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Wiesos-kmr Sanblatt

, Schellenberg'sche Hofbuchdruckerei, „Tagblatt-Haus'. Wöchentlich 7 Ausgaben

Wöchentlich

Ausgaben

8. Schellenberg'sche Hofbuchdrwkerei, .Tagblatt-Haus'.

Werftäglich nachmittags, Samstags eer« u. nachmittags

mit einer täglichen

Unterhaltungsbeilage.

Drahtanschrift: Tagblatt Wiesbaden.

Postscheckkonto: Frankfurt M. Rr. 7405.

83. Jahrgang.

Englands jüngster Minister.

, : Slr Anthony Eden ernannt worden, der bisher i

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Hauptsammeltag der Hitler-Zugend

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Fernsprecher-Sammel-Nr. 59631. Berliner Büro: Berlin-Wilmersdorf.

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EeschSstszeit: 8 Uhr morgens bis 7 Uhr abends, außer Sonn- und Feiertags.

Abessinien die Kämpfe an, ohne daß eine entscheidende Änderung der Lage von der einen oder der anderen Partei bisher erzwungen werden konnte. Die englichen Vorbereitungen für den Fall einer Verschärfung des Konfliktes aber scheint Rom damit zu beantworten, dog es neue Truppen für Libyen bereitstellt, also auf Ägypten zielt, was auch Eden bei seinen weiteren Entschlüssen kaum wird übersehen können.

as. Berlin, 23. Dez. (Drahtbericht unserer Berliner Abteilung.) Zunr Außenminister Englands ist gestern

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en, gr­adie­rst sich,

l sehr stark .zwischen der französischen Politik, die ein Lob l erhält, und der Politik Englands unterscheiden, werden

[ tischen Verhandlungen sind damit wieder in den Hinter- t gründ gerückt. Nicht Suvich oder Baron Alois!, sondern ß- B a d o g l i o hat das Wort. <7 1------

YMWM Wher seiekll gmeiOlN WeWaW.

30 000 Veranstaltungen in Deutschland. — Bescherung für 760000 Berliner.

weiter nach Moskau, Warschau und Prag führte. Zn ; der letzten Zeit ist Eden viel im Zusammenhang mit ^den Verhandlungen über den abessinischen Konflikt ge­nannt worden. Sein Eintreten i n Eenffür die Sanktionen verschaffte ihm in der italienischen

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Berlin, 22. Dez. Der letzte Adventssonntag Hai nunmehr naher herangesührt an das dritte W nachtsfest im nationalsozialistischen Deutschland. Don jeher hat gerade dieses Fest am klarsten und reinsten die Tiefe des deutschen Gemüts und die Erundzüge der deutschen Seele geoffenbart. Wo aber konnte dieser Charakter des Festes schöner zum Durchbruch kommen als in einem Staat, der, wie der Volksstaat Adolf Hitlers, das opferbereite Ein­treten des einen für den anderen zmn obersten Gesetz hoben hat. Am „Goldenen Sonntag" konnten in den in S: und Land von der Bewegung veranstalteten 30 000 Weihnachtsfeiern annähernd 10 Millionen Volksgenossen als Zeichen süisorgenden Gedenkens große oder kleine Päckchen in Empfang nehmen.

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VeslNigeOe Märungen her MüerbunhsWen.

Die Stellungnahme der Mittelmeermächte zur englischen Anfrage.

Für eine Bezugszeit von 2 Wochen 94 Rpf., für einen Monat RM. 2.—, ein­schließlich Traglohn. Durch die Post bezogen RM. 2.35, zuzüglich 42 Rpf. Bestellgeld, Einzel, nummern 10 Rpf. — Bezugsbestellungen nehmen an: der Verlag, die Ausaabcstellcn die Träger und alle Postanstalten. — In Fällen höherer Gewalt oder Betrlebsstörunqen haben die Bezieher kemen Anspruch auf Lieferung des Blattes oder auf Rückzahlung des Bezugspreises.

s- über die Ernennung Edens kaum sehr begeistert sein.

