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Verlag Langgasse 21

kch„„, » „ „Tagbl-tt-Haus".

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„Tagblatt-HauS" Nr. 8850-53.

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^ *£' yi™g' , n %Z' ll m2ubSmina^ Berliner Redaktion des Wiesbadener Tagblatts: Berlin-WilmcrSdorf. Günhelstr. 66. Fernspr.: Amt Uhland 450 u. 451. Ugenimd N-n ichrd'W

^Stag. 11. Kuguft 1914.

klbend-Kusgabe.

Nr. 370. ♦ 62. Jahrgang.

klne französische Niederlage im Gberelsatz!

französischer Arrorifs in Oberelsas; adgeschla«;e».

ltzrvße Verluste der Franzosen!

*■ T.-b.

°Is

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ott

Berlin, lö. August. Der von in dad Oberelsas; vrr.edrnngene anscheinend das 7. französische Armee-

'ti|i eine =*• Eifert,

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Zttfanteriedivision der B satzuug ist heute von unseren Truppen jj.^'Uer verstärkte, Stellung westlich von "sen in südlicher R-chtung znrnckgc- jtz . worden. Die Berlnt-c unserer Truppet» "'cht erheblich, die der Franzosen gros;.

^^geistortc Aufnahme der Siegesnachricht in Berlin. J6 e 'j Berlin, 11. Aug. Unbeschreiblicher heute abend die Straßen Berlins, als durch I 1 » ü '. r der Zeitungen und radfahrcndc Schutzleute der n» ^,'erer Truppen im Obcrelsah gegen die Fran­kl Awurde. Die Nachricht von der Zurückweisung 'istx "^^kkorps von Mülhausen wurde beinahe noch be- Vjjfte ^ aufgenomiilen als die über die Einnahme von A Nachdem die Meldung beim Gcncralstaü eilige^ i te" ' lllto der G c n e r alst a b s ch es ?!t>.^ undete dort die frohe Botschaft. Wenige Minuten

zum Schlosse

üli^Nie ^ . .

i'ii c f fi ziere im Lu st garten und Unter den :, ! %cr,. Cl ‘ tünbc,t Alsbald stand ganz Berlin in Heller u»g. Der Zurall wollte es, daß Unter den Linden V °'n

i.

Neg i m e n t vorbei gezogen kam. Die visiert in die von den Soldaten gesungene

in

S i n , bin. Bis in die späte Nacht hinein stand Nt,., 11 Straßen Berlins unter dem Zeichen der ^ «nd Freude.

Menge Wachr das

Bc-

die

schneidige Einnahme Lüttichs ist eine oot.,1 ^ nzösische Niederlage im Ober- Wir haben sie mit b l u t i g e n Köpfen

°l^?lgt.

» ch i ck t, lind wenn sie sich wieder aus deni herauswagen, — wird's ihnen iVm mmcr ergehen. Was das mit dem un ,V„®we5e über " “

^>t sich hatte,

itz s^don Belsort Itmmer er,

die Vorgänge an der elsässischen ^ ÜK > na, yarre, erweist sich jetzt. Allmählich bc- klareres Bild der wirklichen

«stellen. Ü>3 stimmt k'sühl

Vorgänge

Wir können in Ruhe abwarten, was Die nächsten Tage werden das zeigen, d «Ti glückstrahlender Erlöstheit von einem Hg - tagelang empfundenen Banne der äußersten '^lh, ^ 8 wird sich, wie nach der Einnahme von

-Zuerst recht in diesen Stunden durch das ^'üch fortpflanzen, immer voll neuem ein !?kr,^^ud. Gewiß haben die glänzendenWaffentaten ^x^pfer gefordert, aber sie sind für ei n e große Uh$ ?argebracht worden. Die zurückgeschlagcne,

V «"vartete französische Offensive im Ober-

v'liit t„ öen Gang der Hauptoperationen nicht stören. VSen wsevhörter Schnelligkeit irrt ersten Ansturm \ eNpsts. Passage durch das M a a s t a I ntutz ihre itz ^ st r a t e g i s ch e Wichtigkeit auch

