Seite 12. Nr. 156.
Wiesbadener Tagblatt
Donnerstag, 7. Juli 1938.
Die seltsame Entdeckuna der
YoniTd-Äfi^W ReiMiolz
4. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
Vernichtet sinkt er auf seinem Platz nieder.
Als er sich aufrichtet, sucht sein Blick Äonita. Sie könnte ihm jetzt zum Trost und zur Hoffnung werden. Aber Äonita ist gerade damit beschäftigt, ein Sandstäubche« aus Jonnys Äuge zu entfernen.
Dan Atkins ballt die Fäuste . . .
Gold! Gold! Gold!
Sie verleben einen qualvollen Tag. Dan Atkins bat sich etwas abseits auf das nackte Steingeröll hingeworfen und brütet dumpf vor sich hin. Jonny Goodfrey geht erregt vor ihrer Schutzhütte auf und ab.
Nur Äonita --sitzt sich zusammen. Auf einem primitiven Herd, den die Männer aus unbehauenen Felssteinen errichtet haben, bereitet sie ein Essen, Sie ruft die Männer herbei. Es ist eine etwas traurige Malzeit.
Wer ist schuld?
Vorsichtig wendet er den Blick dorthin, um im nächsten Augenblick zu erstarren.
Die drei Menschen halten den Atem an..
Da dreht Dan Atkins ruckartig den Kopf zu Äonita um, und Äonita sieht Dan Atkins an. Nun endlich wisten sie, datz sie es beide gesehen haben, datz kein Zweifel möglich ist.
„Gold!" schreit Dan Ätkins auf, „Gold . . .!
Wem gehört das Gold?
Er springt auf und eilt zu der Stelle hin, wo Jonny Eoodfreys Schaufel niedergesaust war. ^snt Niederlatten hat sie ein Stück Gestein aus dem Felsen gebrochen, und, dort, wo die frisch abgeschlagene Stelle ist, dort sehen sie es retzt alle:
Fieberhaft arbeitet Dan Atkins mit der Spitzhacke, bröckelt Stück um Stück aus dem Felsen heraus. Überall leuchten ihm die dünnen Goldfäden entgegen.
Er richtet sich auf, holt tief Luft und sieht sich um.
„Gold", schreit er noch einmal.
Nun stebt auch Jonny Goodfrey auf, besieht sich das Gestein und nickt. t
„Ja", sagt er. „es ist Gold, und ick will sogleich gebangt werden, wenn dies nicht die ergiebigste Ader ist, die ie tn Old Colorado entdeckt worden ist!" „ .
Er kniet sich nieder und untersucht das Gestein genau.
Plötzlich lacht er schritt auf.
„Was ist los?" stöbt Dan Atkins unwillig hervor.
Der andere lacht immer noch. ,
„Ich denke nur daran, sagt er, „rote sich jetzt der alte Gauner Percy Rüssel ärgern wird, wenn er erfahrt, daß zehn Meter von seiner angeblichen Fundstelle entfernt eine wirkliche Goldader ihren Anfang nimmt. Ich gratuliere dir, Dan Atkins. Du wirst ein Vermögen aus diesen denen Herausbolen."
Dan Atkins siebt den anderen fest an.
„Aber du auch. sagt er, und es klingt, als wollte er Bem andern mit diesen Worten die Versöhnung anbieten.
Aber Jonny Goodfrey schüttelt den Kopf.
„Nein. — ich nicht", sagt, er.
Dan Atkins und Äonita sehen sich erstaunt an.
„Was soll das beißen?" fragt Dan Atkins.
Jonny Goodfrey sieht lauernd von einem zum andern.
„Es ist doch wohl so", sagt er langsam, „daß ich die Ade: entdeckt habe, nicht wahr?. Durch meinen Schlag mit bei Schaufel wurde das Gestein abgesprengt . . .
„Und . . .?" fragt Dan Atkins gespannt. „
und nun will ich trotzdem verzichten'. fahrt Jonny Goodfrey fort, „vorausgesetzt. Dan Atkins, dab du rorxklick ein so guter Pistolenschütze bist, wie du dich einmal gerühmt hast . . .!" (Schluß folgt.)
