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Wiesbadener Tagblait

Druck und Verlag: ______..

Erscheinungszeit:

Nr. 165,

Montag, 18. Juli 1938

86. Jahrgang

Wöchentlich

mit einer täglichen

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6 Ausaaben Weritagitch nachmittags.

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Unterhaltungsbeilage. Berliner Büro: Berlin-WUmersdors.

Die Juden Hetzen zum Rachekrieg.

Blum, Litwinow und BeNsha sollen die Welt gegen Deutschland mobilisieren.

|ur Zeit nicht mehr

lFortsetzung auf Seite 3).

Warum schweigen Chamberlain und Daladier?

Marschbefehl für die SA.-Standarten 80,117,224

Kritische Stunden an der mandschurischen Grenze

„News Chronicle"-Lügen und Prager Waffenspielereien

Am Mittwoch, 20. Juli 1938, um 17 Uhr, trifft der Stabschef mit dem Eeneralstabschef der Faschistischen Miliz in Wiesbaden ein.

Während des Besuches des Stabschefs in Italien erging an die Angehörigen zweier Legionen der Faschistischen Miliz auf das Feld, in die Betriebe, in die Werkstätten, in die Büros Alarmbefehl. Nach vier Stunden standen die Legionen vor dem Stabschef angetreten.

Die Stürme der Standarten 8 0, 117unb224 stehen geschlossen am Mittwoch, 20. Juli, um 14 Uhr, auf den Sammelplätzen der Sturmbanne bzw. Standarten zum Abmarsch (Abtransport) nach Wiesbaden angetreten.

Weitere Anordnungen erfolgen auf dem Dienstweg. In dieser Sache bereits ergangene Befehle bleiben un­eingeschränkt.^

Anzug: Grosser Dienstanzug, Brotbeutel, Feldflasche, Halbtagesoerpflegung.

Der Führer der Brigade 150:

i- B.: gez. Meier, Obersturmbannführer.

lcht, die Ding« zu verharmlosen. Die Tatsachen estehen, daß die tschechische Grenze in höchsten

Verteidigungszustand gesetzt, mit starken Truppenoerbänden belegt wird, während sich die deutschen Soldaten auf den Übungsplätzen, die zum Teil 50 bis 100 km von der Grenze entfernt liegen, befinden. Der „siegreiche tschechische Feldzug" vom 21. Mai, dessen man sich in Prag nicht genug rühmen kann, hat offenbar den tschechischen Militärs Mut gemacht, die Komödie zum zweiten Male aufzuführen. Ihre Regisseure aber sind das Juden­tum, die Freimaurerei und Stalin, der nach den Blutorgien in der Sowjetunion zum Henker der ganzen Welt werden möchte. Deutschland wird derartigen Äanövern gegenüber seine Ruhe bewahren. In Prag aber sollte man nicht ver­gessen, datz die Waffenspielerei zu irgendeinem Zeitpunkt schwere Folgen haben kann. Diese Mahnung müssen wir aber vor allem auch an Daladier und Cha mb er Hain richten, die durch ihre Haltung Prag zu immer tolleren Un­verfrorenheiten anfeuern.

lehen haben, die aber zur Kenntnis ihrer Völker zu bringen heilsamer wäre, als die Hetze gewisser Zeitungen gegen das Deutsche Reich zuzulassen.

„T h e A m e r i c a n Hebre w", eine in den Vereinigten Staaten erscheinende jüdische Zeitschrift, brachte in ihrer Aus- gabe vom 3. Juni 1938 einen Aufsatz, der sich eingehend mit der jüdischen Weltpolitik befaßt und den Titel trägt: „Wird ® y E l i über H o r st Wessel siegen?" In diesem Aussatz wird gesagt, datz die Koalition zwischen Eng­land, Frankreich und Sowjetrutzland sich gemein- sam dem siegreichen Zug des vom Erfolg berauschten Adolf Hltler entgegenstellen würde, und, ob nun zufällig oder mit Vorbedacht, in jedem dieser Länder stehe an wichtigster Stelle ein Jude. „In den Händen von Nicht­ariern liegt das Leben von Millionen.“ Dann wird ausgeführt: Leon Blum sei zwar zi Premierminister in Frankreich, aber Dl Schwere der Regierung — wohl nur für

