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Wiesbadener Tagbkakt

Freitag, 4. Januar 1935.

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gegen Der Bock in der Hasenheide.

eilte Königin heiratet einen Schutzmann.

Auch eingeborene Fürstinnen verbringen auf Frank­reichs Befehl hier ihr Seien. Unter ihnen ist die Prinzessin Machimba, einst Herrin des Mohelireiches und — die seltsamste Erscheinung — die ehemalige Königin Ranwva - lona, die allerdings nur 6000 Franken Staatspension be­zieht, sich aber auf ihre Weise getröstet hat. Sie hat einen Polizisten von St. Denis geheiratet, mit dem sie eine glück­liche Ehe führen soll.

Röunion ist kein Bagno, in dem Weiße unter Sklaven- ketten seufzen und sterben, es ist zwar auch ein Käsig, aber ein vergoldeter. Und wenn Frankreich die Insassen dieses merkwürdigen Konzentrationslagers so viel besser be­handelt als seine eigenen Verbannten der weißen Rasse, so nicht nur deswegen, weil es die einstige „Herrfcherwüide" achtet, sondern weil es selbst zu empfinden scheint, daß diese Menschen nichts anderes verbrochen haben, als der allum­fassenden und rücksichtslosen Kolonialpolitik ihres ^Mutter­landes" im Wege gewesen zu sein.

Froh und heiter immer weiter

(Berliner Brief unserer SeiHnei Schriftleitung.)

Mit einem Kater und mit guten Vorsätzen ist man in i>as neue Jahr hinübergekommen. Beides, der Kater und die guten Vorsätze, haben sich bald verflüchtigt. Nach all den Festen, nach Weihnachtsstollen und Silvesterpfann- knchen kommt der Alltag wieder zu seinem Recht, man hat sich wieder an die Arbeit gewöhnt, und so geht es denn, um mit einem bekannten Humoristen zu reden, froh und heiter immer weiter, immer weiter. Für Frohpnn und Heiterkeit sorgt babei nicht nur die Arbeit, sondern nicht zuletzt auch der Bock'. Schon werben wieder die Anzeigen in Sen Tageszeitungen für den Bockbierjubel und Trubel in dar neuen Welt, aber in einer neuen Welt, die bequem mit der Untergrundbahn und Straßenbahn zu erreichen ist, und die in der Hasenheide liegt, worunter man sich nun wieder leine romantische Angelegenheit, sondern einen nüchternen Straßenzug — das heißt die Nüchternheit ist nur vor dem Besuch des Vockbierfestes sestzustellen — zu denken hat. Hier sind wie immer die Alpen in prächtiger Papp­dekoration aufgebaut, hier werden Schweine und Ochsen am Spieß gebraten, hier schmettern die Trompeten, hier wird immer wieder festgestellt, wie so ein Maßkrug auf seinem steinernen Grunde aussieht und es wird dann, wenn der nächste da ist, versucht festzustellen, ob er aur seinem Grunde vielleicht anders aussteht. Hier wird „eine kesse Sohle aufs Parkett gelegt", Las heißt es wird getanzt, so­lange man sich noch nicht zuviel Krüge unters Jackett ge­braust hat. Kurzum hier ist etwas los, hier wackelt die Wand, hier stößt der Vock und versetzt die Berliner gleich ins bayerische Gebirge, wozu dann noch der Bock mit Enzian unterbaut wird. Und wenn die Lichteffekte die ganze Alpenlandschajt in blau tauchen, dann ist das eine Farbe, die hier durchaus angebracht ist. Und wenn dann die Alpinisten in später Nacht- oder in früher Morgenstunde durch die Hasenheide wieder den Rückweg antreten, dann will es ihnen meist garnicht in den Sinn, daß hier kühle Berliner Luft weht und von den blauen Bergen nichts weiter übrig blieb, als die eigene Bläue. Bockbiersaison in der Hasenheide, das Jahr hat ganz programmäßig an- gefangen.

Das Ausstellungsjahr.