Dan Atkins wirft irgendein Wort bin, das !o klingt wie „Ereenborn". Erregt springt Jonny Goodfrey auf.
„Wer ist hier ein Greenüorn?" schreit er, „hat der Betrüger dich nicht ebenso hereingelegt wie mich?"
Aber Dan Atkins lachte den andern aus.
„Hatte geglaubt", sagt er, „daß du die Sache kennst. Gebe ja zu, daß ich ein Greenhorn bin. Aber von dir hatte ich mehr erwartet."
Jonny Goodfrey hat eine heftige Entgegnung auf der Zunge. Aber da begegnet sein Blick Äonita. Er holt nur einmal tief Luft, spuckt aus und schweigt.
Denke ja nicht, daß ich den Blick nicht gesehen habe, sinnt Dan Ätkins vor sich. In ihm geht alles durcheinander. Er hat sein Geld verlorem und im stillen schwört er darauf, daß er es nur Jonny EoKftrey zu verdanken hat. Und nun macht sich dieser selbe Jonny Goodfrey auch noch daran, ihm das Mädel wegzunehmen. Aber das soll ihm nicht gelingen. Bei Gott, das soll ibm nicht gelingen!
Äonita bat im Laufe des Tages große MLbe. den^Aus- bruch tätlicher Streitigkeiten zu verbindern. Bei Jonny Goodfrey genügt ein Blick aus ihren dunklen Augen, um ihn wieder zur Ruhe zu bringen. Aber bei Dan Atkins muß sie schon stärkere Mittel anwenden. Da muß sie sich schon neben ibn auf den Boden kauern und ibm facht die Hand streicheln. .... ....
Dan Atkins hat ein paarmal das merkwürdige Genibl, als ob Äonita es gern täte . . .
Eine Schaufel, schlägt zu.
Mitten in der Nacht wacht Äonita auf. Ein merkwürdiges Gefühl der Unrube hat sie von ihrem Lager aufgescheucht. Sie richtet sich empor und lauscht.. Es ist ganz still in der Hütte. Kein Atemzug ist zu hören.
Wo sind die Männer? . . ..
Plötzlich bört sie ein unterdrücktes Keuchen,, einen halblauten Fluch. Aber die Geräusche kommen nicht aus der Hütte. Es muß draußen sein.
Von bösen Ahnungen getrieben, springt ne von ihrem Lager und reißt die Tür auf. Heller Mondschein flutet über die gespenstische Landschaft.
Da siebt sie auch schon, was gescheben ist. Der von ihr immer wieder im Keim erstickte Streit der beiden Manner ist offen ausgebrochen. Sie ringen miteinander auf Tod und Leben. Dan Atkins ist der Stärkere, gewiß. Aber ^onny Goodfrey ist ihm an Geschicklichkeit überlegen.
Jetzt hat er ibn unter sich liegen. „ ...
„Gib mir das Mädel", keucht er Dan Atkins in die Ohren, „gib mir das Mädel oder ich schlage dir den Schädel ein . . .!“ .
Dan Atkins kann deutlich sehen, wie dem anderen die Begierde aus den Augen leuchtet. Die schmutzige, gemeine Begierde. Er beißt die Zähne auseinander. Nicht unter- triegen lassen, denkt er, um Äonitas willen ...
Es gelingt ihm. eine Hand frei zu bekommen. Die Hand faßt vorsichtig zum Revolver, reißt ibn plötzlich hervor.
Aber yonno Goodfrey ist auf der Hut. Er springt auf und duckt sich. Neben ihm liegt eine Schaufel.
Ebe Dan Atkins überhaupt begreift. was„vor sich geht, ergreift Jonny Goodfrey die Schaufel, schwingt sie doch, schlägt zu. Im letzten Augenblick gelingt es Dan Atkins, den Kopf feiieite zu bringen. Die Schaufel streift ibn, schlägt dann hart auf einen Felsvorsprung auf.
Dan Atkins sinkt blutend nieder.
