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war unten die Hölle, das fiel mir ein. Das liegt schon weit 1 Er blickte aufmerksam aus hn« kl-ir.» -n;«»

Wmbaöener Tagblatt

Druck und Verlag:

Erscheinungszeit:

Nr. 58,

Donnerstag, 10. Marz 1938

86. Jahrgang.

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Nationalspanische Offensive an der Aragonfront

Auch Blücher alsAnti-Stalinist" verdächtigt

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6 Ausgaben

Unterhaltungsbeilage.

Wöchentlich mit einer täglichen

L. Tchellenbrrg'sch« HofbuchLruck-rei,Tagblatt,Haus". Fernsprecher^Sammel-Nr. 59631. Drahtanschrift: Tagblatt Wiesbaden. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. Nr. 7405.

Gutes Vorankommen am ersten Tag.

_ Paris, 10. März. (Funkmeldung.) Wie Havas aus «arragosia meldet, haben die nationalen Streitkräfte an der

*'r 0 9°.»-Front auf einem Frontabschnitt von über lvv Kilometer Länge eine Offensive ringe­le i t e t.

Wie der nationalspanische Heeresbericht mitteilt, durch brach en die nationalen Truppen an der Aragon- rrront die feindlichen Linien in vier Abschnitten und

«pionagegetriebenzuhaben. DerDaily Erpreß" hervor, daß Wareikis der erste unter den Freunden »luchers «er, den die GPU. verhafte. In ganz Sowjetruhland !"h> 06 Blücher der nächste sein werde, der als Anttstalinist" abgesührt werde.

Seht, wie der Warschauer Korrespondent «eiter meldet, dieMordaktion" in Moskau weiter.

^"gehörige des sowjetrussischeu «Ae-V.Eles, darunter drei Telephonistinnen, seien wegen 5w Wühl0* un? Trotzkismus" verhaftet worden. ^,nk.Nt»i .Eerde oorgeworfen, Telephongespräche Litwiaow- länbH*. wA^06101?1 dann dieGeheimnisse an aus-

rüb-ron St °»kau,t" zu haben. 3n Kürze werden die "'h'^n.'tellvrrtre endcn Kriegskommissare Rachimowitsch und M u k k e w: t s ch ebenfalls vors Gericht komme».

_ Werktäglich nachmittags.

«eschSftszeit:» uhr morgens bis 7 Uhr abends, aus,er Sonn, n Berliner Büro: B-rl-n-Wilm-rsd" u S«'°«ags.

Abschiedsrede in der Kammer.

Wris, 10. März. Die französische Regierung ist zuriick- getreten, Ministerpräsident Chautemps hielt am Donnerstag vor der Kammer, die trotz der frühen Morgenstunden wegen der außerordentlichen Bedeutung der Sitzung voll besetzt war, seine Abkchiedsrede. Als er seine Ausführungen be­endet hatte, verlieh er den Sitzungssaal und winkte den voll­zählig auf der Regierungsbank sitzende» Kabinettsmitgliedern zu, die mit ihm den Sitzungssaal verlieben. Chautemps begab sich sodann mit den Kabinettsmitgliedern i n s E l i s s e, um dem Staatsprästdenten den Gekamtrücktritt der Regierung zu unterbreiten.

.. Alte, so sagte Chautemps in seiner Abschiedsrede, ®*n®.^fflarung vor der Kammer auch aus dem Grunde für ü?!>n!/6ehthd), roetl er den falschen Gerüchten entgegentreten A^lre.dle rn Umlauf seien. Die Regierung sei nicht von den fortgefegt worden noch zu dem Rücktritt durch beiondere Schwierigkeiten des Schatzamtes gerzvungen worden.

dre°lerung wäre durchaus Ki der Lage. »RnifmAy.L60 u ®V ÜIIc». vorausgesetzt, daß sie die te» erhielte, .ferner gab Chautemps eine kurze Aufklärung über die beabsichtigten Ermächtigungsforderun- gen und.betonte, daß d.eie in keiner Weise das E® ®.ciien der Mehrheitsparteien belastet hatten.,dag sie weder die Diktatur anktreben noch die sozialen Reformen beschneiden sollen. Chautemps gab zu verstehen, dah er nicht an der Regierung bleiben y*".®* werl erne Meinungsverschiedenheit zwischen der Regierung und einem Teil der Mehrheitsparteien entstanden sei. Er schloß mit einem Appell zur Einigkeit, die ebenso wie der soziale Frieden für das Ansehen Frankreichs »m Auslande, bedeutungsvoll fei. Er deutete an. dab er gern einer Regierung auf breiterer Grundlage Platz mache.

