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Abend-AusgaSr, 1 Blatt.

alles fccrfft an die Greuel des vüMch-japanischen Krieges. Soldaten und Genidatzmen treiben das >VoN mit Kolben und Peitschen schlagen zur Stelle. Auch befürchtet man eine Revolution. Seit der Mobilmachung find sämtliche öffentliche Lokale geschlossen.

Schon Revolution in Rußland?

Q Leipzig, 6. Aug. (Erg. Drahtbericht) Ein junger polnischer Doktor der Medizin, der in Leipzig seine Studien fortsetzte, kehrte zu Be­ginn des Kriegs nach Warschau zurück, um sich dort zu stellen. Er hatte vorher seinen hiesigen Freunden auf ldas bestimmteste versichert, daß in Warschau die Revolution ausbrechen würde. Um den Leipziger Freunden darüber Mitteilungen zukommen zu lassen, verabredete er mit ihnen folgende Chiffre- fchrift: Wenn sich auf der Postkarte, die er ihnen schrei­ben würde, zweimal das WortGrütze" fände, so be­stände in Warschau ein revolutionärer Zustand, wenn aber auf der Karte zweimal das WortKüsse" vor­käme, so herrsche tatsächlich große und gefähr­liche Revolution. Gestern traf nun eine Post­karte des jungen Polen ein, die nach einigen belang­losen Miteilungen über Reise, Gesundheit usw. die Worte enthielt:Herzliche Grütze für Dich und

Grütze für die Freunde" und als Postskriptum: Küsse Dich und küsse Fanny."

Die Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Rußland.

# Berlin, 6. Aug. (Eig. Drahtbericht) Wie die ,,B. Z. am Mittag" erführt, hat die österreichisch-un­garische Regierung der russischen Regierung bereits die Kriegserklärung übermittelt. Der offizielle Text dieser Erklärung wird alsbald bekanntgcgeben.

W. T.-B. Wien, 6. Aug. Dem hiesigen russischen Botschafter Schcbekow sind die Pässe zugestellt worden; der österreichisch-ungarische Botschafter in Petersburg Szapary wurde angewiesen, seine Pässe zu fordern, um womöglich noch heute Rußland zu verlassen

Die Kbreise des englischen Botschafters und des belgischen Gesandten in Berlin.

# Berlin, 6. Aug. Mg. Drahtbericht) Der englische Botschafter und der belgische Gesandte haben heute früh Berlin verlassen. Bon den deutschen Behörden waren zwei Salon­wagen mit Speisewagen zur Verfügung gestellt worden. Ei» höherer Beamter deS Auswärtigen Amtes war bei der Ab­reise am Bahnhof anwesend. Der belgische Gesandte Baron B e y e n s hatte vorher wiederholt im Auswärtigen Amte bei dem Staatssekretär v. Jagow und Unterstaatssekretär Zimmcrmann Unterredungen, zum letztenmal gestern nach­mittag um 5 Uhr.

Deutsche Hilfsbereitschaft.

Eine Gabe von 250 000 M. der badischen Metallindustriellen für das Rote Kreuz.

W- T.-B. Mannheim, 5. Aug. Der heute tagende Aus­schuß des Verbandes der Metallindustriellen Badens, der Pfalz und angrenzender Jndustriebezirke, mit dem Sitz in Mannheim, beschloß auf den Antrag des Vorsitzenden ohne Debatte einstimmig, angesichts des dem Reiche ausge­zwungenen Krieges und der erforderlichen ungeheuren Opfer an Gut und Blut dem Roten Kreuz und anderen dem gleichen Zwecke dienenden Anstalten sofort zunächst 250 000 M. zur Verfügung zu stellen.

Zuwendung der Stiftung zum 70. Geburtstag des Königs von Bayern an die Kriegsfürsorge.

W- T.-B. München, 5. Aug. Ein königliches Handschreiben an den Minister des Innern besagt: Die bayerischen Städte, Gemeinden sowie der Landrat Oberbaherns beabsichtigen, mir zum 70. Geburtsfeste eine wertvolle Gabe zu widmen: Es ist mein dringender Wunsch, daß diese Widmungen unter­bleib e n und würde es mit freudiger Genugtuung begrüßen, wenn die hierfür bestimmten Mittel der Fürsorge für Kriegs­teilnehmer und deren Angehörigen zugewendet wurden.