„Ich basse Sie . . .!“
Da wirft sich Äonita laut schreiend dazwischen.
„Was haben Eie gemacht?" ruft sie aus, „eie — Sie Mörder!" Ihre Augen blitzen Jonny Goodfrey wutfunkelnd an. Er macht ein paar unsichere Schritte, will nach ihr greifen . . . Der andere liegt ja stumm und still ....
Aber SJonita weicht ihm aus wie eine Katze — und rote eine Katze springt sie ihm im näckstLL Augenblick ins Gesicht. Jonny Goodfrey bekommt die Krallen der Katze zu wüten, Jonny weicht verdutzt zurück, wischt sich die Blutstropfen aus dem Gelickt.
„2ck halle Sie!" zisckt Äonita ihn an. und dann lauter: „Ich hasse Sie!" ,
Da — Dan Atkins hat eine Bewegung gemacht. Die Schaufel bat ihm ein Stück von der Kopfhaut abgerisfen, das Blut rieselt nieder. Aber er ist nicht ernstlich verletzt. Bet seiner Bewegung ist Äonita herumgefahren. Nun wirft sie fick auf ihn, reißt von ihrem Hemd ein paar Leinwandletzen und legt sie ihm auf die Wunde. Dan Atkins hat die Augen geöffnet und lächelt sie an.
„Äonita!" sagt er leise.
„Still!“ redet sie ihm zu.
Da fällt sein Blick auf Jonny Goodrrey. der ent paar Schritte abseits siebt. Er macht eine beftige Bewegung, als wolle er sich aufrichten, um sich auf den verhaßten Gegner zu stürzen. Jonny Goodfrey mackt keine Miene, ihm auszuweichen. Er steht mit verschränkten Armen da. Um seinen Mund liegt wieder ein spöttisches Lächeln, das den andern noch mehr reizt.
Aber Äonita hält Dan Atkins nieder.
„Still", sagt sie noch einmal, „sei ruhig. Dan... . . Ihre Hand fährt über leinen Kooi. Da lächelt der bären- ftarke Mann und bleibt still liegen.
Die Entdeckung.
Die ganze Nacht Über bleibt Äonita bei Dan Atkins. Jonny Goodfrey hat fick vor der Hütte auf die Erde niedergekauert und ist eingeschlafen.
Als der Morgen graut, steht Äonita leise aur und macht in der Hütte ein heißes Getränk zurecht.
Sie kommt gerade zurecht, um zu sehen, wie Dan Atkins sich langsam aufrichtet. Er taumelt etwas, aber dann steht er feit auf feinen beiden Beinen.
Auch Jonny Goodfrey ist erwackt und blinzelt zwilchen den halbgesenkten Augenlidern hindurch auf seinen Gegner. Dan Atkins nimmt gar keine Nottz von ihm.
Schweigend nehmen sie ihr Frühstück ein. Äonita. bemüht sich, ein Gespräch in Gang zu bringen und die Vorgänge der Nacht vergessen zu macken. Aber die Manner antworten nur einsilbig und starren Löcher in die Luft.
Plötzlich sieht Äonita, wie sich Dan Atkins Blick weitet. Er starrt auf eine bestimmte Stelle. Unwillkiirlick folgt sie seinem Blick, und nun wird auch ihr Auge groß und starr. Mißtrauisch hat Jonny Goodefrey den Vorgang beobachtet. Die beiden starren genau auf die Stelle, wohin heute nackt feine Schaufel niedergefallen ist.
Wirischafitsieil.
Notwendigkeit des deutschen Exports.
Deutschland und der Welthandel.
