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7 Ausgaben

Wöchentlich

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Dienstag, 30. April 1935

83. Jahrgang

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Der Treuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen, Schwarz, teilt, wie aus Frankfurt gemeldet wird, mit: Gemäß H 10 Äbs. 1 des Gesetzes zur. Ordnung der natio­nalen Arbeit legen die Mitglieder Les Vertrauensrates vor

sieht man in anderen Ländern, namentlich überall dort, wo marxistischer Unverstand diesen Tag zu einem Tag des K l assenk a in pfes machen will, überall dort, wo man diesen 1. Mai nicht im Zeichen der Ein­heit, der Volksverbundenheit, sondern im Zeichen der Zerrissenheit und der inneren Kämpfe begeht, mit einiger Besorgnis dem morgigen Tag entgegen. D i e französische Regierung hat kurzerhand alle Kundgebungen verboten, aber sie wird erhebliche Machtmittel einsetzen müssen, um die An­hänger des gleichen Moskau, mit denen die Pariser Regierung über Bündnisse und Pakte verhandelt, das Verbot durchzusetzen. Im ganzen sind allerdings, wie schon berichtet wurde, die Bemühungen der kommun ist i- schen Internationale um die Herstellung einer marxisti­schen Einheitsfront am 1. Mai gescheitert und bis auf wenige Ausnahmen werden die marxistischen Brüder jeder für sich, und jeder nach seiner Art, den Tag be­gehen. In S o w j e t r u ßl a nd wird der 1. Mai im Zeichen des Militärs stehen, das man überall bekämpft nur nicht bei sich selbst. Wenn die Regierungen, die sich heute schon vor dem 1. Mai fürchten und die unter Umständen gezwungen sein werden, Polizei gegen rote Barrikaden einzusetzen, diese Vorbereitungen in Mos­kau sehen und die deutschen Feiern im Zeichen der Volks­verbundenheit und der Volksgemeinschaft, dann sollte es diesen Regierungen eigentlich nicht schwer werden, zu erkennen, wo der Friedensstörer sitzt und von welcher Seite die Aufbauarbeit Europas bedroht und unter­miniert wird.

ersten übertrafen. Wir lassen uns nicht von der Rot zu Boden drücken. Der Wille zu ihrer Überwindung ist größer als die Rot selber. Diese köstliche Erfahrung nehmen wir am Feiertage Les deutschen Volkes mit in die neuen Kämpfe. Schon sind die Schwankungen der Arbeitskurve, die saisonmäßig bedingt waren, wieder überwunden. Es geht erneut auswärts. Selbst wenn wieder einmal Rückschläge kommen, so wissen wir doch heute, wie sie zu überwinden sind. Das unerschütterliche Vertrauensverhältnis zwischen Führer und Gefolg- schaft ist überall im deutschen Volke begriffen worden. Mit stolzer Freude erfüllt es alle Deutschen, daß ge­rade die deutsche Arbeiterschaft den tiefen Sinn einer Zusammenarbeit von Führer und Gefolgschaft begriffen hat. Mit 85 v. H. sind die Vertrauensräte in den industriellen Betrieben gewählt worden. Die gemein­sam ausgestellten Listen der Vertrauensmänner' durch Führer und Eefolgschaftsvertreter haben eine so große Mehrheit der Werktätigen erhalten, daß gerade Such hier die unerschütterliche Einheit und das restlose Ver­trauen zum Ausdruck kommt, das die deutsche Arbeiter­schaft dem ersten Arbeiter der deutschen Ration, Adolf Hitler, -entgegenbringt.

In diesem Geiste feiert das deutsche Volk den 1. Akai. Zn der Reichshauptstadt findet die nun schon traditio-

AM- Wegen des nationalen Feiertages am 1. Mai erscheint die nächste Tagblatt-Ausgabe am 2. Mai.

nell gewordene Feier auf dem Tempelhofer Feld statt. Die technische Errungenschaft des Rundfunks ermöglicht es, die Berliner Feier nach dem letzten Gebirgsdorf und dem entferntesten Grenzort zu übertragen. Der Einklang der Ration wird wieder vollkommen sein. Es ist dafür gesorgt, daß sich jeder Volksgenosse der Freude dieses Tages hingeben kann. Wir alle wissen, daß am Tage nach der deutschen Rationälfeier die harte Arbeit wieder ihre doppelten Rechte fordern wird. Aber saure Wochen und frohe Feste sind ja das Zauberwort der schaffenden Menschen. Des deutschen Volkes Feiertag ist nur eine Besinnungspause. Auch die Helle und tiefe Freude über alles Erreichte beraubt uns nicht des Wirklichkeitssinnes. Wir wissen, daß wir die nationale Freiheit durch Einheit erringen und die deutsche Rot durch harte Arbeit bezwingen werden. Diese Doppelerkenntnis mindert die Festesfreude nicht, sie erhöht sie! Sinnvolle Freude bedeutet mehr als Freude um der Freude willen. Deutsche Freude ist nicht Genuß, sondern glückhafte Hingabe an hohe Ziele, an Führer und Ration!

