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und schon ab

ZIGARREN

Wiesbadener Tagblatt

Dienstag, 13. September 1938.

7his Gau und Provinz.

Taunus und. Main

Rhein und Mosel»

gedeckt.

glicht am 24. August„1918 lobend erwähnt, weil er bei einem Erogangriss der Engländer mit seinem vorgeschobenen Geschütz sechs. Tanks zur Strecke gebracht hatte und dadurch der Tank- im Abschnitt des Reserve-Jnf.-Regts. 87 restlos ab­geschlagen worden war.

Nr. 214. Seite 13.

Felssturz an der Rüeinuferstraße.

. ,m- Kaub, 12 Sept An der Rheinuserstraße bei Kaub, dort. wo.die Einfahrt zum Romtem-Tunnel liegt, ereignete nck zur frichen Morgenstunde ein schwerer Felssturz. Die Eesteinsmassen überschütteten die Straße, so daß diese nicht mehr passierbar war. Glücklicherweise wurde der Vorfall kurze Bett später von dem diensttuenden Straßenwärter be- merkt. der dafür sorgte, daß sofort Aufräumungsarbeiten durchgefuhrt wurden. Der Verkehr erlitt daher keine grobe Einschränkung. Es besteht Gefahr, das noch weitere Felsstücke absturzen. Es ist daher angeregt, die gefahrvollen Felsstücke zu beseitigen oder eine Sperrmauer zu errichten.

Frankfurter Nachrichten.

Denkmalweihe der ehemaligen 63er.

, . = Frankfurt a. M.. 12. Sept. Das ehemalige Feldartil- lerte-Regiment Nr. 63 weiht am 9. Oktober d. I. sein Ehren­mal in Frankfurt a. M.. auf dem auch als eine seiner Kriegs- formatlonen das Reserve-Feloartillerie-Regt Nr. 21 genannt iit. Ein Angehöriger dieses Regiments, der Vizewachtmeister Vauermerster 2/21, wurde im Heeres-

'n die Wege geleitet. Dian rechnet im Frühjahr mit der ersten Feldbestellung.

____T Rüdesheim, 12. Sept. Die herrlichen Stätten derFest- !°k>e des Rüdesheimer Deines das alte Markttor. dieWein- L°ren und die Zelte, find mit dem am Sonntag stattgefun- Ausklang der Festtage wieder verschwunden. Nur der wiiuimen wendet weiterhin an milden Septembertagen noch seinen goldenen Saft, — Der W e i n b e r g s s ch l u ß in M^udesheimer und Agmannshäuser Gemarkung ist seid Montag behördlich für leglichen Verkehr durch die Wein- S5m?£e angeordnet. Die traditionellen Traubenschützen

•hn rn. den Wingerten bezogen und wieder Pistolen b 6 blc Rheingebiete die Schüsse aus den mächtigen

)( Rüdesheim, 13. Sept. In Rüstigkeit hat Winzer Th. Schlotter am 13. Sept, sein 80. Lebensjahr vollendet.

Hessen-nassauische Mädels in Bamberg und Nürnberg.

NSG. Fast zwei Wochen weilen bereits 185 Svortmädels des BdM.-Obergaues Hessen-Nassau im Bamberger Lager Wunderburgschule zusammen mit Kameradinnen aus Thüringen und Pommern. Sie haben nicht nur eine Zeit an­gestrengter Arbeit hinter sich, sondern auch Tage schönsten Erlebens. Denn..in Bamberg würben die Entscheidungen der Reichssportwettkampfe des DdM. ausgetragen. Dabei konn­ten die Eerauer Jungmädels den 5. Platz im sportlichen Dreikampf: Laufen. Springen und Wersen, belegen. Das Hauptziel aber waren die Vorübungen zum ..Tag der Ee- meinscha.jt" in. Nürnberg, wo die Mädels zum ersten Male ihre Tänze innerhalb einer großen Symphonie bet Be- wegungssreube und sportliche Kraft und Schönheit vor dem Führer zeigen durften. Wer beschreibt den Stolz und das Glück der Hessen-Nassauer, als sie ganz vorne an der Tribüne zu stehen kamen. Dieser strahlende Tag hat sie auch dafür ent­schädigt, daß sie am Samstag nicht am großen Appell der Jugend im Stadion teilnehmen konnten, den die Führerinnen der Untergaue und die Mitarbeiterinnen der Obergau­führerin erlebten. Aber sie find mit ihnen stolz darauf, baß die Kameradinnen und Siegerinnen der Reichsjugendmeister­schaften in Frankfurt a. M. dem Führer persönlich vorgestellt wurden. Diese überwältigende Kundgebung übertraf alles bisher Erlebte und war ein brausendes, jubelndes Bekennt­nis zum Führer.

