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Ausgaben

mit einer tägliche«

Unterhaltungsbeilage

Berliner Büro: Berlin-Wilmersdorf.

Postscheckkonto: Frankfurt a. M. Nr. 7405.

83. Jahrgang«

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Adolf Hitler: „Ihr seid damit des

Nm ikutlidjc Wlmimg Ällliis an Italien

Werktäglich nachmittags. Samstags vor- u. nachmittag» Fernfxrecher-Sammel-Nr. 59631.

Eefchäftszeit: 8 Uhr morgens bis 7 Uhr abends, außer Sonn- und Feiertags.

zösische Regierung sich nun auch in der Frage bcr Anu>endung von Sühnemaßnahmen weitgehend dem englischen Standpunkt genähert hat. Die letzten Versuche Lavals, direkt mit Mussolini zu einer Aussprache zu kommen, sind ge­scheitert. Mussolini hat sich, wie es heißt, trotz dringender telephonischer Bemühungen Lavals nicht sprechen lassen. Die Gegen­leistungen, die man in Paris für die gestrige Er­klärung von England erwartet, liegen offenbar auf dem Gebiet der mitteleuropäischen Fragen und auf dem Gebiet eines allgemeinen Luft-Locarnos, ohne dass sich Einzelheiten darüber heute schon mitteilen liegen. Was den von Laval angekündigten „letzten Versuch" betrifft, so handelt es sich offenbar — auch hier fehlen freilich andere Meinungen nicht — um die sogenannte Zrak-Lösung. Ähnlich wie bei dem Verhältnis zwischen England und dem Irak sollen danach auch für die künftigen Beziehungen zwischen Italien und Abes­sinien weitgehende Vorrechte für den europäischen Staat geschaffen werden. (Unterhaltung von Polizeigarni­sonen — militärischen Flugplätzen — Ausbildungs­fragen ufw.) Daneben würden Italien gewisse ver­waltungsmäßige Einflüsse und weitgehende wirtschaft­liche Möglichkeiten erschlossen. Dabei würde di« abes­sinische Souveränität formell gewahrt bleiben. Wie weit die unmittelbar beteiligten Staaten mit einer solchen Lösung einverstanden sind, das ist die Frage, die für die Entwicklung des ganzen Konfliktes von ent­scheidender Bedeutung ist.

deutschen Volkes gläubigste, treueste und beste Söhne."

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Wh Mhi mit uns unö W W Wfölonb.'

100000 politische Leiter vor ihrem Führer.

, . 13. Sept. Bei leichtbewölktem, aber noch

^lnmel traten am Nachmittag des Freitags 100000 politische Leiter zum Appell vor ihrem Führer an. -USteoer waren die Haupt- und die Nebentribünen, die sich um das gewaltige Viereck ziehen, von Zehntausenden von Be­suchern besetzt, wahrend auf dem Feld in 24 tiefen Säulen Ine politschen Soldaten des Führers in Zwölferreihen mit Spielmanns- und Musikzügen an der Spitze aufmarschiert waren. Kurz nach 5 Uhr traf, mit Jubel empfangen, der u h r e r auf der Zeppelinwiese ein und fuhr um das Feld herum, um dann auf der der Haupttribüne gegenüberliegen­den Seite, begleitet von den Reichs- und Gauleitern und Hauptamtsleitern der Reichsleitung, die ihn vor der Mittel­stratze erwartet hatten, durch die breite Straße zum Führer­turm auf der Hautptribüne zu gehen, während das hell­braune Heer der politischen Leiter Front zur Mittelstraße genommen hatte. Als der Führer den Turm der Haupt- tribune erreicht hatte, begrüßten ihn die politischen Soldaten mit einem dreifachen Siegheil, in das die mehr als 150 000 Zuschauer begeistert einstimmten.

