Seite 3>, _ Abend-Ansgave, 1 Blatr.
wissen wird, um zu verhindern, daß Vorkommnisse wie die vorstehend erwähnten sich ereignen. In diesem Falle würden die freundschaftlichen Bande, die beide Nachbarstaaten verbinden, eine weitere dauernde Festigung cr- sahren. Ew. Hochwohlgeboren wollen heute abend um 8 Uhr der belgischen Regierung hiervon streng, vertrauliche Mitteilung machen und sie um Erteilung einer unzwei-- deutigen Antwort binnen zwölf Stunden, also bis morgen früh 8 Uhr, ersuchen. Von der Aufnahme, welche Ihre Eröffnungen dort finden werden, und von der definitiven Antwort der belgischen Regierung wollen Ew. Hochwohl- geborcn mir umgehend telegraphische Meldung zugehen lassen. Gcz. v. Jagow. Sr. Hochwohlgeboren dem Kaiserlichen Gesandten v. Below in Brüssel."
vre Leiden der Deutschen in Belgien.
Uber die Verbrechen, die an unseren Brüdern und Schwestern in Belgien begangen worden sind, erzählte der Verleger des „Deutschen Anzeigers" in Antwerpen, der auf der Flucht aus Belgien mit feiner Familie in Wesel cintraf, dem „Weseler Generalanzeiger" in Gegenwart von zehn anderen Herren folgendes:
Nach unendlich qualvollen und schrecklichen Stunden bin ich letzte Nacht mit meiner Familie hier angekommen und danke Gott, daß ich mich wieder auf deutschem Boden befinde. Wir wurden in der Nacht zum Mittwoch in Antwerpen um 4 Uhr morgens aus dem Bett geholt und aufgefordert, sofort die Stadt zu verlassen. Fluchtartig gelangten wir unter Beschimpfungen und körperlichen Mißhandlungen zum Bahnhof. uw wir in einem Viehwagen die Fahrt nach Deutschland antrcten durften. In Eschen mi der belgisch-holländischen Grenze war keine Aussicht mehr vorhanden, weiterzukömmen. Mit vieler Mühe und Not gelang es uns, einen Wagen zu mieten, der uns an eine andere holländische Eisenbahnlinie brachte, von wo wir dann glücklich weiter kamen. Die .Holländer zeigten sich uns freundlicher gesinnt und brachten uns Trinkwasser und Lebensmittel an den Zug.
Was mit den in Belgien zurückgebliebenen minderbemittelten Deutschen geschehen ist, kann ich nicht sagen. Nach llein aber, was wir in den letzten 24 Stunden in Belgien lurchmachen mußten, halte ich es für ausgeschlossen, daß sie mit dem Leben davongckommen sind, so groß war die Wut ler belgischen Volksmassen, die keine Zivilisation mehr beachte». Bei Rosendaal auf belgischem Boden ist man mit dem offenen Messer auf d e u t s ch e Frauen losgegüngen, Ivobei viele verwundet wurden und nur noch mit Fetzen am Leibe ihren Verfolgern entgingen. Die deutschen Schulen, das Seemannsheim, das deutsche Konsulat und alle deutschen Gastwirtschaften sind vollständig zertrümmert, die Möbel wurden aus den Fenstern auf die Straße geworfen.
Zahlreiche Meuchelmorde an Deutschen können von Augenzeugen bestätigt werden. Von Lüttich ist kein Wege zur Flucht offen. Die Reisenden, die Mittwoch morgen dahin gefahren waren, kehrten zurück und setzten ihre Reise über Holland fort. Nur aus Belgien weg, das war der letzte und innige Wunsch aller, um der belgischen Wut zu entgehen.
