Wiesbadener Tagblatt
Donnerstag, 19. Mai 1938.
iit des Stadt-
Ende.
Nach dem Sviel . . .
Houghton
Aston Villa:
Ratl’£udwig‘’®sdä<fjfmslauf.
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cJpotl und c'/piel.
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palmolive- RASIERSEIFE
Ne. 116. Seite 7.
Mon Villa 2:1 (2:1) gefifjlagen.
«Stoßes Spiel auf beiden Seiten. — fceutfdje fiuswafj! in feinet fotm
Deutsche Auswahl: Raft!
Janes — Streitle Wagner — Mock — Kitzinger Hahnemann — Gellesch — Gauche! — Neumer — Vester
nis für Spieler wie Steinkohl. Rupre und L hatten weder in dem 21zügigen Rüähandgambi. _____
Meisters, noch in der 12zügigen Attacke Ruppes oder in dem 24zügigen Damengambit Linninanns Aussicht aus lange Lebensdauer, aber zeigte nicht wieder erst die italienische Partie von Schramme gegen W. Menz, die der letztere aus Grund eines energischen Turmoviers nach schwierigem Endspiel für sich entscheiden konnte, daß den meisten Spielern nur der bessere Gegner ichlt. um sich in eine stetige Form- verbcsserung hineinzuspielen? Votta scheint allerdings von dieser Regel eine Ausnahme machen zu wollen, denn so schwach wie in dieser 24ziigigen italienischen Partie gegen den aufmerksamen Zenglein haben wir ihn lange nicht mehr gesehen. Auch Wagner blieb einstweilen noch den Beweis aus diese These schuldig: im 25. Zug eines Königsläufersviels gegen Keiver stellte er die Dame ein. Von Altenkirch, Weilnau und Schlicht war bei dem Ansangsstadium dieser Spieler noch nicht mehr gegen Beck. Blumberger und Schmidt zu erwarten gewesen; immerhin zeigten auch sie z. T. schon recht nette Ansätze und kamen mit jeweils 25 Zügen wenigstens ..über
die Zeit".
Die einzigen glcichklassigen Paarungen kamen zwischen Sorchler und Krautmann sowie zwischen Sinn und Schank zustande. Im ersteren Tressen, einem 38zügigen abgelchnten Budapester Gambit, siegte der routiniertere Berliner, nachdem Horchler im Mittelspiel in entscheidenden Nachteil gekommen war. Die andere Partie, ein 40ziigiges Damen- bauernspiel. konnte Linn nach Gewinn eines Bauern mit schönem Matt abschliehen.
TÖandetn und Stfjauen.
Wcsterwaldverein, Ortsgruppe Wiesbaden (E. $?.).
In der letzten Monatsversammlung stand der Zuhörerschaft eine angenehme Unterhaltung bevor, hatte doch Lehrer Dirks cs verstanden, durch Vorträge ernsten und heiteren Inhalts die Anwesenden zu fesseln. Der 2. Vorsitzende Herr Kohlhaas dankte dem Redner und machte darauf aufmerksam, daß während des Sommers die Monatsversammlung in der noneren Umgebung, verbunden mit einem Abcndsvaziergang (Mittwochs), abgehalten werden. Die kommende Tageswanderung nach Lenzhahn und die Fahrt nach Selters standen zur Besprechung.
