Wöchentlich
wir in dem
gemischten
Die Chinesen entziehen sich der Entscheidung
dem auch an unzähligen Stellen die Straße a u f Das ist umso bemerkenswerter, als die Straße M
Schneidiger Sturm auf eine rote Bergstellung
Rom verlangt ein Mindestmaß von Loyalität
Gefühlen ausgenommen. Als friedensfördemd wird man diese Maßnahme nach der ganzen Vergangenheit des Herrn Mandel mithin wohl kaum ansprechen können.
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vorbehalten ist, also die Sabotage fast unter den Augen des Militärs erfolgte.
Für den Nationalsozialismus aber gibt es keinen Stillstand. Gestern erst konnten wir unseren Lesern über Jins neue Wasser st raßen-Eese über den Main mit der
nimmt an, daß sich die von Westen und Südwesten gegen Sütschau angesetzte japanische Offensive, die ursprünglich mit einem starken Widerstand des zahlenmäßig überlegenen Gegners zu rechnen hatte, allmählich in Einzelaktionen anflöst» in deren Verlauf die Einnahme des lang nmkämpften Sütschau zu erwarten ist. Es bleibt weiter die Frage offen, ob stch die chinesische Armee südlich der Lung- hai-Vahn nnd östlich der Tientsin—Pukau-Bahn erneut zum Kampf stellen wird, oder ob sie unter Umgehung des japanischen rechten Flügels den Durchbruch in südweitlicher Richtung aus Hankau versucht.
Jerusalem, 17. Mai. Nach Augenzeugenberichten solle es den arabischen Freischärlern gelungen sein, an der militärischen Erenzstraße nach Nordpalästina umfangreiche Zerstörungen durchzuführen. Danach wurden nicht nur zahlreiche Brücken und Wasierdurchlässe gesprengt, son- 'gerissen.
Das unruhige Palästina.
Schwere Zerstörungen an einer englischen Militärstraße.
ain g r i f f von Temel und von Cedrillas ausgehend durchge- sührt. Nach zähem Kampf gelang die Vereinigung beider nationalspanischer Truppenkörper, die das zwischen sich liegende Gros der bolschewistischen Verteidigungsstellung mit ihrem zehnfachen Erabensyftem zermalmten. Die feirwlichen Verluste sind außerordentlich hoch. Sämtliche Gräben wurden mit Toten angefüllt vorgefunden. Zahlenangaben können jedoch noch nicht gemacht werden.
SraolreiH baut leine tonne Armee mellet w.
70000 Farbige werden neu ausgehoben. — Aufrüstungen in den Kolonien und tut Mutterland. — Daladiers Maßnahmen.
Leistung spricht das Urteil
Von Heinrich Karl Kunz.
Rückzug nach Südosten.
Schanghai, 18. Mai. (Funkmeldung. Ostasiendienst des DNB.) Die japanische Artillerie, die nach Erstürmung der chinesischen Befestigungen aus den Westbergen dort ausge- sahren war, belegt die Stadtmauern von Sütschau und die Stadt selb st mit schwerstem Feuer, um sie sturmreif zu schießen. Das Feuer dauert vorläufig noch an. Die Japaner rechnen damit, daß die Stadt erst in einigen Tagen fallen wird.
Nach Fliegermeldungen liegen aus der gesamten Strecke der Lunghai-Bahn 76 chinesische Transportzüge still, die infolge der Unterbrechung der Lunghai-Bahn an sechs Stellen bewegungsunsähia sind. Gleichzeitig wird der Abmarsch starker chinesischer Kräfte, die ans 100000 Mann geschätzt werden, von Sütschau aus in südöstlicher Richtung gemeldet.
