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Seite 16. Nr. 229.

Wiesbadener Tagblatt

Freitag, 30. September 1938.

Der Weg zum Bolschewismus Von Dr. Alexander Andreevski

ganzen Wolgagebiet verbreiten. Er verspricht den Bauern Verteilung des Grund und Bodens sowie Vernichtung des ganzen Adels. Fürwahr es ist das Programm Lenins aus dem Jahre 1917 . . .

3. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

Sarutzki wird in Moskau gepfählt, der vierjährige Sohn Marinas wird vor einem Tor an den Füßen aufgebängt. Marina wird zu lebenslänglicher Kerkerhaft begnadigt und stirbt einige Monate später. Sind nun die letzten Überreste der furchtbaren Zwischenreichperiode liquidiert?

Keinesfalls! Denn waren vor der Zeit des ersten Romanowzaren Moskau und der Wellen Rußlands der Aus­gangspunkt der revolutionären ErschütterunLev, so hat sich nach dem Aufruhr Sarutzkis das Schwergewicht der um­stürzlerischen Umtriebe nach dem Ollen an die Wolga, den Don, den Jaik und das Kaspische Meer verlagert. Diese von Moskau weit entfernten Gegenden werden zu neuen Schau­plätzen blutigster Aufruhrbewegungen.

An der Wolga brodelt es nun beständig unter den zahl­reichen unzufriedenen Elementen. In diesem Milieu von Abenteurern und entlaufenen Sträflingen erscheint zunächst ein Mann, der von einem romantischen Schimmer umgeben ist und dem es nicht schwer fällt, verwegene Scharen um sich zu sammeln: Stenka Rasin.

Es brennt an der Wolga!

Stenka Rasin ist aus dem Dunkel ausgetaucht. Von seiner Kindheit und von seiner Jugend ist uns recht wenig be­kannt. Dann sehen wir ihn als gewöhnlicher, wenn auch außerordentlich unternehmungslustigen Bandensührer. 2m Jahre 1667 stellt sich Rasin an die Spitze von Freibeutern, baut sich eine Flotte und unternimmt Raubzüge am Asow- schen Meer.

Zwei Jahre später — man schreibt den 25. Aug. 1669 — sehen die Wächter des Turmes von Astrachan die Flotte Rasins nahen. Sie blasen Alarm. Aber siebe da: auf dem Schiffe des Atamans (Räuberhäuptlings) webt die weiße Flagge.

In der Tat, Rasin tritt in Verbandlungen mit den Be­hörden des Zaren. Zugleich organisiert er auf der Wolga ein Fest, wie man es in Astrachan noch nie gesehen hat. Eine Orgie von überwältigenden Ausmaßen dauert drei Wochen!

Rasin sitzt von einer Schar seiner Günstlinge umringt, prunkvoll gekleidet aus einem thronartigen Sessel auf seinem • Schiff. Eine schöne persische Prinzessin, seine Geliebte, liegt ihm zu Füßen. Plötzlich lallt der Ataman, dellen ver­schleierte Äugen nichts Gutes ahnen lallen.

„Schmiedet sie in goldene Ketten!"

Rasin fährt dann mit weinschwerer Zunge fort: „Mütterchen Wolga, viel Gold und Silber hall du mir ge­schenkt, ich bin dir viel schuldig. Nimm mein kostbarstes Ge­schenk!"

Auf ein Zeichen Rasins wird die Prinzessin von starken Männerfäusten gepackt und in den Fluß gestürzt. Mit goldenen Ketten tatsächlich schwer beladen ertrinkt sie auf der Stelle.

Noch zwei Jahre vergeben. Rasins Banden verwüsten das Wolgagebiet. Als eine Zahl von Bojaren in Rasins Hände fällt, sagt der Ataman seinen Opfern mit teuflischem Grinsen:

„Es gibt wenig Holz in dieser Gegend. Meine Leute frieren des nachts. Ich will euch als lebende Scheiter ver­brennen".

Henkersknechte stürzen sich auf die vor Schreck halb Ohn­mächtigen, felleln sie, begießen sie mit Teer und schieben die Bojaren als Scheite in die Öfen hinein. Als es keinen Platz mehr für das lebende Heizmaterial gibt, befiehlt Rasin. die übrigen Opfer bei lebendigem Leibe zu häuten! Aus ihrer Haut will der Ataman einen neuen Kaftan nähen lallen.

