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7 Ausgaben

Wöchentlich

8. Cchellenberg'lche Hofbuchdruckerei,Tagblatt«Hau»".

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tr g. Telegramm,Ad resse: Tagblatt Wiesbaden.

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Montag, 27. August 1934.

Postscheckkonto: Frankfurt a. M. Nr. 7405.

82. Jahrgang.

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Förderung der Eigenerzeugung an Rohstoffen. Kein Zweifel, es gibt für uns nur noch den einen Weg, unsere Einfuhr in Übereinstimmung mit unserer Zahlungs­möglichkeit zu bringen. Das Ausland kann uns über unser Vorgehen keine Vorwürfe machen, denn durch seine Halsstarrigkeit, seine, jede gesunde Entwicklung hemmende Haltung, sind wir auf diesen Weg der Selbst­hilfe gezwungen worden, einen Weg, den zu beschrei­ten wir uns vergebens gewehrt haben.

In überwältigender Weise bekennt sich damit die Nation zu den Grundsätzen der Innen- und Außen­politik ihrer Führung, und diese Grundsätze, die können nicht ost genug wiederholt werden: Außenpolitisch: Er­haltung des Friedens, aber auch Sicherung der deutschen Gleichberechtigung (Brausende Beisallsruse), Verteidi­gung der Freiheit und der Ehre unseres Volkes. Wir haben seit den Tagen der Machtübernahme nicht ver­fehlt, immer wieder diese Programmpunkte vor der ganzen Welt zu verkünden. Sie find unveräußerlich und unveränderlich. Die Welt muß es zur Kenntnis nehmen, daß mit diesen Programmpunkten der nationalsozia­listischen Bewegung und das ist Deutschland Deutschland steht und fällt. (Minutenlanger Beifall.)

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Sorgen zu übernehmen, was er auf fich nimmt dadurch, daß er das Schicksal eines großen Volkes zu seinem Schicksal macht. (Beifall.) Und'diese Sorgen und diese Leiden sind nicht durch uns dem deutschen Volke zugefügt worden.

schädlich ist, und von der wir daher annehmen können, das, was sie nicht liebt, dem deutschen Volke nützlich (Brausende Zustimmung.)

Die Rede Adolf Hitlers auf dem Ehrenbreitstein.

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Fasten Sie nun aufs neue Mut--"

Die Grundsätze der Politik nach außen wienachinnen, zu denen sich der Kanzler gestern an der Grenze des deutschen Reiches und weit über diese Grenze hinaus bekannte, werden in Nürnberg, der alten Reichsstadt, im einzelnen erörtert und präzisiert wer­den. Auf dem Reichsparteitag spricht der Führer in verschiedenen großen Reden, die dem poli­tischen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben neuen Impuls geben werden.

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15

Saarvolk fertig zum Endkampf!

Der letzte große Appell vor dem Führer.

tiefste ergriffen im Gedenken an diese geschichtliche Erschei­nung. Ja selbst die Welt hat etwas verspürt von der Größe dieses Mannes. Und ich möchte allen denen außerhalb des Reiches, die Anteil genommen haben an diesem schmerzlichen Verlust, von dieser Stelle aus im Namen des deutschen Volkes danken. Diesem Schmerz steht aber auch etwas un­endlich Erhebendes gegenüber. Seitdem wir uns damals am Niederwalddenkmal getroffen haben, hat d a s d e u t s ch e Volk sich zu einer unerhörten Einheit zu­sammengefunden. (Jubelnder Beifall). Seit mir jener Institution den Rücken kehrten, die uns gern belastet, aber nicht gleichberechtigt sehen wollte, hat das deutsche Volk in einer Reihe von einzigartigen Kundgebungen vor der Welt das Bekenntnis abgelegt, daß es nunmehr eins sein will, eins im Geiste, eins im Willen und auch eins in der Tat. (Lebhafte Zustimmung.)

Innenpolitisch kämpfen wir für das Dasein des deutschen Bauern und des deutschen Arbeiters, des deutschen Mittelstandes und des ganzen deutschen Volkes und seiner wirklich schaffenden Kräfte und Kreise. Und darum kämpfen wir gegen den Fluch der Arbeit s- l o s i g k e i t, kämpfen wir für die Zusammenfassung unseres Volkes, für die Überwindung von Partei- und Klassengegen­sätzen, Standesüberheblichkeiten und Klassendünkel. (Bravo­rufe.) Der Erfolg dieser Politik ist trotz aller Schwierig­keiten im großen gesehen ungeheuer. Nur wer bewußt vor­eingenommen sein will, kann bestreiten, daß seit dem 30. Januar 1933 in Deutschland ein unermeßlicher Wandel vor sich gegangen ist. (Tosender Beifall.) Wenn man uns in der Welt angreift, wenn internationale Cliquen, deren Einstellung Deutschland gegenüber wir alle kennen, uns Kampf ansagen, dann glauben Sie, meine Volksgenossen, nicht deshalb, weil wir etwa die deutschen Interessen schlecht wahrgenommen haben, sondern weil wir sie nur zu gut wahrgenommen haben. (Begeisterte Zustimmung der Hun­derttausende.)