Der Aufruf an die Johanniter.

' Der Krieg ist unvermeidlich, die Mobilmachung der Armee ausgesprochen und damit uns, die wir zu Werken christlicher Liebestätigkeit an Freund und Femd durch das weiße Hosvitaliter-Kreuz zu einer Gemeinschaft verbunden 'n,d die Pflicht auferlegt, werktätig aufzutreten und, wie in

Wiesbadsrrrr Gsgblatt.

Donnerstag, 6. August 1914.

den Kriegen 1864, 1866 und 1870/71, die Fürsorge für die Verwundeten und Kranken nach besten Kräften zu fordern. Von allen Rittern, die verhindert sind, sich persönlich zu be­teiligen oder die nicht zur Verwendung kommen können, er- loarte ich, daß sie die Tätigkeit des Ordens durch Beitrage und Sammlungen an Geld kräftigst unterstützen. Zur Vermeidung von Zersplitterung sind bare Gelder entweder an dm Ordens­kasse, Berlin W. 35, Schöneberger Ufer 19, unter Benutzung des anliegenden Formulars oder an die Königliche Seehand­lung, Berlin SW-, Markgrafenstraße 38, _ auf daS Konto: Johanniterorden Separat-Konto Krieg", einzusenden. Im Ordensblatte wird über die eingegangenen Betrage quit.iert werden. Bitten wir Gott, der die Geschicke der Volker lenkt, daß er unser Vaterland in dem zu erwartenden schweren Kampfe segne, uns aber stärken möge, unsere Ordenspslichten bis zum Ende treulichst zu erfüllen!

Berlin, den 1. August 1914.

Eitel Friedrich, Prinz von Preußen, Herrenmeister.

siech ern zu Militär- und Marinezwecken

feiten. In Steglitz sind die j uiBf »*>

sinder ausgesordert worden, an Stelle Briefträger beim Aust ragen der Pvw

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Die Bolkssammlung der Deutschen iv> r 7 n ge i. W.T.-B. Berlin, 5. Aug. Die K r o n pr ^

Eine Stiftung ostpreutzischcr Redakteure.

W. T.-B- Königsberg, 5. Aug. Im Verband der ost- preußiscben Presse haben die Königsberger Ortsverbande der Münchener Pensionsanstalt deutscher Journalisten und Schriftsteller und der vereinigten Redakteure und Journalisten beschlossen, 500 M. dem Generalkommando des 1. Armeekorps zur freien Verfügung zu stellen.

Die Gewerkschaften an ihre Mitglieder.

Die Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands veröffentlicht einen Aufruf an ihre Mitglieder, in dem e- heißt:Die Gewerkschaften werden alle Mittel m d Dienst ihres Aufgabenkreises stellen. Aber dauernd können sie diese Verpflichtungen nur erfüllen, wenn dielenden, di in Arbeit stehen, nach wie vor es als ihre PflM durch die Beitragsleistung es zu ermöglichen daß dm Unterstützungen an die Hilfsbedürftige n weitergezahlt werden. ^Die Gewerkschaften werden bestrebt sem, so weit es in ihren Kräften steht, die bitterste Not der Mitglieder und ihrer Angehörigen zu mildern."

Die deutschen Jesuiten stellten sich dem Kricgsmrnlster zur Verfügung.

Köln, 5. Aug. Wie dieKöln. Volksztg " von zuver­lässiger Seite erfährt, hat sich die deutsche Ordensprovinz des Jesuitenordens dem Kriegsministerium zur Verfügung gestellt.

Die Bcreinsvermögen fürs Vaterland!

# Königsberg, 6. Ang. (Eig. Drahtbericht) In.Ost­preußen ist eine Bewegung im Gange dahingehend daß samt liche Vereine ihr V er e i n s v er m o g e n dem Roten Kreuz zur Verfügung stellen. In Bartenstem erklärten sich bereits zur Opferung ihres Vermögens berm : der Flotfen- verein, der Mannergesangverein der Wsisenschastl'che Ver­ein, der Kriegerverein, der Ostmarkenverein und der Gewerbe­verein.

Wie 1813 !