Als eines Nachts Rasin in seiner Hütte in der Stadt Kagalinsk erwacht, sieht er, daß die Hütte von zarentreuen Soldaten umzingelt ist. Irgend jemand, angelockt von der bohen Prämie, die auf den Kopf des Atamans ausgesetzt ist, hat ihn verraten. Rasin versucht sich zur Wehr zu setzen, wird aber überwältigt und gefellelt in Moskau eingeliesert.

Nach furchtbarer Folter — bei der Rasin keinen einzigen seiner Kumgane verraten bat — wird er am 6. Juni 1671 gehängt. , .

Der Rasin-Aufruhr ist aber immer noch nicht endgültig liquidiert. Astrachan bleibt ein Brandherd, in dem die Er­innerung an die Zeit des Sarutzki und Marina noch lebendig ist. Die Wolgastadt ist ein ausgesprochenes Rebellennest ge­worden, in der jeder Abenteurer, der rücksichtslos ist, Erfolg haben kann. Rach dem Tode Rasins haust dort sein „Statt­halter", ein gewisser Wasja Uß. Täglich veranstaltet er wüste Gelage und läßt ab und zu einen noch erreichbaren Bojaren foltern und hinrichten.

Beim Herannahen der Zarentruppen wird der Metro­polit, (der höchste Geistliche) gefoltert und vom Kirchturm - abgestürzt. Wasja Uß stirbt plötzlich an einer Blutvergiftung. Die Bevölkerung Astrachans übergibt sich den Zarentruppen auf Gnade und Ungnade. Damit ist der Rasinaufruhr rest­los unterdrückt.

Noch einmal — die Wolga in Flammen!

Nach der Liquidierung des Rasinaufstandes ist das Feuer trotzdem lange nicht ausgelöscht. Ein ganzes Jahr­hundert schwelt es unter der Asche. Bald, hier, bald dort bricht ein Aufstand los, bis die Flammen einer unbeschreib­lich blutigen Revolution wieder einmal hoch in den Himmel schießen. ~ .

Ende Oktober des Jahres 1773 erhalt der Kommandant der Jletzfellung im Ural durch Geheimkurier ein streng ver­trauliches Schreiben. Nachdem er es gelesen hat, befiehlt er alle Offiziere zu sich. Die Türen werden geschlossen und mit popelten Wachen besetzt. Der Kommandant beginnt mit be­sorgter Stimme seine Rede:

„Meine Herren Offiziere! Der Eeneralgouverneur des llralgebietes vermittelt mir eine äußerst wichtige Nachricht. Strengstes Stillschweigen über ihren Inhalt wird geboten. Ich werde Ihnen das Aktenstück vorlesen."

Der Kommandant liest weiter. „Hierdurch werden Sie benachrichtigt, daß der Donkosake Emelian Pugatichew die Unverfrorenheit bat, sich für den seligen Zaren Peter ni. auszugeben. Er bat dne Bande von Bösewichten um sich ver­sammelt. Aufruhr in vielen Dörfern entfacht, mehrere Festungen erstürmt, zahlreiche Güter geplündert und aller­lei Ereueltaten verübt. Sie haben sofort die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um einen liberfall des genannten Bösewichts und Usurpators abzuwehren."

Der Name Pugatschew klingt wie em Symbol. Er beitzt auf rullisch: Der Schreckeinjagende", .

Der alte, im Dienste der Zarin ergraute Omzler be­rät sich mit seinem Stab über die zu ergreifenden Man­nahmen. Freilich ist die Festung nichts anderes als ein elendes Dorf, das von einem Bretterzaun umgeben ist und der ganze Artillerievark besteht aus einer einzigen Kanone!

Bereits am nächsten Tag steht der Anführer mit seiner Bande vor der Festung. Ein Mann aus weißem Pferd, mit einem roten Kaftan bekleidet nähert sich dem Wall, den man in aller Eile in der Nacht aufgeschichtet hat. Es ist Pugat­schew in eigener Person. Mit lauter Stimme ruft er den Offizieren und Soldaten, die auf,dem Wall stehen zu:

„Schießt nicht, legt die Waffen nieder. Ich werde euch begnadigen".

