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nie eine Frau tennengelernt, die mit dir befreundet „Ich verachte sie sogar", sagte Marie-Agnes. „Ich (HFtobeV I jD der Schuft!" murmelte sie. Und daun wars aus mit ihre

war, Kai." finde, sie nimmt uns jeden Genuß und verwischt den * I Beherrschung: sie brach in bitterliches Schluchzen aus. Die Wirt,

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7 Ausgaben

Wöchentlich

g. Schellenberg Ich« Hofbuchbru-keret, „Tazblatt-Hallt».

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Nr. 288.

UJL-- -

Sonntag, 21. Oktober 1934.

82. Jahrgang.

entger Steuern

— mehr Arbeit.

Gute Steuereingänge beim Reich. — Acht Milliarden Mehrumsatz. Der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit.

Das slanzWe Kabinett vor einer neuen Krise?

e u t e F L h r e r. Ob sie von

vaterländisch gesinnte Staatsangehörigen und keine der nationalen Parteien. Aber wir wollen mit den Vorurteilen aufräumen. Für uns haben die Worte rechts oder links keine Bedeutung mehr. Wer könnte sagen, ob der nationa­listische Sozialismus Mussolinis von rechts oder links stammt. Die nationale Revolution wird die Re­volution nicht einer Klaffe, sondern einer Generation sein. Sie wird unbarmherzig den Internationalismus be­kämpfen, ob es sich um den der Bankiers oder der sozialen Agitatoren handelt.

Haupt sich seinem Tnde zuneige. Schon Clemenceau habe bei Kriegsende bemängelt, daß die alten Generationen sich an die leitenden Posten klammerten und die Jugend nicht zu ihrem Recht kommen ließen. Diese Jugend wiffe, daß der Parla­mentarismus abgewirtschaftet habe. Sie wolle eine Re­gierung der Verantwortlichkeit und der Autorität schaffen. Sie wünsche nicht, daß das Parlament sich an die Stelle der Regierung setze Das Parlament solle schweigen, die Regierungsge w a l t aber den Führern ü b e r l a s s e n. Er sei überzeugt, daß man um einen Bürger­krieg herumkomme. Aber Frankreich, das Soldaten hervor­gebracht habe, brauche heute Führer. Ob sie von rechts oder links kämen, sei dem Lande gleichgültig. Das Land wünsche nur. daß man aus dem jetzigen Zustand heraus­komme. „Wir", fährt Taittinger fort, „bekämpfen keine

„Frankreich braucht heute Führer." Der französische Abgeordnete Taittinger gegen de« Parlamentarismus.

Keine direkte südslawische Aktion.

London, 20. Okt. (Eig. Drahtmeldung.) Der Bericht­erstatter der „Morning Post" in B e l g r a d meldet, ein Mit­glied der Regierung habe ihm erklärt: „Südslawien wird wegen der Ermordung des Königs Alexander keine direkte Aktion gegenüber irgend einer fremden Macht unternehmen. Alles, was Südslawien etwa beschließen sollte, wird in eingehender Beratung mit seinen Verbündeten und Nachbarn und mit Wiffen der anderen europäischen Mächte geschehen.

Der Berichterstatter bemerkt, durch diese Erklärung wür­den die Kriegswolken und die Gefahren einer direkten Aktion weggeweht. Es könne somit zuversichtlich gehofft werden, daß die Tragödie von Marseille keine Folgen von der ArtderTragödievon Sarajewo haben werde.

