Wiesbadener Tagblati
Freitag, 9. September 1938.
„Tag der Gemeinschaft", eine Sinfonie des Leibes
Eine offene Verhöhnung des Sudetendeutschtums
Stap
Der Freiheitskampf der Palästina-Araber
Ligen Flughafens Lydda für den Verkehr bis auf wenige Ausnahmen völlig gesperrt worden. Im Gefängnis von
Akko wurden zwei Beduinen, die von
einem Militär-
lizei- ange-
Jm Hinblick auf die zahlreichen Zwischenfälle in der letzten Zeit sind zahlreiche Straßen in der Umgebung des wich-
wt. Um die tschechischen Vorschläge wird viel herumgeraten. Sehr interessant ist eine Mitteilung, die Reuter aus Prag zu berichten weiß. Danach soll für die paritätische Verteilung der Beamten st eilen eine Übergangszeit von 10 Jahren vorgesehen sein. Prag hat anscheinend nicht die Absicht, sich dieser für die Sudetendeutschen so wichtigen Frage, sonderlich zu beeilen. Gin derartiges Ansinnen muß auf die Sudetendeutschen, denen bekanntlich 40 000 Veamtenstellen vorenthalten werden, wie eincVerhöhnung wirken. Es ist auch schwer zu glauben, daß Lord Runciman und die englische Regierung den von einer unerhörten Frechheit zeugenden unsinnigen Vorschlag überhaupt ernstnehmen. Gestern hatten, wie das Presseamt der SDP. mitteilt, die Vertreter der sudetendeutschen Gewerkschaft eine Unterredung mit den Mitarbeitern Lord Runcimans. Dabei überreichten sie eine
Seite 2. Nr. 211.
en e-
Der Korpsführer des NSKK. Hühnlein, wurde vom Führer aum Reichsleiter der NSDAP, ernannt. Der Führer des deutschen Krastsports wurde 1881 in Neustädtlein (Oberfranken) geboren. Am Weltkrieg nahm er als Kompanieführer teil. 1919 und 1920 kämpfte Hühnlein unter General Ritter von Epp in Süddeutschland gegen die Kommunisten. Er nahm auch an der Niederwerfung des Aufstandes im Ruhrgebiet teil. Wegen Beteiligung an der Erhebung vom 9. November 1923 hatte er eine halbjährige Haft zu verbüßen. Hühnlein ist Träger des Blutordens und des goldenen Ehrenzeichens der Partei. Seit 1930 ist er Chef der Motor-SA. und später des NSKK.
Landes nicht ausreichten und sich dort bereits regelrechte unter dem Einfluß Hankaus stehende chinesische Ver- waltungskörver gebildet batten, wird daher seitens der Japaner ein neuer Einsatz starker Ordnungskräfte durch- S"" :t werden. Die Bestrebungen auf dem chinesischen flachen wurden dadurch begünstigt, daß die riesigen Überschwemmungen des Sommers dort besonders schwierige Verhältnisse erzeugten.
Die neuen Operationen auf dem nordchinesischen Kriegsschauplatz dürften längere Zeit erforderlich machen. Die Stimmung ist auf javanischer Seite sehr zuversichtlich. Die Presie weift daraus hin, daß die energischen javanischen Aktionen in Nordchina schon aus vrovagandistischen Gründen erforderlich seien, um vankau zu beweisen, daß dort keineswegs die gesamten javanischen Kräfte zum Einsatz gekommen sind. Mit dem Beginn der Overationen in Nordchina ist nach Beendigung des in großer Eile erfolgenden Aufmarsches der japanischen Truppen zu rechnen.
sind von der französischen Regierung prompt dementiert worden.
Selbstverständlich verfolgt man auch in Rom die Entwicklung mit sehr großer Aufmerksamkeit. Mit Recht unterstreicht man dabei, daß das unerhörte Verhalten der tschechischen Polizei in Mährisch-Ostrau eine gute Illustration für den Prager „Verständigungswillen" sei. Zugleich erhebt die italienische Presse ihre warnende Stimme. So schreibt beispielsweise das „Giornale d'Jtalia". die deutsche Regierung habe bisher einen Geist der Mäßigung bewiesen, der auf der anderen Seite nicht vorhanden sei. „Aber", so fährt das Blatt fort, „diese absichtliche Verschlimmerung der offenen Wunde, könne nicht aus eine grenzenlose Duldung rechnen". Auch damit wird die Verantwortung, die Prag trägt, noch einmal klargestellt.