Der Kommandant ruft voll Verzweiflung. „Hört nicht auf den Halunken! Feuer!" Eine Salve zerreißt die Luft.

Eine wilde Horde sprengt heran. An ihrer, Spitze Pugat­schew mit blankem Säbel. Im Augenblick ist die Festung überrannt. Die Soldaten werfen ihre Gewehre fort und fallen auf die Knie. Auch mehrere Offiziere gehen zu den Rebellen über. Nur der Kommandant kämvft trotz einer schweren Wunde wie ein Verzweifelter. Er wird überwältigt und ßefcffcli.

Eine halbe Stunde später sitzt Pugatschew in einem Sessel vor dem Hause des Kommandanten und „hält Gericht . Er iL'Söit feiltet Leibgarde umringt. Es sind Schrecken er­

regende Gestalten, Männer mit verstümmelten Nasenlöchern, blutigen Schrammen und tierischen Augen. Sie tragen phantastische Uniformen, Orden und Bänder der Zaren­armee, Kniehosen und zerlumpte Kaftans. Einer von den Trabanten Pugatschews muß eine Maske tragen. Sein Gesicht ist mit Narben bedeckt, die von einer Knutenstrafe herrühren, seine Nasenlöcher sind ausgerillen, aus der Stirn trägt er einen eingebrannten Sträflingsstemvel. Dieser Mann heißt Bjalodorow — man merke sich den Namen!

Die Offiziere, die Pugatschew — als Zaren! — nicht an­erkennen wollen, werden in der grauenvollsten Weise ge- foltern: Gepfählt, gevierteilt, zwischen Brettern bei lebendi­gem Leibe zersägt, gebraten und zerstückelt. Pugatschew aber trinkt die ganze Nacht, bis er bewußtlos zusammenbricht.

Am nächsten Morgen läßt Pugatschew, selbst ein voll­kommener Analphabet, von einem schriftkundigen Mann seiner Bande Flugblätter oerfassen»und sie durch Agenten im

Pugatschew marschiert weiter. Wer ist dieser Mann? Ein Vagabund, der aus dem Uralgebiet mit einem falschen Paß nach Polen geflüchtet war und dann heimlich nach Rußland zurückkehrte. Pugatschew verfügt in kürzester Zeit über mehrere Tausend Mann Infanterie und Kavallerie und Über zwanzig Geschütze. Sieben Festungen sind bald in seiner Hand und seine Streitkräfte wachsen von Stunde zu Stunde. Allmählich gehen alle eingeborenen Stämme des Urals zu Pugatschew über.

Das Eigentum der Gutsbesitzer und des Staates wird von den Banden Pugatschews erbarmungslos geplündert. Die Adligen und die Offiziere, die das Unglück haben in Pugatschews Hände zu fallen, werden — falls sie sich nicht ihm anschließen — unter den grauenvollsten Martern hin- gerichtet. Es ist ein rein bolschewistisches Vorgehen, wie es nach 150 Jahren verwirklicht sein wird, ausgefllhrt von einem Mann, der sich Zar nennt! Ein Gegensatz, der nur in Rußland möglich ist. (Fortsetzung folgt.)

WirischafisieiL

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Südwestdeutscher Marktbeobachter.

Die Verladungen von Kartoffeln sind zur Zeit sehr rege. Auch weiterhin werden Käufe für das WHW. getätigt, die den »beleben. Innerhalb des Rhein-Main-Eebietes hat die Kauf­enfalls an Umfang zugenommen.

• Die Lage am Brotgetreidemarkt ist wenig verändert. Die Mühlen sind reichlich versorgt und nehmen nur kleinste Mengen herein. Die llmfätze von Gerste zu Brauzwecken haben an Umfang zugenommen. Die Verarbeitungsindustrie kauft jedoch langsam und stellt an die Beschaffenheit große Ansprüche. Die Umsätze in Jndustriegerste sind klein. Futtergerste ist etwas reichlicher an­geboten, ebenso kommt jetzt auch Hafer heraus.

