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Verlag Langgasse 21
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f stag,6. Huguft 1914.
Morgen-Ausgabe.
Nr. 351. * 62. Jahrgang.
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| n,^f v Kaiser und der Nerchstag.
Akt nÄ".' o- Aug. (Erg. Drahtbericht) Als
der
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Mo»« - ^ gestrigen unvergeßlichen Sitzung det lr? l"i Weißen Saale des * Kgl. Schlosses sick Abgeordneten verabschiedete, reichte er den
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van Calkcr, dem Straßburger Straf- T ' " rtztein die Hand. Der Kaiser sah einen Augenblick an, dann nach dem
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'Ulk ^"^kr einen A..„_- ...., „.—
f '»achte er mit der Hand und geballter
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u n / kurze energische Geste, wie cinei b n r r } r> ntc n. Dann sagte er vor sich: „N u i
c « tv i r sie brechen", nickte und ging. Die
!*tg Abgeordneten, die nach dem Schlußwort des der Thronrede diesem treues Zusammen- bnc Partei-, Standes- und Koufcssionsunter-
Parier-, isranoes- uno »tonfegionsunrer Will. *i '^"rid versprachen, waren die drei Reichs i>-n K a c ni p s, P n a s ch c und D o v c . Slonferbatiöett Gras Wcstarp, von bc: 'Sn to 1 b. Gamp, von der Wirtschaftlichen Per V? khrcus, vom Zentrum Dr. Spahn, voi ;;![( '"unlliberalen Wassermann und v a i ^j.brid von der Fortschrittlichen Volksparte D it m e r und Fischbeck.
^Erneuerung des Eisernen ttreuzes.
& S- Berlin, 5. Aug. Durch V
s,ükl, S' Berlin, 5. Aug. Durch Verordnung von erneuerte der Kaiser für den gegenwär den Orden des Eisernen Kreuzes.
^*'5 er Erfolg c.n der algeri ^cn Hüfte
Aug. Amtlich wird gemeldet: Di befindlichen deutschen Kriegsschiff
5.
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*t n'•* ?? ‘ )cr ^üste von Algier erschienen und
iA>»S k l n e beseitigte Plätze, welche Ein ' Ntöw rt c für französische Truppe
Das Feuer wurde erwidert.
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^ des Herzogs von Sachfsn-Kltenbnrg.
Mkg inuy. L-er V
Nr c 8et| wagenden Aufruf erlassen:
SH Ln??k."burg, 4. Aug.
Der Herzog von Sachsen^ .An meine lieber
Äs, Getreu seinen stolzen Überlieferungen fo!{ Würger Volk ' -.
begeistert dem Rufe unseres Freiwillige Meldungen in übew
R -ntzv^lliien den Kricgsmut unserer Jugend. Bei >>iid „S.abcn wird die ruhige Gefaßtheit, tätiget Älich Inster Wille zu gegenseitiger Unterstützung di! fn . J Härten mildern und traaen belien. die der
VA •.-"'urger «i f, n Waffen. '^ü»-,?kwei en dev
Harten mildern und tragen helfen, die de mit sich bringt. Der Kaiser hat mich ar y # l:HiJp der Führung des Regiments, d"
,' betnp* angehört, betraut. Ich darf somit and ^geliebten Altenburger in den gerecht
et )en 4, .. 1 in uen ycteiyie
«E» bc t x cn . ständige Herausforderungen, schwere B' ) b.Ärie!> deutschen Kultur und der deutschen Macht ur
^kl,Medn "ijchen Kultur und der deutschen Macht ■V e b ^?bruch uns aufgedrungen haben. Bereit
I. Kpw mtf ^..L _ r. .r, »vr, ^
Äu 1 ) QiifS* Zuversicht auf unsere gestählte Kraft, in .'C't J, bcn alten Gott, der unsere feste Burg' ist
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,,, -n» «j V den Kampf eintrcten, dessen Früchte - ^in möge — Friede, Macht und Blüt u rfcfirartb über alles! Ern st."
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-st ^^utsche Fürstlichkeiten
im Heere.