Die Jraklösung als letzter Versuch.

as. Berlin, 13. Sept. (Drahtbericht unserer Berliner Abteilung.) Dem französischen Ministerpräsidenten Laval mag es nicht leicht gefallen sein, die Rede zu halten, von der es nun fast überall heißt, Laval habe sich für England entschieden. So weit man nach den Berichten aus Genf in Berlin die Dinge übersehen kann, ist das aber nur teilweise richtig. Wenn nach der Rede Lavals auch die italienische Abordnung sich an dem Beifall beteiligte, so ist freilich darin wohl nur eine Geste formeller Höflich­keit, nicht aber Ausdruck politischen Einverständnisses zu sehen. Denn tatsächlich hat Laval vielmehr der eng­lischen These recht gegeben, als er sich auf feine im Zanuar begründete Freundschaft zu Italien stützte. So ist es kein Wunder, daß vor allem in der englischen Delegation und in der enlis chen L ff entli chke i t die Rede Lavals Genugtuung ausgelöst hat. Ebenso wie bei der Rede des englischen Außen­ministers stand auch in den Ausführungen das Treue- Bekenntnis zum Völkerbund im Vordergrund. Wenn der französische Ministerpräsident von einem „letzten Versuch" des Völkerbundes gesprochen hat, den abessinischen Konflikt zu lösen, so ist das eine deut­liche Warnung an Italien. Roch auffallender war es aber, daß Laval von „noch schwereren Be­schlüssen" sprach, die von dem Völkerbund im Falle des Scheiterns Les letzten Versuches gefaßt werden müßten. Man kann kaum daran zweifeln, daß es sich hier um einen Hinweis darauf handelt, daß die f ran«

Dr. Ley meldete dem Führer

hie aus allen deutschen Gauen erschienenen politischen Leiter: Mein Führer!

Hier sind Männer aus allen deutschen Gauen, aus dem Eden und Süden, dem Westen und Osten. Hier sind 2n.Tler au,s Een Berufen und Schichten und Klassen, der Arbeiter neben dem Bauern, der Künstler neben dem Hand­werker. Hier sind Männer aus Deutschland, geeint durch Sie, mein Führer. Durch Ihren Glauben sind diese Männer fanatisch durchpulst, und diese Männer hörten vor einem Jahr ^hren Befehl, der da lautete: „So wollen wir an diesem Abend auf diesem weiten Feld uns und dem Volke das Gelobms geben, an uns selber weiterzuarbeiten, damit wir uns besser machen, damit das Volk in uns feine wahre Führung sehe!"

. Mern Führer! Das haben diese Männer und wir alle getan. Wir haben gearbeitet und gekämpft dieses Jahr. Und diese Männer und wir alle, draußen die Millionen, die in dieser feierlichen Stunde diesen Appell miterleben, erwarten ^hre Befehle für das Jahr und die Parole, die Sie uns geben werden.

^"|Er deutsches Volk immer mehr in die Welt der national­sozialistischen Idee hineinzuführen, und der ll b e r - wachung, um fortgesetzt wachsam zu prüfen, daß nirgend­wo ern Rückschritt oder gar ein Verfall stattfindet. '

_,.^hd Las ist notwendig. Ihr seid ganz besonders vom Schicksal bevorzugt worden: denn eure Schule war die Schule bes Kampfes, sie hat euch ausgebildet. Die deutsche Jugend aber muß in die Schule der Alten gehen. Sie kann dabei etwas lernen: Die Bedeutung des Menschen nach einem höheren Gesichtspunkt zu messen als den seiner Herkunft, seines Berufes, feines Standes. Wo mürbe Deutschland sein, wenn die Wiederauferstehung der Nation hätte warten müssen auf die, die einst glaubten zur Führung der Nation berufen zu sein? (Ungeheurer Beifall.) Es gibt nut eine einzige Berufung, die nur im Kample selbst sichtbar wird._ Zieht das Banner auf des Mutes, der Opferwilligkeit, der Hingabe und paßt auf, wer sich um dieses Banner schart, und die, die von dem Banner angezogen werden, die sind berufen, ein Volk zu fuhren und sonst niemand. (Brausende Beifalls­stürme.)

Was gebrochen werden kann, das taugt nicht! Eiserne Grundsätze, die hart und schwer gewesen sind, stellten wir uns ^damals auf und haben sie bisher kompromißlos verfolgt, und wir denken nicht daran, in der Zukunft von diesen Grundsätzen auch nur einen Zentimeter wegzugehen. Ar i r bestimmen unseren Weg, wir bestimmen die Zeit dieses Weges, allein keiner von uns be­stimmt mehr das Ziel: Das ist uns gesetzt! (Tosender Bei-

Anzeigenpreiso: Ein Millimeter Höhe der 22 Millimeter breiten Spalte im Anzeigenteil Grund» preis 6 Rpf., der 85 Millimeter breiten Spalte im Tertteil 45 Rpf., sonst laut Preisliste Nr. 4, Nachlaßstaffel C._— Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Plätzen wird keine Gewähr _ übernommen. — Schluß der Anzeigen »Annahme 10 Uhr vormittags. Größere Anzeigen müssen spätestens einen Tag vor dem Erscheinungstage aufgegeben werben.

