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Wiesbadener Tagblatt

Montag, 14. November 1938.

Die Maßnahmen gegen das Judentum

Donnerstag Staatsbegräbnis für Ernstvom Rath in Düsseldorf

Endlich Schlich mit den Quertreibereien der Benesch-Eligue!

lied einer Ee-

rt 311 f d) e Königs- (Kanada) eintrifft

reichen.

*

Französischer Dreijahresplan zur wirtschaftlichen Gesundung

Die Ausgabe umfaßt 14 Leiten und da« »llnterhaltungsblatt".

wt. Am Samstag sind in Paris di« Beratungen über die zur Gesundung der wirtschaftlichen Lage notwendigen Notverordnungen zum Abschluß gekommen. In dem amtlichen Gesetzblatt wurde bereits ein« große Anzahl von " " ' ' ' ;ng der Produktion und zur Sicherung

'■'Vor allem handelt es sich dabei

Amtlich wird mitgeteilt, daß das englische Koni g s- paar am 15. Mai 1939 in Qu eb ec (.. 2 . * *) und gegen den 10. Juni von Halifax aus nach England zuruck- kehren wird. Es sei jedoch möglich, daß der Aufenthalt um vier bis fünf Tage verlängert werde.

Zu kulturellen Veranstaltungen nicht mehr zugelassen.

ihres eigenen Kulturlebens ermöglicht habe. Damit entjtw ferne Veranlassung mehr, dem Juden den Besuch der bezeich­neten Veranstaltungen und Unternehmungen gu gestatten.

yauptschristleiUri Fritz

Stellvertreter de- Baupttotiftiettets: yettrrltb Xcd X»»i- verantwortlich für den politischen Teil: Heinrich Kerl X1W51 fit Unnst und Unterbaltung: Dr. Heinrich Reichert; fit Stadtnachrichten und wtrtsch-st-teil: Willi vemvel; fit Umgebung, prouin,nachrichte« und den Sportteil: Heinz

Lenhardt, fit den Bilderdienst: di« betr. Ressortleiter; für den Rnzeigentrll: Dtt» Xeiftr; sämtlich tn wie-baden. prei-liste Rr. S. — Durchschnittr-Ruflage Dkt. lstM: 22103, Sonntag, allein: 27515.

Druck und Verlag de- wie-badener Tagbiatt»:

£. Schellenberg'sche hosbuchdruckerei, wie-baden, Langgass« 2t, .Tagblatt,tzaur'.

Sesaintleitung:

Dr. phd. habil. Gustav Schellenberg und verlag-leiter Heinrich Pabst.

Verordnungen Hermann Görings.

Berlin, 13. Nov. Unter dem Vorsitz des Beauftragten für den Vierjahresplan, Generalfeldmarschall Göring, fand im Reichsluftfahrtministerium eine Chesbe- sprechung der beteiligten Minister mit ihren nächsten Mit­arbeitern über die dringend notwendig gewordene Lösung der Judenfrage statt. An dieser Besprechung nahmen die Reichsminister Dr. Frick, Dr. Goebbels, Dr. Gürt- ner, Graf Schwerin von Krosigk und Funk teil. Die Besprechung ergab vollkommene überein st im- m u n g in der Beurteilung und Behandlung der zur Debatte stehenden Fragen. Es wurden nachstehende, einschneidende Verordnungen beschlosten.

Eine Milliarde Kontribution.

Die vom Beauftragten für den'Vierjahresplan, General- feldmarschall Göring, erlassene Verordnung über eine Sühne-

Seite 2. Nr. 267.

Kurze Umschau.

Der erste diplomatische Vertreter des Deutschen Reiches beim Kaiserreich Mandschukuo, Gesandter Wagner/ begab sich am Samstagvormittag in feierlichem Zuge von seinem Hotel zur Audienz in den Kaiserpalast, um dem Kaiser Kangteh sein Beglaubigungsschreiben zu über-

Änordnung verweist Reäi der nationalsozialistische

Meinungen geäußert, jedenfalls habe er nicht aus West- und Ostafrika ansvielen wollen. Unterdessen ist aber die Rück­gabe der uns entrissenen Schutzgebiete ein salonfähiges Ge­sprächsthema der internationalen Diplomatie geworden, und der ehrliche Staatsmann Pirow wird sich nicht mehr den Mund verbieten lasten.

