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Wiesbadener Tagblatt

Dienstag, 29. März 1938.

Zweites Blatt. Nr. 14.

F ärbermeister /* fit .^COl reinigt Chemisch l'Ov**1 Laden: Bismarckring 24 Betrieb : Mdritzstr. 1O Ruf 22357

Ein IVOVjiihriger Schatz kehrt ins Reich zuruck. Mit dem Anschluß Österreichs an Deutschland stttd nach 130 Jahren die Krönungsinsignien der alten deut­schen Kaiser, die in der Wiener Hofburg ausbewahrt werden, wieder in das Reich zurückgekehrt. Die ältesten Stücke reichen noch in die karolingische Zeit zurück, so vor allem das Retchs- schwert Karls des Großen. Der kostbarste Bestandteil aber ist wohl die ä l t e st e deutsche Kaiserkrone aus dem 11. Jahrhundert, die schon die Stirnen der Ottonen und später der Salier und Hohenstaufen schmückte. Sie ist aus acht Eoldvlatten zusammengesetzt unb mit, riengen Edel­steinen verziert, vor allem mit Saphiren. Rubinen und Smaragden. Die Kaiserkrone mit dem verlen- geschmückten Kreuz auf der Vorderseite, wiegt nahe­zu 4 Kilogramm, die purpurne Einlage in ihrem Innern wurde der jeweiligen Kopfform der Herrscher, die mit ihr gekrönt wurden, angepatzt. Der ebenfalls mit einem Kreuz gezierte Reichsapfel, der aus dem K. Jahr­hundert stammt, besteht aus einer Goldkuael mit 10 Zenti­meter Durchmesser. Die beiden Reichszepter, em goldenes und ein silbernes, das erstere mit vier kunstvoll verschlungenen Eichenblättern am Knauf. fink»gleichfalls mindestens 800 Jahre alt. Erne besondere Kostbarkeit ist das Schwert des heiligen Mauritius, em breites, mit dem Adler geschmücktes Schlachtschwert, das ebenso. wie das kaiserliche Zeremonienschwert bei den Kronungszugen vorangetragen wurde. Zu dem Krönungsornat der deutschen Kaiser, das gleichfalls mit den Reichstnsignien am- bewahrt wird, gehören Sandalen aus roter, mit Goldborte besetzter Seide, genähte Strümpfe aus roter Seide, und die

erfolgen wird. Diese Akademie soll der Eesundheitsführung des schaffenden deutschen Menschen dienen. Die Beziehungen zwischen Arbeit und Gesundheit, die Leistungsfähigkeit und die Beanspruchung durch die Leistung soll genau erforscht wer­den. So wie den ärztlichen Betrachtungen bisher eine Lebens- linie als Norm zugrundegelegt wurde, die sich aus dem Schick­sal des Organismus von der Geburt bis zum Tode ergibt, so wird künftig neben diese Lebenslinie eine Schaffenslmie treten.

Untersuchungen rund um das Herz.

Die Reihe der wissenschaftlichen Vorträge begann mit dem großen Thema: Herz Professor Straub, Göttingen, gab eine umfassende Darstellung der Mechoden zur Fest­stellung der Herzschwäche. Es ist wichtig, wdes Versagen, des Herzens möglichst frühzeitig sestzustellen Dre !bete Prüfung ist noch immer das tägliche Leben. Ber der AÄeit, rm Sport beim Ersteigen einer Treppe lassen sich Herzschaden am ehesten erkennen. Durch sorgfältiges Ausfragen des Patienten über die Erfahrungen, die er an flch selbst gemacht hat, kann der Arzt eine Grundlage für seine Untersuchungen gewinnen. Schon, wie lange ein Mensch den Atem anhalten kann, zeigt, ob sein Herz in Ordnung ist, oder ob Anzeichen bestimmter Krankheiten vorhanden sind. Gründliche Untersuchungen des Blutdrucks, der geförderten Blutmenge usw. in der Klinik bringen dann die notwendige Klarheit. Erst dann kann eine planmäßige Heilbehandlung einsetzen. Dr- Ä-

Faust" hinter Gittern. In diesen Tagen erscheint eine Volksausgabe von Goethes .. F a u st