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„Ich gelobe, meinen Arbeitskameraden . .."

Berlin, 29. April. Vor der Rede des Führers am 1. Mai wird der Reichsorganisationsleiter Dr. Ley die weltanschauliche Verpflichtung 'der Ver­trauensräte und ihrer Stellvertreter vor­nehmen, die gesondert von dem Gelöbnis im Betriebe ab­gelegt werden muß. Diese weltanschauliche Verpflichtung ist von allen Vertrauensräten nachzusprechen und hat folgenden Wortlaut:

„Ich gelobe Adolf Hitler die Treue! Ich gelobe, die Ge­meinschaft zu üben und zu fördern! Ich gelobe, meinen Arbeitskameraden ein ehrlicher Helfer in all ihren Sorgen zu sein! Ich gelobe, immerdar die Interessen der Ration allem anderen voranzustelleo!"

Im Zeichen der Volksgemeinschaft

Der Nationale Feiertag des deutschen Volkes.

1. Ma! 1935.

Zum dritten Male feiert das deutsche Volk den 1. Mai als Nationalfeiertag unter Adolf Hitlers Regierung. Nichts verdeutlicht klarer die Ein­heit zwischen Führer und Gefolgschaft als die Tatsache, daß dieser Tag mit freudiger Sehnsucht von den Men­schen in Werkstatt und Kontor, von den Angehörigen des Landvolks und von der Jugend erwartet wird. Es ist nicht das Gefühl, daß man wieder einen Tag nicht zu arbeiten braucht, das in der Brust der schaffenden Deutschen wohnt, sondern es ist eine wirklich feier­tägliche Stimmung, die die hohe Freude an einer Neuwerdung des deutschen Volkes sinnfällig zum Aus­druck kommen läßt. Wenn sich die Natur in frisches Grün kleidet, wenn der harte Winter endgültig be­zwungen ist, dann weiß heute der Arbeiter der Stirn und der Faust, der Städter und der Landmann, der Unternehmer und der Beamte, daß diese Neuwerdung ist der Natur ein großes und tiefes Symbol der Auf­erstehung unseres deutschen Volkes ist.

! Gerade in diesem Jahre haben wir besonderen An­laß, der Welt erneut dis heilige Einheit des deutschen Volkes zu zeigen. Was mögen die 'Genfer VMerbundsvertreter eigentlich gedacht haben, als sie glaubten, das ganze deutsche Volk in Acht und Bann erklären zu können. Sie haben in ihrem Wahne vielleicht sogar auf innere Rückwirkungen ihres tücki­schen Beschlusses gerechnet.. Wenn je eine Rechnung falsch war, dann diese! Gerade die Tatsache, daß Deutschland 15 Jahre hindurch die infamen Entwaff­nungsbestimmungen des Schandvertrages von Ver­sailles lückenlos erfüllt hat, während übermütige Siegermächte in dieser Zeit das Abrüstungsversprechen ■ nicht einlösten, sondern wie zum Hohne aufs neue rüsteten — brennt jedem deutschen Volksgenossen im Bewußtsein. Und wenn der Führer und Reichskanzler i Adolf Hitler aus diesem alle Deutschen aufs tiefste ver­letzenden Widerspruch die einzig logische Schlußfolge­rung zog und dem deutschen Volke aus eigenem Ent­schluß seine Wehrhoheit wiedergab, so befand er sich gerade mit diesem Schritt in restlosem Einklang mit allen Gliedern des deutschen Volkes. Eine Ehrenfrage L.für Deutschland zum Gegenstand eines Ketzergerichtes lzu machen, noch dazu von denen, die in Wahrheit den Vertrag brachen, das war eine Politik, der jeder Er- folg aus Gründen der allgemeinen Anständigkeit ver­sagt sein muß. Einiger denn je tritt das deutsche Volk an seinem Nationalfeiertage hinter die Regierung und : zeigt der Welt, daß es in den Fragen der nationalen Ehre und Sicherheit in Deutschland nur eine Meinung gibt!

Aber der Unverstand von Genf kann gleichzeitig iDeutschland nicht im mindesten von seinem hohen sitt­lichen Ziele abdrängen, an der Verwirklich u n g eines wahren Friedens, eines Friedens der Ehre, der Sicherheit und der Gleichberechtigung mitzuarbeiten. Unsere Grundsätze stehen unverrückbar fest. Sie unter­liegen keinen Schwankungen. Weder Unverstand noch Bosheit, noch Mißgunst können eine Einwirkung auf sie haben. Je lauter draußen die Welt schreit, tobt, droht, sumso ruhiger setzen wir unsere klare Erkenntnis von der Notwendigkeit einer friedvollen Zusammenarbeit der großen Kulturvölker diesem aufgeregten Getue ent­gegen. Und wenn das deutsche Volk in der Friedens­frage ebenso einmütig wie in der Wehrfrage hinter seiner Regierung steht, so wixd es dabei geleitet von der geschichtlichen Überzeugung, daß diese Politik über die Tagesstreitigkeiten und Augenblickslaunen fried­loser Politiker hinweg den hohen Friedenszielen dient, "die int Grunde auch in der Seele seiner Nachbarvölker schlummern. Und wenn die zarten Keime der Einsicht sich draußen erst schüchtern zeigen, so folgt doch dem .ersten Frühling ein Maientag, wo es wie ein großes Erwachen durch die Welt gehen wird. In diesem uner­schütterlichen Glauben läßt sich das deutsche Volk durch nichts beirren.