Welche Politik der neue englische Außenminister be- | treiben wird, ist schwer zu sagen. Man spricht wieder | sehr viel von der Verschärfung derSanktionen, I und die Umfrage Englands an die Mittel- | me er st aalen zeigt ja auch, daß London eine Zu- | spitzung des Konfliktes nicht für ausgeschlossen hält. |; Bis auf Spanien sollen die Mächte bereits zustim- s mend geantwortet haben. Die Beweggründe hierfür [ werden in einem halbamtlichen türkischen Artikel r klar gekennzeichnet, wenn es dort heißt, es müsse sich t jetzt ein für allemal zeigen, ob sich der Völkerbund Ge- f hör verschaffen könne, notfalls auch mit militärischen r Mitteln. Der Konflikt, so heißt es dann in dem Artikel I weiter, beschränkt sich nicht mehr auf Italien und E Abessinien, sondern es handele fick' jetzt um die Auf- z rechter Haltung des neuen Systems der । kollektiven Sicherheit. Der Vökerbund könne I nicht zögern zu zeigen, daß er der Lage gewachsen sei. I Aber auch trotz solcher Stimmen bleibt doch vorerst noch t die Frage offen, ob man, um den ostafrikanischen Krieg l zu liguidieren, wirklich notfalls einen neuen Krieg । entfesseln will. Sie bleiben die Fragezeichen, und das f einzige was sicher ist, ist, daß Eden das englische Außen- I Ministerium in einer recht schwierigen Zeit über- [ nimmt.

Die Italiener lassen derweilen keinen Zweifel I daran, daß sie ihre Aktionen fortzusetzen gedenken. Der ! Parsser Friedensplan ist auch für sie tot, das Ab- ! rücken Englands von diesem Plan hat Musso- | I i n i einer Antwort enthoben. Die diploma-

mehrere Besprechungen mit dem griechischen Ministerpräsi­denten gehabt. Dieter habe erklärt, er sei entschlossen, sich genau an die Völkerbundsoerpflichtungen zu halten.

Die Türkei und Jugoslawien seien bereit, ihre Versprechungen durch Entsendung von Kriegs­schiffen und Soldaten zu erfüllen. Die Tschecho­slowakei habe zugesagt, sich bereitzuhalten, ebenso Rumänien. Die Türkei habe die Frage der entmili­tarisierten Zone an den Dardanellen aufgeworfen, aber keine Vorbehalte hinsichtlich ihrer Hilfeleistung gemacht.

Zwischen dem britischen und dem französischen Admiralstab seien bereits Besprechunaen über französische Hilfe im M i t t e l m e e r und Benutzung französischer Flottenstützpunkte durch britische Kriegsschiffe geführt worden. •

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Kabinett Baldwin den Posten des Völkerbuwds- minifters inne hatte. Dieser Posten wird nunmehr emgezogen. Die auswärtige Politik Eng­lands liegt damit wieder in einer Hand. Der Mann, der sie künftig zu leiten hat, ist kein Unbekannter. Er hat eine beispiellose Karriere hinter sich. Noch vor fünf Jahren war der jetzt 38jährige — er ist der jüngste Außenministers Englands seit einem Jahrhundert — Privatsekretär Sir Huston Chamberlains und in wei­testen Kreisen unbekannt. 1931 wurde er parlamen­tarischer Unterstaatssekretär im Auswärtigen Amt, 1934 Lordsiegelbewahrer und im Sommer dieses Jahres bei der Bildung des Kabinetts Baldwin vertauschte er diesen Posten Mit dem damals neu geschaffenen Amt des Dölkerbundsministers. Berlin besuchte Eden, der

längst nicht alles getan, was sie sich vorgenommen hatte. Jetzt kam noch die Hauptsache: Die Ausgestaltung bet 3300 gemeinschaftlichen Weihnachtsfeiern der Kreispropaganda- leitung der NSDAP. Es waren nicht weniger als 700 000 Pakete allein in Berlin fertigzumachen, da­runter 160 000 für Kinder.

Ehe aber die Feiern begannen, ertönten auf 18 0 Plätzen Berlins die alten lieben Weihnachtslieder, ge­spielt von den Musikkapellen, die die sämtlichen Gliede­rungen der Partei gestellt hatten.

Die Weihnachtsfeier des Gaues Groh-Berlin.

2m Mittelpunkt der vielen Feiern stand eine vom Cau- propagandaamt veranstaltete Feier im Saalbau Friedrichs­hain. Ihr besonderes Gepräge erhielt sie durch die An­wesenheit des

Gauleiters Reichsminister Dr. Goebbels, besten Weihnachtsansprache an die deutschen Kinder und ihre Eltern von hier aus über alle Sender ins Land hinaus­getragen wurde.