Auf der kürzlich in Berlin abgehaltenen Unterrichtswoche für Reichsbankbeamte und Beamte der Staats- und Landesbanken hat Reichsbankpräsidcnt Dr. Schacht hervorgehoben, wie wichtig die „viel verkannte und darum oft geschmähte Kunst" der Finanzierung nicht nur für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes, sondern auch als Ergänzung der Kunst der Politik ist. Die deutschen, von klastischen Theorien so abweichenden Finanzierungsmethoden seien mutig, aber nicht leichtfertig gewesen. Dieser Hinweis auf die Solidität der Finanzierung bedarf wohl keines weiteren Beweises mehr. Die Tatsache, daß unsere Währung intakt gehalten wurde, obwohl das Ausland uns alle erdenklichen Schwierigkeiten bereitete, spricht für sich selbst genug. Datz der Schutz der Währung allerdings einschneidende Maßnahmen aus den Eebieten der Devisenverkehrs, des Auslandsschuldendienstes, des Kapitalmarktes, der Preiskontrolle u. a. m. verlangte, wird jeder wirtschaftlich Einsichtige nur als Gebot der Stunde betrachten. Nur so kann die Basis erhalten bleiben, die die Stabilität der Wirtschaft und die Verwirklichung der Vierjahrespläne ermöglicht.
Die Forderung nach weitgehender wirtschaftlicher Unabhängigkeit vom Ausland hat bekanntlich zu der Ansicht geführt, wir erstrebten eine völlige Autarkie und wollten uns am Welthandel nicht mehr beteiligen. Es ist von den verschiedensten matzgebenden Persönlichkeiten wiederholt auf das Irrige und Absurde dieser Auftastung hingewiesen worden. Auch auf der Reichsbank- Unterrichtswoche ist das Problem der Autarkie eingehend noch einmal behandelt worden. Enger Anjchlutz an die Weltwirtschaft, aber auch weitgehende Erhöhung unserer Selbsterzeugung sind vom Standpunkt der Landesverteidigung aus die Wege, die beide zur Erreichung der wirtschaftlichen Wehrkraft begangen werden müssen. Die Rohstoffversorgung verlangt aus vielen Eebieten die Verbindung mit den Auslandsmärkten. Sind wir einerseits auf die Einfuhr angewiesen und hat selbst das Ausland ein ureigenes Jntereste daran, ein 7S-Millionen-Volk als Abnehmer von Rohstoffen und Waren aller Art zu behalten, so ist es auf der anderen Seite notwendig, daß unser Export Absatz im Ausland findet. Das Exportgeschäft ist und bleibt als Devisenquelle einer der wichtigsten Träger unserer Wirtschaftspolitik. Die Aussichten des Exports haben sich allerdings zur Zeit verschlechtert. Der Weltmarkt steht im Zeichen abnehmender Nachfrage, zunehmenden Angebotes, sich verschärfenden Wettbewerbs und rückläufiger Preise. Unsere Aufgabe, den Export bei dieser Lage zu behaupten, ist nicht leicht. Aber auch sie mutz und wird gelöstt werden.
Die Einsicht, datz wir als drittgrößtes Welthandelsland trotz aller politischen Anfeindungen ein nicht zu umgehender Vertragspartner im internationalen Warenaustausch bleiben müssen, kommt, gerade jetzt wieder in dem Äüschlutz der deutsch-englischen Finanz- und Wirtschaftsverhandlungen zum Ausdruck. Die deutsch-englischen Handelsbeziehungen, die durch die Verschiedenartigkeit der Auffassungen hinsichtlich der Behandlung der österreichischen Bundesanleihen gelöst zu werden drohten, sind wieder gefestigt worden. Die Garantieverpflichtung der englischen Regierung für die österreichischen Anleihen werden aus zusätzlichen Exporterlösen erfüllt werden. Die Notwendigkeit des deutschen Exports wird also hier erneut bestätigt. Die finanzielle Abwicklung wird hierbei zum grötzten Teil in den Händen der Banken liegen, die ja in der Devisenbewirtschaftung und Autzenhandelsfinanzierung die gegebenen Berater und Betreuer des Exports sind und gerade auf diesem Gebiete, wie ihnen das noch auf dem Allgemeinen Deutschen Bankiertag von autoritativer Seite, Reichsminister Dr. Schacht, bestätigt wurde, wertvolle Leistungen aufzuweisen haben.
Deutschlands Wirtschaftsbetriebe.
380 900 Unternehmungen im Altreich.
