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mit einer täglichen
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83. Jahrgang.
Der Beginn der Arbeiten.
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Die Stellung des Negus stark erschüttert?
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Deutschland und Frankreich.
Die ausländische Presse über angebliche Verhandlungen
tSeschSftszeit: 8 Uhr morgens bis 7 Uhr abends, nutzer Sonn, und Feiertags.
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Daß hier noch mannigfache Möglichkeiten bestehen, stellt eine Betrachtung des Pressereferenten im Reichs-
Wrrttäzlich nachmittags, Samstag» vor. u. nachmittag» Fernsprech er-Sammel-SIr. 686 Sl.
Frage kommt, ist die Politik ja klar. Daß wir zu einer vernünftigen Verständigung mit Frankreich bereit sind, ist nicht einmal, sondern hundertmal gesagt und zuletzt wieder von Ministerpräsident Göring in Saarbrücken unterstrichen worden. Das Echo auf all diese Reden war nicht sehr ermutigend. Es sind immer nur verhältnismäßig sehr wenige französische Blätter gewesen, die diese Gedanken aufnahmen. Es kommt aber auch hinzu, daß Laval angesichts seiner nicht ganz leichten innenpolitischen Situation und angesichts dkr ganzen außenpolitischen Lage kaum Neigung haben dürfte, gerade jetzt ein neues schwieriges Thoma anzuschneiden. Alles das nötigt zur größten Vorsicht und Skepsis gegenüber den Nachrichten über deutsch-französische Gespräche, wobei wir noch hinzu- sügen möchten, daß die Berichterstattung eines Vot- lchafters bei seiner Regierung keinen ungewöhnlichen Vorgang darstellt..
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, er n aI)rung&rnin n| t erium, ~ Regierungsrot Dr, Clauß, I daß von dieser Tagung in Goslar, die einen zweiten I rwm ^eichsbauerntag fest. Er verweist beispiÄsweffe Angriff im Bereich der Ernährungsschlacht darstelle, ;; darauf, daß 1,1 Millionen Kühe zur Zeit unter Leistungs- Entscheidendes für die Zukunft abhänge.
Poncet bei Laval.
as. Berlin, 11. Noo. (Drahtbericht unserer Berliner Abteilung.) Die von der ausländischen Presse in der letzten Zeit verbreiteten Gerüchte über angeblich im Gange befindliche oder sich anbahnende deutsch- französische Verhandlungen erhalten dadurch einen neuen Auftrieb, daß Laval den Berliner französischen Botschafter Francois -Poncet empfangen hat. Trotzdem wird man aber gut tun, diese Meldungen mit der größten Vorsicht aufzunehmen, selbst dann, wenn in einigen französischen Blättern darauf verwiesen wird, daß eine Machtverschiebung insofern vor sich gehe, als Deutschland mehr und mehr erstarke, wäh- rmid Italien gleichzeitig in Afrika engagiert sei, also kur die europäische Rechnung ausscheide. Das, so lasten sich diese französischen Stimmen weiter vernehmen, laste es als zweckmäßig erscheinen, sich mit Deutschland zu unterhalten. So weit Deutschland in
Asmara, 11. Noo. (Funkspruch vom Kriegsberichterstatter des DNV.) In den hiesigen italienischen Kreisen vermutet man, daß der Negus angesichts der Tatsache, daß - ganz Nordabessinien, Danwkil und Ogaden im wesentlichen . in der Hand der Italiener sind, die militärischen und politischen Auswirkungen der Sühnemaßnahmen abwarten : und deshalb eine offene Feldschlacht hinausziehen will. Man sieht aber seine Stellung als stark erschüttert an i Und . gibt unzweideutig der Meinung Ausdruck, daß die f.abessinischen Siegesmeldungen und die Nachrichten von wich- Ltigen strategischen Manövern mit größter Vorsicht aufzu- s nehmen sind. Auch glaubt man weitere Anzeichen für "Zersetzungserscheinungen in Abessinien sehen zu können.
g Man rechnet tm italienischen Hauptguartier damit, daß die Verbindung zwischen Eritrea und der Cvmalifront außer Zweifel steht, wenn sie auch h noch nicht in kurzer Frist zu erwarten sein dürfte, da die Nähe der englischen und der französischen Grenze, abgesehen von 'den militärischen auch besondere politische Vorsichts- - Maßnahmen erforderlich mache.