Wir haben, so führte der Minister u. a. aus, am heu­tigen Abend in ganz Deutschland 5 200 000 Kinder mit ihren Eltern zu 30 000 Weihnachtsfeiern zusammenberufen, um ihnen eine Festesfreude zum Heiligen Abend zu bereiten. Alle diese Feiern sind in diesem Augenblick durch die Äther­wellen miteinander verbunden, und ich habe jetzt das glück­liche Gefühl, zu einer ungezählten Millionenschär von deut­schen Kindern zu sprechen. Denn es ist ein Fest für die Kinder, das wir am heutigen Abend begehen. 2nt ganzen Reich sind sie aus ihren Armen-Wohnungen und Hütten in den weihnachtlich geschmückten Sälen zusammengekommen und warten mit klopfendem Herzen auf die fröhliche Stunde der Festbescherung. Diese Feier, ihr deutschen Jungen und Mädels, will euch das deutsche Winterhilfswert bereiten. Die Nationalsozialistische Frauenschaft, der Bund deutscher Mädel und die Hitlerjugend haben sich im Verein mit den Helfern der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt seit Wochen mit innerster Anteilnahme an den Vorberei­tungen zu dieser festlichen Stunde beteiligt, mit einem Wort: Das ganze deutsche Volk hat euch zu East ge­laden.

Es ist ein christliches Fest; aber dadurch, daß wir ihm einen so tiefen und innerlichen Sinn geben, auch im wahr­sten Sinne des Wortes auch ein nationalsozialistisches Fest. Denn im Hinblick auf den großen Gedanken der Gemein­schaft, der das ganze deutsche Volk verbindet, hat das Ge­bot der Nächstenliebe für uns alle einen neuen und über­raschenden Inhalt bekommen. Für uns seid ihr, meine

L Eine Darstellung des „Daily Herald".

London, 23. Dez. (Eig. Drahtmeldung.) Der außen- l politische Mitarbeiter des „Daily Herald" will wissen, daß | die in Frage kommenden Völkerbundsstaaten b e f r i e - I bigenbe Erklärungen hinsichtlich eines etwa er- t forderlichen Beistandes zu Wasier und zu Lande im Mittel- F meer abgegeben hätten. Der Mitarbeiter hält es für wahr- - scheinlicki, daß die Botschafter und Gesandten bet erwähnten f Nationen Mussolini gegenüber entsprechende Mitteilungen fc machen würden.

r Griechenland sei ersucht worden, im Notfall nicht | nur Kriegsschiffe zu senden, sondern auch der britischen Flotte e die Benutzung des Hafens Navarino und des Hafens von L Kreta zu ermöglichen. Der britische Gesandte in Athen habe

«njeigeupttife: Em Millimeter Höhe der 22 Millimeter breiten Spalte im Anzeigenteil Grund- preis 6 Rpf., der 85 Millimeter breiten Spalte im Tertteil 45 Rpf., sonst laut Preisliste Nr. 4, Nachlaßstaffel C. — Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Plötzen wird leine Gewahr übernommen. — Schluß der Anzeigen -Annahme 10 Uhr vormittags. Größere Anzeigen müssen spätestens einen Tag vor dem Erscheinungstage aufgegeben werden.

Noch einmal stellte sich am Schluffe ihrer mehrtägigen Sammelaktion die gesamte Hitlerjugend im Reich in den Dienst des Winterhilfswerkes. In B e r I i n brachte der Einsatz von 2 5 OOOJungvolkpimpfen und Hitler- jungen und von 18 0 0 Ö Angehörigen der Jung- m ä d e l s ch a f t und des BdM. den Höhepunkt der Sammel­tätigkeit. Ein Massenkonzert von 3 0 0 HI. - Musikern , vor dem Zeughaus bildete den Abschluß dieses letzten großen

So dauern in Sammeltages. Damit aber hatte die Berliner HI. noch

Das neue Deutschland.

Der Präsident des spanischen Olympia-Ausschusses Über seine Eindrücke.