Noch in den letzten Tagen brachten fast alle belgischen Zeitungen Artikel, in denen geschildert wurde, wie Belgien alle Ursache habe, sich deutschfreundlich zu zeigen. Die Presse erkannte an, was deutscher Unternehmungsgeist und deutsches Kapital für Belgien getan haben und wie die Deutschen den belgischen Handel gehoben hätten. Am Montag erschien dann in der Presse ein gefälschtes Manifest des Bürgermeisters von A n t w c r p c n , der berichtete, daß Holländisch-Limburg von deutschen Truppen eingenommen worden sei und schwere Gefahr für Belgien bestehe, so daß über Antwerpen der Belagerungszustand verhängt werde. Dieses gefälschte Manifest mußte auf ministerielle Anordnung hin dann widerrufen werden, was durch die Presse jedoch in so kleinem Druck vorgenommen wurde, daß es von der Bevölkerung übersehen wurde. Der fran- zosenfreundlichc B ü r g e r m e i st e r von Antwerpen bat also diesen großen Aufruhr mit den schrecklichen Folgen für die Deutschen hauptsächlich verschuldet.
Was für eine Menge deutschen Kapitals und Vermögen in Belgien verloren ist, das ist heute noch nicht festzustellen. Die deutschen Besitzer der großen Werke und Reedereien, welche Hunderttausende von Menschen in ihren Betrieben beschäftigten, mußten ihre Fabriken und Geschäfte schließen, alles zurücklassen und flüchten, da niemand zu ihrem Schuhe etwas unternahm. Das Lagerhaus wurde vom Pöbel aus- geraubt, die Paläste der reichen Deutschen geplündert. Das deutsche Blut, das unter diesen anarchistischen Zuständen vergessen worden ist, wird hoffentlich durch das deutsche Schwert gerächt.
So, Herr Kollege, schloß der Verleger, jetzt wissen Sie vorläufig das Dringendste, das Sie recht schnell dem deut-
Jn der Kompagnie-Kammer.
Beim Herrn K a m rn c r s e r g c a n t e n.
War der Herr Kammersergeant nicht eigentlich schon immer die gewichtigste Persönlichkeit der ganzen Kompagnie? Von ibm hing cs ab, ob der Exerzierrock tagaus, tagein als Halbinvalide mit Nadel und Faden verbunden werden mußte. Von ihm hing es ab, ob du wegen deiner Stiefel dem in seinen Neigungen bisweilen gar wählerischen Kompagnieschuster immer wieder gute Worte gehen mußtest oder nicht. Der Herr Feldwebel ist ja ein Jupiter, er thront auf einer Wolke und sandte aus seinem Notizbuch die Blitze, die beugen oder erbeben. Aber der Herr Kammersergeant, der stieg doch immer wieder von den Höhen seiner Amtsgetvalt zu dir herab, der beschäftigte sich gleichsam menschlich persönlich mit dir, zog an deinem Waiffenrvck und wurde von einer furchtbaren, von einer donnernden, aber doch durchaus persönlichen Beredsamkeit, wenn du zu ihm kanrst und deine alte Drillichhose gegen eine möglichst neue auszutauschen — versuchen wolltest. Auf den Herrn Kammersevgeanten kam es vor allen Dingen an.
Der Reservist Berger, der nicht >wenig stolz darauf Ivar, daß er schon am ersten Mobilmachungstage einzurücken hatte, wußte das wie kaum einer. Und er schimmzelte auch, als cs ihm gelungen war, seine Pappschachteln mit Wollhemden in der Hand ganz oben am rechten Flügel der ersten Reservistenkolonne einen Platz zu erobern. Der Herr Kammersergeant batte ihn früher, in den aktiven Kommißbrottagen, eigentlich immer gut behandelt und ihm sogar einmal ohne weiteres eine leidlich neue Halsbinde nachgcworfen, als ihm die seine von einem alten Mann „konfisziert" worden war. Der Herr Kammersergeant würde schon sorgen, daß der Berger, dieser Malefizkerl, eine besonders schöne Kciegsgarnitur bekäme, damit er da draußen int Felde vor dem Feinde nicht seine beste Zeit mit Flicklappen und Nadeln zu verbringen haben würde.