O
Starling — Shell — Seycock - Kerr
Jversen — Allen — Massie
Cummings — Callaghan Biddlestone
Vom Anstoß weg entwickelte sich ein flottes, technisch lusgczeichnetes Spiel. Die deutsche Els hielt überraschend . ebes Tempo mit, kombinierte schnell und genau und hielt den iampf offen. So verging die erite Viertelstunde, die von bei- en Mannschaften gute Leistungen brachte, fall wie im Fluge. 3it der 14. Minute fiel dann etwas unerwartet das erste Tor. Janes war dem englischen Linksaußen weit entgegengelaufen, kürzte beim Versuch, den Ball zurückzuzlehen. voughton eilte mit dem Ball am Fuge durch, weder Janes noch Mock konnten ihn einholen. Es blieb nur Rastl. der aber dem vrackt- vollen 18-Meter-Schuh des Engländers ebenfalls machtlos gegenüberstand. Aston Villa führte 1:0! Die deutsche Els ließ sich aber' nicht entmutigen, kämpfte unentwegt weiter und erreichte in der 22. Minute den Ausgleich. Der rechte Wiener Läufer Wagner flankte zu dem freistehenden Koblenzer Eauchel. der mit einem Bomben-Zwanzrgmeteri.chun unhaltbar für Biddlestone zum 1:1 .einsandte Bereis tum Minuten später hieß es sogar 2:1 für Deutschland Eastchel setzte den Wiener Linksauhen Bester geschickt ein, dlb Briten r-.elamiertcn abseits — und nicht zu unrecht!. — Veli er aber brannte durch und schoh an dem üerauslaufenden Biddlc-
Toten.
durch Wiesbadeii hindurch über eine Strecke von rund 15 km zu führen ist. Im vergangenen Jahre wurde dieser Gedächtnis- lauf erstmalig üurchgesiihrt und der Sturm 23 /80 es. der in diesem Jahre den Titel „Sieger der SA. im Karl-Ludwig-Gedächtnislauf zu verteidigen haben wird.
Um die Verbundenheit der SA. mit allen sporttreibenden Organisationen und Verbänden zu dokumentieren, wurde in der Stlstunasurkunde ferner verfügt, dah gleichzeitig neben den Mannschaften der SÄ. auch diese an dem Stanellam teilnehmen können. Dieser Wettbewerb wird als ..Einladungslaus" durchgeführt. Im vergangenen Jahre war es die Polizei Wiesbaden, die stich den Titel „Sieger des Einladungslaufes im Karl-Ludwig- Eedächtnislauf erkämpfte und ihn in diesem Jahre verteidigen wird.
Eingeleitet wird, der Wettkampf mit einem kurzen Gedenken am Grabe des Ermordeten, bei dem die Startmänner aller teilnehmenden Mannschaften zugegen fein werden. Nach Durchführung des Laufes nehmen sämtliche beteiligten Läufer an einem geschlossenen Erinnerungslauf in Form eines ..Stillaufes" teil, der sich an die Breis- verkündigung anschlicbt. v.
Spielverbot
wegen des „Karl-Ludwig Gedächtiiislaufes«.
Ter Krcisführer des Kreises 2 im Gau Südwest des DRL.. Sturmhauvtführer K ö t! ch a u, gibt folgendes bekannt:
Wegen der Durchführung *bcs „Karl-Ludwig-Eedächtnis- laufes" am 22. Mai 1938 ergeht hiermit für diesen Tag von 8 bis 12 Uhr absolutes Soielvcrbot.
Soielen dem Rüdesheimer Talent dock wohl noch eine Kleinigkeit voraus. Das einzige Tor des Sparringspartners erzielt der junge Münz, dessen noch etwas weiches, aber verständnisvolles «viel auch diesmal wieder angenehm ausfiel, kurz nach dem Wechsel beim Stande von 3:0. ,
Sdjadj»
Klubmeifterschaft der Schachgemeinschaft Grob-Wiesbaden.
