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Nr. 109.

83. Jahrgang

Sonntag, 21. April 1935

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Geburtstagsgeschenke für den Führer

Lutze.

Berlin, 20. April 1935.

HC* Wegen des Osterfestes erscheint die nächste ,Tagblatt"-Ausgabc am Dienstag.

Geburtstagsgabe des Kyffhäuserbimdes.

Berlin, 20. April. (Gig. Drahtmeldung.) Der Bundes- führer des KyffHLuserbundes, Oberst a. D. Reinhardt, übergab dem Führer als Geburtstagsspende im Namen der in 33 000 Kameradschaften des Kyffhäuserbundes zusammen- geschlossenen ehemaligen Soldaten eine Staffel von 14 Kampfflugzeugen mit einem Schreiben, indem dem Führer der Dank dafür ausgesprochen wird, daß er eine zer­rissene Nation zur Einheit geführt und ihr Ehre, Ansehen und Wehrkraft wiedcrgegcbcn hat. Die tiefe Dankbarkeit für dies« Tal, so heißt es weiter, ruhe in der bedingungs­losen Treue.

Eeschäftszeit: 8 Uhr morgens bis 7 Uhr abends, außer Sonn» und Feiertags.

Aiueigenpreise: (Ein Millimeter Höhe der 22 Millimeter breiten Spalte im Anzeigenteils Grund- preis 6 Rpf., der 85 Millimeter breiten Spalte im Teitteil 45 Rpf., sonst laut Tarif Nr. 3, Nachlatzstaffel C. — Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Plötzen wird keine Eewöhr übernommen. — Schluß der Anzeigen.Annahme 10 Uhr vormittags. Größere Anzeigen müssen spätestens einen Tag vor dem (Erscheinungstage aufgegeben werden.

Werktäglich nachmittags, Samstags vor. u. nachmittags Fernsprecher-Sammel-Nr. 59631.

machte, daß die Riegel un-d Siegel der „Verträge" brachen und das Wunder der deutschen Auferstehung in den Hellen Frühlingstag hinausschritt!

So sind wir der Welt und uns selber ein Wunder geworden. Aber doch nur dadurch, weil wir wieder ge­lernt, unser ganzes Vertrauen auf den Gott zu setzen, der einst dem, der ihm auch ganz vertraut hatte, das Leben und den Sieg gegeben hat gegen alle seine Feinde.

Und nun braust diese Kunde unaufhaltsam durch alle Lande und Gaue: es hat auch für uns eine Auf- evstehung gegeben aus dem Grabe, in das man uns ge­legt hatte, denn es gibt einen Gott, der die Steine zer­bricht, unter denen man die guten Geister begräbt; Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit und Treue sind nicht im Tode geblieben. Und dieser Glaube lebt jetzt in ungezählten Herzen, deren Perle er ist. Und wenn auch die Schalen der Perlen einmal zerbrechen, so lebt er doch weiter, denn immer neue Hände greifen nach ihm. Er ist zur lebendigen Seele unseres Volkes geworden, zu dem Geiste, der schließlich doch alles andere überwinden wird, weil er selbst überwunden hat. Und wer unferm Volke diesen Glauben nehmen wollte, der

Das ganze deutsche Volk gratuliert.

Berlin, 20. April. (Gig. Drahtmeldung.) Zn der Reichskanzlei machte sich der Geburtstag des Führers schon am Karfreitag bemerkbar. Wagen um Wagen brachte eine Fülle von Geschenken, die Post groge Waschkörbe voll Briefe und Tausende von Telegrammen gingen ein, sodaß in den Kanzleien des Führers Hochbetrieb herrschte.

Zm Laufe des Vormittags erschien eine ganze Reihe von Gratulanten, morgens als Erster Reichsminister Dr. Goebbels, dann der Reichsbauernfuhrer„ und Reichsernährungsminister Darre mit Staatssekretär Backe, Reichspressechef der NSDAP. Dr. Dietrich, Stabschef Lutze und zahlreiche andere mehr. Stabs- - chef Lutze überbrachte dem Führer die Urkunde über bas Geschenk der SA., ein Zagdgeschwader, das den Namen „Z-agdgeschwadei SA." führt, ein Geschenk, über das sich der Führer ganz besonders gefreut hat und das die Gabe der alten, erprobten SA. darstellt H für die Wiederherstellung der deutschen Wehrhoheit.

