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Der Erholungsaufenthalt des Führers in Wiesbaden.
Reichswehrmusiker in Wiesbaden
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Reichsminister Dr. Goebbels hat am Freitag um 16 Uhr vom Erbenheimer Flughafen aus Wiesbaden wieder verlassen.
als Ramphis und Viktor H o spach als König waren die Interpreten der Hauptrollen. Besonders eindrucksvoll waren wieder di« durch Mitglieder des MEV. Wiesbaden und Damen des Cäcilienvereins verstärkten Chöre im 4. Bilde (dem Einmarsch des Siegers), unter Leitung von Richard Tanner. Der Führer wohnte der Vorstellung bis zum Schlug bei, applaudierte lebhaft nach dem Fallen des Vor-
Das Wetter der nächsten Woche.
Mild — heiter und nur leicht veränderlich.
Ganz programmäßig hat sich zum kalendarischen Früh- lingsbeginn warmes und heiteres Wetter eingestellt. Schon Ende der Vorwoche war die Neigung der Großwetterlage deutlich erkennbar, nunmehr endlich die letzten Auswirkungen des Nachwinters zu beseitigen. Als am Donnerstag-früh 2.17 Uhr der Sonnenball das Tierkreiszeichen verließ — der astronomische Frühjahrsbeginn — war bereits ein Tag vergangen, an dem fast sommerliche Temperaturen im Westen
Wiesbadener Nachrichten.
„Der Not zum Trutz—dem Volke zum Schutz." Kroße Nagelung -er Technischen Nothilse für die Winterhilfe.
Morgen Sonntag ist jeder Wiesbadener Volksgenosse eingeladen zur Nagelung des Hoheitsabzeichen der TN., welche zu Gunsten des Winterhi-lfsw-e r ke-s auf dem Kaiser-Friedrich-Platz durchgeführt wird. Die Führer und Nothelfer der Technischen Nothilse, Ortsgruppe Wiesbaden, stellen sich -restlos -in den Dienst des Win-terhilss- we-rkes, so daß die Wi-lhel-mstr-aß« ein buntes Bild abaeben wird.
Der Musikzug der TR. wird zwischen 11 und 13 Uhr auf dem. Kaiser -F r i-ed ri-ch-Platz ein reiches Programm van Märschen und Ouvertüren wiederaeben und sich somit e-b-e-n- falls in den Dienst -der Winterhilfe stellen.
„Der Not zum Trutz — demVolk zum Schutz," das ist das alte Mahnwort der Technischen Nothilse und unter diesen alten Worten 16jährigen TN.-Bestehens, soll das neue Hoheitsabzeichen der TN- genagelt werden, um hier wie -immer, dem in Not be-fin-d-li-chen Volksgenossen zu helfen.
Wiesbadener Volksgenossen, seid auch Ihr alle Nothelfer, im Sinne des Wortes, opfert zum Wi-nterhilfswerk des deutschen Volkes. Kommt alle zur Nagelung -des TN. Hoheitsabzeichen morgen Sonntag auf den Ka-iser-Fri-edrich-Platz an der Wilhelmstraße.
Opfert zum Winte rhilsswe r k.
Konzert im Kurhaus.
Die Ankunft der 160 Reichswehrmufiker am Freitag hatte eine ungeheuere Menschenmenge zum Hauptbahnhof gelockt. Pünktlich um 11,43 Uhr traf der Zug, der die Reichs- wehrkapellen nach Wiesbaden brachte, ein. Nach dem Empfang durch eine Abordnung der Partei auf dem Bahnsteig, wurden die 160 Reichswehrmusiker, die aus 5 Mustk- korps, 1 Trommlerkorps und 1 Spielmannszug zusammengestellt ßnd, von Abteilungen der RSBO. sowie vom Musikzug durch die Stadt zum Kurhaus geleitet. Überall erhoben sich grüßend die Hände der vielen Menschen, wo die Fahne der NSBO. und die Schellenbäume, die die Reichswehr- kavellen mit sich führten, erschienen. Durch die Rikolas- Rhem- und Wilhelmstraße marschierte der Zug zum Kurhaus, wo die Reichswehrkapelle später vor dem Führer konzertierte.
