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Wiesbadener Tagblatt

Donnerstag, 27. Oktober 1938.

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Flecke in Samt lassen.sich sehr schlecht.entfernem Man tut gut, diese Kleidungsstücke etnet Reinigungsanstalt zu übergeben, als sich erst mit Hausmitteln zu versuchen. In solchem Falle ist die wirklich fachmännische Behandlung stets die vreiswertesie, weil man die Gewißheit besitzt, die Klei­dungsstücke in gutem Zustande zurückzuerhalten.

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indem man die Rückseite befeuchtet und diese dann über ein Bügeleisen zieht.

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Wanzen nisten sich gewöhnlich durch Unsauberkeit „im Zimmer ein. und es ist schwer, diese unwillkommenen. Gälte wieder zu entfernen. Am besten überträgt die vorsichtige Hausfrau diese Arbeit einem Kammerjäger, der das Zimmer hett. Will die Hausfrau aber selbst erst _____..... ___..ngeziefer zu vertreiben, soll sie einige Schalen mit Salmiakgeist im Zimmer aufstellen. Das Zim­mer mutz während einiger Tage dicht verschlossen bleiben —

Samstag, mittags: Kartoffelfuvve, Apfelmus. — Abends: Bratkartoffeln. Wurst, Brot.

Sonntag, mittags: Sauerbraten. Kartoffeln. Bohnen. — Abends: Tomatensalat. Brot, Quark. Tee.

Montag, mittags: Gefüllter Kohlkopf. — Abends: Brot, Wurst. Käse.

Dienstag, mittags: Gebratene Heringe, Kattoffelfalat. — Abends: Brot mit Rettich und Quark.

Mittwoch, mittags: Würstchen mit Sauerkohl. Kartoffeln. — Abends: Bratkartoffeln, Hering tn Mayonnaise.

Donnerstag, mittags: Bratklops. Karottengemüse. — Abends: Brot. Schabefleisch. Käse. Bier.

Freitag, mittags: Fischfilet mit Kartoffelsalat. — Abends: Brot mit Streichwurst und Käse. Tee.

Samstag, mittags: Kartoffelpuffer mit Apfelmus. — Abends: Brot. Kräuterkäse. Wurst.

Sonntag, mittags: Schmorbraten, Salzkartosfeln. Sellerie­salat. — Abends: Belegte Brote. Bier.

Montag, mittags: Rindergulasch. Salzkattoffeln. — Abends: Bratkartoffeln mit Rollmops.

Dienstag, mittags: Pellkartoffeln mit Senftunke. Mattes- Hering. — Abends: Wurstbrote. Tee.

Mittwoch, mittags: Hackbraten, Salzkartoffeln, Gurke. — Abends: Bratkartoffeln. Bücking. Brot.

Donnerstag, mittags: Pichelfteinerfleisch. Kartoffeln. — Abends: Belegte Brote, Bier.

Heute gibt es Fisch bei uns!

Ist es eigentlich erforderlich, dah wir. die Mittagsmahl­zeit bereits draußen vor der Korridortür riechen? mto verbreitet nun einmal einen starken Geruch. Aus diesem Grunde empfehlen wir der Hausfrau, den Fisch vor dem Kochen oder Braten mit etwas Zitrone zu beträufeln. Richt allein, dah der Geruch sich dadurch vermindert — der Fisch gewinnt dabei nur noch an Geschmack.

Türen und Fenster müssen fest verstopft sein, damit keine Luft eindringen kann. Die Wanzen gehen aut diese Werse zu­grunde. — Wenn sich dieses Ungeziefer m Holzbcttckellen ein- genistet hat. streicht man die Fugen wiederholt mit Tischler-

Etwas vom Schimmel an Lebensmitteln.

Da ist zunächst einmal das Gelee. Es kommt ttotz gröh- ter Sorgfalt der Hausfrau vor. dah das eine oder andere Glas nicht luftdicht verschlossen ist. Selbstverständlich bildet sich dann im Laufe der Zeit eine Schimmelschicht auf dem Gelee. Was tut man dagegen? Man entfernt vor allem den Schimmel recht behutsam, dann streut man eine dicke Schicht Zucker auf die obere Fläche des Gelees. Damit ist das Gelee noch einmal vor dem Verderb gerettet. Es ist ratsam, dah es bald verbraucht wird, damit ssch nicht wieder eine Schimmelschicht bildet.

Wurst und Schinken bestreicht man am sichersten mit einer Schicht dünnen Breies aus Kochsalz und Wasser. Es bildet ssch eine Salzkruste, die das Schimmeln verhindert. Eine etwa schon vorhandene Schimmelschicht wird damit ebenfalls zum Verschwinden gebracht.

Behandlung der Türen.