4 ' ® U B- Wir erfahren soeben, daß zwe \ irMtejr. ä rsten während des Feldzuges in aktive: )j »u e s,, " Verwendung finden werden. Der H e r z o »'Ä>tiW**8 tritt als Kommandeur an die Spitz Vi K sj^'^Regiments Nr. 153. Bemerkenswert ist da t£i,° fitSt i "^gleich er im Dienstgrade eines Genera! JIActj' ^°hdem sich unter den Befehl eines im Dienst ' ij? hj^' Vrigadekommandeurs stellt, gewiß ein Zeiche^ S c?.. an die aroße Aufgabe. Fn aleirbei- Weil
an die große Aufgabe. In gleicher Weis ■™ st zu Schaumburg-Lippe betätige: .0"deur des Husaren-Regiments Nr. 14 i Sh - ..ttbor die weitere Teilnahme deutsche
^«Nt^ können wir noch berichten, daß Herzo .der von Schleswig-Holstein die holsteinische
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i! t, äo[ t e ’ ten tvird, daß sich Fürst Karl Anton vo strn
zum Generalkommando des Gardekorp auch die Mitglieder fürstliche kj'>k^im »nmilien sich in großer Zahl de
rS Ärj»? Verfügung stellten. Soeben erhalte
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^bhS^esondere aucy ' * ;^rt lln ten,ater Familien
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•fletief 8t als Kriegsfreiwilliger bei den 2. @arb' he ^inz Joachim Friedrich vo ,Feldzug als Major beim Leibregiment i
iV:B. ^B^chen.
[ eatr, In,n 8 t 'tt, 4. Aug. Nach einem uns zuc JkS [.■ n,nt wird sich das dortige Fürstenhai [M.\i,v' ner Mitglieder am Kriege beteiligen, i ?sie-Ne - ® e 0 r 8 und Ernst, Leutnant ä ]a sui Ce 'be j» 8uncnts Nr. 95, in der Front mitkämpft " das Dragoner-Regiment Nr. 16 in Lür
bürg verseht worden. Ferner begleitet Prinz Ernst von Sachsen-Meiningen, der ebenfalls beim Infanterie-Regiment Nr. 15 ä la suite geführt wird, dieses Regiment persönlich ins Feld.
W*. T.-B. Schwerin, 4. Aug. Die Herzöge Paul Friedrich und Adolf Friedrich von Mecklenburg werden sich persönlich mit ins Feld begeben. Sie sollen dem Generalkommando des 9. Armeekorps zugeteilt werden.
IV. T.-B. Karlsruhe (Baden), 4. Aug. Man drahtet uns: Prinz Max von Baden, Generalleutnant, ist für den Feldzug dem Generalkommando des Armeekorps zugeteilt, um auf seinen Wunsch die badischen Truppen ins Feld zu begleiten.
KriegsgotteSdienste.
8. Berlin, 5. Aug. (Eig. Draht-bericht) Heule vormittag zwischen 10 und 11 Uhr fand im großen Sitzungssaal des A lb g e o r d n e t e n h a n s e s eiin Kliegsgottesbicnlst statt. Er soll um 8 Uhr wiederholt werden.
W. T.-B. München, 5. Aug. Unter der Teilnicchme des Könitgspniares sowie der noch nicht in der Front stehenden Prinzen, Vertretern der staakkichen und städtischen Behöüden und unter dem Zuldrange einer gewaltigen Volksmenge fand heute abend ein feierlicher Kriegsgottesdienst statt, wobei Kardinal v. Bettingcr den Segen des Himmels auf die schei- donlden Truppen herabflehte. Die Mafeistäten waren bei der Abfahrt von der Kirche Gegenstand herzlicher Kundgeibungen. -- Auch in bat evangelischen MaihäuÄirche tourt« heute vormittag ein Vstgotiesdienst abgehalten.
Die Gruft des alten Kanzlers im Sachsenwalde.
□ Hamburg, 5. Aug. (Eig. Drähtbericht) Die vevwit- wete Fürstin Herbert von Bismarck hat angeordnet, daß während der Kriegszeit die Gruftkapelle in Fvickdrichs- ruih jeden Tag, auch Sonntags, geöffnet bleibe.
Tlwma und Ganghoser als Freiwillige.
chj- München, 5. Aug. (Eig. Drähtbericht) Der Dichter Ludwig Th o m a hat sich freiwillig zum Sanitätskorps gemeldet und ist bereits eingereiht worden, abenso hat sich der bereits im 60. Lpbensj-ahr stehende Ludwig Ganghoser freiwillig gemeldet.
Die Begeisterung in den deutschen Schutzgebieten.