Die Versorgungslage in Futtermitteln ist verhältnis­mäßig günstig. Mühlennachprodukte wurden etwas reichlicher als sonst zugeteilt. In Biertrebern und Malzkeimen waren dre An­lieferungen reichlich. Weniger gefragt waren zuckerhaltige Futter­mittel. . , ,, ,

Während die Auftriebe am Schlachtviehmarkt an Groß­vieh etwas zurllckgegangen sind, ist ein Zugang von Schweinen zu verzeichnen. Die Auftriebe an Kälbern sind gleichblerbend. D,e Qualität bei Großvieh und Schweinen ist mittel bis gut, bei Kälbern mittel. Marktverlauf und Ladengeschäft waren weiterhin gleichbleibender Milcherzeugung hat sich der Trink­milchverbrauch etwas gemindert. Die Butter erzeugung ist, wenn auch nur geringfügig, zurückgegangen. Der Kaseumsatz ist immer noch langsam, Edamer und Limburger fehlen, und auch der Umsatz in Speisequark und Rahmkäfe läßt zu wünschen übrig. , Bei der Zuteilung von Frischeiern und der Here»n- kiahme von Ware aus den Nord- und Weststaaten hat sich in der Eierversorgung nur wenig geändert. '

Di- Zufuhren in einzelnen O b st a r t e n waren sehr reichlich^ Wenn auch hiesiges Obst etwas weniger vorhanden ist, so sind doch größere Mengen durch Importe zu verzeichnen Neben deMschen Äpfeln sind erhöhte Zufuhren an ingoslawischen Äpfeln am Markt, jedoch herrschten Äpfel aus der Ostmark vor. — Trauben waren ebenfalls sehr reichlich. Neben inländischen (aus Rheinhessen) sah man solche aus Jugoslawien und Italien. Pfirsiche gab es in erster Linie aus Italien, da die einheimische Ernte bis auf geringe Mengen aus dem rheinhesiifchen Gebiet zu Ende ist. — Gute Auf­nahme sanden auch bulgarische und jugoslawische Pflaumen. Birnen waren zum großen Teil aus einheimischer Ernte vorhanden, jedoch bandelt cs sich hierbei tn erster Linie um Wirtschaftsobst. Südfrüchte sind in gleichbleibender Menge vorhanden..

Die Anfuhren an Gemüse sind nach wie vor lmmer noch sehr reichlich. In besonders großen Mengen sind Rotkohl, Weiß- uild Wirsingkohl vorhanden, das gleiche gilt für Endivien- und Kopfsalat. An Karotten ist ebenfalls eine starke Anfuhr zu ver­zeichnen. — Die Anlieferungen von Tomaten reichen zur Deckung des Bedarfes aus. Etwas geringer sind die Zufuhren an Bohnen, jedoch konnte der Bedarf gedeckt werden.

Weinversteigerung.

Es ist Herbst geworden, und die Trauben reifen in den warmen, milden Septembertagen. In wenigen Wochen läuten die Glocken zum Weinhcrbst, und da gilt es Raum zu schaffen für d,e neue Ernte Die Staatliche Weinbaudomänc im Rheingau, die noch den größten Teil ihrer vorjährigen Weinernte in ihren Kellern eingelagert hat, ladet ein zu einer zweitägigen Weinver­steigerung in Kloster Eberbach. Nicht nur die große Zahl der ausgebotenen Weine aus den neun verschiedenen staatlichen Wein­gütern des Rheingaues mit ihren feinen Qualitatslagen, sondern auch das Angebot mehrerer größtenteils ausgebauter Jahrgange, darunter die bevorzugten 1937er Weine in reicher Wahl, Steten eine günstige Kaufgelegenheit und damit einen besonderen An­reize zum Besuche der Versteigerungen. Insgesamt bringen dre zwei Versteigerungstage 189 Nummern und zwar 27 Halbstuck und 1 Viertelstück 1935er, 16 Halbstück und 13 Viertelstück 1936er und 115 Halbstück und 12 Viertelstück 1937« Weine, sowie 1190 Flachen 1935er Aßmannshäuser Rotwein und 600 Flaschen 1936er Edel- und Trockenbeerauslesen zum Ausgebot.

Der erste Bersteigerungstag

zeigte einen recht befriedigenden Besuch und besonders eine starke Beteiligung der Weinfachleute. Die Versteigerung nahm einen recht günstigen Verlauf. Es entwickelte sich ein flottes Verkaufs- geschäft, so konnte fast der gesamte Bestand des Angebotes zu recht günstigen Preisen umgesetzt werden. Zum Ausgebot gelangten am ersten Tage 99 Nummern 1935er, 1936er und 1937er Weine, darunter 24 Viertelstück Aßmannshäuser Rotwein.

