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kch«ll-»b«rg'sche Hofbschdnuierki, ^ragbiaü.Ha»». Wöchentlich 7 Ausgllöen Erscheinungszeit:

Wöchentlich

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®erttägli<6 nachmittag,, Samstags vor- u. nachmittags

mit einer täglichen

Unterhaltungsbeilage.

Postscheckkonto: zrankfutt a. M. Rr. 7405.

83. Jahrgang.

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Am Nachmittag stattete Ministerpräsident General

«inen Besuch ab, der über anderthalb Stunden währte.

Fernsprecher-Sammel-Nr. 59631. Berliner Büro: Berlin-Wilmersdorf.

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Geschäftszeit: 8 Uhr morgens bis 7 Uhr abends, außer Sonn- und Feiertags.

Markt für ihre Waren in der Sowjetunion zu finden, als auch mit den amerikanischen Bürgern, deren Eigentum in der Sowjetunion beschlagnahmt wurde. Es erscheint kaum irgend ein Gründ zu bezweifeln, daß die Verhandlungen, die anfangs so vielversprechend erschienen, jetzt als beendet angesehen werden müssen. Nach der ganzen Ent­wicklung der Lage wird nunmehr der Vorstand der Export- Jmportbank entscheiden müssen, ob diese Bank überhaupt noch eine Daseinsberechtigung hat."

Trojanowski verließ nach seiner kurzen Unter­redung das Staatsdepartement sichtlich niederge­schlagen. Pressevertretern gegenüber lehnte er jede Äuße­rung ab. Staatssekretär Hüll gab seine Erklärung nach einer langen Unterredung mit dem hier weilenden amerikanischen Botschafter in Moskau, B u l l i t t, ab.

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schlands nach Genf eine Forderung beider Machte ist. Wenn im übrigen durch die Londoner Ge­spräche die Pttktfrage wieder in den Vordergrund m*r^’ f° ergibt sich aus einer amtlichen deutschen Meldung, daß die Reichsregierung im gegenwärtigen Augenblick noch gar nicht in der Lage ist, ab- schliegend zu den römischen Vereinbarungen das heißt zu dem Nichteinmischungs-Pakt, Stellung 3_u nehmen. Sie hat vielmehr ihre Botschafter in Paris und Rom angewiesen, eine Reihe von Rück­fragen über Inhalt und Tragweite dieses Paktes zu stellen. Man geht wohl kaum fehl, wenn man den gestrigen Besuch des deutschen Botschafters in Rom bei M u s s o l i n i mit diesen Rückfragen in Zusammenhang bringt.

Im übrigen werden sich die englischen und französi­schen Staatsmänner bei ihren Verhandlungen hoffent­lich auch des Geburtstages der Abrüstungs- Confer e n z erinnern. Es sind nämlich gerade drei Zahre her, daß diese Konferenz in Genf begann. Diese drei Jahre Leerlauf sind eine Mahnung und Forde­rung an die in London versammelten Staatsmänner. Die Verhandlungen der Abrüstungskonferenz haben ge­zeigt, daß man auf dem eingeschlagenen Weg nicht zum Ziele kommt. Es wird Sache der englischen und franzö­sischen Staatsmänner sein, die Folgerungen daraus zu ziehen und der Welt zu. zeigen, daß man etwas dazu ge­lernt hat.

Diner bei dem englischen Luftfahrtminister.

Die Rückwirkungen dieser französischen Haltung auf die Wehrpolitik anderer Staaten und damit auf das gesamte Rüstungs- und Abrüstungsproblem ergeben sich zwangsläufig. Wenn Frankreich für sich das Recht in Anspruch nimmt, seine Wehrordnung nach eigenem Gutdünken festzusetzen, muß es das gleiche Recht allen anderen Staaten zubilligen. Der Gedanke, einen für alle europäischen Staaten maßgebenden Einheits- Heerestyp zu schaffen, wäre dann tot und das Kapitel des Wettrüstens wäre um einen neuen französischen Beitrag erweitert.