Im Gegensatz zur 1. Runde wies die am vergangenen Donnerstag gespielte 2. Runde der Kampfe um die Klub- meisterschast der Schachgemeinschaft nur wenige .,interessante Paarungen auf. In den weitaus meisten Partlen trafen schwächere Kräfte auf einen überlegenen Gegner, so dah der Ausgang nicht zweifelhaft sein konnte. Indes waren auch diese Spiele nickt ohne Reiz, denn die „Delinauenten" setzten sich heftig zur Wehr und zwangen ihre Partner ost zur vergäbe ihres ganzen Könnens. Wer hätte beispielsweise ge-
Die Tennis-Medensviele (deutsche Mann- schastsmeisterschast) beginnen am 21./22. Mai mit den Vor- rundenkämpfen in Frankfurt a. M.. Dresoem Duisburg und Stettin. In Frankfurt spielen die Gaue Südwest., Baden, Württemberg und Mittelrhein und in Dresden die Gaue Sachsen, Bayern. Hessen und Schlesien.
An der „Tourist-Trovhy" auf der Insel Man. dem berühmtesten englischen Motorradrennen, nimmt DKW. durch Meister Ewald Kluge, Siegfried Wünsche und den Engländer E. R. Thomas teil.
Die Stuttgarter Kickers erzielten im ersten Kamps um die deutsche Leichtathletik-Vereinsmeisterschast 11934,87 Punkte. Der Polizei-SV. Stuttgart kam auf 10369,20 und der VfB. Stuttgart aus 10368,16 Punkte.
stone vorbei ins leere Tor ein. Die Zuschauer waren begeistert von den Leistungen der deutschen Mannschaft, die wirklich eine Einheit bildete und den Engländern ein durchaus ebenbürtiger Gegner war. Mit einer 2:1-Führung Deutschlands (bei 3:4 Ecken) ging es in die Pause.
Keine Tore nach dem Wechsel.
Auch "nach der Pause hielt die deutsche Mannschaft das Sviel zur allgemeinen Überraschung offen. Ja bis zur 20. Minute hatte sie sogar etwas mehr vom hochstehenden, mit technischen Feinheiten durchsetzten Kamps. In, der vierten Minute hatte Rastl einen scharfen Schub von voughton zu halten, den er glänzend meisterte. Drei Minuten später hatte Gellesch eine grobe Chance. Freistehend vor dem Tor. schob er vorbei. In der 15. Minute war es wieder Gellesch, der von Pesser glänzend eingesetzt wurde. Doch köpfte der Schalter den Ball knavv über die Latte. Dann verpatzte Janes einen hohen Ball, und wieder war der grotzartige englische Links- aubcn durchgebrannt. Aber Rastl stellte erneut seine glaiizen- den Torhütereigenschaiten unter Beweis und hielt. Gegen Schlutz legte sich Aston Villa noch einmal mächtig ins Zeug, um den Ausgleich zu erreichen. Aber die deutsche Abwehr stand eisern. Vor allem der Zunge Streikte und Kitzinger bannten zahlreiche Gefahren. So ging der prächtige Kampf mit einem knappen, aber verdienten deutschen 2:1-Slege zu
A st o n Billa wurde im zweiten »viel auf deutschem Boden im Düsseldorfer Rheinstadion vor 60 000 Zuschauern von einer deutschen Auswahl mit 2:1 (2:1) geschlagen. Es war ein begeisterndes Spiel, iit dem besonders die deutsche Mannschaft, die , in letzter Minute noch umgestellt wurde, durch die Einheitlichkeit ihrer Aktionen gefiel. Gauchel und Bester schossen die Tore für Deutschland, Houghton war für Aston Billa erfolgreich.
Der Berliner Grotzkamps war für das Düsseldorfer Aston- Lilla-Gastsviel die beste Propaganda. 60 000 Zuschauer sullten lei wirklich nicht einladendem Wetter am späten Minwoch- lachmittag das Düsseldorfer Rheinstadion. Sie wurden restlos gegeistert von dem. was die 22 Svielcr boten. Roch in letzter Minute war die deutsche Eli umgestellt worden, sechs Wiener bildeten zusammen mit fünf „Altdeutschen" eine hervorragende Mannschaft. Abwehr und Läuferreihe wirkten so harmonisch ineinander und spielten derart sicher, dah Aston Billa trotz grober Form an einer 2:1- (2:1-) Niederlage Nicht oorbelkam. Streitle. Kitzinger. Gauchel und der linke olllgel Neumer/ Pesser war die Stützen der deutschen Elf, die keinen schwachen Punkt aufwies.