Aber dck: Herr Kammersergeant kam überhaupt nicht auf den Kasernenhof. Ein junger Unteroffizier, dessen feldgraue Montur in funkelnagelneuer Fleckenlosigkeit glänzte, rief plötzlich: „Rechts um!" und dann stampfte man wieder über die altbekannte Holztreppe hinauf in die höheren Regionen, wo hart unter dem Dache jene Schätze des Herrn Kammersergeanten, die mit Gold nicht ausgewogen werden können,
MesImSener Tagblatt.
scheu Volke mitteilen wollen, damit cs die Gefahr, die uns in Belgien bedroht, recht erkennt. Ich habe dort mein Vermögen und meine Existenz verloren. Ich fahre jetzt in meine Heimat Braunschweig und ziehe mit in den Krieg gegen diese unwürdige Nation, die alle Menschlichkeit und Humanität vergessen hat.
Ueber die Stimmung der Reichsländer
ivird von einem Altelsäffer, der die Ereignisse in der Nacht des heimtückischen französischen Vogesen Überfalles aus nächster Nähe miteklcbt hat, geschrieben:. Kennzeichnend für die Stimmung der elsässischen „Wackes" ist die Tatsache, daß man überall Leuten begegnete, die sich als Kriegsfreiwillige beim Regiment des Obersten Reuter melden wollen. Tatsächlich ist die Zahl solcher Meldungen schon am ersten Mobilnmchungstage außerordentlich groß ge- ioescn.
In RZmiremont, auf der französischen Vogesenseite, avbeiteten in einer Fabrik fünf Obeveilsäffer, die sofort, als sie von der deutschen Mobilmachung hörten, ihre Arbeit niederlegten, um sich als deutsche Reservemänner zu melden. Davon konnten sie weder gütliches Zureden noch die schlimmsten Drohungen ihrer französischen Arbeitskollegen abbringen. Die Leute setzten sich, begleitet von der Frau des einen, die ihre wertvollsten Habseligkeiten in einem Bündel bei sich trug, sofort nach der Grenze in Bewegung. Hier wurden sie von den Franzosen cmgchaltcn und ein französischer Offizier sagte zu ihnen in deutscher Sprache, sie müßten nun als gute Elsässer nicht unter den deutschen, sondern unter den französischen Fahnen dienen. Da riß der Anführer der fünf Leute, ein RappoldSweiler, seinen Rock auf und rief auf gut Ober- elsässisch: „Ehe ich bet euch Franzosen diene, eher könnt ihr
mich gleich hier auf der Stelle zuisammenschießen!" Darauf wurden die fünf Leute samt der Frau verhaftet und in die Obhut eines französischen Postens gegeben. In der Nacht gelang es ihnen aber, hei ihrer besseren Kenntnis der Gegend, zu entfliehen und sich auf Gebiraspfaden unter großen Umwegen und mit außerordentlichen Strapazen nach ihrem Gestellungsarte durchzuschlagcn, wo sie rechtzeitig eintrafen. Die Frau deS einen und die Hckbfeligkeiten hatten sie dabei allerdings zurücklassen müssen, doch ist die Frau nachträglich glücklich in ihrer Heimat angelangt.
Die prachtvolle begeisterte Stimmung der Elsaß-Lothringer kommt übrigens auch überall dort zum Ausdruck, wo die reichsländischen Reservisten und Landwehrmänner auf den Truppentransporten durchkommen, wie uns viele übereinstimmende Berichte aus den verschiedensten Gegenden melden. Vielfach führen sie Plakate mit Inschriften bei sich, auf denen sie ihren Hatz gegen die französischen Friedensstörer und ihrer treuen Anhänglichkeit an Kaiser und Reich in kräftigen Worten Ausdruck gelben. So konnte man wiederholt selbst die Plakate in französischer. Sprache lesen: „Vivs l’Allemagne!" „Vivo notre
Empereuv Guillaum« II.!" Hier handelt es sich um Mannschaften, die aus dem französischsprachigcn Elsässer Patois- Gebiete und aus den französischen Teilen Lothringens stammen. Über diese Stimmung der Rcichsländer haben sich di«. Franzosen, die noch kurz vor dem Kriege die schmachvollsten Aufwiegelungsvcrsuche im Elsaß unternommen haben, gründlich getäuscht! Sie haben allen Ernstes mit einer bewaffneten Revolution der Elsaß-Lothringer gegen das Deutsche Reich gerechnet und darauf ihren KriegSplan auf- gbbaul!