Sprache. Aus diesem Anlaß erzählt der bulgarische Faust- übersetzer Professor Balabanoff. ein im ganzen,Land als Original bekannter Gelehrter, auf welch merkwürdige Weise seine Übersetzung zustandekam. Der Professor hatte seinem Verleger den Plan vorgetragen b$n ..Faust ins Bulgarische zu übersetzen, unb fanb damit bre freudige Zu­stimmung. Aber ber Verleger stellte mit Betrüben feit. baß die Arbeit nur langsam vorwärts schritt, auf deren Be­endigung alle Literaturfreunde schon mit Ungeduld warteten. Der Verleger schlug Professor Balabanoff vor, er möge eine Reise machen, um in berSerne ungestört arbeiten zu können Er händigte ihm eine Fahrkarte nach Phrlippovel ein und versicherte dem Gelehrten, dort werde er alles Notwendige vorfinden. Ahnungslos teilte bet Professor ao, um in Philippovel am Bahnhof einen Mann votzufinben, bet eine wahre Ringkämpferstatur besah unb nach ®alabanoff5 eigenen Worten aussah, als ob er derufsmahig Hufeisen zer­bräche. Der erklärte, bei Bruber des Verlegers zu lern, nahm den Professor, keinen Widerstand duldend, beim Arm und führte ihn in ein einsames, am Rande der Stadt stehen­des Haus. Es war eine Art behaglich tnisBeftatiete Ge­fängniszelle, in die er seinen Gast schob.Siex sind 30 Federn", sagte er,unb in bei Ecke steht eine Eallone Wein. Sehe Stunbe erhältst du eine Taste türkischen ÄaTtee, für gutes Esten werbe ich sorgen. Aber raus kommst bu hier

sind sehr vielversprechend. Es ist auch sicher nicht richtig, wenn man von einem Nachlassen der wissenschaftlichen Ver­öffentlichungen spricht. Die Zahl der Arbeiten ist durchaus im Zunehmen begriffen und ihre Qualität ist erheblich bester als sie im Durchschnitt früher war. Es fehlen vor allem die einst so zahlreichen sachlichen unwichtigen Veröffentlichungen. Der Nationalsozialismus hat niemals fehlendes Fachwissen durch Gesinnung ersetzen wollen, nur Böswilligkeit konnte ihm das unterstellen. Er hat auch niemals die Intelligenz als solche bekämpft, wohl aber wendet sie sich gegen den wurzel­losen Intellektualismus, gegen denreinen" Intellektuellen, der niemals schöpferisch ist, sondern den Gegentyp zum wirk­lich geistig Schaffenden barstellt. Nachbem Dr. Blome kurz die zahlreichen großen Leistungen und Fortschritte, der medi­zinischen Forschung im nationalsozialistischen Deutschland ge­streift hatte, wobei er besonders aus die wichtigen, Eemein- schaftsforschungcn auf dem Gebiet der Krebsbekämpfung hin­wies, die geeignet sind, das Krebsprobkem in Zukunft mit ganz anderen Mitteln und organisatorischen Maßnahmen in Angriff zu nehmen, ging er noch auf die Neue ärztliche Akademie in München ein, deren Gründung in nächster Zeit

Jtiesenaujträgst) eftarid der deutschen Werften.

Hamburg, 28. März. Wie wir aus Schiffsbaukreisen er­fahren, ist der Beschäftigungsgrad der deutschen Werften lehr stark. Hatten Anfang des Jahres 1933 die deutschen Werften Aufträge auf 67 Seeschiffe mit 125 204 Bruttoreglstertonnen gebucht, so war die Zahl bei in Auftrag gegebenen Fahrzeuge Anfang des Jahres 1934 bereits auf 95 Seeschiffe mit 148 269 Bruttoregistertonnen gestiegen. Bei Beginn bes Jahres 1938 waren biete Zahlen weit übertroffen. Zu biesem Zeitpunkt ergab sich ein Auftragsbestanb von 297 Seeschiffen mit 1033 000 Bruttoregistertonnen. Das bebeutet gegenüber 1933 bei Zahl bei Schiffe nach weit über bas Vierfache, bem Tonnagegehalt nach aber lunb bas Achtfache.

Bereits an bieten nüchternen Zahlen kann man etmeiien, in welchem Umfange auch ber Schiffsbau als Schlustel- inbuftrie für viele anbere Jnbustrien an bem gewaltigen Wirtschaftsaufschwung bes nationalsozialistischen Deutsch- lanbs teilgenommen hat.

