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Wiesbadener Tagblatt
Montag, 25. Juli 1938.
Zweites Blatt. Nr. 171.
Boren.
Wiesbaden - Frankfurt: 30. Juli. 2034 Uhr. Paulineufckl.
Richard Teaman (Mercedes-Benz), der Sieger vom ^iürdurgring. ,
Der junge Engländer Seaman in Unterhaltung mit °em Konstrukteur der MEdes-Ben^ennwagm, U h l e n^ haut (links). Seaman siegte am dem Nürburgring im Kamvt um den -Dreis des dunrers bw;_ Ä) Mercedes und Stuck auf Auto-Union.
Std. — 129.8 Stdkrn.
und bald
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5tuDoIari. Lv*»»«-» —
Brauchitsch eine Runde abgeben blick bot fick plötzlich ccr. -
Bis 250 ccm: 1:07:08.1 — 102 Stdkrn. DKW. 1:07:53.4 -
Zielplatz:
Brauchitschs Wagen brannte lichterloh.
2. Lang/Laracciola (Mercedes-Benz)
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3. Stuck (Auto-Union) . 4:00:42.3
4. Nuoolari/Müller (Auto-Umon)
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1 Runde zurück:
war vorn Pech
lich seinen 3Bi— zehnten Runde muhte"und lag"nu'n als Dritter wieder vor Salle im Rennen.
Std. — 128,0 Stdkrn.
Std. — 125,0 Stdkrn.
Std. — 124.6 Stdkrn.
SSS S’ÄÄS tfÄ Äh»*' $.,eg Si S« umn®“xÄ m &S gerade noch die dritte Runde dann wurdenauchstentcht mehr gesehen. Noch 16 Wagen waren rm Rennen. In der vierten Runde hielt S>. Lang an den Boren, er tankte, neu? Kerzen und ging als Siebenter wieder.in den
Kampf Brauchitsch. Seaman und Caracciola
der Spitze nur noch durch 13 Sekunden getrennt, Salle folgte Müller und Stuck Der Schweizer Erafenrred schied aus, während sich der Maserati-Mann Pietsch ausgezeichnet schlug. Lang muhte noch einmal an die Boren.
Nuoolari wieder dabei.
Nach der Hälfte der Strecke alsNuvolari den Wagen H P Müllers übernommen hatte, lag Brauchitsch an der Spitze mit 18 Sekunden vor Seaman, Lang. Hasse un» ~ ' • Walter Säumet muhte, in der 15. Runde an
“ ' 'geben. Ein fnrchtbarer An- den Tausenden am Start- und
2. Lang/Caracciola, 3. Stuck!
350 000 Menschen waren am Sonntag freudigen Herzens und in gespannter Erwartung zum Nurburg- riug in der Eifel gepilgert, um den 11. Groben Preis von Deutschland, der gleichzeitig den zweiten Lam der Enrovameisterschast darstellte, zu erleben. Und ne erlebten dieses gewaltige Rennen tatsächlich mit allen Fasern, wurden durch alle Leidenschaften, die der beiße Kampf der Rennwagen z» entfesseln pflegt, hmdurch- »eführt und erlebten schließlich den Sieg des rungen Engländers Richard Seaman auf Mercedes-Benz, Lang, der Caracciolas Wagen übernommen hatte, .wurde Zweiter vor Hans Stuck und Tazio Nuoolari, wahrend Brauchitsch durch den Brand seines Wagens tn der 16. Runde nm alle Chancen kam.
Bei den Sportwagen
Rekorde am laufenden Band ...
Den Reigen der grohen Kämpfe eröffneten die Sportwagen, deren drei Klaffen in Abständen von zwei Minuten auf die Reise geschickt wurden. Erbittert wurde dabei in allen Kategorien um den Sieg gerungen, und so war es kein Wunder, wenn schliehlich in allen Klassen die alten Rekorde ihr Leben lassen muhten. In der Klasse bis 2000 ccm erreichte Paul Greifzu mit 112.1 Stbtm. als Sieger einen Durchschnitt, der noch zu Beginn des Jahrzehnts zum Erand-Prix-Sieg gelangt batte. Eine ndiere Sache für BMW. war auch das Rennen der Klasse bis 1500 ccm, die erwartungsgemäh von Dr. Wer neck (Garmisch-Partenkirchen) mit 105.7 Stdkm. vor Wiswedel (Berlin), der den mit Kompressor ausgestatteten MG. steuerte, gewonnen wurde. In der kleinen Klasse lag Reu- maier (Busenbach) auf BMW. drei Runden lang an der Spitze, muhte sich aber auf den letzten Kilometern noch vo« dem Münchener Fiat-Fahrer Reichenwallner verdrängen lassen.
