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t. Stzellenberg'fche Hosbuchdruckerei, „Zagblatt«Sems". Wöchentlich 7 AUSgUbkN ErscheiNUNgSZeit:

Wöchentlich

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mit einer täglichen

Unterhaltungsbeilage.

Berliner Büro: Berlin-Wilrnersdorf.

Dra-t-nfchrist: Tagblatt Wiesbaden.

Postscheckkonto: Frankfurt a. M. Nr. 7405.

Nr. 249.

83. Jahrgang.

(Aus der Proklamation des Führers.)

Die Proklamation des Führers

Werktäglich nachmittags, Samstags u»r- n. nachmittag, Fernlprecher-Sammel-Nr. 59631.

Geschäftszeit: 8 Uhr morgens bis 7 Uhr abends, außer Sonn, und Feiertags.

Der Führer spricht.

AÄol'f Hitler während seiner Erwiderungsrede beim Empfangsabend im Nürnberger Rathaussaal.

(Presse-Illustrationen Heinrich Hoffmann, M.)

nie mit unseren Leistungen zufrieden." Der Führer Deutschlands spricht es für sich und alle Repräsentanten des nationalsozialistischen Werkes aus, baß sie im Dienste Deutschlands an allen schon geschaffenen Lei­stungen, sie mögen so groß sein wie sie wollen, nicht Ge­nüge haben! Bedarf es angesichts eines so hochreißenden Wortes noch irgendeines zustimmenden Satzes zu dem Appell, mit dem Wolf Hitler seine große Proklamation an das deutsche Volk schließt?

der 22 Millimeter breiten Spalte tm Anzeigenteil Grund.

85 ®SSime,J” fetten Spalte tm Zertteil 45 Rpf., ionft laut Preisliste Nr. 4 mtVh1 ikür bte Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Plätzen

wird tetne Gewahr übernommen. — Schluß »er Anzeigen - Annahme 10 Uhr vormittags Größere Anzeigen müßen Ipätestens einen Tag vor dem Ericheinungstage aufgegeben werden

Em Blick in die grohe Welt.

Meine Parteigenosien! Sie alle werden meine Gedanken verstehen, wenn ich Sie bitte, in dieser feierlichen Stande den Blick von dieser Halle über das deutsche Volk hinweg in die große Welt zu lenken. Unruhe und Unsicherheit sind die wesentlichsten Eindrücke einer solchen Betrachtung. Das Recht ist schwach und der Schein regiert die Welt. Wehe dem aber, der selbst schwach ist! Sern Reichtum liefert dem Starken am Ende sogar noch die moralische Begründung für das Recht, ihn zu unter­werfen. Indem mau Sklaven befreit, werden Sklaven gemacht (Beifall), indem man Klassen vernichtet, Xlasse« geboren. Die marxistische» Theoretiker der Lehre vom »Rie-wieder-Krieg« konstruieren das größte Instrument für den Krieg, die Apostel der Völkerver- söhnung erfüllen die Welt mit dem unduldsamsten Hag und der infamsten V-lterverhetzung, die Allianzen des Friedens studieren die Möglichkeiten und Methoden des kommenden Krieges, kurz, es mag dem unwohl zu Mut«

Kraft, was der Führer so formulierte: „Ern Erund- satz muß mit fanatischer Verbisfenheit d ur ch g e -k ä m p ft werden: ein Feind des nationalsozialistischen Staates, gleich­gültig, ob innen oder außen, darf in Deutschland keine Stelle wissen oder finden, die ihm mit Verständnis oder gar mit Hilfe zur Verfügung steht."

Es ist daher durchaus begreiflich, wenn Adolf Hitler im zweiten Teil seiner Proklamation zu wiederholten Malen schärfsten Kampf und rücksichtsloseste Nieder­werfung allen den Kräften ankündigt, die das Be- freiungs- und Aufbauwerk des Nationalfoziali smus auch nur anzutasten oder gar zu stören wagen. Und in diesem Zusammenhang bringt die Proklamation an Mei Stellen eine Mitteilung von außerordentlicher Tragweite. Es wird ausgesprochen, daß Funktionen, die ihrem innersten Wesen nach dem Staat fremd sind und von ihm ersichtlich nicht ausgeübt werden können, auf dem Wege der Gesetzgebung den besser geeigneten Einrichtungen übertragen werden können; der Führer druckt es einige Sätze vorher so aus: „Was der Staat svlnem ganzen Wesen nach eben nicht zu lösen in der Lage ist, wird d u r ch d i e V e w e g u n g gelöst/* Diese Mitteilung deutet zweifellos nicht nur auf eine nötigen­falls bessere Verteilung gewisser Funktionen zwischen Staat und Partei hin, sondern stellt nach dem.ganzen Zusammenhänge, in dem sie gemocht wird, eine weitere sehr nachdrückliche Warnung gegenüber Versuchen zu Quertreibereien dar, diese mögen nun vom Kommunis- inus öder von politisierenden Religionsgemeinschaften oder von den letzten kümmerlichen Resten reaktionärer Elemente Herkommen. Daß die Initiative zu ent­sprechenden Maßnahmen dabei einzig und allein dem Willen der Führung untersteht, wie es der Führer in der Proklamation betont, bedarf keines Kommentars in einem modernen, auf dem Führerprinzip aufgebauten Staatswesen.