Kursbericht

28. S. 38

29.9. 38

Siemens & Halske. Süddeutsch. Zucker Tellus Bergbau . . Ver.Dtsch. Oelfabr. Voigt & Häffner . Zellstoff Waldhof.

192.— 201.50

137:- 137*.—

Rhein-Main-Börse

28. 9. 38)29. 9.38

Aschaffbg. Zellstoff

—.—

119.50

Bemberg.....

136.25

Brown.Boveri &Co.

—.—

----.----

Buderus.....

—.—

112—

Cement Heidelberg

144.50

148.50

Chem. Albert . .

106.50

—

Daimler-Benz . .

122.25

135.50

Dtsch.Gold u.Silber

202.25

Deutsch Linoleum

144.50

152-

Elektr. Liefer. Ges.

116—

119.50

Elekt.Lichtu.Kraft

128.50

138—

Eschweiler ....

——

—.—

I. G. Farbenindust.

145.50

152 —

Felten&Guilleaume

125 —

135.88

Grün & Bilfinger .

—.—

—

Hapag......

59.25

67.—

Hind. Auffermann

——

Hochtief.....

144.50

—.—

Holzmann Phil. .

140.—

Ilse Bergbau . . .

—,-

—.—

Knorr Heilbronn .

■ ■ ■ ■

——.—

Lahmeyer & Co. .

117.75

128—

Lindes Eismaschin.

168—

Lokom. Krauß . .

-

131.—

Mainkraftwerke .

86—

86.50

Mainzer Aktien-Br

—

79.50

Mannesmann . .

100.13

109—

MansfelderBergbau

132.50

142—

Metallgesellschaft .

119.50

126.50

Motoren Darmstadt

117.—

117.—

Nordlloyd ....

63.—

-—

Reichsbank . . .

174.37

183.75

Rh.Braunk.u.Brik.

201.75

214.-

Rhein. Metallwa re n

121.63

129.25

Rhein. Stahlwerke

134.—

142.50

Riebeck Montan .

108.50

---,---

Schöfferhof-Bindg.

178—

182—

Schuckert & Co..

169.75

180—

5°/#Reichsan1. v. 27

101.63

101.80

5Vi°/oYoun ganleihe

100.75

101 —

Anl.-Ausl. (Altbes.)

126.88

128.75

4°/0Schutzgebiet. 13

-——

W/.W iesb.St.v.28

97^—

97.25

4l/i°/o Pr.L.Pfbr. 19

1 00.—

100—

4'1,'1. „ „ 10

100.—

100—

4'1,‘1. „ 21

100.—

100—

4'1,*1, „ Korn. 20

100.—

100—

4'1,"Io ,. 6

100.—

100—

41/1,/.N.I.b.Gold 1

100.25

100.25

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100.25

100.25

4'1,>1. „ .. 3

100.25

100.25

4*/,*/. „ 8, 9, 10

100.25

100.25

4'/.'/. „ „11

100.25

100.25

4'1,"I, „ 6,7

100.25

100.25

4'1,*1, „ 12, 13

100.25

100.25

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100.25

100.25

57,7. „ „ M

100.75

100.75

47,7« „G.-Kom.l

100.—

100—

4V,e/o „ .. 5

100.—

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4,/,e/0 „ 6,7,8

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100—

W/. .. „ 2

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100—

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100.—

100—

W/. „ 3

100.—

100—

D. Kom. Sam. Anl.

137.50

136.75

do. ohne Ausl.

28.25

28-25

I. G. Farben-Bonds

119.75

123—

Berliner Börse

AEG.-Stammaktien 1105.— ,114.75

Augsburg Nb .-M. 1118.— 1127.60

Einzelergebnisse: .

1935er Rauenthaler, Eltviller und Rüdes­heimer. Gelöst wurden für 24 Halbstllck Rauenthaler Stein» mächer 750; Mausborn 770, 780; Wagenkehr 790; Wulfen 790, 810; Steinhaufen 800, 850, 860; Kesselring 800; Langenstück 850, 870; Solzbächer 850; Eehrn 1080; Eltviller Taubenberg 3mal 770, 800, 850, 850; Kiedricher Gräfenberg 790, 870; 2 Viertelstück Rauen­thaler Suiten 450; Batken Spätlese 890 RM. Zurück ging 1 Halb­stück zu 890 RM. Durchschnittspreis der 1935er Rauenthaler, Eltviller und Kiedricher Weine 802 RM.