Bedrohung der japanischen Etappe.
Tschiankaischeks Offensive in Nordchina. — Landung starker japanischer Kräfte. — Aufreizende Haltung der Engländer und Franzosen in Tientsin.
Denkschrift mit Unterlagen, aus denen die wirtschaftliche Unterdrückung einwandfrei hervorgeht.
Die Prager Regierung hat es bisher nicht für nötig gehalten, zu den unerhörten Ausschreitungen von-. Mährisch- Ostrau irgendeine Stellung einzunehmen. In der Angelegenheit des angeblichen Selbstmordes des SDP.- Amtswalters Knoll, ist auf den Druck Lord Runcimans hin erreicht worden, daß Prag der Zuziehung eines deutschen Arztes bei der Obduktion der Lerche zugestimmt hat. Gestern traten zum ersten Male die Führer der Nationalitätengruppen zu einer gemeinsamen Sitzung zusammen, an der auch die Slowaken teilnahmen. Über den dringend notwendigen Staatsumbau und die Regelung der Nationalitätenfrage wurde zwischen Sudeiendeüt- schen, Slowaken, Ungarn und Polen ein völliges Einvernehmen festgestellt. Es wurde beschlossen, die gemeinsamen Beratungen nach Bedarf fortzusetzen.
den Vorführungen einer der volkstümlichen Komödien von Mayerhold beiwohnen. Die Komödie trägt den Titel „Z. E.". „Zerstörung Europas". Sie sollen dann sagen, ob die Reaktion der zahlreichen Moskowiter bei den verschiedenen Szenen des Schauspiels, ihr Freudenschrei, wenn der Zusammenbruch unseres Kontinents angekündigt wird, und der unsichtbare kollektive Groll gegen unsere Welt, der sich auf tausendfache Weise äußert, nicht eindeutige Offenbarungen jenes krankhaften anti- euroväischen Sinnes sind, der den Geist der Sowjet- masien mehr denn je und mehr als alles andere erfüllt." Will Frankreich, wie in den Tagen, da unter Wn Mauern Wiens um den Bestand der Kultur unseres Kontinents gekämpft wurde, wieder auf die Seite der Feinde Europas treten? Versagt England in diesem entscheidenden Augenblick? Die Nürnberger Ausstellung beginnt mit dem Ehrenraum der weißen Rasse. Eine eindrucksvolle Mahnung an die europäische Solidarität. Soll sie ungehört verhallen? Die Antwort hierauf wird sich nicht zuletzt aus der Lösung des Prager Problems herauskristallisieren.
Prag schweigt.
..... as. Berlin, 9. Sept. Die durch die unerhörten Gewalttätigkeiten der tschechischen Polizei in Mährisch-Ostrau geschaffene neue Lage, hat den Gegenstand zahlreicher B e - sprechungen gebildet, die gestern in den europäischen Hauptstädten stattfanden. In Prag gibt man sich dabei so, als sei überhaupt nichts besonderes geschehen. Man kündigt für heute eine Ergänzung des reichlich nebelhaften sogenannten vierten Planes und für morgen eine Rundfunkrede des Staatspräsidenten Dr. B e n e s ch an, in der die Entwicklung des tschechischen Problems geschildert werden,soll. Nicht das mindeste aber ist in Prag von einer angemessenen Ahndung der abscheulichen Vor- gange in Mährisch-Ostrau zu hören, obwohl eine solche Ahndung die Voraussetzung für eine Weiterführung der Verhandlungen mit den Sudetendeutschen ist. Statt dessen gibt der tschechische Justizminister mit seinem unglaublichen Plan, ine Sudetentracht zu Sträflingskleidung zu machen, einen neuen Beweis für die so viel gerühmte Prager „Verständigungsbereitschaft".
Über die weitere Haltung will sich die englische Regierung in einer für Montagvormittag 11 Uhr anberaumten Kabinettssitzung klar werden. Gestern aber haben bereits in London Besprechungen der drei Männer stattgesunden, die gegenwärtig die englische Außenpolitik machen: Ministerpräsident, Chamberlain, Außenminister Halifax, der ferne Reise zur Tagung der Genfer Liga vorerst verschoben hat und Schatzkanzler Sir John Simon, Zu diesen Besprechungen wurden die Berater der Regierung, vor allem Sir Robert V a n s i 11 a r t, hinzugezogen. Das Sauvtthema fchemt die Frage gewesen zu sein, ob die Regierung ihre Haltung zu den letzten Prager Vorschlägen in irgendeiner tirorm öffentlich festlegen soll. Cbamherlain soll ein derartiges Hervortreten im gegenwärtigen Augenblick für unzweckmäßig gehalten haben.