Deutsche Elf umgestellt.
Die Spannung der 60 000 wandelte sich in lauten Jubel, als die beiden Mannschaften mit dem deutschen. Grub den Platz betraten. Sofort war zu erkennen, daß die deutsche Mannschaft ohne Lenz, Jakob, Malccki und «troh erschienen war. während bei Aston Villa der Nationalspieler Broome fehlte. Dem Unparteiischen Pfitzner (Karlsbad) stellten sich beide Mannschaften wie folgt:
Handball.
Aufstiegsspiele zur Gauliga.
Für die Schlubrunde der Aufstiegsspiele zur Eauliga hat das Gaufachamt folgende Regelung gctroifen: .
Beteiligt stnd DRL. Darmstadt. MTV. Ludwigshafen, Viktoria St. Ingbert und Sportverein Wiesbaden. Die Spiele werden in einfacher Punktrunde m der Weise durck- aeführt, datz jede Mannschaft einmal Platzverein ist, einmal iuf gegnerischem Gelände anzutreten hat und einmal auf utralem Gelände spielt. Die zwei Erstplazierten steigen zur Gauliga auf.
Der Svielvlan ist wie folgt festgelegt:
26. Mai- (Himmelfahrt): MTB. Ludwigshafen (Platz- eretn) — SV. Wiesbaden; St. Ingbert (Platzverein) — 'JX'6. Juni ^(Pf'ingMontag): SV Wiesbaden. (Platzverein) — St Ingbert: DRL. Darmstadt (Platzverein) — MTV. Ludwigshafen. „ , ~
19. Juni: SV. Wiesbaden — DRL. Darmstadt: St. Ingbert — MTV. Ludwigshafen. .
Die Spiele am 19. Juni finden am neutralen Platzen '.att, die noch nicht eiidgültig bestimmt sind. Möglicherweise .ielt der Sportverein in Höchst,..wahrend das zweite Sviel -orausstchtlich in der Pfalz statifindet.
Aufhebung der Sommersperre im Handball.
Aufstiegsspiele und Städteiviele zur Ermittlung der in Sreslau beteiligten Stadtvertretungen haben auch im Hand- )all eine gewisse Terminnot herbeiaeführt. Der Reichsmch- amtsleiter für Handball hat sich deshalb gezwungen gesehen, dre Sommersperre insoweit, als es zur Vorbereitung für Breslau erforderlich ist. aufzuheben.
Die Wiesbadener Stadtelf übt.
Wiesbaden A — Wiesbaden B 11:1 (3:0).
Vor dem Sviel der Wiesbadener Stadtmannschaft gegen Offenbach am kommenden Sonntag, das übrigens neuerdings )urd) den „Karl-Ludwig-Eedächtnislauf" in vrage gestellt ist. ;atte man die Wiesbadener Vertretung am Mittwochabend u einem Trainingsspiel zusammcngezogen. Die bis auf den inken Läufer Plies und den Halbrechten Rath, für die Kolk ,SBW.) und Böhler (Biebrich 19) eingesprungen waren, in vollständiger Besetzung antretende Stadtelf siegte gegen ihren ziemlich bunt zusammengestellten Gegner, ohne stck auszugeben. Vor der Pause konnte der blutjunge hochtalentierte Rüdesheimer Dreis im Tor des Trainingspartners die Niederlage mit wundervollen Paraden noch in bescheidenen Grenzen halten. Aber nach dem Wechsel war auch er trotz glcichbleibend guten Soiels gegen die tödlichen Schüsse der Kern (4), othe (3). Serzer (2). Böhler und Monhof (ie 1) machtlos. Die Vintermannschaft der A-Mannschait lies dem efährlichen Haupt auf der Gegenseite wenig Raum zur Enthaltung. Was dennoch aufs Tor kam, hielt Böcke! in überzeugender Sicherheit. In dieser <rorm. unauffälliger als der geschmeidige Dreis, aber in seinem instinktsichercn Stellungs- sviel nicht weniger wirkungsvoll, hat er gerade in schweren
üfiDtf-liundfcfjau.