Pirow hat außer der südwestafrikanischen Frage noch ein anderes Problem aus dem Herzen, und dieses betrifft den eigenen Heimatstaat, die südafrikanische Union. Mit großer Sorge verfolgt er seit Jahren den Vormarsch der Farbigen aller Art gegen die weiße Bevölkerung seines Landes. Er wünscht den großen Raum der Union aufzufüllen. Durch Einwanderung nordischer Menschen, und gerade die Deutschen sind ihm als hervorragend tüchtige Siedler bekannt. Tin Beispiel, das uns von einer deutschen Farmers- frau, die 7 Jahre in Südafrika gelebt hat, mitgeteilt wurde: Am Hafen von Port Shevstone, der an der Mündung des Umsinkulu liegt, siedelte die englische Regierung vor Jahr­zehnten norwegische Fischer an und gab ihnen reichliches Siedlungsland. Aber der Hafen scheint den Erwartungen der Norweger nicht entsprochen zu haben, jedenfalls ließen sie ihre Farmen bald zum größten Teil im Stich, und diese wurden nun von unternehmungslustigen Deutschen angekauft. Ihre Familien und Nachkommen bilden dort heute große. . blühende Gemeinden. Minister Pirow ist der Überzeugung, daß die Deutschen das beste Kolonisationsvolk der Erde sind. Das ist genau das Gegenteil der Ansicht, die im Versailler Lügendiktat zum Ausdruck kam.

Der Präsident der französischen Republik Lebrun hat im Laufe des Samstagnachmittags den neuen französischen Botschafter in Berlin Coulondre empfangen.

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König Carol und Kronprinz Michael sind mit einem Hofzug zu dem vorgesehenen Staatsbesuch nach London abgereist.

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Das Führerkorps des Gaues Koblenz- Trier der NSDAP, fand sich am Sonntagoormittag in der Koblenzer Stadthalle mit Gauleiter Gustav Simon an der

wt. In Prag sind immer noch Leute am Werke, die an­scheinend nicht gemerkt haben, daß sich in den letzten zwei Monaten etwas geändert hat. Man hat den Eindruck, daß sich die Regierung diesen Elementen gegenüber noch nicht durch­setzen kann. Daß hier ein Wandel eintreten muß, wenn die Beziehungen zu Deutschland ein positives Gesicht gewinnen sollen, wird man auch im Hradschin einsehen müssen. Vor allem handelt es sich um die deutschen Kliniken, die nach der Zusage amtlicher Stellen in vollem Umfang frei- gegeben und in den früheren Zustand versetzt werden sollen. Hier treibt der Deutschenhasser Professor I r r a s e k und der jüdisch versippte Krankenhausdirektor P u ch w e i n sein Wesen. Sie versuchen einen Boykott gegen die deutschen Kliniken durchzuführen. Die Krankenträger, die schon in der Beneschzeit Dienst taten, schaffen alle Kranken, die in den deutschen Kliniken Aufnahme suchen, in die tschechischen Krankenhäuser. Außerdem will man die Arbeit in den deut­schen Instituten durch Sperrung der Gehälter für Arzte und Krankenschwestern unterbinden.

Nach den ersten Überprüfungen haben die Tschechen, wie die „Zeit" meldet, aus dem Landesmuseum in Tropoau wertvolle Stücke entwendet. 2m gan- . zen wurden 26 große Kisten mit Kunstgegenständen und acht Kisten mit Urkunden und Dokumenten entführt. Es schien prachtvolle illyrische Bronzen, ein großer Wollgobelin aus

dauer wird entweder auf 6 volle oder auf 5% Tage verteilt. Grundsätzlich kann jeder Arbeitgeber über 50 Arbeits­stunden verfügen, wenn er eine dahingehende Mit­teilung dem Arbeitsministerium zugehen läßt. Eine aus­drückliche GenehmiMNg hierfür ist nicht notwendig. Die Notverordnungen enthalten auch verschiedene Bestimmungen auf sozialem Gebiet über bezahlten Urlaub usw. und ein« Regelung der Familienzulage mit dem Ziel, die Ge­burtenziffer zu heben. In einer weiteren Verord­nung werden verschieden« Steuer- und Tarif­erhöhungen bekanntgegchen, wobei jedoch neugeHründete Unternehmungen geschont und gefördert werden sollen. U. a. wird die Lohnsteuer erhöht, ebenso die indirekten Steuern auf Kaffee, Benzin, Zucker, Tabak und Wein.