1937er Hochheimer. Gezahlt wurden für' 13 Halbstück Hochheimer Neuberg 920, 950; Wand kaut 910; Sommerheil 970; Stein 990, 1010, 1090; Kirchenstück 1140, 1230; Domdechaney 1300, 1340, 1350, 1400 RM. Zurück gingen 2 Halbstück zu je 1390 RM. Durchschnittspreis der 1937er Hochheimer 1123 RM. je Halbstück.

1937er Rauenthaler, Kiedricher, Eltviller. Man zahlte für 28 Halbstück Rauenthaler Eisweg 1080; Wieshell 1120; Stufen 1240, 1290; Pfaffenberg 1180; Kesselring 1210; Solz­bächer 1200; Eeierstein 1350; Eehrn 1490, 1700; Maashorn 1600; Wülfen 1760, 1700; Langstück 1680; Steinhaufen 1700, 1920; Stein» mächer 1700, 2010, 2100; Hühnerberg 2000; Wagenkehr Spätlese 2400; Steinhaufen Spätlese 2500; Langenstück Auslese 3100 RM. Zurück gingen 7 Halbstück zu Letztgeboten von 1340, 1560, 3mal 1990, 2mal 2390 RM. Durchschnittspreis der 1937er Rauenthaler 1688 RM.

1936er Aßmannshäuser Rotwein. Man zahlte jur 10 Viertelstück Höllenberg, Spätburgunder 550, 560, 4mal 570, 3mal 580, 590 RM. Durchschnittspreis 572 RM. im Viertelstück oder 1144 RM. im Halbstück.

19 3 5er Aßmannshäuser Rotwein tn Flaschen. Man erlöste für 400 Flaschen Höllenberg Spätburgunder je Flasche 2 31311. Zurückgingen 790 Flaschen.

1937er AtzmannshäuseiRotwetn. Gezahlt wurden für 10 Viertelstück Höllenberg Spätburgunder 700, 800, 820, 3mal 840, 850, 2mal 860, 870 RM. Durchschnittspreis je Viertelstück 837 RM.. oder 1674 RM. im Halbstück.

1 Siertel ft ü <f 1936er Aßmannshauser Hollen» berg Spätburgunder Rotweitz-Edelbeerenauslese erhielt bei einem Letztgebot von 2010 RM. keinen Zuschlag. -

Die Preisbildung war im allgemeinen sehr günstig, besonders wurden die Rauenthaler Weine hoch bewertet, doch zeigte sich auch, daß bei den teueren Qualitätsweinen eine gewiße Zurückhaltung geübt wird.

Gesamterlös des ersten Versteigerungstages 95 200 RM. U.

Von den heutigen Börsen.

Berlin, 30. Sept. (Funkmeldung.) Tendenz; Aktien weiter anziehend, Renten freundlich. Auch heute waren wieder Anlagekäufe des Publikums zu beobachten, die sich aller» dings in ruhigeren Sahnen bewegten, als tags zuvor. Soweit die vorangegangenen Kursabschläge gestern noch keinen vollen Aus­gleich erfahren hatten, traten weitere mehrprozentige Sesierungen ein. Vereinigte Stahlwerke gewannen 2%, Harpener und Mannes­mann je 1% %. Leopoldgrube stiegen nochmals um 2%, Winters­hall um 4%«. Sehr fest lagen von Heyden und Goldschmidt nut plus 5 bzw. 4%. Farben zogen um zirka 1% % auf 153/, an, Siemens sind mit plus 4, Deutsche Atlanten nut plus 3/ und AEG mit plus 2%, Rheag mit plus 5% als über dem Durch­schnitt gefestigt hervorzuheben. Maschinenwerte stiegen um 1 b,s 3/, Tertilpapiere etwa im gleichen Ausmaß. Sonst sind noch Reichsbankanteile mit plus 5%, Metallgesellschaft mit plus 4%, Holzmann mit plus 4% und Inghans mit plus 4% % als besonders kräftig erhöht zu erwähnen. Allerdings fehlte es auch nicht an gelegentlichen Rückgängen auf Erund von

io gaben Verger zum Vortagsgewinn 1% % her. Reichsaltbesitz liegen weiter um %% auf 129%. Tie Eememdeumschuldungs- anleihe war um 65 Pf. auf 94,85 erholt. Tagesgeld 3 bis 3% %. Pfund 11,97, Dollar 2,50, Franken 6,70%.