In der deutschen Wirtschaftsstatistik ist jetzt durch genaue Angaben über den Bestand an Einzelfirmen und Pcrsonalgesellschaf- ten eine grotze Lücke geschlossen worden. Das Statistische Reichsamt
hat unter Mitarbeit der Industrie- und Handelskammern eine Er- bebung vorqenommen, deren Ergebniste nach dem Stande von 1937 jetzt in „Wirtschaft und Statistik" veröffentlicht werden.
Im alten Reichsgebiet waren zu diesem Zeitpunkt 328 987 kaufmännische Unternehmungen in das Handelsregister eingetragen; ferner bestanden 51704 eingetragene Genossenschaften. Von diesen insgesamt 380 691 Unternehmungen find 228 694 Einzelfirmen, d. h. drei Fünftel aller Unternehmungen. An zweiter Stelle stehen die offenen Handelsgesellschaften mit 52 093 Firmen. Die Zahl der Eenossenschasten ist fast genau so hoch. Es folgen die Gesellschaften m. b. H. mit 30 533 Firmen. Die Zahl der Kommanditgesellschaften ist in den letzten Jahren stark gestiegen und mit 11259 Firmen heute weit zahlreicher als die Aktiengesellschaften, von denen es Ende 1937 6082 gab. Seit den letzten zweieinhalb Jahren ist ihre Zahl um fast 2000 zurückgeganqen. Die Kommanditgesellschaften dagegen haben um mehr als 4000 zugenommen. Die Zahl der Kommanditgesellschaften auf Aktien beläuft sich nur noch auf 22.
Die Kapitalgesellschaften sind im Jahre 1937 um über 10 000 Firmen zurückqegangen. Die Zahl der Einzelfirmen und Personalgesellschaften hat sich um rund 8000 erhöht.
Vor» den Heutigen Börsen.
Berlin, 7. Juli. (Funkmeldung.) Tendenz: Aktien weiter a b b r ö ck e l n d, Renten ruhig. — An den Aktienmärkten waren zumeist erneut Kurseinbutzen zu verzeichnen, jedoch blieb im Vergleich zum Vortage eine größere Widerstandsfähigkeit unverkennbar. Im großen und ganzen gingen die Einbußen aber nur selten über y, % hinaus, teilweise waren sogar leichte Besserungen zu verzeichnen, da der niedrige Kursstand verschiedentlich Anreiz zu Neuanschaffungen gab. — Am Montanmarkt wie|en lediglich Stolberger Zink einen größeren Verlust (minus 2% %) auf. Vereinigte Stahlwerke stellten sich % % niedriger, Rheinstahl gaben um % % nach. Im Verlauf wurden auch Mansfelder notiert, die einen Abschlag von 3% erfuhren. Von Braunkohlenwerten stiegen Jlse-Eenutzscheine um y %. Arn Kaliaktienmarkt verzeichneten lediglich Salzdetfurth und Wintershall einen Gewinn um y. bzw. %%■ In der chemischen Gruppe setzten Farben % % niedriger ein, verringerten diesen Verlust alsbald auf % %■ Elektro- und Versorgungswerte lagen nicht einheitlich. Akkumulatoren wurden um % % heraufgesetzt, im gleichen Ausmag stiegen RWE.., ferner kamen Licht und Kraft um % und Deutsche Atlanten um % höher an. Demgegenüber büßten Schuckert 1U, Lahmeyer und Siemens je % % ein. Ferner gaben HSW. um % und Charlotte Wasser um % % nach. Von Autowerten erfuhren Daimler eine Steigerung um % %. Maschinenbauaktien lagen zu- meist niedriger, so Berliner Maschinen um 1 und Orenstein um % % Größere Veränderungen erfuhren ferner Holzmann (minus 1) sowie Bemberg (minus 1% %). Von verschiedenen Werten zeichneten sich Süddeutsche Zucker durch einen Gewinn um 1% % aus. Am Bankenmarkt stellten sich Bank für Brauindustrie 1 y, % niedriger, während Reichsbank J4 % gewannen. — Am Rcntenmarkl blieb die Reichsaltbesitzanleihe mit 132 unv. Die Eemeindeumschuldung gab hingegen um 10 Pf. auf 95,90 nach. — Tagesgeld 2% bis 3% %. Pfund 12,30, Dollar 2,49, Franken 6,92, Gulden 137,25.
