Seite 14. Nr. 88.
Wiesbadener Tagblatt
Dienstag, 22. März 1838.
Deutscher Schlachtenfrtthlin« 1918
Nach deutschen, englischen und französischen Quellen von Walter Aßmuß
(Nachdruck verboten.)
Wirischafisieil
Von den heutigen Börsen.
Spiegel der Wirtschaft.
1937 troi
ch des
26 000
um
Aus der rhein-mainischen Wirtschaft.
gekanntmachuna der Hessischen Landesregierung if Grund des § 1 des Slaatsvertrages über den isserstratzen von den Ländern auf das Reich den
Rach einer Bekanntmachung
Kursbericht
119. 3. 38121. 3. 38
19. 3. 38
21. 3.38
Rhein-Main-Börse
21. 3. 3«
Chem. Heyden . . i —.— 159.50 Com.-u.Priv.-Bank 123.37 123.25
Bemberg
145.
258.
77
235.75
Rh.Braunk.u.Brik. >
139.
149^
dem 19. März 25 000 Land-
101.90
132*50
Siemens & Halske. Süddeutsch. Zucker Tellus Bergbau . . Ver.Dtsch. Oelfabr.
Voigt & Häffner . Zellstoff Waldhof.
1. Fortsetzung.
Eough tippt richtig.
215.50 139^—
150 —
153.—
111J3
247 — 121.50 189.75 137.—
95.75 92.25
113.50
137*75
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Conti-Gummi. . , Deutsche Bank . . Dt. Cont. Gas . . Deutsche Erdöl . Dt. Eisenhandel . Dt. Reichsbahn Vz. Deutsche Waffen . Dortm Union-Br. Dresdner Bank . . Eintracht Braun . Feldmühle .... Gesfürel Harburg Gummi .
100.-
100.-
100.-
100.—
100.-
100.—
140.25
28.25
130.37
100.— 100 —
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100.25 100.25
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100.25 100.25
161.— —.—
162.50 162.50
100.25 100.25
101.63 101.60
100. 1 —
Berliner Börse
AEG.Stammaktien |113.251113.13
Augsburg Nbg.M. 133.88 134.50
Grün & Bilfinger . Hapag ......
Hind. Auffermann Hochtief Holzmann Phil. . Ilse Bergbau . . . Knorr Heilbronn . Lahmeyer & Co. . Lindes Eismaschin. Lokom. Krauß . . Mainkraftwerke . Mainzer Aktien-Br Mannesmann . .
Mansf elderB ergba u Metallgesellschaft . Motoren Darmstadt Nordlloyd .... Reichsbank . . .
100.—
100.25
247.— 121.50 189.75
137.—
95.75
92.25
113.88
Im Februar hat die Zahl der Postscheckkonten um 2611 auf 1125 633 zugenommen. Bei 72,1 Millionen Buchungen wurden 13,196 Mill. RM. umgesetzt.
Die Notierung der Devise Wien ist mit ' eingestellt worden.
Sleuergulscheine
• 1934 103.75 103.75
1935 107.75 107.75
1936 |111.75 111.75
Berliner Devisenkurse (Telegraphische Auszahlungen):
102.—
132*50
99^25
D. Korn. Sam. Anl. do. ohne Ausl.
I. G. Farben-Bonds
auf Gasgranate schlägt in die englischen Batterie- stellungen ein. Erünkreuz, Blaukreuz. „Buntschiehen" nennt es der Artillerist. Um 6 Uhr morgens wird die Munition gewechselt. Sprenggranatc auf Sprenggranate wird aus den Rohren berausch '-gt. Der Feuerorkan ersaht jetzt auch die feindlichen Ä.'.ianteriestellungen. In das Hollenkonzert fallen die Minenwerser ein. Drei Stunden, 180 Minuten, ohne eine einzige Sekunde Pause hält das Feuer an. Dann vollzieht sich für das Obr nicht wahrnehmbar die letzte Umstellung. Die Feuerwalze bildet sich. Nur noch ein kleiner Teil der Artillerie, vor allem die ganz schweren Mörser, halten die feindlichen Batterien nieder. Sonst bat der breite Feuerstrom sich mit einem Ruck zur schmalen Feuerwalze zusammengezogen, die auf die vordersten Stellungen des Feindes niederrast und eben dorthin bauen die unzähligen Minenwerfer. Dann springt 9.40 Uhr die Feuerwalze etwas weiter vor. Die deutsche Sturm- infanterie erhebt sich auf der ganzen 70 Kilometer langen Angriffsfront zum Sturm. Jetzt ist ihre Stunde gekommen. Das Hurra der stürmenden Infanterie, das Krachen der Handgranaten, das Tacken der Maschinengewehre und das ununterbrochene Rollen des Artillerieseuers, es ist ein
Belgien 100 Belga Dänemark .... 100 Kronen England 1 £ Sterling Frankreich ...... 100 Fr.
