Einzelbild herunterladen
 

Viksbadem Tsgblck

Anfh«AhmTaaMaH«An«»« ^JüCDCnTnU! iWä • 4u5UuUvll Merrtaalicknackmittaas.Samstaasvor-u.na

7 Ausgaben

Wöchentlich

Werktäglich nachmittags, Samstags »ar- u. nachmittag»

L Schellenderg'sche HofbnchLruckerei, „Tagblatt-Haus".

Unterhaltungsbeilage.

mit einer täglichen

Feriffprecher-Sammel-Nr. 59631. Berliner Büro: Berlin-Wilmersdorf.

Geschäftszeit: 8 Uhr morgens bis 7 Uhr abends, außer Sonn- und Feiertags.

Anzeigenteile: Ein Millimeter Höhe der 22 Millimeter breiten Spalte im Anzeigenteil Grund- preis 6 Rpf-, der 85 Millimeter breiten Spalte im Tertteil 45 Rpf-, fönst laut Preisliste Nr. 3, Nachlatzstaffel C. — Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Platzen wird keine Gewähr übernommen. — Schluß der Anzeigen-Annahme 10 Uhr vormittags. Größere Anzeigen müffen fpätestens einen Tag vor dem Erscheinungstage aufgegeben werden.

B«ua»preife: Für eine Bezugszeit von 2 Wochen 94 Rpf., für einen Monat RM. 2.—, ein­schließlich Traglohn. Durch die Post bezogen RM. 2.35, zuzüglich 42 Rpf. Bestellgeld, Einzel­nummern 10 Rpf. — Bezugsbestellungen nehmen an: der Verlag, die Ausgabestellen, die Träger und alle Postanstalten. — In Fällen höherer Gewalt oder Betriebsstörungen haben die Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung des Blattes oder auf Rückzahlung des Bezugspreises.

Drahtanschrift: Tagblatt Wiesbaden.

Größte Auflage aller Tageszettungen Groß-Wiesbadens.

Postscheckkonto: Frankfurt a. M. Rr. 7405.

83. Jahrgang.

Nr. 234.

Mittwoch, 28. August 1935.

tz

K

■

i 1 Ci

M...

W

M

■

W

Sy

» MW.

ME I

WM k. Bi

Deutsche Offiziere bei den italienischen Herbstmanövern in Südtirol.

Die OffiziersaborÄnung, die das deutsche Heer bei den großen italienischen Manövern an der Brenner­grenze vertritt, mit den ihr zugeteIten italienischen Führungsoffizieren. (Weltbild, M.)

Moskau spielt den Harmlosen.

Die Antwort auf den amerikanischen Protest.— Das alte Versteckspiel.

Verlegung der Komintern-Zentrale?

Washington und Moskau.

ns. Berlin, 28. Aug. (Drahtbericht unserer Berliner Abteilung.) In Moskau hat man sich die Antwort aus den scharfen amerikanischen Protest gegen die vertrags­widrige Einmischung in inneramerikanische Angelegen­heiten, die Washington in den auf der Tagung der Komintern gehaltenen Reden erblickte, sehr leicht ge­macht. Man spielt den Harmlosen und erklärt, daß man wohl seinerzeit, als die Anerkennung der Sowjets durch die Bereinigten Staaten erfolgte, sich verpflichtet habe, jede Einmischung zu unterlassen, daß man aber keinerlei Verpflichtung in bezug auf die kommunistische Internationale auf sich ge­nommen habe und auf sich habe nehmen können. Mau nimmt also seine Zuflucht zu dem alten Trick, daß man offiziell von der kommunistischen Internationale ab- rückt. Zn den Vereinigten Staaten werden solche Argu­mente kaum irgendeinen Eindruck machen. Wenn auch eine amtliche amerikanische Äußerung noch nicht vor­liegt, so wird doch jetzt schon in sehr maßgebenden Washingtoner Kreisen die Behauptung der Sowjet- regierung, daß sie in keimen Beziehungen zur kommu­nistischen Internationale stehe, als „heller Blöd­sinn" bezeichnet. Es ist ja auch allgemein bekannt, daß die gleichen Mänyer, die die maßgebendsten Ämter der Sowjetregierung inne haben, eine nicht weniger maßgebende Rolle in der kommunistischen Inter­nationale spielen. Auf diese Tatsache hat gerade erst dieser Tage die „Eazetta Polska" sehr nachdrücklich hin­gewiesen, wobei das polnische Blatt u. a. schreibt: „Es sei unsinnig, daß die sowjetrussische Presse sich bemühe,