Im Bamberger Quartier.

Ein frischer und herzlicher Ton ist seit dem ersten Tag in den beiden Räumen, die unsere Mädels, die von den Abteilungsleiterinnen Sport und Organisation betreut wurden, bewohnen, zu Hause. Die Mädels find eine feste Kameradschaft geworden. Lachend erzählen sie ihre Erlebniste, wie sie zum Beispiel keine Mühe und kein Opfer gescheut haben, ihre Eerauer in bester Form und Stimmung zu hal­ten und schließlich auch ein brummiger Hausmeister sich mit der etwas ungewöhnlichen abendlichen Siegerfeier abfand. Der Höhepunkt des Lagerlebens war die großartige Feier des vergangenen Sonntags, in deren Rahmen Obergau- führerein Else Riese zu den Mädels der drei Obergaue über die Freude des Gebens und die Formung unserer Mädels zur gemetnschaftsgebundenen Persönlichkeit im deutschen Volk sprach. Am Freitagabend fanden sich die Mädels am Dom- vlatz, dem traditionellen Feierraum des BdM., zusammen und empfanden alle die Weihe der Stunde und die Größe unserer Zeit, der tue Worte der Reichsreferentin Ausdruck verliehen. Am tionntag find die Mädels zu einer großen Sportschau vor dem Reichsiugendsührer in Bamberg angetreten. Damit fan­den die Wochen der Kameradschaft ihren Abschluß.

. = Offdilln .(Dillk^is),. 12. Sevt Wohl selten hat sich in. einer Westerwalder Eememde das alte, früher dem Wester- walder Bauernhause eigentümliche Strohdach so zahlreich er­halten wrern dem Dorfe Offdilln am Fuße der Saincher vöhe. Etwa ine Hälfte aller Dächer ist dort noch mit Stroh gedeckt Im ganzen und es etwa 50 Häuser und Scheunen, die noch ein Strohdach tragen wie man es früher überall fand. Nur langsam hat fich das Schieferdach tn Offdilln durchgesetzt, wäh- rend es stch tn den übrigen Gemeinden des Dillkreises und des Westerwaldgebietes bis auf verschwindend wenige Aus­nahmen Bahn gebrochen hat. Eine Hilfstellung für die Ein- suhrung des Schieferdaches boten Bauordnungen und behörd­liche Verbote sowie die Verficherungsbedingungen der Feuer­versicherungen. die das Strohdach wegen der damit verbun­denen erhöhten Feuersgefahr im Lame der Zeit unpopulär machten. Da der Brandschutz in Offdilln gerade wegen der vielen Strohdächer nicht genügend war. hat die Gemeinde im Sommer dieses. Jahres eine Motorspritze angeschasst. für deren Beschaffung die. Prooinzial-Feuerverficherung einen erheb­lichen Zuschuß leistete.

JLus Hessen,

12 500 RM. unterschlagen. - 9 800 RM. sichergestellt.

= Worms, 12. Sept. Hier wurden zwei minderjährige Burschen aus Berlin festgenommen, die durch verdächtige Eeldausgaben ausgefallen waren. In ihrem Besitz wurde ein Geldbetrag von zusammen 9 800 RM. gefunden unb ficher- gestellt. Nachforschungen ergaben, baß einer der Burschen in Berlin als Kassenbote seinem Arbeitgeber 12 500 RM. ver­untreuthatte und am 1. Sevt. mit seinem Begleiter geflüchtet war Das fehlende Geld hatten die beiden unterwegs aus­gegeben. Sie wurden beim Amtsgericht Worms in Haft ge­nommen.