DKW.-Sicge auf der ganzen Linie.
Schöne Erfolge waren in den Motorradrennen den deutschen Privatfabrern beschieden. In allen drei Rennen kam DKW. zum Siege, aber zweimal .totes die schnellste Maschine den schwarz-roten Tank der Privatfahrer auf. In der Halbliterklasse war der Auto-Union-Fabrikfabrer Bungerz zunächst derart überlegen, daß er schon nach zwei Runden einen Vorsprung von 1% Allnuten besag, Aber er hatte feiner Maschine zu viel zugemutet und bueb tn der dritten Runde mit Maschinenschaden liegen. So kam verz mit 112,1 Stdkrn. zum Siege. Das Rennen der ^Oer- Klasse wat E a b l e n z nicht zu nehmen. Die schnellste. Zeit des Tages fuhr der gewiegte Taktiker und grohe Könner Walfried Winklet auf der 350-ccm-DKW. nut 113,8 Stdkrn. Seine Kameraden Wünsche und Sainelehle schieden vorzeitig aus. Heiner Fleischmann wurde knapp geschlagen Zweiter.
20 Wagen im grohen Kampf.
20 Wagen nahmen den Kampf um den 11. Grohen Preis von Deutschland, dem zweiten Lauf zur Europameisterschaft, auf. Es fehlte der Ungar. Graf M. Festeiics, der feinen Wagen im Training „kopfgestellt" hatte, und der fünfte Mercedes-Benz-Wagen, der von einem Nachwuchsfahrer hatte gesteuert werden sollen. In der ersten Reihe sah man die Mercedes-Benz von Brauchitsch's. Langs und Seamans, dahinter stand Rudolf Caracciola neben seinem alten Freund Tazio Nuoolari. Die übrigen Wagen, die in ihren knallbunten Anstrichen das festliche und farbenfrohe Bild des Startplatzes unterstrichen, schloffen sich an. Die deutschen Wagen wurden mit dem elektrischen Anlasser auf Touren gebracht. Dann krachte ein Bölletschuh und die Karawane stob beulend und singend davon, um den großen Stampf um den Preis des Führers aufzunehmen.
Mercedes-Benz seht nach vorne.
Hermann Lang übernahm, als schneller Starter bekannt die Spitze und erschien aus der Sudkebte nut sichtlichem Vorsprung vor feinem Markengef ährten Seaman, Nuoolari (Auto-llnion). Caracciola (Mercedes-Benz). Halle (Auto-Union), von Brauchitfch (Mercedes-Benz) und Muller (Auto-Union). Schon nach den ersten 14 Kilometern Batte tirf, hrta se <> t h sichtbar geteilt. Die vier Mercedes- Benz lagen klar in Front. Biodetti (Alfa-Romeo) fuhr in den Graben. Er mußte fremde Hilfe in. Anspruch nehmen und schied damit aus. Lang durcktagte Ae erste Runde mit -jo-« e oßfölcit üott «Seaman, (Tatacciola unb oon
BrLchitfch 17 Wunden später tarnen Haffe Müller und Stuck an den Tribünen vorbei. Nuvolari, der sich am
Benz und Auto-Union überlegen das Feld. NSKK^- SturmfüBrer M. von Bra u ch 11 f ch .von Lufang . führend und bewundernswerte Proben feines lÄ^n^en ftrinnens an den Tag legend, biadjte tn der lemseönten Runde ein Brand feines Wagens. benn lLankenIM ben verdienten Sieg. Sieget und oamit Erringer 36res stolzen Ä.S Ä'L ’S'
Lang, gleichfalls auf Mercedes-Benz. Hans ZUck u"d TUio Nuvolari auf Auto-llnion. Heil meinem «rubrer. Korpsführer Hühnlein."
Die Ergebnisse:
Sportwagen,
bi? onoo ccm (5 Runden = 114,05 km): 1. Paul
2 F Sufchke von Hanste7n (Hausneundorf) auf BMW irn-hßn — 112 Stdkm. 3. Paul Heinemann (Köln) auf BMW 1'02'^4 4 — 109,6 stdkm., 4. Adolf Br Udes CBres> 8 auf BMW 1:02:54,3 = 108.8 Stdkm. - 12 gestartet, 12 Tis315 00 ccm (4 Runden ^91,24.km): Fritz
Werneck (Garmifch-Partenk.) autBMW. 51.47,0 — 10o,7 Stdkm. (neuer Rekord, alter Rekord von Werneck 96.8 Sttkm). 2. A. Wiswedel (Berlin) auf OTG o2.05,3 - J05.1 totDtim. 3 W. Hillegaart (Hamburg) auf SRG. 54.41.3 — 100 Stdkm.