Frankfurt a. M., 7. Juli. (Drahtbericht.) Tendenz: Aktien n o ch m e i st s ch w ä ch e r. Die Börse setzte am Aktienmarkt in großer Zurückhaltung und mit noch überwiegend schwächeren Kursen ein, doch war das Angebot gegen den Vortag wesentlich kleiner, sodaß sich die durchschnittlichen Rückgänge meist unter 1 % bewegten. Vereinzelt ergaben sich auch Rückkäufe und Erholungen im gleichen Ausmaß, über den Durchschnitt ermäßigt waren nur Zarpener mit 165% (167%); ferner nannte man Scheideanstalt mit 228 (230). Am Rentenmarkt hielt die Nachfrage an, wenn auch die Umsätze keinen besonderen Umfang annahmen. Reichsbahn-VA. weiter erholt auf 124% (124%), Kommunalumschuldung voll behauptet mit 95,95, doch Reichsaltbesitz 131% (132). Eoldpfandbriefe begegneten wieder stärkerem Jntereste. Tagesgeld 2% %.
Kursbericht
Rheän-Main-Börse
Aschaffbg. Zellstoff Bemberg.....
Brown,Boveri &Co. Buderus Cement Heidelberg Chem. Albert . . Daimler-Benz . .
Dtsch.Gold u. Silber
| 5. 7. 38; 6. 7. 38
—125.25
140. 139.—
126.25 1*5.50
117.- 115-
154— 154.—
117.— —
137.75 137 — 234.— 230.—
Deutsch Linoleum ' Elektr. Liefer. Ges. ; Elekt.Lichtu.Kraft Eschweiler. . . . j I. G. Farbenindust. Felten&Guilleaumc Grün & Bilfinger . : Hapag Hind. Auffermann j Hochtief Holzmann Phil. . Ilse Bergbau . . . Knorr Heilbronn . Lahmeyer & Co. . Lindes Eismaschin. Lokom. Krauß . . Mainkraftwerke . Mainzer Aktien-Br Mannesmann . . MansfelderBergbau Metallgesellschaft . Motoren Darmstadt ' Nordlloyd . . . . | Reichsbank . . . Rh.Braunk. u. B r ik. Rhein. Metall wäre n Rhein. Stahlwerke ' Riebeck Montan . Schöfferhof-Bindg. ! Schuckert & Co.. |
160— 159.50
118— —.—
140.50 141.-
156.— 154.75
134.75 132.—
—I —
74.75 ——
157.50 —
151.75 150.25
154— —
245— 247 —
131— 1d1
92.25 92.25
89.75 90.-
114.75 113.25
—.— — .—
134.75 133.75 118— 118 —
—.— j--
196.25 194.75
—224 75 134.50 134 — 142.50 141.— 112.50 113 —
175 — ,173*37
Siemens & Halske. Süddeutsch. Zucker Tellus Bergbau . . Ver.Dtsch. Oelfabr. Voigt & Häffner . Zellstoff Waldhof.
5e/0Reichsanl. v. 27 5*/j*/eYounganleihe AnL-Ausl. (Altbes.) 4°/eSchutzgebiet. 13 4,/1e/«Wiesb.St.v.28 ^/zVo Pr.L.Pfbr. 19 47,*/ 10
4 7,7. „ .. 21
47,7. ,, Korn. 20
4 '/■'•/..... 6
4-/.'/ 3
4 7.7. „ 8,9,10
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47,'/. „ „ 6,7
47,7, „ 12, 13
47,7 4-5
57,7 Li
47,7, „G.-Kom.l
47.7 5
47,7. „ 6,7,8
47.7. ,. „ 2
47.7. „ „9,10
47,7 3 D. Korn. Sam, Anl. do. ohne Ausl. I G. Farben-Bonds
I 5, 7, :<8 7 ■ 38
! —200.25 279.— —
146.50
144.75
102.— 100.63 132.13
98.63 100 — 100 — 100.— 100.— 100.— 100.75 100.75 100.75 100.75 100.75 100.75 100.75 100.75 100.75 100.— 1 CO.— 100.—
100.— 100.— 100.— 139.75
28.25 124.63
101.90
131*80
12.-
38.50 100.— 100.-
100 —
100.—
100.— 100.37
100.37 100.37
100.37 100.37
100.37 100.37 100.37
100.75 100.— 100.—
100 — 100.—
100.—
100.— 139.63
28.25
124 25
Berliner Börse
AEG. Stammaktien 1119.13 118.88
Augsburg Nbg.M. 134.50 133.—
Bayer. Motoren-W. J. Berger Tiefbau Braunk. u. Briketts Charl. Wasserw. . Chem. Heyden . .