Nach den letzten Frontberichten und Beurteilungen in japanischen Kreisen scheint sich die chinesische Armee unter hinhaltenden Kämpfen allmählich aus dem Abschnitt der Lunahai-Bahn südlich und östlich von Sütschau nach Osten und Südosten zurückznziehen. Mit dem erwarteten Durchbruchsversuch in südwestlicher Richtung gegen die Bahnlinie Peking—Hankau ist also vorläufig nicht zu rechnen. Man
schwarze Soldaten im Mutterlands, wo auch in Friedenszeiten jetzt schon insgesamt 7 farbige Divisionen stehen, einsetzen würde. Frankreich geht also den Weg der Militarisierung seiner Kolonien konsequent weiter. Die Anstrengungen, seine an sich schon übergroßen Rüstungen noch weiter zu steigern, stehen dabei in einem grotesken Gegensatz zu dem amtlichen Programm einer unverbrüchlichen Friedenspolitik. Daladier, der ja nicht nur Ministerpräsident, sondern zugleich auch Kriegsminister ist. setzt mit den neuen Maßnahmen den Auf- und Ausbau der französischen Wehrmacht fort. Der Schaffung des einheitlichen Oberbefehls uird der Einsetzung des Generals E a m e l i n als Eeneralstabschef der nationalen Verteidigung — Maßnahmen, die im Januar durchgeführt wurden —, folgt nun die Erhöhung der Mannschaftsbestände.
Popolo" erklärt, Frankreich schwanke leider seit Jahren zwischen der Sache der Ordnung und der des Umsturzes, zwischen der Sache der Zivilisation und der der Barbarei unschlüssig hin und her. Offiziell sei es jener zugetan, praktisch neige es jedoch zur letzteren. Nun sei es höchste Zeit, daß Frankreich zu seinem eigenen und zum Wohle des Friedens Europas aus seinem Schwanken herausgehe und endlich offen und loyal seinen Platz und seine Verantwortung übernehme. Klar sei, daß mit einem Frankreich, das sich aufrichtig in Spanien und anderswo für Verteidigung der Ordnung und der europäischen Zivilisation bereitfinde, Abmachungen und Freundschaften geschlossen werden könnten. Mit einem Frankreich aber, das Verbündeter der gegen Rom und Europa gerichteten Barbarei sei, erscheine dies nicht möglich.
fast allen seinen Reden, daß nur Leistung uns vorwärts- b rin gen und unser Lebensniveau erhöhen können. Ein Lehrsatz, der vielleicht von dem menschlichen Trägheitsgefühl her unangenehm empfunden wird. Er ist darum nicht weniger wahr. Das beginnt man auch boet einzusehen, wo man die Massen durch unhaltbare Versprechen zu gewinnen hoffte. Der neue sozialdemokratische Ministerpräsident Belgiens unterstreicht in seiner Regierungserklärung, daß nur eine erhöhte Arbeitsleistung die Finanzen des Staates sichern und vor dem Abstieg, den das Nachbarland durchmachen muß, zu bewahren vermöchte. Die im Zusammenhang damit erhobene Forderung nach einer Reform der demokratischen Verfassung läßt tiefere Zusammenhänge anklingen. Die Demokratie ist unfähig, die Geschlossenheit und Einigkeit zu schaffen, die zu einer äußersten Kraftanstrengung nötig ist. Besonders, wenn der marxistische Einschlag vorherrscht. Paris gibt dafür die überzeugendste Beweisführung. Streiks, Lohnerhöhung und Eeldabwertung schließen den Kreis. Die ausfallenden Arbeitsstunden mindtzrn die Produktion. So sieht sich das f r a n z ö s i s ch e K a b i n e t t gezwungen, 100 Flugzeuge für seine Luftwaffe in Amerika zu b e st eilen. Es muß emgestehen, dag die eigenen, oft bestreikten Fabriken die zugesagten Lieferungen nicht erfüllen können. „Vor der Machtübernahme durch die Volksfront", so sagt „Popolo di Roma", „war Frankreich eines der führendsten Exportländer für Flugzeugmaterial gewesen. Die zersetzende Wirtschaftspolitik hat eine Krise der Technik und einen Verfall der Organisation hervorgerufen, so daß Frankreich, das mit seinen Farman, Blvriot und Dewoitine zu den Pionieren des Flugzeugbaues zählt, sich an die Vereinigten Staaten wenden muß, um seinen dringendsten Bedarf zu decken. Der Beschluß des französischen Luftfahrtministeriums ist die logische Folge einer Politik des Verzichts und der Unordnung".