In einer ErkläruW, die der französische Finanzminister R e y n a u d vor den Vertretern der Auslandspresse abgab, heißt es, datz der französische Franken an das Pfund angeschlossen bleibe. Der FinanMinister hielt am Samstagabend eine Rundfuntansprache, in der er die Notverordnungen im einzelnen begründete. Es sei un­möglich, eine acht Jahre dauernde Kris« in acht Tagen zu be- seitrgen. Dafür sti ein Dreijahresplan vorgesehen.

Die Verordnung zur Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben die der Beauftragte für den Vierjahresplwn, Generalfeldmarschall Göring, erlasten hat, lautet:

Auf Grund der Verordnung zur Durchführung des Vier­jahres planes vom 18. Oktober 1936 (RGBl. I Serie 887) wird folgendes verordnet:

8 1. Juden (8 5 der Ersten Verordnung zum Reichs- bürgergesetz vom 14. November 1935 (RGBl. I Seite 1333) ist vom 1. Januar 1939 ab der Betrieb von Ernzel- Handelsverkaufsstellen, Versandgeschasten oder Bestellkontoren sowie der selbständige Betrieb eines Handwerks untersagt.

Ferner ist ihnen mit Wirkung vom gleichen Tage ver­boten auf M ä r k t e n aller Art, Westen oder Ausstellungen Waren oder gewerbliche Leistungen anzubieten, dafür zu werben oder Bestellungen darauf anzunehmen.

Jüdische Gewerbebetriebe (Dritte Verordnung zum Reichsbiirgeraesetz vom 14. Ium 1938 — RGBl. I Seite 627), die entgegen diesem Verbot geführt werden, sind poli­zeilich zu schließen.

§ 2 Ein Jude kann vom 1. Januar 1939 ab nicht mehr Betriebsführer im Sinne des Gchetzes zur Ord­nung der nationalen Arbeit vom 20. Januar 1934 (RGBl. I Seite 45) sein.

Ist ein Jude als leitender Angestellter m einem Wirtschaftsunternehmen tätig, so kann, ihm mit einer Frist von sechs Wochen gekündigt werden. Mit Ablauf der Kündigungsfrist erlöchen alle Ansprüche des Dienstverpflichteten aus dem gekündigten Vertrag«, insbe­sondere auch Ansprüche auf Dersorgungsbezuge und und Ab­findungen.

§ 3. Ein Jude kann nicht Mita nos'senschaft sein. Jüdische Mitgli

Spitze zu einer Tagung zusammen, in deren Mittelpunkt nach einem Referat des Leiters der Kommistion für Wirtschafts­politik Bernhard Köhler eine Rede des Reichsorganrsations- leiters der NSDAP. Dr. Ley stand.

Maßnahmen, zur Hebung d der Finanzen veröffentlicht, um eine Ausweitung der Bestimmungen über die 40-Stunden-Arbeitswoche. Die Arbeits­

deutsche Delegation unter Führung von Staatsserretar von Weizsäcker, der deutsche Botschafter, der Landes- gruppenleiter der NSDAP., die Vertreter des franzvsischen Staatspräsidenten und Ministerpräsidenten, Außenminister Bonnet, verschiedene andere Kabiettsmitglieder und Ver­treter des Parlaments. Außerdem war das Diplomatische Korps unter Führung seines Doyens sehr zahlreich vertreten. Frankreich und die Welt nehmen, wie die Trauerfeier zeigte, an dem schweren Verlust, der Deutschland traf, herzlichen Anteil. Staatssekretär von Weizsäcker gedachte des Toten und legte im Namen des Führers einen Kram nieder. Ebenso Botschafter Graf Welczeck int Auftrag des Reichsaußen- mi nisters. c

Staatssekretär von Weizsäcker hat dem französischen Außenminister persönlich seinen Dank für die Haltung der französischen Behörden anläßlich des Attentats in der deutschen Botschaft ausgedrückt.

dem 16. Jahrhundert, eines der wertvollsten Stucke des Museums. Eine kleine Bozener Madonna, eine wundervolle spätgotische Arbeit aus dem 15. Jahrhundert ist ebenfalls ver­schwunden. Wertvolle Gold - und Silbers ch m t ed e- arbeiten, Bilder und Plastiken, gingen den gleichen Weg. Die Zinnsammlung war von den Tschechen bereits zum Ab­transport verpackt worden, wurde aber aus unbekannten Gründen zurückgelassen. .