Und ganz programmäßig beginnt auch das Ausstellungs­jahr 1935 wieder mit der „Grünen Woche". Sie beginnt diesmal am 26. Januar und steht, wie schon im Vorjahre im Zeichen der nationalsozialistischen Agrarpolitik. In einer Sonderschau werden hier zum erstenmal in eindrucks­voller und anschaulicher Form die brennendsten Fragen unserer gesamten Ernährung den Besuchern vor Augen ge­führt werden, andere wichtige Fragen werden ebenfalls in Sonderschauen behandelt. Und wie die „Grüne Woche" ver­bunden mit dem Reit- und Fahrturnier wiederkehrt, so auch die Automobil- und die Funkausstellung. Das sind sozusagen traditionelle Veranstaltungen, wenn fie auch natürlich immer Neues bieten. Die große Überraschung, in den Ausstellungshallen am Kaiserdamm aber -soll in diesem --- i Wunder des

weiterhin auf allen Gebieten äußerste Sparsamkeit walten müsse.

Das Fräulein vom Amt verschwindet.

Auch die Reichspost wird das ihrige tun, um Berlin zu einer würdigen Olympia-Stadt zu machen. Bis zu die­sem Zeitpunkt wird nämlich der gesamte Fernsprech - betrieb in Berlin automatisiert fein. Es wird vtel- leicht hier und da ein Kopfschütteln Hervorrufen, daß in Berlin noch immer das Fräulein vom Amt feinen Dienst versah, zum mindesten auf einigen Ämtern, und daß bei­spielsweise das „Wiesbadener Tagblatt" längst den moder­nen Fernsprechverkehr mit der Nummer scheibe hatte, während seine Berliner Schristleitung die sehr pagend zum Amt „Rheingau" gehört, sich noch treuunb brav durch bas Fräulein vom Amt verbinben ließ. Freilich angefangen mit der Umstellung des Berliner Fernsprechbetriebs auf den Selbstanfchluß hat man schon im Jahre 1925. Bedenkt man aber, daß Berlin nach der völligen Umstellung des Fern- sprechbetriebes rund 80 Vermittlungsstellen (Ämter) besitzen wird, so kann man sich vorstellen, daß immerhin einige Zeit für die Umstellung erforderlich war. So,kommt es denn, daß man als Berliner, wenn man an das in diesen Tagen auf Selbstanschluß umgestellte 71. Amt angeschlossen ist, die N u m m e r s ch e i b e, die längst in anderen Orten heimlich ist, noch beinahe als kleine Sensation „empfindet. Roch bleiben einige wenige Ämter als Handämter in Betrieb, aber übers Jahr, wenn die Schneeglöckchen wieder iprtegen, dann soll das große Werk vollendet fein. Dann aber will man auch dazu übergehen, die Namen der Ämter ganz zu beseitigen und wir werden uns dann an sechsstellige Zahlen gewöhnen müssen, während wir es heute noch mit einem Buchstaben und einer fünfstelligen Zahl machen. Aber da die sechsstelligen Zahlen in Köln und in Hamburg sich durch­aus bewährt haben, so wollen wir hoffen, dag wir Berliner uns auch daran gewöhnen. Denn wenn wir auch in bezug auf das Telephon etwas hinter anderen Städten b-rein hinken, so wollen wir doch zu unserer eigenen Ehre annehmen, daß wir uns -bei den sechsstelligen Zahlen nicht dümmer anstellen werden als die Hamburger «der -die Kölner! W. A.

RundfunkEcke.

Beachten Sie am Samstag!

Berlin: 18.30 Uhr: Spielmannsweisen und Volks­musik des Mittelalters und der Renaissance. 19.20 Uhr: Brandenburgisches Konzert Nr. 1 in F-Dur von I. S. Bach.

Breslau: 19 Uhr: Schlesische Glocken lauten den Sonntag ein. 19.20 Uhr: Programmvorschau mit Schall- platten. 20.10 Uhr: Mensch, ärgere dich nicht. 22.30 Uhr: Tanzmusik.