Tunicella. ein langärmeliger Rock aus Purpur mit roter golddurchwirkter Borte. Über biete würbe bte Alba gezogen, ein Gewand aus weißer Seibe, unb barüber bte Stola gelegt, ein langes Banb aus gelber goldburchtriebener Serbe. Alba unb Stola wurde gegürtet mit einem Gürtel aus hellblauer Seide, der Mantel bildete einen Umhang aus scharltchroter Seide mit Perlen und Goldstickerei. Dazu kommen noch Handtchuhe aus roter goldbestickter Puivurieide, mit Gold­blech, Edelsteinen und Perlen verziert.

Eine Gitarre aus 16 000 Zündhölzern. Ein Meisterstück der Handwerkskunst lieferte künlich bet aus Deutsch- Österreich stammenbe Hanbwerker SRatmunb Springer in Memmingen. Aus runb 16 000 Zunbholzern baute er tn techsmonatiger Arbeit eine Gitarre. Das Kunstwerk ist tur den Handwerkerwettkampf bei DAF. bestimmt.

Intellekt ist nicht Geist.

Das Nachwuchsproblem und die Forschung.

Wiesbaden, 28. März. Mehr als 2000 Arzte hatten sich zu der Eröffnungssitzung der 50. Jah­restagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin zusammen gesunden. Obwohl die Tagung eine deutsche Veranstaltung ist, kann man eine erstaun­liche starke Beteiligung des Auslandes feststellen. Be­deutende Internisten aus Holland, Dänemark, Schweden, zahlreiche Gäste aus der Schweiz, aus Un­garn, Jugoslawien, Rumänien, Polen und den Balti- kumstaaten bewiesen durch ihre Teilnahme, wie groß das Ansehen der deutschen Heilkunde überall in der Welt ist. Neben den besten Köpfen der deutschen Ärzteschaft konnte der Vorsitzcnbe, Professor Atzmann- Königsberg, auch führende österreichische Internisten nunmehr als Angehörige des geeinten Deutschlands und nicht mehr als Gäste begrüßen.

Ein halbes Jahrhundert Medizingeschichtr.

Mit einem geschichtlichen Ereignisse beginnt die lange Reihe der Tagungen ber beutschen Internisten. 3m Jahre 1882 würbe auf Betreiben bes hervorragenden Klinikers E. o. Leyben bie erste eigene Versammlung abgehalten unb bei bieser Gelegenheit berichtete Robert Koch zum ersten Male über seine kürz vorher gemachte Entbeckung bes Tuberkel­bazillus. Noch manche wissenschaftliche Entdeckung ist auf den Tagungen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin der Welt bekannt gemacht worden. Drei Epochen der Heilkunde, so führte Professor Aßmann in seiner Eröffnungsrede aus, zeichnen sich in den Tagungen ab. Die erste war gekenn­zeichnet durch die Ergebnisse der emporblühenben Bakterio­logie, später führten bie physikalische unb chemische Forschung, unterstützt burch das Tierexperiment unb in ber jüngsten Zeit sind die biologische, die Erb- und die Konstitutionsforschung besonders hervorgetreten.

Welche Methoden aber auch angewandt werden, bei der ärztlichen Kunst ist es wie bei jeder Kunst, nicht das fach­liche Können und Wissen, die Persönlichkeit entscheidet. Zum Arzt muß man geboren sein, die seelische Seite des Berufes muß man von innen her beherrschen. Weiter kommt für die Gegenwart und die Zukunft noch die neue schöne Aufgabe hinzu, das ärztliche Können ganz in den Dienst der allge­meinen Volksgesundheit zu stellen. Gerade die Internisten, so betonte Professor Aßmann, find es gewohnt, den Blick immer auf den ganzen Menschen zu richten und sich nicht mit Untersuchungen einzelner Organe zu begnügen. Sie bemühen sich daher, schon geringe Abweichungen vom gesunden Ver­halten zu erkennen und durch rechtzeitiges Eingreifen größere Schäden zu verhüten. Damit ist ihre große Aufgabe um­schrieben.

Es steht um den Nachwuchs nicht schlecht.

