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Wiesbadener Tagvlatt

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Wie das deutsche Volk sich sein Haus eingerichtet hat oder einzurichten im Begriffe ist, das mögen Sie anläßlich

Sie sehen keine Arbeitslosen mehr, die Städte und

Reichsminister Hetz über die Aufgaben des Auslandsdeutschtums.

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^'e'lte 2. Nr. 174.

Aus die Dauer wird der Nachteil für das deutsche Volk geringer als für eine große Zahl fremder Staate«, die wesentlich auf den Absatz von Rohstoffen nach Deutschland angewiesen sind. Und ich betone nochmals: Wir wünschen die damit verbundene Verschärfung der wirtschaftlichen Weltkrise nicht, so wenig wie das Elend

und den Hunger, der in den betroffenen Staaten Hand ..... in Hand geht, und den Boden bereitet zu einer z Bolschewisierung. Aber noch weniger ist das deutsche Volk gewillt, die Boykottmaßnahmen des Auslandes | st - ohne Gegenwehr hinzunehmen und sich etwa den Ver­zicht darauf abpressen zu lassen, sich sein eigenes Haus so einzurichten, wie es 95% des deutschen Volkes

einst so laut verkündeten Grundsätze« des Selbstbestim- mungsrechtes und der Freiheit der Nationen in schroffem Widerspruch steht, sehen wir den Boykott ' '

Waren im Auslände an: denn dieser Boykott soll doch

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Das deutsche Volk bemüht sich, in einem Umfang ohne­gleichen die geistige und politische Einheit der Nation wieder­herzustellen und damit die Voraussetzung zu schaffen für den Kampf um seinen Platz in Europa und der Welt. Ist es erstaunlich, wenn bei einem Geschehen von solch historischem Ausmaß sich Verschiedenheiten der Auffassung

einen Druck ausüben, daß wir unsere inneren Verhält- nisse nach dem Willen des Auslandes regeln entgegen dem eigenen Wollen. Weite Kreise im Auslande haben

Ein erfolgreicher Boykott jedoch würde uns zwingen alles zu tun, um uns soweit als möglich vom Auslande' unabhängig zu machen. Was bliebe uns denn anderes übrig, wenn das Ausland uns die Möglichkeit nähme die Mittel zu beschasfen, um draußen eiuzukausr«' und das dürfte das Ausland wissen: Wenn wir wirklich uns entschließen, uns vom Ausland unabhängig machen, dann tun wir es mit der Entschlosieuheit, die Deutschland von jeher auszeichnet, wenn es sich in de« Grundlagen seiner Existenz bedroht fühlt.

Daß diese Entschlossenheit unter der Führung eines Adolf Hitler nicht gerade geringer geworden ist, dürfte der

selbst, zum Teil waren Ihre Vorgänger Pioniere für die deutsche Wirtschaft, die deutsche Technik und die deutsche Kultur überhaupt. Heute sind Sie darüber hinaus die Repräsentanten des nationalsozialisti- schen Reiches im Auslande. Sie werden überall in der Welt als solche angesehen. Aus Ihrem Handeln und aus Ihrer Lebensführung, aus Ihrer Vorbildlichkeit zieht das Ausland seine Rückschlüsse auf unseren Staat und die Idee unseres Führers. Und deshalb müssen Sie auch den Abwehrkampf draußen mit dem Sinn für Ihre persönliche Ehre und für die deutsche Ehre führen. Zur Außenpolitik unserer Wirtschaft kommt heute ein neues Angriffsziel: Unsere Weltanschauung. Und deshalb ist der Kampf be­sonders hart. Die übrige Welt fühlt, daß aus Deutschland heraus eine neue Weltanschauung geboren wurde, die an den Fundamenten des gesamten Denkens unserer Zeit rüttelt.

Die Welt fühlt, daß diese Weltanschauung so stark in unserer Zeit verwurzelt, zugleich aber in Naturgesetzen von so allgemeiner Gültigkeit fußt, daß die Gefahr eines Über­springens wohl gegeben sein könnte.

Tatsächlich sind allerorts dem National­sozialismus oder dem Faschismus verwandte Bewegungen bereits entstanden. Sie sind ent­standen ohne das geringste aktive Zutun Deutschlands oder etwa seiner nationalsozialistischen Vertretungen im Ausland, die im Gegenteil, wie Sie wissen, den strikten Befehl haben, sich aus den inneren Verhältnissen ihrer Eaststaaten fern­zuhalten. Umsomehr kann und muß Deutschland aber auch erwarten, daß auch die Umwelt sich frei hält von jedem Versuch, sich in die inneren Verhältnisse Deutschlands ein­zumischen oder auf die Entwicklung in Deutschland Ein­fluß zu nehmen.