Holland ..... 100 Gulden Italien.........100 Lire
Japan I Yen Jugoslawien . • • • . 100 Dinar Norwegen . • • • • 100 Kronen Oesterreich .... 100 Schilling Polen........100 Zloty
Schweden . • • • • 100 Kronen Schweiz........100 Fr.
Spanien 100 Pes.
Tschechoslowakei . 100 Kronen Ver. St. v. Amerika 1 Dollar
hat das Reich auf « Übergang der Wasserstraßen . .. , ,
Flohhafen Mainz-Ko st heim mit allem Zubehör und allen Bestandteilen vom Land Hessen mit Wirkung vom 1. April 1938 in sein Eigentum und seine Verwaltung übernommen.
Aus einem Reingewinn von 98 736 RM. verteilt die Rhein- gau-Elektrizitätswerke-AE., Eltville a. Rh., wieder 6 % Dividende.
145.50 i —.—
119.25
135 — 145.
250 — 174.37
[19. 3.38
Aschaffbg. Zellstoff > —.—
Schlachtenkonzert, wie es selbst der in den Materialschlachten erprobte Soldat kaum je erlebte.
Unangenehmes Erwachen.
Als 4.40 Uhr die Erde erbebt, als das deutsche Feuer einsetzt, fährt General Eough aus unruhigen Träumen empor. Sein Telephonist stellt schleunigst Verbindungen mit den Kommandeuren der ihm unterstellten Korps her. Was sie melden, bestätigt Goughs Erwartungen und Befürchtungen. Sie alle berichten über schwere Veschiehung. Die Meldungen werden bald danach dabin ergänzt, dah die Veschiehung über Goughs Front noch etwa 15 Kilometer nach Norden hinausreicht. Die südlich anschliehende Front ist offenbar nicht betroffen. Aber alle Korps melden auch übereinstimmend, dah noch kein Jnfanterieangriff erfolgte. Wohin soll Eough seine Reserven beordern? Dazu dieser verdammte Nebel, der jede Sicht nimmt. Eough befiehlt seine Reserven näher heran. Bevor noch der Angriff der deutschen Infanterie einsetzt. fragt er telepbonisch bei dem Oberkommando. „Wann kann ich aus Unterstützung rechnen?" „Alles schon eingeleitet", antwortet ihm der Chef der Operationsleitung. Er fügt freilich sofort hinzu „Frische Divisionen kommen, aber zunächst einmal vier zu Bvng (also zur nördlich anschliehenden 3. englischen Armee). Die fünfte kommt zu Ihnen, kann 72 Stunden dauern". Verdammt. Quittiert Eough bei sich selbst diese Mitteilung: 72 Stunden, eine schöne Zeit. Es ist für ihn nur ein schwacher Trost, recht gehabt zu haben. In all diese Überlegungen und Telephongespräche Goughs dröhnt das deutsche Trommelfeuer hinein. (Fortsetzung folgt.)
her. Reichsaltbesitz zogen um anleihe um 5 Pf. auf 96,10 an.
15 Pf. Blankotagesgeld 2%—2%
Franken 7,59.