Der Führer befaßte sich dann in sarkastischer Weise jenem Kreis von Menschen in Deutschland, die das nicht sehen wollen. Aus einen bestimmten Prozentsatz von Sehenden kommt ein gewisser Prozentsatz von Blinden. Das war früher so, das ist heute so. Ich befürchte, es wird immer so sein. Entscheidend ist, daß das deutsche Volk in seiner überwältigenden Mehrheit nicht blind ist, sondern sieht. (HeilrnfeZ Es gebe Leute, die da sagten: Da seht ihr, sie haben Schwierigkeiten. Ihnen antworte er: Wir habenSchwieri

Koblenz, 26. August. In seiner vom Jubel der Hundert­tausende umbrandeten Rede auf dem Ehrenbreitstein an die Deutschen von der Saar erinnerte der Führer einleitend an die im vergangenen Jahre am Niederwald- d e n k m a l abgehaltene Kundgebung. Der Vergleich dieser beiden Kundgebungen gebe vielleicht den besten Maßstab für das Wachsen des deutschen Gedankens in unserem Volke: Damals Zehntausende, heute Hunderttau­sende, (Lauter Beifall), ein sichtbares äußeres Zeichen für all das, was unser Volk in diesem letzten Jahre erlebt hat! Das Schwerste: Unser Reichspräsident, Generalfeldmarschall g ist 1 o t. Das "deutsche Volk ist aufs Gedenken an diese geschichtliche Erschei-

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Sklaven feiern die Freiheit", ruft er aus, er meint viel­leicht die Sklaven des Versailler Diktates. Im politischen Artikel kommt dasEcho de Paris" ebenfalls auf die Saar­kundgebung zu sprechen und will die Gleichstellung Saar und Frieden" nicht gelten lassen, son­dern bezeichnet sie als Erpressung. 2m übrigen stellt der Leitartikel fest, daß die Rede des Führers, nach der Vor­stellung, die man im Saargebiet vom Nationalsozialismus habe, nicht dazu angetan fei, etwa der deutschen Sache zu schaden.

Die wichtigen Stellen der Hitlerrede, die sich auf Frank­reich beziehen, werden von einigen Blättern, so vom Mattn", im Druck hervorgehoben, aber noch nicht besonders eingehend besprochen.

DasJournal" bemerkt, die Rede des Reichskanzlers sei von einer besonderen Mäßigung gewesen.

,Le Jour" schreibt, wenn Hitler betone, daß die Saar» frag«, die einzige Hauptfrage sei, die Deutzchland und Frankreich in Gegensatz bringe, so würde man zwar gern von dieser Erklärung Kenntnis nehmen, falls sie für die Zukunft bindend sein würde. Aber welchen Wert hätten Worte, nachdem bereits unterzeichnet« Verträge nur Papier­fetzen seien? (!).

ten Hunderttausende bewies deutlich, daß die E e- sinnung des Friedens und der Aus­söhnung nicht nur den Führer beherrscht, sondern das ganze deutsche Volk er­griffen hat. Für uns Deutsche im Reiche ver- ngen sf kündete Adolf Hitler, daß die heißeste Mühe darauf ,T' verwandt werde, die 10 Prozent Neinsager nicht, wie man es im Ausland darzustellen beliebt, mit Stumpf und Stiel auszurotten, sondern durch rastlose und un­ermüdliche Arbeit auch die letzten Abseitsstehenden zu gewinnen. In wirtschaftlicher Beziehung betonte der Führer seinen Willen, den Wiederaufstieg unseres Landes durch eigene Kraft zu sichern. Wir werden uns soweit auf eigene Füße stellen, daß man in ausländischen Wirtschaftskreisen die Wirkungslosigkeit aller Boykottbewegungen erkennen muß. Zu demselben Ge­danken bekannte sich auch gestern der Reichsbankpräsi­dent und Reichswirtschaftsminister Dr. Schacht auf der L e i p z i g e r M e s s e. Er entwickelte einen klaren Plan von der künftigen Gestaltung des deutschen Außenhandels, der deutschen Devisenwirtschaft und der

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Wir kennen si«, Liess Kräfte, di« mitleidsvoll unser Volk immer bedauern wegen des Regiments, das es zu er­tragen hab«. Ihnen sage ich: 15 Jahre haben wir nicht regiert. Da konnten si« ihr Mitempfinden mit dem deutschen Volk ja hinreichend zum Ausdruck bringen. Hätten si« es getan, dann stünde ich heute nicht vor ihnen. (Beifall.) Aber sie haben in diesen 15 Jahren Deutschland bedrückt und un­glücklich gemacht. Und heute, heut« beklagen st«, «daß Deutsch­land nicht glücklich ist. Ich glaube, diese durchsichtigen Argumente richten sich von selbst. Sie werden erhoben von einer internationalen Clique, die nur will, was

Die Pariser Presse zur Saarkundgebung.