Bezugspreise: Für ein- Bezugszett von 2 Wochen 94 Rpf.. für einen Monat o _ Ichuetztrch Traglohru Durch die Post bezogen RM. 2 35 Fu^üalick r

auf Rückz-Hiuna Spruch

Kz. Die innenpolitischen Verhältnisse in Frankreich ge­raten immer mehr in Verwirrung. Seit der Bildung der Volksfront reiht die Unruhe nicht mehr ab/ Auf die Zeit der großen Versprechungen ist längst eine tiefe D e - pression gefolgt. Der Arbeiter muhte an seiner Kauf­kraft feststellen, dah die Lohnerhöhungen, die er nach wochen­langen Streiks durchsetzte, von den emporgeschnellten Preisen bei weitem aufgezehrt wurden. Die nationale Produktion ging aber durch die fortgesetzten sozialen Kämpfe immer mehr zurück. Waren, die Frankreich im eigenen Lande hin­reichend produzieren könnte, muhten in grohen Mengen ein­geführt werden. Das Resultat war eine immer "größere Verlustbilanz des Auhenhandels und eine Schwächung der Währung. Selbst die Herstellung des Kriegsmaterials ging in einem Ausmah * zurück, das Daladier bedrohlich empfand. Die bereits von Blum eingeleitete Pause hat, zu­mal die Gewerkschaften sich in ihrem Treiben kaum stören liehen, nicht das gewünschte Resultat gebracht. Energische Maßnahmen zur Wiederherstellung des Arbeitsfriedens und zur Steigerung der nationalen Produktion sind von allen einsichtigen französischen Politikern als unbedingt notwendig bezeichnet worden. Chautemps war es jedoch n i ch't recht gelungen, auf diesem Wege vorwärts zu kommen. Er muhte bei dem Kampf um das neue Ar­beitsstatut die Vertrauensfrage stellen und konnte eine Krise nur im letzten Augenblick verhindern. Dabei handelte es sich aber.erst um ein einziges Kapitel des neuen Statuts. In - zwischen hatten sich die Reibungen verstärkt. Der französische Ministerpräsident sah sich außerstande, ohne Ermächtigungen auf finanziellem Gebiet auszukommen, um die drohende. Frankenkrise verhindern zu können und die Mittel für die Aufrüstung zu gewinnen. Es ist für den französischen Parlamentarismus typisch, dah in entscheiden­den Augenblicken das Parlament zur Seite tritt und die Regierung auf Grund von Vollmachten handeln muh. Dadurch entzieht sich der Abgeordnete völlig der Verant­wortung für unpopuläre Mahnahmen, die er seinem Wahl­kreis gegenüber nur schwer verteidigen kann. Der Sünden­bock ist eben nur die Regierung. Am gestrigen Abend war dann bereits das Schicksal Chautemps' besiegelt, nachdem die Sozialdemokraten in ihrer Fraktionssitzung beschlossen

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überrannten alle bolschewistischen Stellungen einschliehlich der Reservestellungen. Sie drangen bis zu einer Tiefe von 8 Kilometer vor. Zahlreiche Ortschaften wurden beietzt und viele Gefangene gemacht. Umfangreiches noch nicht zu übersehendes Kriegsmaterial wurde erbeutet. Der Vormarsch dauert an.

Die Frontberichterstatter des Hauptquartiers bestätigen in ihren Meldungen, dah die nationalen Truppen bereits am 1. Tage der Offensive die für drei Tage gesteckten militärischen Ziele erreicht haben. Der Aagriss wurde am Mittwochfrüh durch heftiges Eeschützseuer uud Bombenabwürfe der nationalen Fliegerverbände aus die bolschewistischen Stellungen eröffnet. Um 10 Uhr hatten die Truppen des Generals D a v i l a, der den Oberbefehl führt, bereits die wichtigsten Ziele erreicht. Die erstürmten Stel­lungen zählen zu den am stärksten befestigten au der ganzen Front. Die Verluste der Rationalen seien auherordentlich gering.

Die unmenschliche rote Kriegsführung.