Premierminister in Frankreich, aber Daladier habe die Schwere der Regierung — wohl nur für kurze Zeit — auf jetne Schultern genommen. Blum sei ein hervorragender ^ude, „er kann noch der Moses werden, der zur rechten Zeit die Schöne (das französische Volk) aus der Wüste fuhren wird." Danach wird festgestellt, datz Litwinow, also der „russische" Außenkommissar, ein großer Jude sei, der zur Rechten Stalins sitze, „dieses kleinen Zinnsoldaten des Kom­munismus !" Litwinow sei jetzt schon so groß geworden, datz er jedem Genossen aus der Internationale über den Kopf ge­wachsen sei, „mit Ausnahme des Wächters des Kreml mit blassem Gesicht." Stalin wird sich freuen, datz die Blutgenossen des Litwinow, und dieser selbst wohl auch, ihn nur als ihr Werkzeug, als einen „Zinnsoldaten" betrachten.

Bon Litwinow wird dann gesagt, datz dieser „durch­dringende und talentvolle Mann" H französisch-sowjetischen Pakt erfunden und in die Tat umg tzt habe. ,Er war es

Totw, 18. Juli. (Funkmeldung.) Wie die Nachrichten­agentur Domei aus der koreanischen Hauptstadt Söul meldet, sollen angeblich zur Beilegung des Grenzzwischenfalles direkte Verhandlungen mit dem Kommando der sowjetrussischen Truppen in der Küstenprooinz vorgeschlagen werden, um den. sofortigen Rückzug der auf mandschurischem Gebiet vorge­drungenen Bolschewisten durchzuführen. Domei meldet ferner, ®a8 . "ft Nacht zum Sonntag westlich von Wladiwostok

bei Possiet rote Truppen zusammengezogen wurden.

Die Verhandlungen, die der japanische Geschäftsträger in Aloskau in der Nacht zum Samstag mit dem stellvertretenden

Kz. Die Schmierfinken des „News Chronicle" lassen kamen Tag vorübergehen, ohne eine neue, wahnwitzige - vge in die Welt zu setzen. So wußten lie am Samstag von einer „steigenden Nervosität" im sudetendeutschen Ge­biet zu berichten. Sie stellten n. a. di« ungeheuerliche Behauptung auf, Konrad Henlein habe mit seiner Familie die Tschecho-Slowakei verlassen. Die erbärmlichen Schreiberlinge scheinen deutsche Männer mit bolschewistischen Kommissaren zu verwechseln, die ihre Leute, wie wir es in Spanien unzählige Male erlebten, in kritischen Augen­blicken verliehen, um von sicherer Stelle aus, ihre An­hänger zu-----“---c - ----

neuen Lü

~ Seit einigen Tagen weilt der Eeneralstabschef der Faschistischen Miliz, General Russo, als East des Stabs- chefs Lutze in Deutschland. Auf ihrer Deutschlandreise treffen Stabschef Lutze und seine italienischen Gäste am Mittwoch- nachmlttag im Flugzeug in Wiesbaden ein. Nach einer Begrugung durch den Führer der Gruppe Kur- pfalz begeben sich die Gäste im Kraftwagen durch Erben-

Frankfurter Straße, Kaiser-Wilhelm-Ring, Kaiser­straße, Wilhelmstraße zum Hotel „Nassauer Hof", wo sie Wohnung nehmen werden.

Ganz Wiesbaden wird den Vertretern der Faschistischen Minz und unserem Stabschef ein herzliches Willkommen entbieten. Auf den Anfahrtstraßen wird die gesamte Bevölkerung Spalier stehen und di« Fahnen der beiden Lander werden von Häusern und Masten grüßen. Der Mittwoch und Donnerstag werden denkwürdige Tage rn der Geschichte Wiesbadens sein.

Die Gäste verlassen unsere Stadt wieder am Donnerstag­vormittag, nachdem sie sich in das „Goldene Buch" der Stadt eingetragen und dem Opelbad auf dem Neroberg einen Besuch abgestattet haben. Die Weiterfahrt erfolgt per Schiff ab Biebrich

