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WiesbaiknerTagblatt

Druck und Verlas: MS? „

Erscheinungszeit:

Nr. 174,

Donnerstag, 28. Juli 1938,

86. Jahrgang

Kriegshetzer im Unterhaus

ein

renn

Dr. Frick eröffnet das Deutsche Turn- und Sportfest.

die

Wöchentlich

mit einer täglichen

--------Verlag:

2. Schellenberg'sch« Hofbuchdrvckerei, ^Tagblatt < Haus". Fernsprecher^ammel-Nr. 59631. Drahtanschrift: Tagblatt Wiesbaden. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. Nr. 7405.

?s- Dekltn, 28. Juli. In Italien hat die Nachricht, das! französischen Behörden dem rotspanischen j e t = stirer ,,Diaz", der über ein Jahr auf einer Werft 1 n,~£ Havreausgebessert wurde, das Auslaufen nach Sowfetspanien gestairen wolle, Empörung ansqelöst. Man erklärt daß die Ausführung dieses Planes sehr ernste internationale Verwicklungen schaffen würde und daß die Wiedereingliederung dieses Schiffes in die rotspanische Flotte dre f r a n z o > i s ch e Regierung erneut schwer b e - lasten wurde. Das ist eine sehr deutliche Warnung Ita­liens an die Pariser Adresse, eine Warnung, ,zu der Rom um so mehr berechtigt ist, als Chamberlain in seiner Unterhaus wde erst Italien erneut seine korrekte Haltung im spanischen Konflikt bestätigt hat Das hat man in Rom mit Genugtuung zur Kenntnis genommen, während man

von der Verantwortung.

amtlich von der britischen Regierung kommend angesehen werden konnten. Bon ihr seien keine Vorschläge für eine Be­reinigung gemacht worden und würden auch keine gemacht .Von einem britischen „Eingreifen" könne also gar keine Rede sein.

politische Korrespondent des „Dailq Expreß" will wissen, daß Lord Runciman beabsichtige, einen eigenen >■3 1 redensplan" vorzuschlagen, falls die unmittelbaren Besprechungen zwischen den beiden Parteien zusammenbrechen sollten. Dieser Plan werde nicht aufgezwungen, aber man hoffe, dag beide Parteien ihn annehmen würden.

Eine römische Warnung an die Pariser Adresse

(Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.)

London distanziert sich

London, 28. Juli. (Funkmeldung.) Wie der politisch: Korrespondent der „Daily Telegraph" meldet, wird Lord Runcrman bereits am Montagnach Prag reisen. Der Korrespondent unterstreicht noch einmal, daß Runciman als Privatmann nach Prag gehe und daß ihm kein amtliches Sekretariat, nicht einmal ein Dolmetscher des Foveign Office begleiten werde. Man erwarte, daß Lord Runciman gleich nach ferner Ankunftin Prag eine Besprechung m i t H o b f ch a h a benwerde, der eine ähnliche Fühlung­nahme mit den Sudetendeutschen folgen werde. In Londoner politischen Kreisen sch man sich völlig klar darüber, daß die Vorschläge, die Lord Runciman machen werde, nicht als

em<L ®yugs3eü von 2 Wochen 94 Rpf., für einen Monat RM. 2.— em. ichuetznch Traglohn. Durch ine Post bezogen RM. 2.35, zuzüglich 36 Rpf. Bestellaeld (Simei, nummern 10 Rpft - Bezug-bestellunqen nehmen an: der Verlag, ^ Ausgabestellen die mif Rückmbmna ^Een. — Die Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch aus Rückzahlung des Bezugspreises.

Bundesbanner, die 17 neuen Gaubanner des DRL. sowie die 6000 Vereinsfahnen, die ihre Weihe erhalten und noch ver­hüllt sind, folgen nach. Gleichzeitig marschieren von dem Siid- und Nordtor die Vereinsfahnen in großen, dichten Blocks ein.

