Wiesli ailmer Tagblatt
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Nr. 70.
Donnerstag, 24. Marz 1938.
86. Jahrgang.
Mobilmachung der Braunen Armee.
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Der Generalappell der Formationen im Reich
ganze Nation aufruft, Jawort zu fetzen.
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Wöchentlich
mit einer täglichen
Sleichsminister Dr. Goebbels eröffnet den Wahlkampf.
ieaktter, Reichsminister Dr. Goebbels, spricht auf der Großkundgebung im Berliner
-rMtchtung Pir den 10. April. (A
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8. Schellenberg'fch« Hofimchdruckerei, ^Ugbtaä.&atts*. Femlprecher-Sammel-Nr. 59631. Drahtanschrift > Tagblatt Wiesbaden. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. Nr. 7405.
Berlin, 23. März. Weißes Scheinwerferlicht flutet auf die graue Riesenfront der Deutschlandhalls in Berlin. Hoch oben wehen die HaksnkreuKanner im Wendlicht. Der weite Platz vor der Halle ist erfüllt von anrückenden Kolonnen Politischer Leiter, von SA. und deren Brudergliederungen. Längs der Avus drängen sich die Reihen der Braunhemden, die mit klingendem Spiel angerückt kamen. Lautsprecher lassen ihre Weisen Wer den Platz schallen. Weiße Kreidestriche und Richtungspfeile zeigen die Sammelplätze an.
Draußen im Vorraum des gigantischen Gebäudes teilen SA.-Männer und Politische Leiter regelrechte Straßen ab zu den einzelnen Blocks. Wer den Toröfsnungen im Geviert weisen Schilder: „PL.", „ff"...
Drinnen im riesigen Oval schallt Musik und tausendfach erfüllt, das gedämpfte Stimmengewirr die Halle. Da sitzt in der ersten Reihe die Oberste SA.-Führung, dahinter Tausende von Männern der Sturmabteilungen. Auf den sich weit dahinziehenden Rängen das Schwarze Korps, daneben die hellen Blusen der Politischen Leiter,
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auch jeder deutsche Mensch seine volle Pflicht und Schuldig- tut.. Jeder deutsche Mann und jede deutsche Frau hat die heilige Verpflichtung, die Antwort gegen Versailles so einmütig, und geschlossen zu gestalten, wie das überhaupt nur denkbar ist. Keiner und keine darf zurückbleiben. Wer noch an diesem Tage atmen kann, der muß gegen Versailles stimmen!
Aber die Tage dieses Ringens um die deutschen Seelen sind in anderer. Hinsicht keine Rasttage. Ö st e r re i ch s Auf- kann nicht eine Stunde warten. Er beginnt nicht erst nach dem 10. Avril. Er hat bereits begonnen als die deutschen Truppen, gerufen von der damals verfassungsmäßigen österreichischen Regierung, ihren Fuß über die Grenze setzten. Österreich ist vom ersten Tage an mit erfaßt S xFIL dem großartigen Rhythmus, der das übrige Deutschland aus der Zeit des Zagens und Zuwartens in das große Wirken und Werken des glänzenden deutschen Wiederaufbaus ritz. In den ersten Tagen konnte Deutschland den österreichischen Brudern naturgemäß nur die erste Hilfe bringen. Volkssveisungen durch unsere Soldaten, Arbeiter- sahrten von Österreich nach den verschiedensten deutschen Großstädten eröffneten das Hilfswerk. In die Wirkungen des Vrerjahresvlanes wurde Öfter- r.e l ch s o f o r t e i n g e s ch a l t e t. Seine Währung ist zu einem sehr annehmbaren Kurs in ein festes Verhältnis zur deutschen. Mark gebracht worden. Nunmehr aber gilt es. die osterrelch.lsche Wirtschaft in ihrer Gesamtheit mit dem deut- !^^^^^^4^tsaufschwung fest zu verbinden. Aber Dr. Goebbels hat nur zu Recht, wenn er betonte, daß es sich dabei nicht um Experimente, sondern, wie int Reich, nur um
Aber für uns Deutsche ist diese Abstimmung noch etwas mehr.. Sie ist die einzigartige Gelegenheit, dem Schöpfer und Begründer der deutschen Einheit den Dank des ganzen ^k^^e^^^atten. Wenn. letzt die führenden Männer Deutschlands unter Vorantntt Adolf Hitlers in einem groß- artlgen, Wahlfeldzuge das deutsche Volk bis in die letzte Alpenhutte und das fernste kleine Fischerdorf am norddeutschen Strand mobilisieren, wenn die Lautsprecherwagen durchs Land sieben, und die Wahlhelfer Tag und Nacht unterwegs sind, so dient dieser Aufwand der hehren Aufgabe. die Große d e s g e s ch i ch t I i ch e n Vorgangs allen deutschen Volksgenossen ins Bewußtsein zu bringen. Jeder Volksgenosse muß wissen, daß das, was letzt durch Adolf Hitlers geniale Politik vollendet *Pat"u die Verwirklichung eines tausendjährigen Traumes der Besten aus allen deutschen Generationen gewesen ist. Jeder deutsche Mann und icbe deutsche Frau muß die Größe dieses geschichtlichen Vorgangs in ihr lebendiges Bewußtsein. aufnehmen. Und gleichzeitig bedeutet die Volksabstimmung, daß der Führer die ganze Nation aufruft, unter seme Schöpfung das Jawort zu setzen. Damit wird auch der einfachste Arbeiter und die ärmste Frau des Volkes mitbeteiligt an einem geschichtlichen Vorgang, und watere Geschlechter werden uns alle, die wir Vollzieher des Willens Adolf Hitlers und Bestätiger seines Werkes sein durften, um diese Gnade des Schicksals beneiden.