zu beweisen, daß der Diktator Stalin und das Mitglied der kommunistischen Internationale Stalin zwei ver­schiedene Personen seien und daß Litwinow eine andere Person sei, wenn er den Genfer Zylinder absetze und sein weiches Moskauer Mützchen aufsetze. „Man ist sich über diese Dinge überall im klaren, was sich schon dar­aus ergibt, daß außer den Vereinigten Staaten auch andere Länder, wie Eng­land, Italien, Lettland usw. in Moskau wegen der Reden auf der Tagung'der kommunistischen Internationale Protest erhoben haben. Es wird den Moskauer Herrschaften auch wenig nutzen, wenn sie die kommunistische Zentrale von Moskau fortverlegen, wobei es sehr charakteristisch ist, daß als Sitz dieser Organisation Paris in Aussicht genommen sein soll. Auch diese Tarnung würde, wenn sie wirklich vorgenommen werden sollte, nieman­den mehr täuschen.

Man gehl sicher nicht fehl in der Annahme, daß sich nach der sowjetrussischen Antwort das Verhältnis zwi­schen Washington und Moskau noch weiter ab- kühlen wird. Man erkennt, von welcher Seite die Gefahr kommt und ist entschlossen, ihr entgegen zu arbeiten. Selbst dort, wo man sich bis jetzt über die mannigfachen Reden des, Führers und Reichs­kanzlers gegen den Kommunismus Hinwegsetzen zu können glaubte, wird man jetzt angesichts des ameri­kanischen Schrittes doch bedenklich. Das ist ein „Er­folg" der Kominterntagung, mit dem man in Moskau wohl kaum gerechnet halte, weshalb auch die sowjet- russische Presse ihren Lesern bisher die amerikanische Pro testnote unterschlug.

Die italienischen Manöver in Südtirol.

Besprechung zwischen dem König und Mussolini.

Bozen, 27. Aug. Der König hatte am Dienstagvormit­tag im Manövergebiet eine längereBesprechungmit Mussolini, an der auch der Generalstabschef Marschall B a d o g l i o teilnahm. Der Duce besichtigte dann zusammen mit den englischen und französischen Presse­vertretern einige Einheiten der blauen Partei, ins­besondere die motorisierteDivisionTrento. Da­bei wurde ein neues Modell der kleinen Kampfwagen vorge­führt, das im Gegensatz zu den leichten Kampfwagen, mit denen die „schnellen Divisionen" bisher ausgerüstet sind und die nur ein Maschinengewehr haben, zwei Maschinengewehre ausweist. Am Nachmittag besich­tigte Mussolini in Begleitung der ausländischen Offiziere und Pressevertreter die Jnsanteriebrigade der Division Pasubio und ein Regiment der Brenner-Division, das dem Befehls­bereich des in Bozen residierenden Duca di Pistoria unter­steht. Der Duce begab sich sodann in das Hauptquartier des das Manöver leitenden Generals A g o in Ronzone, wo ihm neue Radiotelephonapparte gezeigt und erklärt wurden. Mussolini war heute den ganzen Tag über mit den englischen und französischen Offizieren und Pressevertretern zusammen.

Leonessa, die heute an Stelle der in Ruhestellung zurückgenom­menen Division Pasubio neben der motorisierten Division Trento eingerückt ist, das Zentrum der roten Partei zu durch­brechen hat. In militärischen Kreisen verlautet, daß mit der Erreichung dieser Angriffsziele morgen, Mittwochabend, die Manöver beendet sein werden. Trotz ungünstiger Wetterver­hältnisse wurden von der blauen Partei am Dienstag erfolg­reiche Bombenangriffe auf die Stellungen der Roten unrer- nommen.

Auch französische Manöver im Alpengebiet.

Paris, 27. Aug. In den französischen Alpen haben in dem Dreieck Gap-Laragne-Sisteron große Manöver begonnen, die bis zum 14. September andauern werden. Die 27. In­fanteriedivision wird für die Übungen auf volle Stärke auf­gefüllt. Der französische Generalissimus General G a m e - l i n wird dem Beginn der Manöver selbst beiwohnen.

Im Großen gesehen...