Die Wehrgabe der LA.

D Berlin, 20. April. Das künstlerisch ausgesührte Doku­ment, mit dem Stabschef Lutze dem Führer seine Wehrgabe ifctmtitelte, zeigt, wie die NSK. mitteili, auf der ersten

Squgspreiie: Für eine Sejugsjeit von 2 Wochen 94 Rpf., für einen Monat RM. ■> — ein­schließlich Traglohn. Durch die Post bezogen RM. 2.35, zuzüglich 42 Rvf. Bestellgeld, Einzel, nummern 10 Rpf. — Bezugsbestellungen nehmen an: her Verlag, die Ausgabestellen die Tröger und alle Postanstalien. — In Fällen höherer Gewalt oder Betriebsstörungen haben die Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung des Blattes oder auf Rückzahlung des Bezugspreises.

Berlin, 20. April. (Gig. Drahtmeldung.) Reichsminister Dr. Goebbels hielt heute mittag um 12 Uhr über den Rundfunk eine Ansprache zum Geburtstage des Führers.

Die Rede wurde auf alle deutschen Sender, sowie den deutschen Kurzwellensender mit Richtstrahler nach Südasien, Lstasien, Afrika, Mittelamerika, Südamerika und Nord­amerika übertragen und hatte folgenden Wortlaut:

Meine Volksgenossen und Volksgenossinnen!

Schon vor zwei Jahren, am 20. April 1933, habe ich, nachdem Adolf Hitler knapp drei Monate an der Macht war, über «den Rundfunk eine Ansprache zum Geburtstag des Führers an das deutsche Volk gehalten. Gleich wie damals ist es auch heute nicht meine Absicht, einen flammenden Leit­artikel zur Verlesung zu bringen. Das überlaste ich besseren Stilisten. Auch liegt es nicht in meinem Bestreben, das histo­rische Werk Adolf Hitlers einer darstellenden Würdigung zu unterziehen. 2m Gegenteil, heute, zum Geburtstag des Füh­rers, ist es, glaube ich an der Zeit, d en M e n s chc n h i t - ler mit dem ganzen Zauber seiner Persönlichkeit, mit der geheimnisvollen Magie und der eindringlichen Kraft seines individuellen Wirkens dem ganzen Volke vor Augen zu stellen. Es gibt wohl auf dem weiten Grdball niemanden mehr, der ihn nicht als Staatsmann und überlegenen Volks­führer kennt. Rur wenigen aber ist es vergönnt, ihn als Menschen täglich aus nächster Nähe zu sehen, zu erleben, und, wie ich hinzufügen möchte, eben deshalb um so tiefer ver­stehen und lieben zu lernen. Diesen wenigen auch nur geht das Wunder auf, warum und wieso es möglich war, daß ein Mann, der vor knapp drei Jahren noch die Hälfte des Volkes gegen sich hatte, heute im ganzen Volke Wer jeden Zweifel und Wer jede Kritik erhaben ist. Denn, wenn Deutschland in einem eine niemals mehr zu erschütternde Einigkeit gefunden hat, dann in der Überzeugung, daß Adolf Hitler der' Mann des Schicksals ist, der die Berufung in sich

stützt es wieder zurück in den Winter der Hoffnungs­losigkeit und des Grabes. Wir haben in solchem Auf- erstehungsglauben ein neues Leben begonnen, von der Lageren Revolution unseres Staates und der inneren Reformation unserer Seele an bis zur letzten Tat der Wieder wehrhaftmachung des ganzen Volkes für die Auf­erstehung deutschen Lebens in der Welt.

So wollen wir denn Ostern halten, draußen und drinnen, in der Kraft unseres Glaubens: Er lebt, darum sollen wir auch leben!

Wacht auf, die ihr im Winterschlummer Noch mild und bang und zagend klagt, Wacht auf aus Nacht und schwerem Kummer, Die heilge Osterfrühe tagt!

Empor, ihr Brüder and ihr Schwestern, Aas Haus und Hütte fern und nah, Hinweg das sorgendunkle Gestern, Der heilge Ostertag ist da!

trägt, die Nation aus furchtbarster innerer Zerrissenheit und schmachvoller augenpolitischer Demütigung wieder zur er­sehnten Freiheit emporzuführen.