Hamburg: 19 Uhr: Tanz- und Liebeslieder aus ver­klungenen Tagen. 19.30 Uhr: Der Lebenskampf der pom- merschen Fischer. 20.10 Uhr Musik aus heiterem Himmel. 22.30 Uhr: Halloh, kleines Fräulein. . .! Tanz.

Köln: 19 Uhr: Kammermusik. 19.30 Uhr: Volkslieder der Saar. 22.20 Uhr: Stippvisite. 23.40 Uhr: Aus Dort­mund: Mannschaftsrennen: „Die Nacht".

Königsberg: 18.30 Uhr: Orgelvesper. 19.10 Uhr: Johannes Brahms. 20.15 Uhr: Leben hinter Zeitungslettern.

Leipzig: 18.15 Uhr: Blasmusik. 19.30 Uhr: Fort­schritte der Physik und Technik 1934.

München: 19 Uhr: Kleine Blumen, kleine Blätter. 19.50 Uhr: Das Bild des Monats. 20.10 Uhr: Auf Wunsch wiederholt: Funk-Zirkus. 22.20 Uhr: Zwischenprogramm. 23 Uhr: Tanzfunk.

Stuttgart: 18.30 Uhr: Feierabend. Plauderei mit Schallplatten. 20.05 Uhr: Saarumschau. 20.15 Uhr: Winter­fest der Flieger. 21.15 Uhr: Funkbrettl. 22.30 Uhr: Bon Zweibrücken: Lustiger Abend. 24 Uhr: Nachtmusik.

Frankreichs modernes St. Helena:

Das Paradies ohne Freiheit

Ein Konzentrationslager für gekrönte Häupter. — Der „goldene Käfig" im Indischen Ozean.

Die „Teufelsinsel für die entthronten eingeborenen Majestäten" könnte man das ■ verwunschene Eiland im Indischen Ozean nennen, wäre es nicht gegen bisse furcht­bare Kolonie des Grauens ein kleines Paradies, ein Para­dies, allerdings — ohne Freiheit. Denn hierher, auf die Insel Reunion, nicht weit von Madagaskar,entfernt, verbannt Frankreich alle unbotmäßigen und rebellischen ein­geborenen Fürsten seines großen Kolonialreiches.

Sie werden auch in der Verbannung wie gekrönte Häupter behandelt, bekommen eine ansehnliche Staats­pension, dürfen ihre Familien unb zahlreiche Dienerschaft mitnehmen, aber es ist doch nur ein Leben in Gefangen­schaft.

Vornehme Gäste in St. Denis.

Außer der Freiheit fehlt den Verbannten nichts. In St. Denis, der Hauptstadt der Insel Reumon, gibt es sogar ein Theater, mehrere Kinos, Kaffeehäuser, Kauf­läden und alles, was die Bewohner zerstreuen unb sie die Einsamkeit und Abgeschiedenheit vergessen lassen kann. Das Klima ist gesund, die Landschaft paradieftch schon und die Behandlung human. Die Verbannten haben ihre eigenen Häuser und die meisten besitzen eigene große Ländereien.

Hier verbringt auch der K a i s -e r v o n A n a m den Rest seines Lebens, -der nach einer grausamen Herrfchertatigkeit nun ein beschauliches Dasein fuhrt. Der Mann, dem das Köpfen nicht nur ein Leitsatz der Politik, sondern geradezu Leidenschaft war, ist hinsichtlich seiner Brutalität im „Goldenen Käfig" von Reunion erheblich bescheidener ge­worden. Die Mitbewohner der Insel versichern, dag er sich jetzt nur noch den „Ersatz" leisten kann, gelegentlich seine Frau zu verprügeln.

Besser als das Alter findet sich die Jugend in das Un­vermeidliche. So hat sich auch der Sohn des Kaisers von A n a m sehr gut auf Reunion eingelebt. Er ist im .stSoldenen Käfig" als Dichter unb Reiter angef-eh-en unb besonders als Rabiofpezialist beliebt, da er allzeit bereit ist, die einzig mögliche Verbindung mit der großen Welt bei Störungen wiederherzustellen.