"tu no'fi “ SÄb.« = 91.24 k«>: 1. «. KMm. wollnei (Munckent aui Fiat ST:11.;L== 95.6 Mim. i^eu^t Rekord, alter Rekord: Regle? am MG 91.9^Stükm.)^ A. gieumaier (Bufenbach) am BMW. 57.1b,~ — uo.4
3 E Vollmer (Essen) auf Neander 1.00.07,1 — 91.1 Stötm — 14 gestartet, 10 am Ziel.
„Carratfch" gab auf.
Btauchitfchs phantastische Fahrt zeitigte die ^.erllcn Folgen. Er muhte die Reifen wechseln un dt anfen. ,iie 6 ei - hrtlt arbeiteten die Monteure und von Brauchitsch konnie ais Dritter hinter Seaman und „Cartatsch" ins Rennen aeben. In der achten Runde fubren auch Seaman und eqracciola an die Boren Brauchitsch schoß vorbei, aber ehe die Auto- Union-Wages' für Stelle waren, nahmen die beiden Metcedes-Venz-Fahrer den Kampf schon wieder auf. Lang jjterceoes ^enö a । wieder hielt er und übergab schlieh- iagen an Walter Baumer. Nach der ■ stieg Lang in den Wagen
der infolge Magemchmerzen aufgeben
Motorräder,
bis 500 ccm (5 Runden = 114.05. kws: l.W.^vetz (Lampertheim) auf ©ÄSE. 1:01:33,4 — 111.1_ S ’fctbftn
— 25 gestartet. 17 am Ziel.
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ÄÄSfi!“Äi - n - startet. 14 am Ziel. .
Großer Preis von Deutschland 1»»o
(22 Runden — 501,820 km):
1 R. Seaman (Mercedes-Benz)
dIo1I4o,1
Beim Tanken war der hochempfindliche Br^instoff über das heiße Auspuffrohr gekommen und hatte stch entzündet. Flammen schlugen aus dem Seck empor: und^drohten.zum üherauäteifen. Noch tm letzten A U 6 e n o tIa konnte Brauchitsch durch den mutigen Eimatz seines Rennleiters Neubauer, der seinen FaBrer gelstesgegenwartig aus hon Polstern rih. von der großen Geiaht Befreit merpen, Trotz des voraufgegangenen Brandes stieg von Brauchitsch mutig wieder in den notdürftig vom Loschschaum geretrugien Wagen und nahm unter dem Jubel der Massen bhn Kampf wieder auf aber am Flugplatz mußte et enbgültig d Waffen strecken. Bald tauchte er völlig schwarz und versengt und mit seinem Steuerrad, in bet Hand zu Fuß wieder auf. Kotpsführer Hü 6 n le t n fäuttelte '6m bte £>anb für seine hervorragende Haltung und das Publikmn spendete Beifall. Rudolf Hasse teilte dann Brauchitschs Schicksal ein Maschinenschaden zwang ihn am Kellel- chen zum Ausscheiden. Dann mußte B a u m e r und bald darauf der Engländer H y d e auf Maserati aufgeben.
Richard Seaman wahrte die Chance.
Durch das Ausscheiden von Brauchitschs und Salles hatte stch die Sage des Rennens geändert, Seaman führte nun vor Sana Nuvolari Stuck und dem überrundeten Dreyfuß. auf dem blauen Delabaye. Der junge Engländer steuerte leinen Wagen in meisterhafter.Fahrt etnem überlegenen Stpa? entgegen, nachdem er tn der «echnen Jtunoe mu 10:09,1 — 134.8 Stdkm. die schnellste Runde des Tages gefahren hatte. Als Zweiter traf Hermann Sangctn nicht weniaer stark gefeiert als vorher der lunge Engländer. Im Kampf um den dritten und vierten Platz gab es noch eine Verschiebung, als Tazio Nuvolari kurz vor feiner letzten Runde noch einen Kerzenwechsel vornehmen lallen mußte unb Hans Stuck auf den dritten Rang rückte Fünfter wurde mit Rundenabstand der Franzose D r e y f u s auf Delahaye, während Paul P i e t s 6 mit dem um die Hälfte schwächeren Maserati als Sechster vor Belmondo (Alfa-Romeo). Gherst (Alfa-Romeo) und Corteie (Maserati) eintraf. .
