Wöchentlich
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Der Führer in der Stadt der Reichsparteitage
Nürnberg, 5. Sept. (Funkmeldung.) Einige Stunden
traf am Montagoor-
früher als in den Vorjahren
mittag der Führer, mit Sonderzug von München
lies, eine Woche, in der in
Prrffe nahöbringen werden.
Nationaler Überraschungsangriff an der Ebro-Front.
Auf dem reich geschmückten Reichsminister Rudolf Heß,
kommend, in Nürnberg ein.
Bahnhof wurde der Führer von
dem Gauleiter von Franken, Julius Streicher, und Oberbürgermeister Liebel willkommen geheißen. Jubelnde Begeisterung grüßte den Führer auch bei der Fahri nach dem „Deutschen Hof".
Am Sonntagabend traf bereits der Stellvertreter des Führers, Rudolf H e tz. in der Stadt der Reichsparteitage ein, wo ihm Hauptdienstleiter Schmeer über die organisatorischen Vorbereitungen einen abschließenden Bericht gab. Dtontagoormittag um 7.30 Uhr verließ der Diplomatenzug, der unter Leitung de« ^-Oberführers Stenger steht, Berlin. Das Diplomatische Korps ist auch in diesem Jahr fast vollzählig in Nürnberg vertreten. Die Lücken, die noch in den ersten Jahren vorhanden waren, haben sich geschlossen und auch die Vertreter der demokratischen Großmächte, Frankreich, Großbritannien und der USA. fehlen nicht. ~ ~ 1 * i e n, das eben
Haltungjedes Deutsche i st. Eine Woche, in der Bilanz ge, Ertrag eines arbeitsreichen Jahr , ..
Aufmärschen und Kundgebungen sich die Kraft des jungen Reiches darstellt. Schon sind Gruppen der Teilnehmer nach Nürnberg unterwegs oder ste befinden sich an den Sammelstellen der Gaue, die übrigen fiebern der Fahrt, die sie zu den Stätten großen Erlebens führt, mit Ungeduld entgegen. Aber auch sie Herzen derer, die selbst nicht Augenzeuge des großen Geschehens sein können, sind offen und bereitet für das Erlebnis, das ihnen der Rundfunk und die
Kampf eine große Zahl von Gefangenen und reiche Beute machten. Dann setzte die nationale Infanterie ihren Vormarsch längst des Caballos-Eebirges fort unb erreichte stellenweise sogar die zweite Verteidigungslinie der Roten. Am Samstag und Sonntag sind die Nationalen in dem stark verteidigten Gebiet der Ebro-Front, wo der Feind ferne gesamte Widerstandskraft zusammenballt, sechs Kilometer tief vorgedrungen.
Der nationale Heeresbericht verzeichnet außer den Erfolgen an der Ebro-Front auch eine Verbesserung der vorderen Linien im Abschnitt Saladaberd der Valencia-Front südlich der Straße Teruel—Sagunt. Gegenangriffe der Bolschewisten an dieser Stelle wurden blutig abgeschlagen. Di« nationale Luftwaffe unternahm nächtliche Angriffe auf die militärischen Ziele von Barcelona und einiger anderer bolschewiMcher Nachschubplätze.
Selbstverständlich ist auch das .. .
erst den Gefallenen der nationalsozialistischen Bewegung durch die Übersendung eines Lorbeerstraußes in einer altrömischen Vase eine sinnvolle Ehrung zuteil werden ließ, neben den Parteiabordnungen durch seinen Botschafter verrieten. Ebenso entsenden die Türkei, Polen, Brasilien, Argentinien, Natio- nalspanien und Japan ihre Botschafter. Es werden außerdem in Nürnberg anwesend jein: die Gesandten von Norwegen, Dänemark, der Tschecho-Slowakei, von Griechenland, Irland, Finnland, Portugal, Haiti, der Union von Südasrika, Jugo- ftawicn, Ungarn, Belgien, Nikaragua, Estland, Panama, Schweden, Iran, Rumänien, Bulgarien, Guatemala, der Schweiz Ägypten sowie die Geschäftsträger von Siam, Luxemburg, China, Chile, Mexiko, Afghanistan, Kuba, Peru, Hok- lmw, Venezuela, Albanien, Litauen und Lettland. Schon
Kz. Heute nachmittag um 4 Uhr nimmt der. Reichsparteitag in Wrnberg seinen Anfang. Nach einem Prejseempfang im Kulturoereinshaus, den der Reichspresiechef auf 2.30 Uhr festgesetzt hat, läuten von 3.30 b is 4.00 Uhr di e Glocken das große Ereignis ein. Durch ein Meer jubelnder Menschen begibt sich der Führer zum Rathaussaal, wo seine Begrüßung durch den Oberbürgermeister stattfindet und ihm, wie in jedem Jahr, ein Geschenk der Stadt der Reichsparteitage überreicht werden wird. Damit beginnt eine Woche, die durch richtunggebenden Reden für die innere j edes Deu^tscheu von formender Kraft !zogen wird über Erfolg und
„Leichtes Nachlassen der Spannung."