V «öd! ,?chwannischen Beurteiler sofort eindringlich % Win bringen. Was noch fehlt, um den Weg Cm O?sch frcizumachen, das wird ganz gewiß ' ^Hp^Uhehen. Gleichwertig dem strategischen Ge-

h!>^der der moralische Erfolg da. Unsere " schneller, als sie gedacht haben mögen, " ! ch bekommen, was deutscher Zorn,

' u Kraft, deutsche Hiebe zu bedeuten !ei>sI^r Volk freilich bedurfte nicht einer Stär- »ej n l Vertrauens, denn das ist felsenfest

fij^em Ernst

der

.,} e üw>, ein e Nation mit

Stimmung, reinen

fröhlich, wie Händen und . ..... . . man auch

't m kann, daß die Sonne ausgehen .4 n zerstreuen wird, so begrüßen wir das k, „s^gchtende Gestirn doch mit jubeln d e m nicht von einer. Sorge entlastet — denn

i et w issen geziemt; aber wenn

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,,, Ih , -en h § u i cht —, aber voll frohen Stolzes über Ruhmestaten deutscher Tapferkeit, doch -ta*-.-. entfernt von der Ruhmredigkeit, der 'Reit, mit der neulich der französische Prä- .schlechte Sache zu begründen versucht hat. ’7*r u^hmen das Schwert nur zur Hand, j r Mchterdings nicht mehr anders geht. Aber ^ n wir es zu führen, dann überkommt lihj, 5.5 tt e Reckengeist unserer Vorfahren, wie umgeiwandelt und wissen nicht nux

Kr

Haus und Herd mannhaft zu verteidigen, sondern auch zum besten Teil der Verteidigung überzngehen, zum schneidigen Angriff. Noch nie ward Deutsch­land überwunden, wenn es einig war — dieses Wort des kaiserlichen Erlasses rnöge uns auch weiterhin als L e i t st e r n dienen. Wir sind einig, rmd wir werden der Feinde ringsum Herr werden.

Die prehabteilung des Großen Generalstabs zu den bisherigen Erfolgen.

W. T.-B. Berlin, 10. Aug. Wie Major Nicolai, .der Lei­ter der P r e j s e a b t e i l u n g des Großen Generalstabes, in einer Besprechung mit Vertrclerin der Presse heute nochmals betonte, kann der Generalstab dem Heißhunger des Vol­kes nach neuen, möglichst ausführlichen Mitteilungen über die Vorgänge auf dem Kriegsschauplätze einstweilen aus zwingen­den militärischen Gründen noch keine Rechnung tragen. Auch nnsore Befehlshalber geben ihre Melkdungen erst, wenn alles in vollkommener Ordnung ist. Sie stellen erst fest, was ge­schehen ist, dann wird die Meldung erlstattet, und die Meldung wird in allen Fällen echt sein.

Die Konkurrenz mit den Lügenfavriken des Auslandes nimmt unsere Heeresleitung nicht auf.