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Die Vorkriegsschulden-Berhandlungen

zwischen Amerika und der Sowjetunion gescheitert.

d-f°SSP«iI-: Für eine B-zugszeit von 2 Wochen 94 Rpf., für einen Monat RM. 2.-, ein- SSnXS. Iur5 bte Polt bezogen RM. 2.35, zuzüglich 42 Rpf. Bestellgeld, Einzel,

nummern 10 Rpf. — Bezugsbestellungen nehmen an: der Verlag, die Ausaabestellen die RfAboründ alle Postanstalten. — 2n Fällen HSHerer Gewalt oder Betriebsstörungen haben die Bezieher kernen Anspruch auf Lieferung des Blattes oder auf Rückzahlung des Bezugspreises.

Die Paktfrage.

a®- Bttlin, 1. Fsbr. (Drahtbericht unserer Berliner Abteilung.) Heute vormittag 10 Uhr haben die Be­sprechungen zwischen den englischen Staatsmännern und Oren französischen Gästen begonnen. Rach den Nach­richten, die gestern sowohl von englischer als auch von französischer Seite verbreitet wurden, konnte man . meinen, daß diese Verhandlungen ziemlich überflüssig geworden seien. Sprachen diese Meldungen doch da­von, daß bereits bei der gründlichen Vorbereitung der Londoner Gespräche auf diplomatischem Wege eine weitgehende Einigung erzielt worden sei. Diese Nachrichten werden nun aber von beiden Seiten dementiert. Vor allen Dingen legt man in Lon- ■ don großen Wert darauf, festzustellen, daß diese Dar­stellungen „sowohl unrichtig als unautori­siert" waren. Auf der anderen Seite sprechen aber alle aus London kommenden Meldungen davon, daß man dort die Lage wieder zuversichtlich be­urteilt, was immerhin darauf schließen läßt, daß eine Annäherung der beiderseitigen Stand­punkte doch erreicht werden konnte. Die englische Re­gierung will aber unter allen Umständen den Eindruck vermeiden, als ob wieder die früher üblichen Methoden zur Anwendung gelangen sollten, daß nämlich Deutsch­land-vor vollendete Tatsachen gestellt wird. Ganz aus­drücklich wird deshalb betont, man denke in Lon­don garnicht daran, zu diktieren. Andere Londoner Darstellungen sprechen dann noch sogar von der Wahrscheinlichkeit einer Konferenz zu Vieren, die den Londoner Gesprächen folgen sollte, das heißt eine Aussprache, zu der Deutschland und Italien hinzugezogen werden würden, während eine andere Lesart dahin geht, daß nach den jetzigen Londoner Gesprächen der Lovdsiegelbewahrer Eden wieder eine Europareise unternehmen werde. Diese ganzen Darstellungen werden offensichtlich vorbe­reitet, um den sehr schlechten Eindruck, den die ersten Meldungen über die bereits erfolgte Einigung gemacht hatte, wieder zu verwischen. Trotz allem dürfte aber doch wohl richtig sein, daß Frankreich unter den be- kannnten Voraussetzungen bereit ist, auf den Teil 5 des Versailler Diktats zu verzichten und es dürfte weiterhin richtig sein, daß die Rückkehr

Göring bei Marschall Pilsudski.

über Inständiger Empfang.

Warschau, 31. Jan. Der preußische Ministerpräsident General Göring ist Donnerstagmittag von der Jagd beim polnischen Staatspräsidenten in den Forsten von Bialowiec nach Warschau zurückgekchrt. Er war mittags beim deutschen Botschafter von Moltke zu East. An dem Essen nahmen polnischerseits Oberst Beck mit Frau, der Innenminister Boszialkowski mit Frau, der Berliner polnische Bot- Mlfter Lipski, der Vizeminister des Auswärrigen Graf «zembek mit Frau, die Generäle Sofnkowski und uabrycy, der Wojewode Jaroszewicz, Departements- J des Protokolls Graf Romer „ mitärkabinetts Oberst Elo- Koothe Dom Laadwirtschafts-

Zweijährige Dienstzeit in Frankreich.