Ein Reichskanzlcrerlaß, betreffend Geheimhaltung der Trutzpenstanborte.
W. T--13. Berlin, 9. Aug. Die Zeitungen enthalten Anzeigen über Eheschließungen und Todesanzeigen von Offizieren und Militärbeamten. Darin sind die Truppenteile und besonders die Reservefortstationen sogar unter Angabe des Ortes genannt. Dies steht in schroffem Widerspruch zu der Bekanntmachung des Reichskanzlers, wonach die Bezeichnung von Truppenteilen absolut zu unterbleiben hat. Die Anzeigen sind durch die Zeitungen selbständig zu ändern.
Die deutsche Rüstung gewogen und vollwichtig gefunden.
Die im Reich eingesetzte Rüstungskommission hat ihre Arbeiten nahezu vollendet. Ter Bericht, den der. Abgeordnete Erzberger über die Waffenlieferungen für Heer und Flotte erstattet, gelang zu dem Ergebnisse, daß Heer und Flotte ta d e l l o s bewaffnet, ja, daß unisere Bewaffnung, sowohl was Handfeuerwaffen als Geschütze anlangt, der Bewaffnung derjenigen Staaten, mit denen wir jetzt Krieg führen, überlegen ist.
verwahrt liegen. Der Huber, der in seinen Reservetagen vergessen haben mochte, daß die halbdunkle Kammcrtreppe 14 Stufen hat und nicht fünfzehn, stolperte und schlug hin, es gab ein Riesenhallo, Pfüffe und Lachen —- aber dann war man in dem lattenvergittcrten Vorraum und stand plötzlich vor dem Herrn Kammersergeanten. Hochrot war sein Gesicht und die dichten Schweißperlen blinkten hell unter dem Mützenrand, er knurrte und er wetterte nicht anders wie dazumal, aber er lachte doch dabei. Und natürlich, die schönste Kriegsmontur hatte er sich Wiede»: ausgesucht. Kein auf Taille gearbeiteter Ausgehrock konnte es aufnehmen mit diesem tadellosen Feld- rock und den hohen gelben Stiefeln, die noch keiner Wichse Schwarz entstellt hatte. „Natürlich!" brummte die Seele des Reservisten Beuger, „er hat's gut, er sitzt au der Quelle." Aber dann schaute der Herr Kammersergeant auf und sah seine Reservisten: und er lachte so vergnügt, wie man ihn früher eigentlich nur im Sergoantenzimmer hatte lachen sehen, wenn er mit dem Herrn Schicßunteroffizier boxte. Er lachte: und dann — ja, weiß Gott, er schüttelte den Kopf, aber zu lachen hörte er nicht auf — alle kannte er noch mit Namen „Menschenskind, Berger. Sie haben j« fast '» Doppelkinn angelegt, Sie brauchen mir ja Größe 1." Und als er den Huber sah, kratz.tc er sich in vergnügter Verzweiflung hinter den Ohren. „Huber, Huber, haben Sie Ihre alten Füße mitge- bvcräü ? Für Sie fyib ich ein Pnnc Siebenzehenstiefek
bereit gestellt. Da!" Und her Schwarz hinten feixte ganz laut und der Huber selber grinste und sagte: „Jawohl, Herr Sergeant."