Als erster Redner nimmt Gauleiter Staatsrat Wagner das Wort, um den nieten tausenden Teilnehmern des Turn- und Sportfestes die herzlichsten Grüße des Erenzgaues und seiner Bevölkerung zu entbieten. Sein besonderer Gruß gilt dem Schirmherrn des Festes, Reichsminister Dr. Frick. Sein weiterer warmer Gruß gilt den deutschen Turnern und Turne­rinnen von außerhalb des Reiches, was von den Teilnehmern mit lautem Jubel unterstrichen wird. Nicht zuletzt spricht er dann dem Reichssportführer als dem vom Führer Beauf­tragten seinen besonderen Gruß und Dank aus.

Unter gedämpften Fanfarenklängen leitet ein Chorspruch zu der Ansprache des Oberbürgermeisters Dr. Strölin-Stutt- gart über, der das Traditionsbanner der Turnfeste dem Reichssportführer übergibt. Dieser übernimmt das alte Banner in die Obhut der nationalsozialistischen Bewegung. Zugleich aber bittet er den Schirmherrn des Festes, Dr Frick dem DRL. ein neues Banner als Wahrzeichen der größeren Gemeinschaft zu verleihen.

In diesem Augenblick fällt die Hülle des neuen Banners des DRL., das den Adler des DRL., von Eokdlorbeer um­rahmt, auf rotem Feld zeigt. Dann nimmt der Schirmherr des Festes, Reichsminister Dr. Frick, das Wort.

(Rede im Innern dieser Ausgabe.)

Unerhörte Provokation Deutschlands.

London, 27. Juli. Wie der llnterstaatssekretär im Lust- fahrtmmisterium, Balfour, am Mittwoch im Unterhaus mitteilte, bauen u. a. die Havilland-Werke zur Zeit eine vier­motorige Berkehrsmaschine, weiter sei man an der Kon­st rnktion eines viermotorigen Eindeckers, der bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 200 Meilen in der Stunde 40 Fluggäste in einem Non-Stop-Flug von London nach Berlin bringen könne.

Die Zwischenfrage des Labour-Abgeordneten Montagu, ob die neue Maschine, die 40 Fluggäste ohne Zwischenlandung nach Berlin bringen könne, ebenso auch 40 Bomben nach Berlin bringen könnte, rief lebhafte Entrüstungs­rufe hervor. Die Entrüstung im Unterhaus über diese Be­merkung des Abgeordneten war so groß, daß nach einigen Minuten der Sprecher einschreiten und die nächste Frage auf- rusen mußte. Später entschuldigte sich dann Mon­tagu beim Sprecher wegen dieser Zusatzfrage.

*

Kz. Der Zwischenfall im englischen Unterhaus gab allen ehrlichen Friedensfreunden wieder einmal den Beweis für den Kriegswillen des Marxismus. Wenn von den Bombenwürfen der Franco-Flotte auf die befestigten Anlagen der Rotspanier die Rebe ist, regen sich die Labour-Abgeord- neten auf und. schreien nach Humanität. Sie heucheln schsin- hoilige Entrüstung über das englische Luftbombardement auf die Stämme Waziristans. Kaltlachelnd erörtern sie jedoch vor dem Forum der Welt die Möglichkeiten, die eine neue Maschine Tür einen Bombenangriff auf Berlin bietet. Die Äußerungen Montagus können wir, auch wenn der „Herr" sich auf den Ent- rLstungssturm hin zu einer Entschuldigung veranlaßt sah, nicht als Entgleisung bewerten. Die destruktive Gesinnung des Marxismus, welcher Färbung er auch sei, kommt