"W- T-B. Berlin, 5. Aug. Die glühende vaterländische Bsgeisternnig, die in diesen Tagen alle Deutschen des Mutter- lanIdeZ erfüllt, hat nach eingatroffenen Meldungen auch unsere Bolksgenassan unserer Sch u tz g eb ie te ergriffsn. So rich- tet der Gouverneur von S ü dw esta f r i k g fölgenbes Telegramm an den Kaiser: Eurer Majestät versichert die Be
völkerung von Deutschsüdwestafricka unverbrüchliche Treue. Ich bitte zu Gott um den Sieg für das Bäterland. Die Truppen und die Bevölkerung sind voll Mut und Vertrauen. Alleruntertänigst Gouverneur Seitz.
Deutsche Firmenschilder statt der fremden.
s ; Berlin, 5. Aug. (Eig. Drasitberickit) Unter dem unmittelbaren Eindruck der englischen Kriegserklärung haben schon gestern abend alle Berliner Geschäfte mit englisch klingenden Namen ihre Firmenschilder abgenommen oder mit Fahnentuch in den deutschen Farben verhüllt. Das bekannte Caf6 P i c c a d i l l p am Potsdamer Platz hat seinen Namen in „Deutsches C n f 6 “ geändert und das „Palais de danse" hat ebenfalls alle Firmenschilder mit französischen Namen über Nacht verschwinden lassen.
Ein beachtenswerter Aiifrnf gegen das Tragen auffälliger Kleidung.
fsi München, 5. Aug. (Eig..Dva>HIibericht) Der Münchener Polizeipräsident erläßt einen Aufruf an die Frauen und Jungfrauen, in dieser schweren Zeit bas Tragen auffälliger Kleider zu vermeiden und in don Ernst der Lage sich auch in der Kleidung zu finden.
Die §ürsorgematznahmen.
Ein Krirgskrcdit der Stadt Hamburg.
IV. T.-B Hamburg, 5 Aug. Der Senat ersuchte die Bürgerschaft in einem dringenden Antrag die Genehmigung zu geben, daß zur Bestreitung der außerordentlichen Ausgaben, die au? dem Kriegsverhältnis erwachsen, die Summe von 5 Mill. Mark bewilligt wird.
Beschlüsse von Städten.
IV. T.-B. Leipzig, 5. Aug. Der Rat ließ den Stadtverordneten eine Reihe von Vorlagen zugehen, die infolge der Krwgserklävung notwendig geworden sind. Zusammen werden 1200 000 M gefordert.
W. T.-B. Dresden, 5. Aug. Die Stadtverordneten bewilligten einstimmig 1 Million Mark zur Deckung der für die Stützt und ihre Bevölkerung entstahenden Kriogskasten.
Eine Zentrale für Kricgsfürsorge in Frankfurt am Main.
vv.l..B. Frankfurt a. M., 4. Aug. Zur Vereinheitlichung der gesamten freiwilligen Fürsorge im Kriege ist hier am Theatcrplatz eine Zentrale eingerichtet worden. Für diesen Zweck hat die Firma S. Strauß große Räume im Parterre und 1. Stock ihres Neubaus unentgeltlich zur Verfügung ge-
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stellt. — Die Zentrale für Krivgsfürsorge gliedert sich in folgende Abteilungen: 1. Hilfskräfte weiblichen und männlichen Geschlechts für Kriegsfürsorge und jede andere Arbeit; 2. Familienhilse zur Unterstützung von im Felde befindlichen Kriegern; 3. Geldspenden; 4. Liebesgaben aber Art; 5. Vermittlung freiwilliger Hilfskräfte für Kriegsfürsorge im weiteren Sinne. Bezahlte Hilfskräfte erhalten vorläufig nur Stellung durch die Städtische ArbeitsvermittlungsH stelle. Große Friedbcrgcr Straße 28.
Kricgsfürsorge der Dclag.
W- T.-B. Frankfurt a. M., 4. Aug. Die Direktion der Deutschen Luftschiffahrts-Aktien-Gesellschaft (Delag) hat sich entschlossen, allen ihren Angestellten, die während des Feldzugs auch weiterhin im Dienste der Luftschiffahrt bleiben, neben ihrem Einkommen als Militürpersonen die Hälfte ihrer bisherigen Einkünfte weiter zu zahlen. Das gleiche gilt für alle bisherigen Angestellten der Delag, die sonst zur Fahne einberufen wurden und verheiratet sind. Ferner zahlt die Delag die Angestelltenversicherung während de§ Feldzuges voll weiter und auch die Krankenkassenbeiträge für verheiratete Arbeiter.
An die Wandervögel!