Des deutschen Volkes Feiertag lenkt aber auch unseren Blick nach innen. Wir sehen, was der große Entschluß, die deutsche Not aus eigener Kraft zu überwinden, vollbracht hat. Durch zwei Winter hin­durch sind alle Volksgenossen, die im Schatten gehen, vor Hunger und Kälte bewahrt worden. Nur wer die Neuwerdung bes deutschen Volkes auch in seiner sozia­len Erkenntnis und in der erweckten Pflicht zum Opfern 'erkannt hat, der konnte nicht darüber erstaunt.sein, daß die Ergebnisse des zweiten Winterhilfswerkes die des

Vor neuen Sozialaufgaben.

as. Berlin, 30. April. (Drahtbericht unserer Berliner Abteilung.) Morgen Mittwoch werden wieder die Kolonnen der Werktätigen marschieren, die Kolonnen der Arbeiter der Faust und der Stirn, um gekiteinsam im Zeichen der inneren Verbundenheit des ganzen deut­schen Volkes den 1. Mai zu feiern. Wieder wird auf dem Tempelhofer Feld in Berlin der Führer zu den Hunderttausenden sprechen, die dort auf­marschieren und wieder werden Millionen im ganzen Reich im Rundfunk den Worten des Kanzlers und Führers lauschen. Viel ist in den letzten Jahren ge­leistet worden, unendlich viel, aber der National­sozialismus ist nicht gewillt, sich mit diesen ungeheuren Leistungen zu begnügen. So stellt gerade jetzt am Vor­abend des 1. Mai Dr. Ley neue Forderungen auf und weist in einem langen Aufruf der Deutschen Arbeits­front eine neue Aufgabe zu, die Lösung der Lohnfrage. Nach den großen Erfolgen, die int Kampf gegen die Arbeitslosigkeit errungen werden konnten, wird man nun dieser Frage mit der gleichen Grundsätzlichkeit, mit der gleichen Umsicht zu Leibe gehen. Die nationalsozialiftische Korrespondenz hat das so formuliert, daß das Problem nicht mehr Tarif- oder Akkordlohnprinzip fei, sondern, daß es um die Ver­wirklichung eines gerechten Lohnes geht, der sowohl für den Arbeiter wie für den Unternehmer das Höchstmaß an Leistung und Lebensbedürfnissen sicherstellt. Das wird nicht auf die Schaffung eines toten Schemas hi naus laufen, sondern es wird darauf ankommen, den jeweiligen wirtschaftlichen Erforder­nissen und Voraussetzungen hinsichtlich der Einkommens­verhältnissen Rechnung zu tragen. Der „Angriff" spricht in diesem Zusammenhang davon, daß bereits das kommende Jahr die ersten praktischen Maßnahmen zur Neuregelung der Lohnverhältnisse bringen wird und daß die ersten Neuregelungen in jenen Wirtschaftszweigen vorgenommen werden, in denen die Löhne der Arbeiter und Angestellten, am reformbedürftigsten sind. Es ist aber ganz selbstver­ständlich, daß man hier nur sehr vorsichtig und lang­sam vorgehen kann und wird. Wieder aber wird hier ein bedeutungsvoller Schritt nach vorwärts getan, da­mit der Mensch, der stets die treibende Kraft im Wirt­schaftsleben sein und bleiben wird, das Versprochene erhält, den gerechten Lohn in des Wortes wahrster Be­deutung. In diesem Zeichen, so sagt die NSK., wird das nationalsozialistische Deutschland in bas nächste Arbeitsjahr hineingehen.

Während bei uns die letzten Vorbereitungen für die großen Feiern der Volksgemeinschaft getroffen werden.

ameigenpteife: Ein Millimeter Höbe der 22 Millimeter breiten Spalte im Anzeigenteil Grund­preis 6 Rpf., der 85 Millimeter breiten Spalte im Tertteil 45 Rpf., sonst laut Taris Nr. 3, Nachlatzstaffel C. — Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Plätzen wird keine Gewähr übernommen. — Schluß der Anzeigen»Annahme 10 Uhr vormittags. Größere Anzeigen massen spätestens «inen Tag vor dem Erscheinungstags ausgegeben werden.

Letzte Vorbereitungen.

Die Marschkolonnen der Werktätigen. — Lösung der Lohnfrage, die nächste Aufgabe der DAF.

Der 1. Mai der anderen.

Telegramm.Adresse: Tagblatt Wietbaden.

Nr. 117.