Größte Bedeutung hatten zweifellos die grundlegenden Ausführungen, die im Anschluß an die Begrüßungsansprachen fcer Beauftragte für das ärztliche Fortvildungswesen, Dr: Kurt Blome, über den Nachwuchs und die Ent­wicklung der Forschung seit 1933 machte. Der Vortragende rechnete zunächst mit allen denen scharf ab, dir glauben, der deutschen Forschung im nationalsozialistischen Staat einen raschen Abstieg voraussagen zu müssen. Es ist grotesk, wenn man Stimmen in manchen Zeitungen und Zeit­schriften des Auslandes vernimmt, die mit der Entfernung der Juden aus der deutschen Forschung ein Absinken der wissenschaftlichen Leistung festgestellt haben wollen, und wenn bann anbererseits jüdische Emigranten noch in allerletzter Zeit aus Palästina die Hilfe deutscher Ärzte unb deutsche Mebikamente anfordern. Man sollte meinen, baß diese Tat­sache das Ansehen ber beutschen Heilkunbe minbestens bei ben Emigranten selbst deutlich genug unterstreicht. Dr. Blome be­stritt auch, baß es mit dem ärztlichen Nachwuchs schlecht be­stellt sei. Die Reichsärzteführung hat sich gerade der Nach­wuchsfrage sehr gründlich angenommen unb systematisch. mrt ber Schulung bes Medizinstudenten begonnnen. Die Erfolge

Die ZllbilöWSillgWg der DeMen EchWst für 3nm MW

(Sonderbericht f ü r bas Wiesbabener Tagblatt.)

Die Triumphfahrt Görings durch die Ostmark.

Besichtigung der Arbeitsstätten. Bei den Fliegern in Wiener-Neustadt.

Jubelnde Begrüßung an allen Stationen.

Wiener-Neustadt, 28. März. Nach begeisterten Kund­gebungen in Wien trat Generalfeldmarschall Hermann Göring seine Reise an, bie ihn an die Stätten der Arbeit in Österreich führen wird. Beseitigung der Arbeitslosigkeit ist ja die vordringlichste Parole des Augenblicks. Deshalb will sich der Eeneralfeldmarschall an Ort und Stelle davon überzeugen, wo das große Aufbauwerk am schnellsten und wirkungsvollsten angepackt werden kann. Sein erstes Ziel war Wiener-Neustadt.

Gegen 15 Uhr traf der Sonderzug in Wiener-Neustadt ein. Die Geschäfte hatten geschlossen, so daß auch hier die gesamte Bevölkerung sich zum Empfange einfinden konnte. Vor dem Bahnhof waren Formationen der Wehrmacht und Gliederun­gen der Bewegung aufmarschiert, deren Fronten der Eeneral- feldmarschall abschritt.

Eeneralfeldmarschall Hermann Göring besichtigte, am Montagnachmittag den Fliegerhorst Wiener-Neustadt. Außer den dort liegenden Verbänden einer österreichischen Jagdgruppe und der Kampfgruppe 11/155 waren zwei Abtei­lungen des RegimentsGeneral Göring" angetreten. Die österreichische Jagdgruppe führte mit ihren Jagdeinsitzern ein Kunstflugprogramm vor, das bie volle Anerkennung des Eeneralfeldmarschalls fand.

Anschließend verlieh der Oberbefehlshaber der Luftwaffe der österreichischen Jagdgruppe eine Fahne mit. dem Fahnenspruch:Ein Volk, ein Reich, ein Führer!" Damit hat der erste Verband der bisherigen österreichischen Luftstreit­kräfte eine Fahne im Namen der Luftwaffe des großen Deut­schen Reiches erhalten.

Die Rückfahrt zum Bahnhof in Wiener-Neustadt konnte nur langsam vor sich gehen, da wieder Tausende von Menschen unter Ungeheurem Jubel den Wagen des Eeneralfeldmarschalls Hermann Göring umdrängten.

Von Wiener Neustadt ging die Fahrt int Sonderzug vorbei an Dörfern, die int Flaggenschmuck prangten, durch Bahnhöfe, die alle für den lang ersehnten Gast festlich mit Tannengrün

geschmückt waren und durch Menschenmauern, die seit Stunden nicht wankten, um wenigstens einen Blick auf den Zug des Ministerpräsidenten werfen zu können.

In Semmering, der Grenzstation zwischen Steiermark und Niederösterreich wird kurz Halt gemacht. Die Menschen drängen sich stürmisch an den Wagen Eörings heran.

