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Verlag Langgassc 21

„Tagdwtt.H-nS--.

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ms--ül, obtÜ'm 51 *' Ausg«ben: 70 Pjg. monaiüch, M. 2.- vierteljährlich durch den Verlag

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^ Ä Ö ?n>? C: Für dieAbend-AuSg. bis 12 Uhr ^orgen-Ausg, bis a Uhr nachmittaa?.

12 Ausgaben.

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Äusg bis 9 übt nachmittag?. Berliner Redaktion des Wiesbadener Tagblatts: Bcrlin-WilmerSdorf, Giintzclstr. 66, Fcrnspr.: Amt Uhland 45» u. 451.

'och» 5. Kugust 1914.

bend-klusgabe.

Nr. 360. - 62. Jahrgang.

perftöe

ürchtet ein Zu

'k.-tz. Berlin, 4. Slug. Um 7 Uhr Su !!^ ec ß nb der englische Botschafter öc,n Auswärtigen Amt die Kriegs- ^ ^'n^lauds nnd forderte seine Pässe.

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ist

1 f a ^ e! Auch das germanische Id s e h M t sich in den: W e I t e n t s ch e i d u n g s- Issch ^ J deutschen Volkes auf die Seite der 3 Machtgier und französischen Es ist Tatsache, was man bisher nicht j’Mor c ^' — nicht für möglich etwa aus deut- ^ heraus, denn auch die englische

-Hi r.t t äru n g schreckt uns nicht, son- ^ uröglich, weil man es nach allen poli-

,,;-.in+-^nungen, doch als ausgeschlossen an- '>» England einen Erfolg Rußlands über

j. ~ r e n, über die bekanntlich - ^ Dardanellen

auch der

__ und nach dem i n d i-

^ sichren soll, wünschen und fördern seinem allereigensten Interesse! WJ?.® dann also mit einer Unterstützung der >lhg^o>i>chen Friedensstörer sich selbst ins Ge- ^»>/, nian würde sein Eingreifen in den ’■!,* (i n l recht begreifen. Aber der Fall liegt Jjt„ und das ist für uns Deutsche

i M:,'r eu l i ch e Tatsache, daß er eben in i, M ..-den Augen etwas an d ers liegt, FHpu: uns erst recht mit Stolz und ^ 61 f ein erfüllen.

: ?tzdcr " rwarten gar nicht einen

V‘ i ho» k 3Ur Wayryeir zu mamen UUeii J England erwarteten Sieg Deutsch- tz^dländern das Deutsche Reich zu stark . N)f Fv deshalb fallen sie uns setzt bei itn< Fi, Leben und Tod in den Arm: Es ist ^ ist s ch n ö d e E i f e r s u ch t, die das

/ist

nn*i ll ssen und Franzosen. In ihrer - - -

: ZifFIEllsrechnnng — man lese die weiter Ilz.s Elite Rede Grcys! — bekommen die y« t (+, , n uzösischen Bundesgenossen ■.% F G rIiche Hieb c, — Deutschlands Heer ft lL,^ u tfdE)Xa n &§ ganzes Volk werden schon . »i n, oas zur Wahrheit zu machen — und weil

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„ lt! 0en Wenn unsere Land Heere den

^ s . t 't>ati lü °^ cn unsere Vettern mit ihrer Flotte

l I%)t Q ? e * e . Vernichtung der unsrigen — es »• Wj>k -— wenigstens dafür sorgen, daß

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to h „ ausdrücklich gesagt! — nicht rü!; unter d i c Herrschaft e iftpp[t j 0 ßen Macht ko in m t. Das ist Eng

ganz i n e r

sd. sil u t. u i u U; l l u m m t. i|i Vi-ua-j

dteid! Und deshalb begrüßen wir die ^'lÜrnng, die der gestrigen denkwürdi-

> ft «.'» T , Tlr»v*ST.. w s* •*^-»♦4- (S.rt-»» vtSI/>ii v> a Sn«

furor teutonicus soll sich erheben! Ganz Deutschland von der Ntemel bis zum Bodensee soll aufbreunen wie eine Pulvermine!

Und ob von Ost, von Mitternacht, von West die Wetter rasen, Wir stehen hoch auf deutscher Wacht, labt nur die Hörner

blasen!

Wir schirmen unseres Reiches Dtavk, wir sind der Väter

Erben,

Wir stehen wie die Eichen stark: Wer Deutschland trutzt,

soll sterben!

Die Erklärung Greys im englischen Unterhaus.

England war schon vorher zuin Urieg entschlossen!

