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. Verlag Langgasse 21

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^°rgen-Ansg. dir 3 Ubr nc

12 Ausgaben.

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Fernruf;

„Tagblatt-Haus" Nr. ««50-53.

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Zur die Aufnahme von Anzeigen an vorgeschriebenen Tagen und Plätzen wird keine Gewähr übernommen.

7. Kugust 1914.

Morgen'Kusgabe.

Nr. 353 . ♦ 62 . Jahrgang.

^eutschlanös Notwehr.

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„Neue politische Korrespon-

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'E^krieg ist du. Jetzt heißt es, kaltes Blut W-l ^ - und mit Zuversicht den kommenden Ereig- ^ gea^Ss'uzusehen. Gewiß, wir haben einen ej ? ß Fronten zu führen — aber unsere i, nh n ,Ar * minder, Rußland wird von Deutsch- Miei

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Mit unwiderstehlicher Gewalt hallt's in Nord und Süd, nt Ost und West wider: „Allezeit treu bereit für des Reiches Herrlichkeit!" Haltet's fest für euer gan­zes Leben: Ihr habt die Begeisterung des er­wachenden Volkes erfahren, die strahlende Flamme der glühenden Vaterlandsliebe erblickt! Was auch im Buche des Schicksals geschrieben sein mag, das erste Ruhmesblatt dieser großen und gewaltigen Zeit wird nicht vergehen. Die deutschen

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Schwert nun einmal ziehen mit ganzer Schärfe führen .einstecken, bis der Feind am allem Kummer und allen Tränen, 'ftwsett IIloslösen wird, wollen wir doch auch ;>ft %'Ule viele große, gute und edle Ar^ti ? u der Krieg lw Menschen erweckt, ll stz? Uild Zllfall, daß wie 1870 Kaiser (.VH, jJ®? oItke wieder an der Spitze der htrnk,,Baß der Kaiser in ernsten Zeiten

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Setflert wird, haben diejenigen, die ?n. stets

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stets vorausgesagt, und der gegen- We labsches Moltke soll mit "Ud Zuversicht arbeiten.

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Waffen führt eine Armee und Marine, erfüllt von siefster Treue, von kraftvoller Entschlossenheit, vom festen Willen zur Tat.

Wie sagte doch Fürst Bismarck am 4. Februar 1888:

^ „Wir haben das Material an Offizieren und Unter­offizieren, um diese ungeheure Armee zu komman­dieren. Kein deutscher Offizier läßt seinen Soldaten 'm Feuer iiu Stich lind holt ihn mit eigener Lebens- gesahr heraus, und umgekehrt, kein deutscher Soldat läßt seinen Offizier im Stich."

Und weiter erklärte Bismarck: „Wenn wir in

Deutschland einen §1rieg mit der vollen Wirkung unserer Nationalkraft führen wollen, so muß es ein Krieg sein, mit dem alle, die ihn mitmachen.

alle, die ihm Opfer bringen, kurz und gilt, mit dem .-re ganze Nation einverstanden ist; es muß ein Volkskrieg sein, es muß ein Krieg sein, ver nnt dem Enthusiasmus geführt wird wie der von 1870, wo wir ruchlos angegriffen wurden." Nun, diese Worte Bismarcks treffen Wort für Wort auf Deutschland in seiner gegenwärtigen Lage zu.

^ Die Stunde ist gekommen, wo russischer und fran­zösischer Übermut und englischer Neid das deutsche Volk zur Verteidigung seiner Unabhängigkeit nach außen herausfordern und einen Krieg von u n b e- r e ch e n b a r e r Tragweite herauifbeschwören. B t s ma r ck hat sich bereits 1887 über die Eventualität eines kommenden Krieges und die möglichen Folgen geäußert:

„Der Krieg von 1870 würde ein Kinderspiel sein gegen den kommenden — ich weiß nicht wann — in seinen Wirkungen für Frankreich —" und wie wir jetzt auch hoffen — für Rußland.

Die alten sturmerprobten Feldzeichen wehen! Den Feinden entgegen mit deutschem Mut und deutscher 51raft und Tapferkeit.

Die Herzen hoch, die Hände fest!