Bayer. Motoren-W. 154.50 155.50
J. Berger Tiefbau 151.75---
Am der Eegenlerte rechnete man bestimmt mit deutschen Angriffen für das Jahr 1918, war sich aber unklar darüber. wo und wann sie einsetzen würden. Der Geheimdienst arbeitete fieberhaft, ohne doch genaue Nachrichten heran- schanen zu. können. ..General Eough aber, der Führer der linken englischen Flügelarmee, ist frühzeitig überzeugt, dah sich der Schlag gegen ibn richten wird. Er bat, als die Front der Engländer , nach Süden verlängert wurde. Stellungen übernehmen müssen, die von den Franzosen schlecht ausge- bau. waren und deren ganze Verbindung überdies nach Pans, nicht nach der englischen Bans orientiert waren. 65 Kilometer Frontlange hat seine 5. Armee jetzt zu decken. Er hat immer wieder bei Saig, dem englischen Ober- kommandlerenden, Arbeitstruppen angefordert, aber er hat doch nicht alle Arbeiten durchführen lassen können, die ihm erforderlich erschienen. Verhältnismäßig frühzeitig erfährt er, dah ihm , gegenüber eine neue deutsche Armee eingeschoben worden ist unter General von Hutier, dem Sieger von Riga. Hatten also alle deutschen Mahnahmen zur Geheimhaltung doch nichts genutzt? Run. es war kein Verrat im Smel. Aber der <yiont Goughs aber war ein deutscher Flieger a b g e s ch o s s e n worden. Sein Name, die Lage des Flugplatzes wurden bekannt. In „einem kleinen süddeutschen Zeitungsblatt wird etwas später ein Brief Hutiers an die Mutter dieses Fliegers veröffentlicht, worin der General seine Sorge um das Schicksal ihres Sohnes aus« jortc&t. 2)as Blättchen kommt in die Hände des englischen Nachnchlendienstes^ in der Schweiz. — „Der Schluß war ^^Et . Schon am 1. Februar weist Eough sehr nachdrücklich das Oberkommando auf die Gefahren hin, die seiner Armee
* Die Kölner Frühjahrsmesse hat sich gut angelasien. Bei allen Gruppen herrschte sehr starker Besucherandrang vor allem aus Südwest- und Westdeutschland. In Hausrat und Textilien waren lebhafte Umsätze zu verzeichnen. Auch die Erwartungen der Möbelmesse wurden übertroffen. Aus dem benachbarten Ausland, insbesondere Belgien und Holland, besuchten zahlreiche Einkäufer die Meße. Durchweg lagen die Umsätze über denen des Vorjahres. Auch der zweite Messetag brachte günstige Ergebnisse. Es hatten sich mehr Erohkäufer eingefunden als am Sonntag.
* Neuordnung der Frachtberechnung im Exprehgutverkehr. Im Exprehgutverkehr der Deutschen Reichsbahn tritt mit dem 1. April 1938 eine wesentliche Änderung ein. Von diesem Zeitpunkt an wird die Exprehautfracht grundsätzlich nach der Eütertarif- entfernuna berechnet, während sie bis jetzt nach den Ent- sernunaen der Personentarife festgestellt wurde. Der Beförderungsweg ist in Zukunft für die.Frachtberechnuna nicht mehr mah- gebend, er wird vielmehr, wie im Güterverkehr, besonderen Wegevorschriften entnommen. Zur Erleichterung der Abfertigung wird für den Exprehgutverkehr eine besondere Entfernungstafel eingeführt.
* Rückgang der Wechselproteste. Während 1936 noch 631 424 Wechsel mit einem Gesamtbetrag von 81 Mill. RM. zu Protest gegangen waren, wurden 1937 nur noch 567 291 Wechsel mit einem Gesamtbetrag von 76 Mill. RM. protestiert. Dem Betrage nach macht der Rückgang 6 % aus. Auch in den meisten Wirtschaftsgebieten sind die Wechselproteste von 1936 jn 1937 zurückgegangen. Eine Ausnahme macht lediglich das ostelbische Deutschland, sowie Niedersachsen. Eine größere Bedeutung ist aber der Erhöhung der Wechselproteste in diesen beiden Bezirken nicht beizumesien, weil sich die Erhöhung in engen Grenzen hält und dabei überdies Zu- fallsmomente eine Rolle spielen dürften. Verhältnismäßig am stärksten ist der Rückgang der Wechselproteste in Mitteldeutschland sowie Rheinland/Westfalen gewesen. Der Durchschnittsbetrag je Protestwechsel ist vom Statistischen Reichsamt für 1937 mit 134 RM. gegenüber 128 RM. 1936 berechnet worden. Zurück- gegangen sind AnMl und Betrag besonders in den Erößenklasien von 20' bis 200 RM., zugenommen haben dagegen die Proteste bei den Beträgen von 200 bis 1000 RM.
