Freitag, 12. August 1938.
Wiesbadener Tagblatt
Nr. 187. Seite 3.
Verrat an Europa.
Von Alfred Gerigk.
„Verschworen bis zum letzten Mann."
Nach Senator Frank trat der Stellvertreter Konrad Henleins, Karl Hermann Frank, an das Grab. 3n Vertretung Konrad Henleins und im Namen des Sudetendeutschtums überbrachte er dem toten Kameraden die letzten Grütze. „Mitten aus deinem jungfrischen Leben", so rief er, „mitten aus deinem Kampf für Volk und Heimat, hat dich, den Unbewaffneten, die Hand feiger Meuchelmörder hingestreckt. In tiefem Schmerz, aber auch in berechtigter Empörung, steht das Sudetendeutschtum an deinem Sarg. Seit dem 21. Mai. an dem sich die Prager Regierung bemüßigt fühlte, besondere Maßnahmen über unser ohnedies gequältes deutsches Land zu verhängen, bist du, Kamerad P a i e r l e, der dritte Blutzeuge für unser deutsches Recht. So wie die beiden Kameraden von Eger, bist auch du gefallen für die große Idee, der wir alle verschworenlind bis zum letzten Mann. So wie sie, bist du Kamerad, uns allen durch den Tod Sendbote geworden, Sendbote einer lichteren deutschen Zukunft. An dieser Stelle schwören wir Treue um Treue. Wir senken die Fahnen vor der Größe deines Opfers. In aller Zukunft marschierst du unvergessen in unseren Reihen mit, dein Leben war eingestellt auf Treue, Opferbereitschaft und Aufopferung Du hast der Idee der Gemeinschaft des Volkes das größte Opfer gebracht, das ein Mann bringen kann, du gabst dein blühendes junges deutsches Leben. Die Größe deines Opfers aber und die Rechtlosigkeit der feigen Mordtat kann nicht verringert werden durch die Verlogenheit der tschechischen und jüdischen Presse. Der Gegner soll es wissen: Wir fürchten den Tod nicht! Dort, wo einer fällt, treten Tausende an seine Stelle und sind bereit, weiter Opfer zu bringen. Denn heute gilt der Spruch: „Die Fahne ist mehr als der Tod!" Das ist das Vermächtnis der Frontgeneration, daß die Idee, für die wir kämpfen, mehr wert ist als das Leben."
Unter den Klängen des Liedes vom guten Kameraden senkte sich dann der Sarg in die Erde. Rach der Trauerfeierlichkeit ging die nach Tausenden zählende Menge in stiller Ergriffenheit, aber auch in verhaltener Erbitterung auseinander und es war immer wie ein stummer Schwur, wenn dabei einer nach dem anderen zu den noch erhobenen Fahnen der sudetendeutschen Bewegung hinaufgrüßte.
Die Tschecho-Slowakci ist das erregend« und beunruhigende Thema der verantwortungsbewußten europäischen Politiker seit Wochen und Monaten, ja eigentlich schon seit Jahren, wenn auch erst in jüngerer Zeit die äußeren Anlässe zu dieser Beunruhigung sich häuften. Jetzt hat die A n t i k o m i n t e r n eine Dokumentenveröffentlichung zusammen- ge stellt, die die tieferen Gründe für das Entstehen dieses Brandherdes in Europa nachdrücklich klarlegt. „Ein Rotibuch über die Volschewisierung der Tschecho-Slo- w akei" ist der Untertitel dieser Veröffentlichung, die unter der Parole „Verrat an Europa" erscheint. Daß die Tschecho- Slowakei als Staat nicht ein Produkt eigener tschechischer Staatsbildungskraft ist, daß sie von den Verbündeten nach Kriegsende ins Leben gerufen, daß sie von Frankreich zur Sicherung seines europäischen Herrschaftsanspruchs reich aus- gestattet und unterstützt wurde, sind alte Weisheiten. Wie aber dre Tjchecho-Slowakei nach 1933 sich zum Vorposten des Bolschewismus in Europa machte, ist bei weitem nichr rn ausreichendem Maß bekannt. „Die Tschecho-Slowakei ist die Festung, die ins Vorfeld hinausgeschoben und dabei das Verbindungsglied zwischen Frankreich und Sowjetrutzland