as. Berlin, 5. Sept. Mit dem Beginn des 10. Reichs- parteitages rückt naturgemäß Nürnberg in den Mittelpunkt des Jutereffes. Dem kann sich auch das Ausland nicht entziehen, das übrigens nicht weniger als 250 Berichterstatter nach Nürnberg entsendet. So berichten die englischen Blätter sehr ausführlich über die Vorbereitungen in Nürnberg, aber auch französische Zeitungen enthalten lange Sonderberichte und zahlreiche Bilder. Allerdings begnügt sich ein Teil der Auslandspresie nicht damit, den Rahmen zu schildern, in dem sich der diesjährige, im Zeichen Groß-Deutschlands stehende Parteitag aöspielen wird, sondern ergeht sich auch in alle möglichen Kombinationen über die bevorstehenden Führerreden. Dazu mutz allerdings erneut darauf verwiesen werden, datz, was wir schon mehrfach betonten, in der tschechischen Frage die Entscheidung nicht in Nürnberg fällt, sondern in Prag. Dort mutz man sich endlich zu der Erkenntnis durchringen, datz eine dauerhafte Lösung nur auf der Grundlage des von Konrad Henlein aufgestellten Karlsbader Programms möglich ist. Das ist auch gestern bei den Massenaufmärschen des Sudetendeutschtums zu den in allen größeren Städten veranstalteten Erntedankfesten zum Ausdruck gekommen. Die immer wieder von brausendem Jubel begleiteten Kundgebungen der einzelnen Sprecher klangen in eine grundsätzliche Friedensbereit- schast aus, doch gleichzeitig auch in die Feststellung, daß das Sudetendeutschtum nur in der Erfüllung der Karlsbader Forderungen Konrad Henleins eine Befriedung zwischen den Völkern sehen kann. Auf der Kundgebung in Tetschen fügte der Propagandaleiter der SDP., Abgeordneter Sand ne r hinzu: „Wir erklären der Regierung und den verantwortlichen tschechischen Politikern, daß wir eine Verständigung nur sehr schwer für möglich halten, solange in den Straßen Prags oder Brünns tschechische Elemente Jagd auf weiße Strümpfe machen. Wir verhandeln trotzdem, um die
friedliche Lösung möglich zu machen und wir verhandeln aus der Bereitschaft, dem Staate zu geben was des Staates ist, aber auch für uns zu fordern was unser ist."
Zur Verhandlungslage selbst ist wenig Neues zu berichten. Beachtung findet aber naturgemäß die gestrige z w e i - stündige Unterredung des Beraters Lord R u n c i m a n s, Asthon Gwatkin mitKonrad Henlein in Asch. Gwatkin ließ sich nochmals über die gegenwärtige Situation informieren, wie auch über den Besuch Henieins beim Führer. Uber diese Unterredung erstattete alsdann Gwatkin Lord Runciman Bericht. Die Besprechungen gehen also weiter und diese Tatsache gibt der englischen Presse denn auch Anlatz, die Lage weiterhin mit einem vorsichtigen Optimismus zu betrachten. Auf den gleichen Ton war auch die Rede gestimmt, die der französische Außenminister Bonnet gestern bei der Einweihung eines Ehrenmals für die im Weltkrieg gefallenen amerikanischen Soldaten in der Nähe von Bordeaux hielt. Im ganzen hat diese Rede nichts Neues gebracht. Der Friedenswille und die Vertragstreue Frankreichs wurden stark unterstrichen, ebenso, wie es bei dem Anlaß der Rede nicht anders zu erwarten war. die französisch-amerikanische Freundschaft. Zur tschechischen Frage erklärte Bonnet, daß er den Ernst des tschechisch-slowakischen Problems nicht verkenne, aber hoffe, datz die schweren Gefahren, die über Mitteleuropa schwebten, abgewendet werden würden. Im übrigen werden in Prag heute die Verhandlungen fortgeführt werden. Verzeichnet sei schließlich noch die Meldung, daß der englische Außenminister Lord Halifax programmmäßig von seinem Landsitz nach London zurückkehrte, wo er die letzten Berichte zur tschechischen Frage prüfte, Berichte, die, wie das der englischen Regierung nahestehende Büro „Pretz Association" sagt, „nicht allzuviel Hoffnung auf eine schnell« Regelung des Streites gewährten, aber doch ein leichtes Nachlassen der Spannung erkennen liehen."