8,8. Berlin, 20. Okt. (Drahtbericht unserer Berliner Abteilung.) Staatssekretär Reinhardt hat dieser W Tage in einer Besprechung über die neuen Steuergesetze 1 bereits darauf hingewiesen, daß sich das Steuerauf­kommen im Reich sehr günstig entwickelt hat. Rach den bisherigen Schätzungen wird der Steuereingang im : Jahre 1934, wenn man den Betrag der Schlachtsteuer, die bisher den Ländern zufloß, abzieht, rund eine - Milliarde größer sein als im Jahre 1933. In einem ' weiteren Vortrag, und zwar in der Verwaltungs- ~ akademie in Berlin, hat Staatssekretär Reinhardt darauf verwiesen, daß an der günstigen Steuerentwick­lung nicht zuletzt die Lohn st euer beteiligt ist, die im Monat September mit 67,6 Millionen RM. um - 15 Prozent höher lag als im September 1933. Daraus ergibt sich, daß auch das Arbeitseinkommen im September um 15 Prozent größer gewesen ist als im gleichen Monat des Vorjahres. Ein solches vermehrtes Arbeitseinkommen führt naturgemäß zu einem er- ~ höhten Verbrauch, das heißt zu einer Belebung der Ver- E brauchsgüterindustrie. Das wird einwandfrei auch ss durch die Entwicklung der Umsatzsteuer bewiesen, die in den sechs Monaten von März bV August um rund acht Milliarden höhere Umsätze ausweist, als im gleichen : Zeitraum des Vorjahres getätigt wurden. Gegenüber - pessimistischen Betrachtungen, daß diese Entwicklung 12 nicht anhalten könnte, wird nachdrücklich darauf ver- wiesen, daß aus den Arbeitsbeschaffungs- Up rogrammen noch erhebliche Beträge zur Ver- MUfügung stehen. So sind durch die verschiedenen Pro- ^gramme, wie Papen-Programm, Sofort-Programm und UReinhardt-Programm insgesamt 1902 Millionen RM. £ zur Verfügung gestellt worden, von denen bis Ende k September erst 1810,7 Millionen RM. bewilligt, von k denen wiederum nur 1390,4 Millionen RM. ausgezahlt x worden waren. Auch das Arbeitsbeschaffungs- t Programm der Reichsbahn sieht für die Monate k November bis März noch rund 270 Millionen RM. vor. * Es kommt hinzu, daß auch der zur Förderung von Jn- L standsetzungs- und Ergänzungsarbeiten an Gebäuden

zur Verfügung gestellte Betrag noch nicht voll ausge­zahlt ist und schließlich ist in diesem Zusammenhang auch darauf zu verweisen, daß für die Förderung öffentlicher Arbeiten der Zuschußsatz der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosen­versicherung erhöht worden ist, und zwar auf 3 RM. pro Mann und Tag. Staatssekretär Reinhardt kommt auf Grund aller dieser Maßnahmen zu dem Schluß, daß es gelingen werde, in den nächsten Wochen und Mo­naten durch die Anwendung der neuen Bestimmungen über die Gewährung von Erundförderung m i n d e - st e n s 300 000 Mann in entsprechende Arbeit zu bringen. Das wiederum werde zwangsläufig zu einer Belebung in den verschiedensten Zweigen der deutschen Volkswirtschaft führen. Des weiteren setzen sich auch die neuen Steuergesetze bekanntlich zu einem Teil zum Ziel, den Kampf gegen die Arbeitslosig- k e i t, sodaß auch durch diese Maßnahmen mit einer weiteren Belebung der Wirtschaft zu rechnen ist.

Daß die sehr günstigen Steuereingänge erreicht werden konnten, ist um so bemerkenswerter, da ja in der letzten Zeit wiederholt von der national­sozialistischen Regierung Steuersenkungen vor­genommen worden sind. Einschließlich der vor wenigen Tagen verkündeten neuen Steuergesetze berechnet man die Entlastung der deutschen Wirtschaft durch diese Ermäßigungen auf rund eine Milliarde RM. Die Rechnung hat sich also als richtig erwiesen, daß die Senkung der Steuern zur Wirtschaftsbelebung und in starkem Maße zur Entlastung des Arbeitsmarktes führt. Allerdings darf man sich nun nicht dem Glauben hin- geben, daß das Reich im Geld schwimmt. Einmal kommt ein nicht unwesentlicher Betrag des Steueraus- kommens'den Ländern zugute, zum anderen aber ist das Reich durch Fehlbeträge in den früheren Jahren stark belastet und außerdem muß weiterhin auch die Vorbelastung durch die Steuergutscheine und die verschiedenen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen be­rücksichtigt werden.