Cin kleiner Staat innerhalb eines Blocks mutz die mllitarrsche Führung selbstverständlich dem mächtigsten Bundes- genoffen überlassen." Das schreibt der tschechische Eeneralstabs- oberst M o r a v e c, und er gibt damit zu, daß die Tschecho- Slowakei die Kommandogewalt an Sowjetrutzland abge- t€n^at' ia andere'Zeugnisse zeigen, daß auch die Ausbildung der tschechischen Wehrmacht ganz nach sowjetrussischem Muster erfolgt ist, feit, das Bündnis abgeschlossen wurde, seit sowjetruffische Eeneralstabsoffiziere in der Tschecho-Slowakei und tschechische Offiziere als Manöoergäfte in Sowjetrutzland waren. Wie, stark die Tschecho-Slowakei sich von Sowjet- rutzland lEhängig gemacht hat, ergibt sich aus einigen Beispielen. _ In den ersten Jahren nach dem Weltkrieg erklärte £^.J!la69e®enbe tschechische Stelle, „datz sich alle tschechischen Militärs darüber einig waren, daß die Ost-Slowakei utl£ th en-Rutzland im Kriegsfall ja doch nicht zu halten sind und geräumt werden müffen." Aber unmittel- bar nach Abschluß des Sowjetbündniffes wurden gerade rn diesem Landesteik, _ der die Landbrücke nach Sowjetrutzland darstellen soll, große Bahn bauten in Angriff genommen. 3m ^ahre, 1935 wurden allein für die dortigen Bahnbauten ganz plötzlich 4 Milliarden Kronen, das waren damals 500 Millionen Reichsyiark ausgeworfen, Bahnstrecken, die völlig ins leere laufen, wurden zweigleisig aus geb aut, andere ganz neu in Angriff genommen. 3n der Slowakei wurden vom Frühjahr 1935 bis zum Sommer 1936 über 100 Industrie-Betriebe ins Leben gerufen, Waffenfabriken, elektrotechnische, und chemische, Pharmazeutische und metallurgische Fabriken usw. — das alles in einem Gebiet, von dem man ursprünglich erklärt hatte, daß man es im Kriegsfall nicht würde halten können. Einige andere Dinge kommen hinzu: 500 Lehrer wurden im 3ahre 1936 zum Studienaufenthalt in die'Sowjetunion entsandt, 50 Prozent der Schüler in den höheren Schulen gehören den jungkommuni st ischen Organisation e n an, wie eine Umfrage ergab, und allein in den ersten sechs Monaten des 3ahres 1936 bereisten über 2000 Tschechen als Touristen die Sowjetunion. Die Verbindung zum Bolschewismus wird also mit aller Macht gefördert — die geistige Verbindung ebenso wie die militärische. 3st es ein Wunder, daß nicht etwa eine deutsche Stelle sondern die französische Zeitung „Paris Soir" das Wort von dem „Flugzeugmutterschiff der Sowjets" prägte, das die Tschecho- Slowakei darstellt. Von sowjetruffischer Seite wurde eine Darstellung der sowjetruffischen Flugtaktik gegeben, in der es hieß: Die, Schaffung von Flugzeugstützpunkten vor und hinter Prag ist für uns das Ideal. Von da aus können wir die Flugzeit auf die Hälfte verringern. Mir brauchen nur halb so viel Betriebsstoff. Dadurch wird es uns möglich drei Tonnen Sprengstoff mehr miyuführen." Und wenig später meldete eine sowjetruffische Militärzeitung, die Errichtung von 15 „neuen Flughäfen des ts ch e ch i sch e n Bundesgenossen". Das Ergebnis ist, daß von den tschechischen Militärlufthäfen, die wie gesagt für sowjetruffische Flugzeuge eingerichtet worden sind, jetzt erreicht werden können: Das oberschlesische Industriegebiet in 6 Minuten, Chemnitz in 10 Minuten, Dresden von Prag in 16 Minuten, Berlin in 37 Minuten, Wien in 6 Minuten, Budapest in 3 Minuten. Das alles deutet auf eine fieberhafte Rüstung hin und auf eine zielbewutzt unter fremdem Einfluß eingeleitete Rüstung. Rach der von dem tschechischen Eeneral- stabsobersten Moravec selbst eingestandenen Veräußerung der tschechischen Kommandogewakt an die Sowjets rechtfertigt sich allein aus dieser kurzen Übersicht, aus diesem knappen Auszug, der in dem Antikomintern-Rotbuch gegebenen Materialien der Titel dieser Dokumenten-Sammlung: „Verrat an Europa".