Auch in Paris hat es Besprechungen zwischen dem Ministerpräsidenten D a l a d i e r und dem Außenminister Bonnet gegeben, der seinerseits in dauernder Verbindung mit dem englischen Botschafter siebt. Im ganzen besteht in Pans trotz des Verhandlungsabbruchs in Prag keine Neigung, die Dinge zu dramatisieren. Die Gerüchte von weiteren militärischen Maßnahmen Frankreichs, Gerüchte, die für irgendwelche dunklen Börsengeschäfte und zur Trübung der Atmosphäre verbreitet wurden.
des Quai d'Orsay zu verhandeln bat. Ein Moment, das im Hinblick auf das Vorgesagte immerhin registriert zu werden verdient.
Will Europa eine Einmischung Moskaus auch in seinem Herzraum dulden? Das ist die zweite Frage, die die Prager Krise auswirft, eine ytage, die wie das Nationalitätenproblem selbst, nicht nur die unmittelbar Beteiligten betrifft. Hierzu hat die in Nürnberg eröffnete Schau: „Europas Schicksalskamvf im Osten" ein Wort zu sagen. Sie zeigt die Aufgabe Deutschlands als Bollwerk gegen den Ansturm Asiens, als Bastion, an der die Mongolenstürme scheiterten und der Siegeszug des Islams zerbrach. Vor den Toren Europas stauen sich die Fluten einer neuen jüdisch-asiatischen.Welle. Wer sich über die Vorgänge, die sich hier vorbereiten, noch tm unklaren ist. mag sich von Mirko Ardemagne, dem llnterstaatssekretär im italienischen Propagandaministerium, Meinen lassen. Er schreibt in einem keiner Bücher u. a.: „Die Bolschewistensreunde sollen nach Moskau gehen und — wenn sie können — dort ohne Entsetzen und Bestürzung
Im Anschluß an die Flottenschau vollzog die Königin den Stapellauf des 20 000 Tonnen großen Ostindien-Dampfers Orange" der für den Dienst Amsterdam — Batavia bestimmt ist. In den bei dieser Feier Gehaltenen Reden wurde betont, daß das den Namen des olländischen Königshauses führende Schiff ein neues Band zwischen dem Mutterland und der Kolonie bilden werde. Am Vormittag hatte die Königin das geschmückte Arbeiterviertel „Jordaan" besucht, wo sie freudig begrüßt wurde.
gericht zum Tode verurteilt worden waren, hingerichtet. Unweit Hedera wurde der Scheich eines Beduinenstammes, der am Mittwoch entführt worden war, jetzt tot aufgefunden.
Nürnberger Notizen.
wt Der Führer empfing am Donnerstag die in Nürnberg weilende Abordnung der faschistischen Partei Italiens, an der Spitze das Mitglied des großen faschistischen Rats, Minister Farinacci. Unter den italienischen Gästen befanden sich auch Gesandter Magistrati und Generalkonsul Rencetti. — Am Freitagvormittag weilte die Delegation der uationalspanischen Regierung unter Führung des Generals Espinoca de los Deouteros beim Führer.
meinschaft" gegeben hatten.
Vor der Haupttribüne der Zeppelinwiese standen die Spielmanns-, Musik- und Fanfarenkorps der Wehrmacht, 369 Mann stark, die mit der von dem Hamburger Komponisten E r d l e n gsschrieibenen Festmusik den rhythmischen Einklang zwischen der Linienführung der Körperbewegung und der Melodie gaben. Die Leitung hatte Heeresmustkinspizieiil Professor Schmidt.
Als kurz vor 15 Uhr der Führer, von begeisterten Kundgebungen der deutschen Jugend und der Hunderttausend empfangen, auf der sonnenüberstrahrten Zeppelinwiese eintraf, hatten die Männer der ■ SA., des Arbeitsdienstes, des NSKK. und des NSFK. bereits ihre Plätze bezogen.
