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Unterhaltungsbeilage. $critnCT $üro: »'““art.

Nr. 270.

Freitag, 18. November 1938.

86. Jahrgang.

Von Roosevelt bis Stalin.

(Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.)

Die Front der Hetzer.

as. Berlin, 18. Non. Die amerikanische Presse setzt ihre Hetze gegen Deutschland in der u n v e r s ch ä m - testen Weise fort. Am liebsten, das kommt in den Artikeln deutlich zum Ausdruck, würde man den wirt­schaftlichen Bovkoit gegen Deutschland proklamieren. Davor aber fürchtet man sich angesichts der starken Stellung Deutschlands, das durchaus in der Lage wäre, derartige Maß- nahmen entsprechend zu beantworten. Soweit, daß man nun selbst wirtschaftliche Verluste in Kauf nehmen müsste, geht die „Entrüstung" doch wieder nicht und so begnügt man sich denn mit einem „moralischen Feldzug", der nichts kostet. Sehr charakteristisch ist es, wenn amerikanische Blätter hierzu mit Befriedigung feststellen, daß man voll mit Moskau überein stimme, wenn man sich gegen Deutschland wende. Wenigstens verzeichnen die amerikanischen Blätter in großer Aufmachung die Meldung ans Moskau, wonach dort am 5. Jahrestag der Anerkennung der Sowjetunion durch die Bereinigten Staaten die Bildung einer gemein­samen Front der Vereinigten Staaten und der Sowjets gegen Deutschland gefordert wurde. Die Grogaufmachung'dieser Meldung in den amerikanischen Blättern, die sich ja zum allergrößten Teil in jüdischen Hän­den befinden, zeigt die Zustimmung zu dieser bolschewistischen Forderung. Zu solchen Bundesgenossen kann man den Ver­einigten Staaten nur gr a t u l i e r e n. Die Rechnung wird Moskau schon später vorlegen und die amerikanische Wirt- schaft wird sie bezahlen müssen.

Wie verlogen die Haltung der amerikanischen Presse in der ganzen Judenfrage ist, ergibt sich schon daraus, daß auch die Amerikaner immer nur außeramerikanische Länder für die Unterbringung der Buden als geeignet bezeichnen. Daß dabei auch die von uns gestern schon als unverschämte Her­ausforderung Deutschlands gekennzeichnete Idee, Juden in den Deutsch land gestohlenen Kolonien an­

zusiedeln, eine Rolle spielt, sei nur nebenbei bemerkt. Im englischen Unterhaus hat Chamberlain auf die an- gekündtgte Anfrage wegen etwaiger Ansiedlung von Juden im ehemaligen Deutsch-Ostafrika und Kamerun gestern ausweichend geantwortet, daß er mit einer Reihe von Kolonial-Gouverneuren einschließlich des Gouverneurs von Tanganjika über die Ansiedlung von Juden verhandele. Tatsächlich aber verfügt auch Amerika über weite, außer­ordentlich schwach besiedelte Gebiete, die sich für die Ansied­lung der Juden durchaus eignen würden, wobei wir nur Arizonas und Neu-Mexiko nennen wollen. Wenn die Ameri­kaner gar nicht daran denken, dieses Land für die Juden zur Verfügung zu stellen, so beweisen sie damit nur erneut, daß es ihnen ä>en nicht um eine praktische Lösungdes Judenproblems zu tun ist, sondern lediglich um die Hetze gegen das nationalsozialistische Deutschland.