Lebensstandard und Konsumgütervorsorgung
Im Märzheft der Zeitschrift „Der Vierjahresplan" veröffentlicht der Reichskommissar für die Preisbildung einen Aufsatz über das Thema „Preisbildung und Lebensstandard". Anknüpfend an die vom Führer aufgestellte Forderung auf Hebung des allgemeinen Lebensstandards zeigt der Preiskommissar, daß die Lösung dieser Aufgabe von einem richtigen Einsatz der verfügbaren Produktionskapazitäten für die verschiedenen Produktionszweige abhängt. Der Lebensstandard steht in engem Zusammenhang mit der Konsumgüterversorgung, die daher unter keinen Umständen ver- nachläsiigt werden darf, wie dies zum Beispiel in der räte- russlschen Wirtschaft geschieht. Soweit die Produktionsmittel nicht durch die grohen gemeinschaftlichen Ausgaben des Vierjahresplans usw. gebunden sind, müssen sie möglichst rationell und nur für solche Aufgaben eingesetzt werden, die den Lebensstandard tatsächlich beeinflußen. Engste Zusammenarbeit ist vor allem zwischen der Preispolitik und den benachbarten Aufgabengebieten des Arbeitseinsatzes und der Materialbeschaffung vonnöten, damit nicht die Erzeugnisie der nationalen Arbeit im Preis niedrig gehalten werden, während die Produktion selbst immer kostspieliger wird. Alle Faktoren der Produktion, von der Rohstoffgewinnung bis zur menschlichen Arbeit, müssen unter dasselbe Gesetz gestellt werdek, das in der Forderung des Führers nach höherem Lebensstandard liegt.
Kurzberichte des Aufbaus.
Die Besetzung der Anzeigenteile der Zeitungen und Zeitschriften erfordert einen immer größeren Raum. 3m letzten Jahre sind die Zeitungsanzeigen um etwa 25 % zahlreicher gewesen als 1934. Die Anzeigenspalten der Zeitschriften konnten sogar in diesen letzten Jahren eine .fast 40 %tge Zunahme ausweisen. Das Zeitungsinserat ist bei der steigenden Zahl der Leser immer noch das beste Werbemittel.
Unsere Ausfuhr nach den nord- und ostafrikanischen Besitzungen des italienischen Imperiums hat seit der Eroberung Abessiniens einen erfreulichen Aufschwung erhalten. 1934 bezifferte sich der Wert unserer Lieferungen nach Italienisch-Afrika auf 238 000 RM., 1935 bereits auf 419 000 RM., 1936 dann auf 638 000 RM. und 1937 auf 5438 Mill. RM., also auf das Zwanzigfache der 1934er Ausfuhrziffer!
1933 waren wir nur in der Lage, 5,5 % unseres Bedarfs an Textil-Rohstoffen aus heimischer Produktion zu decken. Im folgenden Jahre wuchs der Anteil auf 7,7 %, bann 1935 weiter auf 10,6 %, 1936 schon auf 18,2 %, um 1937 den bisherigen Höchststand von 23,3 % zu erreichen.
117.50 117.25
77.50 76.75
200.13 200.—
Rhdn.MetaU waren 140.75 141.75 Rhein. Stahlwerke 145.25 145.25 Riebeck Montan . 115.— 115.— Schofferhof-Bindg. 199.— 199.50 Schuckert & Co.. 1179.5,180 —
213.50 215.50 128.— 128.— 120.50 120 — 142.— 142.— 152.75 153 50 132.— 1132—
—.— 1196.75 224.50 224.50 116.75 116.88 175.50 -.— 139.13 138.75 147.25 148.— 193.— —.—
Vor 20 Jahren: Ein Minenwerfer wird in Stellung gebracht.
(Scherl-Wagenborg-M.)
drohen. Er bekommt von Saig gute Ratschläge, aber k e r ne R es er v e n. Haig erwartet den Angrift weiter nördlich und ist der Meinung, daß er hier kein Gelände zum Manoverteren bat, daß er an dieser Stelle allzu leicht gegen die Küste gedruckt werden kann und daß seine Reserven deshalb an dieser Stelle „stehen müssen. Eough bleibt bei seiner Meinung. Am 19. Marz schreibt er an seine Frau: „Ich er- warte. Lag'morgen nacht ein Artillerieangriff begonnen wird, höchstens 6 bis 8 Stunden, und dann wird am Donnerstag,, dem 21„ die deutsche Infanterie kommen. Jeder ist ruhig und zuversichtlich, alles ist fertig!" Aber Eough kann Saigs Zweifel nicht überwinden, Roch weniger glaubt ihm der französische Oberkommandierende Pstain, der seine eigene <rront fürbedroht hält. Was Eough meldet, das melden eben zu viel <rrontstellen. Der deutsche Tarnungsplan erwies sich also als erfolgreich.