Bilbao, 9. März. In einer offiziösen Mitteilung spricht die nationalspanische Regierung den englischen See» le u Le n für die Hilfeleistung bei der Rettung der Besatzung des KreuzersBaleares" ihren Dank aus. Die Welt habe hierbei, so stellt die Verlautbarung weiter fest, erneut einen Beweis für die unmenschliche Kriegs führung der Bolschewisten erhalten, die die Schiffsbrüchigen mit Maschi­nengewehren einzeln abzuschiehen versuchten, während die nationalen Matrosen z. B. bei der Versenkung des roten U-Bootes 96 durch den ZerstörerVelasco" unter eigener Lebensgefahr den Gegner tn Sicherheit brachten.

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in Österreich.

Innsbruck, 10. März. (Letzte Funkmeldung.) Buudes- kanzler Dr. «chuschnigg hielt am Mittwochabend bei einem Amtswalter-Appell eine Rede, in der er für den näch­sten Sonntag, 13. März, eine Volksbefragung ankün- digte. 3

Ähnlich wie in seiner Rede, die er kürzlich vor dem Bundestag hielt, legte Dr. Schuschnigg im einzelnen dar, wie nach seiner Ansicht der soziale, christliche und nationale Ge­danke in Österreich zu verwirklichen und aus der Geschichte zu entwickel» sei. Er erklärte, nun müsse Ruhe sein,kein Einziger dürfe ein Quäntchen Schuld daran tragen, wenn der schwere Weg, den wir gehen müssen, im Interesse der Heimat und des Friedens nicht zum Erfolg führt. Mit dem Wunsch aus Einordnung aller Kräfte in die Vaterländische Front und mit einem Dank an die Tiroler Exekutive, schloh der Bundeskanzler seine Rede.

Bundeskanzler Dr. Schuschnigg hat in einem Ausruf folgende Parolen für die Wahl bekanntgegeben:Für ein freies u n d deutsches, unabhängiges und soziales für ein christliches und einiges O st e r r e i ch".

Der Frontführerstellvertreter, Minister Ze rnatto, hat folgende Durchführungsbestimmungen zur Volksabstimmung am kommenden Sonntag bekannt gegeben:

... Zunächst werden Abstimmungskommiffionen für reden Abstimmungssprengel nach den Weisungen des zu­ständigen Landeshauptmanns bzw. des Bürgermeisters der Stadt Wien bestellt. Sie bestehen ans dem Vorsitzenden und zwei Beisitzern. Unter den Beisitzern mutz auf jeden Fall ein Arbeiter und ein Arbeitgeber vertreten sein. Bei der Be- siellung yml mehr Beisitzern sollen darunter eine Frau sein. 41 le SOUta lieb er der Abstimmungskommission müssen der Vater Iandi schengront angehören, womöglich ^E^walte.r fein. Die Benennung von Schriftführern wird durch Weisung des Landeshauptmanns geregelt.

irnfe "ein x;n VA kale werden so eingerichtet,

M .W.Ziiich rur die Abstimmungskommission und den arTi)tn ist. dah die Abstimmungsurne so gestellt ist, dah sie bequem zur Abgabe des Stimmzettels aün Ferner wird die Abstimmungsvarole,

ÄLjber Tert der offiziellen Abstimmungsfragen, für den -vAEmenden ersichtlich angebracht fein. Eine Auskunfts­person Niug vorhanden sein, die über den Abstimmungsvor- bölinU7?A-r^t'gung zur Abstimmung und die Lokalver- vaitnlsse Auskunft erteilen kann.

r,. ist Vorsorge getroffen, dah Personen, die den Ab- stimmungsvorgang stören, aus dem Lokal gewiesen nötigenfalls den Diensthabenden Organen der Exekutive zur weiteren Amtshandlung übergeben werden. Ebenso ist Ir Ordnung vor hem Abstimmungslokal und Personen, die S® PeZbindungsdienst vom Abstimmungslokal zu den Amts­stellen durchfuhren, Sorge zu tragen.

x ,^.eSinn und Ende der Abstimmung wird durch den Landeshauptmann festgesetzt. Als Mi^M-L8äp"^Ebnte gelten die Vaterländische-Front- iuiö^Äbkarte, die Mitgliedskarte des Bauernbundes, das österreichische Eewerbebuch und das Gewerkschaftsbuch oder ,>V»eT,un0start£n» "der Seimatscheine, ober Meldezettel. lebeHfalls nur Dokumente, bte bte Sbentität nachweisen. In

<?*£. Dokument wiO durch Stempelung ersichtlich ^Eamt.bah bie betreffenbe Person abgestimmt bat. Wer A^.Emungskommission persönlich bekannt ist, kann auch sur Abstimmung zugelassen werben. Die bas Abstimmungslokal betretenden Personen haben den Vor-

Sein Freund Wareikis bereits verhaftet.