»l«ei,e»mkii«: Lm Millimet er Höhe bet 22 Millimeier breiten Spalte im Anzeigenteil Grand. Klaltartei C ^»n-t-r breiten Spalte im Tertteil 45 Rps., sonst laut Preisliste Nr. 4, iP?r ble Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Plätzen ~ S$.,u6 der Anze^en.Annahme lo uhr vormittags. Erotzere Anzeigen müssen spätestens einen Tag vor dem Erschemungstage ansgegeben werdm.
Größte Auflage aller Tageszeitungen Groß-Wiesbadens.
Montag, 11. November 1935.
Lavals letzte Kammerschlacht?
Aller Voraussicht nach schickt sich der französische Außenminister Pierre Laval an, sich seinen zahlreichen Gegnern in einer großen Kammerschlacht zu stellen, die, wie die Dinge zur Zeit liegen, für das gegenwärtige französische Kabinett die letzte sein könnte Die Minen zur Vorbereitung der Vorfeldgefechte sind ja von der Opposition bereits seit dem Sommer gelegt worden und haben sich während des Spätherbstes im Zusammenhang mit der Massenproduktion von über 400 Notverordnungen zu einem ausgedehnten Minenfeld erweitert. Dieser dickleibige Band von Notverordnungen wird in erster Linie mit zu dem Angriffsprogramm der Opposition gehören, die sich in diesem Fall bekanntlich^us dem linfen Flügel der Radikalsozialisten unter Führung Herriots und Daladiers, sowie aus der sogenannten „Volks- front", den erst vor wenigen Wochen Msanvmenge- schlossenen Sozialisten, Kommunisten und der Mehrheit der Gewerkschaftsvertreter zusammensetzt. Die mehr als 400 Notverordnungen sind ja noch von der Kammer zu billigen oder abzulehnen, da die entsprechenden Vollmachten für die Regierung Lavals bekanntlich mit dem 31. Oktober abgelaufen waren. Der Kampf um dieses Verordnungspaket, bzw. um die etwaige Verlängerung der Vollmachten, die, wie erinnerlich, im Vergleich zu den vom Kabinett Flandin geforderten Ermächtigungen bereits stark verwässert waren, dürste der Ausgangspunkt der großen Kammerschlacht werden.
Wie die verschiedenen ZnterpellationsanWndigun- gen der letzten Wochen und Monate schon besagten, werden jedoch auch außenpolitische Probleme zur Debatte gestellt werden, mit denen >das Schicksal der Regierung Laval mindestens ebenso eng verknüpft ist wie mit der Innenpolitik. Wir erinnern nur an die fatale Frage des französisch-russischen Militärpaktes, der bereits nach seinem Bekanntwerden im Frühjahre Gegenstand heftigster Pressefehden in Frankeich bis weit hinein in die Blätter des Regierungslagers war. Dieser Pakt wird der Kammer nun zur Ratifizierung vorgelegt werden müssen, wobei kein einziges Kammermitglied eine Garantie dafür wird übernehmen können, ob der offizielle, also aller Welt mitgeteilte Text auch tatsächlich den Wortlaut des Bündnisses darstellt oder ob er nicht lediglich eine Kulisse für einen viel weitergehenden Pakt darstellt; es wäre eine solche Praxis die erste nicht in der französischen Außenpolitik der Nachkriegszeit. Ebenso weiß Herr Laval, daß man — wie schon in den letzten Kommersitzungen des Fvüihsommers — auch diesmal versuchen wird, von ihm endlich eine klare Auskunft über feine heiklen Abmachungen vom 7. Januar in Rom zu erhalten, die einerseits die Rückendeckung für das italienische Unternehmen in Afrika darstellten und andererseits in London fast ebenso befremdet haben wie der Abschluß des Paktes mit Moskau; in beiden Fällen hat Laval die englisch-französische Konsultativvereinbarung zu umgehen verstanden und mußte dafür die nun schon über ein viertel Jahr andauernden höchst unerquicklichen Auseinandersetzungen mit England in Kauf nehmen. Nach der resignierten Äußerung Lavals über seinen Nachfolger Herriot scheint er sich tatsächlich auf den Auszug aus dem Ministerpräsidium vorzubereiten.