Ein 240-kiu-Streckenslug vom Dörnberg nach Nürnberg.
Infolge günstiger thermischer Bedingungen und guter Wolkenbildung, die vor allem bei Streckenflugen von Nutzen ist. sind in den letzten Tagen auf dem Dornberg-segelslug- gelände bei Kassel ausgezeichnete Leistungen vollbracht worden. So konnten Zielslüge nach Arolsen und Usseln d.urck- gesührt werden. Fluglehrer Eruda erreichte .mit einem Grunau-Babn II eine Sähe über Start Hoher Dörnberg von 2200 Mir. Der Technische Leiter der Segelilugschule Dornberg des NSFK„ Kürten, kam mit seinem Rhonbussard bis kurz vor Fulda. Den Sauvterfolg. erzieltn aber die Fluglehrer Ruhl und Sorbe nut einem Doppelsitzer Muster „Kranich". Rach dem Start kurz vor 12 Uhr mittags erdichten die Flieger sofort Wolkenanschlud und gingen auf..Strecke. Rack 18 Uhr traf bann die Landemeldung aus Nurnberg- Fürth ein. Nach der genauen Ausmessung der Strecke ergab sich eine Weite von 240 km bei 2220 Mir. größter vohe.
Segelflieger erreicht 3000 Meter.
Am Montag wurde ein von dem Innsbrucker Segelflieger Wilfried Wiebner gesteuertes und mit einem Segelilug- schiiler des NtzFK. aus Innsbruck besetztes Segelflugzeug von einem Motorflugzeug in der RicktungUnterlnntal ms in die Gegend von Schwaz auf etwa 1200 Meter hochgeschlepot und bann losgeklinkt. Infolge des Aufwindes erhielt das Segel- flugzeim einen derartigen Austrieb, dah es eine Hohe von 3000 Meter und mehr erreichte.
Durch sportlichen Kampf gedenkt die S3L ihrer
Staffellauf am Sonntag.
Es ist für die SA. ungeschriebenes Gesetz, das Gedenken an die in der Kampfzeit um Deutschland gestorbenen Kameraden durch die Tat lebendig werden zu lallen. Die Velden, die im Kamps für den Führer und das Hakenkreuz ihr Leben liehen, schreiten den Stürmen und Standarten als ewiges Vorbild der Pflichterfüllung voran. Ihre Namen haben einen Ehrenplatz auf den Fahnentüchern und in den Herzen ihrer Kameraden gefunden. Aber kein lebenverneinendes Trauern ist es, was sie mit ihren Kameraden verbindet, die den Sreg der Idee, um die sie fielen, mit erleben bunten 3m ©eilte ihrer Opferbereitschaft erfüllt die SÄ. ihre Ausgabe im Dienst am Dritten Reich.
Kann es ein schöneres Gedenken an die Toten geben, als den Weg, den die SA. beschreitet, indem sic der Toten durch den sportlichen Kampf gedenkt? Muh nicht leder Volksgenosse hierin den Kampfgeist erkennen, den die SA. immer beseelt hat und bei ihr immer Richtschnur Tür ihr Handeln sein wird? Auch bei diesen Wettkämpfen geht es nicht darum, dah einer als Sieger hervorgeht, sondern daß die Gemeinschaft des Sturmes den Siegeswillen kundgibt. Und so werden wir denn am Sonntag wieder Zeuge dieses Mannschaftsgeistes sein, wenn sich die Männer der SA. und die sporttreibenden Formationen der Partei, der Wehrmacht und der Verbände anickicken. zum „Karl-Ludwig- Gedächtnislauf" durch die Strahen Groh-Wiesbadens zu starten.