Dag ein Mann bei diesem Werk, das manchmal auch sehr harte und unpopuläre Gntschlüsse erforderlich machte, das herz des ganzen Volkes in seinen Besitz nahm, ist viel­leicht das tiefste und wunderbarste Geheimnis unserer Zeit.

Wie jedes echte Menschentum, so ist auch dieses einfach und klar im Sein und wie im handeln. Das offenbart sich ebenso in den kleinsten, wie in den größten Dingen. Man kann sich ihn in Pose überhaupt nicht vorstellen.

Adolf Hitler ist eines der wenigen Staatsoberhäupter, die außer einer einzigen hohen Kriegsauszeichnung, die er sich als einfacher Soldat durch höchste persönliche Tapferkeit erwarb, nie Orden und GhreMeichen tragen. Das ist ein Beweis für Zurückhaltung, aber auch für Stolz. Gs gibt unter der Sonne keinen Menschen, der ihn auszeichnen könnte, als nur er selbst. Jede Aufdringlichkeit ist ihm zu- wibcr; aber wo er den Staat und sein Volk zu repräsen­tieren hat, da geschieht das mit imponierender und gelasse­ner Würde. Und hinter allem, was er ist und tut, steht das Wort, das der große Soldat Schlieffen Wer fein Werk schrieb: Mehr sein als scheinen!" Damit verbindet sich ein Fleiß und eine ausdauernde Zähigkeit im Verfolgen einmal gesteckter Ziele, die Wer normale menschliche Kräfte weit hinausreichen.

Als ich vor einigen Tagen nachts um 1 Uhr nach zwei schweren Arbeitstagen wieder in Berlin landete und mich zur Ruhe begeben wollte, wurde ich zur Berichterstattung noch zu ihm gerufen, und um 2 Uhr nachts saß er noch frisch und mitten in der Arbeit allein in seiner Wohnung und ließ sich nahezu zwei Stunden Vortrag über den Bau der Reichsauto­bahnen halten, über ein Thema also, das scheinbar ganz ab­seits lag den großen außenpolitischen Problemen, mit denen er sich den ganzen Tag vom frühen Morgen bis in die tiefe Nacht hinein beschäftigt hatte. Vor dem letzten Nürnberger Parteitag durfte ich eine Woche auf dem Obersalzberg sein Gast sein.

Jede Nacht bis morgens 6, 7 Uhr sah man den Lichtschein aus seinem Fenster fallen: Der Führer diktierte die großen Reden, die er einige Tage später auf dem Kongreß des Par­teitages hielt. Gs wird im Kabinett kein Gesetz angenom­men, das er nicht bis in feine letzten Einzelheiten durch- [tubiert hätte. Gr ist der umfaffendst vorgebildete Militär- fachmann; jedes Geschütz und jedes Maschinengewehr kennt er wie der Spezialist, und es muß einer schon mit dem letzten Details vertraut sein, wenn er ihm Vortrag hält.

Seine Arbeitsweise ist ganz auf Klarheit einge­stellt. Nichts liegt ihm ferner, als nervöses Hasten und hysterische Überspanntheit. Gr weiß besser als jeder andere, daß es hundert und mehr Probleme gibt, die gelöst werden müssen. Gr aber wählt sich aus ihnen vornehmlich zwei oder drei heraus, die er als die Generalprobleme erkannt hat und läßt sich nun in ihrer Lösung durch die Schwere der anderen übrig gebliebenen nicht beirren, weil er mit Sicherheit er­kennt, daß er mit den wenigen ganz großen Problemen, die Probleme zweiter und dritter Ordnung sich fast wie _ von selbst lösen. ’ ' '

Im Angriff auf die Probleme felbft beweist er einerseits die Härte, die notwendig ist in der Durchfechtung der Grundsätzlichkeiten und die elastische Biegsamkeit, die ge­boten erscheint im Ansatz der Methoden. Der Führer ist nichts weniger als ein Prinzipienreiter und Dogmenanbeter; aber Prinzip und Dogma kommen deshalb niemals bei ihm zu kurz, weil er an sie mit der überlegenen Schmiegsamkeit feiner Mittel und Verfahrensarten herangeht. Seine Ziele haben sich nie geändert. Was er heute tut, das hat er 1919 schon gewollt. Wandelbar aber waren immer entsprechend den jeweiligen Situationen die Methoden, die er zur Durch­setzung seiner Ziele in Ansatz brachte.