Als einen solchen Versuch, der insbesondere auch mit den

wirtschaftlichen Aufstieg, politische Gleich­berechtigung im Rate der Völker zu verschaffen, dann glaube ich, ist das Schicksal dieses Volkes unwiderruflich besiegelt.

liegt jetzt die schöne Aufgabe, die junge Generation im mili­tärischen Geiste des Faschismus zu erziehen, sie zu unter­richten, aufzumuntern und hinzuführen zu höchsten politischen Zielen. Die Miliz wird so zum militärischenRahmen der gesamten Jugenderziehung im faschistischen Staat.

Die Beanspruchung der Milizangehörigen durch den Dienst ist nicht übermäßig groß. Die Spezialabteilungen und die ständigen Abteilungen (Polizeimiliz, Kolonialmiliz usw.) machen naturgemäß ständigen Dienst. Der Dienst der Schwarzhemden" jedoch, welche die überwiegende Masse der Miliz darstellen, beschränkt sich auf wenige Sonntage im Jahre. An Festtagen wird die Miliz zu Revuen und Paraden aufgerufen. Von Zeit zu Zeit gibt es Sonderübungen, Feld­dienst und sogar Manöver. Auch in Fällen öffentlicher Not (Naturkatastrophen usw.) tritt die Miliz helfend auf den Plan. Sportliche Übungen, Sanitätsdienst, staatsbürgerliche Erziehung und mannigfache Sonderausgaben propagan­distischer Art ergänzen abwechslungsreich den Dienstplan. (Im Rahmen eines Zeitungsaufsatzes können diese Dinge nur kurz gestreift werden.)

Die staatspolitische Bedeutung der Miliz wird jedoch erst im Kriegsfall ganz offensichtlich. Die Legionen

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Dann ergriff der Stellvertreter des Führers, Reichs­minister Rudolph Heß, das Wort zu einer Rede, in der er u. a. ausführts:

Wie die meisten von Ihnen wohl wissen werden, b i n ich selbst Auslandsdeutscher. Noch heute verbin­den mich Beziehungen auch persönlicher Art mit dem Aus­landsdeutschtum, so daß ich mich wohl berechtigt' fühle zu sagen, ich kenne die Sorgen meiner deutschen Volksgenossen im Auslande genau! Ich weiß, in welcher schwierigen und umkämpften Lage sich die meisten von Ihnen draußen be­finden. Ich weiß aber auch, welche große deutsche Auf­gabe Ihnen g e-st e l l t ist. Ich sehe es als meine Pflicht an, hier in der Heimat Verständnis für das Auslands­deutschtum und seine Besonderheiten zu wecken und das Verständnis nicht nur unter den Volksgenossen, sondern auch bei denen mit der Führung der Partei und des Staates be­auftragten Männer immer wachzuhalten, soweit dies über-. Haupt notwendig ist, denn im Grunde ist'der Führer selbst aufgewachsen in dem Kampf des Deutschtums außerhalb der Grenzen. Sie wissen, wie ich es weiß, daß ein Ver­säumnis des früheren Staates darin besteht, die bluts­mäßigen Bande, die das Deutschtum in der Heimat mit dem Deutschtum im Auslande verbinden, lebensfrisch zu halten und politisch zu einem für beide Teile des Deutsch­tums grundlegenden Erfolg auszuwerten. Dieses Versäum­nis nachzuholen und die gemeinsame Arbeit zu ermöglichen, sehe ich als eine besondere Pflicht des nationasozialistischen Staates an.

Das neue Deutschland braucht die Mitarbeit, die see­lische und materielle Opferbereitschaft aller seiner Volks­genossen im Auslande. Ihre positive Mitarbeit soll ein­gegliedert werden in die große deutsche Volksgemeinschaft.

Die Deutschen in fremden Reichen haben nach den volklichen Gesetzen der Gastnation zu leben. Es ist nicht immer leicht, im Rahmen dieser Grenzen dem Deutschtum zu dienen. Es gehört eine besondere politische Disziplin, eine besondere Erziehung und ein besonderer Takt dazu, in fremden Reichen ein Leben zu führen, das für Deutschland wirbt und Deutschland zugute kommt. Ich weiß, meine Volksgenossen, daß Sie dieser politischen Disziplin und dieses Taktes nicht ermangeln, und spreche Ihnen dafür den Dank Ihres Heimatlandes aus. Zum Teil sind Sie

über Tempo oder Methodik über den besten und den schnellsten Weg zum Ziel, zeigen?

