eid jederzeit mein Leben einzusetzen."

Zum Schluß der Feierstunde schallten das Sieg-Heil auf den Obersten Befehlshaber und die Klänge der National­hymnen über den Platz. Noch einmal marschierte die Fahnen- komvanie vor dem Kommandierenden General vorüber, die jungen Soldaten rückten mit klingendem Spiel in ihre Kasernen ab.

Sie schwuren dem Führer die Treue, sie werden sie halten: ein Mann — ein Wort. W. P.

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