64 Fanfaren und Pauken kündeten mit dem Großen Weckruf den Beginn der pausenlos abrollenden Vorführungen an, bei denen das gesprochene Wort durch Kommandosignale mit Signalhörnern und Trommeln wiedergegeben wurde. Ankün-
Daireu. 9. Sept. (Funkmeldung Ostasiendienft des DNB.) Unter Einsatz ihrer 8. Armee haben die Chinesen in Nordchina eine größere Entlaftungsoffen- sive für das stark bedrohte Hankau angesetzt. Die Aktion der Chinesen richtet sich insbesondere auf die rückwärtigen javanischen Verbindungen in Form eines planmäßigen Angriffes auf die in nord-südlicher Richtung verlausenden Eisenbahnlinien Peking — Hankau und Tientsin — Pukau. Die japanische oberste Heeresleitung sah sich infolgedessen genötigt, erneut starke Kräfte in Nordchina einzuketzen, deren erste Staffel, seit Donnerstag aus dem Seewege aus Japan kommend, auf der Reede von Taku, dem Hasen Tientsins, ausgeladen wurden. Dieser Einsatz entspricht dem in den letzten Augusttagen in Tokio gefaßten Beschluß der japanischen obersten Heeresleitung, den China-Krieg unter Einsatz aller Mittel noch vor Ablauf dieses Jahres zu beenden.
Die Reede von Taku ist angefüllt mit aualmenden Transportschiffen, aus denen bisher schätzungsweise etwa eine Division als Vorhut an Land ging. Es werden noch weit stärkere Kräfte ausgeschifft, die mit der Eisenbahn aus dem schnellsten Wege in Richtung Tientsin abtransportiert werden.
Die allgemeine Lage ist noch nicht klar. Insbesondere ist noch nicht heraus, ob hinsichtlich der Frage der ausländischen Niederlassungen in Tientsin eine Radikallosung durchgeführt werden soll. In Tientsin wurden aCe japanischen Zivilisten infolge der aufreizenden Haltung der Engländer und Franzosen aus der ausländischen Niederlassung abberufen. Die Engländer haben sich dort militärisch erheblich verstärkt und es herrscht ent Zustand besonderer Hoch- spannung.
Die Absichten der chinesischen 8. Armee gehen darauf hinaus, nach einheitlicher Leitung einen Kleinkrieg größten Stils zu führen. Als Vorbild dient hierzu das Eingreifen chinesischer Guerilla-Verbände, die in der letzten Zeit den Eisenbahnverkehr selbst in der Nähe von Großstädten durch ihre Aktionen stellenweise für längere Zeit völlig lahmlegten. Da die verhältnismäßig schwachen japanischen Besatzungen der Städte für den Schutz des flachen
Zu einem wahren Fest der Leibesäbun wurden am Nachmittag des Donnerstags die großen meinschaftsvorführungen' und Massenfreiübungen aller an. den Kampfspielen beteiligten Formationen der Partei, die dem Tag den Namen „Tag der Ge-
Allein auf der Straße Jerusalem—Jaffa wurden die Masten auf mehrere Kilometer Länge zerstört und auf der Straße in der Nacht zahlreiche Steinbarrikaden errichtet. Eine an dieser Straße gelegene Po' station wurde von arabischen Freiheitskämpfern griffen und dabei das Gebäude in Brand gesteckt.
Das holländische Jubiläum.
Amsterdam, 8. Sept. Im Rahmen der Jubiläumsseierlich- keiien wurde am Donnerstag eine Flottenschau abgehalten. Die Königin begab sich mit ihrer Begleitung an Bord der historischen Königsschaluppe, die durch 20 Matrosen gerudert wurde, vor Amsterdam, wo auf den Kriegsschiffen die Mannschaften Paradeaufstellung genommen hatten. Eine unabsehbare Menschenmenge umsäumte den mit Flaggen reichgeschmückten Hafen und jubelte der Königin zu.
Jerusalem, 8. Sept. Die Auseinandersetzungen, die sich in Palästina abspielen und die trotz des schärfsten Eingreifens der britischen Behörden keinesfalls nachgelassen haben, werden durch eine ununterbrochene Kette von Sabotageakten und Überfällen immer mehr verschärft. Jerusalem hatte von Mittwochabend bis Donnerstagmorgen keinerlei Fernsprechverbindung mit der Außenwelt. Durch Sabotageakte waren die Leitungen und Masten der Übeerlandlinien abgeschnitten worden, so daß nicht einmal die Möglichkeit bestand, Telegramme zu befördern.
digung für die Aufführenden war eine viertaktige Fanfare, die sinnfällig die einzelnen Vorführungen voneinander trennte. Alle Übungsformen wurden von der Musik unterstrichen.