Der entführte Sultan.

Ein für die französische Politik recht typischer Fall läuft hier in Gestalt des Sultans Said-Ali herum. Er machte den Franzosen während seiner Herrscherherrlich­keit viel zu schaffen und war ein schlauer Fuchs, der sich nicht fangen ließ. Vis man ihm eine Falle in Form eines Kriegsschiffes legte. Das stattete zu Ehren des Sultans einen Besuch ab. Man lud ihn zu einer Besichtigung ein unb als Said-Ali leichtsinnigerweise Folge leistete, ging bas Schiff sofort unter Dampf unb hielt erst wieder im Hafen der Insel Reunion an. Um den geprellten Herrscher zu besänftigen und ein mildes Pflaster auf die Wunde zu legen, die ihm diese hinterlistige „Gastfreundschaft" geschlagen hatte, verlieh Frankreich dem Sultan Said-Ali in der Verbannung das Kreuz der Ehrenlegion, mit dem er nun stolz einherpaziert.

Der berühmteste Bewohner von Reunion: Abb ti Krim.

Der berühmteste Bewohner von Reunion ist jedoch ohne Zweifel der tapfere Ab d e l K r i m, der in der Zeit feines Aufstandes die Armeen zweier Länder in Schach hielt. Er ist auch der einzige im Asyl, der jahrelang besonders scharf bewacht wurde. Mit zwei Frauen, vier Kindern, einem Bruder, einem Onkel unb einem Vetter sowie mehreren treuen Dienern kam Abb el Krim hier an, zwei Kinder wurden ihm in der Gefangenschaft geboren. Sein Haushalt besteht aus dreißig Personen unb Frankreich zahlt ihm eine Rente von jährlich 100 000 Franken. Der fanatische Frei- heitshelb ist nun auch schon acht Jahre in der Verbannung, fast fünfzig Jahre alt unb hat sich in fein Los gefunden. Er hat eingewilligt, daß feine Kinder europäisch erzogen wer­den, hat selbst die französische Sprache gelernt, beschäftigt sich mit wissenschaftlichen und technischen Fragen und hat mit dem Leben abgeschlossen, das einst nichts Höheres kannte, als die Freiheit.

___sftellungsabtei-Iungen wird hier der Mensch in das Blickfeld gerückt. Das Gesetz des Lebens, die Lehre vom Leben, Dräger des Lebens, Erhaltung des Lebens unb Stätten des Lebens sind Kennworte dieser Abteilungen. Diese größte Schau des Jahres 1935 soll in leicht verstand - i sicher und einprägsamer Form Wissen um den ^höchsten Orga-nismus, den die Natur schuf, um-s eigene Ich ver­mitteln. Sie -soll aber zugleich die großen Gesetze, nach denen die Natur waltet, sichtbar machen unb soll unser Lebensgefühl vertiefen und un-seren Lebenswillen bahn- weisend stärken. Es wird weiterhin wieder eine Wasser- s por tausstellung geben, es werden nicht nur Sommerblumen am Funkturm blühen, sondern auch schon die Blumen des Frühlings. Das Gastwirts-, Hotelier-, Bäcker- unb Konditorenaewerb e wirb wieder zu einer höchst nahrhaften Jahr-esschau aufmarschi-er-en, und schließlich wirb eine „Wettersichere Weihnachts- mess e“ den Schluß des Ausstellungsjahres machen. Es S fehlt also nicht an Plänen, unb wenn bis 9 Veranstaltungen des Jahres 1934 der Au-sstellungsstadt am Kaiserdamm 3 rund 2,8 Millionen Besucher brachten, darunter etwa 900 000 aus dem Reich und wenn man auch auf sehr gute wirt­schaftliche Erfolge zurückblicken kann, so bietet das neue Programm die Gewähr, daß die Bilanz 1935 nicht schlechter aus fallen wird.

Die heutige Ausgabe umfaßt 14 Seiten und das „Unterhaltungsblatt".