Paris, 27. Ang. (Eig. Drahtmeldung.) Bei Wieder­gabe der Bericht« über die deutsche Saarkundgebung aur der Feste Ehrenbreitstein versäumt die französtiche Preise nicht, auf den Versuch einer Eegenkundgebung in Sulzbach hinzuweisen, als ob es sich dabei um mitein­ander vergleichbare volkstümliche Willensäußerungen ge­handelt hab«. DerPetit Parisien" geht sogar soweit, den Bericht über die Sulzbacher Kundgebung der Kommunyten und Marxisten einen besseren Platz einzuräumen, als dem über das gewaltige deutsche Saarbekenntnis auf dem Ehren­breitstein. DasEcho de Paris" will den Bericht eines von ihm nach dem Ehrenbreitstein entsandten Berichterstatters veröffentlichen können. Sein Gewährsmann ist von der Ver­anstaltung so beeindruckt, daß er keinen besseren Vergleich zu wählen vermag, als den mit einerrichtigen Mobil­machung." In Lieser Hinsicht, so schreibt er reichlich sauer, sei der Tag vollkommen geglückt. Der Ausbau der Bahn­steige auf dem Bahnhof in Koblenz, der wegen der Kund- gebung vorgenommen worden sei, werde auch im Falle einer Mobittnachung von Nutzen sein könnens!) Besonders unan­genehm ist es ihm ausgefallen, daß die Lautsprecher das ge­sungene Lied:Freiheit, die ich meine, verbreitet haben.

L das eigene Volk. Wenn endlich dieses Saarproblem, das für uns nie ein Problem war, auch in der Außen­welt gelöst ist, wenn endlich Frankreich nach Beendigung - diesesSpiels" auch nicht mehr hypnotisiert nach dem kleinen Rhein starren wird, wäre nicht dann endlich die Stunde der großen Zusammenarbeit ge­kommen, einer Zusammenarbeit, die eine in ihren H Grundfesten erschütterte Welt wieder festigen soll. Der - Führer hat es stets wiederholt, daß es außer der Saar- ! frage eigentlich nichts Trennendes mehr zwischen Frank- L. reich und Deutschland gibt. Wird man sich nun auch in F' Frankreich, wenn dieser Zankapfel aus der Welt ge- s schafft ist, endlich einmal wieder darauf besinnen, daß - man nicht nur Pflichten gegenüber dem eigenen Chau- - vinismus, sondern auch dem friedlichen Bestand s Europas gegenüber zu erfüllen hat? Der 13. Januar | wird so vom Führer als der psychologische k Wendepunkt betrachtet, an dem vielleicht die Fäden | zwischen Deutschland und Frankreich wieder angeknüpft werden können. Der ungeheure Beifall der versammel-

Die große Saarkundgebung auf dem Ehrenbreitstein hat durch die Führerrede eine Bedeutung erhalten, die weit über den Rahmen einer Demonstration hinaus- geht. Nach zwei Seiten hat Adolf Hitler die Parole -vev : des Friedens ausgegeben. Nach innen und n a ch a u ß e n. Seine Worte richteten sich nicht nur an die Saarländer und an das gesamte deutsche Volk, son­dern darüber hinaus an die ganze Welt. Es war keine problematische Kundgebung, es war auch keine Wahl­kampfrede für den Tag der Abstimmung an sich. Der Führer verkündete eine F r i e d e n s m i s s i o n, an die sich gegenseitig verhetzenden Völker Europas sowie an

Allein ich glaube, sagen zu können, daß wir in andert­halb Jahr mehr getan haben, um diese Leiden zu über­winden, als andere in 15 Jahren vor uns. (Beifall.) Unter immer fich wiederholenden Beifallsstürmen ver­sicherte der Führer jenen, die da glauben, durch Worte Eindruck auf uns zu machen:Garnichts wird uns jemals niederzwingen! Unter keinen Umstände» werden wir kapitulieren! Umfo größer die Not wird, umso größer wird unser Trotz und unsere Entschlossenheit. Die Sorge» der Führung sollen nicht geringer sein als die Sorge», die Millio»en einzelner auch haben. Wir schämen uns dessen nicht, denn wir find nicht schuld daran. Aber wir wissen, daß wir diese Sorgen am Ende dennoch überwinden werden. (Stürmische begeisterte

Zustimmung der Massen!)

Der Führer wandt« sich sodann den wirtschaft­lichen Fragen zu. Wenn gewisse internationale Cliquen glaubten, uns vielleicht durch wirtschaftliche Terror­maßnahmen, Boykott usw., mürbe machen zu können, so age ich: Dann kennen sie uns schlecht. (Stürmischer Bei-, all.) Wenn man uns zwingt, dann werden wir uns wirt- chaftlich so sehr auf die eigenenFLße stellen, daß ie die Wirkungslosigkeit solcher Versuche bald erkennen werden. (Lebhafte Zustimmung.) Wir haben in diesem anderthalb Jahr wirtschaftlich gearbeitet. Denn hätten wir es nicht getan, dann würden jetzt nicht wieder die Schornsteine unserer Fabriken und Werkstätten rauchen. (Lebhaftes Bravo.) lliü> wie wir wirtschaftlich