Das Ausland hat gerade in de« letzte« Woche« die innen­politische« Auseinandersetzungen Deutschlands mit er­höhter Aufmerksamkeit verfolgt und aus ihnen vielfach Schlüsse gezogen, die manchmal auf Böswilligkeit, meist aber auf Unkenntnis und Richtverstehen der tatsächlichen Lage schließen lassen. Daher müßte ich gerade in ihrem Kreise auf eines Hinweisen: Kein Zweifel besteht in deutschen Landen, daß der Kanzler und Führer das Werk der geistigen und materiellen Wiedergeburt der Nation siegreich zu Ende führen wird, da das ganze und unge­schmälerte Vertrauen der Nation ihm gehört. Jede Spekulation des Auslandes auf innendeutsche Zwistig­keiten könnten nur zu einer falschen Politik Deutschland gegenüber verleiten und müßten auf diese Weise die Ge­sundung Europas verhängnisvoll verlangsamen. Die deutsche Geschichte vieler Jahrhunderte hat uns und das ist vielleicht die größte geistige Erkenntnis diLser Tage gelehrt, daß ein Volk in der zentralen Lage Europas wie das unfeine nur dann etwas auszurichten vermag, wenn es sich über alle Fragen des Alltags hin­weg in seinem großen Ziele einig ist.

Es ist nicht erstaunlich, daß in den gewaltigen Prozeß des geistigen Umbruches der gesamte« abendländischen Welt die alten ewig gestrigen Kräfte gegen die neuen kämpfen. Aus diesem Zustand der Dinge ein einwandfreies Bild der deutschen Lage zu gewinnen .vermag kein noch so gut ge­schriebener Zeitungsartikel zu vermitteln. Deshalb begrüßt der Führer ganz besonders ihre Anwesenheit in Berlin, daß Sie mit eigenen Auge« sehen, wie heroisch dieses deutsche Volk seine schier unfaßliche Lebens­kraft daran setzt, aus den Fesseln eines unglück­lichen Krieges, aus Wirrnis chaotischer Nachkriegsjahre s i ch zu lösen, ein unvergängliches Lebensrecht 'geltend zu machen und nach eigenen Ideen sich ein neues Reich aufzu­bauen.

Der Reichsaußenminister hat gestern betont, wie sehr wir wünschen, in Frieden und wechselseitigem Austausch mit allen Völkern zu leben. Indessen, wir allein vermögen der Welt nicht jenes Gleichgewicht wiederzugeben, ohne das neue Wohlfahrt, neuer Ausstieg unmöglich ist. Ich weiß, daß die Grundfrage dieses Problems die Vertrauensfrage ist, welcke die natürliche Brücke für das Sichwiederzuein- anderfinoen der Völker bildet. Seien Sie, meine Herren, die Interpreten dieses geistigen Sichwiederfindens, Sie, die Sie sich niemals von der alten Heimat lösen konnten, auch soweit Sie treue Bürger eines anderen Landes geworden sind.

Es ist der tiefinnerste Wunsch des Kanzlers, den ich die Ehre habe, Ihnen zu übermitteln, daß Ihr Bemühen von vollem Erfolg gekrönt sei zum Segen Deutschlands und zum Heile der Welt.

von Papon: Das ungeschmälerte Vertrauen der Nation gehört dem Führer.

Berlin, 28. Juni. Die vorn Deutschen Industrie- und Handelstag einberufene Tagung der Deutschen Handels­kammern und wirtschaftlichen Vereinigungen im A u s l a n d e wurde am Donnerstag im Preußenhaus durch Präsident Dr. von Renteln feierlich eröffnet. Er hieß die Gäste willkommen und erteilte hierauf dem Vizekanzler von Papen das Wort, der u. a. ausführte:

Namens des Führers, der zu seinem außerordentlichen Bedauern heute nicht hier anwesend sein kann, heiße ich Sie in der Reichshauptstadt willkommen.

Der heutige Tag, den Sie in unserer Mitte verleben, birgt bitterste Erinnerungen. Die auf Halbmast gesetzten Fahnen im ganzen Reich zeigen Ihnen auch äußerlich, die Schicksalsschwere, die am 2 8. Juni von allen D e utsch en empfunden wird. An diesen Tag erinnern heißt auf jenes Störungszentrum der weltpolitischen und wirtschaftlichen Beziehungen der Völker Hinweisen, das bis auf die heutige Stunde seine verderbliche Wirkung aus­strahlt, denen kein Land sich hat entziehen können, und die abzumildern oder gar zu bejeitigen das leider fruchtlose Be­mühen von 15 Jahren gewesen ist.