Der Bundesleiter des „Wandervogels" erläßt folgenden Aufruf: „Deutsche Wandervögel! Ernste Zeiten sind über unser Vaterland gekomnien. Da wenden wir uns an alle Älteren unter Euch. Helft, so weit Ihr es vermögt! Wer von Euch Soldat ist, den begleitet unser aller Segen. Ihr, die Ihr daheim bleiben müßt, stellt Euch dem Sanitätsdienst zur Verfügung oder tut ein anderes. Noch ist die Ernte nicht eingebracht, und es fehlt an Arbeitern. Da stellt Euch dem Bauern, der uns so oft Gastfreundschaft er- iviesen hat, zur Verfügung und helft! Wir lieben unser Vaterland, jetzt wird unsere Liebe zur Tat."
Eine Organisation für Erntehilfe, s- Berlin, 5. Aug. (Eig. Drahtbericht) Gestern fand im preußischen Herrenhaus eine Versammlung zur Organisation der Erntehilfe statt. Der Eisenbahn- minister sicherte den Erntehelfern freie Fahrt zu. Der Vertreter des Kultusministers versprach für die ihm unterstehenden zirka 1 Million preußischen Fortbildungsschüler. Befreiung von dem Schulbesuch für die Zwecke der Erntehilfe.
IV. T.-B. Berlin, 4. Aug. Wie die „Nordd. Allgemeine Zeitung" von zuverlässiger Quelle erfährt, ließ sich der Kaiser über die für die Sicherung der Ernte getroffenen Maßnahmen durch den Landwirtschaftsminister und den Kultusminister Bericht erstatten und forderte di-e zuständigen Minister auf, ^ alles aufzubieten, um den empfindlichen Mangel an ländlichen Arbeitskräften nach Möglichkeit zu beseitigen.
Der bayerische spätere Thronfolger als Ernkcarbeiter.
4t München, 5. Aug. (Elig. Drähtbericht) Erbprinz Luitpold von Bayern, der älteste Sohn des Kronprinzen, hat sich an die Spitze der jugendlichen E r n t e a r b e i t e r gestellt und wird sich selbst mitbetätigcn.
Kriegcrvercinsmitglieder zur Beaufsichtigung der russischen Erntcarbeiter.
W. T.-B. Berlin, 5. Aug. Zur Verhütung etwaiger Ausschreitungen von russischen Erntearbeitern hat der Preußische! Landeskriegerverband im Einvernehmen mit den Behvrben die kandsturmft-eien Mitglieder der Kriegervereine als über- wachnngsmannschaften zur Verfügung gestellt. Diese werden bewaffnet und von den Landräten mit der Eigenschaft als Polizeibeamte ausgestattet. Die Organisation in den einzelnen Kreisen wird durch die Landräte und Vorständs der KreiSkriegerverbönde näher geregelt. Gesuche um Entsendung von solchen Schutzmannschaften sind an den zuständigen Landrat zu richten.
Weitere kommunale Maßnahmen zur Lebensmittelversorgung,
W- T.-B. Königsberg, 4. Aug. Die Stadtverordnetenversammlung beschloß in der gestrigen Stadtverordnetenversammlung, sich damit einverstanden zu erklären, dem Magistrat fünf Millionen Mark zu bewilligen zur Deckung wechselmätziger Verpflichtungen infolge der anläßlich der Mobilmachung bisher getroffenen Maßnahmen zur Versorgung der Stadt mit Lebensmitteln sowie für die sonstigen noch weiter zu treffenden Maßnahmen. Die Beschlußfassung erfolgte einmütig durch alle Parteien. Die außerordentlich stark besuchte Versammlung wurde mit einem brausenden Hoch auf den Kaiser, das Heer und das Vaterland geschlossen.
* Düsseldorf, 5. Aug. Die hissige StadtverordnetemvLr-! sammlung bewilligte drei Millionen Mark für die Unterstützung der Familien der Einberuifcnen. ' Es 'kommen etwa 10 000 Familien in Betracht. Die Ausistellung 1915 wiild der, schoiben.
Zur Abwehr der Spione.
IV. T.-B. Berlin, 4. Aug. Wer Beobachtungen oder Feststellungen macht, die auf feindliche Spionage schließen lassen, soll dieses sofort der Polizei und der'Aufsichtsbehörde zum Einschreiten mitteilen, aber nicht schriftlich dem Großen Generalstab übermitteln. Abgesehen davon/ daß
