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SZontüfl. 4. 5tli 1988.

(Fortsetzung von Seite 7.)

-iaamtzballtorwart Wolf, der auch im Mehrkampf seinen Mann stellte, mit 6.07 m dichter hinter ihm als rm Siet« uruna die Turnerbündler Völker unb Siebert. die es nur iuf 11,23 bzw. 11.13 m brachten. Sm Sochsorung vertei­digte Ebeling (Post) mit 1.65 m erfolgreich, seinen Titel gegen die Polizisten Roth. Stmon und Kremer, die alle drei 1.60 m

6ü6un0en gewann Hiemenz für Polizei. Mit bet Kugel erreichte er 12,95 m vor Mateneld (Eintracht) l»ri8 und Roatzsch (Tschft. Ärisenheim) 11,35 w: den S t ein ftieft er 9.20 m weit: sein Verernskamerad Weyland kam au, 8 34 Waterfeld auf 8,30 m.

' Die Würfe entschied Wiener zugunsten des Turner« taubes Den Speer warf er ohne nennenswerte Konkurrenz über 40,80 m; den Diskus brachte er mit 36,75 m weiter als Roatzsch (34.50) und Siemens (33,70):) und den Sammer schleuderte er über 33.85 m: ächlag (Post) be­drängte ihn mit 33,10 m am stärksten . ~nr„„r

Bei den Frauen waren die Vertreterinnen des Turner« Hundes unter sich. Ruth Kunst wurde Meisterin über 100 m mit 14,4 Set., im Weitsprung mit 4,55 m und im Hocksprung mit 1,33 m; Link gewann den Kugelstoß Mit 9,58 m, den Speerwurf mit 24.10 m und den Diskuswurf Mit 20.5o w

In den Staffeln gab es nur über 4 x 100- M et er einen regelrechten Kampf. Sportverein Regte mA Maus. Boh- land. Wahl und Dr. Müller in 47,0 Sek. vor Polizei mit 47.3 und Turnerbund mit 47,6. Über 4X400«STeter und in bei Schwedenstaffel liefen ie zwei Polizelmannschaiten in 3:59,1 und 3:59.4 Min. bzw. 2:16.2 bzw. 2:17.2 Min die Strecke ab. Die grauen ft affel wurde dem xurncrbunb iUBC(Erfreulid)er war das Bild in den Mehrkämpfen, wo wie die mehrfachen Doppelpreise erkennen lauen, gleich­wertige Gegner um den Sieg rangen. Nachsteyend die

Ergebnisse:

Klasse I (100 m, Weitsprung Kugelstoh)' 1. Siemens (Polizei) 53 P (12,6 — 5,46 — 13,20): 2. Egert (Tbb..), Fischer (Eintracht). Mannheim (Polizei) ie 49 P.: 3. Saglitz (Emtracht) 48: 4. Botho (Polizei) 46: 5. Stauch Goltzei) 45- 6 Wolf (SVW.) 44; 7. Kremer, Landauf (beide Polizei). Zerbe (Tickst. Rambach) 43; 8. Zimmer (Polizei) 42' 9, Fuchs (Tgi Johannisberg). Roatzsch (Tschft. Geisenheim), Schneider (TbbJ ie 40; 10. verold (Polizei) 39 P.

Klasse n (100 m. Weltsprung. Stabhoch): 1. Volker 33 P„ 2. Hensel 32 P.. 3. Beckmann 28/$, (alle Tbd).

blasse m. Altere (100 m, Weitsprung, Kugelstoß): 1. Weyland (Polizei) 51 V. (12,9 - 5 33 - 10 72); 2 5uc6s (Eintracht) und Dorr (Tbd.) ie 44- 3. Pape (Polizei) 43. t. (Kliesche (Tbd.) und Tbienelder (Reichsbahn) ie 39 P,

Frauen (100 m. Weltsprung. Kugelstoß): 1. Eilesche (14,8 — 4,73 — 9,18) und Link (14,9 — 4.69 — 9.76) je 51 V.: 2. Böhm und Sellhast ie 42 P.; 3. Ursel Kunst 40 P.

Altersturner immer noch einsatzbereit.

Es wird den meisten unserer Volksgenossen — selbst heute im Zeitalter des Sports für jung und alt — doch etwas un­glaublich klingen, wenn sie von einem turnerischen Wettkampf der 70- und 80jährigen lesen. Daß dies ladoch tetnesmHs eine übertriebene Sensationsmeldung daritellt, vielmehr aus er­freulicher Wirklichkeit beruht, davon konnten sich am vergan­genen Freitagabend alle „Ungläubigen" in der Turnhalle des Turnerbundes Wiesbaden überzeugen.