Die ergreifende Totenfeier für Paierle.
Hartmauitz sBöhmerwald), 11. Aug. Die Beisetzung des jüngsten Blutzeugen der sudetendeutschen Bewegung, Wendel Paierle, gestaltete sich zu einer ergreifenden Kundgebung der sudetendeutschen Notgemeinschaft, gleichzeitig aber wurde dieser Akt der Trauer zu einer flammenden Anklage gegen ein menschenunwürdiges Regime des Terrors, deffen Weg von unzähligen Gräbern unschuldig gemeuchelter Deutscher gezeichnet ist
Um 10 Uhr vormittag war di« Aufstellung des Trauerzuges bei der Kapelle, die Halbwegs zwischen der Mordftelle und dem Friedhof von Eutwasser steht, beendet. Der Sarg des Ermordeten, ruhte, von einer Fahne der sudetendeutschen Bewegung bedeckt, auf einem mit Eichenlaub ausgeschmückten Katafalk. Schutzdienstabteilungen hielten die Ehrenwache.
Am Grabe nahm als erster der Kreisleiter der SDP., Senator Ludwig Frank, das Wort. Er gedachte des Toten als eines treuen und einsatzbereiten Kameraden.
„Am offenen Grabe", fuhr Senator Frank u. a. fort, „klage ich an ein System des Unrechtes und der Ungesetzlichkeit, mit der gegen das völkische Sudetendeutschtum gekämpft wird. Durch dieses System wird in moralischer Hinsicht schlechtes Beispiel gegeben für alle minderen Elemente. 3ch klage an ein System, das Ungesetzlichkeiten durch Verdrehungen bemäntelt, um nach außen hin ein anderes Bild zu geben, als es der Wahrheit entspricht, ein System, das statt der Völkeroersöhnung dem Haß dient, das es duldet, daß der Haß gepredigt wird bis zum Mord, ein System der politischen Justiz, das gegen die Sudetendeutschen mit aller Strenge gehandhabt wird, gegen die Gegner der Sudetendeutschen aber Milde walten läßt, sodaß dem persönlichen Haß freier Lauf gelassen wird, ein System, welches duldet, datz solche Tat^n geschehen können, daß dort Blut fließt, 'wo es durch entsprechende Maßnahmen verhindert werden könnte. Das Blut schreit zum Himmel, und wenn wir heute die Welt anrufen können, wir gewiß sein werden, daß der Ruf Widerhall finden wird."
Kurze Umschau.
Der 3ugendführer des Deutschen Reiches, Reichsleiter Baldur v. Schirach, besuchte am Donnerstag überraschend das deutsch-englische Jugendlager in Burghausen am Inn. Die dort versammelten 'englischen Boys- couts nahmen begeistert eine Einladung des Reichsjugendführers in das Hochlandlaaer an, wo sie am morgigen Freitag vor ihrer Abreise nach England fröhliche Stunden verleben werden.
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Staatspräsident Lebrun und Ministerpräsident D a I a b i e r wohnten am Donnerstag in Vrianeon der Truppenparade bei, die die Alpenmanöver beschlossen. An ihr nahmen 20 000 Mann teil. Daladier erklärte den Preffe- vertretern, daß die an den Manövem beteiligten Truppen ein prächtiges Beispiel von Hartnäckigkeit, Ausdauer und Begeisterung gegeben hätten. Auch der Generalissimus, General
Gamelin, zeigte sich mit den Leistungen der Truppen äußerst zufrieden.