Herr Roosevelt benutzt diese Hetze gegen Deutschland zu­gleich immer wieder um für seine großen Rüstungs- p l ä n e zu werben. Die amerikanische Presse spricht in diesem Zusammenhang von einem „kontinentalen Rüstungprogramm" des Präsidenten, der ja ganz Amerika einschließlich Südamerika vor der angeblichen deut­schen Gefahr beschützen, tatsächlich aber auf diese Weise nur die Vorherrschaft der Vereinigten Staaten in ganz Amerika sichern und die südamerikanischen Staaten am Gängelband halten will. Das wird aber auch in Argentinien und 'Brasilien klar erkannt, denn es wird von dort berichtet, daß die maßgebenden Kreise von den Plänen Roosevelts nichts wissen wollen und sich sehr nachdrücklich gegen alle Gelüste der Vereinigten Staaten, ganz Südamerika unter ihre Fittiche zu nehmen, wehren. Man bedankt sich für eine solche Schutzherrschaft der Ver­einigten Staaten und nicht einmal der Hinweis auf die „deutsche Gefahr" erweist sich hier als wirksam, da man klar erkannt hat, wie verlogen diese Agitationsmothoden der Washingtoner Politiker ist.

Wie die Juden Deutschland ausplünderten.

Berlin. 17. Nov. Die Ungeheuerlichkeit der bisherigen Bekitzoerteilung an Deutsche und Buden kommt in ihrer Kratzbeit erst vollständig zum Aus­druck, wenn man den durchschnittlichen Anteil am Gesamtmr­mögen aus den Kopf der deutschen und der xüdtschen Be­völkerung ausrechnet. Das deutsche Bolksvermogen belauft sich auf etwa 200 Milliarden Reichsmark, ,n das sich 80 Millionen Volksgenossen teilen. 3m Reich gibt es 700000 Juden, in deren Sanden.sich nach genauen Feststellungen nicht weniger als 8 Milliarden befinden. Auf den einzelne» Deutschen entfallen also im Durchschnitt 2500 Reichsmark, auf den Juden aber im Durchschnitt 11428 Rerch- mark. Jeder einzelne Jude — die sich jetzt vor aller Welt als arm, hilfsbedürftig und rechtlos hinstellen mutzten — besitzt demnach 4.57 oder mehr als viereinhalbmal soviel, als der deutsche Volksgenosse! Ist da Anlatz zu solch erbärm­lichem Wehgeschrei? Rein, eine Ungerechtigkeit ist wieder gut zu machen, geraubtes Gut zurückzugeben!

Siuzu kommt: Das jüdische Vermögen in Deutschland betrug 1918 etwa 4 Milliarden Reichsmark. Es hat sich also in der Nachkriegszeit verdoppelt, und zwar auf Kosten des deutschen Volkes.

Weiter ist daran zu erinnern, datz allein in der In­flationszeit über die Hälfte des Berliner Ernndbesitzes in jüdische Hand Lbergegangen ist. so datz heute mehr als die Hälfte von Berlin den Inden gehört, ob­wohl sie nur 3,8 v. H. der Bevölkerung ausmachen.

Dieses dem deutschen Volk durch Betrug genommene Vermögen wird jetzt durch die auferleste Geldstrafe zu einem kleinen Teil wieder in den Besitz des deutschen Volkes zurück- geführt. _________

Anläßlich des Sjährigen Bestehens des Rasse­politischen Amtes der NSDAP, hat Reichsinnen- ministcr Dr. Frick an den Leiter des Amtes, Dr. Groß, nach­stehendes Telegramm gerichtet: „Zum 5. Jahrestag des Be­stehens Ihres Amtes beglückwünsche ich Sie herzlichst. Möge es einer weiteren zielbewußten Zusammenarbeit von Partei und Staat auf dem Gebiet der Erb- und Rassenpflege gelingen, die Bestanderhaltung und Reinheit des deutschen Blutes für alle Zeiten zu sichern."

Englische Kolonialmethoden.