Frankfurt a. M„ 30. Sept. (Eig. Drahtmeldung) Tendenz. F t st Die Sorte stand naturgemäß völlig unter dem Eindruck der Einigung in München. Die Haltung war fest und zuversichtlich. Auch aus dem Publikum setzten sich Kaufe fort und bei etwas ruhigerem E^chäft als gestern "stellten sich durchschnittliche Er­höhungen von 1/-3 % ein. Starker erhöht waren Reichsbank nut 189 (182%) und 'auch sonst ergaben sich bei verschiedenen Werken Erhöhungen bis 5 %. 3m Verlaufe wurde die Entwicklung etwas ruhiger und auf Gewinnmitnahmen bröckelten die Kurse ver­schiedentlich etwas ab. Auch für die Renten war tue Haltung fest, Reichsaltbesitz 129% (128%). Lebhafter waren im Freiverkehr Kommunale Umschuldung mit 93% bis 93% (93,10). Tages­geld 2%%.

Bayer. Motoren-W. J. Berger Tiefbau Bräunt, u. Briketts Charl. Wassetw. , Chem. Heyden . .

Low.-u. Priv.-Bank Conti-Gummi. . . Deutsche Bank. . Dt. Cont. Gas . . Deutsche Erdöl . Dt. Eisenhandel . Dt. Reichsbahn Vz. Deutsche Waffen . Dortm Union-Br. Dresdner Bank. . Eintracht Braun . Feldmühle . . . . Gesfürel . . . • • Harburg Gummi ,

139.50 147.75 —148__

110.751114^25

129.25 136—

106.— 107.75 192.— 206—

113— 114.50

109— 114—

123— 132.75

134.75 144—

124— 124.50

145.50 152.75

198—

105—

157.50

122—

127.50

209— 106.25

168— 132.50

137.25 178—

28. 9. 38 29 . 9. 38

28. 9. 38 29. 9. 38

Harpener ....

Hoesch ..... Hotelbetr.-Ges. .

Klöcknerwerke. . Niederlaus. Kohle Orenstdn & Koppel Rh. Elektr. Manch. Rütgerswerke . . Sachsenwerk. . . Salzdetfurth . . . Schubert & Salzer Schocker t & Co. . Siemens & Halske Stollberger Zink . Ver. Stahlwerke. , Vogel Tel.-Draht. WasserCelsenkirch. Westeregeln Alk..

143.50 103—

110.50

152.50

97.75

iäsi—

314.—

135.—

170^50 190—

154.50 112—

79.75 119.37 162—

106— 115—

146—

144.75 134—

179.75 200.75

94.63 1B2.88

141.50 144-

151.88 162.25

Sfeuer$ulschelne

..... 1934 I —— 1103.75 I

1935 —— 107.75 I

1936 | —— 111.75 |

1937 I —— 1115.75

1938 I —— 1119.75

Vcrtecbn.-khrse . 111.75 111.75

Berliner Devisenkurse (TetegTapbbehe Auszahlungen)

28. Sept 1938

Geld Brief

29. Sept. 1938 Geld Brief

Belgien . . . 100 Belga

Dänemark . -.V, . . 100Kronen England ..... 1 £ Sterling Frankreich , » . . . . . 100 Fr. Holland ..... 100 Gnlden Italien.... .uU . . 100 Lire Japan .... ... 1 Yen

Jugoslawien . . . 100 Dinar

Norwegen . 100 Kronen

Polen . . . .L’. . . 100 Zloty Schweden . .. . . 100 Kronen Schweiz ...’••••• 100 Fr. Spanien ..... . . 100 Pes; Ver. St. v. Amerika . .' 1 Dollar

42.42

42.50

52.67

52.77

53.07

53.17

11.795

11.725

11.776

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- «J

2.553

M59

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