Hanger zu neuem Kampf aufzuftacheln. Das Tollste an der neuen Luge des „News Chronicle" ist die Behauptung, Deutschland ziehe Truppen zusammen und plane einen Ein­marsch in die Tschecho-Slowakei Man hat also die Unter­stellung vom 21. Mai noch einmal aufgewärmt. Wie da­mals, reagiert Prag sofort auf dieses Stichwort. Am Sams- tag wurde bekannt, daß im Grenzgebiet von Troppau- Trautenau neue militärische Maßnahmen durch die Tschechen durchgeführt werden. Die Straßen wurden mili- tarich besetzt, Grenzsperren eingerichtet. Wieder richten sich die Schlünde der Geschütze und Maschinengewehre gegen die deutsche Grenze. Ähnliche Beobachtungen werden aus'Hirsch­berg im Riesengebirge gemeldet, wo man von einer deut­schen Greuzbaude aus feststellen kc-nnte, daß tschechische Offi­ziere Vermessungen, die anscheinend dem Bau von Tank­fallen dienen, Vornahmen. Entlang des Riesengebirq- kammes werden riesige Befestigungen, Eeschütz- stande und Maschinengewehrnester in größ­ter Eile angelegt, deren Bau man nach der deutschen teerte hin mit hohen Bretterzäunen gegen Einsicht schützt. Wie am Sonntag aus Waldenburg berichtet wurde, ist ein Teil der Maßnahmen wieder rückgängig gemacht wor­den. Geschütz- und Maschinengewehr-Stände 'wären aber die Nacht über voll besetzt. Die bei den Landwirten reguirier- ten Gespanne sind zum größten Teil noch nicht wieder frei- gegeben worden. Das Getreide steht reif auf dem Halm aber die Landwirte dürfen die Felder in den Grenzbezirken' «tart betreten. Auf allen zur Grenze führenden Straßen NNV rege Truppenbewegungen zu beobachten. Die Ketzer in t m DnJjnb die Kriegstreiber in Prag spielen sich, wie die Legren Ereignisse wieder berochen, die Bälle gegenseitig zu. nl „n wir das Geschehen in Zusammenhang mit den kürz- W,??*t>ff‘«rtIWen Ausführungen Pierre Lots und den Enthüllungen Rosenbergs über die Pläne des Weltjuden- v s’ erkennen wir die ungeheure Gefahr, sie oem Frieden Europas durch dies« Lügenwelle droht. Für uns qr es unbegreiflich, daß die Staatsmänner in unb Paris, die fast keinen Tag vorübergehen Kissen ohne vom Frieden zu reden, nichts gegen diese 2n unternehmen. Sie machen sich durch ihre Untätigkeit mitschuldig.

Inzwischen hat der tschechisch-slowakische Gesandte in Bersin dem Auswärtigen Amt mitgeteilt, daß seitens seiner Regierung keine Mobilmachungsmaßnahmen ge- tronen worden seien. Dieses Dementi geht an dem Kern völlig vorbei. (Es handelt sich ja nicht um die Mobilisierung, sondern um die Truppenbewegungen und kriegsmäßigen Vorbereitun­gen. Man versucht, die Dim ------- ' -• - - -

«6er bleiben bes *

Außenkommissar führte, sind ergebnislos verlaufen. Die Sowjets vertreten den Standpunkt, datz das besetzte Gebiet zur Union gehört. Der japanische Geschäftsträger wies darauf hin, daß alle Verantwortung für die Konsequenzen, von vornherein der Regierung der Sowjetunion zur Last aeleat werden müßte.

Bei Hunschun überflog am letzten Samstag ein sowjetrussischer Doppeldecker anscheinend zu „Er- kundungszweckeii" die mandschurische Grenze. Er ist später in Richtung aus Wladiwostok zurückgekehrt. Weiter wird ge- melöet, daß unter den nach Possiet herangeführten Truppen mechanisiert« Einheiten und Tanks beobachtet wurden.

Mo, ein Wer für Am.

Von Heinrich Karl Kunz.