Premierminister Chamberlain hatte eine Aussprache mit dem Kolonialminister Mäcdonald. Er dürfte dabei dem Ministerpräsidenten Auskunft über seine Beratungen in Palästina mit dem Oberkommiffar, den militärischen Leitern und verschiedenen anderen hohen Persönlichkeiten gegeben haben. Außerdem besuchte der Kolonialminister auf seinem Rückfluge aus Palästina auch Malta und hat die dortige verfassungsmäßige Lage geprüft
Die Nationalversammlung Boliviens hat dem Chaco-Abkommen mit 102 gegen 12 Stimmen ihre Zustimmung erteilt. Eine Volksabstimmung, die gleichzeitig in Paraguay durchgeführt wurde, ergab ein« etwa 90prozentige Mehrheit für das Abkommen. Damit ist der Friede am Chaco von beiden Völkern sanktioniert
Ehrung des Generalobersten von Fritsch.
Übergabe des Artillerie-Regiments 12.
Groß-Born, 11. Aug. Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch, übergab am Donnerstag um 12 Uhr auf dem pommerschen Truppenübungsplatz Erotz- Vorn im Auftrage des Führers und Obersten Befehlshabers der Wehrmacht das Artillerie-Regiment 12 an seinen neuen Chef, Generaloberst Freiherr von Fritsch. Das Art.-Reg. 12 und die auf dem Truppenübungsplatz zur Zeit anwesenden Truppen hatten auf dem Paradeplätz des Truppenübungsplatzes Paradeaufstellung genommen. ' Anwesend waren u. a. der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe 1, Generaloberst von Rundstedt, der Kommandierende General des II. Armeekorps, General der Infanterie von B l a s k o w i tz, und eine Anzahl höherer Offiziere, die dem Art.-Reg. 2 bzw. tem Art.- Reg 12 nahegestanden haben, so General der Artillerie von Vollard-Bockekberg, ferner Abordnungen des ehemaligen Feldart-Reg. 60, dessen Tradition bas jetzige Art.- Reg. 12 weiterführt.
Der Kommandeur der 12. Division meldete Generaloberst Freiherr von Fritsch die Paradeaufstellung unter präsentiertem Gewehr, woraus der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch, di« Verleihungsurkunde mit einer Ansprache übergab, in der er u. a. hervorhob:
Jahren Ihres Wirkens als Oberbefehlshaber des Heeres das Versprechen, das sie einst gaben, wahrgemacht haben, nämlich dafür zu sorgen, daß das kostbare Erbe preußisch- deutschen Soldatentums nicht untergeht. Sie haben sich nicht nur dafür eingesetzt, es zu bewahren, sondern Sie sind zu einem Repräsentanten geworden.
Vier Jahre haben Sie, Herr Generaloberst, als Oberbefehlshaber an der Spitze des Heeres gestanden. In dieser kurzen Spanne Zeit haben Sie aus dem kleinen Reichsheer ein Schwert geschmiedet, wuchtig und scharf und bereit, auf den Feind niederzufahren, der-es wagt, deutsches Land und deutsches Volk anzutasten. So ist aus Ihren Händen ein schönes, stolzes Werk hervorgegangen, das für immer der Geschichte angehören wird. Es ist nicht zu trennen von Ihrer Persönlichkeit.
Umso dankbarer sind wir dem Führer und Obersten Befehlshaber für die hohe Ehre, die er Ihnen durch die Ernennung zum Chef dieses Regiments hat zuteil werden laffen. Eine Ehrung, durch die auch äußerlich wieder die enge Zu- sammengehörigkeit Ausdruck findet, die uns mit Ihnen alle Zeit verbindet."
Generaloberst von Brauchitsch schloß mit einem dreifachen „Hurra" auf den neuen Regimentschef, woraus die Musik den Parademarsch des Art.-Reg. 12 spielte.