Statt einer in ihren Tiefen aufgewühlten Welt einen wirklichen und dauernden Frieden und die Sicherung neuer Wohlfahrt zu bringen, hat jene kulturvernichtende Tat fast in jedem Volke die Grundlagen seines wirtschaft­lichen und sozialen Lebens erschüttert und die Völker ge­zwungen, sich immer mehr und mehr aus dem wechsel­te i t i g e n W i rts ch aftsve r keh r zu lösen und auf sich s e l b st z u st e 11 e n.

Ich brauche die Auswirkungen dieses Auflösungsprozesses nicht eingehender darzulegen. Sie sind Ihnen allen in ihrer Tagesarbeit nur zu bekannt und geläufig.

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Heute gilt es für jedes Volk unter Einsatz aller seiner geistigen und materiellen Kräfte einen neuen festen Ausgangspunkt feines nationalen Lebens z u finden. Das gilt für kein Volk so zwingend und uner­bittlich, wie gerade für das deutsche. Wenn es nicht gelingt, diesem 65-Millionen-Volk im Herzen neuen gesicherten wirtschaftlichen Aufstieg, politische ®leidj-

Freitag, 29. Funk 1934.

im übrigen bereits erkannt, daß der Boykott eine zwei­schneidige Waffe ist, und daß die ausländische« Jude« die Gastfreundschaft genießen, sie in eine Lage hinei«-' bringen, die der Wirtschaft des Gastlandes schwerste« Schaden zufügen kann.

annehmen, die Erfindungsgabe unserer Gelehrten unb sie Leistungsfähigkeit unserer Industrie auf dem Gebiet ber Er­satzstoffbeschaffung sei heute geringer als einst. Das Gegen« teil ist der Fall, und die Welt kann sich auf Über­raschungen in dieser Hinsicht gefaßt mach-« wenn der Boykott weiterhin anhält. Das deutsche Volk von heute ist auch fähig, solange bis diese ' 5<n Ersatzstoffe vorhanden sind, den Verbrauch dieser oder jener « ausländischen Produkte einzuschränken.

Wort mW freien NnM mit ton fcloni

Die vernichtenden Auswirkungen Versailles' auf die Weltwirtschaft.

Reichsarbeitsminister Seldte

sagte u. a.: Es wäre falsch, anzunehmen, daß wir heute dir Z »Ausfuhr vernachlässigen könnten, wenn nur genügend

"same Maßnahmen für den Arbeitsmarkt getroffen wäremD Eine solche Ansicht übersieht, daß eine große Anzah^ von Industrien nur dann in den Arbeitsbe- z schaffungsprozeß ein gespannt werden kamst |

Landstraßen bevölkern. 3m ganzen Reich sind überall i»! neue Arbeitskräfte am Werke. Sehen Sie sich die m für die ganze Welt vorbildlichen Arbeitsdienstlager an. Ve- 1 kn sichtigen Sie die gewaltigen Arbeiten an den Auto- des straßen im ganzen Lande, .ober die Landgewin- ®er nungsarbeiten an der Küste. Reden Sie selbst mit i ao dem Volke draußen, damit sie sehen, daß ein neuer Geist 1 alle Deutschen erfüllt, daß eine Wandlung sich zutiefst in ; unserem Volke vollzogen hat. Dann gehen Sie hinaus, um der Lüge und Verleumdung im Auslande die Wahrheit ent- I gegenzustellen. Sagen Sie den Feinden und Freunden des neuen Deutschland, den einen, daß sie keine Schadenfreude, ; den anderen, daß sie keine Sorge zu haben brauchen. Wo s Schwierigkeiten sich ergeben, werden sie gemeistert. Adolf Hitler und seine Mitkämpfer sind in den langen Jahren bis j zur Machtergreifung geschult worden vom Schicksal, wie s man der Schwierigkeiten Herr wird. Sie können draußen 1 berichten: Das Deutschland Adolf Hitlers steht i

unerschütterlich.

Reichsminister Rudolph Heß schloß mit einem begeistert j aufgenommenen Sieg-Heil auf den Führer uno die 1 Bewegung.