Der äußere Hergang wird sich, wie »man aus Paris hort, nun so abwickeln, daß der Ministerpräsident zu-
Strauß i in sich» ff- -
Der dritte Reichsbauerntag
Ein zweiter Angriff im Bereich der Erzeugungsschlacht.
pruzung stehen und dabei je Kuh 1,300 Kilogramm ^eh^Milch liefern als der Durchschnitt unseres gesam- ^n Milchkuhbestandes von rund 10 Millionen Stück. (Seltngt es durch Aufklärung und geeignete organisa- torr>che Maßnahmen den Durchschnittsertrag je Kuh und -tag nur etwa 1 Kilogramm zu steigern, so bedeutet das unter Einrechnung der Trockenzeit der Milchkühe einen jährlichen Mehrertrag von 2,7 Milliarden Kilogramm Milch oder rund 2 Millionen Zentner Butter im Werte von 240 Millionen Reichsmark, das ist doppelt soviel als wir heute an Devisen für die Einfuhr von Butter und Käse benötigen. Dieses von Dr. Clauß errechnete Beispiel ist gerade angesichts der Lage auf dem tfettmarft äußerst beachtenswert. Die Steigerung der Leistungsreserven der Landwirtschaft wird also in Goslar eine sehr wichtige Rolle spielen. Überall ist diese Aufgäbe von der deutschen Landwirtschaft klar erkannt worden und die Begrützungs- ansprachen in Goslar waren getragen von dem Ernst und der sittlichen Pflicht, eine Aufgabe zu erfüllen, die als Voraussetzung zu gelten hat für den weiteren Aufbau unseres Vaterlandes. Reichsibauernführer Darrö unterstrich dabei, daß gewisse Spannungen auf dem Gebiet der Lsbensmitteloersorgnung eindringlich bewiesen, ~ ' •- die einen zweiten
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Der Vorstoß der italienischen Truppen in Somali in Ruhtung auf Eiggiaa und Havrar hat anscheinend die abessinischen Pläne durchkreuzt. Dke Abessinier dürften, so -meint man, wenn sie überhaupt kampfwillig feien, gezwungen fein, nach zwei Fronten zu kämpfen. Es habe zunächst den Anschein gehabt, daß eine große abessinische Armee bei dem stark befestigten Aniba Alatschi Verteidigungsstellen beziehen würde. Durch Sliegevaufklärnna sei stber festgestellt worden, daß dort keine abessinischen Truppen zusammen- Iezagen würden. Wan hält es nicht für unmöglich, daß der Negus jetzt versuchen werde, die Gegend von H a rrar zu h a l ten und die anderen Truppen südlich des Setit zu sammeln, um die Überschreitung des Takasse durch das Korps Maravigna zu verhindern, das bereits dicht vor dem Takasse steht, um weiter den Vormarsch der Cinge- borenen-Aoterlungen über den Setit, der in Richtung No> garra geht, abzufangen.
Die Kampftage nach der Besetzung Makatles.