A Braunschweig, 6. Aug. Mg. Drahtbericht) In der Geschäftsstelle derBraunschweigischen Landeszeitung er­schien eine Dame mit den Worten:Geld habe ,ch nicht, aber dieses möchte ich Ihnen geben. Verkaufen Sie sS und ube . reichen Sie das Geld dem Roten Kreuz." Dabei »bergab sie einen kostbaren, mit funkelnden Edelsteinen und prachwollen Perlen besetzten S ch m u ck und lref eiligst davon. Kaum war die wertvolle Opfergabe im Schaufenster zum Verkaufe aus­gestellt, so brachten andere Damen Schmu ck st u ck e sowie Gold- und Silbergebranchsgegenstande und leatcn sie als Opfergabe für das Vaterland nieder.

£ Detmold, 6. Aug. (Eig. Drahkbericht) Die Direktion

der Sinalco-Aktiengesc'llschaft stellte telegraphisch

dom Kriegsministerium für die identische Armee 1^0 000 Liter Sinalco-Geträrik als Kriegsspende zur Verfügung.

das Protektorat über die von dem Verein s A

im Ausland durch Aufruf eingeleitete -- Arü^

Deutschen im Ausland für die kämpfen nommen. _ ill

nommen. - ttt A;

Sympathiekundgebung der amerikanischen »o

München, 4. Aug. Die hiesige EerSaM!^^ ßMaWiOTtrt w>8 Bro-reisors ? VU-U£W" JC*.-

München, 4. Aug. Ale yie,rge £

sändte untor Führung des Pastors Uorker Kolumbia-Universitat eine ^bo^dM .

bürgevmeister, um die tieflste Sympathieftn die Bewunderung des Mutes und .der ^ärifeS deutschen Volkes auszudvücken und die ^

daß sich die gesamte hiesige amerikani Dfestst des Roten Kreuzes stelle.

1 festst des Roten Kreuzes stelle. Nati»«^^

Ein Aufruf des Deutsch-Am erikanifchen ^ £ ^ W. T-B. New York, 5. Aug. ein«« ^I

Amerikanischen NationallmndcS cmnri inC w In dieser schweren Zeit Deutschlands ist '

wir Deutsch-Amerikaner fest und treu L»! ^ jstr «

Exekutive des NationalbundcS ist auf der Astse" s

xekutive des Nauonaivunves in am *>.* " 9

ntercffen Deutschlands, für die beste Art »

>ahrung des deutschen St amen - * 'p

ässigkeit und Nnwissenheit er»

Der Aiffrus

Interessen w

h . . -

unserem eigenen Lande. Sammlungen zu veranstalten.

Kaiser Wilhelm an den König vo» -^- ^ Dresden, 5. Aug. Auf das Telegramm, ; alsbald nach Bekanntwerden des Mobuw den Kaiser gerichtet hat, hat der Kaiser durw

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den Kaiser gerichtet hat, hat der Kaiser c

gramm geantwortet:Deine freundlichen r s

aus dankbarem Herzen in dieser schicksa ! ^

Allerlei nachahmenswerte Maßnahmen in Berlin.

8. Berlin, 6. Aug. (Erg. Drahtbericht) Fm Hinblick auf die notwendige Sparsamkeit im Verbrauch von Kohlen und aus anderen Gründen erläßt der Berliner Polizeipräsident ein Verbot der Lichtreklame auf den Dächern un!d er, mahnt auch weiterhin lalle Jnhckber großer Geschäfte zur Sparsamkeit des Vevbranchs von Gas und Elektstzität. Die Direktion der Großen Berliner St ratzen Ha h n erlätzt einen Ausruf an die Frauen und b-fet drese da zum großen Teil ihr Pevsonal emlgezogen sei, als Scha fs- ner in Hren Dienst zu treten. Der Kaiserliche Automobilklub sovdert seine Mitglieder aus, ihre Privalautos für den militärischen Verkehr innerhalb Berlins zur Verfügung zu stellen. -- Die MMie. der der amerikami schen Ä rzteschast in Berlin haben beschlossen, ihren Dienst den Sanitätsanstalten des deutschen Heeres an.zubieten. Ferner ist in Berlin -eine Samm­lung .ingeleitet, um die freiwillige Ablieferung von Feld­

aus dankbarem Herzen in dieser Gott ivird mit uns sein in Vertretung ei Daß Deine Sachsen, wie stets, sich glänzeno , daran hege ich keinen Zweifel. Gott mit .