Als man ihm im August 1932 die Vizekanzlerschaft anbot, lehnte er mit kurzen, dürren Worten rundweg ab. Gr hatte das Gefühl, daß die Zeit noch nicht reif Jet und daß der

Deutsche Auserstehung.

■ Zn diesen O ft erläge n reden wir wieder von dem " Sieg des Lebens über den Tod, von dem ewig neuen Wunder der Auferstehung. Wo ist das Menschenherz das nicht mitergriffen würde von dem Zauber der er­wachenden Natur, wenn die Ostersonne die Welt segnet und ihre goldenen Lichtbrücken über die Täler und Berge spannt, wenn der Frühling sein Blütenbanner über die neu erstandene Erde schwingt.

Und mitten hinein in die werdende Frühlingspracht tönt mit dem jubelnden Schall der Osterglocken die alte Kunde, die einst am ersten Ostermorgen trauernde und verzagte Menschenherzen froh und frei gemacht und die bis auf den heutigen Tag nichts von ihrer Kraft einge­büßt hat: Der Herr ist auferstanden; er ist wahrhaftig auferstanden! Zst uns doch in diesen Tagen jedes die Erdscholle durchbrechende Samenkorn, jede die enge Hülle sprengende Knospe ein lebendiges Gleichnis jener -Mosten Botchaft, die die Osterglocken über die Lande wüten: Das Leben ist stärker als der Tod!

Mag auch im Laufe der Jahrhunderte zu Zeiten für Tausende und aber Tausende, weil sie einer materialisti- : schen Geistesverwirrung zum Opfer gefallen waren, der Auferstandene in geistige Ferne und Fremde gerückt worden sein, er ist immer wieder neu auferstanden in unserem Volke, und heute steht er ihm innerlich näher denn je. „Aufgerissen durch die Flugschar Gottes, die Geschichte"— so schreibt Otto von Leixner —, „sind die Furchen deutschen Geistes. Sie harren des Sämanns. Und schreiten wird er, der neue, alte Christ, über das Feld - und auswerfen das Korn. Und reifen wird die Saat, wird Wetter überstehen, und in nicht ferner Zukunft kommt die Ernte, die stillen wird den Hunger der Menschheit. Wieder leuchten wird den Völkern das Antlitz des „Vaters". Sie werden wieder tiefere Freunde des Gemüts kennen lernen und aus ihnen Kraft schöpfen, >das Leiden des Lebens zu tragen, tief im Herzen gewiß, daß nicht Geburt und Tod das Sein der Geister umschließen, sondern daß jedes Kind ein­mal im Vater finden werde die Auferstehung." ■ Nun, das deutsche Kind des „Vaters" hat die neue Auferstehung gefunden! . . . „denn sie sind selber auf­erstanden", so sagt in Goethes „Faust" auf dem Oster­spaziergang der Meister zum Schüler, im Blick auf die frohe, freudewogende Menge, die in- das neue Leben des Ostertages hinausdrängt. „Denn sie sind selber auferstanden", so sagt auch die Geschichte diesmal von den deutschen Menschen unserer Tage in dem gewaltigen Geschehen dieser gegenwärtigen Zeit.

Erst jetzt, vom wirklichen Ostern des deutschen Volkes aus, sehen wir, wie dunkel und grausig der Passions­weg gewesen ist, den wir gegangen sind, und wie schwer diese Auferstehung uns geworden ist. Wie ungeheuer schwer und lastend der versiegelte Stein auf unferm Grabe lag, wie er scharf bewacht wurde von den uns bestellten, bewaffneten Hütern, wie hart und hoffnungs­los das Grab war . . . Und doch: wie stark in heim­licher Stille der Wille zur Auferstehung gewesen sein muß, wie er immer stärker und heißer, immer kraft- voller und lebendiger und unaufhaltsamer geworden ist, bis der Erwecker und Erlöser, der von Gott unferm Volke gesandte Führer kam, der den Willen zur Tat

Seite das Bild eines Frontsoldaten und eines SA.-Mannes mit der Unterschrift: „Dein Geist gab mir die Ehre wieder." Auf der zweiten Seite hat das Dokument folgenden Wort­laut:

Mein Führer!

Die SA. bittet ihren Führer, als Glückwunsch zum Ge­burtstage am 20. Ostermond 1935 ihren Beitrag zur Wieder­wehrhaftmachung des deutschen Volkes annehmen zu wollen:

„Das Jagdgeschwader der SA."