der zweijährigen aktiven Dienstzeit für die französische Armee, zu der die maß­gebenden Kreise in Paris, an ihrer Spitze natürlich der S™Pa!b-’ 'Nlmer mehr drängen, ist nicht nur im Hinblick aus den Besuch §landins und Lavals in Lon- - Sie ist auch nicht nur eine rein Militärische Frage, sondern von grundsätzlicher Bedeu- ung .für, die Ees a m t p o l i t i k F r a nk r e i ch s, be- das, was man jenseits des Rheins unter "ersteht, und für das internationale Rustungsproblem überhaupt. Als Frankreich 1913 zur dreisahrigen Dienstzeit überging, verfolgte es damit den Zweck sich ein militärisches Übergewicht gegen Deutschland zu verschaffen, eine Absicht, die dank der restlosen Durchführung der allgemeinen Wehrpflicht in Frankreich und dank der Durchlöcherung dieses Prin- zrps in Deutschland auch gelang. Das wesentlich volks- jchwachere Frankreich unterhielt 1914 eine Friedens­armee von 827 000 Mann (ohne Farbige und Kokonial- truppen) gegenüber einer deutschen Heeresstärke von

Das gleiche Ziel verfolgt Frankreich heute, nur mit X?.?}, Unterschied, daß es nicht allein eine überlegene Rüstung gegen Deutschland fordert, vielmehr in der Wehrmacht die Hauptstütze seiner europäischen Hege- moniestellung erblickt. Man verfolgt dieses Ziel in Paris mit einer Hartnäckigkeit, die auch Widersprüche zu der amtlichen Stellungnahme Frankreichs auf der Abrüstungskonferenz nicht scheut. Vor wenig mehr als zwei Zähren, am 14. November 1932, erblickte der soge­nannte Herriot-Plan das Licht der Welt. Frankreich for­derte darin die Vereinheitlichung der europäischen Heeres- formen auf einen Typ mit kurzer Dienstzeit von 8 bis 12 Monaten. Der Zweck dieser kurzen Dienstzeit sollte, wie die französische Regierung selbst schrieb, darin liegen, „den offensiven Charakter -bei nationalen Streit­kräfte zu mindern" und ein Heer zu schaffen, „das sich für einen plötzlichen Angriff nicht eignet". Deutschland hat sich bekanntlich später der Forderung auf Verein­heitlichung der Heerestypen trotz schwerer Bedenken grundsätzlich angeschloffen. Als aber die deutsche Re­gierung im Wehrmachts-Haushalt 1934/1935 Geldmittel für die organisatorische Vorbereitung des Überganges vom Berufsheer mit langer Dienstzeit zum kurz dienen­den Heer bereitstellte, nahm Frankreich diese Maß­nahme zum Anlaß für seine Note vom 17. April 1934 in der es die Tür für den Abschluß eines Rüstungs­abkommens zuschlug. Wenn jetzt Frankreich für sich die zweijährige aktive Dienstzeit einführen will, so könnten aus der Durchführung dieses Planes nur folgende Schluffe abgeleitet werden:

1. Frankreich hat seinen eigenen Plan auf Verein­heitlichung der europäischen Heerestypen auf das Muster einer Armee mit kurzer Dienstzeit aufge­geben;

Frau, die Generäle Sofnk _ Wojewode Jaroszewicz, I

hef Graf Potocki, der Chef ‘ "ut Frau, der Chef des Mi 8 o w s k i, Ingenieur Ministerium teil.

London will nicht diktieren.

Die angebliche Einigungsformel wird dementiert. — London ist zuversichtlich. Was folgt auf die Londoner Gespräche?

Paris, 1. Febr. Im Frühjahr dieses Jahres, wahrschein­lich Ende Mai nach den Munizipalwahlen, wird, wie das „Oeuvre" berichtet, das französische Parlament eine Vorlage über die Erhöhung der militärischen Dienst­zeit zu beraten haben. Ministerpräsident F l a n d i n und Außenminister Laval würden natürlich versuchen, vorerlt alle Möglichkeiten einer zwischenstaatlichen Organisierung der Sicherheit zu erschöpfen. Die letzte Hoffnung bleibe hier Genf. Für alle Fälle habe aber der General st abeinen fertigen Plan a u s g e a r b e i t e t, der im Endergebnis auf die z w e i j ä h r i g e D i e nstz ei t hinauslaufe/ Das im Oktober d. I. freiwerdende Kontingent werde bis April 1936 unter dei^ Fahnen bleiben. Die Einstellung der Rekruten im April d. I. werde für 13 Monate erfolgen, die Einstellung der Rekruten im Oktober -des gleichen Jahres für zwei Jahre.