in ihr zum Durchbruch. Diese Halbbrüder Moskaus kennen nur ein Z i e I, Europa in einen neuen Krieg zu stürzen. In ihnen brütet der Haß der jüdischen Rasse gegen den Nationalsozialismus und Faschismus, gegen die völkischen Ordnungszellen in Europa. Ein Haß, der in Spanien, wie die letzten Meldungen aus Bilbao besagen, die grauen­haftesten Orgien feiert. Ein Haß, der in der immer wieder aufslammenden Pressehetze die europäische Atmosphäre vergiftet und Zündstoff sammelt, in der Hoffnung, daß irgend­ein unglückliches Ereignis ihn zur Explosion bringen und die Katastrophe zur Tatsache machen könnte. Die wahnwitzige Provokation Montagus ist aber auch eine Anklage gegen die parlamentarische Demokratie. Wenn ein Regierungssystem nicht mehr verhindern kann, daß ein Abge­ordneter von der Tribüne des Volkes aus so unerhörte An­griffe gegen einen Staat, mit dem man in Freundschaft leben will, richtet, dann mutz man schon fragen, ob dieses System noch über einen Funken Autorität verfügt. Noch am Dienstag erklärte Chamberlain vor dem gleichen Gremium, daß er eine Verständigung zwischen Deutschland und England für mög­lich halte. Lord Halifax hat diese Auffassung gestern im Oberhaus erneut vertreten. Die Entsendung Lord Runcimans und die verschiedenen Schritte des englischen Botschafters in Prag erhärten den Verständigungswillen des Premierministers. Der Zwischenfall Montagu zeigt aber auch, daß es in England Kreise gibt, denen kein Mittel zu schade ist, um damit die offizielle Politik des Landes zu sabotieren. Diese Leute, die ihre Instruktionen nicht vom Foreign Office, sondern aus dem Kreml bekommen, mögen sich sagen lasten, daß das Deutschland Adolf Hitlers alles daransetzt, den Frieden auf diplomatischem Wege zu erhalten, daß es aber auch über eine Wehrmacht ver­tilgt, die den Frieden unseres Volkes gegen Provokateure vom Schlage Montagus und seiner bolschewistischen Eesippen in ihren eisernen Schutzmantel nehmen kann.

Berkimdung der Stiftung „Deutscher Sportdank".

Breslau, 27. Juli. Sn überaus feierlichem Rahmen vollzog am Mittwochnachmittag der Schirmherr des Deutschen Turn- und Sportfestes Breslau 1938, Reichs­minister Dr. Frick, in der mit 52 000 Zuschauern bis aus den letzten Platz besetzten Schlesier-Kampfbahn in Anwesenheit von Vertretern von Staat, Partei, Wehr­macht sowie der gesamten deutschen Turn- und Sport­bewegung die Eröffnung des größten deut­schen Festes der Leibesübungen. Mit der Feierlichkeit war die Verkündung der Stiftung „Deut­scher Sportdank", die Übergabe des neuen Bundesbanners des DRL. durch den Schirm­herrn des Festes an den Reichssportführer sowie die Weihe der 17 neuen Eaubanner und von 6000 Ber- einssahnen des DRL. verbunden.

Das Hermann-Eöring-Sportfeld erlebte am Mittwoch .men großen Tag. In ununterbrochener Folge bringen alle erdenklichen Verkchrsmittel die Teilnehmer in den Nordosten der Feststadt. Es ist eine wahre Völkerwanderung, die sich zu dem Sportfeld ergießt. Die Turner und Sportler sind alle in ihrer Festkleidung erschienen, und viele der Gäste haben ihre schönen Volkstrachten angelegt.

Aus allen Gauen Grotzdeutschlands sind viele Ehrengäste eingetroffen. So sieht man in der Ehrentribüne neben dem Oberpräsidenten und Gauleiter von Schlesien, Joseph Wagner, den Führer der Sudetendeutschen Partei, Konrad Henlein zahlreich« führende Persönlichkeiten des Gaues Schlesien, das Heer von Vertretern der Wehrmacht, von Kunst und Kultur, von Wirtschaft und Verkehr, nicht zuletzt das gesamte Führer­korps des DRL. Gegenüber der Ehrentribüne ist unterhalb des Elockenturmes der Reichsfanfarenzug des DRL. in schmucken braunen Jacken aufmarschiert, vor ihm der Gau­musikzug des Gaues Schlesien der NSDAP.