Es war ein unvergeßlicher Anblick, diese prächtigen braungebrannten Gestalten wie ein Mann ihre Übungen durchführen zu sehen. Nach jeder Übungsgruppe wechselten die Formationen, mit der Musik wundervoll abgestimmt, ihren Platz, so daß jeder Teil des gewaltigen Feldes jede der Gruppen sehen konnte.
Die SA.-Männer zeigten bei ihren Gemeinschaftsoorführungen die Partner- und Handgeräte-llbungen, mit denen sie bereits bei den Wettkämpfen der SA. einen so außer- j ordentlichen Erfolg errangen, während der RAD. neben der allgemeinen und der der Tätigkeit des Arbeitsdienstes ent- lchnten Körperschulung die charakteristischen Baumstamm- Mungen zeigte. Der Block der N S K K. - undNSFK. - Männer brachte eine vielfältige Kugelgymnastik, die llbunasgruppen des Heeres, der Marine, der Luftwaffe, der ff und der Polizei brachten neuartige Münzen mit dem Medizinball. Die Gruppe der HI. (alle Gruppen bestehen aus je 720 Teilnehmern) wartete mit Übungen aus der Körperschule der H2. auf.
Diese neue Form der Massenübungen ist ein einzigartiges und lebensfrohes Schauspiel der körperlichen Gestaltung, ein < Beispiel für die Formung großangelegter Darbietungen, die das vielseitige Spiel der Bewegungen zu einem tiefen Erleben machen. «
In überaus wirkungsvollem Gegensatz zu den Kraft, Gewandtheit, Mut und Einsatzbereitschaft verkörpernden Übun- gen der Männer standen die anmutigen Volkstänze der 5 2'0 0 Tänzerinnen des BdM. Schon der Aufmarsch 1 der Mädchen in ihren fließenden weißen Kleidern mit den ■ bunten Miedern bot einen zauberhaften Anblick. Bei den drei Tänzen, dem Doppelachter, dem Walzerkanon und dem Drehtanz glich der Rasen einem wogenden Blumenfeld. Dieses Schauspiel vollendeter Anmut fand eine nicht weniger dankbare, Aufnahme als die Vorführungen der Männer.
Damit waren die Gemeinschastsvorführungen beendet. Als der Führer die Tribüne verließ, bereiteten ihm die Hunderttausend auf den Rängen minutenlange Ovationen.
Auf einem Kameradschaftsabend der NS.-Presse hielt Reichsminister Dr. Goebbels eine kurze Ansprache, in der er seinem tiefen Verständnis für die oft schwere und verantwortungsvolle Arbeit des Schriftleiters Ausdruck gab.
4
Der Verkehr auf der Reichsbahn wickelt sich in Nürnberg, trotz der ungeheueren Beanspruchung, reibungslos ab. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurde der RAD. in 55 Sonderzügen in [eine Heimatgaue zurückbefördert. Bisher haben über 400 Sonderzüge 400 000 Fahrtteilnehmer zum Reichsparteitag gebracht. Evensooiele Teilnehmer nutzten die fahrplanmäßigen Züge, sodaß etwa 800000 Personen befördert wurden.
Diplomatischer Hochbetrieb
(Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.)
Hauptschriftleiter: Fritz Günther.
Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Heinrich Karl Kunz.
verantwortlich für den politischen teil: Heinrich Karl Kunz; für Kuntz und Unterhaltung: Dr. Heinrich Reichert; für Stadtnachrichtenund wirtschaftsteil: Willi pcmpel; für Umgebung, Provinznachrichten und den Sportteil: Heinz
Lenhardt; für den Bilderdienst: die betr. Ressortleiter.'
für den Anzeigenteil: QXto Kaiser (erkrankt), Stellvertreter: Julius Oft, sämtlich in Wiesbaden.
Preisliste Nr.6.—-Vurchschnittr-Luflage Lug. 1958 : 20827, Sonntags «Lein: 263574 Druck und Verlag des Wiesbadener tagblatts:
£. Schellenberg'sche Hofbuchdruckerei, Wiesbaden, Langgaffe 21, „tagblatt'Haus".
Gesamtleitung:
Dr. phil. habil. Gutzav Schellender« und verlaasleiter Heinrich pabtz.
Die Ausgabe umfaßt 14 Seiten und das „Unterhaltungsblatt-.