Am 4. Dezember finden im sudetendeutschen Gebiet die Ergänzungswahlen zum Eroßdeutschen Reichstage statt. Auch den im Ausland lebenden wahlberechtigten Sudeten­deutschen wird Gelegenheit geboten, an der Wahl teltzu- nehmen. Die Auslandsorganisation trifft die erforderlichen Maßncchmen. . v

Auf Anregung des Gauleiters Konrad Henlein hat Dr. G o e b b e l s bestimmt, daß für den Sudetengau ein be« sonderer Sender gebaut wird. Vorläufig wird der Gau durch einen Behelfssender von Karlsbad und durch den Sender Mährifch-Ostrau, der den Namen Troppau fuhrt, cm das deutsche Sendenetz angeschlossen.

Gestern erlebte der Gau Sudetenland den ersten Ein­topf sonn tag. Er wurde mit einer Begeisterung und Opferfreudigkeit ohnegleichen durchgeführt und war für die Bevölkerung des befreiten Landes ein wahrhafter Feiertag.

Über den Führerbefuch in Italien vom Mai d 2 ist soeben im römischen Verlag Pinciana von dem be- kännten Schriftsteller Professor. Dr. Orano, einem alten Mitkämpfer des Duce, ein großes illustriertes Werk erschienen, das jenen denkwürdigen Besuch in allen Einzelheiten festhält. Bedeutende deutsche unt> italienische Persönlichkeiten haben Beiträge zu dem Werk, das i n deutscher und italienischer Sprache erschienen ist, geliefert. Ein Exemplar des Werkes wurde gleichzeitig dem Duce und dem Führer überreicht.

Berlin, 12. Nov. Dr. Goebbels hat in seiner Eigen­schaft als Präsident bei Reichskulturkammer mit sofortiger Wirkung allen Theaterleitern, Konzert- und Dortragsoeranstaltevn, Filmtheateruntern-shmern, artistischen Unternehmern, Veranstaltern von Tanzvorführungen und Veranstaltern öffentlicher Ausstellungen kultureller Art untersagt, jüdischen Personen den Besuch ihrer Unternehmen - ziehen für die Veranstalter und

<ere Strafen nach sich. In seiner inister Dr. Goebbels darauf, daß at den Juden seit nunmehr schon

wt. Am Donnerstag, den 17. November, findet in Düsseldorf das Staatsbegräbnis für Eesandtschaftsrat Ernst vom Rath statt. Der Sarg mit den sterblichen Über­resten des Toten trifft am Mittwochfrüh in einem französischen Sonderzug tn Aachen ein, wo er von einem deutschen Sonderzug übernommen wird. Auf allen Bahnhöfen, die der Zug in "langsamer Fahrt passiert, werden die Angehörigen der Gliederungen und die Bevölkerung dem für Deutschland Eesallenen ihren letzten Gruß entbieten. In Düsseldorf wird der Tote in der Rheinhalle aufge­bahrt. Für Donnerstagmittag 12 Uhr ist die offizielle Trauerfeier angesetzt, anschließend wird die Leiche auf dem Nordfriedhof in der Familiengruft beigesetzt.

Am vergangenen Samstag wurde in der deutschen Kirche in Paris eine Trauerfeier für den Ermordeten abge­halten. Die Eltern des Verstorbenen nahmen daran teil, eine

nos'senschaft fein. Jüdische Mitglieder von Genosien- schasten scheiden zum 31. Dezember 1938 aus. Eine besondere Kündigung ist nicht erforderlich.

8 4. Die zuständigen Reichsminwster werden ermächtigt, die zu dieser Verordnung erforderlichen Durchführungsbestim­mungen zu erlassen. Sie können Ausnahmen zulassen, soweit diese infolge der llberführuna eines jüdischen Eewerbe- betvtebes in nichtjüdischen Besitz, zur Liquidation jüdischer Gewerbebetriebe oder in besonderen Fällen zur Sicherstellung des Bedarfes erforderlich sind.