Nicht Worte, sondern Leistungen entscheiden. Die Taten sprechen das Urteil über den Wert der politischen Ideologien, die um die Vormacht in Europa ringen. Und dieses Urteil ist eindeutig und klar. Das nationalsozialistische Deutschland, um nur ein Beispiel herauszugreifen, baute in knapp fünf wahren eine gewaltige Luftwaffe auf, schuf die dafür nötige Industrie, während Frankreich, das 1933 auf diesem Gebiet einen ungeheuren Vorsprung hatte, nicht einmal in der Lage ist, Schritt zu halten. Die autoritären Staaten, sei es das nanonalsozialistische Reich oder das faschistische Imperium, hallen wider vom Hammerschlag der
tz zur Verbindung des Rheins Donau berichten, das gigantische Visionen erstehen läßt, die in einigen Jahren bereits realisiert sein werden. Von der Nordsee bis ans Schwarze Meer tragen dann die Schiffe, ohne kostspielige Umladungen vornehmen zu müssen, ihre Lasten. Das west deutsche Industriezentrum tritt in direkte Verbindung mit den Agrarländern des Südostens. Vor einigen Tagen wurde mit dem Bau des Linzer Tochterunternehmens der „Reichswerke Hermann Göring" begonnen. Am Montag hat der Eeneralfeldmarschall den ersten Spatenstich zu dem Tauernkraftwerk vollzogen, des größten Elektrizitätswerkes, das Deutschland besitzen wird. Eine gewaltige Sinfonie der Arbeit erfüllt das junge Reich. Sie zeugt von der Richtigkeit der Idee, die das Reich schuf und die es trägt
Der Führer betont in die Arbeit und die
dürfen ohne Übertreibung von uns behaupten, daß t müden und gealterten Europa schöpferischer Antrieb und Motor geworden sind.
Bedingung für ein Abkommen mit Paris.
JDlailanb, 18. Mai. (Funkmeldung.) Die oberitalienische Presse behandelt ausgehend von der Rede des Duce in Genua das französisch-italienische Verhältnis. „Corriere della Sera" schreibt, Muffolini habe mit einer Aufrichtigkeit gesprochen, die die feierlichsten Traditionen des diplomatischen Spieles energisch durchbreche. Die Franzosen dürften sich nicht darüber wundern, wenn Muffolini als $or6ebingung für einen Fortschritt der laufenden Besprechungen die Einstellung der ungeheuren und skandalösen Lieferungen Frankreichs an Rotspanien gefordert habe. Man verlange von Frankreich ein Mindestmaß von Loyalität, wenn es mit dem faschistischen Italien zu irgend einem Abschluß kommen wolle. — „Gazetta del
Es ist nicht unintereffant, daß er dabei von dem Kolonialminister Mandel unterstützt wird und daß dieser Mann nun in den Obersten Verteidigungsrat aufgenommen wird. Herr Mandel, der als französischer Churchill bezeichnet wird, ist lauge Jahre hindurch ein enger Mitarbeiter Clemenceaus, des .^Tigers", gewesen. Er hat schon mehrfach Ratschläge erteilt, die. in einem seltsamen Widerspruch zur amtlichen Friedenspolitik standen. Sein Name wurde auch unlängst genannt, als von Umtrieben innerhalb des französischen Kabinetts gesprochen wurde, die darauf hinzielten, die Verständigung mit Italien zu hintertreiben. Auf feine Veranlassung soll Frankreich seine Forderungen übersteigert und alle möglichen alten Streitfragen hefausgesucht haben. Die Aufnahme dieses Mannes in den Obersten Verteidigungsrat wird daher selbst., in Frankreich mit Gefühlen ausgenommen. Als stiedensfördemd wird
Nationalspanischer Heeresbericht.
Salamanca, 18. Mai. (Funkmeldung.) Wie der nationalspanisch« Heeresbericht meldet, wurde an der T e r u e l - Front im Abschnitt Mosqueruela ein feindlicher Gegenangriff unter starken Verlusten für die Roten mühelos abgewiesen. Die nationalen Truppen konnten darüber hinaus ihren Vormarsch fortsetzen und die Kapelle San Antonio sowie die Ortschaft Mosqueruela erobern. Der Feind ließ über 300 Tote zurück. 214 Sowjetspanier wurden gefangen genommen und zahlreiche Waffen und Munition erbeutet.