Paris, 20. Okt. Für die innenpolitische Lage und für die L Stimmung im Lande sind bezeichnend die Erklärungen, die ‘ der Führer der Jeuneffes Patriotes, des bereits über 300 000 Anhänger zählenden Verbandes der vaterländischen Jugend, I Abgeordneter Taittinger, abgegeben hat. Taittinger, der : parteimäßig der Rechtsgruppe Marin angehört, spricht im | „Petit Journal" die Ansicht aus, daß die Herrschaft der par- : lamentarischen Parteien, daß der Parlamentarismus über-

D^r Arbeitsminister soll zurücktreten.

Paris, 20. Ott. (Dia. Drahtmeldung.) Es ist nicht aus« ¥ geschlossen daß die französische Regierung schon in den aller- i nächsten Tagen eine neueKrisezu lösen haben wird. Der E: Arbeitsminister Marquet wird von seiner Partei, den Reu- K Sozialisten, vor die Entscheidung gestellt, entweder die Re- oierung oder die Partei zu verlassen. Die N e u s o z i a - |r listen begründen ihren Standpunkt damit, daß die Politik I des Burgsriedenskabinetts seit einigen Monaten eine den x Grundsätzen der Partei widersprechende Richtung einge- M schlagen habe.

Am Freitag trat das Parteibüro zusammen, um R die Sitzung des Nationalrates der Partei, die am Samstag I und 'Sonntag stattfindet, vorzubereiten und bei der gleichen e Gelegenheit den Arbeitsminister zu hören. Der Ab- geordnete Renaudel, der der Wortführer der Opposition L ist, forderte den Minister auf, sein Amt sofort zur " Verfügung zu stellen, was Marquet aber mit Ent- ir rüstung ablehnte. Der Arbeitsminister erklätte, er sei zwar y. entschlossen, seinen Rücktritt einzureichen. Aber man müsse * es ihm anheimstellen, den geeigneten Zeitpunkt zu wählen. ; Er könne auf keinen Fall im Augenblick die Regierung verlassen. In parlamentarischen Kreisen nimmt man aber | mit Sicherheit an, daß der Arbeitsminister sich eher aus der Partei a u s st o ß e n lassen wird, als auf die weitere i Mitarbeit in der Regierung zu verzichten. Praktisch würde , sich der Austritt Marquets aus der Pattei nicht auswirken, st Denn von den 29 Abgeordneten, die die Partei in der Kam- l mer zählt haben 27 von jeher gegen das Kabinett Doumer- i aue gestimmt. Ein endgültiger Beschluß wird aber kaum vor i Sonntag gefaßt werden, da nur der Nationalrat der Partei 6 über die notwendigen Vollmachten verfügt.

Deutschland und der Norden.

Im Ehrenhof des Berliner Zeughauses hängt als einzige Fahne der fremden Länder zu Ehren der Schweden, die auf deutscher Seite am Weltkrieg teil- nahmen, an bevorzugter Stelle eine schwedische Fahne. Das ist ein deutliches Symbol der deutsch-schwedischen Freundschaft gewesen, die seit Jahrhunderten bestanden hat. Es war eine Wohltat, wenn man nach dem Kriege, als überall noch der Haß lebendig war, nach Schweden kam: man fühlte sich dort wie bei Brüdern, man fühlte sich dort zu Haufe. Und nun hat das alles eine Änderung erfahren. Man hat sozusagen in Schweden nach dem Sieg des neuen Deutschlands die Freundschaftsbande zerschnitten. Die schwedische Presse führt eine Sprache, die von Haß gegen Deutschland dik­tiert ist. Man wundert sich, wie das möglich sein konnte. Fragen der Religion können hier ebensowenig trennend sein wie Fragen der Rasse, denn es ist ja ge­rade das Blut gewesen, das Deutschland und Schweden stets in Freundschaft zusammengeführt hat. Gewiß, es hat wirtschaftliche Schwierigkeiten gegeben, aber die waren erstens schon älteren Datums und zweitens sind solche Schwierigkeiten dazu da, um ausgeglichen zu werden. Man sollte meinen, daß eine Gelegenheit zu einer freundschaftlichen Aussprache zwischen maßgeben­den Kreisen gesucht werden könnte, denn es will uns scheinen, daß bei ernstem Willen gerade die Schweden durchaus Verständnis für unsere Lage und unsere Ent­wicklung haben.