Im Dienste der Volksgesundheit.
Von Willi Pempel.
Der Bau von Wohnungen und Siedlungen ist, im nationalsozialistischen Staat nicht allein ein wirtschaftliches Problem, sondern greift vielmehr tief hinein in die Sozialpolitik unseres Volkes. Diese Feststellung hat Reichs- organisationsleiter Dr. L e y bei der Eröffnung der 1. Deutschen Bau- und Siedlungsausstellung in Frankfurt a. M. gemacht und auch die Wege gewiesen, die beschritten werden müssen, um die Fragen des Wohnungs- und Siedlungswesens im nationalsozialistischen Sinne zu lösen. Das Bauen und Siedeln hat ja im neuen Deutschland durch die tatkräftige Unterstützung der Reichs-, Staats- und Parteistellen und durch die planvollen Überlegungen aller mit dieser Materie befaßten Menschen einen Aufschwung erfahren, wie er vor 1933 wohl von niemanden vorausgeahnt werden konnte. Gewiß, auch früher wurde gebaut, es entstanden nach dem Kriege in allen Großstädten neue Wohnblocks und Siedlungen,, aber bei allen diesen Projekten fehlte die Planmäßigkeit, es fehlte aber vor allem der Wille, deutsch zu bauen. Wir kennen ja zur Genüge die in der Gauhauptstadt entstandenen Siedlungen eines Menschen, der die Idee der Kastenbauweise propagierte und dem es auch tatsächlich durch die unverantwortliche Unterstützung seitens der Systemstellen gelang, diesen undeutschen Gedanken zu verwirklichen. Man versuchte damals, dem deutschen Menschen einen Baustil aufzuzwingen, dem er innerlich fernstand und der geboren wurde in den Gehirnen sogenannter Baukünstler, denen es hauptsächlich darum zu tun war, unter allen Umständen jede Bindung mit den Großtaten deutscher Baukultur zu lösen. Sie trieben eine Häusergestaltung, die dem Gedanken der Schönheit des Wohnens entgegengesetzt war. Der Gauleiter hat diese Bauweise trejfend als Bau- bolschewismus gebrandmarkt. Diese künstlerisch und technisch entarteten Vauideen konnten sich gerade in einem Gebiet x entfalten, das von jeher im Mittelpunkt ältester deutscher Baukultur stand.
Nach der Machtübernahme wurde? durch die Initiative unseres Gauleiters neue Wege auf dem Gebiete der Baugestaltung beschritten. Die Frage der Arbeitsbeschaffung, die in engstem Zusammenhangs hiermit stand, war nicht allein ausschlaggebend für die intensive Arbeit, die geleistet wurde. Es galt vor allem, den nationalsozialistischen Geist auf dem Gebiete des Bauwesens zum Durchbruch zu verhelfen. So war es erklärlich, daß die Partei auch auf dem Gebiete des Siedlungswesens die Führung übernahm, einem Gebiet, auf dem grundsätzlich neue Gedanken verwirklicht werden mutzten. Nicht, daß Siedlungen errichtet wurden, war das Ausschlaggebende, sondern wie sie erstellt wurden, stand im Vordergründe der Planung. Wenn wir heute durch das Rhein-Main-Eebiet fahren, können wir überall diesen neuen Geist des Siedlungsgedankens erkennen. Schmuck stehen die ‘ Häuser in der Landschaft, zur Freude ihrer Beschauer, vor allem aber natürlich ihrer Besitzer, die hier eine Heimstätte gefunden haben, an denen sie mit Leib und Seele hängen. Die über 7000 Arbeitersiedlungen, die in unserem Gau seit der Machtübernahme errichtet wurden, sind Musterbeispiele nationalsozialistischer Aufbauarbeit.