Der. vührer der SA.-Brigade 150. Rheinbesten, befahl im April 1937, dah zum Gedächtnis des von Rot-Front am 10. April 1927 ermordeten Wiesbadener SA.-Kameraden Karl Ludwig alliährlich die SA.-Slandarte 80 einen Staffellauf durchführt, der seinen Ausgang zu nehmen hat vom Grabe Karl Ludwigs auf dem Nordfriedhof und
glaubt, dah Bleutgen 57 Züge gegen Menn aufwenden mühte, und wer hätte gedacht, dah Krause, der Tabellenerste der 3. Klasse im Vereinsturnier, Blitzschachmeister Lonstrosf länger denn 4 Stunden trotzen wurde, so dah die nordische Partie in Remisstellung abgebrochen werden muhte? Und kann Schleyer nicht von Glück sagen, dah Lill. der sich in diesem Turnier allerhand vorgenommeii zu haben scheint, nach über sechsstündigem Kampf in Zeitnot geriet, nachdem er trotz eines Mehrbauern nicht den Gewinnweg gefunden hatte? Eewih. Klein, Braun und Kroener waren ablolut kein Hinder- Zinnmann und
sah man nur überall frohe Gesichter. Selbst die fcnnnerung an die beiden Niederlagen in Berlin konnte die guten Eindrücke von dem eben erlebten Düsseldorfer Kampf nicht verwischen. Eindeutig wurde festgestellt. daß im Rheinstadion die beste der drei deutschen Auswahlmannschaften gespielt habe. Die sechs Wiener und fünf „Altdeutschen" fanden sich ganz ausgezeichnet zusammen und kombinierteil stellenweise wie eine Vereinsmannschaft. ,
Rastl bewies, dah er im Augenblick Jakob vorzuzieben iit. In der Verteidigung legte der Münchener Streitle wieder ein Spiel hin. das ihm die Fahrkarte nach Paris gesichert haben sollte. In der Läuferreihe war Kitzinger ganz groß tn Fahrt: der Duisburger Lehrgang und der Landerkampf gegen ngland haben ihn wieder in richtige Kondition gebracht. Der Schweinfurter überragte in diesem Spiel die beiden Wiener Läufer Most und Wagner, die aber keinesfalls schlecht waren. Die große Überraschung, und zwar eine angenehme, im Sturm bildete Gauchel, der es in diesem Sviel nock besser als beim Kampf gegen England verstand, feine Nedenleute einzusetzen. Dabei mußte er selbst mit dem Ball gut umzugehen und. ließ »ine Reiche prächtiger Torschüsse los. Die beiden Wiener Neumer/Besser gaben einen ganz überragenden linken Fluge! ab. Der gewiß nicht schlechte und sehr routinierte Callaghan hatte mit ihnen eine Riesenarbeit. Hahnemann zeigte schone Flankeiiläuie und war dem ausgezeichneten linken Verteidiger der Briten jederzeit gewachsen. Lediglich der ,-chalker Gellesch enttäuschte etwas, da er den Ball zu lange hielt und zu eng kombinierte. , , , , ,
Die englische Berufsspieler-Mannschaft war trotz des deutschen Sieges gewih nicht schleckt. Die Els gab alles aus sich heraus, besonders, als es zum Schluß um den Ausgleich ping. Biddlestone gefiel bester als der National-Torhüter Woodlev. Die Verteidigung arbeitete rederzeit sicher. In der Läuferreihe überragten die beiden Außen, die viel für den Aufbau arbeiteten. Das Fehlen des schnellen und schußkrästigen Broome, der mit der Nationalelf bereits nach Zürich unterwegs ist, machte fick im Sturm doch stark bemerkbar.
ZU
SPAREN
GELD WW