Nachmittags konzertierte je ein Teil der Kapellen zwischen 5 und 6 Uhr auf dem Elsässer- und Adolf-Hitlerplatz.
Das abendliche Konzert im großen Kurhaussaale, unter Leitung von Obermusikmeister K r a u s s e, wurde zu einer unwillkürlichen Huldigung. Schon der Massenandrang war dessen ein Zeugnis. Nicht bloß der große Saal und seine Galerien waren ausverkauft; es wurden Stehplätze im S Saale gegeben, der Kuppelraum mit in den Saal ein- r; die Seitentüren wurden geöffnet. Gange und der grüne Salon — alles standen voller Menschen: ein kaum gesehenes Bild eines Konzertbesuches.
Der Abend stand im Zeichen von Tempo und Kraft. Von letzterer fast etwas zuviel. Über 160 Militärmusiker in einem nicht zu großen Raum: das gibt nicht bloß Ruck- Zust. chas gibt auch Klang. Der Kurhaussaal hätte für die Tonfülle noch mehr Türen haben müssen. Vollends als in den 5 letzten Nummern Schellenbäume, Fanfaren, Keflel- pauken und Spielleute einsetzten. Die vier ersten Nummern (der Reitermarsch von R. Wagner, die Ouvertüre zum „Oberon" von C. M. v. Weber, Szenen aus „Hänsel und Gretel" von Humperdinck und das Capriccio Italien von Tschaikowski zeigten die vorzügliche technische Durchbildung
Fahrt in den Taunus.
Auch am gestrigen Freitag verweilte der Führer längere Zeit im Kurgarten und nahm später im Kurhaus das Mittag esse n ein, wobei ihm die in Wiesbaden an- wesend-en Reichswehrmusiker ein Ständchen brachten. Daran schloß sich eine Fahrt auf die Platte, die dem Führer erneut Gelegenheit zu einem prächtigen Überblick über di« in Hellem Sonnenschein liegende Stadt und ihr« weitere Umgebung ermöglichte.
Unter Führung von Kreis-lei-ter Bürgermeister Piskarski und Kurdirektor Freiherr von Wechmar wurde schließlich noch der Kochbrunnen einer e in ge h e nde n Besichtigung unterzogen. u
Das Publikum, das den Garten in dichten Scharen utn= drängte, hatte hier besonders Gelegenheit, d-em Führer -feine tiefe Ergebenheit zu bezeugen.
Festvorstellung im Staatstheater.
Beim Besuch des Wiesbadener Staatsth-saters, in der abends auf besondere Veranlassung die große Oper „Alba" gegeben wurde, war der Führer wieder -der Mittelpunkt lebhafter Begrüßungen. Die Tatsache, daß der Führer Wiesbaden und sein Staatsthea-ter durch den Besuch einer Vorstellung an-szeichnen würde, war auch ohne besondere Ankündi-gung bald bekannt geworden, -so daß bereits arit Tugs vorher sämtliche Plätze vergeben waren. Ein bis in alle Ränge und Logen festlich besetztes Haus harrte abends in festlicher Erwartung des Führers, der pünktlich «ntraf, lebhaft begrüßt wurde und mit feiner Begleitung in der großen Fremdenloge Platz nahm. Rechts von ihm faß der Oberpräsident Prinz Philipp von Hessen, links Intendant von Schirach, der das Zeichen zum Beginn der Vorstellung gab. Die Klänge des Vorspiels der großen Verdi-Oper rauschten auf. „Mda" wurde in der Wiesbadener Festspielausstattung (Inszenierung: Hanns F ri-ds rici), in der kürzlich erst eingehend gewürdigten Besetzung gegeben. Karl Elmendorffs geniale Stabführung gab dem Werke die Weihe eines Festspieles, dessen klanglich« und darstellerische Eindrücke auf das Wirkungsvollste zur Geltung kamen. Hilde S i- n g e n s t r e u als Alba, Helena V r a -u n als Amneris, Bodo E r e v e r u s als Rhada-mes, Adolf H a r b i ch als Amona-sro, Herbert Alfen