Der Eeneralfeldmarschall plauderte lachend mit den Be­wohnern, denen er zum Abschied zurief:Lebt wohl, Kinder, und daß ihr euch am 10. April genau so drängelt wie heute!" , . , . ,

Als der Zug kurz vor 20 Uhr in Leoben eintraf, be­gaben sich auf Einladung des Landesstatthalters von Steier­mark, Prof. Dr.-Jng. Armin D a d i e u, der an der Fahrt teilnahm, der Lektor der montanistischen Hochschule in Leoben und dessen Mitarbeiter in den Eisenbahnwagen des Minister­präsidenten, um ihm in mehrstündigem Vortrag über die österreichischen Erzvorkommen Bericht zu erstatten. Bekannt­lich sollen diese Erzvorhaben stärker erschlossen werden, als bisher, um im Rahmen des Vierjahresplanes die Eigen­erzeugung steigern zu können.

100000 RM. Hermann-Göring-Sliftung.

Wien, 28. März. Eeneralfeldmarschall Hermann Göring hat eine Hermann-Eöring-Stiftung im Betrage von 100 000 RM. der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt Öster­reich gestiftet. Nach dem Willen des Stifters sind hiervon 15 000 RM. für in Not geratene Arbeiterfamilie n in Wien--Floridsdorf und 15 000 RM. für bedürftige SA. - Kameraden Wiens bestimmt. Je 10 000 RM. sollen in den Ländern Niederösterreich, Oberösterreich, der Steiermark, in Kärnten und Tirol an Arbeiterfamilien und SA.- Kameradenr zur Verteilung gelangen. Mit der Verteilung dieser Beträge hat Eeneralfeldmarschall Göring den Leiter der NSV. Österreichs, Franz Langoth, betraut. Die Verfügung über den restlichen Betrag von 20 000 RM. hat sich der Eeneralfeldmarschall persönlich vorbehalten und wird damit ben Lungau bes Landes Salzburg besonders berücksichtigen.

Spenden für Österreich

Alle deutschen Volksgenossen, die an der Linderung der Not im Lande Österreich mithelfen wollen, können Geldspenden einzahlen aut das Konto Österreich bei allen Dienststellen des WHW. oder bei allen in der ReichsgruppeBanken zu­sammengeschlossenen Kreditinstituten (Banken, Girozentralen, Sparkassen, Girokassen, gewerb­lichen und landwirtschaftlichen Kreditgenossen­schaften) und bei allen Postscheckämtern.

nicht mehr, bis der Faust fertig ist. Eott.segne deine Arbeit!" Erstaunt stellte der Professor, als drangen der Schlussel sich umdrehte, fest, daß man ihn regelrecht ^"Einzelhaft gehracht hatte. Aber er fand sich bald mit diesem sonderbaren Zustand ab. Am Abend erschien lein bärenstarker Kerker­meister unb fragte ihn. mtemele Verse er geschafft habe. Er müsse bas seinem Bruder, dem Verleger. "K^den Pro­fessor Balabanoff hatte 200 Verse geschrieben, er arbeitete wie im Rausch, vergaß Zelt und Raum, wenn er es auch nicht versäumte, dem Weinsäßchen kräftig zuzusprechen. Er arbeitete ohne Unterlaß, bis bte Faust-Übersetzung fti unb fertig war. Nicht nur Äöni g B or t s , em #reumb bes Gelehrten, zeigte sich von seiner Arbeit entzückt, auch Deutsch­land würdigte sie in vollem,Maße, unb dag ber ..Faust auch im Volke Eingang fanb. zeigt bte erstaunlich hohe Auflage­ziffer. die er bis heute in Bulgarien erreichte.

- - - -des Reichswetter-

Wetterberi chis^

Witterungsaussichten bis Mittwochabend:

Meist stärker bewölkt und zeitweise Regen, Tagestemperaturen um 10 Grad, westliche Winde.

W-ss-rstand des Rheins am 29. März 1938. Biebrich: Pegel 1,31 gegen 1,32 m gestern: Mainz: 0,52 gegen 0,46 in gestern; Bingen: 1,56 gegen 1,60 m gestern; Kaub: 1,78 gegen 1,<3 m gestern; Köln: 1,47 gegen 1,40 m gestern; Kehl: 2,42 gegen 2,35 m gestern.

Abends als Letztes Chlorodont - dann erst ins Bett!