Wiqeigenpreife: Ein Millimeter Höhe der 22 Millimeter breiten Spalte im Anzeigenteil Grund, »ras 6 Rpf., der 85 Millimeter breiten Spalte im Wertteil 45 Rpf., fönst laut Tarif Nr. 3, Nachlatzstaffel C. — Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Plötzen wird leine Gewahr übernommen. — Schluß der Anzeigen-Annahme 10 Uhr vormittags. Größere Anzeigen müssen fpötestens einen Tag vor dem Erfcheinungstage aufgegeben werden.

Wieder in Berlin.

Berlin, 1. Febr. (Eig. Drahtmeldung.) Ministerpräsi­dent Göring ist heute früh 8 Uhr mit dem fahrplan­mäßigen Zuge von Warschau in Berlin eingetroffen.

Starke Rückwirkung auf die Handels­beziehungen.

Washington, 1. Febr. Der Staatssekretär des Auswär­tigen Hüll gab Donnerstagabend bekannt, daß die erneut c aufgenommenen Verhandlungen zur Regelung der russischen

Vorkriegsschulden an Amerika gescheitert sind.

s Staatssekretär Hüll gab am Donnerstagabend folgende Erklärung ab: „Angesichts der gegenwärtigen Haltung der Sowjetregierung habe ich das Gefühl, daß wir nicht die Hoffnung hegen können, daß irgend eine Ver­ständigung jetzt möglich ist. Ich sage dies mit Be­dauern, da ich sowohl mit den amerikanischen Fabrikanten und Landwirten sympathisiere, die den Wunsch haben, einen

2. Es will sich eine Armee schaffen, die sich „für einen plötzlichen Angriff" eignet; ,

Es ist nach wie vor entschlossen, nicht nur nicht ab- znrüsten, sondern den Ausbau seiner Rüstung planmäßig fortzusetzen;

4. Es beansprucht nach wie vor das militärische Übergewicht in Europa;

5. Es legt auf den Abschluß eines allgemeinen Ab­kommens für Rüstungsbegrenzung anscheinend keinen großen Wert.

Paris, 31. Jan. Ministerpräsident Fland in und Außenminister Laval sind am Donnerstagmittag mit dem „Goldenen Pfeil" nach London abgereist. In ihrer Beglei­tung befinden sich der Generalsekretär beim MinisterprW- dium und Gesandte in Prag, Noel, ferner der General­sekretär am Quai d'Orsay, Leger, sowie der Leiter der französischen Abteilung beim Völkerbund, Massigli.

Ministerpräsident F land in war nach seiner Ankunft in London am Donnerstagabend Gast des englischen Luftfahrt Ministers, Lord Londonderry. Es fand ein kleines Diner statt, das keinen offiziellen Charakter hatte. Unter den Gästen sah man den französischen Bot­schafter Corbin, Ministerpräsident Macdonald, Außenminister Simon und Schatzkanzler Chamber­lain. Außenminister Laval war nicht erschienen, verbrachte den Abend in seinem Hotel.

Die Winterhilfsleistung der Landwirtschaft.

Ermittlungen des Reichsnährstandes.

Berlin, 31. Jan. Nach den Ermittlungen des Reichs­nährstandes hat die Landwirtschaft folgende außerordentlich hohe Leistungen zum Winterhilfswerk dis Ende Januar auf- gÄracht: rund 5,8 Mill. Zentner Kartoffeln, 189000 Weizen, 466 000 Roggen, 5 Zentner Vieh- und Fleischwaren, 59 000 Zentner Obst und Gemüse, 30 Zentner andere Erzeugnisse, 1 20 000 Zentner Holz, 23 000 Zentner Kohle und Tors, 46000 Liter Milch und 1,2 Mill. RM. Bargeld. Außerdem wurden eben­falls in beträchtlichen Mengen Weihnachtsbäume, Eier, Wild, Geflügel, Wein, Kolonialwaren und Kleidungsstücke geopfert.

Höchste Abonnentenzahl aller Tageszeitungen Wiesbadens und Nassaus.

______Freitag, 1. Februar 1935.

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Dz Göring dem Marschall Pilsudski im Schloß Belvedere

Telegramm-Adresst: Tagblatt SBiesbaben.

Nr. 31.