Diese Volksabstimmung ist aber gleichzeitig eine einzigartige Gelegenheit, den Diktatoren von Versailles und Saint Germain die unverbüllte Meinung des deutschen Volkes über einen wichtigen Bestandteil ihres einstigen Machwerkes zu sagen. Mit der Natürlichkeit seines politischen Gefühls bat der Deutsche in Österreich immer schon erkannt, daß die Erfinder des „österreichischen Menschen" im Grunde doch Willensvollstrecker des einstigen Feindbundes waren. In den Pariser Vororten hat man das selbständige Österreich erfunden, und dort, wo man von den Wilson'schen Ideen über das Selbstbestimmungsrecht der Völker nur so triefte, verwehrte man nach dem Kriege allein dem deutschen Volke sein Selbstbestimmungsrecht und drückte damit die gesamte deutsche Natron in eine erniedrigende Pariastellung. Am 10. Avril kann diese schändlich beleidigte Nation auch ihren B e - »leidigem endlich eine Antwort geben. Wir stimmen nicht nur für das große Deutsche Reich: wir stimmen an diesem Tage auch gegen Versailles! Kann das Volksvotum unter diesem Blickfeld überhaupt wuchtig genug ausfallen? In dieser Hinsicht ist es erforderlich, daß jeder, aber
eine Arbeit aus solider Grundlage handeln kann. Österreichs Notlage t|t von den verflossenen Machthabern immer wieder durch alle möglichen Zahlenspielereien verdunkelt worden. Der deutsche Provagandaminister hat sie einmal, m das. Licht der wahren Zahlen gerückt. Zahlen, rote-Jte,r?ie Statistik der österreichischen Handelskammern ergibt.. Danach wurde das einst so blühende Österreich immer mehr in wirtschaftliche Abhängigkeit des Auslands gebracht und der wirtschaftlichen Abhängigkeit folgte die politische Ohnmacht. Die Betriebe smd überschuldet, der kleine Ee-
die graugrünen Mäntel des NSKK., das blaugrau der Flieger, und unter der in Tannengrün golden eingelassenen Riesen- mschrift „Ein Volk, ein Reich, ein Führer" füllen sich die Rechen mit den erdbraunen Mänteln des Arbeitsdienstes. Auf der Ehrentribüne darunter, flankiert von den goldenen Hoheitsadliern der NSDAP., nehmen die Ehrengäste Platz. Die roten Mützenüberzüge der hohen SA. - Führer leuchten um die Wette mit den breiten roten Streifen der General st äbler.
Sparsam ist der Riesenraum geschmückt. Die Stirnseile beherrscht ein großer Baldachin über dem Rednerpult, über dem stolz ein großer goldner Adler die Schwingen breitet.
Uniformen! Uniformen! Man sieht niemanden in Zivil; alles nur Männer. Sie vertreten die ungeheure Kampfkraft des neuen Deutschlands, mobilisiert zu einem jener gewaltigen Sturmangriffe, wie sie immer wieder von der braunen Armee Adolf Hillers vorgetragen wurde. Ruhige Kraft, gelassener stolz beherrscht alle. Das Bild ist anders als der Eindruck der Massenversammlung am Vorabend im Sportpalast. Dazu kommt, daß diese Halle hier keine altvertraute Kund- gebungsstätte der Kampfzeit ist. Keine Feierstunde, keine Massenkundgebung spricht aus dem nüchternen Ernst der Männer hier.. Es ist Dienst! Schönster Dienst aber hier in Gemeinschaft zu sein mit allen Kameraden der kämpferischen Formationen der Partei Adolf Hitlers. Einträchtig brüderlich sind sie angetreten, alte und junge, Generalappell!