£>auptfd?riftletter: Fritz Günther.

Stellvertreter des Hauptjchristleitcrs: Karl Heinz Kunz.

verantwortlich für Politik, Kulturpolitik und Kunst: Fritz Gunther; für den politischen Nachrichtendienst: Karl Heinz Kunz; für unpolitische Beiträge und vermischtem i. t>.: Fritz Gunther; für Stadtnachrichten, wirtschaft, Handel und Gen- !'v: Willi pcmpel; für Umgebung, Provinznachrichten und den Svortteii: Hern: (enhardr; für die Anzeigen und Reklamen: Gtto Kaisex, sämtlich in Wiesbaden.

Durchschnitts-Auflage November X93$: 18497, Sonntags allein: 20 286 Druck und Verlag des Wiesbadener Tagblatts:

(. Schcllenberg'sche ktofbuchdruckerei, Wiesbaden, tanggafse 2X,„Tagblat!-6aus". Gesamtleitung:

Dr. phil. Gustav Schcllenberg und VerlaHsdirektor Heinrich Pabst.

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öteUe, Lebens", -die Ende März eröffnet werden soll, in bet! Ausstellungsabtei-Iungen wird hier der Mens

Är. 8. Sekte 7.

» In das neue Jahr übernimmt die Rei-chshauptstadt eine - ganze Reihe von Bauplänen. Es wird nun nicht gleich

so werden, wie sich das ein Berliner Blatt in einem Neu- . jahrsartikel ausma-lte, daß der Engpaß der Friedrichstraße verschwindet, daß Kolonnaden den Fußgängern bei Regen unb Sonnenglut ein freundliches Dach bieten, daß große - breite Durchgangsstraßen das Stadtbild gru-nblegenb ver­ändern, ober daß die Spree Uferpromenaden erhält. Das sind Träume, die wir auch noch an der nächsten Jahres­wende träumen können. Aber immerhin, man wird sich be­mühen, die Innenstadt weiterhin zu modernisieren und zu verschönen. Man wird zunächst einmal den Lust­garten umgestalten, so daß man hier eine freie Sicht auf 1 das Alte Museum erhält, wozu das Reiterstandbild, Fried- - rich Wilhelm in. einen anderen Platz erhalten muß. Man wird auch die hier aufgestellte große Granitfchale verletzen r unb -ben so gewonnenen neuen Lustgarten noch um 15 Meter nach dem Schloß zu verlängern. In der neuen Form wird | der Lustgarten 30 000 Menschen fassen und bei Versamm- : I int gen die Möglichkeit bieten, von der Museumstreppe, vom Denkmal, das an der Seite dem Dom gegenüber Auf­stellung findet, ober von der Schloßrampe her Ansprachen zu halten. Dann aber „buddelt" Berlin kräftig weiter an - der neuen Untergrundbahn, die den Anhalter Bahn­hof mit dem Stettiner Bahnhof verbindet, und ■ die tm Jahre 1936 wenigstens zu einem Teil bereits in Betrieb ge­nommen werden dürfte. Nicht zu vergessen find aber auch großen Bauten, die für die Olympischen S p t eie ..richtet werden, bas große Stadion und das olympische Dorf für 4000 Kämpfer, wie denn überhaupt das neue - Jahr stark im Zeichen her, Vorbereitungen für die Olympiade stehen wird, gemäß dem Willen des Führers, will und wird Berlin eine würdige Olympia-Stadt sein. Erfreulicherweise geht Berlin auch mit wesentlich gebesserten Finanzen' in bas neue Jahr hinein. Die ständig zunehmende Verschuldung und das unaufhaltsam wachsende Defizit früherer Zeiten sind gestoppt und im Lame einiger Jahre wird man in Berlin wohl mit einem völlig ausgeglichenen Haushalt rechnen können. Freilich haben die Ämtsstellen dieser angenehmen Mitteilung, damit die Berliner nicht zu übermütig werden, gleich hinzugesetzt, daß mit Steuer­senkungen in Berlin nicht zu rechnen ist, unb daß auch