Sie wird die Welt überzeugen, daß auf unserer Seite die Wahrheit ist, daß wir weder Lügennachrichten verbrei­ten, noch auch nur Schönfärberei treiben. Diese Erkenntnis wird sich schließlich durchsetzen. Das französische lIhrenkreuz sür Lüttich, das man schon bereit hielt, und die Ehrenpforten für die Franzosen, die angeblich im Elsaß gebaut werden, mir solchen Mätzchen wollen wir uns nicht lbefassen. Ausländische Nachrichten, woher sie auch iinmer kommen mögen, dürfen solange als falsch zurückgewiesen werden, als sie nicht von der deutschen Hceresleituntz als richtig «bestätigt sind. Wir werden hoffentlich schon in kurzer Zeit beweisen können, wie biel vom Auslande «bisher gagen die Wahrheit gesündigt wurde. Man machte sogar den Versuch, ein Armeekommando durch ein ge­fälschtes Telegramm an die angebliche Landung eines eng­lischen Expeditionskorips glauben zu machen. Als Absender dieses Telegnamms war ein Oberpräsidium bezeichnet. Daß die beabsichtigte Irreführung sofort erkannt wurde, ist dem Zufall zu verdanken, über Lüttich und die Kämpfe, welche die Eroberung dieser Festung herbeiführten, ist man in Ber­lin noch nicht völlig unterrichtet. Hätte der Feind erfahren, wie schwach die Kräfte waren, die die Festung rm Sturm nahmen, hätte er !voh«l gewußt, was er zu tun hatte. Jetzt halben wir Lüttich fest in unserer Hand. Was halben wir bisher erreicht? Der gefürchtete r uf f i f di e Kavallerieeinfall zerschellte an unserer Gronzschutztruppe. Sogar die Landwehr reichte in einzelnen Fällen aus, um die Eindringlinge zurückzuweism. Wo sind die Zerstörungen wichtiger Bauanlagen gäblie. tat? N i ch t s ist passiert, nichts hat den mit maschinen­mäßiger Genauigkeit fortschreitendan Aufmarsch unserer Truppen auch nur im geringen aufhalten oder verwirren können. Wie es damit «bei dem Feinde «aussieht, darüber ließe sich vielleicht manches sagen. Aber es ist unnötig. Genug!

Bei uns klappt alles wunderbar, und damit können wir zufrieden sein.

Dann ist die erste V e r I n st l i st e erschienen. Man findet sie vielleicht schon ziemlich erheblich. Aber was eÄauften wir damit? Den Schutz unserer preußischen Pro- bin ß r e ™ ® cnn die Russen ins Land gekommen wären, wioviel Vorlnste an Gut und Blut «hätten wir da gehabt! Und Lüttich? Mit den Verlusten, die der «Sturm kostete, haben wir einen militärischen Erfolg errungen, dessen Bedeutung noch gar nicht abzuschätzen ist. Wäre eine Belagerung not- kommen^^o teir to “ r ' Cn nicht so leichten Kaufes davonge-

Der amtliche Bericht über den Fall Lüttichs.

,,, 5;'?: Berlin' 10. Aug. In einer Depesche des

n r V c / m ersters heißt es: Franzö- L"ben unser Volk beunruhigt.

A0000 Deut sch c vor Lüttich gefallen und der platz überhaupt noch nicht in unseren Händen sein. Durch dre theatralr,chc Verleihung des Kreuzes der Ehrenlegron an die Stadt Lüttich sollten diese Angaben bekräftigt werden. Unser Volk kann über­zeugt teut, daß wir weder Mißerfolge v er- t ch w e t f! e n tt o dj @ r f o I g c aufbauschen wer-

°rr r l !'5 rbc l l Wahrheit sagen und haben da„> volle Vertrauen, daß unser Volk uns mehr

£'<* " " *;** r-^ein Feinde, der seine Lage vor der ,Welt luoglidist günstig hinstellen möchte. Wir mutten aber mit unseren Nachrichten znrückhalten, tolange sie unteren Plan der Welt verraten können.

Jetzt kvnncn wir v h n c N a ch t e i l ü b c r L ü t t i ch berichten. Em redcr wird sich selbst ein Urteil bilden