Durch Kampf zum Sieg!

Luxemburg.

Luxemburg hat eine besondere Bedeutung firr uns, weil die von Metz nach Luxemburg führende Eisenbahn sich in deutscher Verwaltung befindet und der Direktion der R e t ch s e i s e n b a h n e n in Straßburg untersteht. Deutsche Beamte versehen den Dienst auf dieser 'Strecke, und die Bahnhöfe mit ihren Anlagen, die dort errichteten Gebäude sind in deutschem Besitz. Bei der Lage dieses Landes zwischen Frankreich und Deutsch­land und bei der großen. Nähe der Grenze war es un­bedingt geboten, diese Bahn zu sichern und zu ver­hüten, daß sie vom Gegner in Besitz genommen wurde.

Das. Großh erzog tum Luxemburg ist mit dem Deutschen Reich durch eine Reihe von Staats­verträgen eng verbunden. Von 1816 bis 1866 ge­horch es zum deutschen Bunde. Als es nach Auflösung des Bundes seine Selbständigkeit erhielt, blieb es mit Preußen durch eine Zollvereinigung verbunden. Im Jahre 1903 wurde die Zollgemeinschast mit Deutschland verlängert, der Vertrag, wonach die Verwaltung der Luxemburger Bahnen in deutschen Händen verbleibt, läuft bis 1 959. Durch die Schlußakte des Wiener Kongresses van 1816 hatte Preußen das Vesatznngsrecht erhalten. Die von Vaubau gebaute Festung wurde zur deutschen Bundes­fest u n g erklärt. Bis zum Sepie m b er 1867 hatte Preußen darin eine Besatzung von 4000 Mann. Im Londoner Protokoll vom 11. Mai 1867 verzichtete es ans dieses Recht, weil darüber ein Konflikt mit Frank­reich drohte und Bismarck den Zeitpunkt noch nicht für gekommen hielt, um es deshalb zum Kriege mit Frank­reich kommen zu lassen. Die Schleifung der Festung erfolgte 1872. Seitdem ist Lnrcmburg eine offene Stadt und Residenz der nassauischen Onanier. Sie trägt noch vielfach deutschen Charakter. Seine G r ö ß e beträgt 2600 Quadratkilometer mit 260 000 Einwohnern. Davon sind 22 000 Angehörige des Deutschen Reich e s. An der Spitze des Landes steht seit 1912 die Großherzogin Marie Adelheid, die im Juni d. I. ihr 20. Lebensjahr vollendet hat. Sie ist bekanntlich unvenmählt und folgte ihrem Vater, dem Großherzog Wilhelm.

Das Gefecht bei Soldau.

W. T.-B. Berlin, 6. Aug. Das Gefecht bei Soldau, bas zur Vernichtung einer Brigade der angrcifcnbcn russischen Kavagcricdivision und zu weiteren Verlusten der zuriickgel>en- den Teile bei Neiden bürg siihrte, kostete ans deutscher Seite drei Tote n»d 18 Verwundete. Die Grenzschutzgr- fechte, deren für die deutsche» Truppen erfolgreicher Ausgang bereits gemeldet wurde, sind in P e t c r s b u r g in folgenden, den Tatsachen widersprechenden Telegrammen ver­öffentlicht worden: Die Avantgarde unserer Truppen über­

schritt voni Gouvernement Snwalki aus die Grenze, ohne Widerstand zu finden.

Ein Dcpcschcnwechsel zwischen Kaiser Wilhelm und dem König von Italien.

g!om, 5. Aug. Zwischen Kaiser Wilhelm und dem König von JdMen wurden Depeschen gewechselt.

Die Roons.

Berlin, 6. Aug. (Eig. Drahtbericht) Am Denkmal des Generalfeldmarschalls Grafen Alb recht v. R a o n auf der Nordseite des Königsplatzes war gestern ein großer Lorbeerkranz mit schwarzseidener Schleife und folgen­der Inschrift niedergelegt worden: „In ernster Zeit gedenken Kinder und, Enkel ihres Großvaters, der einst das deutsche Schwert schärfen half." Auf der anderen Seite steht: „Acht Brüder kämpfen für ihren Kaiser: Generalleut-