Sein Wort von „noch schwereren Beschlüssen"

Der Führer führte u. a. folgendes aus:

Parteigenossen! Wieder erfüllt uns das große Erlebnis des höchsten Festes der Bewegung, des Parteitages zu Nürn­berg. Partei heißen wir uns und find doch Deutschland! Deutschland in seiner Einigkeit, Deutsch­land tn seinem neuen Willen, in seiner neuen Lebensauf­fassung, und auch in seiner neuen Tatkraft. Partei heißen wir uns, weil dieses Deutschland in dieser Bewegung in diesen Menschen fernen geistigen und willensmäßigen Mittel­punkt besitzt.

Es ist nicht möglich, 68 Millionen Kopf an Kopf an einem Platz zu vereinen, und trotzdem stehen jetzt vor mir nicht 150 000 oder 180000 Leiter der nationalsozialistischen Partei, sondern in euchsteht jetztvormirDeutsch- land, das deutsche Volk. Denn dieses deutsche Volk von heute, es hat nur euren Willen. Ihr seid ihm heute vorgesetzt als lebendige Führung des Volkes.

Wer dieses hier sieht und zum erstenmal sieht, ohne den langen Kampf zu kennen, der dem vorausging, der ahnt nicht, wie schwer es war, das alles zu erreichen. Ihr aber, ihr seid jene Garde gewesen, die einst gläubigen Herzens mir folgte. Ihr seid meine ersten Anhänger gewesen, die an mich geglaubt haben. Und ihr seid damit des deut­schen Volkes gläubigste, treueste und beste Söhne gewesen. Und es ist nicht nur für euch schön, an einem solchen Tag einmal im Jahre die Führer der gesamten Bewegung vor euch zu sehen und den Mann zu sehen, dem ihr euer Schicksal anoertraut habt. Es ist für uns Führer gut und heilsam, immer wieder in diese unzähligen treuen alten Gesichter blicken zu können, denen Deutschland alles zu verdanken hat, denn nicht der Verstand ist es gewesen, der Deutschland aus der Not erlöst hat, sondern eure Eläu- bigkeitist es gewesen, euer Herz, euerEesühl, euer Wille ist es gewesen, ihr habt mitgeholfen und ihr habt es erreicht.

Für mich seid ihr die politischen Offiziere der deutschen Nation, mit mir verbunden auf Gedeih und Verderb, so wie ich mit euch verbunden bin auf Gedeih und Verderb. Nicht einer hat Deutschland erobert, sondern alle gemeinsam haben Deutschland erobert. Einer hat euch gewonnen, und ihr habt das deutsche Volk ge­wonnen! Einer hat mit seinem Willen gesiegt und ihr habt gesiegt mit Eurem Willen. Einer stand an der Spitze vor dem Reich und ihr standet jeder an der Spitze des Kampfes vor einem Gau ober einem Bezirk oder einer Ortsgruppe, und überall war der Nationalsozialist, der an der Spitze stand, besser als die Gegner, die ihm gegenüberstanden! So wie der bauernde Erfolg eines Heeres nicht denkbar ist, wenn ein genialer Stabschef eine untüchtige Armee besitzt, ist es auch hier. Der genialste Heerführer, er wird seine Gedanken und Pläne nur verwirklichen können, wenn er ein durch und durch überlegenes Instrument besitzt. Und daß ich Deutsch­land eroberte, verdanke ich diesem Instrument, das in der nationalsozialistischen Bewegung und in ihren Organisationen geschaffen wurde.

Ist nun dieser Kampf abgeschlossen? Die Eroberung der Macht ist ein Vorgang, der nie, nie beendet wird, d. h. wenn irgendwo, dann gilt hier der Grundsatz: Was du ererbt hast, erwirb es stets aufs neue, um es zu be­sitzen! Es ist keinem Volk in der Geschichte die Befreiung geschenkt worden, es wird auch keinem Volke die Freiheit als Geschenk erhalten bleiben! Immer und immer muß dieses kostbare Gut seine fortgesetzte Bewahrung finden. Und dazu sind mir Nationalsozialisten entschlossen! Wir glauben nicht, daß unsere Entwicklung zu Ende ist, sondern im Gegenteil, wir werden Weiter­arbeiten und weiterbilden und uns immer »ehr würbigmachen, die ausschließlichen Machtträger des deutschen Volkes zu sein.