Die »Laubfrösche".
Die OHL. weiß, daß alle ihre Anordnungen tadellos ausgerubrt werden, und daß in dieser Hinsicht alles klappt. Zwei Dinge bereiten ihr dennoch Sorgen. Das ist einmal die Frage, gelingt die Überraschung und zum anderen die nicht minder wichtige «rrage. wie wird das Wetter werden? Nach lchonen ireundlichen Vorfrüblingstagen geben gerade jetzt unmittelbar vor dem 21. Regengüsse nieder. Regengüsse. die die unentbehrliche Wirkung des Gases auszulöschcn drohen. Soll es also wieder so kommen wie bei der Verdun- Ofienstve, als das Wetter die Verschiebung des Angriffs erzwang? Die „Laubfrösche", die Meteorologen, sind plötzlich augerst wichtige Leute. Am 21. Mittags steht der Wetterkundige der. SSL., erne erste Autorität auf seinem Fachgebiet der im Feld den Rang eines Reserveleutnants bekleidet. vor Ludendorff. Er ratzt das Ergebnis feiner Berechnungen und Erwägungen dahin zusammen, daß Sturm und Regen voraussichtlich Nachlaßen würden. Ludendorff wünscht erne noch präzisere Antwort und fragt, ob das Easschießen also doch möglich sein würde. Der Wetterkundige, der sich der Bedeutung dieses Augenblicks und der Bedeutung feiner Vor- /Opfern Augenblick klar ist, überlegt noch einmal: „Möglich schon, aber über die Wirkung läßt sich schwer etwas voraussagen". Jetzt lastet die ganze Schwere der Entscheidung an Ludendorfj. Er trifft die Entscheidung: „Es bleibt ber dem festgesetzten Ängrisfstermin.
21. März 4.40 Uhr.
• Mitternachtsstunde des 20. März ist vorüber. Es ist eine kalte Nacht, es ist eine Nacht, die sich kaum von den anderen Nachten zu unterscheiden scheint. Sier und da fallen einige Schüsse. weint, es so bliebe, so hätte Murkel, der kleine Gefreite auf der Divisionsvermittlung, wieder die üblichen Morgenmeldungen aufzunehmen. Aber schon läuft ein ganz anderer Fernspruch vom öauptauartiei Avesnes von Vermittlung zu Vermittlung: „Sofort bekanntzugeben: SM der Kaiser hat persönlich den Oberbefehl über die Angriffstruppen übernommen". Die Nacht dehnt sich endlos. Immer noch .rücken einzelne Kolonnen an und nehmen die vor- gelchrrebenen Plätze ein. Der Mond beleuchtet matt den Marsch der Kolonnen, beleuchtet matt die Divisionen des ersten und zweiten Treffens, die auf der ganzen 70 Kilometer langen Angrlfisfront die Gräben der ersten und zweiten Stellung füllen. Dann wird es dunstig. Die Mulden füllen sich mit Nebel. Um 2 Uhr nachts ist alles in milchigen Dunst gehüllt. Das Obr vernimmt noch das Geräusch marschierender Kolonnen. Das Auge ist bereits ausgeschaltet.
. Punkt 4.40 Uhr geht ein ungeheuer es Licht- z.ittern durch den Nebel. Die Geschütze brüllen auf Es ist ein Hollenkonzert. Es bellt, rollt, brüllt und zischt und alles das vermengt ach schließlich zu einem einzigen dumpfen Brummen. Das deutsche Trommelfeuer hat eingesetzt. Es laßt zuerst die englischen Artilleriestellungen. Gasgranate
Frankfurt a. M„ 22. März. (Drahtbericht.) Tendenz: Wenig verändert. Die Börse lag ziemlich still, die Kursentwickluna war nicht ganz einheitlich. Überwiegend war man jedoch freundlich gestimmt. Zu den knapp gehaltenen Papieren zählten u. a. Reichsbank, Verein. Stahl, Demag, Rheinmetall und Zellstoff Waldhof. Die Nachfrage nach Renten war wieder leicht zunehmend. Reichsaltbesitz % % erhöht, Kommunalumschuldung 96,15. Gefragt waren Pfandbriefe und Reichsschatzanweisungen. Im übrigen lagen die festverzinslichen Werte still und behauptet. Tagesgeld 2%%.