Wenige Minuten vor 4 Uhr nachmittags betreten Dr. Frick und seine Begleitung, geleitet vom Reichssportführer, die Ehrentribüne. 2m gleichen Augenblick leiten die Breslauer Festfanfaren den feierlichen Akt ein. Kommandoworte er­klingen. Unter festlichen Marschklängen ziehen dann die Fah­nen des DRL. in das Oval ein. Über die große Freitreppe beiderseits des Elockenturmes ziehen das bisherige Bundes­banner, geleitet von Oberbürgermeister Dr. Strölin-Stutt- gart, welche Stadt das Banner seit dem Turnfest 1933 in Arer Obhut hatte, und dahinter die Traditionsfahnen der Deutschen Turnerschaft in das Spielfeld ein. Das neue

fi SlllSOOBett Werktäglich nachmittags.

“ * Geschäftszeit: 8 Uhr morgens dis 7 Uhr abends, anher Sonn- U. Feiertags.

Unterhaltungsbeilage. «-rliner Büro: Berltn-Wilmer-dorf.

Das Kernproblem.

Von Heinrich Karl Kunz.

Im Herbst des vergangenen Jahres stellte Konrad Henlein in einer Kundgebung der SdP. öffentlich fest: Dis Tschecho-Slowakei ist kein Nationalstaat, sondern ein Nationalitäten st aat. Der Überwachungsbeamte der Prager Regierung verbot ihm diese Begriffsdefinierung. Henlein aber ließ sich nicht beirren. Er wiederholte seine Fest­stellung am gleichen Abend noch mehrmals, in dem Bewußt­sein, daß er damit das Kernproblem umrisian hatte. Die Tschechen führten auf der Basis des Nationalitätenprinzips im Vielvölkerstaat der Donaumonarchie ihren Freiheitskampf und gewannen, von ihr ausgehend, die Eigenstaatlichkeit. Durch Überspannung ihrer Ansprüche und die Hilfestellung, die ihnen Persailles aus antideutschen Tendenzen heraus gewährte, ge­rieten sie in dieselbe Problematik hinein, die dem Vorkriegs- Österreich zum Verhängnis wurde. Einst forderten sie die Volksautonomie als Grundlage der staatlichen Gliederung. Heute verleugnen sie die Grundsätze ihrer eigenen Vergangen­heit, weil sie ihren derzeitigen Interessen entgegenzulaufen scheinen.

Wenn eine europäische Nation afrikanischen Boden in ihren Besitz nimmt, so ist sie auf Grund ihrer kulturellen Überlegenheit dazu legitimiert. Wenn aber im Herzen Europas ein Volk, das kaum 7 Millionen Seelen zählt, mehr als 3 Millionen Deutsche mit ihrem, durch Jahrhunderte be­wohnten Raum, wie ein koloniales Territorium zu verwalten sucht, so ist das eine schreiende Ungerechtigkeit. Eine unerhörte Zumutung nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa gegenüber. ■ Ein Zustand, der ungeheure, auf feine eigene Korrektur gerichtete Energien in sich aufspeichert, die auf die Dauer auch nicht durch ein weitverzweigtes Bündnis­system zu unterdrücken sind. Diese, vom Prager Standpunkt aus negativen Energien, untergraben eine gedeihliche innere Entwicklung des Staates. Außenpolitisch würden sie die Ver­ewigung zweier, gegeneinander gerichteter Mächte-Konstella- tlonen bedingen, eine permanente Spannung erzeugen, die schwerste Gefahren in sich birgt. Schon daraus ergibt sich, ganz abgesehen von der Verantwortlichkeit der Versailler Friedens­macher und Staatenschöpfer, daß die tschecho-slowakische Frage nicht eine Prager, sondern eine europäische Angelegenheit ist. Eine Tatjache, die die Westmächte durch die Entsendung Lord Runcimans, auch wenn der private Charakter seiner Mission immer wieder betont wird, nunmehr anerkannt haben.