Die Verteilung der ausländischen » P W. T.-B! Berlin, 5. Ang. In einer v ^

Reichsamt des Innern unter dem Vorsitz ^

Dr. Delbrück abgehaltenen Sitzung, bei tV ^ ,, Mlnisterien und Reichsämter vertreten wa ^ ?

richtung einer Zentralstelle im Reichsamt o ,

Angelegenheiten der Verteilung der ausla

Angelegenheiten oer ^eriennng ^ ^ ^

kräfte über das Land zur Beschaffung ^

zum Ausgleich zwischen Angebot und ^

Arbeitsmarkt in der L a n d w i r t s ch "/ fftelle werbe beschlossen. Die Leitung der Zem ^ igpj | Ministerialdirektor Dr. Lewald. Sw so^ g ^

_T>-r Urft iinmrfmPrrfnfl6Tl. ^ A i,

itsterialdireltor Ar. «eronio. ^ ' ofm 6- Zef f anisationen in sich zusammenfasien^, ^jsati^ J Besprechung mit den wichtigeren ~ " Uvt tn'-Wy

Organisationen eine

Eine Aachen,

korps eintreffende Reservisten,

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patriotische Kundgebung von B-rg ^ chen, 4. Aug. Ans dem Kohlenremer

rnrrefsenoe ^ zru"-

stalteten, von Tausenden umjubelt vor Denkmal eine begeisterte patriotische Kn »

nne oegeiNL,.^ m

Beförderung von 5-iif ! nri*e» ä II g * Berlin, 6. Aug. Der gesamte Iah ^ zur See 1911, der im Herbst dieses Iah ,st zum Seeoffizierstand zu erwarten W ^ & Mobilmachung der Flotte zum ^eut befördert worden. Militär- 0

Ans Helgoland nur . M

. Aua. Jetzt hat die U 5V1

Altona, 5. Aug. Jetzt hat Mgi»d, p'

ihr Eiland verlassen. Die Dampf« Festl^,,^ brachten die gesamte Einwohnerschaft «ul ^

brachten die gesamte Einwoynemm»>- n die einzelnen Ortschaften der N'ederelb erhielt Altona 1000, Blankenese 300 H lichen Einquartierung.

Deutsche Unterseeboote aus .

Dermale fenei

W. T.-B. Kopenhagen, 5. Aug. boote wurden gestern nachmittag rm. . er

Sundes gesichtet. Sie scheinen stellung eingenommen zu haben.

dort

eine

Unterbrechung deutscher Ka W- T-B. Berlin, 6. Aug. Die Äcffl « 1

Azoren, Emden-Teneriffa sind »nteA ^

Azoren, Emden-Tenerissa unv u-- die über diese Kabel gehen sollen, nommen werden. ..rerb^

werden. «ttt

Das Telephon LondonPan» hat ^

Berlin, 3. Aug. Seit Samstagw ^

in London, Daß oie

gegeben habe, um das Bekanntwerden

i-

verkehr"zw"ischm Paris und'Ändor^l ^

in London, daß die englische: Reg eru ^

... (fi'ijf

wie sonst - fast ganz nach R««ser auf die Straße. Dort spiegelt sich

Die Aeichshauptstadt in der Mobilmachung.

Eon unserer Berliner Schriftleitung.)

8. August.

. - (it-ttn- so gar nichtschöne" und so gar nichtge- ausser anderen Seite nicht nur arbmts-, rn au» genutzfrohe Reichshauptstadt ist - in emem ganz "S n e fröttich - ja immer ein wenigmobil Unb ststefetzt im Zeichen der wirklichen, blutig-ernsten Mobil- ^ 'Um tntpher m. erkennen. Mag das Ringen, das nun

Z, Sa» £ S SS. seit.» ,i»d «*«.»«

mich'aewalt g groß. Und wahrlich: die große Zeit hat kein - Geschlecht gesunden. Am Anfang mag noch ein wenig