So geht der Kampf weiter und wir kommen in die Periode der zweiten großen Aufgabe, der fortgesetzten Er­ziehung unseres Volkes und der Überwachung unseres Volkes. Der Erziehung mit dem Zweck, uns alle und

fall.) Es gibt in Deutschland einige Menschen, die entweder Liefe Bewegung als ein unbegreifliches Phänomen an sehen oder sich überhaupt nicht klar werben über die Ursache, wes­halb bas entstehen konnte, und noch weniger klar über die Vorausfetzungen, warum es überhaupt entstehen mußte und weshalb es niemals mehr zugrunde gehen wird.

Was hat uns hierher geführt, warum stehen wir hier, warum werben wir im nächsten Jahre, warum wird die deutsche Jugend jetzt und wieder hierstehen? Weil es be­fohlen wird? Nein: Weil das Herz es ihnen befiehlt, eine innere Stimme es ihnen befiehlt. Weil sie an die Be­wegung glauben und an ihre Führung! (Die Hundert­tausende jubeln dem Führer $u.)

So sind wir heute besonders glücklich, daß wir in un­serer Mitte zum erstenmal die Vertreter und die Vertre­tung unseres neuen deutschen Volksheeres sehen. (Erneut stürmische Zustimmung). Des Heeres, aus dem mir alle einst fast ausnahmslos hervorgegangen sind, und dem das deutsche Volk in Zukunft wieder seine Söhne schenken wird, übergeben wird zu treuen Händen, auf daß sie wieder tapfere, ordentliche, zuverlässige und sichere Menschen werden. (Brausender Beifall.) Wir wissen, unser Heer erzieht sie nicht zu einem kriegerischen Militarismus, so wenig wie wir es je getan haben. Es erzieht sie nur zu zuverlässigen, anständigen Volks­genossen, die sich in der Stunde der Not und Gefahr in Treue mit der Nation verbunden fühlen, und wenn je das Schicksal sie vor die härteste Prüfung stellen würde, t.a p f e r und anständig dann die Freiheit ihres Volkes verteidigen. Das ist der Sinn der Neuschöpfung un­serer Wöhrmacht.

Nicht um Angriffskriege zu führen, ist sie entstanden, sondern um unser Volk zu schützen und zu verteidigen, um nicht Deutschland noch einmal in ein trauriges Los verfallen zu lassen, rote wir es hinter uns 15 Jahre lang ertragen mußten. Nicht um anderen Völkern die Freiheit zu nehmen, sondern um unsere deutsche Freiheit zu schützen, deshalb ist sie da. (Tosender Beifall.) Diese Armee aber, sie wird umso natürlicher ihr schweres Amt etfüöen können, je gesünder der junge deutsche Mann ist, den sie von uns erhält.

Und das ist unsere Ausgabe mit, den deutschen Mann politisch sauber und rein zu erziehen, so baß er dann wirk­lich ein kraftvolles Glied unserer Volksgemeinschaft wird, und daß er auch etwas in sich aufnimmt von diesem reinen großen Idealismus, der die Zeit des Kampfes um die deutsche Freiheit beherrschte. Denn solange dieser Idealis­mus in Deutschland besteht, wird Deutschland nie vergehen!

Die bis ins Innerste bewegten Zehn tausende der poli- ttschen Leiter bereiten dem Führer eine stürmische Huldi­gung.

Als der Führer am Schluß seiner Rebe ber wiebererstan- benen Wehrmacht gebenft, bie nicht geschaffen sei, um an­deren die Freiheit zu nehmen, sondern um bie beutsche Frei­heit zu schützen, erhebt sich ein unbeschreiblicher Sturm ber Zustimmung.

Dr. Ley gibt ben Empfindungen der Hunderttausende Ausdruck, als er ruft: „D e u t f chl a n d i st A d 0 l f H i t l e r und Adolf Hitler ist Deutschland. Adolf Hitler Siegheil!"

Die überwältigenden Beweise der Verehrung begleiten den Führer, bis er aus dem Gesichtskreis seiner treuen Mit­helfer entschwindet.

Größte Auflage aller Tageszeitungen Groß-Wiesbadens.

Samstag, 14. September 1935.

Drahtanschrift: Tagblatt Wiesbaden.

Nr. 251.