Asmara, 10. Noo. (Funkspruch des Kriegsberichterstatters des DNV.) Nach der Besetzung von Makalle haben die italienischen Truppen den Vormarsch in südlicher Richtung fortgesetzt. Dabei _ wird das Gelände von italienischen . Flügern aufmerksam beobachtet, um etwaigen über- vrchungen von feiten des Feindes vorzubeugen. Bei Gvkallet, südöstlich von Makalle, wurden italienische Auf- tlärungs flug zeuge von feindlichen Truppen, die alsdann oft- Warts ins Gebirge flüchteten, beschossen. Die vorrückenden Italiener sollen bereits die Höchen um ®en Ort Schelikot beherrschen und in Richtung Mls Antalo oorrücken. Weiterhin sind Gerüchte verleitet, daß auch am Setit-Abschnist die militärischen Opera- Evnen Wieder in Gang gekommen sind. Es hat den Anschein, ich die Gruppen Santini und Pirzio Biro nach Er- Dvrchung ihres nächsten Zieles, der Besetzung von Schelikots, Zunächst einige Zeit den weiteren Vormarsch einstellen wer-
Träger und alle Postanitalten?— die Ausgabestellen, die
Bezieher leinen Anspruch'auf Li-f-run^'d-? Sef
11A-3Iod/ (Dvahtberichk unserer Berliner Av.eilung.) Zu Eoslar ist gestern der dritte Reichs- yauerntag mit einem Begrußungsubend eröffnet wor- "a"' ie -Beratungen und Verhandlungen werden sich erst recken und am Sonntag ihren Abschluß finden. Dabei handelt es sich aber keineswegs um die Verufsangelegenheit eines einzelnen Standes sondern das, was hier beraten wird, geht das ganze deutsche Volk an. Das ist ohne weiteres klar, wenn man sich einmal vor Augen hält, wie erst die Erringung der Nahrungsfreiheit die Voraussetzung tüt eine starke deutsche Politik schafft, und wenn man sich weiter vor Augen hält daß das Fortschreiten der AvbeitSschlacht zu einer ständigen Zunahme >des Nahru ngsmi t teloerb rau ches Wien muß, sind doch im September dieses Jahres vier Prozent mehr Nahrungsmittel verbraucht worden als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Diesem wachsenden Bedürfnis muß die Landwirtschaft durch weitere
den, während das Korps Maravigna vermutlich feine Stellungen bis zum Dakasse-Fluß vortragen dürste. Die italienischen Truppen würden dann eine Linie eimnehmen, die sich an den Setit, seinen Oberlauf Takasse und dessen rechten Nebenfluß Gewa, der bei Schelikot in >den Takasse mündet, anlehnen würde. Die im Danakil-Gebiet vorgehende Gruppe, die östlich von Makalle eine Flankenstellung bezogen hat, hat in erster Linie die Aufgabe, etwaige abessinische Vorstöße abzuwehren.
_ Von militärischer italienischer Seite wird daraus hinge» wiesen, daß die Langsamkeit des Vormarsches nicht nur durch das Gelände bedingt ist, sondern auch durch die Rücksicht auf die politischen^ und moralischen Rückwirk un g e n, die se lb st der kleinste Mißerfolg haben könnte. Die Taktik der abessinischen Truppen, mit starkem Kräfteeinsatz anzugreifen, mache unter diesen Umständen den Einsatz kleiner Abteilungen, die weit vorstoßen könnten, hinfällig. Die Verbindung zwischen den verschiedenen Korps dürfte niemals abreißen, ebensowenig könne man zu weit vorprellende Abteilungen großer feindlicher Übermacht aussetzen.
General Santini erklärte am Freitag vor Pressevertretern, daß bei dem Vormarsch auf Makalle zum ersten Male in einem Kolonialkrieg der Tankwaffedie Auf- kl ärungs- und Säuberungsarbeit zugefallen fei. Dem Tank fei der reibungslose Verlauf tes Vormarsches und die Besetzung Makalles in erster Linie zu verdanken.
Die Stadt Makalle besitzt einen ausgezeichneten Flugplatz, der jetzt als Stützpunkt für die itolienijd)en Luftvorstöße Verwendung finden roirix
MMllllg wM Mm- und 6omölifront?
Optimistische Stimmung im italienischen Hauptquartier.
Drahtanschrift: Tagblatt SBieslaSen.
Nr. 309.