London, 10. März. (Funkmeldung.) Die letzte noch be­stehende und zugleich auch mächtigste Säule Sowjetrutzlauds, Marschall Blücher, der die Rote Fernost-Armee befehligt und über ein Gebiet regiert, das größer ist als China, scheint durch den Moskauer Schauprozetz nun auch ins Wanken zu 8®««»- «te derDaily Expretz" aus Warschau berichtet, Art die GPU. das Hauptquartier Blüchers in Chabarowsk vergangene Woche durchsucht, eine Anzahl Dokumente beschlagnahmt und einen engen ^reund des Marschalls, Wareikis, verhaftet. Wareikis, der Sekretär der Kommunistischen Partei für den Fernen Osten war, werfe man vor, mit Rylow und Buchauu^dre in den augenblicklich spielenden Theater- vrozetz verwickett !'«d, z» Sun ft en fremder Mächte

hotten, der Regierung die Ermächtigung nicht zu qe - währen. Man wollte einem fast völlig radikalsozialistischen Kabinett nicht zu weitgehende Handhaben bieten. Eine für den 4benb angesetzte Sitzung des Linksausschusies mutzte wegen Unstimmigkeiten zwischen Sozialdemokraten und Kommunisten abgesagt werben. Ein.Teil bes Kabinetts forderte bereits ben Rücktritt in &r Nacht. Etjautemps w »ersetzte sich jedoch biesem Vorhaben. Er legte Wert darauf. Zeine Auffassung noch einmal vor der Kammer und in der Öffentlichkeit zu vertreten, sehr zum Kummer der Sozialbemokrateii, bie eine Erörterung der Gründe dieser 2Z.H Smt vermieden und Chautemps am liebsten in aller Stille hatten verschwinden lasten. Die Pariser Preste, bie das -Bilb einer völligen innenpolitischen Ver- ®.1.r?1)9 hietet, mahnt die Parlamentarier, bie Partei- Eisersucht beiseite zu stellen. Die Blätter verweisen auf die Bedeutung ber Stunde und dasEcho de Paris" ruft nach Mannern, die endlich einmal handeln und regieren mutzten. Ob Chautemps als Chef einer nach red)ts erweiterten Regierung Wiederkehr!, läßt sich im Augen­blick. N'cht sagen. Rur so viel dürfte sicher sein, datz man sich in Pans alle Muhe geben wird, die Krise abzukürzen.

L6on Blum im Hintergrund.

P-ris, 10. März. (Letzte Funkmeldung.) Nachdem die Mitglieder der zurückgetretenen Regierung die Kammer ver- lasten hatten, wurde die Sitzung aufgehoben.

Es wird sich darum handeln, jemand zu finden, der in bet Laqr ist, eine Regierung auf (breiterer Grundlage zu ibtlben, die das nötige Vertrauen besitzt, um die Rüstungs- anleihen zu starten und die notwendigen Maßnahmen zu er­greifen, um das schwierige Finanzproblem zu lösen und ben W^en Frieden zu gewährleisten. Nach den parlamen­tarischen Gepflogenheiten wäre anzunehmen, datz der Staatspräsident sich zunächst an Löon Blum roenben wirb, da die sozialdemokratische Kammerfraktion durch ihre Ablehnung der Sondervollmachten gewistermatzen den Rücktritt der Regierung Chautemps veranlaßt hat.

Die Wemg WW; MtgeM

Die Sozialdemokraten verweigerten die geforderten Vollmachten.

(Letzte Funkmeldung.)

Der Reichsautzenminister in London

Abschiedseulpfang in der deutsche» Botschaft.

. 2°nbo», 9. März. Der Reichsminister des Äußern, von Ribbentrop, traf mit feiner Frau am Mittwoch- nachmlttag in London zu dem angekündigten Abschieds­besuch ein.

Der deutsche Geschäftsträger, Gesandter Woermann, hatte sich z» seiner Begrüßung in Dover eingefunben. In Lonbon mürbe der Minister von den Mitgliehern der deut­schen Botschaft, dem Landesgruppenleiter Karlowa und zahl­reichen Slngebörigen ber beutschen Kolonie am Bchnhof empfangen. U. a. hatte sich zur Begrüßung bes Reichsautzen- mmisters auch der österreichische Gesandte in Lonbon, Baron Franckenstein, am Bahnhof eingefunden.

Am Nachmittag gaben Herr und Frau von Ribbentrop 1». »er deutschen Botschaft einen Abschiedsempfang für bte Deutschen L0nb0ns.