Die französische P r o d u k t i on sei im Vergleich zu anderen Ländern außerordentlich stark gesunken. Frankreich stehe an letzter Stelle. Es produziere 25 Prozent von dem, was Deutfchland schaffe. Frankreich lebe vom Kapital und seinen Reserven. Ein Land, das 25 Milliarden für Rüstungen benötige, könne sich leider nicht den Luxus großer Arbeiten erlauben. Mit der Politik der Aus­gabekürzungen müsie Hand in Hand eine Einnahmensteige- runq gehen. Die Erzeugung müsse unbedingt um 30 bis 40 Prozent erhöht werden. Der Einschal­tung aller Arbeitslosen sei nur eine siebenprozentige Leistungssteigerung zu erreichen. Folglich müsie die Arbeits­zeit verlängert werden.

Auf einem Bankett zu Ehren der in Paris versammelten Frontkämpserabordnungen sprachen Lebrun und Da lä­dier, di« beide an das patriotische Gefühl der Franzosen appellierten. Die Stunde, so sagte Daladier, sei gekommen, zwischen der langsamen Dekadenz des Landes oder der Wiedergeburt durch die Tugend der An­strengung zu wählen.

Die Aufnahme der Notverordnungen in der franzö­sischen Presse ist uneinheitlich. Die marxistischen Zei­tungen aller Schattierungen lehnen den Reynaud-Plan ein­heitlich ab. Aber auch in den übrigen Blättern kommt keine rein« Freud« zum Ausdruck. Der „Excelsior" erklärt, die Stunde der großen Buße lei angebrochen. Der „Petit Parisien" ' nennt die Notverordnungen «inen tragischen A k t des Stute s, den der Finanzminifter vollzögen hab«, um der Nation einen Sturz in den Abgrund zu ersparen.

leistung der Juden deutscher Staatsangehörigkeit hat folgen­den Wortlaut:

Die feindliche Haltung des Judentums gegenüber Volk und Reich, di« auch vor feigen Mordtaten nicht zuvückschreckt, erfordert entschiedene Abwehr und harte Sühne. Ich bestimme daher auf Grund der Verordnung zur Durchführung des Vierjahrssplanes vorn 18. Oktober 1936 (RGBl. I Seite 887) das folgende:

§ 1. Den Juden deutscher Staatsangehörigkeit in ihrer Gesamtheit wird die Zahlung einer Kontribution vonl 000 000 000RM. an das Deutsche Reich aufsrlegt.

8 2. Die Durchführungsbestimmungen erläßt der Reichs- mi nister der Finanzen im Benehmen mit den beteiligten Reichsministern.

Wiederherstellung des Strahenbildes.

Di« vom Beauftragten für den Vierjahresplan, Gene r al - fsldmarfchall Göring, erlassene Verordnung zur Wieder­herstellung des Straßenbildes bei jüdischen Ge­werbebetrieben hat folgenden Wortlaut:

Auf Grund der Verordnung zur Durchführung des Vi«r- jahresplanes vom 18. Oktober 1936 (RGBl. I Seite 887) ver­ordne ich fol gendes: , .,

8 1 Alle Schäden, welche durch die Empörung desVolkes über die Hetze des internationalen Judentums gegen das nationalsozialistische Deutschland am 8., 9. und 10 November 1938 an jüdischen Gewerbebetrieben und Woh­nungen entstanden sind, sind von den jüdischen Inhabern oder jüdischen Gewerbetreibenden sofort zu beseitigen.

8 2. Die Kosten der Wiederherstellung trägt der Inhaber der betroffenen jüdischen Ge­werbebetriebe und Wohnungen.

Versicherungsansprüche von Juden deutscher- Staatsangehörigkeit werden zugunsten des Reiches' beschlagnahmt.

§ 3. Der Reichswirtschaftsministsr wird ermächtigt, im Benehmen mit den beteiligten Reichsministern Durch­führungsbestimmungen zu erlasien.

Ausschaltung aus dem deutschen Wirtschaftsleben.

In Beantwortung der Vorstellungen, die von englischer, amerikanischer und französischer Seite wegen der Schlie- ßung der Jangtse-Schiffahrt erhoben worden waren, richtete die japanische Regierung am heutigen Montag gleich­lautende Noten an die Regierungen in London, Washington und Paris. Die japanische Regierung stellt feit, daß Japan nicht beabsichtige, den Handel und die Schiffahrt auf dem Jangtse zu unterbinden. Im Augenblick könne jedoch die Jangtse-Schiffahrt aus militärischen Gründen nicht freigegeben werden.