der Musiker. Das Capriccio Italien vor allem erstand in funkelndem Glanze und errang besonderen Beifall. Ein schwedischer Marsch aus dem 30jährigen Krieg führte nach d Pau-!« in den eigentlichen Bereich der Kapellen: Mörsch k "un Fanfaren und Trommeln und Querpfeifer aus dem 16. Jahrhundert waren, ob nun Trommeln aufreizten oder Trommelwirbel Pferd und Mann in die Glieder fuhr, oder ob es die aufrüttelnde Kraft des Radetzky-Marsches oder dre Geschlossenheit eines Marinemarsches waren, immer ist es das Wesentliche: hinter diesen aufreißenden Klängen gingen wehrhafte Männer, von diesen eindringlichen Aufrufen wurden Männer aus der Müdigkeit in die Kraft, aus dem Marsche in den Kampf gerufen, einerlei ob es Frundbergs Landsknechte, hollän- dis-che .Geusen, Finnländer und Pappenheimer, friede- nz-iannche Soldaten, Helden aus den Befrei ungskriegen oder moderne blauen Jungen waren. Was war das Trinklied der Landsknechte doch eine feierliche Angelegenheit: wie ein Hymnus auf das geschenkte Leben, was steckt doch eine Kraft — un& ®mut in den alten und neuen Zapfenstreichen. Die große Nymmer „Historische Hee res m ä r sch«" wurde ganz von selbst zu einer tönenden Heldenschau und Mi-litär- gei-chichte. Es war fast zuviel des Guten, nicht bloß an Kraft, sondern auch an Programmen:
. Mi« hie» Bedenken ist nur akademisch. Der Funke, der von den Märchen ausging, zündete. Rian hätte gerne den Führer gesehen. Man spürte das. 'Eine gewisse Nervosität lag mit der Hoffnung, er komme, über den Tausenden.
i des Reiches gemessen wurden. Begonnen hatte diese Entwicklung mit dem Vordringen eines Hochdruckkeiles von Grönland her nach Mitteleuropa. Infolge der Annäherung eines atlantischen Tiefs an der französischen Küste kam es M..Sonntag zu Eintrübung und geringfügigen Niederschlagen. Schon an diesen Tagen wurden jn Bremen, Han- nooer, Serl-in und Erfurt 15 Grad, in Karlsruhe und Magdeburg 16 Grad Wärme erreicht. Deutschland befand sich nn Bereich eines südwestlichen Warmluftstromes, der bis Nordeuropa _ hinauf führte und dort an der Grenze der I arktischen Festlandssuft zu Neubildung von Störungen Anlag gab. Die Hochdruckbrücke von Grönland zerfiel nach langsamem Druckfall um die Wochenmitte, als ein großes, breitenparalleles Tiefdruckgebiet sich von Neufundland bis nach Südnorwegen erstreckte. Um das europäische Maximum drang feuchtwarme Meeresluft in Norddeutschland ein und rief am Dienstag bereits eine starke Bewölkung hervor. Die Verlagerung des erwähnten Gebietes hohen Barometerstandes nach Südosteuropa brachte unserem Ve-
I zirk bald wieder Aufheiterung und weitere Erwärmung.
Die vergangene Woche hat im Zeichen der von Süd- wcsten herangeführten subtropischen Luftmassen gestanden. Trotz starker Sonnenwirkung herrschte kaum 14 Tage früher im größten Teil des Reiches ein bitter kalter Nachwinter. Beide Wetterlagen sind ein Beweis für die in unserem I Klimabezirk allein ausschlaggebende Wirkung der Luft- I körper, die von Westen oder von Osten herangeführt werden und die ihnen eigentümliche meteorologische Bedingungen mehr oder weniger verfälscht mit sich bringen. Nur große I Territorien, wie etwa Jnnerasten, haben ungestörtes und meist sehr gleichmäßiges Eigenklima. Die Neigung der Großwetterlage, südwestliche Warmluft über Mitteleuropa nach dem Norden zu verfrachten, wird auch in der nächsten Woche bestehen bleiben. Immerhin kann im Bereich dieser Luftmassen feiten mit ganz störungsfreiem Wetter, wie es auch in dieser Woche der Fall war, gerechnet werden. Wir erwarten, ehe die aprilmäßige Periode der Kaltlufteinbrüche noch eine zweite nur leicht veränderliche und milde ^ruhlingswoch«. Späterhin werden die über das Nordmeer heranfließenden kühleren Luftmasfen mit Regenböen und I Hagelfällen den berüchtigten und unbeständigen Monat I April einleiten. Zunächst jedoch spricht alles für eine Äuf - rech.terhaltung der ruhigen mild-heiteren Frülingswetterlage.