Und dann - — ia, wie sich das eigentlich im einzelnen vollzog, das wußte selbst der Reservist Berger eine Viertelstunde später kaum noch zu sagen. Da standen die Tische nrit den Stapeln feldcr.aucr Röcke und Hosen, da standen die Tische mit üborzugumhülltcn Helmen,. da standen in langen Reihen die schönsten neuen gelben Stiefel. Und als man zehn Minuten später wieder die Trepe hinunterpolterte, die „Zivilkluft" überm Arm, da war es, als seien die feldgrauen Stapel auf den Tischen und die Stieselreihen am Boden nicht niedriger odqc kürzer geworden. Der Huber schüttelte den Kopf. „Der hat schön gehamstert", brummte er und dachte an die schäbige Exerzieruniform, die er vor zwei Jahren dort oben wieder ein- geliefert hatte, „der hat schön gehamstert. Der rüstet allein ’n Armeekorps aus." Der Berger aber grinste. „Schaf",
Montag, 10. August 1914*
Eine Bitte des Reichsverbandes der Deutsch^^
Der Rcichsverband der Deutschen Presst
alle deutschen Zeitungsredaktionen die dringr"^ ge
re
mit der Peinlichsten Sorgfalt - ^ nauigkett die Vorschriften zu befolgen' ^» Presse in dem vom Reichskanzler erlassenen ^ Veröffentlichungen über Truppenbewegungen am teidigungsmitteln sowie in dem der MstM zugänglich gemachten Merkblatt für die worden sind. In Friedenszeiten ist die hV fit“ der Redakteure und Journalisten erfolgrem Freiheit der Presse eingetreten, aber auch ^n
?ptfpn fip Ytvtp ht-p ^pr+rpfprtißtfalftlft, r,i‘ hfl!
$
Düsseldorf und Leipzig beweisen, keinen gelassen, daß für die Sicherheit der Lan^ F
x vjCn'l
teidigung die Presse Opfer zu bringe"
In den ernsten und großen Tagen r
tet sei. p;n oen erupen uno grogen wc-gw] wir jetzt erleben, weiß sich der Vorstand bes »
Landes der Deutschen Presse mit jedem einst ^ ‘4 Mitglieder in der Empfindung eins, daß 1 Jw» nalistisches Interesse sich den Pflichten a - g.„S hat, welche die Rücksicht ans die Verte ^ des Vaterlandes der Presse auferlegt- .Jjjp was bisher nicht festgestellt ist, einzelne P 3
Reichsverbandes der Deutschen Presse der _ , lf .. machung des Reichskanzlers entgcgengehanm W sollten, so könnte dies nur aus FahrlässE/.^ "
IvuU-ll, U'llIUL HUI UUS7 ’ 1 (TI C** Ä
sein. Da aber auch die geringste FahrmII * hängnisvoll werden kann, bitten wir alle ! yjti" rnfsgenossen auch in ihrem eigensten Inter i
5i
$
' in
gewissenhafteste und g e n a u c st g u n g aller Anordnungen, die von der pSF an die Presse ergehen. Der Geschäftsführern des Reichsverbandes der Deutschen Presse- ^
Reine Automobile mehr anhalt^',^
W. T.-B. Berlin, 9. Aug.
Trat? der »»»
Heeresleitung seit mehreren Togen dringend Forderung, dem Automoknlvcrkchr keine
reine T ,!
jrlincr . gj <
den Weg zu legen, wiederholen sich den schwersten Folgen. Auch die Berliner *
berichten wieder von gefangene» Goldautomow ^ <£f |in ( weder Grldautomobile noch fremde Automobm land. Jeder, der den freien Automobilverkehr
sündigt sich am Heer!