^ W. T.-B. London, 4. Aug. Zu der schon in der gestrigen Abendausgabe kurz erwähnten Erklärung des englischen Ministers des Äußern G r c y in der gestrigen Sitzung des Unterhauses ist noch zu berichten: „Es ist jetzt klar, daß der Friede Europas nicht be­wahrt werden kann. Grey forderte das Haus auf, die Frage des Friedensbrnches vom Gesichtspunkt der britischen Interessen, der Ehre und der Verpflichtungen und frei von Leidenschaft ins Auge zu fassen. Wenn die Dokumente veröffentlicht wären, würde es sich zeigen, wie aufrichtig und mit vollem Herzen England bestrebt war, den Frieden zu bewahren. Betreffs der

Frage der Verpflichtungen

sagte Grey: Wir haben bis gestern nichts mehr als

diplomatische Unterstützung versprochen. Er, Grey, sei zur Zeit der A I g e c i r a s - Konferenz gefragt wor­den, ob Eu gland bewaffnete Unter st ü tz u n g geben wende. Er habe gesagt, er könne keiner fremden Macht etwas versprechen, was nicht aus vollem Herzen die Unterstützung der öffentlichen Meinung erhielte. Er gab kein Versprechen, erklärte aber sowohl dem französischen wie den: deutschen Botschafter, daß, wenn F r (ui krei ch ein Krieg aufgezwnngen würde, die öffentliche Meinung auf Frankreichs Seite treten würde. Er willigte in den französischen Vorschlag auf Besprechung militärischer und seemännischer S a ch v e r st ä n d i g e n Eng­lands und Frankreichs ein, da England sonst nicht in der Lage sein würde, im Falle einer plötzlich eintreten­den Krisis Frankreich Beistand zu gewähren, wenn es ihn gewähren wollte. Er gab seine Ermächtigung zu jenen Besprechungen, jedoch unter der ausdrücklichen Voraussetzung, daß nichts, was zwischen den militäri­schen und seemännischen Sachverständigen vor sich ginge, eine der beiden Regierungen bände oder ihre Entschlußfreiheit beschränke. Während der Marokko^

st^r's^^handlung mit der Ankündigung des

es

der deutschen Truppen durch gefolgt ist, mit nur noch g e- list'^erficht. Besser so die volle Noch ein weiteres hinterhältiges Spiel!

" soll

‘‘«i o^nell.

Fit Luver sicht

anscheinend nun doch bevorstehender

™'“ u uns nicht schrecken. Wir Deutsche k ,i an y a n w i r sind und was e s g i I t. fojAi -F e ifitrdit findet kein

% Hi o und immer wieder, das stolze Bis

Echo im deutschen wiader hinansschallen in

tz,,. 'Februar 1888.

achtz fürchten Gott, aber sonst

!^>k?'E,ts auf der Welt!"

ist es schon — so hat Bismarck

, i,r um ^llt —, die uns den Frieden lieben Wer ihn aber trotzdem bricht, der Fl, tznß die knmpfesfrcudiac

,i hF e t’ c, welche 1813 die gesamte Be- ch^'isp,,'""ls schwachen, kleinen nnd nnsge- ) L.'ü b„ ter die Fahnen ries, heutzutage ein - ifril r . stanze n deutschen Nation jlüttiff !.3 e f . welcher die deutsche Nation qsf sie einheitlich aewasfuet finden ^ ehrmann mit dem festen Glauben im

bin

Itzj? (lirf 1 wird Ees die

"Uf Gott

mit uns sein!"

Probe auf des großen Kanz- und das deutsche Volk. Der

krisis im Iabre 1911 bewegte sich seine Politik ans ge­

nau der gleichen Linie. Im Jahre 1912 wurde be­schlossen, daß England bestimmte schriftliche Verständi­gungen haben sollte des Inhalts, daß jene Abmachun­gen die Freiheit der Regierung nicht beschränkten. Grey verlas einen Brief, den er am 22. Dezember 1912 an den französischen Botschafter schrieb nnd der das soeben Gesagte sowie ferner Greys Zustimmung ent­hielt, daß, wenn einer der beiden Staaten oder eine der beiden Regierungen ernstliche Ursache hätte, einen n n p r o v o z i e r t e n Angriff von einer dritten Macht zu erwarten, in eine Beratung eingetreten würde darüber, ob beide Regierungen ge­meinsam handeln wollten, um diesen Angriff zu verhindern. Dies, so sagte Grey, war unser Ans- gangsvnnkt. Diese. Erklärung schafft Klarheit über die Verpflichtungen Englands.

Die gegenwärtige Frage ist nicht aus einer Frage ent­standen, die ursprünglich Frankreich betraf.

Keine Rogiernng nnd kein Land hat weniger gewünscht, in den österreichisch-serbischen Streit verwickelt zu wer- den, als Frankreich: es wurde ehrenhalber durch seine Verpflichtungen darein verwickelt. Wir hatten eine lange und andauernde Freundschaft mit Frankreich, und inwieweit diese Verpflichtungen und die Freundschaft modifiziert sind, darüber möge jedermann sein eigenes Herz und seine Emp- sindungen Rate ziehen und das Maß der Verpflich­tungen chyschätzen. Grey fuhr fort: Seine persönliche Ansicht sch folgende:

Die französische Flotte ist im Mittclmccr, die Nordküstc ist ungeschützt.