können über die von den Franzosen in die Welt gc- schriencil 20 000 Mann Verluste. Wir hatten vor vier Tagen vor Lüttich überhaupt nur schwache Kräfte. Denn ein so kühnes Unternehmen kann man nra,t durch Ansammlung überflüssiger Truppcnmassen verraten. Daß wir trotzdem den gewünschten Zweck erreichten, lag in der guten Vorbereitung und in der Tapferkeit unserer Truppen, der energische n Führung^und dem Beistände Gottes. Der M u t des Feindes wurde gebrochen, seine Truppen schlugen sich s cki I c ch t. Die Schwierigkeit für uns lag in dem überaus ungünstigen Berg- und Waldgeländc nnd in der heimtückischen Teilnahme der ganzen Bevölkerung, selbst der rk rauen an dem Kampfe. Aus dem Hinterhalte und den Ortschaften, aus den Wäldern feuerten sie auf unsere Truppen, auf die Arzte, welche die Wer- wiindelcn behandelten, und die Verwundeten selber. Es find schwere und erbitterte Kümpfe gewesen. Ganze Ortschaften mußten zer­stört werde n, um den Widerstand zu brechen, bis unsere Truppen durch Forts gürtcl gedrungen waren nnd in dem Besitz der Stadt sich befanden. Es ist richtig, daß ein Teil der Forts sich noch vielt, aber sie feuerten nicht me l, r. Seine Maicstät wollte keinen Tropfen Blutes durch Erstürmung der Forts unnütz vcrschwcndcil. Sic hinderten nicht mehr an der Durchführung der Absichten. Man konnte das Hcran- kommen der s Ä w e r c n Artillerie abwarten und die Forts in Ruhe nacheinander z n s a m m e n- schieße«, ohne nur eittcn Mann zu opfern, über dieses durfte eine gewissenhafte Heeresleitung nicht ein Wort veröffentlichen, bis sie starke Kräfte auf Lüttich nachgczogen hatte nnd auch kein Teufel es uns mehr entreißen konnte. In dieser Lage befinden wir uns jetzt. Die Belgier haben bei der Bchanp- r n n g der F c st n n g mehr Truppen gehabt, wie sich jetzt übersehen läßt, als von unserer Seite zum Sturm an traten. Jeder Kundige kann^ daraus, die Größe der Leistung ermessen, sic steht einzig da. Sollte unser Volk wieder einmal n n g e d u l d i g auf Nachrichten warten, so bitte sch, sich an Lüttich zu erinnern. Das Volk hat sicki einmütig um seinen Kaiser zur Abwehr der zahlreichen Feinde geschart, so daß die Heeresleitung annehmen darf, es werde von ihr keine Berösscntlichnng verlangt werden, die ihre Absichten vorzeitig dem Feinde kundtnn und dadurch die Durchführung der schweren Aufgabe vereiteln kann.

Der Grneralgnarticrmeister

gez. v. Stein.

Französische Auszeichnung Lüttichs! — Verschweigen der Niederlage in Brüssel.

Am Freitagabend wußte man bekanntlich in Deutsch­land schon, daß die Festung L ü t t i ch g e f a l l e n fei. Und am selben Freitag drahtete der Präsident der französischen Republik noch an den König der Belgier folgendes:

Paris, Freitag, 4.4 N. Ich freue mich, Eurer Majestät mitteilen zu können, daß die Regierung der Republik soeben die tapfere Stadt Lüttich mit dem Kreuz der Ehrenlegion ausgezeich­net hat. Die Regierung wünscht die mutigen Ver­teidiger des Platzes nnd die gesamte belgische Armee zu ehren, mit der verbündet die französische Armee seit heute früh auf dem Schlachtfeld ihr Blut der- gießt."

Am fcX«5ert Freitag hat König Albert eine P r o k l a ui a t i o n erlassen, die in begeisterten Wor­ten «den belgischen Kriegern dankt und die zu neuen Daten aufrnft und in der der König sagt:

„Alle Angriffe sind abgeschlagen wor­den. , Keines unserer Forts ist gefallen. Die Festung Lüttich befindet sich noch in unserer Hand."

Der ZauatrZmus der Velgier.

Die mutige Hilfsbereitschaft unserer Jngendwehr. — Ausgezeichnete Organisation des dentschcn Vcrwundctcn- Transports.

A Düsseldorf, 11. Auy. (Eig. Drahkbericht) Der „Düsseldorfer Generalanzeiger" erhält von einem Deut­schen, der am Donnerstag an der belgischen Grenze und nahe des Schlackjtseldes von Lüttich weilte, einen Bericht, in dem es n. n. heißt: Alle deutschen Truppen, die uns begegneten, erzählten von der fanatischen Wut der Belgier, die selbst ans Verwundeten-Transporte