Der Baugedanke des Nationalsozialismus erschöpft sich nicht darin, Erotzbauten zu errichten, «r will vielmehr gerade dem schaffenden Menschen dienep. Der Schönheit des Arbeitsplatzes schließt sich daher die Schönheit des Heimes an. Denn es würde dem Gedanken „Schönheit der Arbeit" in stärkstem Matze widersprechen, sollte der Arbeiter in seinem Heim nicht die Ergänzung dieses Schönheitsgedankens finden. Es versteht sich daher von selbst, daß bei der Erstellung neuer Wohnungen heute hygienische Überlegungen eine größere Rolle spielen denn je. Genügend Luft und Sonne sind unerläßliche Voraussetzungen des gesunden Wohnens. Damit steht das heutige Bauen im Dienste der Volksgesundheit, während es früher meist von wirtschaftlichem Denken diktiert war und jeder den Boden für seine Zwecke mißbrauchte. Planen und Bauen ging willkürlich vor sich. Keiner dachte an das Ganze und so erlebten wir _ein wildes Durcheinander von Mietskasernen, Fabriken und Siedlungen. Das heutige Bauen kennt andere Gesetze. Der Gedanke einer klaren
Bilbao, 5. Sept. (Funkmeldung.) An der Ebro- Front setzte unvermutet in den ersten Stunden des Samstags ein umfassender Angriff der nationalen Truppen nach kurzer, aber heftiger Vorbereitung durch die Artillerie und di« Luftwaffe ein. Bereits nach wenigen Stunden waren wichtige Stellungen erobert. Am Sonntag wurden bereits mehr als 3000 Gefangene gemeldet, die erstaunlicherweise alle Spanier waren. Es wurde jedoch festgestellt, daß das Offizierkorps sowie die Artillerie ausschließlich aus Ausländern besteht. So wurden Artilleriereglements in französischer Sprache vorgefunden, die den im französischen Heer üblichen Vorschriften entsprechen.
Die nationalen Truppen besetzten die Höhen rings um den Ort Corbera, drei Kilometer nördlich von Gandesa, und drangen dann in den Ort selbst ein, wo sie nach kurzem
diese Liste zeigt, daß der Reichsparteitag nicht nur das größte nationale Fest der Deutschen ist, sondern auch e i n Weltereignis.
Am Freitagnachmittag trafen die letzten M a r s ch e i n - heiten des Adolf-Hitler-Marsches der HI. im Sammellager Fürth ein. Sie haben zusammen rund 12 000 Kilometer zurückgelegt. Die Pommernzruppe hatte auf ihrem Marsch über 800 Kilometer zu bewältigen. Am Sonntagnachmittag begrüßte der R e i ch s j u g e n d s ü h r e r die 2109 Marschteilnehmer mit ihren 490 Fahnen. Der Adolf- Hitler-Marsch, so sagte er u. a., ist zu einer heiligen Handlung der jungen Generation geworden. ,,^r seid als die Fahnenträger die Repräsentanten der Jugend und tragt mit euren Fahnen die Herzen des jungen Deutschlands". Die Feierstunde schloß mit der Vereidigung, in der sich die Fichnenträger verpflichteten, die Fahne der Jugend in Glück und Not dem jungen Deutschland voranzutragen, sich jederzeit der Fahne würdig zu erweisen, ihre Ehre mit dem Leben zu verteidigen, immer bereit, in ihrem Dienste zu leben und zu ihrem Ruhm in den Tod zu gehen. Am Sonntagabend wurde die Reichsjugendherberge „Luginsland" auf der Nürnberger Burg durch den Reichsjugendführer in Dienst gestellt. Um der gesamten arbeitenden Jugend ote Möglichkeit zu geben, an dem großen Nürnberger Geschehen lebendigsten Anteil zu nehmen, fordert der Leiter des Jugendamtes der DAF. die Betriebsführer, Lehrherren und Meister auf, den berufstätigen Junge» und Mädels die Teilnahme am Gemein sch aftsempfang der H2- Kundgebung in Nürnberg am Samstagvormittag 9 30 Uhr zu ermöglichen.
Am vergangenen Samstag konnte die soeben fertig- gestellte Reichsautobahnstrecke Nürnberg—Ingo I- stadt-Vratzhof dem Perkehr übergeben werden. Das Wochenende brachte für die Nürnberger und Nürnbergerinnen, die in der Woche des Reichsparteitages beruflich an ihre Arbeitsstätten gebunden sind, ein großes Volksfest in sämtlichen Hallen der KdF.-Stadt. Die besten Artisten aus dein ganzen Reich boten ein kaum zu übertreffendes Programm. Diese Veranstaltung ließ bereits die Harmonie zwischen ernster Ar- beil und lebensofiener Freude anklingen, die den ganzen Parteirag beherrscht.
Zwischen Nürnberg und Prag
(Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.)
86. Jahrgang.
Montag, 5. September 1938.
Nr. 207.
Wiesbadener Tagblatt
* - um. C&wi
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