Nun sind 20 000 SA.-Männer, 8000 Politische Leiter, 8000 NSKK.-Männer, 2000 Mann ff und 500 Flieger versammelt und mit ihnen vor dem Haus und im ganzen Reich draußen Hunderttausende von Kameraden, die der gleiche Kampfgeist erfüllt und welche dieselben neuen nationalsozialistischen Lieder und alten Kampfweisen fingen. Dann ein Schlag: „Rechts und links um!“ Die Standarten, Fahnen und Stander marschieren ein. Alle Augen fliegen hoch zu den Heiligtümern.
Kurz darauf dröhnen Kommandorufe von draußen herein. Die Ehrenformationen der Partei sind auf dem Vorplatz angetreten. Der SA.-Sturm 33/1, der Traditionssturm „Hans Maikowski", mit der alten, kampferprobten Fahne, unter der der Sturmführer in jener Nacht fiel, steht an der Spitze. Neben den oermetterten Gesichtern die blanken schwarzen Lederhelme des NSKK. Es folgen Politische Leiter und am linken Flügel ff.
„Achtung! Kommando st eile Deutschland- Halle!" Ein Kommando geht durch alle deutschen Gaue. Die Spiekleute und der Musikzug der Standarte 2 (Kütemeyer) setzen ehern ein: „Der Doktor", geht es durch die schaulustige Menge rechts und links vom Portal. Dr. Goebbels ist in seinem großen schwarzen Wagen angekommen. Die Korpsführer Hühnlein und Christiansen und ^-Gruppenführer Schmitt, Chef des Personalamtes der Reichsführung ff — er vertritt heute hier den Reichsführer ff Heinrich Himmler — gehen dem Reichs- propaganbaleiter von den mächtigen Säulen des Portals aus entgegen. Die Gruppe der Führer um den Reichspropagandaleiter verharrt einige Augenblicke. Dann trifft Stabschef Lutze ein. An feiner Seite schreitet Dx. Goebbels, und rechts
werbetreibende ist mit Sorgen überlastet, und der Bauer kämpft den schweren Kamps um Haus und Hof. Schon bat man für Oberösterreich die landwirtschaftlichen Zwangsver- kaufe abgesetzt. die eriten Kreditmaßnahmen hat der deutsche Relchsbankprastdent Dr. Schacht persönlich eingeleitet. Bald wird auch Österreich, wo bisher jeder zehnte Staatsbürger erwerbslos war, das Gespenst der Arbeitslosigkeit nicht mehr kennen. Die Ankündigung eines besonderen Äufbau- programms steht bevor. Schon vor der Wahl wird mit ferner Verwirklichung begonnen.
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W W Mm, gegen Versailles.
in Deutschland nach dem traurigen Friedens- §lttat Volksabstimmungen gegeben, wo die Bevölkerung deutscher Erenzlande auf feindliches Geheiß in mehr oder weniger freien Abstimmungen sein Bekenntnis zu Deutschland ablegen mußte. Solche Abstimmungen waren für unsere wrenzlanddeutschen. weil ste Zweifel an ihrer nationalen ^MbL^akelt aufwarfen, beleidigend. Ganz anders ist es wtzt! Der Führer ruft! Eine Nation tritt an! Dankbar und freudig wird ste der Welt von Flensburg bis Klagenfurt, von Tilsit bis, Trier eine Antwort geben, die für alle Zukunft lebes Mißverständnis ausschließen wird!
6 Alisaaben Werktäglich nachmittags.
Geschäftszeit: S Uhr morgens bis 7 Uhr abends, außer Sonn- u. Feiertags.
UnlerhaltMtgSbeilage. 8edm“ Süro: B-rlin-Wilmersdorf.
Die Soldaten -es Algers rasen aas seMe Bolt
D« 10. April muß zu einem Treuebekenntnis werden, wie es die Welt noch nicht erlebt hat. — „Im Geist Horst Wessels, im alten SA.-Eeist." — Einsatz bis zum Letzten.
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Du Deine Pflicht und gib J| ihm am 10. April Dein w