Im letztetn Teil der Proklamation skizziert Adolf Hitler kurz die Aufgaben der nahen und ferneren Zu­kunft. Und in diesem letzten Teil der Proklamation steht ein Satz, den wir vor allen anderen ganz besonders herausheben möchten, weil er für das innerste Wesen des Nationalsozialismus im Dienst der Allgemeinheit wie kaum ein anderer bezeichnend ist: „Wir selbst sind

Arbeitstag durchschnittlich 30 bis 40 Millionen Arbeits­stunden dem deutschen Volke mehr gegeben und damit für es gerettet haben (Bravo.) Und wenn auch ein ISjähriger Verfall erfahrungsgemäß nicht in drei Jahren überwunden werden kann, so wird aber doch eine Fortführung dieser auf so vielen Gebieten zusätzlichen Leistung im Lause der Zeit zwangsläufig nicht nur das Lebensniveau und den Kultur st andard des ganzen deutschen Volkes, sondern damit auch des einzelnen deutschen Menschen sicht- und fühlbar verbessert. Allein, so groß diese Leistung ist, so tritt sie doch zurück gegenüber der Arbeit, die wir, ge­treu unserem Programm, auf uns genommen haben, in der Wiederherstellung der Ehre und der Frei­heit der Nation. (Beifall.)

Sicherheit aus der flraft der Freiheit.

Die es angeht, werden die Worte in der Fllhrerbot- ichaft schon von selbst auf sich beziehen: „Es ist nicht nöttg, baß Deutschland seine Sicherheit der anderen Welt durch irgendwelche Demonstrationen beweist. Es genügt, daß wir es selbst wissen." Wir erneuern unsere Kraft aus der wiedergewonnenen Freiheit mit ruhiger, schweigender Sachlichkeit. Diese ruhige Sicherheit ist zugleich das eindringlichste Bekenntnis unseres unbe­dingten Friedenswillens. „Wir sehen in unserer Armee", so sagte der Führer, „den Schirm unserer fried­lichen Arbeit."

Gerade weil wir darin den tiefsten und letzten Sinn der.zurückeroberten Freiheit sehen, daß sie, wie alle einzelnen Ausdrucksformen des staatlich - völkischen Lebens, dem höchsten Zweck der Erhaltung der Nation zu dienen l)at, darum muß sie auch eine ausgesprochene Richtung gegen die internationalen Kräfte haben, die den Bestand der Nation als der natürlichen und gottge­wollten Kraftquellen alles menschlichen Lebens und aller geschichtlichen Aufwärtsentwicklung zu unter­wühlen drohen. In diesem Sinne wird die Welt des Führers Botschaft in Nürnberg auch als eine Antwort an die Komintern würdigen müssen.

Als das nationalsozialistische Deutschland nach der siegreich vollendeten Revolution vor die Welt mit den: Anspruch trat, daß wir der drohenden roten Überflu­tung des Abendlandes Einhalt geboten haben, indem wir die Errichtung eines bolschewistischen Vorwerks in Mitteleuropa verhinderten und gleichzeitig einen un­überwindbaren Damm gegen wiederholte Angriffsver­suche aufbauten, da suchte man durchweg diese Fest­stellung mit einer lässigen Handbewegung abzutun. Nachdem aber vor einigen Wochen der Weltkongreß der Komintern seine weltreoolutionären Parolen leidenschaft, Itcher und zugespitzter denn je hinausgeschleudert Hatz nachdem inzwischen Streikwellen, gewalttätige Kund­gebungen und blutige Unruhen überall in Europa, Asien und Amerika den Beweis dafür geliefert haben, daß die Aktionsparolen der Komintern nicht bloß auf dem Papier stehen, ist man überall hellhöriger gewor­den, und wenn jetzt in fast allen Ländern die Be­mühungen um die Erhaltung des Friedens sich ver­stärken, so hat das nicht zuletzt seinen Grund in der Sorge, die aus der Erkenntnis stammt, daß die Bolsche­wiken nur darauf warten, in dem Durcheinander neuer Kriegswirren ihren Weizen zu ernten und die Welt dem bolschewistischen Chaos zu überliefern.