Mussolinis Progonose für das Jahr 1935 — daß es ein Jahr neuer Entscheidungen sein werde — erfüllt sich von Woche zu Woche deutlicher. Mit elementarer Kraft brechen jetzt die inneren Spannungen der Nachkriegswelt in gefährlichen internationalen Konflikten hervor. Es geht nicht mehr um diese oder jene Einzelfragen, um irgend ein „Interessengebiet" — es geht „ums Ganze". Die Erde, die Bevölkerung der Erdoberfläche ist feit dem ersten Weltkriege zu einer S ch l ck f a I s e i n h e i t verschmolzen worden, aus der sich kein Volk von Bedeutung mehr ausschließen kann. Das wird gerade in einem Falle wie dem eben ausgebroche­nen Konflikt zwischen USA. und den Sowjets deutlich. Eine dem alten europäischen Bildungsleben ent­sprungene, jüdisch benutzte und dem russischen Volke auf- gezwungene Idee, der Marxismus, das politische In­strument einer Horde gefährlicher Demagogen und Abenteurer, greift mit seiner zerstörenden Wirkung über Kontinente und Weltmeere hinweg in das aus vielen Blutströmen zusammengeflossene Volk des nord­amerikanischen Kontinents. Dort entfesselt die sowjet­russische Demagogie als „Dritte Internationale" in­mitten einer gefährlichen Wirtschaftskrise Streiks und Unruhen Zur gleichen Zeit aber blickt England, dem die Vermittlung mit demokratischen Mitteln in einem scheinbaren „Kolonialkonflikt" Italiens mit Abessinien gerade mißglückt ist, voll Sorge auf das norLameri- kanische Brudervolk und hofft, daß von dort aus mäch­tige Einflüsse Schlimmes für den ganzen Erdball ab- wenden möchten . . . Und zu derselben Zeit treiben sich sowjetrussische Kriegsschiffe unerlaubterweise in schwe­dischen Gewässern im Norden Europas umher und er­regen in der skandinavischen Welt .Unruhe. Das nationalsozialistische Deutschland, ehedem als „Unruhe­stifter" verleumdet, erlebt die volle Rechtfertigung seiner Wiederaufrüstung inmitten dieser gehäuften Konfliktsstoffe.

So umgreift die Erregung einer aus den Fugen ge­brachten Welt tatsächlich den ganzen Erdball. Kein Wunder, daß die Farbigen, die seit langem mit der Vorherrschaft mancher Kolonialvölker und Imperien un­zufrieden sind, jetzt ihre Zeit für gekommen halten. Sorgenvoll schauen die großen imperialistischen Natio­nen auf ihre Kolonialreiche. Eben hört man aus Hol­land die lebhaften Forderungen der Militärs auf Ver­stärkung des militärischen und maritimen Schutzes der indischen Kolonien. Man spricht von einer Neuver­teilung des Kolonialbesitzes auf der Erde. In Indien steht man vor der Erprobung Les neuen Verfassungs­werkes, Las ja nach seinem Buchumfang das größte" der Geschichte sein soll.

Sehr still ist es in Paris geworden, dem Gründungs­platze jener unseligen Nachkriegs-,Verfassung" der so­genannten „zivilisierten Welt", überhört wird schon über der näheren geräuschvollen Inszenierung der italienischen Ausdehnungsaktion, was in Ostasien vor sich geht. In Japan hat anscheinend die Militärpartei schwere innere Verwaltungskonflikte bestanden, die in der Ermordung eines hohen Stabsoffiziers im Kriegs- ministerium ihren zufälligen äußeren Ausdruck fanden. Der Weg Japans zur Mongolei hinauf dürfte kaum be-

Die Übungen ergaben heute neue Fortschritte der blauen Partei, insbesondere der westlich der Etsch vorgehenden Divi­sionen Trento und Pasubio. Die Gefechtslage ist nunmehr soweit entwickelt, daß für morgen mit einem entscheidenden Angriff der Blauen gerechnet wird. Der Angriff wird von dcn westlich der Etsch stehenden Truppen vorgetragen werden. Aufgabe der auf dem linken Flügel vorgehenden „schnellen" blauen Streitkräfte ist es, den Gegner auf der Hochebene von Fonds fest,zuhalten, während die östlich anschließende Division

Gau-Gedenkfeier für Peter Gemeinder

am 29. August 1935.

Am Donnerstag, den 29. August, findet auf Sem Walbfriedhof in Darmstadt in Gegenwart Les Gau­leiters und des Pg. Prinzen August Wilhelm unter Teilnahme aller Formationen die diesjährige

Peter - Gemeinder - Gedächtnisfeier statt.

Die gesamte nationalsozialistische Bevölkerung ist dazu Singeladen.

Beginn 20.30 Uhr.