Dreißig Mann hoch waren sie einmarschiert, die Weiß- haarigen, ewig Jungen, und es mag auch mr das sechsiopfige Kampfgericht eine freudige Genugtuung gewesen sein als es 22 Wettkämpfern die notige Punktzahl zuerkennen durfte.

Und Re konnten sich wirklich sahen lassen, die Leistungen, die unsere Alten da an Reck. Barren. Pferd oder in den bei­

Wiesbadener Tagblatt

Nr. 163. Seife fi.

den volkstümlichen Übungen (Weitsprung aus dem Stand und Steinstotzen mit dem 30 Pfund schweren „Stein") der Raunen­den Jugend vorführten. Oder ist es vielleicht keine Leistung, wenn der 82jährige (!) Harttmann 1,73 m ober bei 62iahiige Lanbkaminei 2,04 m ober ber 48jährige Kühle gar 2.40 m aus dem Stand springt? Glaubt ihr etwa, es wolle nichts Bebauten, wenn man wie Alterstuiner Roll mit 45 wahren noch einen Stein von 30 Pfund Gewicht 6,22 m weit schleu­dern könne? Versucht doch einmal, ihr Jungen, es dem 68jährigen Ragel gleichzutun, der es im oteinRos noch auf bte beachtliche Weite von 4,40 m brachte.

Auch für die Unbeteiligten ober ben Laien war es ein erfreulicher Anblick, unsere Alten in io guter körperlicher Ver­fassung zu sehen, unb wer gar dem anichlietzenben Kamerab- schaftsabenb beiwohnte, ber bie Teilnehmer noch lange iroh vereinte, konnte erkennen, batz man auch in punkto Kame-

rabschaft noch viel von unseren Alten lernen kann. Wir aber wünschen ber Männerabteilung des Turnerbundes Wies­baden noch weiterhin Gesundheit und langes Wirken!

Ergebnisse:

Klasse I (bis zu 50 Jahren), Siebenkampf: 1. Basier 131,5 P.; 2. Ackerknecht 126,5 P.; 3. Roll 124 P.; 4. Kühle 118,5 P.: 5. Petry 114 P.: 6. Maurer 112 P.: 7. v. (Sailen 94 P.; 8. Mende 92 P. — K l a s s e II (50 bis 60 Sabie). Siebenkampf: 1. Dietrick 129.5 P.: 2. Leipold 12ll,P.: 3. Weianb 127 P. — Klasse III (über 60 Jahre). Füni- kampf: 1. Nagel und Weyer je 76 P.: 2. Kunz 74 P.: 3^ Lanb- kammer 73 P.: 4. Schwab unb Hochstetter je 72 P.: 5. Gartner 61 P - 6. Jockel 58 P.: 7. Sarttmann 54 P.; 8. Stempel 52 P.; 9. Bibinger 51 P.

U$?L tm Tennis unetteidjf.

In Wimbledon gewannen Amerikaner alle Titel. Budge allein drei!

Was noch keinem Lande bisher gelang, das brachten die Amerikaner in Wimbledon zuwege. Sie errangen »amtliche fünf Titel! Wader die Engländer, noch die Australier ober die Franzosen haben jemals eine derartig beherr­schende Stellung im Welttennis eingenommen, wte USA. in diesem Jahre. Wohl fehlten die Australier diesmal, aber das kann ben großartigen Triumph der Amerikaner nicht schma­lem. Bester Mann von den Gästen aus Ubersee war wieder einmal bei rothaarige Kalifornier Donald Budge, der seine überragende Leistung aus dem Vorjahre wiederholte und abermals drei Titel gewann.

In den Kämpfen am Samstag schlugen im Manner- doppel Budge/Mako (USA.) bas beutsche Paar Henkel/ v Metaxa 6:4. 3:6. 6:3, 8:6. Dann verlor Henkel zu- fantmen mit der Amerikanerin Fabyan im Gemischten Doppel gegen Marble/Vudge mit 6:1, 6:4. Helen Wills- Moody wurde zum achtenmal Wimbledonsiegerin durch einen 6:4, 6:0-Erfolg gegen Helen Jacobs. Schließlich holten sich im Frauendoppel die Amerikanerinnen Marble/Fabyan den Titel mit 6:2, 6:3 gegen Mathieu/Porke (Frankraich/Eng- land).

Die SicgerliRe 1938:

Männereinzel: Donald Budge (USA.) , Fraueneinzel: Helen Witts-Moody (USA.) Männerdoppel: Budge/Mako (USA.) Frauendoppel: Fabyan/Marble (USA.) Eem.iscktes Doppel: Marble/Budge (USA.)

Jn Rüt^e-

Abschluß des Küstenfluges des NSFK. 1938. — Haupt­sturmführer Gotthold wurde Sieger.