, = Nordenstadt. 12. Sept Auf dem Sportplatz in Wallau fanben bte Schulweitkampfe bei Volksschulen Norden­stadt Vreckenherm und Wallau statt. Nach einleitender Morgenfeier mit Flaggenhissung und Ansprache wickelten sich tn flotter Folge bte Dreikämpfe bei Knaben unb Mädchen ab. Auch Mannschaftskampfe, wie Völkerballspiel bet Mädels unb ein Hanboallsmel bei Knaben, gelangten zui Austragung und sanden Bet den Zuschauern (darunter die zuständigen NSDAP.- Ortsgrupvenletter und Bürgermeister) den ungeteilten ver­dienten Beifall. Sieger des Völkerballspiels für Mädchen wurde die Volksschule Vreckenheim: Sieger des Hand­ballspiels für Knaben: Volksschule Wal lau: beste Schule rm oolktumlichen Dreikampf: Volksschule Nordenstadt (249,6 Punkte):.2. Volksschule Wallau (222,3 P.): 3. Volks- 'Lule Vreckenheim (188 P.). — In einer Besprechung des MGV. „Konkordia wurde an Stelle des von seinem Posten zuruckgetretenen Vorsitzenden Ehr. Kern das Vorstands­mitglied Richard Svltttdorf zum Vereinsführer einstimmig gewählt

Mainz und Umgebung.

Zahlen vom Mainzer Weinmarkt.

== Mainz, 12. Sept. Der erstmals an zwei Wochenenden abgehaltene „Mainzer Weinmarkt 1938 hatte gegen das Vorrahr einen Mehrbesuch von 5000 bis 6000 Menschen auf« juroetien, Diese Tatsache ist um so bemerkenswerter, als die dies.iahrtge Veranstaltung in keiner Weise vom Wetter be­günstigt war. Erfreulich ist, daß der Sauptanteil an der stei­genden Frequenz auf die auswärtigen Besucher entfällt. Die bisherige Entwicklung des Mainzer Weinmarktes geht am betten aus folgenden Zahlenvergleichen hervor: 1932 (1 Tag) 84(M Be uchet. 1934 (3 Tage) 35 000. 1936 (4 Tage) 42 400 und 1938 (5 Tage) 52 500 Besucher.

Rus dem Rfteingau.

Wieder die Starenplage.

U Eltville. 12. Sept. Mit dem Zeitpunkt der beginnen­den Traubenreife haben die Winzer auch in diesem Jahre wieder über sehr starkes Austreten der Stare zu klagen. Sie fallen wieder in großen Mengen in die Weinberge ein und richten Schaden an.

) ( Erbach, 12. Sept. Durch die starken Regenfälle ist das Grundwasser gestiegen und hat am „Altan" unterhalb der Straße nach Hattenheim die Rheinwiesen überschwemmt. — Ein Fuhrunternehmer verunglückte beim Verladen von Lang­holz und zog fich Veinverletzüngen zu. — In saft allen Teilen der Weinbergsgemarkung find Reblausherde festgestellt worden.

)( Hallgarten, 11. Sept. Der „Brezeljahrqang", die „1888er *, feierten am Sonntag gemeinsam in der Winzerhalle ihren 50. Geburtstag. — Ab 15. Sept, ist das Betreten der .Weinberge für Kinder unter 15 Jahren und für Ortsfremde untersagt.

)( Östlich, 11. Sept. Hier stnd bei der letzten Schweine­zahlung 399 Schweine gezählt worden.

) ( Geisenheim, 12. Sept. Die Arbeiten an den Gebäuden für die Erbhöfe auf der Kirschenheide bei Manenthal schrei­ten schnell vorwärts. Ein Teil der Gebäude ist in den Maurerarbeiten fertig. Die Wasserversorgung ist ebenfalls

Dahn und "Westerwald.

Noch 50 Strohdächer in einen Westerwälder Dorf.

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