— Wiesbadener Fremdenzahl. Die Zahl der in der Zeit vom 1. Januar bis 21. März d. I. angemel-deten Fremden I beträgt 12 583 Kurgäste und Passanten.
— Generelles Verbot der „Weißen Wochen" im ganzen Reichsgebiet. In Berkin und in verschiedenen anderen Großstädten Deutschlands hatten die zuständigen Industrie- und Handelskammern ber-eits Anordnungen getroffen, durch die Veranstaltungen von „Weißen Wochen" unmöglich wurden. Nunmehr hat der R-eich-swirtschafts-miN'ister eine Anordnung erlassen, die für das gesamte deutsche Reichs- geb-i-et Gültigkeit hat und mit der die Veranstaltung von I „Weißen Wochen" generell untersagt wird. In der Anordnung, die mit dem auf die Verkündung folgenden Tage in Äraft tritt, heißt es: „Im Jahre 1935 dürfen Verkaufs Veranstaltungen in der Art der sogenannten „Weißen Woche" nicht vorgenommen werden. Dabei ist die Bezeichnung der Veran-ftaÄ-ung unerheblich. Verboten find demnach besondere Berkaufsoeranstaltungen, in denen eine Zusammenstellung weißer Waren angeboten wird".
— Schneeglanz und Bkaustern blühen. Die warme Früh lingssonne hat nun auch nach den bunten Krokussen di lieblichen Blausterne (Sc-illa siberica) und den Sch-neegl-an (Chionodoxa) zum Blühen gebracht. Große Flachen dies, tiefblauen Blumen umgeben die hohen Bäume und schmücken 1 bi« Rasenflächen, als Gruß des jetzt auch f»knder-mWg"ei" gezogenen Frühlings für Wiesbaden.
— 3« den Städtischen Krankenanstalten wirb, wie d Städtische Pressestelle mitteilt, vom 1. April 1935 ab fc - Aufnahme- und Entlassungstag als ein Tag berechnet.
— Reitweg wird Parkplatz. Ein weiteres Stuck pe ehemaligen Reitweg der Wilhelmstraße wird jetzt als Pa: platz für Kraftwagen eingerichtet. Und zwar hat man i reits den hohen Bandstei-n tiefer gelegt und den weich Boden durch eine Steinauflage befestigt, so daß in den z nächsten Tagen auch der mittlere Tei-l der Wilhelmstra für Parkzwecke benutzt werden kann.
— Hohes Alter. Am Sonntag, 24., feiert Fran Josephi- l Kreß Wwe. ihren 75. Geburtstag. Sie wohnt 25 Jahre i 1 Hause Karlstraße 7 und ist seit 1890 Bezieher des Wie badener Tagblatts. ,
- Preußisches Staatstheater. In Ser ErstaufMrur , des heiteren Ha-tyrpiels Zweimal zwei ist fünf" am Son < tag, 84. Wärz, führt Kurt Hellnick hie Spielleitung, tu
Ganges, und unterhielt sich in den Zwischenakten mit dem Intendanten, dem er seine Anerkennung für die ausgezeichnete Aufführung wiederholt zum Ausdruck brachte.
... Das ganz« war eine kraftvolle Kundgebung der An- hangl-lchkeit und Liebe zur Wehrmacht. Ein breites Tuch verkündete in Riesenlettern: „Die Wehrmacht ist der einzig« Waffenträger der Nation". Das Konzert selbst aber verkündete: dre Wehrmacht ist ein Glied der Volksper- bundenheit. Sie stand mit ihren Darbietungen m Dienste des Ganzen, im Dienste des Winterhilfs- werke _s. Die Liebe zu unserer Wehrmacht münzt« sich um Zum Opfer für das Volk: das war das Größte des Abends.
Kainepadschaftsabend, zu dem di« Kreisleitung der NsDAP. eingeladen hatte, beschloß im Kasino den Abend.