Wir schrieben das Jahr 1936. In Deutschland traten die Sportler von 50 Nationen zum friedlichen Wettstreit, zur Olympiade, an. Über Spanien aber wölbte sich ein dunkler Himmel. Im Februar hatte dort die Volksfront nach ihrem Wahlsieg ein Kabinett gebildet, dessen Autorität täglich mehr zerbröckelte. Eil Nobles, der Führer der Katholischen Aktion, gab im Madrider Parlament eine erschütternde Bilanz: in einem Monat waren 21 Menschen getötet, über 200 verletzt worden. 10 Kirchen wurden von den Roten niedergebrannt, über 100 Bombenattentate und unzählige Streiks durchgeführt. Als dann der Royalistenführer und Abgeordnete Calvo S o t e l o von Polizisten ermordet wurde, konnte sich kein nationalgesinnter Spanier mehr der Frage ent­ziehen, ob überhaupt noch ein Staat besteht. Die öffentliche Ordnung trieb unaufhaltsam dem Chaos, der völligen Auflösung, entgegen. Anarchisten, Syndikalisten und Kommunisten terrorisierten das Land. Am 18. Juli erreichten uns die ersten Meldungen, di« vom Aufstand rechtsgerichteter Offiziere in Marokko sprachen. War es eine der vielen Re­volten, die sich in den letzten Jahren in Spanien die Hand reichten? Oder hatte sich die Nation zum Widerstand z» sammengefunden? Tage der Ungewißheit vergingen, bis bei Moskauer Sender die Maske fallen ließ und die proletarischen Massenzu dem Entscheidungs­kampf aufrief. Das Ziel: Sowjetspanien. Die national- revolutionäre Bewegung griff von Marokko aus auf das euro­päische Spanien über. Schon zwei Wochen nach dem Bekannt­werden der ersten Gerüchte war die Situation klar. Auf der Iberischen Halbinsel reifte die seit Jahren offene spanische Frage zur letzten Klärung heran. Mehr noch, eine Schicksals­stunde Europas schlug. Die Ermordung deutscher Volks­genossen in Barcelona ließ keinen Zweifel mehr über die Be­deutung des Augenblicks. Moskau wählte den spanischen Boden zum Schauplatz des Entscheidungskampses zwischen den Elementen des nationalen Ordnungsprinzips und der bolsche­wistischen Weltrevolution. Der spanische Krieg wuchs in europäisches Format. Es ging um die völkische Kultur unseres Kontinents und darum, ob der Bolschewismus im Südwesten Europas einen Brückenkops gewinnen sollte, von dem aus er das kommunistisch schon stark durchsetzte Frankreich aufrollen und unser Nachbar im Westen werden konnte. Für Italien war das Eindringen der Sowjet­russen in das Mittelmeer untragbar. Die Stellung der beiden großen autoritären Staaten ergab sich aus dieser Situation von selbst. Spanien mußte den Spaniern ver­bleiben.

Die Aussichten für die nationalrevolutionären Gruppen schienen anfangs wenig Erfolg zu versprechen. Die Generale mussten, da die Roten Lunte gerochen hatten, losschlagen, ehe ihre Vorbereitunaen abgeschlossen waren. Die Leute der Volksfront saßen in allen Schlüsselstellungen, verfügten über

Enthüllungen Alfred Rosenbergs.

. Berlin, 16. Juli. Der „Völkische Beobachter" veröffentlicht einen Artikel Alfred Rosenbergs, der sich mit den Auslassungen einer indischen Zeitschrift in Amerika beschäftigt, die die Ziele des internationalen Judentums mit unerorter Deutlichkeit aufdecken. Der Artikel hat folgenden Wortlaut:

Die Weltpresse und viele Rundfunksender in den ver­schiedensten Staaten sind wieder einmal bemüht, nichtge- baltene Reben führender deutscher Persönlichkeiten als authentisches Material zu verbreiten und eine planmäßige Hktze gegen das Deutsche Reich zu inszenieren. Wie es wohl Nicht zweifelhaft sein kann, hat der jüdische Bolschewismus in Prag alle Anstrengungen gemacht, um durch immer mieser neue politische und sonstige Provokationen Konflikte herbeizu­fuhren, die geeignet wären, ganz Europa in einen furchtbaren Zusammenstoß zu verwickeln. In diesen Tagen mußte Deutsch­land erneut auf einen solchen Versuch aufmerksam machen, den ein großes ^udenblatt in London in die Welt setzte um eine nese Verfeindung zwischen dem deurschen Volk auf der einen teerte und dem englischen und französischen auf der anderen berbelzufuhren. Merkwürdig ist dabei, daß, während diese Zeitungen Lügennachrichten fabrizieren und ein großer Teil der anderen Presse jegliche gedruckte Äußerung aufnimmt, die, irgendwie verdreht, als der sogenannte deutsche Imperialis­mus dargestellt werden könnte, die gleichen Leute, die un­verschämtesten jüdischen Drohungen an die Welt einfach zu üb er seh en belieben, selbst wenn Siese frechen Drohungen gröbste Beleidigungen des englischen oder des französischen Volkes enthalten. Wir möchten deshalb an dieser Stelle heute die Aufmerksamkeit der französischen, englischen und amerikanischen Staatsmänner auf eine ludische Äußerung lenken, die sie — vielleicht — über-