Die Hausfrau bat mit Vorliebe weihe Türen in ihrer Wohnung. Die Räume gewinnen dadurch einen treundltcher- ren Charakter. Gewiß, weihe Türen sind sehr schon, aber ite sind auch sehr empfindlich und bedürfen ganz besonderer Auf­merksamkeit. Wenn Kinder im Hause sind,, lagt man am sichersten unmittelbar in der Klinkennahe eine Schutz! cherbe anbringen. Diese läht sich schnell abreiben,, sse besteht ent­weder aus Glas oder irgend einer hauchdünnen, leicht.zu reinigenden Masse, welche von Fachleuten angebracht wird — und auherdem wird die Angriffsfläche geschont. Durch vieles Reiben und Putzen würde nämlich gar bald die ttarBe heruntergescheuert sein und das blanke Holz zum Vorschein kommen. Die unteren Türkanten, die durch das Eegen- stohen mit dem Schuhwerk leicht angeschmutzt werden, sollten mit einer schützenden, leicht zu reinigenden Masse überzogen werden. Die Hyusfrau wird sich jedenfalls am besten mit einem Fachmann in Verbindung setzen, damit die Schutzvor­richtung an den Türen sachgemäh ausgeführt wird.

Bei dunklen Türen wird man zum Polieren entsprechende Polituren anwenden, welche in jedem Fachgeschäft erhältlich sind. Niemals aber mit Seife und Scheuerbürste arbeiten! Türen, deren Politur im Laufe der Zeit unansehnlich, krustig und rissig geworden ist. lasse man wieder auffr,scheu. Auch hier siebt der Fachmann zur Verfügung bereit.

Rostige Türbänder.

werden mit Petroleum abgerieben. Wenn sie.sehr rostig.sind, kann man sie mit schwarzem Eisenlack überstreichen. An vielen Türen findet man Messingklinken und Messingverzierungen. Diese werden mit einem Putzmittel gereinigt, das in, den Drogenbandlungen erhältlich ist. Zum Putzen und Polieren empfiehlt es sich, recht weiche Tücher zu benutzen. Diese müssen natürlich sauber sein. .

Gesenkte und schlechtschliehende Türen müssen.rn den Angeln gehoben werden. In einem Eisenwarengeschäft be­sorgt man sich dazu zwei kleine Eisenringe, die auf den Ängelkopf gelegt werden. Durch die Hebung schlicht die Tur wieder leicht.

Fensterbretter. Fensterrahmen gehören ebenfalls zur Wohnung — also müssen sse rein- gehalten und gepflegt werden. Es ist zweckmähig. Blumen­töpfe nur auf Untersetzern auf die Fensterbank zu setzen, weil die Blumentöpfe Ringe bilden auf der polierten Fläche. Dreie Ringe sind Hählich und sehr schlecht zu entfernen; durch zu Säuft8C5 Schrubben und Bürsten geht die Farbe bald e runter.

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Heute geben wir unserer Hausfrau wieder einmal eine bunte Schüssel praktischer Winke.

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wäre noch zu sagen, dah Falten aus dem Gesicht verschwin­den. wenn man das Gesicht täglich einmal möglichst nahe über eine Schüssel kochenden Wassers hält, damit der Wasser- damvf die Haut umgibt.

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Ehestandsdarlehen

Kamm und Bürste werden gereinigt.

Diese Gegenstände bedürfen des öfteren einer Reini­gung. Bürsten werden eine Stunde lang in laues Soda­wasser gelegt, so. dah das Holz trocken bleibt. Darauf wird die Bürste unter Wasser mit der Hand bearbeitet. Selbit- verständlich muh die Bürste vor der Wiederbenutzung voll­kommen trocken sein. . ,,

Zum Reinigen eines Kammes benutzt man eine alte Zahnbürste, die man in Salmiakwasser taucht. Damit wird der Kamm tüchtig ahgedürstet. Zum Schluh wird mit schwachem Sodawasser nachgespült.

Reinige« mit Benzin.

Es iss eine wohl jedem Menschen bekannte Tatsache, dah man Beim Reinigen mit Benzin äuherss vorsichtig sein muh. Es besteht nicht nur Feuersgefahr, sondern auch Blutver­giftungsgefahr, nämlich wenn man selbst die geringste Wunde an den Händen hat. Aus diesem Grunde sollte die Haus­frau nicht mit Benzin reinigen, wenn sie irgendwelche. Wun­den an »en Händen hat. — Es iss auherdem selbssverssandlich, dah Kleidungsstücke usw., welche mit Benzin gereinigt sind, vor dem Aufbügeln vollständig trocken sind. Das heihe Bügeleisen könnte unter Umständen eine Verbrennung ver­ursachen. — Die Güte des Benzins prüft man dadurch, dah man einige Tropfen auf weihes Papier sieht. Wenn das Benzin innerhalb weniger Minuten verdunstet, ohne blecke oder Ränder zu hinterlassen, iss es reine Qualität. Zeigen sich jedoch Ränder usw.. iss das Reinigungsmittel unrein und sollte nicht zur Entfernung von Flecken auf Kleidungs- und Wäschestücken verwendet werden.

Mittel gegen Blattläuse.

Die Hausfrau schmückt ihr Zimmer gern mit Blatt­pflanzen. Diese erfordern natürlich sachgemähe Pflege, da­mit sse gut gedeihen können. Tabakasche ist ein gutes Mittel gegen die oft unvermeidlichen Blattläuse. Man streut diese Asche auf die von den Läufen Befallenen Blätter.

Wanzen sind eine üble Angelegenheit.

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