Gegenüber diesen Gefahren stützen wir uns ver­trauensvoll auf die Worte des Führers: „Je mehr der jüdisch-internationale Kommunismus glaubt, in einem allgemeinen europäischen Chaos die Fahne des Auf­ruhrs und auf Kosten der Freiheit und des Lebens­standards dieser Völker den bolschewistischen Zwangs­staat aufrichten zu können, umso mehr werden wir Nationalsozialisten erst recht die Bedeutung unserer nationalen Wehrkraft ermessen und würdigen können." Ein Deutschland, das seine Einheit und Freiheit auf dem Grunde der nationalsozialistischen Weltanschauung wie auf gewachsenem Fels erneuert hat und dessen Führung eiserne Grundsätze rücksichtslos befolgt, würde in der Brandung des bolschewistischen Chaos noch dann unangefochten stechen, wenn in ihr rings um uns alles zu ertrinken droht. Diese Gefahr sieht der Führer. Noch einmal stellt er sich als prophetischer Warner vor die deutsche Umwelt. Er wiederholte was er schon früher mit anderen Worten sagte, daß es zwar keine Internationale des Nationalsozialismus gibt. Aber er stellt die verantwortlichen Männer des außerdeutschen Abendlandes vor die Eewissensfrage, ob sie mit anderen Methoden, mit Methoden, die den unsrigen nicht wenig­stens ähnlich find, noch zu hoffen wagen, die bolsche­wistische Menschheitskatastrophe hindern zu können.

Außer der Freiheit nach außen und der damit ver­bundenen Wiederherstellung der nationalen Wehrkraft entsprechend unseren Bedürfnissen und den uns drohen­den Gefahren bleibt es eine entscheidende Voraus­setzung unserer Einheit und damit unserer sicheren

Die WliM äußeret SW, öle M linieret SM.

Das neue Reich, ein Damm gegen die bolschewistische Menschheitskatastrophe.

„Die Nationalsozialistische Partei, eine ewige, ununter­brochene Mission der Erziehung unseres Volkes."

Größt« Auflage aller Tageszeitungen Groß-Wiesbadens.

Donnerstag, 12. September 1935

Die innere Erneuerung unseres Volkes.

In der Proklamation des Führers heißt es u. a.:

Zum 7. Male feiert die nationalsozialistische Bewegung ihren Reichsparteitag. Im 16. Jahr der Gründung der Be­wegung, im 12. nach der Abhaltung ihres ersten Partei­tages und ihrer ersten revolutionären Erhebung. Im 11. Jahre nach ihrer Wiederbegründung und im 3. nach ihrem Sieg. Welch ein gewaltiges Erleben umschließen diese rund anderthalb Jahrzehnte!

Am Anfang unseres Kampfes stand Deutschland mitten im chaotischen Verfall, die damaligen Lenker des deutschen Schicksals waren im Begriff, mit der nationalen Ehre die Kraft und Freiheit in einem wegzuwerfen. Eine militärisch so tapfere Nation wurde von ihrer eigenen Führung politisch verkauft und zerschlagen.

Und heute, 16 Jahre später!

Wenn wir 1933 unseren Parteitag mit Recht als den des Sieges bezeichneten und vor zwei Jahren die Festigung der nationalsozialistischen Macht als wesentliches Merkmai der damaligen Zeit empfanden, dann dürfen wir die Kund­gebung dieser Tage wirklich mit stolzester Befriedigung als den Reichsparteitag der Freiheit bezeichnen.

Dem schwersten Fall Deutschlands entspricht die größte Wiederaufer st chung!

llnd immer wieder empfinden wir dabei als das wesent­lichste die innere Erneuerung unseres Volkes, sowie die Wiederherstellung der politischen und damit auch menschlichen Ehre der Nation; denn, was wir auch auf all den zahlreichen anderen Gebieten des Lebens in den letzten drei Jahren geleistet haben, es tritt dennoch demgegenüber zurück.

Die runb-f ünf Millionen. Menschen, die mir seit unserer Machtübernahme in den nationalen Arbeits­prozeß eingliederten, bedeuten, daß wir an jedem

Mr eilte Bezugszett von 2 Wochen 94 Rpf., für einen Monat RM. 2.-, ein. EZ Post bezogen RM. 2.35, zuzüglich 42 Rpf. Bestellgeld, Einzel, nummern 10 Rpf. — Bezugsdestellungen nehmen an: der Verlag, die Ausgabestellen die S^aer unb alle Postanstalien. — In Füllen höherer Gewalt oder Betriebsstörungen haben die Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung des Blattes oder auf Rückzahlung des Bezugspreises.