, „ 2
, ,. 3
, 8, 9,10
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,G.-Kom.l 5 6,7,8
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100.-
100.—
100.—
140.25
28.25
130.75
Braunk. u. Briketts ! —,— Charl. Wasserw. . [111.13
Mit Zuschüßen der Reichsanstalt wurden rund arbeiterwohnungen geschaffen.
Die deutsche Mineralölausfuhr ist in Rückganges um 46 000 auf 234 000 Tonnen wertmäßig RM. auf 29,19 Mill. RM. gestiegen.
5e/0Reichsanl. v. 27 SÖV/.Younganldhe Anl.-Ausl. (Altbes.) 4°/0Schu tzgebiet. 13 4'/."/.Wiesb.St,v.28 4‘/i7.Fr.L.Pfbr. 19 4'/,7. „ „ 10
47.7° „ „ 21
47-7. ,, Korn. 20 47.". „ .. 6
47.7oN.Lb. Gold 1
Berlin, 22. März. (FM.) Tendenz: Aktien und Renten : r w i e g e n d f e ft e r. Die Belebung konnte sich auf etwas breiterer Basis fortsetzen. Die SInfangsnotierungen lagen zum überwiegenden Teil über den Vortag-Schlußkursen. Besonders der Montanmarkt begegnete heute erhöhter Kauflust, wobei Verein. Stahlwerke mit einer Steigerung von zirka %% die Führung hatten. Harpener kamen 2 % höher an. Braunkohlenaktien lagen nicht ganz einheitlich. Niederlausitzer gewannen 1 %. Farben standen weiter unter Abgabedruck, doch konnte der anfangs erlittene Verlust von % % votübdrgehend ausgeglichen werden. Dagegen befestigten sich Goldschmidt um 1 und Rutgers um % %. Harburger Gummi wurden nach Pause 2, Deutsche Linoleum 1% % höher bezahlt. Conti-Gummi konnten einen Anfangsverlust von 1 % später etwas mildern. Durchweg höher lagen Elektrowerte. Auch Versorgungspapiere konnten teilweise Besserung erzielen. Maschinenbauwerte lagen ruhiger. Deutsche Waffen gaben 1 %
Reichsaltbesitz zogen um 35 Pf. auf 132%, die Urnschuldungs- ‘ c *” Zinsoergiitungsscheine gewannen
%. Pfund 12,37, Dollar 2,493,
Elektr. Liefer. Ges 130.50 1 30.50 Elekt.Licht u.Kraf t 144. 145.— Eschweiler .... —. i —.—
I. G. Farbenindust. 159.88 1 59.25 Felten&Guilleaume 141.63 141.—
Brown,Boveri &Co. 138.50
Buderus 121.—
Gement Heidelberg 168.— Chem. Albert . . 13 5. Daimler-Benz . . 144. Dtsch.Gold u.Silber 250 .— Deutsch Linoleum--
M
>s WWW
19. 3.38
21. 3. 38
Harpener ....
—.—
169.—
Hoesch . . .
113.—
112.75
Hotelbetr.-Ges. .
94.50
94.—
Klöcknerwerke . .
118.25
117.75
Niederlaus. Kohle
174.-
Orenstein & Koppel
107.25
108 —
Rh. Elektr. Mannb.
130.—
130.25
Rütgerswerke . .
153.50
153.50
Sachsenwerk . . .
— ——
Salzdetfurth . . .
166.—
167.50
Schubert & Salzer
153.50
154.75
Schuckert & Co. .
180.—
180.13
Siemens & Halske
208.50
208 —
Stollberger Zink .
93.—
Ver. Stahlwerke. .
114 —
113.63
Vogel Tel.-Draht .
153 —
Wasser Gelsen kirch.
-
178 —
Westeregeln Alk. .
107.—
106.50
I.......1937
115.751115.75
1 .......1938
119.75 119.25
1 Verrechn.-Kurse .
111.50[111.60
19. März 1938
2I. März 1938
41.92
42.00
41.92
42.00
55.12
55 24
55.27
55.39
12.345
12.375
12.38
12.41
7.652
7.568
7.652
7.668
137.48
137.76
137.98
138.26
13.09
13.11
13.09
13.11
0.720
0.722
0.721
0.723
5.694
5.706
5.694
5.706
62.05
62.17
62.22
62.34
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47.00
47.10
47*00
47^10
63.57
63.69
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63.87
57.08
57.20
57.17
57.31
—■ ■
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____
8 701
8.714
8.791
8.709
2.493
2.497
2.490
2.484