Die Abfindung für Pferde und goljtäff 1 ®
W- T.-B. Berlin, 9. Aug. Das preußische £' pW
rium erläßt folgende Bekanntmachung: Zur
der Abfindung der Eigentümer von Pferden, Geschirren, welche bei der Mobilmachung ausgeh ja
vyv|u;u.4.ui, juuujt vu uu ^vvumuu^uuy —— -
sind, sind die Reichsbankanstalten ermächtigt ^ Ziv^ Taxwert ausgestellten Anerkenntnisse hebungskommissar>
gegen Abzug des Diskonts und den Nennwert ini Abrcchnnngswegc sich r n n g s h a u p t k a s s e n, bei denen die Gelder
Zeit bereitgestellt werden, erstatten zu lassen-
Rundschreiben des Ministers des 3"«^ ^ W. T-B. Berlin, 8. Aug. Der Minister
richtet folgendes Rundschreiben an die Regr
ernngbs-
und den Polizeipräsidenten in Berlin: Es
Sprache gebracht, daß durch die Einziehung 1 cU
1 ' . . C \1 .. - 1 r. - r- _ . c ....... rn —rr... —IpAl 2 ur w
tiger Apotheker, denen Gehilfen nicht >.», (A|J
m_. '_ .o '...1
die Versorgung der Bevölkerung mit Arznestnuu ^ i
sei. Unter Hinweis auf die 88 t03, 9, 120, 5s u blatt vom Januar 1914 Nr. 170) der Wehrord»»'l Eure Hochwohlgeboren ergebenst, darauf derartige Apotheker rechtzeitig ihre Zur ü &1 ^ antragen, so weit dies für den dortigen Beztr ^ gaMA kommt. Gesuche um Zurückstellung auSgebitd ^ g pflichtiger sind im Augenblick der Einberufung „cro .ji
letzter Absatz unzulässig. — Der Minister de? ^zprä^
' ie Regwr ^
und den Polizeipräsidenten von Berlin: in c if'
ferner folgendes Rundschreiben an die
der Krankenpflege für den Heeresdienst ^ ;>>
lazaretten beschäftigt werden, können ans,- ^ abgekürzten Prüfung lNotprüfung) zugelapen st-i-'h sie wenigstens 6 Monate an dem Unterricht e ^jsgc>> erkannten Krankenpflegeschule mit Erfolg haben. Die Prüfung soll im Rahmen "e
o.I
sagte er und fuHr dem Huber mit der
. »L'
Unteroffizier ab. „Der Berger! Der g?r", c fte
„komm mit, woll'n uns mal die Kantine
Allein auf dem Gang fing sie schon J^!* roffisier ab. ..Ter Berner! Der
lachte, klopfte ihnen auf die Schultern und b. g dem Unken Auge zu. „Kantine ist nicht! hat»' in die Gewehrkammer. Gute Büchsen sottl M
körn, 'ne. Hand breit druntergehalten." Mt 1 Der Herr Schießuntcrosfizier t&n® 1 J 1 „Alles fertig, alles fertig!" sagte er, „könnt ^ d>^
lassen." Und notierte sich die Gewehrnumn anderen schon hevandrängten.
Nus Kunst und Srtf a \^
Theater
und Literatur. Joseph von Major in den Krieg gezogen, ebenso 9 jt ljjlJ
' flC® 1 de» tf. ..
u-adier-Regiments
(Stuttgart) gleichfalls zu den Fahnen ^ tze§ Hanptmann der Reserve eine aktive Komp » H
nadier-Regiments aus Frankfurt a. M-, reichischen Armee dienen nach der gli ■ ll,i ^jll
tn annsthal und Walter v. M o l o, be'^hruN^i,
“ uno galtet o. «ffiwr iiC»
Im Berliner Hofthcater sollen '"Arft.
W.
M AfS u »' , jflj'C*
Der Intendant des M annh eim«5llfi* theaterS Alfred Bernau hat, wie >viv ® r e jit • $ Übereinstimmung mit der Stadtvenoaltun. aeleat. Der Hauvtarund iür Bernauo
der deutschen Krieger und ihrer Familien 3"^ ,»
finanziellen Schwierigkeiten liegen.
Mannheims besteht der Wunsch, Karl 9 . ^.», l ji>
In
c«' 1
«C. :ii8.V
„,<0
_ t ei" '
in Mannheim zu sehen, und da er nach i ell ' a gä) jS d 1 '^
Deutschen Schauspielhaus in Hainbn"? S»" Engagement angenommen hat, könnte o> nt
Erfüllung gehen.
Der Königliche Hosschauspicler Karl ^etm als Kriegsfreiwilliger, Meldereiter und Feld gezogen.
nS ji*
mv