Wyk auf Föhr, 3. Juli. Nachdem die Aufgaben für die Wattbewerstailnahmer am ersten Wettbewerbslage wegen ungünstiger Wetterlage im pommerschen und ostpreutzischen Äiiitennrbict nur teilweise zur Durchführung gelangen konnten, war a.n Sonntag für die Wettbewerbsteilnehmer in dem nun zu bcrührenben Küstenstreifen ausgezeichnetes Wetter. So konnte für bie Besatzungen, bie die Nacht über in Rostock ge­blieben waten, gegen 8.45 Uhr der Start freigegeben werden. Zur Stelle waren alle Teilnehmer bis auf eine Maschine, die am ersten Tage an ber pommerschen Küste hatte notlanben müssen. Als erster startete der Korpsfühter Ehiistiansen, um, wie alle Wettbewerbsteilnehmer, die voryeschriebenen Aufgaben zu lösen. Jn Abständen von je einer Minute gingen

dann bie anbaren 15 0 Flugzeuge auf bie Strecke. Die Lanbung aller morgens am Start erschienenen Maschinen er­folgte im Saufe bcs Nachmittags auf bem ytughaien Wyk am (röhr. Die Preisträger bes bicsiäßrigen Äüitemluges unb: 1. NSFK.-Hauptsturmführer Eottholb (Beobachter Lach- inannj. NSFK.-Eruppe 6; 2. NSFK.-Sturmfllhrer Helmers (Beobachter 9iSgÄ.=®ruppenfü6ter Dr. Erbacher). NSFK.- Grupve 15: 3. Oberleutnant Plöhn (Leutnant Solle). Flteger- gruppe Eietzen.

Radivortnotiren.

Die Drei-Etappenfahrt ber Amateure,von München nach Mailanb würbe am Sonntag mit der dritten Tagesstracke von Trient nach Mailand über 229 Kilometer beendet. Der Tagsssiagar, Benedetti (Italien), belegte auch in ber Gesamtwerlung mit 27 Punkten ben ersten Platz vor ben Deutschen Heller, Richter unb Jrrgang. In dar Landar- wertung siegte Deutschlanb in 106:08:13 Stunden vor Italien mit 106:32:31 Stunden. „

Emil Kijawski siegte vor 22000 Zmchauarn im Großen Preis der Westmark für Berufsfahrer auf der 125 Kilometer langen Strecke in 3:15:32.2 Stunden vor dem holländischen Meister des Vorjahres, K. Valentijn.

Post-SV. Wiesbaden (Poths/Wohlfarth) belegte im Erotz-Auheimer Rabballturnier hinter Opel Rüssels- heinr ben 2. Platz. Gegen ben diesjährigen Gewinner bes Wanderpreises unterlagen bie Kurstäbter mit 3:6, nachdem sie gegen Germania Seckbach einen 10:2-und gegen „Wandar- luit" Frankfurt einen 3:0=Sieg tjeiaupgebolt hatten. Regen unb schlechte Platzverhältnisse beeinträchtigten bie Leistungen.

Pirc-Jugoslawien siegte im Harzburger Schachturnier.

Bad Harzburg, 3. Juli. Am Sonntag ließ ber Erotzdeutsche Schachbund im Kurhaus zu Bad Harzburg bie Schlußrunde seines bedeutsamen internationalen Schachturniers austragen. Das Endergebnis lautet: 1. Pirc (Jugoslawien) 6)4 Punkte. 2. Bogoliubow (Triberg) 6. 3. Kieninger (Köln) 5)4. 4. unb 5. Eliskases (Innsbruck) unb Heinicke (Hamburg) je 5 P., 6. und 7. Lekvenc (Wien) unb Petrow (Lettlanb) je 4)4, 8. Sämisch (Berlin) 4 P.. 9. Richter (Berlin) 3)4, 10. Preuße (Rotzlau) )4 P.

B e i ben Prager T u i n e r-W e l tm e i st er­schaffen, bie bekanntlich ohne bie Teilnahme Deutschlanbs. Finnlanbs. Italiens uim. vor sich gingen, errang bei Tscheche Gajdos mit 138,066 Punkten ben Endsieg vor seinem Lands­mann Sladeck unb bem Schweizer Mack. Auch im Endergebnis ber Nationen belegten bie Tschecko-Slowaken mit 1045,333 P. ben ersten Platz vor ber Schweiz mit 1030,966 P.

Deutschlands . Fechterinnen gewannen am Samstagabend in Offenbach einen Florettkampf gegen die besten Vertreterinnen Dänemarks mit 9:7 Siegen und 57:64 erhaltenen Treffern.

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