Was für Schweden gilt, muß in gewisser Beziehung auch für Dänemark und Norwegen gelten. In Kopenhagen hat man uns in gewissen konservativen Kreisen besser verstanden, weil man nämlich die sozialistische Mißwirtschaft aus eigenem kannte. So hat es denn hier nicht an Stimmen gefehlt, die der deutschen Situation gerecht wurden, wenngleich nicht verkannt werden soll, daß eine gewisse Presse auch in den beiden Ländern heftig am Werke war, um Gift zu säen. Das alles'hat natürlich nicht davon abhalten können, daß man versucht hat, einen wirtschaftlichen Ausgleich zu finden, der den nordischen Ländern und Deutschland in gleicher Weise gerecht wird. Es darf er­innert werden an den Abschluß des Walfischtran- Eeschäftes, das für beide Teile von Nutzen ist, und Aas unsere Feitversorgung für den nächsten Winter sicMr.

Im ganzen hat man den Eindruck, als ob die nordi­schen Länder Dänemark, Schweden und Norwegen daran sind, ihre Haltung gegenüber Deutschland zu überprüfen. Das wird am besten dadurch geschehen können, wenn nordische Gäste sich durch, einen Besuch von Leben und Art unseres Staates und Volkes über­zeugen.

Auf der anderen Seite muß aber einmal darauf hin­gewiesen werden, daß Kräfte am Werke sind, um die gewisse Vorzugsstellung, die Deutschland in den nordischen Ländern hatte, zu beseitigen. Schon vor zwei Jahren hat der Prinz von W al es als Englands vornehmster Handlungsreisender einen Propagandaausslug in die nordischen Länder unter­nommen' während der gleiche Prinz zu Hause predigt, nur britische Waren zu kaufen, hat er dafür gesorgt, daß britische Waren auch in Dänemark, Schweden und Norwegen gekauft wurden. Das kann man ihm gewiß nicht Übelnehmen, denn er vertritt die berechtigten In­teressen seines Landes, aber wir müssen wissen, wie stark heute britischer Einfluß ist, um Deutschland aus der Stellung zu verdrängen, die es in den nordischen Ländern gehabt hat. Schon wieder geht ein britischer Prinz, der Herzog von Kent, auf die Reise, und neuerdings haben die Engländer nach französischem Vorbild, auch eine Kulturpropanda aufgezogen, denn sie meinen, daß derjenige, der englische Bücher liest, auch englische Stoffe und englische Kohlen kaufen wird.

Die britische Propagandatätigkeit be­schränkt sich nicht nur auf die drei genannten nordischen Staaten, sondern sie greift auch über in das Balti­kum. Der Haß gegen das Deutschtum hat hier dazu geführt, daß in einigen Staaten die deutsche Sprache als Fremdsprache in den Schulen abgeschafft worden ist. Dafür ist dann Englisch eingeführt worden. Das ist. Grund genug für die Engländer, um nun in dieser Richtung weiter zu wirken. Auch in Litauen sind sie in kleinlichster Weise tätig. Wirtschaftliche Schwierig­keiten und die politischen Schwierigkeiten zwischen Deutschland und Litauen werden von den Engländern benutzt, um stärker ins Geschäft zu kommen, und in der „Times" hat neulich ein findiger Kopf angeregt, eng­lische Bücherspenden nach Litauen zu schicken in der Hoffnung, daß sich diese Spenden auch materiell lohnen ’ werden. — Es darf angenommen werden, daß unser Auswärtiges Amt gegenüber diesen Dingen die Augen nicht schließen wird, sondern sieht, was zu sehen ist. Der Kampf um die Stellung Deutsch-