Die Krise der Tschecho-Slowakei, darüber dürfte man sich wohl auch in London und Paris klar sein, ist nicht durch „Zu­geständnisse" zu beheben. Es geht um das Kernproblem, um die Autonomie der Volksgruppen. Die gerade jetzt durch Indis­kretionen der Regierungspreffe bekanntgewordenen Grundsätze des sogenannten Nationalitätenstatuts, zu denen die SdP. in einer Broschüre ihre juristische Auffassung niederlegen wird, zeigen, daß sich Hodscha um dieses Kernproblem

mdrücken möchte. Der Name Nationalitätenstatut ist hier überhaupt nicht mehr am Platze. Es handelt sich besten- falls um em erweitertes Minderheitenrecht, das geflissentlich die Volksgruppe, als Vertretung der Staatsbürger einer Nationalität übersieht. Von territorialer Autonomie ist kein Wort zu finden. Mit viel Phrasen soll der alte Zustand bemäntelt und aufrechterhalten werden, wobei man sich wohl der Hoffnung hingibt, kleine Zugeständnisie, wenn erst wieder einmal „normale" Zeiten anbrechen, sang- und klanglos ver­schwinden lassen zu können. Die Sudetendeutschen aberlehnenesab.alsMinderheit betrachtet zu werden. Mit einem Viertel der Eesamtbeoölkerung haben sie ein Recht, als Etaatsoolk zu gelten, genau so wie die Tschechen und Slowaken. An diesem Grundsatz darf niemand der um eine ehrliche Lösung bemüht ist, rütteln. Konrad Henlein fordert in seinem am 20. Juli bekanntgegebenen

Anzeigenpreise: Lin äJiiUimeter Höhe der 22 Millimeter breiten Spalte tm Anzeigenteil Grund­preis 7 Rpf., der 85 Millimeter breiten Spalte im Tertteil 60 Rpf., sonst laut Preisliste Nr. 6, Nachlaßstaffel B. — Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Plätzen v»ird keine Gewähr Übernommen. — Schluß der Anzeigen < Annahme 9Vi Uhr vormittags. Größere Anzeigen müssen spätestens einen Tag vor dem Erscheinungstage aufgegeben werden.

mibererWs Chamberlain vorwirft, daß er sich hinsichtlich der Inkraftsetzung des «nglrsch-italienischen Vertrages nickst ein­deutig genug ausgedrückt habe. Im übrigen aber glaubt man in Italien nach wie vor an den Endsieg Francos, ja es wr-rd die Ansicht vertreten, daß mit den letzten Ereignissen, vom Ende des Krieges eingesetzt habe.' Man stutzt dies« Ansicht einmal auf die geglückte nationale Offen- stoe zwischen Temel und. Sagnnt, die mit starker Unter­stützung durch das italienische Fveiwilligenkorps, eine ganz« rotspanlsche Truppe in die Zange nahm und zu Eelände- gew i nnen bis zu 50 Kilometer führte, ferner au, das mißglückte rote Ablenkungsmanöver am Ebro und drittens auf den überraschenden nationalen Vorstoß im Estremadura-Gebiet, der nach italienischer Ansicht dem nationalen Generalstab die Erkennnis vermittelte, daß die Roten nicht mehr über genügend Kräfte verfügen, um selbst das verringerte System wirksam zu verteidigen. In Italien schätzt man das Verhältnis zwischen roten und nationalen Kräften aus 1 :2.

London, 27. Juli. Die rotspanische Antwortnote auf dis Übermittlung des Planes zur Zurückziehung der Freiwilligen aus Spanien wurde am Mittwoch in London veröffentlicht Die Note Barcelonas trägt deutlich einen polemischen Charakter und ist mit Klagen über ein vermeintlich geschehenes Unrecht erfüllt. Die äußere Form der Antwort laßt vermuten, daß die Roten eine Reihe technisch und sachlich nicht unbedeutender Vorbehalte machen werden so z. B. auf dem Gebiet der Seekontrolle. Dieselassen es er­warten, daß weitere Rückfragen zur Klarstellung der Bede«- tung der roten Antwort notwendig sei« werden.