Bei der Preisverteilung zeigte Korpsfubrer Hühnlein in kurzen Worten noch einmal den bewegten und dramatischen Verlauf des Rennens auf und feierte deneng- lischen Sieger Seaman, zu dessen Ehren die englische Nationalhymne gespielt wurde. Anschließend gab der Korps- füBrer folgendes
Telegramm an den Führer bekannt: „Mein Führer, ich melde: Der 11. Große Preis von Deutschland für Rennwagen endete mtt einem überlegenen deutschen Sieg. Vom Start an beherrschten die neuen deutschen Rennkonstruktionen von Mercedes-
5. Dreysus (Delahay^ u n b c n 3 u t ü
6. Pietsck (Maserati). 7. ^Belmondo (Alfa-Romeo), 8. Eherst (Alfa-Romeo)en 3UIÜd; g (£Ortek (Maserati).
20 Wagen gestartet. 9 am Ziel.
3:0, dann 3:2 gegen fftanfreitf.
Das war ein schwerer Daviscuv-Sieg.
Deutschland und Jugoslawien werden am kommenden Wochenende in Berlin den Europa-Schlußrunden- kamvf im Davispokal-Wettbewerb bestreiten. Deuttchland gewann am Samstag in Berlin gegen SrantretcB durch den Sieg im Doppel (Henkel/Metara schlugen Pstra/Lesueur 4 6, 6.4 2-ß 10'8 6'4) den entscheidenden dritten Punkt und tn Brussel' beendete Jugoslawien das zweite Vorschlußrundentreffen gegen Belgien mit einem klaren 5.0, wobei ijuncec und Palada in ihren letzten Einzelspielen nicht einen einzigen £a6 $ef bnitenber Hitze wurde am Sonntag mifd^c Bettiner Rot ^Weiß-Anlage der DaviSpokalkamvt zwischen Deuttchlanv . und Frankreich, der ja schon am Samstag nach dem Gewinn des Doppelspieles mit 3:0 yi Gunsten Deutschlands enttch'eden war, zu Ende geführt.. Die Franzosen bolten stch die Punkte i den beiden letzten Einzelspielen, da Georg do n M e t a io, nicht so konzentriert spielend., wie am ersten Tag, gegen den langen Avon Petra in drei Sätzen mit 9:7. 8,6. 6.4 verlor und Heinrich Henkel wegen fernes „Tennisarmes geschont wurde und Bernhard Destremau den Sieg kampflos uber- tteß In einem Freundschattskamvf spielte Destremau gegen den deutschen Ersatzmann Hans Redl und gewann mit 6.8. 6:4, 6:4. 6:2.
Regatta in Back
Orford gewinnt Göring-Preis.
Die 58. Internationale Ruderregatta in Bad Ems brachte bei guten Witterungs- und WallerverBaltnillen. sportlich zufriedenstellende Leistungen. Das öaunteretgms roar ber Senior-Vierer m St um den von Generalfelbmaritboll Gorina gestifteten Wanderpreis Nach . Ba.rteftem Kampf fugte das Boot vom Orford er TriNity-Lollege vor dem Mainzer Ruderverein. der mit feinem Schlußspurt etwas zu spät einsetzte. Aut den dritten Platz kam der Kölner CfW Die Mainzer enückadigieii sich durch den Gewinn des Achters vor Köln und Orford. Der Erste l^tner wurde eine sickere Beute von Neuburger (Godesberg) vor Iödt (Gießen). .
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Sei der WürzburgerRuder-Rega11agewann die Renngemeinichaft RV/llndine Rüllelsbeim.ben Setzior- Ackter vor dem Mannheimer RC.. der stch durch fernen bisher io erfolgreichen Jungmann-Achter vertreten ttetz.
Vier Ostmark-Siege. aaB es bett beutiföen Kanu-Kurzstreckenmeisterschaften in Ellen Srabetzky (Wien) siegte im Einer-Kaiak. O. Neumuller. lWien) gewann den Einer-Kanabier. Schnecke Lmz (Kaniz.Maurer) war im Zweier-Kaiak erfolgreich unb bet PSP. S'^n (Prolfs/ Weinftab 1) sickerte sich ben Titel 'm Zweier-Kanadier^ Die fünfte Meisterschaft, bie zu vergeben war. stcherte nck Wanderfalke Ellen im Vierer-Kaiak.
Ttidjatd Seaman . . . /
Hürburgrenncn voller Qramatit
TStaudjiffä* hervorragender Kampf und traditionelles Pech. - Don 20 Wagen 9 am 3xeL
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