Sm Schädlings- und Trotzkistenprozeß gegen sieben ehemalige leitende Funktionäre der Bergbau-Organisationen im Donezgebiet, über den bereits berichtet wurde, ist jetzt das Urteil gefällt worden. Fünf Angeklagte, darunter der frühere Leiter der Kohlentruste „Arternugol" und „Bidjonnowugol", wurden zum Tode verurteilt, zwei zu je 25 Jahren Gefängnis.
Ansprache von Brauchitschs.
„Sie haben es immer vermieden, sich feiern zu lassen. Der heutige Anlaß ist aber ein so besonderer, so einmaliger, daß an 5tjrer Persönlichkeit und der Arbeit eines langen erfolgreichen militärischen Lebens, das im Zeichen des Sichoerzehrens für die„ Pflicht stand, nicht vorübergegangen werden kann. Ich möchte Ihnen sagen, daß sie in den vier
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»verrat an Europa." — Ein Rotbuch über die Bolfchewisierung der Tschecho-Slowakei.
veranstaltet qm 10. August im Berliner..Kaiserhof" aus Anlaß der Herausgabe des Buches ®ur<?pa von Karl Viey einen Preffeemmany. Unser Bild zeigt ein Bilddokunkenl aus dem Buch: Zm Moskauer Kreml bekräftigt Herr Benesch bie tschechisch-bolschewistische Allianz. Von rechts nach links: Benesch, Stalin, der Prager Gesandte der Sowietunion. Alerandrovskq. Litwinow-Finkelstein. Molotow.
(Weltbild. K.)
Generaloberst Freiherr von Fritsch
antwortete seinerseits und betonte:
„Ich danke Ihnen insbesondere auch dafür, daß hier nicht nur das Regiment, deffen Chef zu fein ich nunmehr die hohe Ehre habe, sondern auch zahlreiche andere Truppen vieler Verbände in Parade stehen. Sie geben mir hierdurch Gelegenheit, indem ich diesen Truppen danke, dem ganzen Heer zu danken für das, was von ihm in hingehender, treuer und -selbstloser Arbeit und Pflichterfüllung in den vier Jahren, in denen ich die Ehre hatte, an seiner Spitze zu sichen, geleistet worden ist. Ich habe es immer wieder und täglich noch mit tiefer Dankbarkeit gefühlt, daß die S o l d a t e n t r e u e, von der Sie, Herr Generaloberst sprachen, kein leerer Be- griff,,sondern lebendige Wahrheit ist. Treue um Treue. Das Heer möge daher versichert sein, daß auch in Zukunft mein ganzes Fühlen und Denken ihm gehört und ihm gehören wird, jo lanae dieses Herz schlägt.
Als Oberbefehlshaber des Heeres, habe ich meine Aufgabe nicht zuletzt darin gesehen, das Erbe preußisch-deutschen Soldatentums mit dem sieghaft vorwärts stürmenden Geist des Reiches Adolf Hitlers zu verbinden und zu verschmelzen"
Mit der Aufforderung, jederzeit zum Einsatz der ganzen Kraft und des L^ens im Dienste und zum Schutze des Vaterlandes bereit zu sein, brachte Generaloberst Freiherr von »ein dreifaches „Sieg-Heil" aus auf das Vaterland und d ol s H i t > e r, den Führer, der neuen deutschen Wehrmacht Schöpfer und Oberster Befehlshaber."
Darauf wurden die Nationalhymnen gespielt. Der Feier schloß sich ein Parademarsch an, worauf Generaloberst Freiherr von Fritsch sein Regiment selber in das Lager zurüch'ührte.
Am Nachmittag besichtigte der neue Regimentschef in Begleitung des Regimentskommandeurs die Unterkünfte seines Regiments.
Den Abschluß des Tages bildete ein Großer Zapfenstreich, der vom Art.-Reg. 12 gestellt wurde, an dem aber auch Muflk- und Trompeterkorps aller anderen, zur Zeit auf dem Truppenübungsplatz untergebrachten Truppen teilnahmen.