Reichswirtschaftsminister Dr. Schmitt

führte in feiner Rede u. a. aus:

Ich glaube, daß die Schwierigkeiten der Wirt - schäft, allerdings von der Weltwirtischaft, von sich aus J überwunden werden könnten. Denn sie beruhen nicht ) auf einem Versagen wirtschaftlicher Faktoren, sondern auf ] den Auswirkungen der politisch beeinfluß-W ten Finanzpolitik der Kriegs- und Nach-4 k r i e g s j a h r e. Die internationalen Anleihen der Kriegs- 3 zeit haben den Schuldnerstaaten ungeheure Kapital- und | Zinsenlasten aufgebürdet; die Deutschland auferlegten Re- J parationen konnten nur aus ber Substanz unb mit Hilfe aus- 1 ländischer Anleihen geleistet werden, was zu einer Aus- 1 blutung der deutschen Wirtschaft und zu einer 1 unerträglichen Schulden- und Zinsenlast für Reich und Win- | schäft führte. Gespannt richtete sich die Aufmerksamkeit der | Gläubiger auf die Frage, wie sie ihre Forderungen ein» 1 treiben könnten. HU

Unb man schien die doch so einsache Tatsache z« ver­gessen, daß ein Schuldner, um zahle« zu können, leben unb arbeiten muß. Und man übersah auch, daß es zu keinem guten Ende führen kann, roenn man einen Schuldner so auspregt, daß er als Verbraucher, als Käufer ausfällt.

Wir haben auf die Aufrechterhaltung unserer Handelst^ 1 Ziehungen zum Auslande größten Wert gelegt. Und auch J heute, trotz aller Hindernisse, die unserem Außenhandel j entgegengesetzt werden, wünschen wir nichts mehr als die | Wiederkehr des freien, ungehinderten Welthandels. Diese 1 Frage kann aber nicht einseitig gelöst werden. Sollten wir es aber nicht erreichen können, durch Auswertung unseres | Außenhandels uns die Lebensnotwendigkeiten zu sichern, j bann wird das deutsche Volk die Kraft haben, durch 6'n schränkung der Einfuhr, durch Umstellungen in dekM Wirtschaft, durch Erschließung eigener neuer Rohstoffe (ein 3 Wirtschaftsleben aufrechtzuerhalten. Wir wünschen | Entwicklung nicht, denn sie würde eine weitere Schrumpfung | der Weltwirtschaft bedeuten. Wird uns aber kein anderer \ Ausweg gelassen, so wird das deutsche Volk diese schwierige 1 Aufgabe ebenso meistern, wie es der Arbeitslosigkeit zu Leide | gerückt ist: einig, zäh, fett geschlossen hinter seinem 1 Führer Adolf Hitler.

m Z vnn berge ungv eübe: «beit mn 1 mbe ungb tormt eile ber je reich jeut,

Wie das deutsche Volk sich sein Haus eingerichtet hat 1 zstrsai ober einzurichten im Begriffe ist, bas mögen Sie anläßlich j deutsch Ihres Hierseins in Augenschein nehmen. Ich würbe es sehr Metes begrüßen, wenn Sie soweit als möglich in bas übrige Reich l stüchli hinausgingen und sich davon überzeugten, daß in ganz : putbe Deutschland, gleichgültig, ob in Nord ober Süb ober Weit, ' Jes Dl neues Leben blüht, der Wille zum Aufbau in allen Schi»- Dberbi ten des Volkes wirbt. schleust

Wir, das nationalsozialistische Deutschland, hatten b;ej, - Absicht und haben sie immer wieder betont, einen rec'1^ jeden Güteraustausch mit anderen Völkern 'Ü I <96 pflegen, nicht zuletzt, weil dies ein Weg ist zum gegeniei- ! a tigen Verständnis und damit zum Frieden. Wir wollen s nicht eine Autarkie anstreben.

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der Schwarzhemden werden mit der Armee mobilisiert und dem einheitlichen militärischen Kommando von Reserve­offizieren unterstellt, die in der Zentralschule in Civitavechia ausgebildet werden. Auch die Unteroffiziere der Miliz wer­den soweit sie nicht schon im Heer militärisch ausgebildet wurden durch Militärs ersetzt, die das 36. Lebensjahr noch nicht überschritten haben. Sämtliche Formationen der Miliz werden mit Gewehr, Dolch, Maschinengewehren und Ge­schützen jenes Typs bewaffnet, die im gleichen Rayon der königlichen Armee verwendet werden. Neben jedem Bataillon der Schwarzhemden ist sofort ein Ersatzbataillon zu bilden. Angehörige der Miliz werden im Falle der teilweisen oder völligen Mobilisation des königlichen Heeres als unab­kömmlich erklärt und bleiben in ihrem Miliztruppenteil.

Aus diese Weise werden also gleichzeitig zwei Armeen mobilisiert: die Armee des Königs und die Armee Mussolinis zwei mächtige Blöcke bewaffneter und disziplinierter Kraft, die das zuverlässige und feste Funda­ment des faschistischen Staates bilden. Die Miliz ist heute schon eine machtpolitische Reserve Italiens, deren Kraft von Jahr zu Jahr steigt, weil sie das Sammelbecken der neuen Jugend ist.