Com.-u. Priv.-Bank Conti-Gummi. . . Deutsche Bank . . Dt. Cont. Gas . . Deutsche Erdöl . Dt. Eisenhandel . Dt. Reichsbahn Vz. Deutsche Waffen . Dortm Union-Br. Dresdner Bank . . Eintracht Breun .
Feldmühle ....
Gesfürel
Harburg Gummi .
| 5. 7. 381 6. 7. 38
150. - 149 - 152.50'151.50 |193.— i —
110.37 110.13 147.- 143.50 113 83 113.7 5 209.13 208 - 120.25,120.25 122.25 122.—
,132.75 131 - 145.50 145.50 124.83124.75 171.75 169.— 205.50 203.25 111.75:111.63 170.— 170 50 134.50 1.4.50 139— 138.50 135.— 185.—
Steuers u< scheine
. . . . 1934 [103.75 103.75 I
; 1935 1 07.75 1 07.75 ....... 1936 [111.75.111.75 |
Harpener ....
Hoesch Hotelbetr.-Ges. . Klöckner werke . . Niederlaus. Kohle Orenstein & Koppel Rh. Elektr. Mannh. Rütgerswerke . . Sachsen werk . . . Salzdetfurth . . . Schubert & Salzer Schuckert & Co. .
Siemens & Halske Stollberger Zink . Ver. Stahlwerke. . Vogel Tel.-Draht . WasserGelsenkirch. Westeregeln Alk. .
I 5.7. 38| 6.7. 38 168.75 168.50 114.75 113.37 98.25 95.13
120.13
168.75
111.25
1118.—
148.50
179.— 140.— 175.50 202.50
89 —
108.50
156.— I
119.50 188.50 110.88 118.—
147 —
158 — 140.—
174.— 201.13
90 —
107.63 154 —
164.88
105.50 105.—
1937 115.75 115.75
1938 1119.75 119.75
Verrechn.-Kurse . 111.75 111 75
Berliner Devisenkurse (Telegraphische Auszahlungen)
5. Juli 1938
6. Juli 1938
Geld
Brief
Geld
Briet
Belgien......
. 100 Belga
42.13
42.21
42.10
42.18
Dänemark • . • • •
100 Kronen
54.95
55.05
54.88
54.98
England ......
1 £ Sterling
12.305
12.335
12.29
12.32
Frankreich .....
. . 100 Fr.
6.918
6.932
6.913
6.927
Holland ......
100 Gulden
137.38
137.66
137.16
137.44
Italien.......
. . 100 Lire
13.09
13.11
13.09
13.11
Japan .......
... 1 Yen
0.716
0.718
0.716
0.718
Jugoslawien ....
. 100 Dinar
5.694
5.706
5.694
5.706
Norwegen .....
100 Kronen
61.85
61.97
61.77
61.89
Polen . ......
. 100 Zloty
47.00
47.10
47.00
47.10
Schweden.....
100 Kronen
63.45
63.53
63.37
63.49
Schweiz ......
. . 100 Fr.
56.91
57.70
56.85
56.97
Spanien......
. . 100 Pes.
-
——.—
Tschechoslowakei .
100 Kronen
8.611
8.629
8.616
8.634
Ver. St. v. Amerika.
. . 1 Dollar
2.483
2.487
2.486
2.480