e ein wenig Seiisationslüsternheit, .1« fr*»j_.«n ^

wenig Nlkstimmung in all den ostepreich-freunÄrchen und o-seindlichen Kundgebungen gewesen sern. Run ist E das k' Berlins und die Stimmung seiner Bw:ger Mit einem ave rändert. Es herrscht R u h e E r n st, rifsenheit, aber auch unbedingte Zuver- t und das lebhafte Temperament des Berliners,komust hier und da einmal zum Durchbruch. Aasur zeigt sich >r der alte Berliner Humor von 1870.Immer mit die ist eines seiner beliebtesten Schlagworie. ri!« tiefsten und einschneidendsten Veränderungen hat die ckmachung und die Verhängung des Belagerungszustandes 'Xrflner Wirtschaftsleben und dem Berliner 2 ^rvorgerufen. Dreitausend Straßenbahnschaffner 'tausend Untergrundbahnangestellte sind ö» den Waffen -rufen 85 Proz^ der Autos und der Pferde sind vom tär requiriert. Die Straßenlahn verkehrt nur mit der te ihrer Wagen, die Hochbahn nur alle zehn Minuten. Dw chkenhgltevlätze sind leer, und um jedes freie Auto entsteht

ein förmlicher Kampf. Heute, am ersten Tage der Pserde-

aushebung, fehlt es an Milch und Eis, die mcht mehr schnell und ausgiebig genug im ganzen Stadtgebiet verteilt werden können Dem Lebensmittelwucher sind ja durch die Festwtzung von Höchstpveisen durch adas Gouvernement gewisse Grenzen ge­setzt ' trotzdem kommen noch Ausschreitungen derart genug vor. Auch der Mangel nicht nur an Gold, sondern auch an Siloer- geld dauert an, freilich spielt sicher auch manchmal böser Wille mit so wenn in einem dicht besetzten Kaffeehaus am Abend der'Kellnckr erklärt, einen Fünfmarkschein nicht mehr wechseln

511 ^Sto^toUften aftec sieht es auf den Bahnhöfen Berlins aus Der plötzliche, vielfach reichliä, verspätete Rückstrom der Bevliner aus den Ferien hat dort Zustände geschaffen, die »oder Beschreibung spotten/ In den Gepäckhallen, auf den Korridoren, auf den Bahnsteigen häufen sich die Koffer und Kisten die Säcke und Körbe, alles aiikommendes oder äbgehen- des PassagievMt, zu Bergen. Gepäck, das am Freitag hier einaetvossen ist heute, am Montag, noch nicht ausgeliefert, das Vtzrsonall ist durch die Mobilmachung verringert, zum andern Teil überlastet, und ob und wann diese Berge abgetragen werden sollen, weiß der Himmel.

Nicht minder schlimm ist es mit dem Post-, vor allem aber mit dem Telegramm- und mit dem Tefephonverkehr. Ein uns vorliegendes Telegramm aus Memel hat 35 Stunden ge- 2 « in die Hände seines Adressaten zu kommen ein 1tm 8 Übr vormittags nach Wiesbaden angemeldetes Tele- phongespräch war um 11 Ufe «bends noch nicht cm der Neibe" und selbst dringende Ferngespräche brauchen vier bis fünf Stunden. Die Berliner Post- und TÄLgraphenämter können einfach den ins Riesenhafte gesteigerten Verkehr nicht

nrßfcr btfty'dttintn* .

SÜker _ der so vielfach alsungemütlich" verschriene Der- liner ist heute geduldig, wie sonst nur ein Münchener und lamperlfvoMm", wie, sonst nur ein Wiener, und mehr iwch

das ganze bewegte Bild, die *

Zeit. DieLinden" unb die FnedEs jetzt ^

machungen des Gouvernements i'*' gze^A Zeitungen und Extrablätter werden teilern aus der Hand gerissen, vo j .

den Botschaften und dem Reichskanzl-r^^ «'[( neue Schaven, und bei aller Freche: ^

Schutzmann ist mit einemmal vernunl ^ e , \erpi geworden) hält diese ganze ungebeu: ^ i

liche Disziplin. Kein Johlen und Schreien mehr zu Wj?- tXl da einmal unter patriotischen wrlfe» Ki\4 1

voii Fahnen durch die Stadt 3'^ '«yjfftc i

geradezu militärische Zucht. ^ Z$A

Auto, das einen Offizier zur Ba» §

bejubelt, und als am Sonntagaberw -

der japanischen Kriegserklärung an , die Menge am Witte,chevgplatz pa

Studenten ansichtig und habhaft wmv ' FM ^ Schultern gehoben und, von v $

<«n Kuvfürstendamm m w "S^'pe^U Dort gastiert eine v n s 1 r s ch e & Ä f)

Langmähnigen, sehr tüchtigen ^ ^ " ' '