Madrid, 23. Dez. (Eig. Drahtmeldung.) Der Präsident des spanischen Olympia-Ausschusses, Graf V a 11 e 11 a n o, hielt vor zahlreichen Zuhörern einen Vortragüb erbos neue De utschland. Der Redner betonte, daß der Nationalsozialismus keine Ausfuhrware, sondern rein deutsch sei. Wenn er über den Nationalsozialismus spreche, dann tue er es, um der Wahrheit zu ihrem Recht zu verhelfen gegen die Verleumdungen der Feiiide von Autorität und Ordnung, der Inden, Marxisten und Freimaurer.

Der Vortragende berichtete bann von dem großen .Ein­druck, den auf ihn die Organisation der deutschen Hanoels- lustfahrt gemacht habe, von Fabrikbesuchen, bei denen er die Zufriedenheit der Arbeiterschaft und die Erlogenheit von Hungerlöhnen habe feststellen können. Es folgten Schilde­rungen über den Parteitag; über München und Stuttgart, über die Autostraßen und die großartige Arbeit, die in Garmisch für die Winter-Olympiade geleistet werde.

Zur Judenfrage erklärte der Redner, die neuen deutschen Gesetze wollten nicht die Vernichtung der Juden, sondern ihre Einmischung in das öffentliche Leben unmög­lich machen. Der Vortragende schloß mit dem Hinweis daraus, daß das Riesenwerk Hitlers durch dessen Selbstver­leugnung und Opfer geschaffen worden sei, daß Hitlers Ar­beit aber auch durch das ganze deutsche Volk unterstützt würde.

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Größte Auflage aller Tageszeitungen Eroß-Wierbadens.

Montag, 23. Dezember 1935.

Volks-Weihnachten.

Ausländische Hetzblätter habFn geglaubt, sich dar­über lustig machen zu Müssen, daß in Deutschland Minister auf die Straße gingen und „bettelten“. Es gibt keinen Teil des Volkes, der nicht seinen Anteil trüg« an dem großen Hilfswcrk, das ein wenig Weihnachts- freude auch in das letzte deutsche Haus tragen will. yJtit unermüdlichem Eifer zog die Jugend durch die Straßen, um ihren Anteil an den Kampf gegen die Not zu bewältigen, um -mit frohen, lachenden Gesichtern an die Hilfsbereitschaft der Wolksgenoffen zu appellieren.

Man kann das nationalsozialistische Deutschland mit den verschiedensten Augen sehen. Wir haben nie er­wartet, daß die deutschfeindliche Presse und die Emi­granten ihren Lesern Deutschland so schildern würden, wie es wirklich i st. Wir haben es nie anders er­wartet, -daß in den Augen dieser Menschen oder wenig­stens in ihrer Darstellung der Nationalsozialismus überhaupt nicht fähig ist, ein einziges gutes Werk, das threr Kritik st-and-haltcn könnte, zu schaffen. Warum soll man von -dieser Seite aus nicht -auch gegen die führenden Männer, -die man sonst in ganz anderer Hinsicht kritisiert, nicht auch der besorgte Vorwurf erhoben werden, sie würdigten sich zu „Bettlern" herab?

Wenn man aber in Deutschland heute durch die Straßen geht, gerade in den Weihnachtstagen, dann sieht man, wenn man sehen will, daß der National­sozialismus es doch verstanden hat, eine Volksge­meinschaft der Deutschen, eine .Volks- Weihnacht zu schaffen. Mag der „Osservatore Romano" noch so sehr gegen den „heidnischen" Weih­nachtsbaum wettern. Mag der Ewigunzufriedene auch noch so sehr über „das ewige Sammeln" ungehalten fein. Diese Gemeinschaft der Deutschen, die alle umfaßt, vom Führer bis zum letzten Arbeitslosen, -ist da. 30 000 Weihnachtsfeiern am Sonntag im Reich, auf denen 5 200 000 Kinder beschenkt wurden, -das -ist Ausdruck dieses Ee mei nscha f t s w il le n s, der heute alle be­herrscht, die Deutsche sind.

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Der Posten des Völkerbundsministers eingezogen. — Wohin führt Edens Weg? Italien führt feine Aktion fort.

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nimm, t Presse die Kennzeichnung als ,Leind Italiens Nr. 1." itc als I Italiener, die sehr spät, zu spät sogar, ein Herz für Äettm dir Samuel Hoare entdeckt haben, und die jetzt wieder

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int 84 : übrigens Frontkämpfer ist, im März dieses habend - Jahres -bei seiner -berühmten Erkundungsreise, die ihn