Wenn eine fremde, im Krieg mit Frankreich befindliche flotte käme und die unverteidigte Küste angreifcn wurde, so könnte England nicht ruhig zn- s eh e n. Nach seiner starken Empfindung sei Frank- reich berechtigt, sofort zu wissen, ob es im Falle eines Angriffes auf seine unbeschützte Küste auf englischen Bestand rechnen könne. Grey erklärte, daß er gestern abend dem französischen Botschafter die Versicherung abgegeben habe, daß,

wenn die deutsche Flotte in den Kanal und die Nordsee ginge, um die französische Schiffahrt oder die Küste an- zugrelfen, drc britische Flotte jeden in ihrer Macht stehenden Schutz gewähren würde.

Diese Erklärung bedürfe der Genehmigung des Parla- ments. Sie jei keine Kriegserklärung. Er habe erfahren, daß die deutsche Regierung bereit sein wurde dr-es wurde in der gestern verbreiteten kurzen Meldung mitgeteilt. Schriftl. —, wenn England sich zur llleutralität verpflichten würde, zuzustimmen, daß me deutsche Flotte die lltord-küste Frankreichs nicht an­greifen würde. Dies sei eine viel zu schmale. Basis für Verpflichtungen englischer- s e i t s. (Beifall.) Ferner bestehe die Frage der bel- gischen Neutralität. Die britischen Interessen seien in oieser Frage ebenso stark wie im Jahre 1870. England könne seine Verpflichtungen nicht minder ernst^ auf- fassen als G ladstone im Jahre 1870. Als die Mobilisierung begann, habe er der französischen nnd der deutschen Regierung telegraphiert, ob sie die belgi­sche Neutralität respektieren würden. Frankreich erwiderte, daß es hierzu bereit sei, falls nicht eine an- dere Macht jene Neutralität verletze. Der dentzscho Staatssekretär erivtderte, daß er nicht antworten könnte, bevor er sich mit dem Kaiser und dem Reichs­kanzler beraten habe. Er gab zu verstehen, daß er zweifele, ob es möglich sein werde, eine Antwoü zu geben, weil diese Antwort die deutschen Pläne e n t h ü l l e n würde. Grey teilte weiter mit, daß England in der vorigen Woche sondiert worden sei, ob cs England beruhigen würde, wenn die belgische Integrität nach dem Kriege wicderhcrgestellt würde. Er habe erwidert, daß England seine Jntcresien und Verpflichtungen nicht verschachern könne. (Bei- fall.) Grey verlas sodann ein Telegramm des König? der B e I g l c r an König Georg, das den ä u ß e r st e n Appell an die englische Intervention zum Schutze der Unabhängigkeit Belgiens enthielt. Grey sagte, diese Intervention habe in der letzten Woche stattgefunden.

Wenn die Unabhängigkeit Belgiens verloren ginge, so würde auch die Unabhängigkeit Hollands verloren gehen.

Das Parlament sollte erwägen, was für die britischen Interessen auf dem Sipiele stände. Wenn man in einer solchen Krisis we g l au f e n wollte von seinen Der- Pflicht u n g e n seiner Ehre und seinen Inter­essen betreffs Belgiens, so zweifle er, ob, was auch immer an materieller Kraft England am Ende haben möge, dies großen Wert haben würde angesichts des Maßes der Achtung, das England verloren haben würde.

Wenn wir mit unserer mächtigen Flotte, die unsere» Handel, unsere Küsten und unsere Jntcresien schützen kann, an dem Kriege tcilnehmen, werden wir nur wenig mehr zu leiden haben, als wenn wir uns passiv verhalten.

Ich fürchte, wir werden in diesem Krieg fürchterlich zu leiden haben, gleichviel ob wir daran teilnehme« oder nicht. Der Außenhandel wird a n f h ö r e n. Am Ende des Krieges werden >vir, selbst wenn wir nicht daran teilnehmen, sicherlich nicht in der materiellen Lage sein, unsere Macht entscheidend zu ge­brauchen, um ungeschehen zu machen, was im Laufe de§ Krieges geschehen ist, nämlich die Vereinigung ganz Westeuropas uns gegenüber u n t e t einer einzigen M acht zu verhindern, wenn dies das Ergebnis des Krieges sein sollte.

Man solle nicht glauben, daß, wenn eine Großmacht sich in einem solchen Kriege Pass i v verhielt, sie am Schluß in der Lage sein würde, ihre Interessen dnrch- msetzen. Er sei nicht ganz über die Tatsachen betreffs Belgiens unterrichtet, aber wenn sie sich erwiesen, wie