Der Heeresberichterstatter des nationalen Hauptquartiers schreibt, daß die Truppen General Francos trotz des strömenden Regens hervorragenden Angriffsgeist zeigten. Im Umkreis der eroberten Kapelle San Antonio, die über 1500 m hoch liegt, hatte sich der Feind besonders stark verschanzt und dies« Stellung zum S ch I ü s s e l p u n k t der ganzen Verteidigungslinie ausgefcaut. Der Angriff gestaltete sich hier umso schwieriger, weil eine Unterstützung durch Artillerie und Flugzeuge infolge des Nebels unmöglich war. Die Navarta- Divrstonen stürmten mit Handgranaten und dem Ruf „Diva Espana" die ungedeckten Steilhänge hinauf und vertrieben den Feind im Nahkampf, Mann gegen Mann, aus der wichtigen Bergstellung.
Die nationalspanischen Truppen haben im Abschnitt Corbalan einen vollen Sieg davongetragen. Die militärische Operation wurde mit dem Vorstoß auf die sehr parke bolschewistische Stellung gleichzeitig als Flanken-
Taten überzeugen, sie wirken eindringlicher als Worte. Die Leistungen des neuen Deutschlands können deshalb auch vom Ausland nicht übersehen werden. Sie finden auch dort Anerkennung, wo man dre Ideologie des Nationalsozialismus bekämpft. Reden im englischen Unterhaus, wie int französischen Parlament bewiesen das mehrfach. Kommissionen aus den verschiedensten Ländern besichtigten unsere Autostraßen und mußten zugestehen, daß sie vorbildlich sind. Aus London wird heute berichtet, daß die englische Regierung eine weitgehende Umgestaltung des Londoner Stadtbildes beabsichtigt. Drei konzentrische Ringstraßen sind dazu bestimmt, den Verkehr in der Innenstadt zu entlasten. Hinderliche Gebäude sollen entfernt werden und ein Netz von modernen Autostraßen, das die Hauptstadt mit der Provinz verbindet, ist geplant. Das deutsche Beispiel, das Berliner Vorbild ist unverkennbar. Wir dürfen ohne Übertreibung von uns behaupten, daß
Mandel im Verteidigungsrat.
as. Berlin, 18. Mai. (Drahtbericht unserer Berliner Abteilung.) Der französische Ministerrat hat gestern Beschlüffe gefaßt, die für die Verteidigung der französischen Kolonien, darüber hinaus aber auch für die französische Aufrüstung von größter Bedeutung sind. Es ist nicht nur die Schaffung eines kolonialen General st abs und die Aufnahme des Kolonialministers in den Obersten Verteidigungsrat be- schloffen worden, sondern darüber hinaus ist vorgesehen worden, in diesem Jahr in die Kolonien eine zusätzliche Aushebung von 70 000 Mann vorzunehmen. Da nun ja niemand öie französischen Kolonien bedroht — lediglich für Jndochina könnte man vielleicht angesichts des Fernost-Kon- flikts von gewissen Gefahren sprechen —, so kann es keinem Zweifel unterliegen, daß es Frankreich in erster Linie darauf ankommt, durch Aushebung neuer schwarzer Truppen seine Wehrmacht zu verstärken. Das ist ein Bestreben, das [eit langem erkennbar ist. Betrug die Friedensstärke des französischen Heeres 1935 rund 575 000 Mann, so stieg sie 1936 auf 652 000 und erreichte 1937 insgesamt 700 000 Mann. Jetzt tritt also eine neue Erhöhung ein. Dabei geht man sicher nicht fehl in der Annahme, daß zugleich die erforderlichen Maßnahmen vorbereitet werden, um diese neuen Verstärkungen, die man auf 4 Divisionen veranschlagen kann, im Ernstfall schleunigst nach Europa zu transportieren. Es wird also zweifellos auch für einen weiteren Ausbau der afrikanischen Verschiffungshäfen, der Sicherung des Verbindungsweges ufw. gesorgt werden. Frankreich geht dabei keine neuen Wege; hat es doch im Weltkrieg bereits 570 000 farbige Soldaten und 310 000 farbige Arbeitstruppen im Mutterlande eingesetzt. Schon nach den bisherigen Angaben der Sachverständigen war damit zu rechnen, daß Frankreich in einem künftigen Falle rund 1,5 Millionen
Nr. 115.
Mittwoch, 18. Mai 1938.
86. Jahrgang.
Wiesbadener mablatt
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L. Schellenberg'sche tzosbllchdruckuei, »Tagblatt-Haus'. Fernsprech er-Sammel-Nr. 69631. Drahtanschrift: Tagblatt Wiesbaden. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. Nr. 7405.
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