Kz. Die deutsche Forderung nach Rückgabe der geraubten Kolonien hat in England seltsame Reaktionen ausgelöst. Unwillkürlich glauben mir uns, wenn wir die Meldungen über diese Machenschaften lesen, in die Zeit von Ver­sailles zurückversetzt. Auch damals schrieben die Engländer und Franzosen, wir seien nicht „reif" für die Kolonialpolitik, man müsse die armen Schwarzen unserer „Gewalttätigkeit" entziehen. Wenn englische Zeitungen heute behaupten, daß wir die Neger, ebenso wie die Juden, als eine niedere Rasse betrachteten, und daß England deshalb nicht zulassen dürfe, daß Deutschland in Afrika wie­der Fuß faste — ans Mitleid mit den Schwarzen — so ist das Argument also noch nicht einmal neu. Daß man es heute, zwanzig Jahre nach Versailles, mit der glei­chen Frechheit zu wiederholen wagt, zeugt von einer be­dauerlichen, unanständigen Gesinnung. Die­sen Vorwurf zu widerlegen, lohnt sich kaum. Wir brauchen nur an die 12 000 Askaris und die Zehntausende von schwarzen Trägern zu denken, die mit Lettow-Vorbeck tapfer durchhielten, obwohl ihnen der deutsche General nichts bieten konnte und obwohl sie täglich Gelegenheit gehabt hätten zu desertieren.

Die heuchlerischen Verleumdungen gewisser englischer Zeitungen geben uns Veranlassung, einmal die eng­lischen Kolonialmethoden unter die Lupe zu nehmen. Was da zum Vorschein kommt, ist wenig erfreulich und leider für die ganze weiße Raste beschämend. Er­innern mit uns des traurigen Ruhms, den die englischen Konzentrationslager in Süd-Afrika er­langten, in denen 20000 Frauen und Kinder der Buren, also europäischer Raste, elend zu Grunde gingen. Außerordentlich aufschlußreich für die Praktiken der englischen Kolonialpolitik ist ein Buch des indischen Journalisten Chaman Lal, das sich „Das verschwindende Imperium" betitelt. Der Inder zitiert das Urteil eines Genfer Universitätsprofestors über die britische Herrschaft in Indien, das dahin lautet, daß sich jeder Engländer, wenn er an Indien denkt, schämen sollte. Während des indischen Freiheitskampfes in den Jahren 1930 bis 1932, die im Zeichen Ghandis standen, warfen die Engländer 800 000 Männer, Frauen und Kinder in die Gefängnisse. Über 3000 Inder, darunter viele Kinder, wurden kaltblütig niedergemetzelt. Hunderte von Häusern gingen in Flammen auf und wurden geplündert. Unter den Augen britischer Beamter wurden Frauen und Kinder mit Bajonetten bearbeitet und beraubt. Als unbewaffnete Inder in Peschawar an der indischen Nordwestgrenze demon­strierten, schossen die britischen Truppen blindlings in die Massen, wobei 125 Inder getötet wurden. Bei einer anderen Kundgebung sielen 1200 indische Männer, Frauen und Kinder, den britischen Ma-schinensewehrkugeln zum Opfer. Und die Träger dieser Kolonialpölitik bringen trotzdem den traurigen Mut auf, die vorbildliche Verwaltung der deutschen Beamten in unseren früheren Kolonien zu verdächtigen und zu beschimpfen. Es sind dieselben Leute, die wegen einiger tausend zerstörter Fensterscheiben in jüdischen Geschäften Mord und Zeter schreien und ihre Menschlichkeit demonstrieren. Sie sprechen anläßlich der Kontribution von einer Milliarde von einer Ausplünderung des Judentums in Deutschland, ver­gessen aber dabei zu erwähnen, wie Großbritannien Indien auspreßt. Von jedem Pfund Sterling des britischen Nationaleinkommens stammen 4 Schillinge aus Indien. Die Steuerschraube ist bis zum äußersten angezogen. Die Soldaten, die England nach Indien schickt, müssen von

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Ernst vorn Ratbs Heimkehr ins Vaterland..

Der Trauerzug auf dem Weg zur Rheinlandballe in Düsseldorf. Die Bevölkerung siebt stumm an de» langen breiten Straften und grünt ehrfurchtsvoll den toten »Muraben. (Weltbild. K.)

Der Führer beim Staatsbegräbnis für den ermordeten Ernst vom Rath.

Die Trauerfeier in der Düsseldorfer Rheinhalle, an der das ganze deutsche Volk teilnabm. In der ersten Reihe zwilchen dem Führer und Reichsautzenminister von Ribbentrop die Mutter des Verstorbenen. (Weltbild. Ä.)